[Turmae] Unterkunft I Turma

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    eques Publius Plaetorius Rupus



    Rupus riß die Tür auf und versuchte eine einigermaßen korrekte militärische Meldung abzugeben. Keuchend kam es aus ihm heraus.


    "Eques Rupus von der Nord-Patrouille. Nuntio. Wir haben eineinhalb Tagesritte nördlich von Mantua in einem Waldstück vier Banditen aufgestöbert. Wir versuchten sie aufzuhalten, die aber nutzten die Überraschung und ritten nach Süden. Wir verfolgten sie in der Absicht, sie ins castra zu treiben. Doch sie bogen an der großen Gabelung vor Mantua ostwärts ab. Celsus verfolgt sie weiterhin. Auffallend waren die guten Pferde, die die Banditen ritten. Soweit meine Meldung. Wenn du keine Befehle hast, ich muß die Patrouille wieder erreichen, decurio."


    Rupus war schon wieder auf dem Sprung. Ein neues Pferd und seinen Kameraden nach!




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    Decurio Manius Papinius Soranus
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    Ruhig trocknete sich der Decurio ab. Nur seine gerunzelte Stirn verriet seine Unruhe. Die Hetze des Boten war kein gutes Zeichen. "Nur vier Mann? Und auf außergewöhnlich guten Pferden? Das ist mehr als verdächtig! Für mich klingt es eher, als würden sie euch in die Falle zu locken versuchen. Schöpf neue Kraft, iß und trink etwas. Dann nimm Dir ein neues Pferd und sag Decimus, daß er kein Risiko eingehen soll. Spioniert sie gründlich aus. Ein Zugriff soll nur erfolgen, wenn ihr ihnen tatsächlich deutlich überlegen seid. Ansonsten kommst Du wieder her und ich schicke euch Verstärkung! Ich habe keine Lust, eure Leichen einzusammeln, verstanden?" Ostwärts an der großen Gabelung. Sehr eigenartig.




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    eques Publius Plaetorius Rupus



    Rupus wollte keine Zeit verlieren. Er war sich dessen voll bewußt, daß Celsus auch ihn benötigte. Eine kurze Meldung.


    "Eques Rupus meldet sich ab decurio."


    An Essen und Trinken war nicht zu denken. Er rüstete eines der Ersatzpferde, schwang sich in den Sattel, ein Druck mit dem Schenkel und kurze Zeit später galoppierte er wieder an den Wachposten, die sich dieses Mal schon in Sicherheit gebracht hatten, vorbei. Was er sich damit einbrockte, daran dachte er nicht.



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    Decurio Manius Papinius Soranus
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    "Vale, Eques", entließ der Decurio den Mann. Und begann, einen Trupp zusammenzustellen, den er der Patrouille entgegenschicken würde. Für den Fall der Fälle. Den Namen des Eques, der sich am Tor nicht ordnungsgemäß gemeldet hatte, notierte er, als er von den Wachen informiert wurde. Dieser stürmische junge Mann würde seinen Einlauf dafür erhalten, wenn alle Männer wieder wohlbehalten zurück in der Castra waren.




  • Celsus saß von seinem Glaucus ab und drückte Rupus die Zügel seines Pferdes in die Hand.


    "Ich melde die Patrouille beim decurio zurück. Ihr wartet. Mal sehen, ob er für heute noch Befehle für uns hat."


    Vor der Tür des decurio noch eine Anzugskontrolle. Man sollte ihm nicht unbedingt die letzten Tage und Nächte ansehen. Dann klopfte er.


    *** klopf *** klopf *** klopf

  • Celsus trat ein und salutierte.


    "Eques Decimus. Nuntio.
    Nord-Patrouille nach ausgeführtem Auftrag zurück.
    Sieben equites wohlauf.
    Ein eques mit Verwundung zur Heilversorgung im valetudinarium.
    Sieben Gefangene im carcer inhaftiert.
    Sieben fremde Pferde in die Stallungen verbracht."


    Er hielt kurz inne, um das Ergebnis der Patrouille ein weinig hinauszuzögern.


    "Der Unterschlupf der Gefangenen im Wald erweis sich als ein riesiges Warenlager. Wir fanden Gold und Silber, Schmuck jeglicher Art, Tuche, Münzen, einfach alles, was man sich nur denken kann. Auch Ausrüstungsgegenstände waren dabei. Wir haben alles belassen wie wir es vorgefunden haben, um deine Entscheidung abzuwarten, decurio."

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    Decurio Manius Papinius Soranus
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    Sein Erstauenen ließ sich der Decurio nicht anmerken. Ruhig hörte er sich den ausgesprochen knappen Bericht an. "Habt ihr herausgefunden, um wen es sich bei den Gefangenen handelt? Gab es Tote? Hast Du Wachen am Warenlager zurückgelassen für den Fall, daß es weitere Verbündete dieser Bande gibt?" Die meisten solcher Banden fanden Unterstützung in den nahen Orten. Schon weil diese Unholde meist aus diesen Orten stammten.




  • "Wir haben die Gefangenen nicht weiter ausgefragt geschweige sie denn überhaupt zu Wort kommen lassen",


    antwortete Celsus,


    "wir hielten es für besser, unseren Überraschungseffekt weiter auszukosten, indem wir sie auf ihre Pferde banden und in die castra brachten. Hier können sie im carcer verhört werden, notfalls können wir hier nachhelfen.


    Einer der Gefangenen, seinem Namen nach Aar aus Confluentes, der trotz seines Aussehens und trotz seiner Zugehörigkeit zu den Banditen einen vertrauensvollen Eindruck machte, gab an, daß außer unseren Gefangenen keine weiteren Mitglieder zu erwarten seien. Demzufolge haben wir von der Bewachung unserer Beute abgesehen, zumal wir davon ausgingen, daß wir diese sofort in die castra abtransportieren würden, decurio."

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    Decurio Manius Papinius Soranus
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    "Dann werden wir das hier nachholen. Gute Arbeit, Decimus. Such einen der Männer aus, der den Weg zu diesem Banditenlager wiederfindet, ich schicke dann einen Trupp los, der die Beute sichert. Einen schriftlichen Bericht brauche ich noch von Dir. Kein Roman, Du verstehst schon. Ansonsten ruht euch aus, geht in die Thermen, das habt ihr euch verdient." Der Decurio war tatsächlich nicht unzufrieden, der Decimer hatte sich bewährt. "Abi."


    Nun galt es, Männer einzuteilen, die sich um die Sicherung des Diebesgutes kümmerten und die Gefangenen zu befragen, bevor er selbst Bericht erstatten ging.




  • "Da schlage ich den eques Rupus vor",


    antwortete Celsus,


    "das war unser Melder während der Patrouille. Der kennt sich mittlerweile hier bestens aus und wird den Weg zum Lager der Banditen weisen.


    Meinen Bericht werde ich dir umgehend vorlegen, decurio".


    Celsus salutierte und verließ das officium decurionis.
    Dann wandte er sich an seine wartenden Kameraden.


    "Unsere Patrouille ist beendet und somit auch mein Kommando. Pferde versorgen, anschließend Putzstunde, dann Freizeit. Ihr könnt wegtreten, meine Herren!"


    Er saß auf und folgte den equites zu den Stallungen.

  • Nach dem Gespräch mit dem Tribun machte ich mich wieder auf den Weg zurück zu den Männern, ich musste ihnenen mitteilen was nun passieren sollte.
    Ich sprach den erst besten Eques an, er sollte alle Männer vor der unterkunft sammeln.
    Es hatte sich rumgesprochen das du TurmaI einen neuen Mann hatte, einen Optio, einen Infantriesten. Ich konnte skepsis erkennen, ein wenig Unmut, das niemand der ihren befördert wurde um die Turma I zu führen.
    Ich konnte es verstehen. Da kam ein neuling und übernahm gleich die Vertretung für den Decurio
    Es dauerte nicht lang bis Metalus, so hieß der Euques, die Männer Versammelte. Ich wollte es kurz halten.
    Ivh bin Optio Hadrianus Fontinalis, Versetztz von der II in Germania und abkommandiert zur Reiterrei. Icj werde den Decurio vertreten und erwarte Disziplin, Einsatz und Gehorsam.
    Kurz sah ich mich um.Ich habe vom Tribun Aufgaben erhalten. Patroulie in der Stadt und im Umland. Das beobachten der Flüchtlinge und die eventuelle Hilfestellung. Das heist wir werden zusammen in die stadt reiten, dort die Augen offen halten, vielleicht bleiben auch ein paar Männer zurück. Danach sehen wir uns das hinterland an
    Aufmerksam sah ich die Männer an.
    Also, packt eure Sachen, Verpflegung und alles andere. Wir sind drei Tage unterwegs. Morgen nach dem Appel ist Abmarsch. Und jetzt macht euch auf die Stuben und schlaft noch ein wenig

  • Gemäß der Befehle war die Turma I dabei ihre Ausrüstung zu reinigen. Die Männer saßen hoch konzentriert vor ihren Schwertern und Rüstungen. Jeder wusste was er zu tun hat. Das wurde einem bereits in der Grundausbildung beigebracht und war ein wichtiger Teil der Dienstzeit eines Soldaten.
    Publius Praetorius Rupus schließlich hat te ich auch was zu tun, ich musste noch die genessung einiger Pferde überwache.
    Optio, du hast mich gerufen? aus dem nichts stand der gerufene Soldat vor mir.
    Ja ich habe dich gerufen. Wie geht es deinem Pferd, hast du dich an die Anweisungen gehalten?
    Ja Optio das habe ich. Dem Gaul geht es wieder gut.
    Gut, dann reinige weiter deine Ausrrüstung
    Der Eques trat weg und ich konnte den Rundgang wieder aufnehmen.

  • Nach und nach rief ich die Männer zu mir die auf meiner Liste standen und lies mir Bericht erstatten. Alle Pferde waren wieder gesund, bis auf eines. Das des Eques Marcus Antonius Gellius, das lag heute morgen tot in seiner Box, ob das was mit der vorangegangenen Krankheit zu tun hatte wusste ich nicht. Aber der Decurio musste informiert werden. Bestimmt stand er irgendwo un beobachtete mich...

  • Mit seinem Stapel steuerte er die Unterkunft der ersten Turma an. Drittes contubernium hatte der Decurio gesagt. Die dritte Tür. Antias trat ein und parkte den Stapel im Vorraum. Sah sich um und betrat die Unterkunft. " Salve, Servius Obsidius Antias, ich wurde hier zugeteilt."

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    eques Tiberius Valentinus Lupercus



    Lupercus hatte seinen Strafdienst in der pabula hinter sich. Nach Mist stinkend hatte er sich vor der Unterkunft zuerst einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet und war dann in die thermae geeilt, um endlich wieder wie ein Mensch zu riechen. Nun lag er auf seiner Pritsche, streckte alle Viere von sich und wartete, auf was, das wußte er selbst nicht.


    Ein Fremder betrat die Stube. Er sah hin und hörte nur den Namen "Antias".


    Er wechselte von der Senkrechten in die Waagrechte und ging, nachdem er den Eingetretenen erkannt hatte, freudig auf diesen zu.


    "Antias? Bist du es wirklich? Kommst du zu uns? Wie hast du das geschafft? Ich habe nicht geglaubt, daß es dir damit Ernst war, zu den equites zu gehen. Und jetzt erzähl`, wie kommst du in mein contubernium?"




  • Eine Begrüßung konnte nicht besser sein, wenn man als Neuer irgendwo rein platzte. Grinsend ging er auf Lupercus zu. " Dein Pferd hat mir verraten in welchem contubernium du bist." etwas ernster sagte er. " Der Decurio hat mich gefragt ob ich jemanden in der Turma kenne und da fiel mir gleich dein Name ein." froh, dass alles so reibungslos abgelaufen war, sah sich Antias um. " Meine Sachen liegen im Vorraum, du kannst mir bestimmt sagen wo ich einen Teil davon deponieren kann und wo ich schlafe."

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    eques Tiberius Valentinus Lupercus



    "Ich kann`s immer noch nicht fassen,"


    Lupercus strahlte über das ganze Gesicht,
    "aber ich freue mich, daß du da bist. Schlafen kannst du,"


    er grinste gönnerhaft,
    "gleich neben mir. Der Platz ist erst vor kurzem frei geworden, da Malleolus gekniffen hat. Dem hat wohl das Reiterleben, das ihn erwartete, nicht ganz gepaßt. Wie dem auch sei! Das ist nun dein Platz. Deine Sachen kannst du im Abstellraum deponieren. Ein Platz ist noch frei. Aber warte, ich begleite dich. Derweilen können wir weiterreden und zudem wirst du viele Fragen haben."




  • Sie waren zurück. Der Feldzug zu Ende. Richtig unwirklich das alles. Seine corona verstaute er vorsichtig in seiner Kiste. Ein tolles Ding, das machte ihn Stolz. Er warf sich auf sein Bett nur ein bisschen dösen. Daraus wurde ein unruhiges Nickerchen.


    ...Er fand sich im Circus Maximus wieder. Als Zuschauer feuerte er die Auriga an. Ein Auriga kam nicht mit seinem Gespann zurecht. Antias sprang auf die Bahn, zerrte den Fahrer aus dem Wagen und übernahm. Die Menge jubelte, Antias lenkte das Gespann, brachte es als Sieger ins Ziel. Dann ein lauter Aufschrei. " Du bist kein Legionär! Du warst Auriga! Du bist ein entflohener Sklave!" Immer mehr Finger zeigten auf ihn. Die Menge tobte. "Nein!!Nein!!" rief Antias. Bewaffnete kamen auf ihn zu. Immer näher....


    Antias schreckte hoch. Wie ein gehetztes Tier sah er sich um. Hoffentlich hatte es keiner gemerkt. Er setzte sich und versucht sich zu beruhigen. Am besten in den Stall gehen, dort konnt er wieder runter fahren. Es war alles zu schön. Er dachte er hatte es geschafft und nun? Nein, er musste aufpassen.

  • Der überdachte Gang vor den Unterkünften bot Schatten. Antias hatte sich auf die Dielen gesetzt und sah seinen Kameraden zu. Einer mahlte Korn für ihr Abendessen, die anderen waren mit ihrer Ausrüstung beschäftigt. Er selber hatte das Geschirr seines Pferdes auf seinem Schoß liegen und polierte die Phalerae und die kleinen silbernen Mondsicheln. Lächelnd hörte er die Grünschnäbel prahlen und rechnete nach, wie viele Tage ihn von seiner Entlassung in den Ruhestand trennten. Seine Ausrüstung war abgezahlt und gehörte ihm. Was er nach seiner Entlassung tat? Lucilla hatte eine gut gehende Bäckerei. Sein Stück Land wollte er verpachten. Seinen angesparten Sold und sein Entlassungsgeld halfen ihnen ein ruhiges und beschauliches Leben als einfache Leute in Mantua zu führen.


    Das Geschirr blinkte in der Sonne. Er packte das Putzzeug beiseite und stand auf. Auf seine Errungenschaft nach der Schlacht war er besonders stolz. Das Geschirr aus Silber und ein paar mehr Dinge waren sein Teil der Beute gewesen. Antias ging in den Stall neben der Unterkunft und hing es an den Haken. Er strich seinem Hengst beruhigend über den Hals. Sehr lange ritten sie nicht mehr zusammen auf Patrouillie.

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