Bekannt oder verwandt?

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    Wulfried


    Mit der jungen Decima im Schlepptau schlurfte Wulfired schließlich ins Atrium und wies auf eine Sitzgruppe. Dort durfte sie dann noch ein wenig warten.
    "Bitte warte einen Moment. Ich werde nach dem dominus schicken.", meinte er dann und schlurfte weiter um nach dem Herrn zu sehen.
    Kurz darauf erschien dann noch ein weiterer Sklave, der dem Gast eine Erfrischung brachte.

  • Messalina wurde vorerst allein gelassen, sie setzte sich und verschränkte ihre Beine übereinander. Nach liegen war ihr nämlich nicht zu mute, zumal sie dann die Decke betrachten würde solange niemand anderes anwesend war. In Gedanken vertieft dachte sie nun daran, dass sie im Grunde hier niemanden kannte, jeder der durch die Tür kommen würde, könnte einer ihrer Verwandten sein. Sie wusste nur einige Namen und konnte ungefähr diese dem Stammbaum zuordnen. Ein wenig kam ihr also die Situation suspekt vor. Um ihre Unsicherheit zu unterdrücken, begann sie an zu singen.


    "Odi et amo. quare id faciam, fortasse requiris.
    nescio, sed fieri sentio et excrucior."


    Sim-Off:

    Ich hasse und liebe. Warum ich das tue, fragst du vielleicht.
    Ich weiss es nicht, aber ich fühle, dass es mir widerfährt und leide Qualen.


    Quelle: Carmen LXXXV, römische Dichter Gaius Valerius Catullus.

  • Es dauerte ein wenig ehe Milo ins Atrium trat und das nicht ohne Grund: Er hatte nicht erwartet, dass jemand zu Besuch kommen würde und schon gar nicht hatte er jemanden eingeladen, wie er es aus Wulfrieds Worten entnahm. Irgendjemand hatte also mit seinem Namen Zutritt verschafft. Das alleine stimmte ihn schon etwas schlecht, denn unangekündigten Besuch mochte er nicht sonderlich gut leiden und schon gar nicht wenn er so dreist war wie es heute der Fall war. Hätte Wulfried ihm nicht gesagt, dass es eine junge Dame war und irgendeinen Namen genannt hätte, dann wäre er sicherlich mit einigen Sklaven angerückt und hätte den Gast kurzerhand entfernen lassen, wenn der nicht einen triftigen Grund für sein Erscheinen hätte. So aber wechselte er kurz die Tunika, seine war schließlich schon etwas zerknittert und kam ins Atrium und versuchte einigermaßen freundlich zu wirken, auch wenn ihm das überhaupt nicht gelingen mochte. Er wirkte wie immer kühl, vielleicht lag das auch daran, dass er sich über so viel Dreistigkeit im Inneren richtig ärgerte.
    Der Gast, ein Mädchen, dass vielleicht so alt wie Sabina sein mochte, saß da und sang, als er sich von der Seite näherte. Ob sie ihn bemerkte war ihm relativ gleich. Kurz räusperte er sich. "Salve.", begrüßte er sie knapp und setzte sich ihr gegenüber. "Ich nehme an du weißt wer ich bin, da ich dich anscheinend erwarte. Mit wem habe ich das Vergnügen?", meinte er spitz und blickte sie ebenso an. Wieso sollte er Manieren an den Tag legen, wenn sie es seiner Meinung auch nicht tat. Saß da und sang Lieder und das in einem fremden Haus. Das ging ja gar nicht.

  • Im Atrium erschien ein kleiner Junge, sofort hörte Messalina auf zu singen und stand freundlicherweise auf. Bevor sie ihm aber antwortete, betrachtete sie ihn genau. Hm… knuffig ist er ja, dachte sie sich. Die Kälte die von ihm ausstrahlte, empfand sie nicht als störend, es war ihr sogar angenehm. Er schien nämlich nicht der typische Junge zu sein, der nur Spaß daran hatte kleine Mädchen zu ärgern. Er hätte es sowieso schwer gegen Sie gehabt, da sie wusste sich zu verteidigen, und er nicht besonders stark aussah.


    "Salve!", sagte sie etwas lauter. Damit gab sie ihm zu verstehen, dass sie nicht auf sich herumtanzen lassen würde, sollte er das beabsichtigen. Auf seine Frage hingegen, wusste sie im ersten Augenblick nicht, ob sie lügen oder raten soll. Er hätte jeder sein können, vielleicht sogar ein Junge von der Straße, der sich selbst Zutritt verschaffte, und dachte erwischt worden zu sein, um nun eine fremde Identität auszuleben, damit er nicht zu den Praetoriae gebracht werde. Die dann mit ihm Schlimmes anstellten. Nun gut, er hatte nicht die typische Kleidung eines Bettels an, eher eine sehr feine, die zum Ausdruck brach, dass er wer sei. Sie entschied sich für folgende Antwort:


    "Wenn du Milo bist. Bin ich Messalina, Tochter von Titus Decimus Varenus und Helvetia Esquilina.", sagte sie voller Stolz und blickte ihm dabei tief in seine Augen.

  • Nun nutzte Milo erst einmal die Gelegenheit und musterte sein Gegenüber. Hübsch war sie ja und abgeneigt wäre er auch nicht gewesen, wäre da nicht Sabina gewesen, an die er bereits sein Herz verloren hatte. Aber da war noch etwas, was ihm an ihr auffiel: Sie wirkte stolz. Fast schon zu stolz.
    "Der bin ich.", meinte er schließlich und lehnte sich zurück, behielt sie aber ganz genau im Blick und suchte dabei ihren Blickkontakt.
    "Ich entnehme deinen Worten, dass wir in irgendeiner Form verwandt sind? Trotzdem kenne ich dich nicht. Es freut mich also dich kennen zu lernen.", meinte er dann noch. Er wusste nicht was er sonst noch sagen sollte und fand auch nicht, dass er noch mehr sagen musste. Sie hatte sich quasi eingeladen und sie war es, die zu ihm gekommen war, daher sollte auch sie das Gespräch beginnen.

  • Im ersten Augenblick empfand sie seine Art nicht hinderlich, um ihn näher kennen zu lernen. Er sprach auch sehr vornehm, wie als wäre er ein Sohn eines Senators. Als er aber anfing sie genau zu begutachten, und Messalina merkte wie seine Blicke über jeder Stelle ihres Körpers wandelten, war es ihr fortan recht unangenehm.


    "Schön! Trotzdem musst du mich nicht so sehr anglotzen! Bin nämlich kein Tier im Circus Maximus, kurz vor es zerfleischt wird! Suche dir eine andere Freundin!" Nun gut, es gab Situationen da war sie wie eine Katze, sie wusste nämlich ihre Krallen auszufahren. Wenn auch manch einer denken würde, dass es sie eher einer Ziege nahe kam.


    "Ja, sind wir. Ich kenne dich auch nicht, weil wenn ich das würde, müsstest du mich kennen.", antworte sie in einem forschen Ton. "Meine Mama, Helvetia Esquilina, sagte mir, dass ich im Hause der Helvetia, einen Junge finden werde, der etwa in meinem Alter sein soll, der Milo heißt. Und du heißt Milo, also. Wobei ich nicht glaube, dass du genauso alt sein sollst wie ich. Du wirkst eher wie neun.", verschränkte ihre Arme aneinander, drehte ihren Kopf leicht weg von Milo und pustete mit ihrem Mund ein wenig Luft in Richtung ihres Scheitels. "Pfff!" - "Ja, es freut mich auch dich kennen zu lernen."


  • Varus verabschiedete sich von seiner Mutter und seiner Schwester.


    Er war nun ein paar Monate in der Stadt als vorgestern, völlig überraschend seine Mutter und seine Schwester aufgetaucht waren. Offziell waren sie hier um einmal in Roma an der Vestalia teilzunehmen. Seine Mutter wurde nicht müde zu behaupten das sie der Meinung war in den momentanen Zeiten gehöre es sich für jede Römerin stärker als sonst Vesta zu huldigen und somit dafür zu Sorgen das Wohlergehen des Reiches zu verbessern. Dieses war durch die heraufziehenden Bürgerkrieg ja mehr als nur in Gefahr.
    Varus wurde den Verdacht aber nicht los das seine Mutter auch gekommen war um zu sehen wie er hier in Rom klar kam.
    Sein älterer Bruder war ja bei der Legio XV Apolinaris und würde ihr dadurch wohl schon genug Sorgen machen. Varus hoffte das die Apolinaris im Osten bleiben würde. Wäre doch grausam wenn sein Bruder in der Schlacht auf ihren Vetter Lucius Helvetius Corvinus treffen würden der in Germanien bei der Secunda dient.
    Seine Schwester war wohl mitgekommen um sich die Gelegenheit nicht nehmen zu lassen mal Rom zu sehen. Das sein Vater und seine übrigen Geschwister nicht dabei waren hatte ihn zuerst überrascht aber sich dann so erklärt das Colonia Ulpia Traiana Poetovio womöglich mitten im Kampfgebiet liegen konnte.


    Heute jedenfalls war der Tag der Vestalia und Varus wünschte beiden viel Spaß. Er wollte ihnen Rachel noch mitgeben da diese sich schon ein wenig in der Stadt auskannte. Der Tempel der Vesta und das Forum Romanum waren zwar beide schwer zu übersehen aber bis dahin war es ja auch ein gutes Stück.

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    Varus Mutter Pinnia Serena und seine Schwester Helvetia Crispina


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    blieben also noch einen Moment im Atrium stehen und warteten auf diese Rachel die wohl den Haushalt ihres Sohnes führte... bzw. sich um seine persönlichen Dinge wie Kleidung, Speisen usw. kümmerte. So ganz klar war sich Serena noch nicht was sie davon halten sollte. Bei dem einen bisherigen Treffen war ihr durchaus aufgefallen das die Frau recht jung und attraktiv war. Da sie aber keine Sklavin sondern Angestellte war und Varus auch verneint hatte das sie sich auch noch um andere "Dinge" kümmerte blieb sie erstmal neutral.

  • Als Rachel dem Atrium näher kam, vernahm sie leise Stimmen. Es war ihn unangenehm, dass sie auf ihr Erscheinen warten mussten und allein die Tatsache trieb ihr merklich Röte in die Wangen. Dazu kam noch, dass Varus nicht mit ihnen gehen konnte und nach dem Lentaculum bereits die Casa verlassen hatte.
    Sie zog erneut an ihrem Kleid, ordnete den Faltenwurf über beide Oberame. Während sie zwischen die Säulen hervor trat und für beide sichtbar wurde, senkte sie kurz ihren Blick und blieb einen Augenblick stehen. Entschuldigt meine Verspätung, ich hoffe, ihr wartet nicht zu lange. Ging dann langsam, ohne erkennbare Scheu auf sie zu und lächelte warmherzig.

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    "Nein es ging noch", antwortete Varus Mutter Serena zwar kühl aber nicht sonderlich verärgert oder herablassend. Sie beobachtete Rachel auch noch weiter während ihre Tochter das Wort ergriff und den "Plan" erläuterte.



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    Helvetia Crispina schien angemessen aufgeregt zu sein, genau war es nicht gesagt worden aber sie mochte so um die 17 sein, für eine junge Frau ihren Alters. Dazu noch aus der Provinz stammend, das erste Mal in Rom seiend und auf dem Weg zu so einem Fest wie das der Vesta.


    "Also draußen stehen zwei Sänften. Du wirst vorweg gehen auch wenn wir recht sicher sind das die Träger den Weg zum Forum Romanum kennen. Dort angekommen gehen wir drei dann wie es sich gehört zum Portal des Tempels und dann schauen wir weiter. Der Custus und die Sänften werden in der Nähe warten. Männer dürfen ja nicht in den Tempel der Vesta. Ich weiß nicht wie weit du die römischen Götter erst oder kennst. Denke also daran barfuß zum Tempel zu gehen. Wenn wir drinnen sind steht es dir frei auch zu bleiben oder draußen bei den Sänften zu warten."


    Crispina wartete noch einen Moment ob Rachel etwas nachfragen wollte.

  • Abwechselnd sah Rachel von der Mutter zur Tochter und achtete genau auf deren Tonfall und ihre Gesten. Natürlich war sie nur eine Angestellte und deshalb wurde sie von den beiden Frauen auch dementsprechend behandelt. Jedoch war sie keine Slavin und solch einen Ton nicht gewöhnt. Bemüht, weiter höflich zu erscheinen, reagierte sie mit verstehendem mehrmaligen Nicken, bis die Anweisungen der Jüngeren ausgesprochen waren.
    Auf die Bemerkung zu den römischen Göttern schwieg die Schwarzhaarige, antwortete nur in einem freundlichen Ton. Es wird alles zur Zufriedenheit laufen und ich werde mit hinein kommen, war es doch der Wunsch von Varus euch Beiden nicht von der Seite zu weichen.
    Iason folgend, der sich die ganze Zeit in der Nähe hinter einer Säule stehend aufgehalten hatte, ging sie sie wie gewünscht mit den Damen zur Tür und zu den davor wartenden Sänften. Sie half ihnen noch beim Einsteigen, genau so wie beim Ordnen ihrer Tuniken und ging dann als Erste voran.

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    "Fein, dann lasst uns mal los", Crispina klatschte freudig die Hände zusammen und wurde danach ein wenig Rot über ihre Aufregung.


    Die beiden Helvetierinnen gingen zu ihren Sänften. Dabei wahrte Serena, Würde und Anstand oder verbarg zumindestens hier Aufregung gut. Crispina dagegen trippelte schon fast zu ihrer Sänfte.


    Der Dank an Rachel für die Hilfe beim einsteigen und dem ordnen der Kleidung fiel auch unterschiedlich aus.


    Serena bedankte sich mit einem einfachen neutralem
    "Danke"


    Crispina dagegen scheuchte Rachel schon fast weg und sagte:
    "Danke geht schon, lass uns lieber los."



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    Als sie Crispina half hörte Rachel hinter sich noch eine Bewegung, wenn sie sich umsehen würde oder bei ihrem Weg an die Spitze der "Karawane" würde sie den Iberer Lycus sehen. Er war Hortulanus und Custos Corporis in einer Person und würde die Damen begleiten.
    Seine Blicke wanderten dabei mehr oder weniger offen über Rachels Körper. Etwas mehr als es sich gehörte aber noch weit davon entfernt sie mit den Augen auszuziehen. Allerdings würde sie während des Weges zum Forum wahrscheinlich das Gefühl nicht los werden das er verstärkt ihr Hinterteil beobachtete anstatt die Umgebung.


    Er war die letzten Tage abwesend gewesen, gerüchteweise in den Albaner Bergen beim "Senator" weswegen er noch nicht viel mit Rachel gesprochen hatte. Die wenigen Worte waren aber durchaus freundlich gewesen waren aber auch da immer von "Blicken" begleitet worden. Es schien so als ob der Mann auf die eine oder andere Weise Interesse an Rachel hatte.

  • Zitat

    Original von Decima Messalina


    Scheinbar gefiel ihr seine Musterung gar nicht. Das war wohl auch verständlich im Hinblick auf sein Alter in dem so manch einer schon Heiratete und Kinder bekam.
    Trotzdem hatte ihm diese Musterung schon einen ersten Eindruck von ihr verschaft und ihr Aussehen passte auch wirklich zu ihrer Art und Ausstrahlung, die sie hier an den Tag legte. Frech war sie, das kannte er von Sabina, und nicht auf den Mund gefallen. Sie wusste wohl verbal umzugehen.
    "Mhh. Dann müssen wir wohl beide neun sein, denn selten kam mir ein Gast vor die Augen, der so frech war.", meinte er grinsend und etwas gelöster. "Nein, es ist mir eine Freude. Sei willkommen in diesem Haus und immer ein gern gesehener Gast." Jetzt war sie quasi schon einmal in seine Familie eingeführt, so auf die eine oder andere Art. "Ich hoffe deiner Mutter geht es gut.", meinte er dann noch. Eine weitere Helvetia, die verstarb, konnte sich die Familie langsam nicht mehr leisten. Überhaupt konnte sich die Familie kaum einen Tod mehr leisten. Sie waren alle schon so wenige... Wenigstens ihr Blut würde weiterleben. Unter anderem im Mädchen ihm gegenüber.
    "Was führt dich eigentlich zu uns?", fragte er dann noch neugierig um das Gespräch etwas in Schwung zu bringen.


    Sim-Off:

    Ganz vergessen 8o

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