In der Taberna geht die Sonne ein und aus

  • So nahm Silko den Würfelbecher, den Kelch des Glücks, entgegen. Nach der ersten Runde war er schon ein wenig ernüchtert. Das mit Glück im Spiel und dem Pech in der Liebe schien nicht zu stimmen. Im Gegenteil, es schien ihm ins Gesicht zu spucken und ihn zu verhöhnen! So nahm er den Becher, schüttelte ihn und haute ihn auf den Tisch, als würde man mit ein wenig Kraft auch besser würfeln. 1...3...6 was eine 10 ergab und somit hatte er auch diese Runde schon verloren.


    Er stellte den Würfelbecher auf den Tisch und trank seinen Krug leer. Er hätte sich doch etwas anderes alls Milch bestellen sollen...


    "Du bist" knurrte er dunkel zu Ortwini.

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    Ortwini, Sohn des Siguhelm:


    Aha. Sontje bekam durch Witjon eine elf gewürfelt, Witjon selbst schaffte nur eine popelige fünf und der große schwarze Mann mit der beängstigend tiefen Grollstimme hatte auch nur zehn Augen erreicht. Nun war es an ihm, den entscheidenden Wurf zu tätigen und...


    3, 1, 1!


    ...zu VERLIEREN! Bei Theiwaz, was zum Geier dachten die Würfel sich da eigentlich?
    "Verdammte Axt!" polterte er und schlug mit der Faust auf die Tischplatte, sodass die Becher erzitterten.
    "Na chut, Runde drei also. Sontsche, du bis' dran."
    Und mit finsterer Miene reichte er nun die Würfel weiter.



    Sim-Off:

    Da ich gerade nahe dran bin, die Übersicht zu verlieren, hier mal kurz eine Zusammenfassung:


    Runde 1:
    Sontje - 3
    Witjon - 12
    Silko - 11
    Ortwini - 13
    _________
    Ortwini gewinnt Runde 1!


    Runde 2:
    Sontje - 11
    Witjon - 5
    Silko - 10
    Ortwini - 5
    ________
    Sontje gewinnt Runde 2!


    Runde 3:
    Sontje - Los geht's! :D
    Witjon -
    Silko -
    Ortwini -

  • Nun, sie spielten drei Runden und bekam dank Witjon eine 11. Das sah gut aus. "Zum See? Gute Idee.. ich bin dabei!" stimmte sie lächelnd zu und nahm noch einen Schluck vom Bier. Er war ihr Cousin... da war nix dabei! Und sie konnte ihn endlich einmal alleine für sich haben und näher kennenlernen. In der Casa Duccia war das fast unmöglich, da alle naselang immer wer dazustiess und was von ihm oder ihr wollte. Mit einem beherzten Griff rettete sie ihren Becher vor dem Umfallen und sah böse zu Ortwini. "Mensch.. was ist denn mit dir?! Das ist doch nur ein Würfelspiel, lieber Freund! Du solltest es nicht so bitterernst nehmen..." versuchte sie ihn zu besänftigen. Nach dem Abstellen des Bechers nahm sie den Würfelbecher in die Hand und schüttelte ihn kräftig. "Sechs.. vier.. zwei.." verkündete sie und hob den Becher zum Trinken an. Natürlich nach dem sie mit jedem der anwesenden Männern angestoßen hatte. "Witjon.. Witjon.. hopp.. hopp.. hopp.." feuerte sie ihren Cousin schmunzelnd an.

  • Triumphierend lachte Witjon auf, als er Ortwinis Niederlage beobachtete.
    "Muhaha! Pass upp, jetscht komm isch!"
    Sontje hatte eine zwölf. Gespannt und breit grinsend ließ er die Würfel im Becher rappeln und knallte diesen dann auf den Tisch.
    "Uff!" entfuhr es ihm, als er den Becher hob.
    "Schechs....via....via....Witjon du Schummler!" brüllte Ortwini.
    Vierzehn Augen, Witjon wollte es nicht glauben. Beim Würfelglück der anderen hatte er bereits so gut wie gewonnen. (:D)
    Noch triumphierender grinsend reichte er nun die Würfel weiter an Silko.

  • Also war diese runde auch schon fast gelaufen. Eine Zwölf war schon schwer zu toppen, aber Witjons Vierzehn musste von irgend so einer germanischen Glückgöttin gerufen worden sein, das konnte nicht mit rechten Dingen zugehen! So schlurften Silkos Mundwinkel schon beinahe auf dem Boden der Taberna, als er den Würfelbecher nahm. Dieses mal nahm er nur einen Würfel in den Becher, vielleicht würde ihm das ja mehr Glück bringen.

    "Ich nehm nur den einen hier. Ich glaube die anderen sind sonst eifersüchtig!"
    Natürlich wusste er dass das Quatsch war, aber irgend etwas musste er ja jetzt ändern, nachdem es vorher nicht geklappt hatte. Also begann er zu würfeln.


    4
    Das war doch schon einmal vielversprechend.


    5


    Es wurde immer besser. Jetzt noch eine Sechs und dann hätte er mehr als Witjon. Er schüttelte den Würfelbecher mit doppeltem Enthusiasmus aks vorher. Er haute den Würfelbecher auf den Tisch und ließ ihn erstmal da stehen. Er schauet verschwörerisch in die Runde und nahm dann schnell den Becher weg.


    6


    Es war wirlich eine Sechs! Silko grinste nun breit und verkündete sein Ergebnis: "15! Ortwini, du bist dran!"

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    Ortwini, Sohn des Siguhelm:


    Witjons Gesichtszüge entgleisten, als er Silkos Wurf beobachtete. Wie konnte man nur so viel Glück haben? Er musste seine Kinnlade wieder hochklappen, während Ortwini bereits grummelnd die Würfel entgegennahm.
    "Der Würfel mein'z wohl jut mit dir..." sagte dieser nur, während er - nun allerdings wieder mit drei Würfeln im Becher - eben diesen schüttelte und auf den Tisch knallte. Er hielt einen Moment inne und schaute dann flehend auf den Ort, wo die Würfel zum Vorschein kamen, als Ortwini diesen hochhob.


    "HA!" Die Augen zeigten 6, 6, und 3, was ebenfalls fünfzehn ergab!
    Ortwini begann zu frohlocken, denn nun war noch nicht alles verloren.
    "Hahaaa, jetsch is' steschen angesacht! Du ssuerst!"
    Er reichte die Würfel wieder an Silko zurück. Noch war nicht alles verloren.

  • Und wieder einmal entpuppte sich das Glück als launige Hure. Am Liebsten hätte Silko diesem milchgesichtigen Barbar seine Faust ins Gesicht geschmettert. So gerne er mit Witjon feierte, aber Ortwini hatte der Nubier einfach gefressen und wenn man ihn kannte, konnte man das auch an seinen Augen ablesen.


    Wieder nahm er den Würfelbecher.


    6


    Das war doch mal ein guter Anfang! Wieder fand der Würfel seinen Weg in den Becher und wieder auf den Tisch.


    6


    Die zweite Sechs, er würde ihm zeigen auf welcher Seite das Glück stand, nämlich auf der des Tüchtigen.


    1


    Silko verzog das Gesicht als hätte er auf eine Zitrone gebissen... Aber immerhin war eine Dreizehn auch kein so schlechtes Ergebnis...

  • Sontje stellte die Anfeuerungsrufe für Witjons Glück ein, sobald es immer spannender wurde. Mit anhaltenem Atem verfolgte sie die rollenden Würfel aus dem Becher und atmete stöhnend aus, als das Stechen bekannt wurde. Unbewusst war sie immer näher an Witjon heran gerutscht, umklammerte mit einer Hand seine Schulter und mit der anderen ihr Bierglas. "Ohohohoho..." Das letzte 'h' blieb im Hals stecken.. sie hustete kurz auf und beruhigte sich rasch. "..oh.. weia..." stöhnte sie nach Ortwinis Wurf auf. "Das ist doch nicht zu fassen! Ortwini.. mensch.. lass dein Glas verflixt noch eins da stehen und würfele endlich..." Witjons Schulter musste schon ihre Fingernägel spüren.

  • Sontjes Aufregung und die damit verbundene Malträtierung von Witjons Schulter kommentierte dieser nur mit einem schiefen Lächeln. Er hatte nur eine vierzehn gewürfelt, die anderen beiden fünfzehn. Er hatte verloren und so saß er nun als neutraler Beobachter - denn er hatte sowohl Silko als Leibwächter, Freund und mittlerweile Teil der Familie, als auch Ortwini als ehrlichen Kumpel und Saufkumpan zu schätzen gelernt - mit am Tisch. Er legte wieder seinen Arm um die kleine Sonne und drückte sie liebevoll an sich.
    "Woll'n wir doch ma' seh'n wer von den beiden meine hübbsche Cousine ent....ausführn darf..." grinste er breit und sah dann Ortwini erwartungsvoll an.



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    Ortwini, Sohn des Siguhelm:


    Dieser schaute einmal verschwörerisch in die Runde und nahm dann den Becher samt Würfel wieder an sich.
    "Japp, wir werd'n schehn..." murmelte Ortwini geheimnisvoll, während er langsam den Becher zu schütteln begann. Kurz warf er Sontje ein charmantes Lächeln zu (Ja, selbst in alkoholisiertem Zustand vermochte Ortwini solch komplizierte Dinge zu koordinieren!) und knallte dann mit einiger Wucht den Würfelbecher auf die Tischplatte. Nicht einmal ein halbes dutzend Lidschläge später war es Mucksmäuschenstill am Tisch - mal abgesehen von den Geräuschen, die durch andere Gäste verursacht wurden - und noch einmal warf Ortwini einen verschwörerischen Blick in die Runde. Langsam hob er den Becher an, sodass die drei Würfel zum Vorschein kamen...


    4, 6, 4 - 14! Witjon konnte es nicht glauben, der Lump hatte wirklich gewonnen! Ortwini wollte es erst recht nicht glauben, der schaute völlig verblüfft auf das Ergebnis. Und Sontje?


    Witjon grinste über beide Ohren und sah von Sontje zu Silko und dann zu Ortwini. "Schieht so aus, als hädde der verfluchde Waldschrat hier wirklisch einen Ausfluch mit meiner hübbschen Base hier gewonn'! Isch gratuliere..." Der junge Duccier reichte seinem Kumpel die Hand und drückte sie fest. Er freute sich aufrichtig für ihn. Ortwini strahlte, als er realisierte, dass er wahrhaftig den Sieg davongetragen hatte. Die Nornen mussten ihn heute Abend lieben!
    "Esch war mir eine Freude, mit eusch tschu würfeln! Sontsche, ich freue mich auf 'nen wunderbaren Tach mit dir..."
    Er schüttelte Witjon und dann Silko die Hand und stand dann auf, um nach dem Wirt zu rufen.
    "He Wirt, eine Runde für meine Freunde hier...geht auf misch!"
    Er plumpste zurück auf seinen Stuhl und strahlte Sontje weiter an. Welch ein Glückspilz er doch war, dass er mit einer Duccia - einer so hübschen noch dazu - wirklich einen Ausflug unternehmen durfte!

  • Das wäre ja auch zu schön gewesen. Aber es hatte eben nicht sollen sein. Nun würde er eben die Beiden begleiten müssen. Er trank seine Milch und irgendwie hatte sie ein Geschmack als wäre sie sauer geworden...

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    Ortwini, Sohn des Siguhelm:


    Der Wirt brachte mehr Bier und es wurde auf Siguhelm getrunken. Dieser lehnte sich dann leicht zu Sontje herüber und kehrte seine halbwegs charmante Seite nach außen.
    "Nu, Sontsche. Mir wird die Ehre zudeil, mit deinerwenischkeid einen Tach zu verbringen. Welch 'ne Freude!"
    Er grinste breit und hoffte, dass dieser Silko ihn nicht gleich zu Brei zerstampfen würde, so wie dessen Laune gerade den Gefrierpunkt unterschritten hatte.

  • Mit der Umarmung von Witjon löste sie ihre Fingernägel aus Witjons Oberarm. "Ja, das wollen wir mal sehen.." gab sie zurück. Witjon liess sich ewig Zeit mit dem Würfel zeigen und hatte verloren. "Ohhh..." seufzte Sontje enttäuscht auf.


    Prüfend blickte sie Ortwini an, lauschte kurz in sich hinein. "Ich freue mich auch auf einen Tag mit dir..." verkündete sie spitzbübisch lächelnd und stiess mit den anderen Männern auf seinen Sieg an. "...wenn du nüchtern und ausgeschlafen bist. Wie wäre es denn gleich mit morgen früh.. um zehn Uhr vor der Tür der Casa Duccia??" Keine Ahnung wie spät es im Moment war. Sontje fühlte sich ausgeschlafen und kannte frühe Aufstehzeiten nach langen Nächten. Fröhlich gestimmt nahm sie sich vom Getränkenachschub und erwartete Ortwinis Antwort. "Macht ihr noch eine weitere Würfelrunde? Ich gucke diesmal aber nur zu."

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    Ortwini, Sohn des Siguhelm:


    Der junge Trunkenbold frohlockte, als Sontje ihre Freude über seinen Sieg verkündete. "Jaa, vielleischt sollten wir langsam alle nach hausegeh'n...undjaa, isch komme gern morg'n bei eusch wunderbaren Ducciern vorbei!" Ortwini schaute verträumt drein, während Witjon für ihn Sontjes letzte Frage beantwortete. "Eine weidere Würfelrunde? Naah, isch bin müde und hab auch nisch so große Lust mehr, weißtu? Und Ssilko möschte sicher auch na'hause." Er zwinkerte dem grummeligen Nubier zu und so saßen sie einfach noch ein wenig am Tisch und plapperten, tranken den Rest ihres Bieres und verließen später den Schankraum, um schläfrig, aber fröhlich zur Casa Duccia zurückzutorkeln. Ortwini plagte sich derweil noch mit der zu begleichenden Rechnung herum und schaffte es dann auch irgendwann spät nachts nach Haus.

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