cubiculum MAC | Kein Morgen ohne Nacht

  • Es war stets von Vorteil, wenn man durch die Fehler lernte, die man begangen hatte. Doch lag nicht gerade der Reiz darin, manche Fehler immer und immer wieder zu begehen, da man glaubte, man könne am Ende doch noch durch sie die große Wendung herbeiführen? Wer entschied eigentlich, was richtig oder falsch, gut oder böse war? War es richtig gewesen, alles zu beichten? War es meine Bosheit, Phraates dafür büßen zu lassen? War es falsch, sich weiterhin durch diese Ehe zu quälen? Und wer war der oder die einzig Gute in diesem verworrenen Spiel? Mein Ehemann, der feststellen mußte, daß ich ihn hintergangen hatte. Aber eigentlich nur deswegen, weil er mich nicht liebte. Oder ich, die ich meinen Fehltritt mit leichten Schönheitsfehlern gebeichtet hatte und trotzdem die Ungeliebte blieb?


    Ich hatte mittlerweile jegliches Zeitgefühl verloren. Die Tage kamen und gingen. Einer glich dem anderen. Die Nächte waren lang und unerträglich. Die seltsame Begegnung des Nächtens lag nun schon einige Tage zurück. Seit dieser Nacht war alles noch hoffnungsloser geworden. Doch an eines dachte ich immer wieder zurück. Der Augenblick, als ich in seinem Bett erwachte und er neben mir im Sessel saß und schlief. Ein Anblick der von außen glauben machen mochte, daß alles richtig war.
    Es war schon nach Mitternacht und wieder lag ich wach und hätte alles dafür gegeben, ein Auge zuzumachen. Seit jener Nacht war ich nicht wieder nachts umhergewandert. Mein Bewegungsradius war nach der Begegnung mit Marcus erheblich eingeschränkt worden. Ich fürchtete mich vor einer weiteren Konfrontation und blieb deshalb lieber in meinem Zimmer. Einige Nächte hielt ich es aus, doch dann begann ich mich danach zu sehnen, wieder nach draußen zu können. Eines Nachts war dieses größer geworden als die Furcht vor einer neuerlichen Begegnung mit Marcus.
    So schlich ich mich hinaus. Ich war mutig, denn ich verzehrte mich danach, endlich wieder nach draußen zu können. Als ich wieder an Marcus Tür vorbei kam, hielt ich inne. Was wäre, wenn ich jetzt einfach dort eintreten würde? Es wäre das normalste der Welt. Ich war mutig und öffnete leise die seine Tür.

  • Seit dem Gespräch mit Prisca war ich nachdenklicher geworden und etwas ruhiger. Ich brauchte zwar immer noch Wein, um in den Schlaf zu finden, aber mir genügten drei oder vier Becher, um schläfrig zu werden. Nach meinem dritten Becher war ich heute zu Bett gegangen. Ich lag noch lange wach und hatte das Bild von meinem Sohn im Kopf, wie er friedlich schlummerte im Dämmerlicht. An seine Mutter versuchte ich nicht zu denken, denn wann immer ich das tat, fielen mir Brix' Worte wieder ein, dass sie sich gegenwärtig bei meinem Klienten Uland und seiner Frau aufhielt.


    Ich lag also im Dunkel. Durch die Vorhänge fielen schmale Streifen schwachsilbernen Lichts. Und plötzlich fiel auch von der anderen Seite ein schwaches Licht ins Zimmer. Ich wandte den Kopf zur Tür hin, die geöffnet worden war. Mein Herz schlug bis zum Hals, so laut, dass es der Eindringling doch sicher hören musste. Ich hatte nur den Kopf gedreht, ansonsten war ich bewegungslos. Es war nicht ihre Silhouette, sondern die meiner Frau. Ihr haftete ein Duft an, der in keinster Weise dem Sivs glich. Ich fühlte Enttäuschung, kurz darauf Verwunderung darüber, dass ich enttäuscht war. Und dann fragte ich mich, was sie hier wollte. Ob sie gekommen war, um...? Ich überlegte, ob ich mich aufrichten sollte oder nicht, entschloss mich dann für eine Mischvariante und stemmte mich nur auf die Ellbogen hoch, sie dabei ansehend. Ich sagte nichts. Ich wartete einfach ab. Die Decke raschelte leise auf meiner tunica.

  • Die Tür schloß sich hinter mir mit einem kaum hörbaren klicken. Es war alles still. Nur seine leisen Atemgeräusche meinte ich zu hören. Er schlief. Ich dankte den Göttern, denn mich verlangte es nicht danach, mit ihm sprechen zu müssen. Eigentlich war es nur mein Interesse nach seinem Wohlbefinden. Nach der letzten gemeinsamen Nacht, als ich ihn notdürftig zurückgelassen hatte, wollte ich einfach nur wissen, ob er deswegen womöglich krank geworden war. Charis hatte mir diesbezüglich nichts berichtet. So ging ich also näher an ihn heran und hütete mich, so leise wie möglich zu sein. Ich war bereits an seinem Bett. Er wandte mir seinen Rücken zu. Ich versuchte noch etwas näher an ihn heran zu kommen, um besser sehen zu können. Eines meiner Knie befand sich bereits auf seinem Bett, der andere Fuß stand noch abstützend auf dem Boden. Aber dann… ein Rascheln. Er bewegte sich. Er war wach! Erwischt, dachte ich und zog blitzschnell mein Knie von seinem Bett. Gänzlich ertappt, blieb ich stehen. Mir war nicht besonders wohl in meiner Haut. Mein ach so reichlich vorhandener Mut war auf ein Minimum herabgesunken. Er stützte sich indes auf seinen Ellenbogen ab und sah mich dabei an. Wahrscheinlich fragte er sich, was ich hier verloren hatte. Das gleiche konnte auch ich mich fragen. Was hatte ich hier denn verloren? Hier gab es doch nichts für mich. Gar nichts!
    "Iiich.. äh, ich wollte nur nach dir sehen. Ich bin gleich wieder weg! Entschuldige!", stammelte ich verlegen und wollte schon den Rückzug antreten. Meine Wangen glühten. Ich sah zu der rettenden Tür. Sie war es gar nicht weit. Nur einige wenige Schritte. Aber auf mysteriöse Weise doch unerreichbar weit weg, in diesem Moment. Als hätte ich einen gnadenlosen Verfolger im Nacken sah ich wieder zu ihm. Er war mir nicht auf den Fersen. Er lag immer noch so da und sah mich nur an.

  • Ich war ganz ruhig. Celerina war mir sehr nahe. Sie war mit einem Knie bereits auf de Bett. Ich ahnte, was sie wollte. Es würde einen Moment brauchen, aber sie konnte es haben. Dann schreckte sie plötzlich zurück, gab sich verlegen und verwirrte mich damit. Sie war hergekommen, um nach mir zu sehen? Warum? Seit unserem letzten Treffen hatten wir uns nicht mehr gegenüber gestanden. Celerina wandte sich um und sah zur Tür, entschuldigte sich und kündigte ihre Flucht an. Kurz mahlten meine Kiefer aufeinander, während ich nachdachte. Dann hob ich die Bettdecke auf der Seite an, auf der sie neben meinem Bett stand, und sah sie auffordernd an. Sie sollte nicht die Leidtragende sein, nur weil ich trübsinnige Gedanken hatte. Ich hatte nicht vergessen, worüber wir beim letzten Mal gesprochen hatten. "Komm", sagte ich nur leise. Es klang nicht befehlend oder einladend, sondern bittend. Ich wollte ein guter Ehemann sein. Wenigstens das, wenn ich schon keine Liebe für sie empfand. Mir war nicht unbedingt danach, mit ihr zu schlafen, obwohl ich auch das tun würde, wenn sie es wollte. Gerade sehnte ich mich schlicht nach Nähe, und sie war greifbar und in der Lage, mir nahe zu sein. Nicht wie Prisca, der ich das nicht zumuten konnte. Es war ohnehin schon schlimm genug, dass sie mich hatte weinen sehen wie ein liebeskrankes Mädchen.

  • Keinen Schritt konnte ich tun. Dabei wäre es doch ein Leichtes gewesen, zur Tür zu gehen, sie zu öffnen und dann wieder zu gehen. Und was war mit dieser armseligen Ausrede? Nach ihm sehen wollen! Tss.., wie naiv war ich eigentlich? Ich bedeutete ihm nichts, dann mußte er mir auch nichts bedeuten. Vielleicht war es ein Teil meines schlechten Gewissens, weswegen ich hier war und einfach nicht gehen konnte. Auf keinen Fall war es jedenfalls die Begierde nach seinem Körper, die mich getrieben hatte. Ob es jedoch genau das war, was ihn dazu bewogen hatte, mich nicht wieder wegzuschicken? Ich hoffte nicht.
    Er hob einladend die Bettdecke an und in seiner Stimme klang etwas Bittendes mit. Etwas konsterniert verharrte ich noch, um mir Zeit zu verschaffen, wie ich mich entscheiden sollte. Sollte ich zu meinem Ehemann ins Bett schlüpfen, was wohl das normalste auf der Welt gewesen wäre, oder sollte ich besser gehen, damit dieses Vakuum zwischen uns endlos währte? War es aber nicht gerade die Normalität, nach der ich mich gesehnt hatte? Das, was alle anderen hatten? Eine Ehe etwa, wie die, die Ursus und Septima führten?
    Ich entschied mich, zu bleiben und legte mich zu ihm.

  • Celerina legte sich zu mir, nachdem sie einen Moment unentschlossen gewirkt hatte, und ich deckte uns beide mit meiner Decke zu. Dann drehte ich mich auf die Seite, ihr zu, schob einen Arm unter ihren Kopf und umschlang mit dem anderen locker ihre Taille. Kurz verharrte ich so, dann schob ich mein Gesicht etwas näher an ihr Haar, versenkte meine Nase darin und schloss die Augen. Sie war warm, und das war angenehm. Noch angenehmer, als das Schweigen, was sich zwischen uns ausgebreitet hatte. Es hätte perfekt sein können. Es wäre perfekt, wenn Celerina nicht Celerina wäre. Ich schob den Gedanken fort und konzentrierte mich auf den Duft meiner Frau. Ihr Haar roch nach einer Mischung aus Honig und einem Blütenduft, den ich nicht näher spezifizieren konnte. Nicht unangenehm, aber auch nicht so harzig und schroff wie.... Ich atmete tief ein und aus, und schob mich noch ein wenig näher an Celerina heran. Eine ganze Weile lagen wir so. Ich brummte leise und genoss den Umstand, dass ich nicht allein war. Dabei dachte ich darüber nach, was sie gesagt hatte. Dass sie nach mir sehen wollte. Nur warum? Hatte sie ein schlechtes Gewissen wegen der letzten Nacht, in der wir uns getroffen hatten? Oder hatte sie doch beabsichtigt, sich zu mir zu legen und war deshalb gekommen? Meine Vermutungen blieben Vermutungen, denn ich fragte sie nicht danach. Allmählich wurde ich träge. Nur ab und an, wenn sie sich leicht bewegte, sprach sie damit meine Männlichkeit an. Ich versuchte, es zu ignorieren und einzuschlafen.

  • Die Decke wärmte unser beider Körper. Ganz nah lag ich bei ihm. Ich hatte ihm meinen Rücken zugewandt und er hielt mich umschlungen. Ich spürte seinen Atem in meinem Haar. In scheinbarer Vollkommenheit konnte ich endlich entspannen. Ich war ihm dankbar dafür, daß wir einfach nur so nebeneinander liegen konnten. So sollte es doch sein, in einer guten Ehe. Sich gegenseitig Geborgenheit und Wärme schenken. Zum ersten Mal empfand ich Glück. Auf wunderbare Weise ergänzten wir uns zum ersten Mal. Die Müdigkeit von Tagen kam über mich, die wie eine bleierne Last auf mir gelegen hatte. Bald schlief ich ein, in den Armen meines Mannes und war glücklich, wie nie zuvor in meinem Leben. Ein tiefer, fester Schlaf, der für den Rest der Nacht währte. Die Nacht dauerte nicht ewig an. Auch sie war der Vergänglichkeit unterworfen.
    Die ersten Sonnenstrahlen, die einen neuen Tag ankündigten, fielen durch einige schmale Ritzen in das cubiculum. Der helle Schein holte mich nach und nach aus dem Schlaf zurück. Schließlich schlug ich langsam die Augen auf. Wie bereits in der Nacht befand ich mich noch immer in Marcus´ Armen. Es war kein Traum gewesen. Er war noch immer da und schlief noch. Behutsam versuchte ich mich zu ihm umzudrehen. Ich wollte es vermeiden, ihn dabei aufzuwecken.
    Sein Gesicht sah so friedlich aus, wenn er schlief. Sanft strich meine Hand über seine Wange und sein Haar. Warum konnte unser Leben nicht auch so vollkommen sein, wie die letzte Nacht? Damit diese Vollkommenheit nun nicht durch unsere Unvollkommenheit zerstört wurde, war es da nicht besser, wenn ich jetzt ging? Oder sollte ich doch alles dafür tun, um das Nichts hinter mir zu lassen, das Leben so akzeptieren, wie es war?

  • Irgendwann, nachdem ich den tiefen, gleichmäßigen Atemzügen Celerinas eine Weile gelauscht hatte, war auch ich eingeschlafen. Es war kein erholsamer, tiefer Schlaf, aber er war traumlos, und das war dieser Tage zumindest etwas, denn keine Träume bedeuteten auch keine Konfrontation, keinen Schrecken und kein beklemmendes Gefühl beim Aufwachen.
    Als Celerina erwachte, schlief ich noch. Ein Unterarm lag locker über ihrer Taille und ich atmete schwer, gelegentlich leicht schnarchend. Auch, dass sie sich drehte, bemerkte ich nicht. Erst das Streicheln ihrer Hand nahm ich wahr, und jetzt erwachte ich langsam - was Celerina allerdings nur daran merken mochte, dass mein Atem weniger gedrückt ging, sondern nunmehr kaum noch zu hören war. Im Nebel des Schlafs hätte ich um ein Haar kurz wohlig gebrummt, aber was noch schlimmer war, ich hätte fast ihren Namen gemurmelt. Nicht den Celerinas, sondern den Sivs. Als mir das bewusst wurde, war auch die letzte Müdigkeit schlagartig aus meinem Geist gefahren, und ich hoffte inständig, nicht im Schlf gesprochen zu haben. Doch an einen Traum konnte ich mich nicht erinnern.


    Ich blinzelte verschlafen. Ihr Gesicht befand sich dicht an meinem. Zum ersten Mal fielen mir ein paar blasse Sommersprossen auf, die sonst nie zu sehen waren. Vermutlich schminkte sie sie fort. Ich hob nicht die Hand und erwiderte ihre Geste, doch ich betrachtete ihr Gesicht eingehend. Ihre Haut war hell, aber nicht so hell we ihre. Ihr Haar war seidig, doch es roch anders. Ihre Augen waren braun, nicht blau. Ihre Lippen waren zart, doch fehlte ihnen der trotzige Schwung. Celerina war hübsch, das ließ sich nicht bestreiten. Sie hat das nicht verdient, hatte mich nicht verdient. Ich schloss die Augen und versuchte, schnell genug eine Maske auf meinen Zügen zu fixieren. Es wollte mir nicht gelingen. "Es tut mir so leid", flüsterte ich kaum vernehmbar und meinte damit das, was ich ihr angetan hatte, wie ich sie behandelt hatte. Sie konnte doch nichts dafür. Und ich hätte die Schuld nicht bei ihr oder dem Sklaven suchen sollen, sondern bei mir selbst. Dass ich mit diesen Worten mehr von mir zeigte als sie jemals gesehen hätte, fiel mir nicht einmal auf.

  • Die Entscheidung, zu gehen oder zu bleiben bevor er erwachte, wurde mir abgenommen. Jetzt noch aus seinem Bett türmen zu wollen, erschien mir als reichlich kindisch. Und warum auch? Ich war doch Marcus´ Frau! Wem sonst hätte dieses Privileg zugestanden, wenn nicht mir? So blieb ich also und beobachtete ihn, wie er langsam aber stetig erwachte und seltsam anmutende Töne von sich gab. Wie er seine Augen aufschlug. Lediglich meine Hand, die ihn soeben noch sanft gestreichelt hatte, zog ich zurück. Stattdessen zeichnete sich sanftes Lächeln um meinen Mund herum ab. Schweigend studierte er mein Gesicht und dann ein kaum hörbares Flüstern. Es tat ihm leid… Wieso? Ich verstand nicht. Tat es ihm leid, mich in sein Bett geholt zu haben, weil er mich diese Nacht unberührt ließ oder um mir gegenüber ein weiteres Mal damit auszudrücken, daß er mich nicht liebte. Mein L ächeln schwand wieder und ich wurde unsicher, wie ich darauf reagieren sollte. Solle ich dem keine größere Bedeutung beimessen oder darauf eingehen, was mit größter Wahrscheinlichkeit den Augenblick zerstört hätte. Der Augenblick – so kurzzeitig, daß er bereits zu bröckeln begann.
    "Es muß dir nicht leid tun!", antwortete ich schließlich leise und versöhnlich. Noch ahnte ich nicht, welche Bedeutung dieses Bekenntis tatsächlich hatte. Ich wußte doch selbst, wie schwierig es war, gegen seine Gefühle anzukämpfen, auch wenn er mich damit letztlich verletzte. Aber dies war mein Schicksal, mit dem ich mich abfinden mußte.

  • Ich sah sie an. Kurz zuckten meine Lippen, denn ich wollte reflexartig widersprechen. Doch ich schwieg, und mein Respekt vor Celerina wuchs in diesem Moment deutlich an. Nach allem, was gewesen war, zeigte sie sich nun stark. Sie wusste es nicht, ahnte es vielleicht nicht einmal, aber dass sie sich so verhielt, war in diesem Moment gut - für mich. Sie machte mir keine Vorwürfe. Ich hätte es vermutlich auch nicht ertragen, noch mehr Last auf mein Gemüt zu hieven. Ich schloss erneut die Augen, verharrte kurz in dieser Stellung und zog sie dann an mich heran, vergrub mein Gesicht in dem dunklen Haar, das ihr ums Gesicht floss, und fühlte mich einfach nur elend. Celerinas Haar duftete, wie am Abend zuvor. Ich dachte darüber nach, wie sie riechen mochte, wenn die Sonne an einem milden Sommertag auf sie schien. Doch das war keine gute Idee, denn ich dachte unweigerlich an den Traum, der mich einst nach Germanien geführt hatte, an einen See. Mit ihr. Ich drängte den Gedanken zur Seite.


    "Ich möchte nicht, dass du unglücklich bist", flüsterte ich an ihrem Ohr, in ihr Haar, und presste sie regelrecht an mich. Ihre Nähe tat gut. Das war eine andere Art von Trost als jener, welchen Prisca mir schenken konnte. "Was kann ich tun?" murmelte ich undeutlich, und es klang nicht gerade sonderlich männlich. Ich würgte es mehr heraus als dass ich es sagte.

  • Ich war über mich selbst erstaunt, wie souverän ich sein konnte. Dabei war mir doch mein Leben ein guter Lehrmeister gewesen. Wann, wenn nicht jetzt hätte ich stark sein sollen? Die einzige Schwäche, die ich mir geleistet hatte, war daß ich Phraates und nicht Chimerion ins Verderben gestürzt hatte.
    Daß er mich nun fest an sich drückte und mir etwas ins Ohr flüsterte, hätte mich fast zu Tränen gerührt. Wer wollte schon unglücklich sein? Und die Frage danach, wie man dem Abhilfe bereiten konnte, lag im Grunde offen auf der Hand aber war doch so unaussprechlich.
    Konnte man Liebe lernen, so wie man auch lesen und schreiben lernte? Auch wenn man widerwillig lernte, so liebte man doch oftmals später die Literatur.
    Aber bestand nicht gerade deshalb noch Hoffnung, da er mir dies alles sagte, anvertraute? Die Hoffnung, es könnte eines Tages anders sein? Der Traum von einem Leben voller Glück konnte noch Wirklichkeit werden, wenn wir nur wollten. Wenn er nur wollte.
    "Ich weiß nicht. Vielleicht müssen wir einfach geduldig sein", antwortete ich, darauf bedacht, nichts von meiner Souveränität einbüßen zu müssen. Dabei wußte ich doch selbst, wie schwer es mir manchmal fiel, geduldig zu sein.

  • Geduldig sein. Wenn sie wüsste, wie schwer mir das fiel. Ich schloss die Augen und barg mein Gesicht in ihrem Haar, nach wie vor. In jenem Moment war ich nahe dran, ihr von Siv zu erzählen. Von meinem Sohn. Die Situation kam mir zu unwirklich vor, um real zu sein. Ich fühlte mich nicht unwohl in ihrer Gewegnwart, doch zwiegespalten, und auch wenn ich nicht damit rechnete, dass sie hier bei mir bleiben würde, wenn ich es offenbarte, spürte ich dennoch den Wunsch, das Versteckspielen endlich loszuwerden. Der Punkt war, dass ich sie jetzt nicht gehen lassen wollte. Ich wollte glauben, dass wir ein Paar werden konnten, so wie Ursus und Septima den Anschein gaben, eines zu sein. Und ich wollte ihre Wärme an mir spüren, durch den Stoff der tunica hindurch, tröstend und geborgen. Wenn ich jetzt von Siv erzählte, würde sie wohl endgültig gehen. Aus meinem Bett, aus meinem Schlafgemach, vielleicht auch aus dem Haus. Und das war in jener Situation der einzige Grund, aus dem ich schwieg und versuchte, nur an Celerina zu denken und nicht an Siv.


    Ich löste meine Linke von ihrem Rücken und strich ihr das Haar zurück. Wie die Zinken eines Kamms fuhren meine Finger durch ihre dunklen Strähnen, und ich war etwas zurück gerückt, um zu sehen, wie sie dabei aussah. Ich dachte an die Nacht, in der ich ihr draußen begegnet war. Wie ich sie hierher gebracht hatte, nass und nicht ansprechbar. Und ich musterte die gerade Nase, die Wangenknochen, den Schwung der Brauen. Die Lippen. An ihnen blieb ich eine Weile hängen, dann schloss ich die Augen und atmete tief durch. "Möchtest du mit mir frühstücken?" fragte ich sie dann und sah sie dabei wieder an. Ich wollte nämlich nicht, dass sie ging, und wenn ich sie damit hier halten konnte, war es mir recht.

  • Vielleicht bestand ja wirklich noch Hoffnung. Ich wollte einfach daran fest halten. Denn wie sollte ich denn sonst weiterleben? Ich konnte mich doch nicht auf ewig vor der Welt verstecken. Nach den letzten Wochen in der Finsternis strebte ich jetzt nach Licht. Ich war ganz versessen darauf, endlich die Nacht hinter mir zu lassen und den neuen Morgen willkommen zu heißen. Wie sich dieser neue Tag letztlich entwickeln würde, hing immer auch ein Stück weit von dem ab, der ihn lebte. Die letzte Nacht hatte mir wieder etwas Zuversicht gegeben, damit aus dem nun beginnenden Tag ein guter hervorgehen konnte.
    Wieder mußte ich an den Spruch der Sybille denken, den ich regelrecht verinnerlicht hatte. Und plötzlich glaubte ich, endlich den Sinn darin gefunden zu haben. Ich wünschte mir in diesem Augenblick nichts sehnlicheres, als aus den Ranken Trauen erwachsen zu lassen, bevor es dafür zu spät war. Nichts sollte jemals wieder zwischen uns kommen.
    Genau in diesem Augenblick löste sich sein Arm von mir, doch nicht um mich fortzuschicken. Er wollte, daß ich blieb und ich blieb. Da, wo ich hingehörte.
    "Ja, das würde ich gerne!", sagte ich leise, bevor meine Lippen die seinen suchten und ihn küssten.

  • Ich war überrascht, dass sie zusagte, mit mir frühstücken zu wollen. Ich hätte nicht damit gerechnet. Ich hätte eher erwartet, dass sie sich entschuldigte, eine Ausflucht suchte, um nicht noch länger mit mir zusammen sein zu müssen. Und sie überraschte mich weiter, indem sie sich nach vorn lehnte und mich küsste. Zaghaft, zuerst. Meine Hand hielt inne, dann erwiderte ich den Kuss. Es tat gut, an nichts zu denken. Ich ließ mich fallen, und ließ Celerina tun, was sie wollte. Es hätte alles perfekt sein können. Doch während sie sich wünschte, dass es genau das wurde - perfekt - wünschte ich mir, dass ich ein anderer wäre. Jemand, der nicht mit dem Herzen einer anderen anhing, sondern der, den Celerina verdient hatte. Doch aus meiner Haut konnte ich nicht, und mich zu verstellen, lag mir nicht - wie die letzten Wochen bewiesen hatten, denn trotz meiner Bemühungen war diese Ehe dennoch kurz vor ihrem Ende gewesen. Gewesen oder immer noch?


    Ich zog Celerina näher an mich heran, ließ die Küsse jedoch nicht fordernder werden, sondern überließ es ihr, was sie daraus machte. Auch, wenn mich das eine gewisse Willensanstrengung kostete, denn wenn das Feuer entfacht war, konnte man es nur schwer wieder löschen - zumindest bei mir. Doch ohnehin würde ich, egal was sie im Schilde führen mochte, bald austreten müssen.

  • Der junge Morgen hielt noch so manche Überraschung parat. Nicht genug, daß ich mir ab heute wieder vornahm, aus meiner Einsiedelei heruaszubrechen und wieder an den geregelten Mahlzeiten teilzunehmen, ich hatte auch wieder Appetit. Die Zeit, da ich meinem Körper die Nahrung vorenthielt war vorüber. Ich freute mich schon auf das Frühstück, ich freute mich, endlich auch wieder bei Tage in den Garten zu gehen und vielleicht würde ich heute auch das Haus verlassen, um meiner Lieblingsbeschäftigung nachzugehen. Daß was Frauen am liebsten taten, wenn sie viel Zeit eine Schar von Sklaven um sich und einen gefüllten Geldbeutel dabei hatten - einkaufen! Doch eins nach dem anderen! Noch lag ich ganz dicht neben Marcus. Er zog mich an sich heran und erwiderte meinen Kuß. Ach, gab es denn keine schönere Gelegenheit als diese, den Morgen auszukosten. Je länger ich darüber nachdachte und ich so dicht an dicht an meinem Mann lag steigerte sich mein Verlagen nach ihm. Völlig ungezwungen, ohne den lästigen Hintergedanken, seine Pflicht erfüllen zu müssen. Einfach so, weil sich gerade die Gelegenheit dazu bot, weil die Stimmung die Richtige war.
    Ich erwiderte seine Küsse und meine Hand begann über seinen Körper und unter das lästige Schlafgewand zu wandern. Weitere Worte waren hier fehl am Platz. Wenn auch er dieses Verlangen hatte, würde er danach handeln.

  • Die zarten Hände einer Patrizierin stahlen sich unter meine tunica, streichelten und liebkosten. Ich hatte die Augen immer noch geschlossen und versuchte, ein anderes Bild vor meinem geistigen Auge heraufzubeschwören. Der verwegene Ausdruck auf dem Gesicht, wenn das Verlangen sie überkam und sie sich spielerisch auf die Unterlippe biss, was mich nur umso stärker reizte. Selbst bei dieser Erinnerung daran bliebe die übliche Situation darauf nicht aus, auch wenn sich das Streicheln anders anfühlte, als wenn sie es tat. Siv. Es schien so, als wäre sie überall, selbst jetzt, in diesem Moment. Und so sehr ich mich auch anstrengte, Celerina auf ihren Platz zu schieben, so falsch fühlte es sich an, und so unzureichend gelang es. Ich hielt dennoch krampfhaft daran fest, auch wenn ich - mein Körper - gerade einen äußerst entspannten Eindruck machte. Meine linke Hand fand Eingang durch Celerinas Ärmel, bahnte sich einen Weg zu ihrem nun für mich unbedeckten Rücken und strich ihr langsam dort entlang, wo ich noch hin kam, ohne ihr Gewand zu zerreißen. Jedoch nicht lange. Ich zog mich zurück und stemmte mich auf die Ellbogen auf, sah sie dabei an. "Ich bin gleich wieder da", sagte ich und strich ihr über die Wange. Und dann fügte ich hinzu, wie ich es bei Siv getan hätte: "Lauf nicht weg." Dann schälte ich mich aus den Federn und verließ das Zimmer.


    Auf dem Weg zum Abort musste ich an die paar Male denken, bei denen sie mich überrumpelt hatte. Einmal war ich wiedergekommen und Siv war vermeintlich fort gewesen. Doch als ich ratlos im Zimmer gestanden hatte, war sie von hinten an mich herangeschlichen. Ohne die tunica, die sie zuvor noch getragen hatte. Das Ende der Geschichte trieb mir kurz ein wehmütiges Schmunzeln auf die Züge. Als ich einen Moment später wieder auf dem Rückweg in mein Schlafgemach war, war der Großteil meiner Bereitschaft, mit Celerina zu schlafen, schon wieder verschwunden, auch im Geiste. Ich würde es trotzdem tun, und wenn es nur wäre, um unser Verhältnis nicht wieder schlechter werden zu lassen. Celerina und ich mussten zueinander finden, koste es, was es wollte - und nicht nur im physischen Sinne. Ich musste die Lücke stopfen, das klaffende Loch, das Siv hinterlassen hatte. Celerina war die beste Option hierfür, immerhin war sie meine Frau. Ich öffnete die Tür zu meinem Zimmer und setzte ein vages Lächeln auf.

  • Leicht hob sich meine rechte Augenbraue an, ganz nach flavischer Manier, als er sich ganz unvorbereitet von mir löste, das Bett verließ und mir zurief, ich solle nicht weglaufen. Wo wollte er denn nur hin? Womöglich forderte die Natur ihr Recht. Ich sah ihm noch nach, bis sich hinter ihm die Tür schloß. Etwas schelmisches hatte diese Situation schon. Einen Moment noch haftete mein Blick noch an der Tür und ich grübelte nach, bis der Funke auch auf mich übersprang. Ich hatte große Lust, etwas vollkommen verrücktes zu tun. Sicher rechnete er damit, mich nach seiner Rückkehr wie auf dem Tablett serviert in seinem Bett vorzufinden. Wie enttäuschend würde es dann für ihn sein, wenn er feststellen müßte, daß sein Bett leer war?
    Vom Schalk getrieben sprang ich aus dem Bett, entledigte mich meiner Tunika und versteckte mich hinter der Tür, damit er mich nicht gleich erblickte, wenn er zurück kam. Damit er keinen Verdacht schöpfte, ließ ich die Tunika verschwinden. Sobald er dann eingetreten war und enttäuscht feststellen würde, daß er doch alleine frühstücken müßte, würde ich ihn aus dem Hinterhalt überraschen.
    Endlich! Die Tür öffnete sich. Wie schade, ich konnte von dieser Position gar nicht sein Gesicht sehen.
    Noch einen Herzschlag wartete ich... und dann nahm ich Anlauf, sprang auf ihn wie eine wildgewordene Furie und klammerte mich an ihn fest, so daß wir beide ordentlich ins Wanken gerieten. Dabei begann ich herzlich zu lachen. Herrje, war das ein Spaß! Zum Glück sah uns niemand zu.

  • Ich lächelte, bis ich bemerkte, dass Celerina nicht mehr da war. Sie war also doch gegangen, geflohen vor mir und der Erinnerung daran, was ich ihr angetan hatte. Zu diesem Zeitpunkt lächelte ich nicht mehr. Ich schloss die Tür hinter mir und ging langsam zum Waschtisch, das heißt, ich wollte gehen. Denn als ich mich mit dem schwarzen Abgrund in meinen Gedanken doch für den Tag zurecht machen wollte, sprang mich jemand von hinten an. Reflexartig griff ich zu und bekam beidseitig die Unterseite ihrer Oberschenkel zu fassen. Mein Herz hatte einen Satz gemacht, die Augen hatte ich aufgerissen und der Schreck hatte alle meine Gedanken verscheucht. Ich wusste, dass es Celerina war, wer hätte es auch sonst sein können, und doch fühlte ich mich zurückerinnert.


    Ich drehte mich mit Celerina auf dem Rücken, ihre dunklen Strähnen flogen mir mit ihrem hellen Lachen ins Gesicht, während wir gemeinsam schwankten, bis ich das Gleichgewicht wiederfand, das sich verlagert hatte, da ich mit ihr auf dem Rücken deutlich mehr wog als allein. Ein Laut entwich meiner Kehle, es klang die Mischung aus einem Ansatz eines Lachens und einem kehligen Bellen, vermengt mit Überraschung. Überrascht war ich in zweierlei Hinsicht, aus offensichtlicher Tatsache und darüber, dass mir tatsächlich ein klein wenig nach lachen war, ich aber nicht feststellen konnte, warum das so war. Vermutlich, um die Situation zu überspielen, denn lustig fand ich dieses Déjà-vu nicht sonderlich. "Na?" sagte ich und drehte den Kopf so weit in ihre Richtung wie ich konnte. Was ich sah, war unbedeckt. Ich ließ Celerina von meinem Rücken hinunter gleiten und drehte mich zu ihr, den Blick auf ihre Augen fixiert, die Hände auf ihrer Hüfte - und einen Kloß im Hals. Das hier sollte sich richtig anfühlen. Ich nahm eine Hand fort und legte sie ihr an die Wange, ließ sie dann langsam am Kiefer entlang zum Ohr gleiten, bis meine Fingerspitzen daranstießen. So küsste ich sie und versuchte, unvoreingenommen und zärtlich zu sein. Sv hatte ich damals in wilder Gier an die Wand gedrängt.

  • Die Überraschung war mir gelungen, so glaubte ich jedenfalls. Meinem Lachen konnte nur er einhalt gebieten und das tat er dann auch. Nachdem er sich regelrecht winden mußte, um einen Blick auf mich werfen zu können, da ich mich bis dahin immer noch an seinem Rücken festklammerte, bemerkte er auch die Blöße meines Körpers. An sich hatte ich gehofft, er würde mit etwas mehr Gegenwehr antworten. Stattdessen tat er es mit Zärtlichkeit, wahrscheinlich um Rücksicht auf mich zu nehmen. Denn er wußte doch, wie ich darauf ansprach, wenn er sich mit Gewalt nehmen wollte, wonach ihm gerade war.
    "Na?" antwortete ich, noch lächelnd, nicht mehr lachend. Für einen Augenblick genoß ich diese Zärtlichkeit, kostete seine Küsse voll aus. Doch ich wollte mehr. Mehr, als wir bisher gemeinsam hatten. Voller Erwartung begannen meine Hände seinen Körper heftig zu umspielen. Immer weiter nach unten wanderten sie, bis sie endlich ihren Bestimmungsort fanden. Seine Küsse erwiderte ich, doch diesmal noch fordernder, noch energischer. Mein Körper schmiegte sie noch dichter an ihn an und versuchte ihn zum Bett hinzu drängen. Und selbst, wenn ich ihn dort nicht hinbewegen konnte, dann wäre es mir auch recht gewesen, wenn er sich hier auf der Stelle nahm, was ich wollte und was auch er wollte. Denn dies konnte ich nun ganz deutlich spüren. Ich wollte nicht mehr warten. Je länger er mich nun warten ließ, umso größer stieg mein Verlangen. Vielleicht war das ja seine Strategie.

  • Celerina mochte denken, was sie wollte - ich jedenfalls hatte noch gut in Erinnerung, wie verschreckt und ängstlich sie dreingesehen hatte, als ich beim letzten Mal bei ihr gelegen hatte. Ich war nicht besonders zärtlich gewesen, nicht einfühlsam oder gar rücksichtsvoll. Und eben weil ich mich an diesen Ausdruck auf ihrem Gesicht sehr gut erinnerte und sie ihn jedes Mal gehabt hatte, wenn ich auf diese Weise mit ihr zusammen gewesen war, gab ich mir nun Mühe, nicht rabiat und besitzergreifend zu sein.


    Der Gedanke schien auch nicht der schlechteste zu sein. Zumindest schreckte sie nicht zurück oder floh, ganz im Gegenteil. Es schien mir die Flucht nach vorn zu sein, ein Angriff um Zwecke der Verteidigung. Celerina wirkte so stürmisch, dass ich ihr nicht glaubte. Dennoch ging ich darauf ein, und ganz langsam verblassten auch die Erinnerungen in jener Situation, die Erinnerungen an und Vergleiche mit Siv, die ich anstellte, wenn mein Verstand scharf und mein Geist wach war. Ich ließ es zu, es war willkommen. Celerina sollte an meiner Seite stehen, sie und niemand anderer, wie es sich gehörte, wie es richtig war. Celerina drängte mich förmlich. Ihre Hände schienen überall, sie presste sich an mich und schürte damit eine gewisse Skepsis. Am Abend zuvor hatte sie noch fliehen wollen vor mir, und nun schien sie nichts anderes zu wollen als mich. Was hatte sie dazu getrieben? War es Verzweiflung? Oder simples Verlangen? Kurz dachte ich grollend an diesen Parther. Vielleicht mochte es sein, dass sie eine Art Entzug durchmachte. Ich versteifte mich kurz. Ihre Hände waren jedoch überall, streichelten fahrig, beinahe hastig. Und sie erreichte schnell die Stelle, an der ich nicht verbergen konnte, dass auch ich sie wollte. Meine Skepsis schmolz gemeinsam mit dem letzten Widerstand zu einem kümmerlichen, nicht weiter beachtenswerten Nichts zusammen. Mühelos überwand ein wohliger Laut meine Kehle. Bereitwillig ließ ich mich von ihr zurückschieben. Mit einer schnellen Bewegung zog ich mir die tunica über den Kopf. Schon stieß ich rückseitig mit den Beinen ans Bett. Ich ließ sie gewähren. Ich würde Celerina tun lassen, was sie wollte.

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