[ANTE PALATIUM] Die Belagerung des kaiserlichen Palasts..

  • Zitat

    Original von Lucius Duccius Ferox



    "Zum einen sind auf dem Weg zum Allerheiligsten des Vescularius einige vergleichweise enge Gänge zu begehen. Dort können wenige Männer in einer stabilen Schildformation leicht eine defensive Stellung halten.
    Das Haupttor des Palastes..." - bei den Worten trat Decius zur Karte und zeigte auf den Haupteingang des Palastes - ... ist sehr stabil, ohne einen Rammbock dürfte ein Durchkommen schwierig werden. Alternativ wären sicherlich Spitzhacken und Äxte geeigne, wenn es damit auch etwas langwieriger werden dürfte."


    Er machte eine kurze Pause, bevor er schief grinsend hinzufügte:


    "Noch eine Sache möchte ich zu bedenken geben: Wir hier vor dem Palast sind unbewaffnet, die Soldaten innerhalb des Palastes dürften jedoch sehr gut ausgerüstet sein. Ich wage zu bezweifeln, dass sie sich von Respekt vor dem Pomerium und hölzernen Knüppeln einschüchtern lassen..."

  • Gaius Flaminius Cilo


    [wrapIMG=left]https://lh3.googleusercontent.…k/JR8hAsUIbaw/s100/34.jpg[/wrapIMG]Nachdem die Sache mit Ostia erst einmal geklärt war, ließ der Flaminier eine Sitzung des kompletten Stabs einberufen, um das finale Kapitel ihrer Reise einzuleiten. Rom war ihre, das stand fest. Viele Schergen des Vesculariers waren bereits dingfest gemacht worden, andere würden es noch oder waren erfolgreich geflohen. Die Ordnung in der Stadt würde bis zu ihrer Wiederherstellung etwas brauchen, aber das war auch nur eine Frage der Zeit, und sie würden mehr Männer dazu zur Verfügung haben, wenn das Problem im Palast auch endlich bereinigt worden war. Außerdem erhoffte der Flaminier sich einen beruhigenden Effekt, wenn der Vescularier ebenfalls endlich im Carcer schmorte.


    "Salvete die Herren...", grüßte er den versammelten Stab, "...unsere Reise war lang und entbehrungsreich, aber wir sind so gut wie am Ziel. Das einzige, was uns noch fehlt ist der wortwörtlich krönende Abschluss. Potitus Vescularius Salinator soll sich noch im Palast aufhalten, und er wird wohl kaum herauskommen um sich uns zu stellen. Also müssen wir rein um ihn zu holen. Wenn die Sonne zur Hora Quinta aufgestiegen ist, wird der Palast von euren Männern gestürmt. Ich beabsichtige, alle Legionen für diesen Schritt einzubinden, da wir diesen beschwerlichen Weg auch gemeinsam bewältigt haben. Die Hora Quinta wird über das Schicksal des Usurpators entscheiden! So sich seine Anhänger entschließen für ihren falschen Kaiser zu sterben, lasst sie. Den Vescularier aber brauchen wir wenn irgend möglich lebend, sagt euren Männern das! Der Punkt eures Zugriffs versteht sich von selbst... wo eure Männer hineinkommen, lasst sie! Gibt es noch Fragen hierzu?"



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  • Zitat

    Original von Gaius Artorius Regulus
    ....


    Gaius Flaminius Cilo
    [wrapIMG=left]https://lh3.googleusercontent.…k/JR8hAsUIbaw/s100/34.jpg[/wrapIMG]Mittem im Trubel der eingenommenen Urbs Aeterna fand der Feldherr der Rebellenarmee tatsächlich die Zeit, sich eines Boten persönlich anzunehmen. Als er also mitbekam, wie man einem seiner Stabsoffiziere von dem Artorier erzählte (weil man davon ausging, dass dieser eher dafür zuständig war, als dass man dafür den Kopf des Unterfanges dafür belästigte), brummte dieser nur einen kurzen Befehl, und so wurde der Artorier wenig später genau vor diesen geführt.
    "Ich habe gehört, du hast Meldung...", grüßte er den Legionarius eben nicht, "...dann melde, Soldat."



    [SIZE=7]TDV[/SIZE]

  • Sim-Off:

    Ich nehme mal an, dass mit "Stab" auch die Kommandeure der Teileinheiten gemeint sind?


    Der Weg zum Kommandostand war für Licinus mit Aufwand verbunden. Er mochte nur ungern direkt an den Hängen des Palatin entlang gehen, daher verließ er die Stadt im Norden desselben, wandte sich nach Süden und betrat sie wieder beim Circus Maximus.


    Die Befehle die gegeben wurden waren dann doch recht einfach und Licinus der Meinung, dass dafür auch ein Melder gereicht hätte:
    Rein wo man konnte, aufräumen und den Vescularier lebend rauszerren. Einfach gesagt. Die Ausführung würde wohl weniger einfach werden, aber dennoch kamen aus seinem Mund nur zwei Worte:
    "Keine Fragen, Herr!"

  • Als der Artorier zu Flaminius Cilo hindurchgelassen wurde, hätten ihm förmlich die Knie schlottern können. Die einzelnen Stabsoffiziere waren ja schon hohe Tiere, doch musste es gleich der Feldherr persönlich sein? Regulus befand sich in einer nie gekannten Umgebung. Hier fand nicht jeder Legionär seinen Weg hin. Neben all dem was hier so herumlief, war er natürlich ein kleiner Fisch ohne Namen. Als er vor Clio stand, stand er stramm, grüßte militärisch und bemühte sich laut und deutlich zu sprechen: "Salve Legat, Gaius Artorius Reglus. Ich bringe Nachricht von der der Cohors I, Centuria I der Legio II, die den Tempel mit umstellt. Sie haben dort einen Princeps der Prätorianer bei sich, der wohl viele Männer innerhalb des Palastes kennt und perfekt für Verhandlungen geeignet wäre." Damit schloss der Artorier und atmete tief ein, jedoch stark darum bemüht seine Haltung nicht zu verlieren. Hoffentlich konnte er bald wieder hier weg... Das war doch alles etwas zu viel für seine jungen Nerven.

  • Gaius Flaminius Cilo

    https://lh3.googleusercontent.…k/JR8hAsUIbaw/s100/34.jpg

    "Tatsächlich?", schmunzelte der Feldherr der Rebellen amüsiert. Das war doch einmal eine außerordentlich gute Nachricht... wieso hatte man nicht schon früher auf diesen Prätorianeroffizier zurückgegriffen? Er ließ einen Moment Stille weilen, in dem er darüber nachdachte, wie man dies am besten nutzen konnte... doch schließlich winkte er einfach nur ab: "Dann sagt dem Mann, er soll seinen Bekannten da drinnen sagen, dass sie den Usurpator ausliefern sollen, um sich selbst zu retten. Wir sind so weit gekommen.. was sollen wir noch groß verhandeln? Also, Miles Artorius: richte diesem Princeps Praetorii aus, dass er die Männer da drinnen nur retten kann, wenn sie den Usurpator ausliefern. Jeder, der mit ihm kämpft, wird auch mit ihm untergehen. Achja, und er soll sich beeilen.. ich gebe ihm eine Stunde. Verstanden?"



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  • Hui, Regulus fiel ein Stein vom Herzen, als Flaminius anfing zu schmunzeln. Als Bote war es natürlich immer besser, wenn man gute Nachrichten überbrachte als schlechte. Regulus hörten den Befehlen genau zu. Er musste sich das ja alles merken. Geistig notierte er sich die wichtigsten Sachen und nickte. "Verstanden! Befehl wird so schnell wie möglich ausgeführt, Legat!" Noch einmal die Brust rausgestreckt, Abschiedsgruß vermittelt und rechts umgedreht und schon im Laufschritt unterwegs, um die nächste Botschaft zu übermitteln.


    Wieder ging es quer durch die Ansammlung von Legionären, die sich hier gesammelt hatten, Schritt für Schritt kam er dem Optio wieder näher. Etwas außer Atem, weil er sich ja wirklich stark beeilt hatte, musste er erst einmal kurz duchschnaufen, bevor er sich an Ferox wandte: "Optio! Optio! Ich habe Meldung von Flaminius Clio persönlich: Der Praefectus Praetorii soll mit den Männern sprechen da drinnen sprechen und ihnen sagen, dass sie den Usurpator ausliefern sollen oder mit ihm untergehen werden. Nur so können sie sich retten. Keine großen Verhandlungen! Achja, und er hat dafür genau eine Stunde Zeit!" Obwohl der Praetorianer direkt daneben stand, wandte sich Regulus nur an Ferrox. Schließlich hatte er ja nur von diesem den Auftrag erteilt bekommen.

  • Sim-Off:

    Sind sie.


    Vala hatte zwischenzeitlich das Gefühl, mehr Zeit mit dem Flaminier zu verbringen als mit sich selbst. Als Offizier des Kommandos der kompletten Rebellenarmee und dazu noch als Befehlshaber der achten Legion konnte er sich über Langeweile partout nicht beschweren. Die wievielte Kommandositzung war das hier jetzt? Er hatte aufgehört zu zählen.. allerdings zeichnete sich die hier offensichtlich dadurch aus, dass man nicht zum x-ten Male die Bemühungen besprach, die bockige Stadt Roma unter die Kontrolle zu bringen und die Plünderungen einzudämmen. Der Carcer der Castra Praetoria barst quasi vor Plünderern und Lynchmördern. Der Spagat zwischen Ordnungspolizei, Verwaltung der Stadt-im-Ausnahmezustand und der Belagerung des Palatins war wahrlich eine zeitraubende Sache. Aber so wie der Flaminier klang, hatte Vala die ungefähre Hoffnung, dass dies alles bald ein Ende haben mochte. Der Plan des Mannes war so simpel wie allgemein... die Lücken, die die vielen nicht erwähnten Details ließen, würden so wohl von den unteren Rängen gefüllt. Kurzum: reinstürmen, alles platthauen was sich wehrt und den Vescularier an den Ohren aus dem Palast in den Carcer schleifen. Wer sollte dazu noch Fragen haben?
    So blieb Vala, stumm die Frage verneinend, einfach still.

  • Zitat

    Original von Gaius Artorius Regulus
    Wieder ging es quer durch die Ansammlung von Legionären, die sich hier gesammelt hatten, Schritt für Schritt kam er dem Optio wieder näher. Etwas außer Atem, weil er sich ja wirklich stark beeilt hatte, musste er erst einmal kurz duchschnaufen, bevor er sich an Ferox wandte: "Optio! Optio! Ich habe Meldung von Flaminius Clio persönlich: Der Praefectus Praetorii soll mit den Männern sprechen da drinnen sprechen und ihnen sagen, dass sie den Usurpator ausliefern sollen oder mit ihm untergehen werden. Nur so können sie sich retten. Keine großen Verhandlungen! Achja, und er hat dafür genau eine Stunde Zeit!" Obwohl der Praetorianer direkt daneben stand, wandte sich Regulus nur an Ferrox. Schließlich hatte er ja nur von diesem den Auftrag erteilt bekommen.


    Hadamar kritzelte weiter, während der Praefectus nun erzählte und der Centurio sich zurückhielt, trug auch die Informationen ein, die nicht den Bereich betrafen, die seine Centurie abdecken würde – sicher war besser.
    Erst am Schluss sah er auf, sah das schiefe Grinsen – und erwiderte es diesmal sogar, auch wenn es bei ihm nicht nur schief, sondern auch grimmig wirkte. „Das ist uns auch bekannt, Praefectus... aber wir sind mehr.“


    Bevor er noch mehr sagen konnte, tauchte allerdings der Legionär wieder auf, den er vorhin weggeschickt hatte, und machte Meldung. Hadamar nickte dem Legionär kurz zu und wandte sich an die beiden Prätorianer. „Meine Herren, ihr habt es gehört. Praefectus, wenn du mich zum Haupttor begleitest? Oder würdest du eine andere Stelle vorschlagen, an der du besser Kontakt aufnehmen kannst mit denen im Inneren vom Palast?“

  • Seneca stand einfach nur so neben dem Caecilius und dem jungen Optio. Jetzt würde also noch geplaudert werden, und mit ein wenig Glück würden die verbleibenden Gardisten kapitulieren, sodass man sich nur noch um die Skythen würde kümmern müssten, und Junge, die konnten noch für die ein oder andere böse Überraschung sorgen. Betont selbstbewusst stand Seneca stumm neben den anderen Männern und blickte nachdenklich auf die Karte, nicht dass er noch irgendetwas hinzuzufügen hatte, aber Lust einfach nur herumzusitzen hatte er auch nicht..

  • Auf die Antwort des Optios hin zuckte Decius kaum mekrlich mit den Schultern; Wollte der Mann den Palast ohne Rücksicht auf Verluste in den eigenen Reihen stürmen? Welch Wahnsinn!


    Nachdem dann der Bote hineingetreten und sein Sprüchlein aufgesagt hatte, gab es jedoch nun Wichtigeres zu besprechen.


    "Das Haupttor ist schon gut, von dort sollten wir zu der Palastbesatzung sprechen können."

  • Im nächsten Teil hatte Licinus wenig Akutes zu tun, daher beschloss er etwas Präsenz bei seinen Männern zu zeigen. Er verließ sein Zelt und entließ mit einer Handbewegung die Männer der Präfektenentourage, dass sie ihm nicht folgen brauchten. Der erste Weg führte ihn zu seinem Nachfolger im Amt des primus pilus Er begegnete dem Mann, als er gerade mit einigen Männern Fechtübungen durchführte. Der centurie hieß sie weitermachen und salutierte vor seinem Vorgesetzten „Salve praefectus!“
    „Salve Hortensius! Sind deine Männer bereit?“ Eine rhetorische Frage sicherlich, aber welcher centurio ließ es sich nehmen, mit der Leistungsfähigkeit seiner Einheit zu prahlen? Richtig, keiner!
    So war die Antwort denn auch gleich:
    „So bereit wie man nur sein kann. Keine Sorge praefectus, egal was für Schweinereien diese skythischen Hunde für uns bereithalten, wir werden fertig damit! Wenn der Befehl kommt hält diese kleine Seitentür nicht lange.“ Man konnte am Unterton heraushören, dass der Mann lieber am Haupttor stehen würde, als einer bunt aus allen Teileinheiten gewürfelten Truppe vorzustehen, die sich am Seitentor sammelte.
    „Sehr gut, wie ist die sonstige Lage?“
    „Gut! Wir sind in Rom, die Männer riechen einen letzten Kraftakt und dann eine Belohnung. Außerdem gibt es in dieser verdammten Stadt so viele Nutten, dass jeder Soldat drei Jahre durchvögeln könnte, ohne zweimal dieselbe zu nehmen. Das hält die Männer bei Laune.“ Der Mann grinste anzüglich und Licinus erwiderte es. Es stimmte vermutlich, die Strafen auf Trunkenheit im Felde waren hoch, aber die lupanare waren den Soldaten als Ausgleich nicht verboten. Und so lange die centurionen die Soldaten beschäftigt hielten musste wohl auch nicht befürchtet werden, dass sie aus Belagerungs-Langeweile über die Stränge schlugen.
    „Sehr schön. Weiter Häuserkämpfe trainieren! Weitermachen!“, gab Licinus eine letzte Anweisung, dann salutierte er knapp und ging weiter die Achse zwischen Kolosseum und Vestatempel entlang. Über Köpfen und Zelten konnte er den Rundbau erkennen. Und zugleich eine seiner größten Sorgen im Moment. Es war jene, dass einer der Soldaten sich eine Dummheit gegenüber den Vestalinnen erlauben würde. Er hatte alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, Veteraneneinheiten lagerten am nächsten am Tempel, mindestens ein centurio hielt sich ständig in Blickweite auf. Aber hundertprozentige Sicherheit gab es eben doch nicht.
    Aber, so merkte er, während er weiter schritt, mal anhielt um einen centurio zu grüßen, mal den Salut der Männer erwiderte, da war noch etwas an diesem Tempel. Er wusste nicht was genau, aber irgendwas würde er hier noch tun müssen. „Schluss!“, ermahnte er sich, mit den Gedanken im Hier-und-Jetzt zu bleiben.

  • Hadamar nickte nur kurz auf die Antwort hin, aber anstatt selbst etwas zu sagen, wandte er sich zunächst um und verteilte ein paar Befehle – übergab das momentane Kommando über die Centurie an einen der Veteranen, so lange er fort war, stellte zwei Leute ab, die mitkommen würden, und schickte zuletzt den Artorius wieder zurück zu seiner eigenen Einheit – nicht dass der dort noch vermisst wurde. Danach, nun wieder an die Schwarzröcke gewandt: „Dann wollen wir mal, Praefectus. Centurio.“ Er ging einfach mal davon aus, dass letzterer ebenfalls mitkommen würde... auch wenn er ihn lieber bei seinen Männern gewusst hätte, damit die einen Führer im Palast hatten – egal ob das nun mit der Verhandlung was wurde oder nicht –, aber der Mann hatte einen höheren Rang inne als er... was es schwierig machte, ihm Anweisungen erteilen zu wollen. Es machte es überhaupt schwierig, in dieser Situation zu agieren, weil er die beiden Prätorianer im Grunde immer bitten musste, anstatt einfach zu befehlen, und im Moment nervte ihn das tierisch, auch wenn er versuchte sich das nicht anmerken zu lassen.
    Wenigstens eine Sache war allerdings klar: der Praefectus würde mit zum Tor kommen. War immerhin Anweisung des Feldherrn... also wartete Hadamar nicht großartig auf Rückmeldung, sondern lief einfach los, davon ausgehend, dass die Schwarzröcke ihm folgen würden, und dahinter die beiden Soldaten von ihm, bis er beim Haupttor angekommen war und Meldung machte beim ranghöchsten Offizier dort: „Optio Duccius Ferox, Secunda. Der Princeps Praetorii“, Hadamar wies mit einer leichten Kopfbewegung zu dem Mann hin, „soll auf Befehl des Legatus Flaminius einen Verhandlungsversuch starten.“ Und machte dann einen Schritt zurück, um dem Prätorianerprinceps die Bühne zu überlassen.

  • Decius folgte dem Optio gemessenen Schrittes.


    Am verschlossenen Tor des Palasts angelangt, klopfte Decius mit seiner Faust gegen die schwere Türe.


    Bumm Bumm


    "Praetorianer, hier spricht euer Princeps Praetorii Caecilius Decius. Auf Geheiß des Flaminius Cilo, des Befehlshabers der vor den Toren des Palasts versammelten Streitkräfte obliegt es mir, mit euch über eine kampflose Übergabe des Palasts zu vehrandeln"


    Kurz hielt er inne, er war sich sicher dass die hinter der Tür stationierten Wachen ihn gehört hatten. Jedenfalls ging er davon aus, dass hinter der Tür tatsächlich Männer postiert worden waren...


    "Und als Soldat der praetorianischen Garde appeliere ich an euch, Männer: Öffnet des Tor und verhindert ein unnötiges Vergießen römischen Blutes in den ehrwürdigen Hallen des Palastes!


    Eine Kooperation wird euch nicht zum Nachteil gereichen!"


    Decius hoffte, dass die Männer die gegenwärtige aussichtslose Lage wohl erkennen würden und dass sie sich an die Geringschätzung erinnerten, mit denen der Vescularier die Garde von Beginn an behandelt hatte.

  • Sim-Off:

    Und weiter geht's nach der ungeplanten Pause


    Die Antwort von der anderen Seite des Tores ließ eine Weile auf sich warten, fiel dann aber immerhin recht lautstark und kräftig aus.


    "Wir haben einen Eid geschworen, den wir sicher nicht auf Befehl irgendeines dahergelaufenen Befehlshabers brechen werden. Wo ist der Praefectus Praetorio?"


    Die Frage war berechtigt, denn immerhin war er nicht drinnen, also musste er draußen sein.

  • Der junge Iulier gelangte mit dem Passierschein des Optios durch die meisten Kontrollen. Und endlich stand er vor dem Lager der glorreichen Legio I Traiana. Eine der wenigen Adlerlegionen, der Elite unter allen römischen Einheiten. Kampfstark, entschlossen und vor allem nie wankend so war sie bekannt im ganzen Land. Und jeder Römer der Ahnung vom Militär hatte war stolz auf diese Truppe. Allein schon bei der Legio I als Tiro zugelassen zu werden war eine Auszeichnung für jeden Bewerber.


    Gracchus betrachtete fasziniert das Lager und die vielen Eindrücke. Einer der Wachposten blickte in seine Richtung und wendete sich ihm zu.

  • Tatsächlich war der Wachposten vor Licinus Zelt eher gelangweilt. Es gab in dem Job nicht besonders viel, außer ab und an die Leute nach ihrem Begehr zu fragen. Tatsächlich abgewiesen wurde praktisch niemand, da der praefectus viel zu organisieren hatte und die Leute, die tatsächlich stören würden schon am Zutritt zum Lager gehindert wurden.


    Als jedoch ungewöhnlicherweise ein Zivilist mitten im Lager auftauchte, wurde der Mann wach. Sein pilum verfiel in die Schräge vor der Zeltklappe und versperrte somit den Weg.
    "Halt! Wohin soll's denn gehen?"

  • "Mein Name ist Titus Iulius Gracchus und ich möchte meinen Verwandten Marcus Iulius Licinius aufsuchen. Wäre die möglich?"
    Gracchus war schon ganz schön verwirrt ob er vielen Kontrollen, Wachposten und sonstigen Behinderungen. Man merkte wirklich massiv dass sich die Legion im Kriegszustand befand. Und doch wirkten die Soldaten locker und entspannt, Gracchus war sich aber sicher das sie jederzeit sofort umschalten könnten und einen gefährlichen Gegner darstellen würden.

  • Das hatte der Wachsoldat nicht erwartet. Ein Verwandter des praefectus, von dem man sagte, seine Familie bestehe aus dem kleinen Mädchen und den 6000 Mann der legio. Die Existenz des Adoptivsohnes hatte sich noch nicht herumgesprochen.
    "Warte hier!" antwortete er und wandte sich in das Zelt. "Appollonius..." konnte man ihn gerade noch verstehen, dann verschlugte der Vorhang die Stimmen im Inneren. Aber schon Augenblicke später ging er wieder auf und die Wache stand wieder vor dem jungen Iulier.
    "Geh rein! Am Sekretär vorbei direkt in den Arbeitsbereich des praefecten!"


    Wenn der Mann diese Route genommen hatte, würde er vor einem Mann stehen, der ihn musterte, nicht erkannte und daher gab Licinus misstrauisch nur zwei Wörter von sich gab:
    "Quid agis?!" ~ wörtlich: was tust du? sinnheft: Was gibt's?

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