Hortus - Der Garten


  • Ich ging mit Lucia hinaus und macht mein Pferd los von dem Holzpfahl.
    Mein blicke suchten die Fenster des Hauses ab, nicht das Falco uns sehen konnte.
    Ich umarmte Lucia noch einmal und drückte sie fest an mich.


    Ich liebe dich! Wir werden uns bald widersehen, das versprech ich dir!


    Nach einen kurzen Kuss auf denn Mund stieg ich aufs Pferd.

  • Ich genoß diesen letzten Kuss und sagte dann ebenfalls:


    "Ich liebe Dich, bis bald !"


    Commodus stieg aufs Pferd und ich nahm noch einmal seine Hand und drückte sie kurz.


    Unsere Blicke trafen sich, in ihnen stand alles, mehr brauchten wir einander nicht sagen.


    Regungslos stand ich vor der Casa und sah Commodus nach bis ich ihn nicht mehr sehen konnte, dann ging ich mit einem verträumten Lächeln wieder hinein.

  • Ich zeigte meinem Bruder den Weg in den Garten und führte ihn zu einer Bank, welche ein wenig versteckt lag. Hier war ein idealer Platz für eine Unterhaltung.


    Aus der Karaffe goß ich Wein in die Becher und reichte Cato einen davon.


    Dann setzte ich mich hin und schaute in den Himmel. Es fing bereits an dunkel zu werden, unser Garten war nur durch einige Fackeln beleuchtet.


    Vor wenigen Tagen, mir kamen es bereits wie Wochen vor, hatte ich hier mit Commodus gesessen. Wo er jetzt wohl war und wie es ihm ging ? Noch immer spürte ich seine Berührungen in meinem Haar und das herrliche Gefühl der Geborgenheit wenn ich bei ihm war. Hoffentlich war alles in Ordnung. Ich würde gleich morgen in den Tempel gehen und für ihn beten beschloß ich.


    Es fiel mir schwer meinen Bruder anzulächeln, doch die Freude über unser Wiedersehen überwog doch.


    "Bist Du denn all die Jahre nur mit deinem Lehrmeister zusammen gewesen ? Das muss doch sehr einsam gewesen sein. Soll ich Dir morgen ein wenig mehr von Rom zeigen ?"

  • Ich trank ein Schluck Wein. Meine Augen schauten jedoch noch immer zu Lucia. Sie lächelte, starrte aber auf den Boden, als wäre sie nachdenklich und traurig über etwas. Ich schwieg für einen Moment...


    "Ja es war einsam Lucia, und doch habe ich mir eine Welt im Inneren aufgebaut. Jene ist aber friedlich und rein. Ich muss mich erst an diese hier gewöhnen. Alles ist so neu für mich."


    Mir fiel Tenzin ein, der für mich die einzige Person in den letzten Jahren war. Ich vermisste ihn doch sehr. Aber er wäre immer in meinem Herzen. Und wie meine Schwester nun, würde ich ihn vielleicht auch irgend einmal wiedersehen und so glücklich sein wie jetzt.


    "Ja klar, sehr gerne können wir morgen zusammen etwas von Roma anschauen. Wenn du Zeit hast natürlich. Ich arbeite am Morgen bis VII Uhr in der Bäckerei von Didia Liliana. Und nachher habe ich frei bis am Abend. Muss dann die Res Vulgares Prüfung abgeben. Das wird schwer. Naja, es wird schon klappen hoffentlich...Was machst du denn eigentlich? Arbeitest du auch irgendwo?"


    Meine Augen wurden immer müder in den flackernden Flammen der Fackeln. Ich wollte zwar nicht, doch ich musste ja früh aufstehen und würde mich bald von Lucia verabschieden.

  • "Das hört sich doch sehr schön an Cato. Sicher wirst Du Tenzin einmal wiedersehen können. Und an Rom wirst Du dich sicher bald gewöhnen"


    Ich mußte lachen.


    "Es ist schon recht hektisch hier, aber es gibt auch immer etwas Neues zu sehen und hören, es wird selten langweilig."


    Langsam trank ich noch einen Schluck Wein.


    "Schön, das Du schon eine Arbeit gefunden hast. Ich bin Priesterin, allerdings bin ich noch in der Ausbildung.
    Die Res Vulgares Prüfung habe ich auch erst vor kurzem abgelegt, Du wirst das schon schaffen."


    Liebevoll gab ich Cato einen Kuss auf die Wange. Dabei fiel mir auf, das er recht müde aussah.


    "Du siehst so müde aus, möchtest Du lieber hineingehen ?"

  • "Ja, das bin ich auch. Und ich muss eben Morgen sehr früh raus. Wann hasst du Morgen Zeit? Wo können wir uns treffen?"


    Ich trank noch schnell meinen Wein aus, der übrigens sehr mild schmeckte und stand auf.

  • Ich umarmte Cato noch einmal liebevoll und sah ihm nach wie er ins Haus ging.


    Dann schaute ich hinauf zu den Sternen und träumte ein wenig vor mich hin.


    Nach einiger Zeit wurde ich müde und ging in mein Zimmer.

  • Dompfav geleitet Sinona in den Garten. Nachdem er ihr dort einen Platz angeboten und sie mit Obst und erfrischenden Getränken versorgt hatte, verschwand er im Hause, um den Hausherren zu suchen.

  • Sinona setzte sich, faltete die Hände im Schoss und sah sich um.
    Es war schön, sie fühlte sich sicher und begann sich wohlzufühlen

  • "Salve, Sinona. ich freue mich über unser Wiedersehen." begrüßte ich meine Besucherin herzlich, als ich den Garten betreten hatte.


    "Dein letzter Besuch in meinem Hause liegt zwar einige Zeit zurück, dennoch kann ich mich sehr gut daran erinnern. Auch damals saßen wir hier im Garten."

  • Lange her mein Freund ich sah mich um
    Einen richtigen Ort zum heimisch fühlen habt Ihr hier geschaffen

  • "Danke für das Lob, Sinona. Ja, sowohl die Casa als auch die Gens sind in letzter Zeit prächtig gediehen. Neben meinem bescheidenen Beitrag haben Liliana und die anderen Familienmitglieder ihren Anteil daran."


    Das Wetter war mild. Ein schöner Tag für einen Plausch im Garten mit einer guten alten Bekannten. Meine Sklaven hatten uns inzwischen einen kleinen Imbiß serviert. Ich schenkte uns beiden Wein ein und bot Sinona vom Obst an.


    "Apropos Gedeihen..." sagte ich mit einem fröhlichen Grinsen.


    "Du hast schon von Lilianas Schwangerschaft gehört?"

  • Falco, wir sind Freunde und ich hätte eine Bitte. Du weisst das ich weder in der Vesuvia noch in der Matinia je richtig heimisch war...


    Zitat

    Original von Marcus Didius Falco
    Du hast schon von Lilianas Schwangerschaft gehört?


    Ja, ganz Rom freut sich mit euch :D

  • "Die Freude ganz Roms darüber freut mich." sagte ich grinsend.


    "Aber am allermeisten freuen sich wohl Liliana und ich selbst darüber. Die Sibylle hatte uns eine lange Prüfung auferlegt. Allerdings ist sie im Endeffekt mit uns im Gegensatz zu anderen noch ziemlich gnädig umgesprungen, wie ich hörte."



    Ich nahm einen kleinen Schluck von meinem Wein und wurde dann wieder ernst.


    "Ja, Sinona. Ich habe deinen Weg aufmerksam verfolgt und hatte immer das Gefühl, das du weder in der Vesuvia noch in der Matinia wirklich glücklich warst. Ich habe das immer sehr bedauert, weil wir Freunde sind. Worum möchtest du mich bitten?"

  • Zitat

    Original von Marcus Didius Falco
    Worum möchtest du mich bitten?


    Ich brauche einen Hafen, einen festen Halt bei Menschen die mir nahe stehen. Es würde mich glücklich machen den Namen Didia Sinona zu tragen.

  • Nach dem Verlauf unseres bisherigen Gesprächs war ich über Sinonas Bitte nicht mehr wirklich überrascht. Sehr lange bereits hatte ich das Gefühl gehabt, das sie eine Familie suchte, die ihr die Geborgenheit und Wärme geben kann und will, die jeder Mensch nun einmal benötigt.


    Dies war nicht der Moment für langes Geschwafel und weitere Fragen.


    "Ja, Didia Sinona." sagte ich daher schlicht.


    "Dein Vertrauen ehrt und freut mich. Herzlich Willkommen in der Gens Didia."


    Ich stand auf, ging zu Sinona hin und umarmte sie.

  • Zitat

    Original von Marcus Didius Falco
    "Ja, Didia Sinona." sagte ich daher schlicht.
    "Dein Vertrauen ehrt und freut mich. Herzlich Willkommen in der Gens Didia."
    Ich stand auf, ging zu Sinona hin und umarmte sie.


    Ach Marcus, lange war ich nicht mehr so glücklich. Wie kann ich mich bei euch... uns einbringen? Ich möchte alle kennenlernen, alles wissen

  • "Sinona, auch ich bin wirklich glücklich über deine Entscheidung. Die anderen Mitglieder unserer Familie wirst du bald kennenlernen. Ich denke das es in den nächsten Tagen eine kleine Familienfeier geben wird, die dazu Gelegenheit gibt." sagte ich mit einem Lächeln.


    Wir nahmen wieder Platz an unserem Tisch.


    "Deine Amtszeit als Quaestor Principi neigt sich ja nun dem Ende zu. Weißt du schon, was du als nächstes machst, Sinona? Kehrst du wieder in den Dienst des Cultus Deorum zurück und wenn ja, in welcher Funktion?"

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