• Da es zur Zeit für mich keine Aufgaben zu geben schien machte ich mich auf zum Exerzierplatz denn ich wollte nicht dass unvorbereitet sein auf den Tag an dem meine Zeit gekommen war. So trat ich mit voller Ausstattung auf dem Exerzierplatz an und fing an meine Runden zu laufen.


    Es war sehr früh. Die Sonne hatte gerade erst damit begonnen mit ihren warmen Strahlen Welt aus der Finsternis der Nacht zu erwecken. Doch dies sollte mich nicht stören. Ich hätte Gelegenheit gehabt in der Nacht zu schlafen ab dem Zeitpunkt an dem Pluto mich holen kommen würde.


    Mein Ziel war es nicht stehen zu bleiben bis meine Beine unter der Last meiner Ausrüstung versagten. Vorher sollte ich nicht stehen bleiben. In meinen Augen war das eine Frage der Disziplin. Ich wollte her meine Körpers sein und ich wollte stärker und schneller sein als die Anderen. Es gab eines worin ich bereits jetzt besser war als die Anderen. Früh auf zustehen denn ich war der erste auf dem Exerzierplatz.


    Meinen Beinen nach zu urteilen war ich schon Stunden gelaufen doch die Sonne hatte sich keinen cm bewegt.


    Plötzlich spürte ich wie mein Körper mit dem Boden Bekanntschaft schloss. Es war wohl an der Zeit eine kurze Pause zu machen. Also setzte ich mich hin und verschnaufte erst mal. Die Luft am Morgen war kühl und in der Umgebung reckte sich nichts. Es war eine Stille wie ich sie selten auf dem Stützpunkt vernahm.


    Als mich meine Beine wieder Tragen konnte begann ich mit meinen Übungen mit den Waffen und diese würden mich den Rest des Vormittags gewiss beschäftigen dachte ich mir.

  • Als der Nachmittag langsam sich dem Ende neigte spürte ich wie meine Arme mindestens um die Hälfte länger geworden waren. Es war erschreckend wie viel Schmerzen man empfinden konnte. Die Arme waren schmerzend, die Hände voller Schwielen und teilweise auch am Bluten. Die Beine fühlten sich an als ob sie aus bloßem Marmor wären. Aber eines konnte ich mit Sicherheit sagen. Das Training heute hatte mich an die Grenzen meines Körper gebracht. Die letzten Probati die hier Trainiert hatten war vor einiger Zeit gegangen. Ich war wieder der letzte der den Ort verlies. Es war mehr ein Schleppen als ein Gehen. Alle meine Sinne fingen an mich zu trügen. Offensichtlich hatte ich etwas wenig Wasser zu mir genommen. Der Tag war sehr lang gewesen und ich hatte bei all dem Training das Trinken total vergessen. Daher brachte ich mich mit letzter Kraft zum Wasserkrug der auf dem Trainingsplatz stand. Es war ein heißer Tag gewesen und das Wasser war bei weitem nicht so erfrischend wie ich es mir gewünscht hätte. Dennoch fühlte es sich gut an als das Wasser sich langsam den Weg durch meine Kehle nahm. Ich setzte mich neben den Krug und entspannte kurz. Meine Sinne fingen an wieder zur Ruhe zu kommen. Ebenso fing ich auch langsam wieder an Kraft zu schöpfen. Ich rappelte mich auf und machte mich auf den Weg zum Domus. Morgen würde ich erneut kommen allerdings müsste das Training kürzer ausfallen da ich am Mittag die Wache ablösen musste.

  • Ich erreichte wie die letzten Morgen auch den Exerzierplatz. Doch heute war etwas anders. Es lag so ein komische Stimmung in der Luft. Als ob etwas passiert sei. Vielleicht war es auch nur meine Einbildung doch aus irgend einem Grund hatte ich so ein Gefühl.


    In Germanien hatte man mir beigebracht das uns manchmal Gefühle auf Dinge vorbereiten sollen die kommen werden. So wollte ich heute besonders vorsichtig sein.


    Da ich nachher meine Wache am Tor antreten musste konnte ich heute nicht so lang trainieren. Ich fing daher gleich an zu laufen. Nachdem ich am laufen war kam das Gefühl wieder. Es lies mich nicht mehr los. Was hatte es zu bedeuten? Diese Frage würde sich gewiss in naher Zukunft von allein beantworten obgleich die Götter gewiss nachhelfen würden.

  • Der Vormittag hatte sich als sehr ansträngend erwiesen. Der Körper schien von Tag zu Tag leichter zu werden ebenso die Ausrüstung die ich beim Laufen trug. Kurz bevor ich mein Training beenden wollte tauchte plötzlich ein Bote auf. Auf seine Frage antwortete ich:


    "Ja ich Echion. Wie lauten meine Befehle."


    Fragte ich und nahm eine stramme Haltung ein um zu zeigen das ich bereit war jeden Befehl folge zu leisten.

  • "Auf persöhnlichen Befehl des Präfekten wirst du seinem Adjutanten unterstellt, für einen Spezialauftrag! Melde dich bei Optio Appius Decimus Massa in der Hafenanlage, er wird dich in alles weitere einweihen!"


    Der Bote verabschiedete sich und machte sich auf den Weg zurück zur Principia ...

  • So schnell wie der Bote gekommen war ging er auch wieder. Mercurius war ein Lahmer im Vergleich mit diesem Boten. Nun gut ich hatte meine Befehle erhalten. Ein Spezialauftrag also. Nun gut wenn ich dienen konnte so würde ich dies tun.


    Ich ging noch ein Mal zum Wasserkrug trank etwas und wischte mir mit etwas Wasser den Dreck aus dem Gesicht.


    In meinem Kopf gingen schon wieder hunderte von Szenarien durch meinen Kopf was dieser Auftrag wohl vermochte zu sein. Würde ich wieder quer durch das Mare Nostrum segeln? Oder vielleicht würde ich als Leibwache eingeteilt?


    Eine Stimme in mir mahnte mich meine Gedanken auf das hier und jetzt zu richten. Das tat ich und machte mich auf den Weg zu der Hafenanlage.

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