~ Porta ~ | Casa Leonis

  • Casa Leonis



    Casa Leonis ist ein typisches, römisches Stadthaus. Wie alle Häuser ist es in sich und von der Außenwelt abgekehrt. Einer kleinen Festung gleich hat es kaum Fenster, einige winzige befinden sich ganz oben im Gebäude. Die Außenmauer schirmt das Casa Leonis komplett ab. Die Eingangstür ist schlicht und schwer gehalten, einziger Schmuck ist ein Türklopfer der dem Namen des Hauses entspricht und einen Löwenkopf darstellt.


    Türklopfer
    Link:
    https://pixabay.com/de/illustr…C3%B6we-t%C3%BCr-1526561/


    An der Seite der Casa Leonis befindet sich die dazugehörige Taberna - "Zum lallenden Löwen".


    Betritt man die Casa Leonis dann beginnt hinter dem Tor ein kurzer Korridor. Der Korridor ist schlicht eingerichtet, aber mit einem Fußbodenmosaik ausgestattet. Vorsicht vor dem Hund, soll Diebe und Einbrecher abschrecken. Die Warnung Cave Canem stand dort verewigt und sollte entsprechend unliebsame Gäste verscheuchen.


    Mosaik Cave Canem
    Link:
    https://live.staticflickr.com/…91635113_1670f51302_b.jpg


    Ein kleines Zimmer geht vom Korridor ab, dies ist dem Wächter des Hauses vorbehalten. Geht man etwas weiter öffnet sich der Flur in das Atrium. Das Atrium des Casa Leonis ist ein weitherziger, rechteckiger Saal der mit Wandgemälden geschmückt ist.


    Durch die große Öffnung im Dach wird das Atrium erhält, das Licht fällt in den Innenhof und verbeitet sich von dort aus in verschiedenen angrenzenden Zimmern.


    Die Dachöffnung dient nicht nur dazu, das Licht für das Haus einzufangen, sondern ebenso das Regenwasser. Regnet es, dann sammelt sich das Regenwasser auf dem Dach über dem Atrium und werden trichterartig in Richtung der Dachöffnung geleitet. Von hier aus strömt das Wasser in kleinen Bächen aus den Mündern von Tonfiguren die längs an den Dachrändern zu finden sind. Von hier aus stürzt das Wasser in das Atrium hinab, genau in das Wasserbecken - das Impluvium - im Atriumzentrum.


    Das Wasserbecken sammelt das Regenwasser für das Casa Leonis und leitet es in eine unterirdische Zisterne weiter. Sie dient als Wasserspeicher für das Haus, aus einem Ziehbrunnen kann man hier die täglich benötigte Wassermenge entnehmen. Ebenso hat das Wasserbecken auch dekorativen Charakter. denn es spiegelt den Himmel über ihm.


    Zu Seiten des Atrium befinden sich die Schlafzimmer. Sie gleichen ehr kleinen Schlafkammern, deren Wände ebenso mit Liebe zum Details durch Gemälde geschmückt wurden.


    Im Atrium befindet sich auch die Treppe, die ins obere Stockwerk führt. Normalerweise halten sich dort die Sklaven und weiblichen Bewohner auf, allerdings hat das Casa Leonis keine weiblichen Bewohner. Das Erdgeschoss ist eigentlich den Männer vorbehalten, aber in diesem Haus ist alles eine Männerdomäne.


    An der gegenüberliegenden Wand des Wasserbeckens befindet sich eine Holztafel, sie lässt sich auffalten und gibt damit das Tablinum frei, man könnte es als Officium des Hausherrn bezeichnen. Hier werden Klienten des Hauses empfangen. Eingerichtet ist das kleine Büro mit einem Tisch, einem Sessel und Gästeschemeln. Eine Anzahl an Öllampen spendet hier bei Bedarf ausreichend Licht. Auf dem Schreibtisch findet man einige Dekorations- und Schreibgegenstände.


    Durchquert man diesen Raum erreicht man den persönlichsten Raum des Casa Leonis, der durch einen schweren Vorhang vom Büro abgetrennt ist.
    Hier liegt der Innengarten, die grüne Lunge des Casa Leonis, auch Peristyl genannt. Der Garten ist von einem Säulengang umgeben. Der Duft des Innengartens ist betörend, allerdings wird er nicht von Blumen verursacht, sondern von den Heilkräutern die hier von Scato liebevoll angepflanzt werden.


    Sämtliche Heilpflanzen von denen er Samen, Ableger oder anderweitig Pflanzen erlangen konnte zieht sich hier Scato seine eigenen Pflanzen. So findet man hier Salbei, Rosmarin und Thymian, Lavendel, Johanniskraut, Pfefferminze, Efeu, Akanthus, Lorbeer, Orleander und vieles mehr. Eine mit Wein bewachsene Pergola ist hier ebenfalls zu finden wie ein tierisches Juwel - ein Pfau samt eines dazugehörigen Mosaiks.


    Pfau
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    https://previews.123rf.com/ima…t-erweiterten-federn-.jpg


    Pfaumosaik
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    https://i.pinimg.com/originals…70cb43ea35db1d8fac77a.jpg



    Eine Löwenstatue verziert den Garten und greift den Namen des Hauses auf - Casa Leonis.


    Löwenstatue
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    https://www.daz3d.com/media/ca…6e95/p/o/popup_1_3_11.jpg


    Auf der anderen Seite des Säulengangs befindet sich das Triklinium. Liegen dominieren diesen Bereich, in dem geladene Gäste zu Festlichkeiten empfangen werden.


    Die Küche des Hauses Casa Leonis ist klein, wie bei allen römischen Häusern. Der Grund ist schlicht, es handelt sich um einen Gebrauchsraum in dem sonst Sklaven tätig sind. Hier kochen zum Vergnügen die Hausherren aber oft genug selbst. Der Herd ist gemauert und wird mit Holzkohle betrieben. Ist die Glut entfacht, wird ein Grillgitter darüber gelegt. Ebenso kann man einen Dreifuß in die Glut stellen, um darauf Töpfe oder Pfannen zu erhitzen. Das Geschirr ist aus Kupfer und Bronze gefertigt. Der gemauerte Ofen steht in einem gemauerten Bogen. Dieser Bogen dient als Holzvorratsspeicher.


    Im Haus findet man in vielen Räumen Holzkohlebecken um sich in kalten Nächten, Tagen oder Jahreszeiten warm zu halten. Zudem spenden die Feuerschalen gemütliches Licht, in dem ansonsten leicht dämmerigen Haus.




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  • << RE: Am Stadttor


    Die Carruca hielt vor der Porta. Das Atriumhaus wirkte alt, aber der nagelneue Briefkasten verriet, dass man sich an einer Instandsetzung widmete. Stilo registrierte die vielen Details, die offenbarten, dass in der einstigen Ruine wieder Leben eingekehrt war: eine neue Klinke samt Türschloss, ein gefegter Aufweg und gezupftes Unkraut, wobei jedoch einige Blühpflanzen belassen worden waren. Hier wollte niemand makellosen Luxus zur Schau stellen, hier wollte sich jemand zu Hause fühlen.


    Über den Hausdächern der Nachbarschaft sah Stilo die mächtigen Mauern der Castra Praetoria emporragen. Letztlich sehnte sich nahezu jeder nach einem Stück fester Heimat und Familie, echte Wanderfalken waren selten und Scato war keiner. So gründete manch Soldat seine eigene Familie fern der Heimat am Ort seiner Stationierung, um sich ein Stück zu Hause zu schaffen, doch Scato hatte augenscheinlich eine luxuriösere Variante davon gefunden. Sein zu Hause erreichte er von der Castra aus binnen weniger Minuten zu Fuß, so dass er nahezu täglich hier vorbeischauen konnte. Das hatte sicher seine Gründe.


    So rechnete Stilo damit, dass ihm eine Kinderschar entgegenströmen würde, sobald die Tür sich öffnete, als er an die Porta des geräumigen Atriumhauses klopfte.

  • Die Tür wurde nicht von einer kleinen Kinderschar, sondern von Charislaus geöffnet. Der junge Sklave schaute erstaunt, da ein fremder Mann der sehr einschüchternd wirkte vor der Tür stand. Es musste sich ebenfalls um einen Urbaner handeln, irgendwie sah die Haltung des Mannes danach aus.


    "Salve werter Herr, wie kann ich Dir helfen?", fragte er respektvoll.

  • "Salve", schnarrte Stilo, der nun den jungen Mann intensiv musterte. Was für ein dunkler Mensch, wohl ein exotischer Sklave, aufgrund der Tatsache, dass er ihn mit Herr ansprach. Sah teuer aus.


    "Ein Urbaner schickt mich hierher." Der seinen Namen nicht genannt hatte, wie Stilo gerade auffiel. "Ein Freund und Kamerad von Sisenna Iunius Scato, meinem Neffen, wenn man den Ausführungen Glauben schenken darf. Meinen Begleitern und mir wurde hier Unterkunft angeboten."

  • "Dominus Scato ist Dein Neffe? Dann bist Du hier richtig. Dies ist das Haus von Dominius Manius Purgitius Lurco und Sisenna Iunius Scato. Bitte komm doch herein. Ich bin Charislaus, der Majordomus des Hauses ist Terpander und dann haben wir hier noch Cassivellaunus. Dominus Scato und Lurco kommen sicher bald nach Hause. Dürfen wir Dir etwas anbieten?", fragte Charislaus und gab den Weg in das Haus frei.

  • Der Sklave sprudelte. Guter Mann, sehr dienstbeflissen.


    "Salve, Charislaus von Manius Purgitius Lurco", wiederholte er, um sich die Namen einzuprägen. "Terpander und Cassivellaunus gibt es noch? Ich dachte, meine Schwester hätte die beiden zusammen mir den übrigen Sklaven verkauft oder freigelassen. Das ist natürlich praktisch für Scato. Von seinem Sold hätte er sich keine neuen Sklaven leisten können."


    Er winkte nach hinten, um seine Begleiter darüber zu informieren, dass sie aussteigen sollten.


    "Ein sicherer Parkplatz für die Carruca wäre gut und etwas zu trinken für meine Begleiter und mich."


    Er wartete, bis die anderen aufgeschlossen hatten, und folgte Charislaus gemeinsam mit ihnen in die Casa Leonis.


    ~ Hortus ~ | Die bucklige Verwandtschaft >>

  • <-- RE: Geheimer Tempel des Pluto


    Als das Schwarz des Himmels am Horizont zu Grau verblasste, hallte das Klopfen des Anaxis durch die Stille. In der stockfinsteren Nacht Romas waren sie auf niemanden gestoßen, der den Weg zur Taverna Apicia kannte. So hatten sie stattdessen nach der Castra Praetoria gefragt und diese im Morgengrauen endlich erreicht. Da Ravillas Neffe dort stationiert war, hatte er Auskunft zu dessen zivilen Wohnsitz zu erhalten. Den Göttern sei Dank lag die Casa Leonis in der Nähe der Castra. Ravilla war zu Tode erschöpft, verschwitzt und seine Füße und seine Toga voller Subura-Schlamm. Er flehte hinauf zu den Unsterblichen, dass man ihn einlassen würde. Körperlich war er durchaus belastbar, doch genug war genug.

  • Charislaus hörte jemanden vor dem Haus umherschleichen. Wobei die Person nicht schlich, eher schlurfte. Chari öffnete die Tür und spähte hinaus.


    Statt eines verirrten Bettler stand dort ein Herr. Fertig mit sich und der Welt sah er aus.


    "Salve, was machst Du hier? Dies ist das Haus zweier Urbaner und wir haben einen gefährlichen Hund", warnte Charislaus dem das alles unheimlich vorkam.

  • "Salve Ianitor, wohnt hier ein Sisenna Iunius Scato?", fragte Anaxis hoffnungsvoll, dessen schwarz umrandete Augen nach den Strapazen nunmehr den Eindruck von Veilchen erweckten und schwarze Bäche auf seine Wangen zogen. Nein, schön war der Perser längst nicht mehr anzusehen, doch zum Glück war es noch dunkel genug, so das niemandes Auge gekränkt wurde, der ihm nicht eine laterna ins Gesicht hielt. "Mein edler Herr, der vorzügliche Galeo Seius Ravilla, ist der Onkel des Genannten."


    Der sehr erschöpfte und von der Erschöpfung verunzierte Onkel, der den fremden Sklaven mit müden Augen musterte. Dunkel war die Haut des Ianitors, das musste einer der afrikanischen Edelsklaven sein, die man über Ägypten beziehen konnte. Sündhaft teuer, besonders die ganz schwarzen Exemplare.


    "Was hast du gekostet?", fügte er übergangslos den Worten des Anaxis hinzu.


    Falls hier Scato wohnte, wollte Ravilla wissen, welch exquisite Sklaven dieser sich leisten konnte, wenn der Junge neuerdings schon ein eigenes Atriumhaus besaß. Dass man so gut bei den Cohortes Urbanae verdiente, konnte er sich nicht vorstellen ... doch wer wusste schon, welch verbotene Geschäfte sein Neffe nebenbei laufen hatte? Als guter Onkel würde Ravilla natürlich schweigen, doch die Neugier war ein schwer zu zähmendes Biest.

  • "Ja dies ist das Haus von Sisenna Iunius Scato und Manius Purgitius Lurco, beides werte Urbaner. Herr Du siehst schrecklich aus, Deine Augenringe reichen bis zu Deinen Knöcheln. Tritt bitte ein und folge mir. Aber sei gewarnt, wenn mein Herr Scato Dich nicht kennt und Du eine Lügenzunge bist, wird der Wächter dieses Hauses Dich holen", warnte Charislaus und verschwiegt, dass es sich dabei um einen Pfau handelte.


    "Meinen Herrn habe ich nichts gekostet, ich war ein Geschenk des edlen Viridomarus, Besitzer des Duften Viri. Bekannt über Rom und die Märkte hinaus für seine edlen Düfte, Mode und die angebotenen Schönheitsbehandlungen. Mein Können wir hier im Haus und im Lallenden Löwen benötigt, neben dem Majordumus arbeite ich. Also wir arbeiten gemeinsam", erklärte Chari und hoffte dadurch etwas abschreckend zu wirken, falls dies ein Strauchdieb war.

  • "Ich werde mich bei deinem Herrn über dich beschweren!"


    Verärgert ob der Wortwahl bezüglich seines Aussehens und der Drohungen schob Ravilla Anaxis, an dessen Arm er sich noch klammerte, so vor sich her, dass der Perser den unverschämten Rüpel beiseitedrängte, während Ravilla sich auf die Weise in die Casa Leonis zwängen konnte, ohne den Unverschämten berühren zu müssen. Kurz hinter dem Eingangsbereich blieben sie stehen, weil der Herr sich umzusehen wünschte. Argwöhnisch hielt Ravilla nach dem Hund ausschau, doch es war für den Moment weder ein solcher zu sehen noch akustisch zu vernehmen.


    "Ich wünsche von Scato begrüßt zu werden", verlangte er, ohne sich um die frühe, fast noch nächtliche Stunde zu scheren.

  • "So einer bist Du also! Über mich beschweren willst Du Dich, weil ich Dir bei nächtlicher Stunde das Haus öffnete? Oh dafür hätte ich Strafe verdient. Und meinen Herrn Scato wünscht Du zu sprechen? Vielleicht bist Du einer der gedungenen Mordbuben mit diesem dort als Verstärkung. Na warte nur", drohte Charislaus und lief schnell in das Haus.


    "TERPANDER! TERPANDER komm schnell im Haus steht ein Eindringling! Er will was von Scato! Behauptet ein Herr zu sein. Leider habe ich ihn dummerweise hineingelassen. Er schaut schrecklich aus und ich drohte ihm eine Behandlung an. Hilf mir!", fehlte Chari in einer unziemlichen Lautstärke in der Nacht. Er hoffte Terpander würde ihm beistehen. Da hatte er sich ja was eingebrockt und seinem Herrn Scato gleich mit.

  • Terpander war sofort auf den Beinen und eilte mit einem Knüppel in der Hand vor Charislaus zur Porta. Er achtete darauf, dass der Bursche ihn nicht überholte. Dem Unhold, der hier mitten in der Nacht für Theater sorgte, würde er Beine machen. Eher als den Herrn in Toga erkannte Terpander dessen Sklaven Anaxis. Terpander lächelte breit. Vor den beiden brauchte Charislaus keine Angst zu haben, so lange dominus Ravilla kein Zipperlein plagte. Wobei es im Moment danach aussah, als sei das Zipperlein groß und präsent.


    "Dominus Ravilla, welch Freude. Zu lange ist es her."


    Ein Kompliment zum Aussehen des eitlen Gockels verkniff er sich an dieser Stelle, da es gegenwärtig wie ein böser Scherz gewirkt hätte.


    "Charislaus hat dir eine Behandlung angeboten, wurde mir mitgeteilt. Möchtest du das Bad und die Körperpflege gleich in Anspruch nehmen oder wünschst du, dass ich dich zunächst auf dein Zimmer führe? Dein Neffe Scato ist nachts selten hier, er schläft in der Castra Praetoria. Du musst dich gedulden, bis er zu Feierabend wieder hier vorbeischaut."

  • "Ich möchte es sofort in Anspruch nehmen, zudem wünsche ich während des Bades Speisen und Getränke gereicht zu bekommen, anschließend massiert und gepflegt zu werden. Charislaus soll im Anschluss für mich leise singen und seinen Körper ruhig im Tanze wiegen gleich einem Baum im Wind, wenn ich mich zur Ruhe bette, um mein Gemüt zu entspannen, bis mir die Augen zugefallen sind und darüber hinaus."


    Natürlich bürdete er diese Pflichten Charislaus auf und nicht dem zuvorkommenden Terpander, den er schon viele Jahre kannte und der ihn nie enttäuscht hatte. So sollte der alte Hellene denn auch wohlverdient seiner Nachtruhe frönen und Charislaus sollte im Schweiße seines Angesichts für seine Frechheit büßen.


    "Wenn ich zu meiner Zufriedenheit versorgt wurde und selig schlafe, ist Charislaus hernach angehalten, sich um das Wohlergehen meines treuen Anaxis kümmern und diesen ebenso zu bewirten und wieder vorzeigbar herzurichten."

  • Chari lächelte honigsüß und verneigte sich voller Vorfreude vor Ravilla. Er würde diesen Herrn in Grund und Boden massieren. Dieser ungehobelte Klotz würde vor Entspannung überhaupt nicht mehr wissen, wo ihm der Kopf stand. Da wollte er nur helfen und dann das. Ravilla hatte den Massagehandschuh geworfen! Charislaus war bereit ihn aufzuheben und das tat er auch.


    "Selbstverständlich, alles zu Deiner Zufriedenheit. Terpander? Soll ich umgehend beginnen?", fragte Chari dienstbeflissen.

  • "Natürlich sollst du."


    Ravilla sah nicht ein, warum Charislaus den anderen Sklaven fragte, wenn der Herr, den es zu umsorgen galt, doch in seiner ganzen ruinierten Pracht vor ihm stand.


    "Spute dich, Junge!"


    Zur Unterstreichung seiner Eile klatschte Ravilla mehrmals in die Hände.

  • Chari verbeugte sich formvollendet und machte eine einladende Geste.


    "Wenn Du mir bitte folgen würdest Herr", bat Charislaus mit allem gebotenen Respekt und gab den Weg zum Bad vor.


    Charislaus ging fest davon aus, dass der Gast ihm folgen würde. Hier würde er den Herrn ein wohlig warmes Bad einlassen, ihn reinigen und dann wie es sich gehörte Rasieren und Frisieren. Nach der Grundreinigung würde die Massage folgen, wo er den Gast des Hauses mit wohltuenden Ölen in eine Entspannung versetzten würde, die er noch nicht erlebt hatte. Er würde diesen Mann bis in die kleinste Fingerspitze massieren, soviel stand fest.


    "Herr? Bist Du soweit?", erkundigte sich Chari charmant.

  • Natürlich folgte Ravilla, das Antlitz steinern vor Arroganz, die ihm im momentanen Zustand nicht ganz zu Gesichte stand. Anaxis hatte er fortgeschickt, er benötigte keine zwei Sklaven auf einmal für dieses Anliegen und Charislaus sollte büßen und nicht seinen reinblütigen Perser herumscheuchen wie einen gewöhnlichen Haussklaven.


    "Ich gestatte dir, meinen Leib aus diesem unmanierlichen Zustand zu befreien und seine Schönheit wieder ans Licht zu kehren!"


    Sim-Off:

    Leg los, Chari. :D

  • "Das ist sehr freundlich von Dir", antwortete Charislaus geradezu triefend vor Liebenswürdigkeit. Nach den Worten eilte er in die Küche um dort Wasser aufzusetzen. Es dauerte nicht lange, da kam Chari wieder und füllte Eimer um Eimer in das kleine Bad, dass der Reinigung diente. Sorgfältig prüfte er die Temperatur mit der Hand. Schließlich wollte er Ravilla baden und nicht kochen.


    Einen Eimer warmen Wassers ließ er bewusst neben dem Bad stehen, damit er den Gast zusätzlich reinigen konnte. Behutsam begann er Ravilla zu entkleiden und legte die Wäsche ordentlich zusammen. Diese benötige genau wie ihr Herr eine gründliche Reinigung. Charislaus deutete in das Bad und fasste Ravilla bei der Hand, damit er problemlos hineinsteigen konnte. Kaum dass der Gast im Bad saß, drückte Charislaus ihn sanft aber bestimmt in eine leicht liegende Position und lächelte ihn freundlich von oben herab an.


    Ravilla bekam einen Wimpernschlag später zu spüren, wozu der Eimer Wasser neben dem Bad stehen geblieben war. Charislaus übergoss ihn vorsichtig damit, so dass auch Kopf und Haare vom Wasser erfasst wurden. Der junge Sklave nahm einen Badeschwamm zur Hand und lächelte liebenswürdig.


    "Keine Angst Herr, dies ist ein Badeschwamm getränkt mit reinigenden, wohltuenden und entspannenden Ölen und kein Xylospongium", erklärte er respektvoll und tauchte den Schwamm ins warme Wasser.


    Charislaus drückte den Schwamm gut gelaunt über dem Kopf von Ravilla aus und reinigte zuerst dessen Haar vom Straßenstaub und Schweiß, damit er sich wieder unter die Bevölkerung Roms wagen konnte. Jedenfalls sobald er mit ihm fertig war. Danach wusch er den Mann von oben nach unten sauber und schrubbte ihn ordentlich ab, um die Durchblutung anzuregen. Nachdem Ravilla vom Schmutz befreit war, half ihm Charislaus aus der Wanne und hüllte ihn in weiche Tücher, um ihn abzutrocknen und auf einen Stuhl zu drapieren.


    Nun galt es aus Ravilla wieder eine ansehnliche Person zu formen. Dem Gast wurden die Achseln, Beine, Genitalien und der Rest des Körpers bis auf das Kopfhaar mit Wachs und Pinzette enthaart, ebenso wurden seine Augenbrauen in Form gezupft. Bei der Enthaarung war Charislaus sehr genau, geradezu akribisch und hatte große Mühe, seine Genugtuung zu verbergen. Es folgte das Zähneputzen und die Haarpflege, ehe Ravilla auf die Liege geführt wurde.


    Charislaus packte Ravilla bäuchlings auf die Liege und rieb ihn mit warmen, duftenden Ölen ein. Und dann begann er diesen frechen Flegel zu massieren. Und wie Charislaus ihn massierte, so als gäbe es keinen Morgen. Mehr noch als hinge sein Leben davon ab, derart wurde Ravilla massiert. Jede noch so kleine Verspannung kneteten und walkten die flinken, geschickten Finger von Charislaus aus seinem Leib. Von Kopf bis Fuß, sogar die Finger und Zehen wurden dermaßen bearbeitet, dass sich Ravilla fast körperlos fühlte. Nichts schmerzte, nichts zeugte mehr von einer Verspannung oder auch nur einer Anspannung.


    Als Charislaus mit ihm fertig war, war er sauber wie frisch gefallener Schnee und derart entspannt, wie er es kaum für möglich gehalten hatte.


    Chari deckte ihn mit einem warmen Leinentuch zu und strich ihm noch einmal über den Rücken.

    "Ruhe Dich schön aus", säuselte er freundlich.




    Sim-Off:

    Die Rache an Ravilla von Chari :D

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