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    In der Villa Aurelia war ein besonderer Raum eingerichtet worden, ausladend und so groß das man eine ganze Besuchergruppe reinstellen konnte. Erlesene Kunstwerke standen dekorativ im Gemach, ebenso zentral ein riesiges Bett mit wundervollen Figuren und von Gold durchzogen. Die Einrichtung war gehobener Standard und von erlesenem Geschmack. Auf einem riesigen Marmortisch ruhte eine Schale mit Früchten zum Verzehr. An den Säulen prangten wundervolle exotische Blumen mit herrlichen Farben herab, es war wie ein Paradies für einen Menschen fast schon zu viel. Dieser Raum war von Titus mit Hingabe zusammengestellt worden um seine Göttin mit seiner Liebe zu verwöhnen. Doch nun stand das Gemach leer und würde verrotten, wenn es nicht bewohnt werden würde. Für eine Frau war das Gemach der Ort an dem Träume wahr werden konnten. Hier konnte man sich wie eine Göttin fühlen.

  • Titus betrat mit Coira das Gemach und ließ sie in aller Ruhe alles beobachten und begutachten. "Dies ist dein persönliches Gemach in dem du ungestört leben kannst. Versuche dich zu erholen und schlafe angenehm." Damit verließ Titus das Gemach obwohl es ihn nach Coiras Körper sehnte. Wie sehr hätte er sie jetzt in die Arme schließen mögen. Doch er hatte sich entschlossen ihr Zeit zu geben sich in ihr Sklavendasein einzufinden. Er möchte diese Frau wirklich sehr.

  • Coira traute ihren Augen kaum, als sie das Gemach betrat. Es war an Prächtigkeit nicht zu überbieten. Als sie beim Sklavenhändler angekommen war, hatte sie gedacht, dass man sie wie ein Tier behandeln würde. Doch das Gegenteil war der Fall. Die Tortur des Sklavenhändlers war der Liebeswürdigkeit des jungen Patriziers Titus Aurelius Romanus.


    "Ich danke Euch für Eure Grosszügigkeit Domine" Antwortete Coira mit einem kurzen aber hübschen lächeln. Und wenn man genauer hinsah erkannte man, dass sich ihre Wangen leicht gerötet hatten. Als er Titus das Gemach verliess setzte sich Coira auf ihr Bett und öffnete ihr Haar. So mochte es sie es am liebsten. Dann legte sie sich hin und versuchte sich zu erholen.


    Doch sie dachte weiter nach. Über ihren neuen Herrn und über die Ereignisse die in Kaledonien geschehen waren. Ihr Dorf existierte nicht mehr, also was sollte sie tun? Als sie in Rom ankam, wollte sie wieder fliehen, aber dieser Fluchtwille war irgendwie nicht mehr an oberster Stelle. Lag es an Titus, war beide wirklich ineinander verliebt und Seelengefährten? Konnte eine Patrizier wie Titus eine Sklavin wie sie überhaupt lieben?


    Coira stand auf und setzte sich auf ihr Bett. Dann sah, dass sie ein niedliches kleines Wasserbecken mit einem Brunnen in der Mitte ihrer Gemächer hatte. Sie zog sich ihre Sandalen aus lief barfuss rüber. Sie setzte sich an den Beckenrand und tauchte ihre Füsse in das kalte Nass, was ihr gut tat.

  • Titus hatte die ganze Nacht kaum ein Auge zugemacht, seine Gedanken kreisten um Coira und es ging ihm so vieles durch den Kopf. Er hatte sich dazu durchgerungen ihr soviel Zeit zu geben, dass sie ihn vielleicht ein bisschen lieben lernen würde. Was immer sich ergeben sollte zwischen ihnen beiden sollte auf Vertrauen und nicht Gewalt aufgebaut sein. Als Eigentümer könnte er sie jederzeit mit Gewalt nehmen, doch das lag ihm fern. Als selber verletzte Seele wollte er dies nicht auch noch anderen antun, die noch niedriger in der Hierachie standen. Coira wollte er keinen schmerz zufügen, sondern ihr zeigen das es da jemanden gab der sich um sie sorgte und sie liebte. Der Aurelier hatte schon längst gespannt, dass er nicht nur sexuell sich zu ihr hingezogen fühlte, sondern das er sie als vollwertigen Partner schon längst akzeptiert hatte und sie aufrichtig lieb gewonnen hatte.


    So schlich er sich am MOrgen in das Gemach Coiras und lugte vorsichtig in das Gemach. Sie schien noch zu schlafen und die Sonne sandte ihre Strahlen aus um das Zimmer mt seinen kräftigen goldenen Strahlen zu erhellen. Es lag ein Schimmer des Geheimnisvollen in diesem Raum und machte ihn zu etwas besonderem. Titus stand nun vor dem Bett in dem die liebreizende Coira schlief, ihre Blöße nur halbbedeckt und ihre offenen Haare umgaben ihr Gesicht. Sie lag da wie eine Göttin die darauf wartete wach geküsst zu werden. Je länger er sie betrachtete desto größer wurde sein Verlangen sie in seinen Armen zu halten. Nun trat der Aurelier ganz nahe an das Bett heran und beugte sich über die Schlafende. Er betrachtete ihr Gesicht das so süß im morgendlichen Sonnenscheinenstrahl dalag. So beugte er sich über sie und küsste sie auf die Stirn, dann umschmiegten seine Lippen ihre beiden wundervollen Augen, ihre reizende Nase kam dann in den Genuss eines Kusses bevor er ganz forsch ihr einen zarten Hauch von einem Kuss auf die Lippen zauberte. Danach erhob er sich wieder und sah die junge Frau mit Liebe in den Augen an. "Kleine wundervolle und süße Coira ich liebe dich seit ich dich das erste Mal gesehen hatte. Du sollst mein Sonnenschein, mein Herz sein und will dich beschützen damit du glücklich leben kannst."


    Titus trat zurück und setzte sich auf einen Stuhl um den geliebten Menschen mit Liebe in den Augen zu betrachten. Zum ersten Mal verspürte er diese vollumfängliche Liebe zu einem anderen Menschen, ganz egal welche Kluft zwischen ihnen hing. Titus fühlte sich erholt und glücklich nur mit Coira in einem Raum zu sein, so dass ihn der Aufenthalt zutiefst beruhigte. Er konnte endlich loslassen von all den Verstellungen denen er sich in Rom hingeben musste. Hier war er einfach nur Titus und vor ihm lag Coira.

  • Die Schatten der Nacht hatten Coira nicht heimgesucht. Sie fand nach den letzten anstrengenden Wochen wieder in den Schlaf. Dabei zogen die Erinnerungen im Traum an ihr vorbei, die Sklavenjagd der Römer, der Abtransport in einem Käfigwagen, die Ankunft in Rom und die Grausamkeiten des Sklavenhändlers. Doch plötzlich verflogen diese, und ein Mann tauchte im Traum vor ihr auf. Er stellte sich wie ein Held vor sie und beschütze Coira vor allem schlechten dieser Welt. Sein Gesicht kam ihr bekannt vor. Es war jenes ihres neuen Herrn, Titus Aurelius Romanus, er nahm sie die Arme und küsste sie. Im Traum verging der Hass auf die Römer und Coira fand in Titus ihren neuen Beschützer und Partner. Ein schöner Traum oder war es die neue Realität?


    Als die ersten Sonnenstrahlen in ihr Zimmer leuchteten, wachte sie langsam auf. Ihre Augenlieder öffneten sich und sie erschreckte, ein wenig als sie sah wie ihr Dominus Titus vor ihr sass und sie mit einem verliebten Lächeln ansah. Der kurze Schreckmoment wich einen Wärme. Coira fühlte sich wohl wenn Titus in ihrer Nähe war. Ihre Wangen röteten sich leicht und sie sah mit einem Lächeln und verliebten Augen an.


    "Verzeiht mir, dass ich euch so lange habe warten lassen , Domine." Sprach Coira. Irgendwie hatte sie das Bedürfnis das Titus doch neben ihr im Bett Platz nehmen möge.

  • Endlich erwachte die liebreizende Coira und Titus strahlte sie verliebt an. Es war schön gewesen ihr beim Schlafen zu zusehen. Der Aurelier war einfach nur glücklich und eine tiefe Zufriedenheit erfüllte ihn. Was Titus auffiel war, dass Coira ihn so komisch ansah und leicht gerötete Wangen hatte. Hoffentlich war sie nicht erkrankt. Er machte sich plötzlich Sorgen und erhob sich mit sorgenvollem Gesicht und eilte zum Bett der zierlichen Person. Schnell erhob er seine Hand um an Coiras Stirn die Hitze zu messen. Er fühlte ihr ganzes Gesicht solche Sorgen machte er sich. Aber anscheinend war alles gut vermutlich kamen die geröteten Wangen nur vom langen und ausgiebigen Schlaf. Titus hatte sich jetzt zu Coira auf das Bett gesetzt und hatte in seiner Sorge die junge Frau fest in seine Arme gezogen. Dabei streichelte er ihr unbewusst die Haare und sah ihr tief in die wundervollen blauen Augen. Aus einem inneren Impuls heraus küsste er sie plötzlich auf ihre Augen und auf ihren schillernden Mund. Er liebte dieses Sklavenmädchen aufrichtig und wollte ihr dies mit seiner tiefen Verbundenheit und Zärtlichkeit zeigen. Und wie es bei Verliebten so üblich ist kamen ihm Worte über seine Lippen die er normalerweise nie hervorgebracht hätte. "Ich liebe dich Coira, du bist mein Sonnenschein!" Oh ihr Götter da hatte Eros aber ordentliche Leistung erbracht. Ein Patrizier und ein Sklavenmädchen. Aber das ist das Vorrecht der Liebe, sie steht aufrichtig und uneinvorhergenommen da.

  • Coiras Lehrer, der alte Galeo, hatte so etwas mal die Zärtlichkeit der Liebenden genannt, die Gott einem Liebespaar schenkte. So interpretierte es der alte römische Gelehrte in seinem christlichen Glauben. Doch konnte es Liebe zwischen einer Sklavin und ihrem Herrn geben?


    So wie sich Dinge entwickelten schon. Coiras Fluchtwille schien zu weichen, hatte sich wirklich in diesen Mann verliebt? Anders konnte man sich die Gefühle der beiden nicht erklären. Titus kümmerte sich um liebevoll seine Geliebte und streichelte ihr über die Haare. Er hatte wohl befürchtet, dass sie krank geworden war, doch Coira war kerngesund. Es war klar, dass sich aus dieser Sache etwas grösseres entstehen würde. Man konnte es wahrlich liebe nennen.


    Coira lächelte, denn sich fühlte sich in den Armen von Titus sicher und geborgen. Als er der junge Patrizier Coira leidenschaftlich küsste, konnte man merken wie Coira sich weiter entspannte. Sie hatte sich nun ebenfalls in diesen Mann verliebt.


    "Domine ich bin Euch so dankbar, dass ihr mich aus den Fängen dieses Schweins gerettet habt" Sprach Coira und streichelte mit ihrer Hand über jene von Titus. "Ich..... Liebe.... dich auch Titus..... oh verzeiht, ich ich wollte euch nicht zu nahe treten Domine."


    Coira signalisierte Titus, dass er sich doch neben sie legen könnte.

  • Als Coira ihm auf einmal ihre Liebe gestand und ihn auch noch bei seinem Namen ansprach waren alle Dämme gebrochen. Jetzt wusste auch der Patrizier, dass sein kleines Sklavenmädchen ihn von Herzen liebte so wir er sie ebenfalls aus reinem Herzen liebte. L I E B E welch einfaches und doch wunderschönes Wort alle Stände überwindend, vor nichts zurückschreckend und doch so rein und unschuldig wie ein kleines Kind. "Coira du kannst mich ruhig bei meinem Namen nennen, solange es unter uns bleibt. Nach Außen hin müssen wir uns zurückhalten und unsere Rollen spielen, doch wenn wir unter uns sind bist du meine Frau und ich dein dich liebender Mann. Für die Zukunft lasse ich mir sicherlich noch etwas einfallen damit wir ungestört unsere Liebe leben können." Das war eine gewaltige Ansage von Titus gewesen. Und deshalb küsste er sie zärtlich auf ihren wunderschönen Mund. Er nahm sie an den Schultern und sank mit ihr gemeinsam nach hinten auf das einladende Bett. Er begann sich und auch Coira zu entkleiden und als sie wie Gott sie schuf beieinander lagen begann er sie zärtlich mit viel Liebe im Gesicht und an den Schulten zu streicheln. Er beugte sich zu ihr runter und berührte mit seinen Lippen zärtlich ihren Hals und ließ seine Lippen weiter kreisen zu ihren wundervollen Brüsten. Diese liebkostete er mit einer Intensität bevor er begann die geliebte Frau weiter zu erkunden. Die Leidenschaft übermannte die beiden Liebenden und sie gaben sie ihren Sehnsüchten und Leidenschaften hin. Als sie miteinander die siebte Wolke der Glückseligkeit erreichten fühlten sie sich eins verbunden bis in die Ewigkeit. Wenn Sterne explodieren und die Galaxy sich in einem ausbreitet, dann gibt es außer Liebe nichts mehr was wirklich zählt. Kein Sklave, kein Domine, sondern nur noch das einzige Gefühl das zwei Seelen miteinander verband.

  • Titus schien Verständnis, denn er liebte diese keltische Frau über alles. Auch wenn sie ein Sklavin war, die Liebe kannte keine Grenzen zwischen Arm und Reich, Patriziat und Sklaverei. Das merkte man in dieser Situation. Es gab nichts reineres und unschuldigeres als die Liebe.


    Der zweite Kuss war umso leidenschaftlicher zwischen den beiden. Coira spürte die Intensität des Kusses und erwiderte diesen. All die Gefühle des Zorn und des Hasses waren verschwunden, Titus hatte es geschafft, Coira all die Wut und Angst zu nehmen. Während ihr sie liebkoste und entkleidete fuhr sie ihm durch sein schwarzes Haar und streichelte es. Es war ein Zeichen, dass sich die Keltin wohlfühlte.


    Als es zum Liebesakt kam, war Coira umso glücklicher. Sie küsste ihren Titus mit Leidenschaft. Nachdem sich einander geschmiegt und sich verienigt hatten, lagen sie nur mit einer Decke bekleidet, nebeneinander, Coira hatte ihren Kopf auf Titus Brust gelegt und streichelte mit einer Hand über seinen Bauchnabel.


    "Ich hoffe ich bereite dir keine Schwierigkeiten wegen unserer Liebe." Sprach Coira und sah Titus tief in die Augen.

  • Es war eine wunderschöne Erfahrung für Titus gewesen als er sich mit dem geliebten Wesen vereinen konnte. Und wie es schien hatte auch Coira dieselben tiefen Empfindungen erlebt wie er selber. Erschöpft aber glücklich lagen die beiden zusammen im zerwühlten Bett und Titus roch Coiras erregenden Körpergeruch, es roch wie ein besonderes Parfüm und er spürte wie sie mit ihrem Kopf an seiner Brust es sich gemütlich gemacht hatte. Gleichzeitig strich sie mit ihrer Hand über seinen Bauchnabel was ihn ungemein erregte. Es kribbelte auf seiner Haut. Als dann Coira ihn wegen Schwierigkeiten mit ihrer Liebe ansprach musste der Aurelier laut auflachen. "Ha, ha, ha, meine Liebste du musst dir darüber absolut keine Gedanken machen. Was wir hier tun oder lassen geht nur uns etwas an. Wir beide sind nur wichtig sonst nichts anderes." Nun das stimmte nur bedingt, denn für Titus war auch seine Karriere wichtig um die Gens voranzubringen. Doch das wollte er seiner Geliebten noch nicht erzählen, da er selber noch nicht genau wusste wie es mit ihnen beiden weiter gehen würde. Er wollte unbedingt in den Senatorenstand erhoben werden und er wollte auch mit Coira zusammen sein. Es war ihm auch bewusst, dass er Coira als Sklavin nicht halten konnte, wenn er die Karriereleiter aufsteigen würde. Da musste er sich noch etwas überlegen, vermutlich sollte er Coira aus dem Sklavenstand entlassen oder so. Aber darüber nachzudenken war ihm jetzt zu mühsam, außerdem wusste er noch nicht wirklich ob sie beide tatsächlich zusammenpassen würden. Der Sex war toll gewesen und die Gefühle füreinander waren gewaltig, doch langte das alles aus für eine tiefe familiäre Bindung. Was die Patrizier über ihn und eine Sklavin dachten war ihm herzlich gleichgültig, selbst die Kaiser hatten herausragende Sklaven besessen die nicht nur das Bett teilten, sondern auch interne Berater mit teilweise gehöriger Portion an Macht darstellten. Doch jetzt zählte einfach nur die Frau an seiner Seite und so zog er sie zu sich um in ihre wunderschönen Augen sehen zu können. Er hauchte ihr einen Kuss auf beide Augenlider und meinte: "Du bist für mich etwas besonderes und ich liebe dich wie ich noch nie jemanden geliebt habe. Ich möchte das wir beide uns noch viel intensiver kennenlernen damit wir wirklich Mann und Frau mit einem Herzen und einer Stimme sein können. Wir werden in unserer Beziehung noch Höhen und Tiefen kennenlernen müssen, doch gemeinsam überstehen wir alles. Denn du bis ich und ich bin du!"


    Die Erregung übermannte den Aurelier wieder und so begann er Coira an ihren geheimsten Stellen zu liebkosen um sie beide wieder zu einem gemeinsamen Erlebnis des Verschmelzens zu bringen. Die Bediensteten des Hauses hatten schnell begriffen ws sich hier abspielte und ließ0en ihren Herren und seine kleine Sklavin allein ihrem Vergnügen nachkommen. Ihre Lustschreie und das übliche Prozedere bei einem Liebesakt konnte man im ganzen Haus hören doch sie hatten schon ganz andere Dinge in diesem Haus miterlebt. Einige freuten sich für den jungen Herrn, denn wie es schien war er jetzt ausgeglichener durch die kleine Sklavin die ihn anscheinend gehörig herannahm. Hauptsache er war zufrieden und sie hatten ihre Ruhe im Haus und konnten so weiterleben wie bisher.

  • Titus beruhigte Coira in dieser Hinsicht, sie sollte sich keine Sorgen machen. Ihre Liebe würde nur sie beide etwas angehen und niemand anderen. Das beruhigte die zierliche Keltin ungemein, denn sie liebte diesen römischen Patrizier über alles. "Liebe" eine Wort das Coira aus ihrem Dorf nur von ihrer Familie kannte, denn sie hatte zwar einige Erfahrungen in der Sexualität gesammelt, aber es war nie Liebe im Spiel. Manchmal musste sich Coira auch gegen Männer verteidigen, die sie einfach so nehmen wollten, und es mehr auf ihre körperliche Nuancen abgesehen hatten.


    Mit Titus war das was ganz anderes. Hier spürte man das Kribbeln, die Liebe, alles was zu einem glücklichen Paar dazugehörte, ohne wenn und aber. Wie es in der Zukunft mit den beiden Liebenden war offen. Denn Titus war ein aufstrebender Patrizier der in den Senatorenstand wollte, aber die Beziehung zum Coira war ihm ebenso wichtig. Das merkte man an seinem Liebesbekenntnis.


    "Du auch Titus, du bist etwas besonderes für mich und ich werde an deiner Seite egal was kommen möge!" Antwortete Coira ihrem Gefährten verliebt und leidenschaftlich.


    Als Titus sie wieder liebkoste und sich an schmiegte, stöhnte Coira freudvoll. Die Küsse der beide wurden während des zweiten Aktes umso intensiver. Der jungen Keltin schien es egal zu sein, ob sie jemand hörte oder nicht, sie war glücklich mit ihrem römischen Gefährten. Der Höhepunkt war dieses mal intensiver doch Coira fühlte sich nach diesem glücklich wie nie zuvor.


    Sie legte ihr Kopf wieder auf Brust.


    "Ich liebe dich über alles Titus! Wenn ich dir Kinder gebären sollte, werden sie durch unsere Liebe sicherlich stark sein."

  • Titus hatte eine wundervolle Zeit hinter sich, er lag mit seiner geliebten Frau zusammen und genoss das Nichtstun. So könnte er die ganze Zeit liegen und mit Coira neckische Spielchen machen. Doch es wurde langsam Zeit, dass er sich wieder auf das Alltagsleben konzentrierte. So löste er sich vorsichtig von Coira und erhob sich um sich kurz anzuziehen und en ausgiebiges Bad zu nehmen. "Meine Liebste ich muss dich jetzt leider verlassen und mich der Welt widmen. Schlafe noch ein bisschen und erhole ich dich. Ich besuche dich später wieder und wir können uns ausgiebig unterhalten." Der Aurelier zog die Frau zu sich und gab ihr einen innigen Kuss wobei er zärtlich über die Haare strich. Kraftvoll schritt er aus dem Gemach und hinterließ eine Leere in sich, denn er war ja ohne Coira.

  • Coira war ein wenig traurig, dass Titus sich aus dem Bett erhob und sich in den Alltag stürzte. Aber sie verstand dass ihr Gefährten sich seinen Pflichtenw idmen musste.


    "Ich freue mich darauf" Sagte Coira nachdem sie den Kuss von Titus leidenschaftlich erwidert hatte. Coira versuchte sich ein wenig zu erholen ehe sie aufstand und sich ein wenig um ihren Tagesablauf kümmerte.

  • So war es mittlerweile Nachmittag geworden und Titus hatte sich von seinen Studien in der Bibliothek erhoben. Dann kam noch das tägliche Kampftraining mit Selina und Massad dazu, bei dem er wirklich hart herangenommen worden war. Schweißüberströmt machte er sich auf den Weg zum Gemach der liebreizenden Coira. Er fühlte sich trotz des harten Trainings erholt und gekräftigt und wollte seine geliebte Sklavin wiedersehen. Es zog ihmn fast magisch zu dieser wundervollen Frau hin. Als er eintrat sah er wie sie ihre Haare kämmte und einige Sklavinnen sie herrichteten. Sie sah wie eine Göttin der Liebe aus, mit den jetzt hochgesteckten Haaren und einem wundervollen himmelblauen Kleid, passend zu ihren Augen, das ihre Reize nur notdürftigst bedeckte. Und als sie sich dann erhob sah sie ganz wie eine stolze patrizische Römerin aus und nicht mehr wie ein Sklavenmädchen vom Rande des Imperiums. Kleider machen Leute hieß es doch umgangssprachlich und daran schien etwas wahres dran zu sein. Titus konnte nur dastehen und seiner Geliebten zusehen wie sehr sie sich verändert hatte. Wie sehr er sie liebte spürte er tief in seinem Herzen und konnte einfach nicht aufhören sie zu betrachten.

    Titus wollte nicht länger warten und scheuchte die Sklavinnen mit den Worten weg: "Jetzt ist es aber genug, lasst eure Herrin in Ruhe sie ist jetzt schöner wie der Sonnenschein."

    Die Sklavinnen schauten nur kurz überrascht auf als er von ihrer Herrin sprach, doch nun war es klar, dass Coira zwar eine Sklavin war doch für alle anderen Bediensteten im Haus war sie die Herrin sprich hatte den offiziellen Rang einer Konkubine erhalten. Manche der Frauen schauten wütend auf das Mädchen, wenn sie gewusst hätten das man so schnell Konkubine wird beim jungen Herrn hätten sich auch freiwillig die Beine gespreizt. Das war dann dieser nichtsnutzige EGO-Trip von einigen die meinten sie könnten es mit Coira aufnehmen. Doch war jetzt klar das sich im ganzen Anwesen herumsprach, dass Coira ab jetzt die Konkubine und Herrin über das Haus war, solange keine anderen Patrizier hier wohnen würden.

  • Coira hatte am Morgen ein wenig geschlafen und sich erholt. Der frühe Morgen war wundervoll verlaufen, ihr Geliebter hatte sich sorgenvoll um sie gekümmert und sie liebte Titus über alles. Das Gefühl des Hasses war völlig verschwunden. Sie wollte Titus eine gute Frau sein und ihn unterstützen in guten wie in schlechten Tagen. Das mochte kitschig klingen, aber Coira hat extremes Glück hatte mit ihrem Schicksal. Ihr Besitzer wurde zu dem Mann denn sie über alles liebte, solche Liebesgeschichten gab es nicht oft, aber sie passierten ab und zu. Und wenn dies Fall, so wurden diese Beziehungen umso glücklicher.


    Coira stand auf und blieb erstmal eine Weile auf dem Bett sitzen, dann lief schaute sich ihre Gemächer genauer an und setzte sich wieder an das kleine Becken und tauchte ihre Füsse in das kalte Wasser. Es fühlte sich gut und natürlich an. Coira hatte dies schon als kleines Kind geliebt. Später schrieb sie wenig an einem Tagebuch, sie wollte Erlebnisse in Rom genau festhalten, um die Erinnerungen nicht zu vergessen.


    Am Nachmittag eilten einige Sklavinnen in ihr Gemach und herzurichten. Ihre Haare wurden hochgesteckt und sie wurde in wunderschönes, himmelblaues Kleid gehüllt, während die Sklavinnen sich weiter um sie kümmerte, schaute sich im Spiegel an und kämmte sich die Haare.


    Es dauerte auch nicht lange und ihr Geliebter trat ein und verscheuchte die Sklavinnen mit doch eher speziellen Worten weg.


    "Seit wann ist es Sklavin die Herrin anderer Sklaven?" Meinte Coira selbstironisch und musste kichern. Dann ging sie auf ihren Traummann zu und küsste diesen. Er hatte sich wohl sportlich betätigt, und obwohl er verschwitzt, sah er sehr fesch aus.


    "Und wie war dein Übungskampf?" Fragte Coira mit einem bezaubernden Lächeln, nachdem sie ihrem Mann einen innigen Kuss gegeben hatte.

  • Für Titus war es wieder eine unheimlich schöne Erfahrung in Gemach seiner Frau zu sein. Und er hatte jetzt vorerst Coiras Stellung im Gesindebereich klar vorhergehoben. Coira war jetzt offiziell die Konkubine des Titus Aurelius Romanus und somit hervorgehoben unter allen Sklaven und Bediensteten. Sie hatte somit die Herrschaft über das Haus solange kein anderer patrizischer Verwandter oder Verwandte anwesend waren. Und sicherlich würde es mit der einen oder anderen der Sklavinnen noch Ärger geben, denn es waren doch einige eifersüchtig auf die vorhergehobene Stellung einer neuen Sklavin. Doch damit musste sich Coira auseinandersetzten und sich selber Gehör verschaffen. Nur so konnte sie für sich ihre Stellung festigen. Und sollte sich ihr Status eines Tages noch weiter ändern, war es jetzt gut Nägel mit Köpfen im Vorfeld zu machen. Dann war alles geklärt und sie hatte dann mehr Zeit für Titus.


    Als Coira sich dann dem Aurelier zuwandte und ihm einen Kuss auf seinen verschwitzten Mund gab waren alle Trübsal und Erschöpfung von Titus abgefallen. Er war wieder glücklich mit der Frau die er so sehr liebte. Es erregte ihn ungemein, wenn diese wunderschöne Frau so nah an ihn gepresst war. Schön war es auch zu sehen, dass sie sich nichts daraus machte ob er verschwitzt war oder nicht, da kamen ihre aalten Lebenserfahrungen wieder zum Tragen. Und sie machte sich auch noch über seine Äußerung hinsichtlich ihrer Person lustig, indem sie anmerkte, dass eine Sklavin kaum die Herrin über andere Sklaven sein könnte. Doch natürlich hatte sie verstanden, dass sie selbst als Sklavin eine herausragende Position als Konkubine einnahm. Sie konnte im Haushalt sogar über Leben und Tod entscheiden, doch war sich Titus ziemlich sicher, dass sie diese Macht nicht willkürlich nutzen würde. Dafür hatte sie zu viel Leid während ihrer Versklavung erlebt. Sie würde eine sehr menschliche Herrin im Anwesen werden und die Bediensteten fair behandeln. Davon ging der Aurelier tatsächlich aus. Macht selbst im kleinsten Bereich korrumpiert, doch Coira traute er die Stärke zu sich über solche Dinge hinwegzusetzen. Er hatte bereits großes Vertrauen in seine Frau gefasst und liebte sie abgöttisch.


    Das Coira ihrem Titus zugetan war erkannte man auch daran, dass sie nachfragte hinsichtlich seines Trainings. Es zeugte davon das sie auch andere Punkte in ihrer Übersicht behielt und nicht nur die angenehmen gemeinsamen Stunden. So hauchte Titus seiner Geliebten einen innigen Kuss auf ihre wunderschönen roten Lippen und konnte sich gar nicht von diesen lösen. Doch schließlich antwortete er auf ihre Anmerkung: „Meine herrliche Göttin mehr geht es gut, ich hatte zwar ein hartes Training, doch indem ich deine Liebe bei mir trage kann ich alles mit einer Leichtigkeit bestehen. Dieses Kampftraining muss durchgezogen werden, wenn ich es irgendwann einmal zu einem Kommando schaffen sollte. Nur dadurch bleibe ich am Leben und kann für die Gens und für mich Ruhm erlangen.“ Über die Schiene des militärischen Kommandos ließ sich im Imperium relativ zügig eine niedrige Machtbasis erschaffen. Es hieß ein eigenes Netzwerk aufzubauen, dass einen bei der Karriere unterstützte und voranbrachte.


    „Meine Liebste ich möchte viel mehr über dich erfahren. Wo genau hast du gelebt, wie hast du gelebt und was hast du für Erfahrungen in deiner Heimat gemacht? Sind deine Eltern noch am Leben oder ist ihnen was Schlimmes zugestoßen? Ich könnte mir vorstellen, dass du im Vergleich zu Rom relativ einfach aber natürlich und gesund gelebt hast. Und wie genau hast du unsere Sprache gelernt? Ich weiß das du Schreckliches erlebt hast und noch traumatisiert sein musst, daher bitte ich dich mir alles so zu erklären das ich verstehe und dir vielleicht helfen kann. Du kannst ruhig auch über die Römer schimpfen das macht mir nichts aus, denn ich fühle eher wie ein Grieche als wie ein Römer. Wenn wir zusammen unser Leben aufbauen wollen müssen wir alles voneinander wissen und uns gegenseitig vertrauen können.“ Titus hatte so intensiv auf seine Frau eingesprochen damit sie verstand, dass sie nur so eine gemeinsame Zukunft hätten. Und ja er wollte ihren Schmerz teilen, damit sie sah das er es mit ihr Ernst meinte. Und ihm war auch klar, dass es jetzt weinige Tränen geben würde bei dem lieblichen Wesen in seinen Armen. Liebe ist auch den Schmerz des Partners mitzufühlen und ihm aufrichtige Liebe zu schenken. „Coira ich liebe dich über alles, ich habe noch nie so in meinem Leben empfunden wie du dir. Du bist mein Leben mein Glücksstern der mich durch die Finsternis leitet.“ Leise sprach Titus seiner geliebten Frau ins Ohr damit nur sie verstehen konnte was er ihr mitteilen wollte.

  • Coira wusste wie sehr es wichtig war ihrem inneren Kompass zu folgen. Sie würde ihre Stellung als Herrin, als Domina nichts ausnutzen, dazu war sie zu sehr von ihren Erfahrungen. Auch ihr Lehrer Galeo, hatte ihr dies vermittelt, durch Beispiele aus seinem christlichen Glauben. und der Philosophie der Stoik, wie er es nannte, daher würde Coira versuchen ihre Stellung nicht auszunutzen. Aber sie wusste auch, dass sich behaupten musste, doch Coira gab nicht viel auf den Neid und den Hass, dass hatte sie schon sehr früh lernen müssen.


    Der Kuss ihres Mannes, wirkte umso inniger und romantischer. Es war klar, dass die beiden nichts trennen würde, denn sie waren ein absolutes Traumpaar, der römsiche Patrizier und die keltische Rosenprinzessin, wenn man es denn schon nennen wollte. Der verschwitzte Zustand ihres Mannes machte ihr nichts aus, denn als sie noch Dorf lebte, war es normal nach der Feldarbeit, der Jagd oder auch der körperlichen Ertüchtigung, verschwitzt zu sein, wenn es im Sommer heiss wurde sprang man in einen Weiher oder einen nah gelegenen Fluss um sich abzukühlen.


    "Du wirst sicher ein grossartiger Kommandant sein" Sprach Coira verliebt und lächelnd zu Titus. Sich war sich der Ambitionen ihres Mann bewusst, doch sie wusste auch wie feinfühlig und liebenswürdig er sein konnte.


    Dann begann ein anderes Kapitel. Titus wollte einiges über Coira wissen. Er wusste wahrscheinlich, dass sie viel Unrecht erlitten hatte, aber Coira war eine starke Frau, die einiges wegstecken konnte. Sie hauchte kurz aus bevor sie begann.


    "Wie ich dir ja schon erzählt habe, bin ich einem Dorf unweit der Grenze zur Provinz Britannien aufgewachsen. Als Tochter eines Jägers und einer Weberin, ich war das zweite von 7 Kindern. Ich und meine Geschwister wurden auf die Entbehrungen des Leben vorbereitet wir wussten wie es hart es sein würde, mein Vater erinnerte uns immer daran, wenn er von Jagd nach Hause kam." Sie legte eine kure Pause ein.


    "Als Kind sammelte ich gerne Beeren und war aber auch von den Wundern der Natur fasziniert, Meine Leidenschaft fürs Schwimmen habe ich damals entwickelt." Coira schmunzelte.


    "Als ich zehn Jahre alt war, verlor ich meine Mutter an einer Krankheit, es war mein erstes Trauriges Erlebnis, und das erste und wahrscheinlich einzige Mal, das ich so geschluchzt habe. Es braucht den Entbehrungen ins Auge zu sehen, der Trauer. Es war eine wichtige Lektion für mein Leben." Das Leben im hohen Norden war nicht immer das romantische Ideal, ab und zu waren die Entbehrungen riesig.


    "Ich lernte mich zu wehren, auch die gegen jungen Männer, die glaubten sie seinen besser als eine junges Mädchen oder eine junge Frau." Coira lachte dabei.


    "Ich gewann im Ringkampf gegen einige Grossmäuler und als Geste meines Triumphs, mussten die jungen Männer meine Füsse küssen, jeden einzelne Winkel davon, ich war damals schon ein gerissen, aber ich habe gezeigt, dass es eine Frau durchaus mit Kerlen aufnehmen, egal was für Angeber sie sind." Die Erinnerungen waren immer wieder belustigend.


    "Einige unserer Dorfältesten konnten sprachen Latein, ich weiss nicht wie, aber sie konnten es. Davon habe ich ein wenig aufgeschnappt. Aber so richtig erlernt habe ich diese erst als Galeo, mein Lehrer, als Gefangener und Sklave in unser Dorf kam. Er kümmerte sich liebevoll ums uns, denn war schon ein wenig alt und hatte Kinder die schon in die weite Welt gezogen waren. Galeo brachte mir alles bei, die lateinische und auch die griechische Sprache, aber auch das Lesen und Schreiben. Er war der erster Römer, der von unserem für seine Art und Mentalität respektiert wurde und dem wir alle vertrauten. Er erzählte uns, dass seine Schüler ihn klangheimlich den "Griechen" nannten. wegen seinem Geburtsort und seiner Denkweise." Wieder legte Coira eine kurze Pause ein und schaute Titus an.


    "Galeo erzählte uns auch, wie er zum Christengott gefunden hatte, dessen Botschaft ihn faszinierte und vom er uns erzählte. Ich war nie eine Person die sehr stark an die Götter geglaubt hat, aber Die Botschaft die Galeao uns mitgab, es war keine Bekehrungsversuche, aber ich empfand diese Botschaft als sehr hoffnungsvoll". Der Magister hatte der jungen Keltin einiges beigebracht.


    "Tja so lebten wir bis zum Tag der Sklavenjagd friedlich zusammen" Coiras Lächeln wurde zum einem melancholischen Schmunzeln, der Tag der Jagd wahr wahrlich kein guter gewesen. "Die Legionäre tauchten aus dem nichts auf und trafen uns unvorbereitet. Wir wurden wie Wildschweine umhergejagt, jene die sich wehrten, wurden nicht verschont. Die Legionäre ritten auf die Bewohner zu fingen mit Netzen und schleiften sie auf dem Boden umher, anderen knüppelten sie nieder um sie zu versklaven, wieder andere flohen in Wald, um der Hand der Legionäre zu entgehen, Sie sprangen über kleinen Vorsprung ins Wasser des Weihers, da sie dachten, die Legionäre würden sie nicht, doch die Soldaten holten sich einem nach dem anderen." Noch kamen keine Tränen.


    "Ich bin den Soldaten einige Male entwischt, doch sie fingen mich, als ich in eine Grube fiel die ausgehoben hatten. Ich versuchte noch herauszuklettern, doch ein Netz wurde über mich geworfen und ich wurde niedergeknüppelt, ich kam mir nur noch erinnern, dass sie mich an den Handgelenken fesselten und auf ein Pferd waren. Als ich aufwachte war ich in einem Käfigwagen angekettet, mit anderer Bewohner meines Dorfes, was aus meiner Familie passiert ist, weiss ich leider nicht." Coira merkte wie ihr linkes Auge feucht wurde.


    "Naja ich verspürte Hass auf Legionäre und das was sie repräsentierten, nämlich das Imperium. Ich konnte nicht mehr klar denken in den Moment, auch wenn ich meine Gefühle verbarg, um nicht schwach zu wirken. In einigen Ortschaften wurden wir als Wilde und Barbaren verspottet, die Tierfelle die an unseren Leibern hingen, taten ihr übriges." Coira wischte sich eine Träne weg.


    "Tja und dann sind wir bei diesem Schwein von einem Sklavenhändler gelandet. Hätte ich keine Ketten gehabt, hätte ich ihm eine Lektion erteilt. Er hat mich betatscht und abgeleckt, als wollte er mich an Ort und Stelle vergewaltigen. Aber er warf mich nur zu Boden und nahm ein 14-Jähriges Mädchen zu sich, er riss sie an den Haaren und schleppte sie einen Raum wo er sie schändete." Nun liegen eine Tränen die Wange herunter.


    "Sie hatte es geschafft sich zu befreien, aber er rannte ihr nach und er richtete sie grausam zu. Sie blutete und konnte sich nicht mehr rühren, dann warf er sie den Hundezwinger zerfleischt wurde...." Coira musste eine Pause einlegen um durchzuatmen.


    "In diesem Moment kannte mein Hass auf Rom keine Grenze. Und wärst du nicht aufgetaucht, wäre die nächste gewesen."


    Coira sah ihren Mann in die Augen. "Ich liebe dich Titus, egal was kommen möge, deine Präsenz erhellt die Finsternis, die unsere Welt oft umgibt."

  • Titus zog seine Liebst zu sich heran, denn sie tat ihm leid da sie so vieles bereits durchmachen musste. Rom und sein Wirtschaftssystem waren grausam und gnadenlos, alles Lebende musste sich unterordnen unter den Willen der Eliten und des Kaisers. Wie sehr mussten die besetzten Regionen und ihre Bewohner Rom wirklich hassen? Und erst recht die Völker die an den römischen Grenzen wohnten. Sie erlitten fürchterliche Einschnitte in ihr Leben zugunsten von Wenigen. Und Titus als Patrizier gehörte auf irgendeine Art und Weise auch zu diesem erbarmungslosen System. Der Aurelier war zutiefst betroffen vom Schicksal seiner Konkubine, seiner geliebten Frau, die als freier Mensch friedlich gelebt hatte und von seinem Volk in die Sklaverei gerissen worden war. Für Titus war klar, dass er Coira, die er wirklich über alles liebte, für immer bei sich lassen wollte in guten wie in schlechten Zeiten. Sie sollte im Laufe der Zeit frei leben können und sich entscheiden ob sie wieder in die Freiheit zurückkehren wollte ohne ihren Sklavenrang. Der Aurelier nahm sich vor Coira als Sklavin in die Freiheit zu entlassen, falls das für sie überhaupt noch ging. Er liebte dieses wundervolle Wesen aus tiefstem Herzen und würde sogar auf sie verzichten damit sie ihre Freiheit wiederbekommen könnte. Sie war ihm so wichtig wie noch nie ein anderer Mensch seit er einsam in der Gens lebte. Für das engelsgleiche Wesen, seine wunderschöne Coira, würde er alles wagen damit sie eine glückliche und vielleicht gemeinsame Zukunft haben könnten.


    Er nahm Coira in die Arme, setzte sie sich auf den Schoß und küsste ihren Tränen weg. Zärtlich hauchte er ihr einen Kuss auf ihre roten Lippen, während er ihr tief in die Augen schaute. „Coira ich liebe dich über alles, du bist ein ganz besonderer Mensch für mich und ich möchte dich glücklich wissen. Ich bin zwar einer dieser Römer doch ich habe noch nie in meinem Leben einen Menschen versklavt oder ihm böses angetan, wenn er es nicht verdient hatte. Du bist mein Sonnenschein der in mein ödes Leben das Licht hereingebracht hat und alles zum Strahlen bringen konnte.“ Titus stotterte als er weitersprach, so sehr lähmte ihn das was er Coira jetzt vorschlagen würde: „Coira höre bitte genau zu was ich dir jetzt sage. Wenn du wirklich wieder frei sein willst dann entlasse ich dich aus dem Sklavenstand und lasse dich deiner Wege ziehen. Du bekommst genug Geld um irgendwo ein geruhsames Leben führen zu können. Wenn du aber bei mir bleiben möchtest dann verspreche ich dir, dass ich dich von ganzem Herzen ehren werde und dich zu meiner offiziellen Frau machen werde. Unsere Kinder sollen als freie Menschen, Römer, aufwachsen. Ich verspreche dir, dass sie nicht als Sklaven geboren werden.“ Titus liebte Coira so sehr das er sogar auf ihre Anwesenheit verzichtet würde um sie glücklich zu sehen. Wieder musste er seine wunderschöne Frau küssen, während er sie zärtlich streichelte. Die Liebe des Aureliers war so grenzenlos für diese Frau, die aus dem Sklavenstand kam, dass er für sie alles tun würde um sie glücklich zu sehen. Ihr Schicksal hatte ihn so sehr berührt, dass er verzweifelt war ob ihrer Situation.


    Titus selber setzte nun an über sich selbst zu sprechen: „Coira, obwohl ich als Patrizier geboren wurde habe ich ebenfalls Entbehrungen erleben müssen. Meine Brüder und ich waren die Söhne einer Zweitfrau eines Aureliers und lebten in Latium auf einem abgeschiedenen Landgut. Der Mann der mein Vater war, kam nur ab und an zu uns und meine Mutter musste mit uns Knaben alleine zurechtkommen. Meine Brüder liebte sie über alles, doch ich war das schwarze Schaf der Familie und wurde von allen nur gemobbt. Warum weiß ich bis heute nicht. Was aber eine Tatsache war, waren die Streiche meiner Brüder unter denen ich erheblich leiden musste. Ich habe meine ganze Familie abgrundtief gehasst und bin froh darüber, dass sie aus meinem Leben entschwunden sind. Meine Freiheit hatte ich bekommen als ich nach Athen zum Studieren durfte. Das war meine Rettung vor dieser permanenten Unterdrückung und dieser verhassten Familie.“ Titus Gesicht verzerrte sich vor Hass auf diese unsägliche Familie, so dass Coira sehen konnte welche Dämonen ihren geliebten Titus jagten.

  • Zwei Schicksale und doch vereinte sie so vieles. Titus nahm Coira in den Arm. Es tat ihm wohl leid wie viel seine Frau bereits durchgemacht hatte. Das Imperium war ein zweischneidiges Schwert, aber es ermöglichte auch solche Geschichten wie die von Coira und Titus.


    Die Küsse gegen ihre Tränen und der intensive Kuss er beiden liess Coira wieder Mut fassen, sie wusste dass sie nicht allein war. Und als Titus zu ihr sprach, eröffneten sich der Keltin ganz neue Möglichkeiten. Titus meinte, dass wenn Coira wirklich frei seine wollte, er sie freilassen würde und ihr genug finanzielle Mittel zur Verfügung stellte, damit sie ein geruhsames Leben führen könnte aber er würde sie offiziell ehelichen und ihre Kinder würden als freie Römer geboren. Coira dachte nach ob sie das erste Angebot anhemen sollte, doch sie liebte diesen zu Mann zu sehr, und sie wollte mit ihm eine Familie begründen.


    Als Titus von seiner Geschichte und seiner Familie erzählte, merkte Coira, wie sein Hass wuchs, die inneren Dämonen die ihn jagten. Sie merkte wie sehr Titus einen Menschen brauchte der ihn Verstand, und dieser Mensch war sie.


    Coira strich ihm durch die Haare und gab ihrem Mann einen Kuss, dann nahm sie seine Hand. "Ich liebe dich Titus und ich wünsche mir nichts sehnlicher als bei dir zu bleiben. Wir werden das beide gemeinsam durchstehen, auch wenn du mich freilässt möchte ich bei dir bleiben und dich als deine Frau unterstützen. Unsere Kinder sollen die Liebe ihrer für spüren und das werden sie sicher auch." Sie streichelte sein Haar nochmal und schaute ihm tief in die Augen.

  • Die Reaktion Coiras auf das Geständnis Titus tat diesem gut. Es war die richtige Entscheidung gewesen diese Sklavin an sich zu binden und ihr den Weg zurück in die Freiheit zu ermöglichen. Der Aurelier spürte die Liebe aber auch die Fürsorge dieses herrlichen Wesens für ihn und dies tat seiner verletzten Seele gut. Er spürte eine so große Zärtlichkeit für diese Frau in sich die so gewaltig war wie er es noch nie empfunden hatte. Sein Lehrer und Vertrauter Sokrates hatte ihm einmal über die Seelenverwandten erzählt die sich manchmal im Leben fanden und bei denen die gemeinsame Reise durch das Leben so intensiv und wunderschön war. Diese Erfahrung machten aber nur sehr wenige Menschen. Anscheinend war es aber zwischen Titus und Coira tatsächlich so, dass sie hier zwei zueinander gehörende Wesen getroffen hatten.


    Aus tiefstem Herzen sagte daher der Aurelier zu seinem Schatz: „Coira ich liebe dich so unglaublich mit meiner ganzen Seele, du bist mein Stern am Firmament ich kann ohne dich nicht mehr leben. Wie konnte ich nur die ganze Zeit leben ohne eine so tiefe Liebe zu erfahren. Du bist die Frau meiner Träume, nein das bist du nicht, du bist die Frau meiner Wirklichkeit und bin dir so dankbar das es dich an meiner Seite gibt.“ Titus wollte am liebsten vor Freude Sprünge machen und sich wie ein kleiner Junge freuen und glücklich sein. In nur wenigen Tagen hatten sich zwei Menschen gefunden für die Ewigkeit.


    Titus war nahe an seiner Geliebten und konnte ihren betörenden Duft riechen. Die Haare leuchteten im Schein der Sonne und Coiras Haut war samtig weich. Und ihre streichelnden Hände beruhigten den Aurelier so unglaublich, dieses Gefühl war so intensiv, dass ihn eine überwältigende Ruhe überkam. Titus war sich sicher, dass er jetzt alles Erreichen konnte was er wollte mit der geliebten Frau an seiner Seite. Liebe, Leidenschaft aber auch das gemeinsame Verstehen des Partners war die entscheidenden Voraussetzungen für eine glückliche Partnerschaft. So fragte sich der Aurelier was seine Frau wohl von seinen Plänen hielt über die militärische Schiene in Richtung des Senatorenstandes zu schielen. „Liebste ich muss dich einmal etwas fragen, wie würdest du vorgehen, wenn du Karriere als Patrizier machen möchtest? Ich hatte mir überlegt über das Militär meine Karriere zu starten und dort auf mich aufmerksam zu machen. Ich dachte mir, wenn ich solide Arbeit abliefere kann ich auch mir dadurch einen grundlegenden Ruf machen um mich so für weitere Aufgaben zu positionieren. Mein Ziel ist es in den Senatorenrang aufzusteigen.“ Titus zweifelte immer wieder an seinen Plänen und war unsicher wie er vorgehen sollte. Bisher hatte er noch nicht den passenden Unterstützer gefunden der seine Karriere in Bewegung bringen konnte. Er hatte zwar eine Tour durch die Villen gemacht und sich bei allen möglichen und unmöglichen Senatoren beworben, doch bisher war alles eher liebenswürdige Gleichgültigkeit gewesen. Vielleicht konnte seine große Liebe ihm dahingehend einen Ratschlag geben.

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