Officium Conducendi - Rekrutierungsbüro der Cohortes Urbanae

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    Decimus Patrobius Proximus


    Der Offizier nahm die Tabula entgegen und schmunzelte.


    "Eines Tages kann das gut möglich sein. Aber vorerst wirst du dich wohl deiner Grundausbildung widmen müssen. Also Willkommen bei den Cohortes Urbanae! Dein erster Befehl lautet zum Fahnenheiligtum zu gehen, um dort deinen Eid zu schwören. Anschließend kannst du gleich zur Materialausgabe gehen. Du wirst der XII. Cohors unter Tribunus Iulius Dives zugeteilt. Melde dich danach in deren Unterkünften. Wegtreten Tiro!"


    Er nickte dem jungen Mann aufmunternd zu.

  • Agrippa ging gemessenen Schrittes Richtung des Rekrutierungsbüros und betrat es wie immer mit der Arroganz seines senatorischen Familienhintergrundes. An einen Soldaten der sich im Raum befand wandte er sich mit folgenden Worten:
    Guter Mann ich Aulus Helvetius Agrippa möchte mich erkundigen welche Voraussetzungen man braucht um in dieser Einheit aufgenommen zu werden? Dabei hob er mit gekonntem Mienenspiel eine seiner Augenbrauen leicht nach oben. Das hatte er früher gesehen, wenn er dem einen oder anderen Senator zugesehen hatte und dieser sich bei einem Gespräch überlegen zeigen wollte.

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    Decimus Patrobius Proximus


    Der Reakrutierungsoffizier saß gerade an seinem Schreibtisch und kritzelte etwas auf eine der dort zahlreich liegenden Tabulae. Da wurde er plötzlich ohne Gruß oder sonstige Vorwarnung angesprochen. Erschrecken tat sich der Optio dabei natürlich nicht. Aber etwas unhöflich fand er es schon. Also kritzelte er erst das Begonnene noch zu Ende, bevor er anschließend auf- und seinen Gegenüber anblickte.
    "Salve!", grüßte er dann selbst ohne Vorwarnung etwas intensiver und eindringlicher, ohne jedoch dabei zu brüllen. "Welche Voraussetzungen bringst du denn mit, Junge?", antwortete er dem Helvetier dann ganz bequem mit einer Gegenfrage. "Dann kann ich dir im Gegenzug sagen, ob das zur Aufnahme bei den Cohortes Urbanae reicht oder nicht." Ein bisschen sollte der junge Mann nämlich schon leiden dafür, dass er hier so grußlos einfach hereingeschneit war, bevor Proximus die gegenwärtige Situation schließlich auflösen würde.

  • Salve grüsste nun auch Agrippa freundlich, aber immer noch abgehoben. Nun ich bin der Sohn von Numerius Helvetianus Novatus. Bin 18 jahre alt und habe eine erlesene Schulung erhalten. Selbstverständlich beherrsche ich Griechich in Wort und Schrift. Was wollte der gute Mann denn eigentlich von ihm wissen. So ein Unsinn, dass er nicht so ein Dummbeutel von Bauer war dürfte seinem Gegenüber doch wohl klar sein. Vom Wissen und Können dürfte er hier wohl die meisten überragen. Und der Name seines Vaters dürfte wohl alles sagen. Schließlich war man eine eigene Kaste. Ach immer dieser Pöbel, schrecklich sich mit solchen Menschen auseinandersetzen zu müssen.


    Sim-Off:

    Freut euch des Lebens das Bürschen hat einen dermaßen an der Klatsche

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    Decimus Patrobius Proximus


    Und tatsächlich sagte der Name des Vaters dem Rekrutierungsoffizier... rein gar nichts. Denn was die absolute Elite im Imperium anbelangte, die Senatoren, da kannte er maximal die wichtigsten paar Senatorenfamilien, zu denen vielleicht ein Senator Helvetius Geminus samt Nachkommen so mehr oder minder gehörte - denn schon bei diesen Nachkommen, die allesamt (bislang) keine Senatoren waren, hörte die Namenskenntnis des Offiziers auf. Andere Helvetier oder Helvetianer aber brachte er mit diesem höchsten Stand nicht in Verbindung. - Damit blieb natürlich noch der zweite elitäre Stand, der Ritterstand, aus welchem man von den Helvetii den einstigen Praefectus Praetorio Helvetius Falco sicherlich kennen musste. Und obgleich hier nun die Helvetier sicher durchaus noch den einen oder anderen weiteren Ritter in ihrer Verwandschaft vorzuweisen hatten, tendierte das Wissen des Optio diesbezüglich gegen nichts (eine Null kannte der Römer schließlich nicht).


    "Schön.", stellte der Offizier letztlich also wenig beeindruckt fest. "Dann will ich mal nicht so sein. Was ein Mann braucht, um ein Urbanicianus zu sein, sind zu allererst einmal Freiheit, Gesundheit und Ehelosigkeit, die nicht zu verwechseln ist mit Ehrlosigkeit. Denn im Gegenteil schließen begangene Straftaten genauso wie überhaupt jede ehrlose Tätigkeit kategorisch vom Dienst in jedweder militärischen Einheit aus." Darüber war nicht zu verhandeln, denn so stand es sogar festgeschrieben im Gesetz. "Ferner setzt der Dienst bei den Urbaniciani voraus, dass du im Besitz des vollen römischen Bürgerrechts bist und dazu bereit bist, dich für die nächsten 20 Jahre dem Exercitus Romanus zu verpflichten. Du musst bereit sein, Roma zu dienen, für Roma zu kämpfen gegen äußere wie innere Feinde, gegen fremdländische Heere und Barbaren genauso wie gegen Diebesgesindel und jedwedes Räuberpack. Und du musst im Zweifelsfall gar dein Leben geben wollen für die Größe, die Pracht und den Glanz von Roma." Ja, man merkte wohl recht schnell, dass hier ein wahrer Vollbluturbanicianus saß und seinen Dienst tat.
    "Bist du zu all dem bereit, willst ein Leben als ehrhafter römischer Soldat führen in Gehorsam, Disziplin, Training und Drill, dann kannst du diese Wachstafel hier an dich nehmen und dich damit auf den Weg ins Valetudinarium begeben." Mit diesen Worten streckte Proximus dem Helvetius eine Tabula entgegen, die der wiederum nehmen konnte oder eben auch nicht. "Aber auch das ist letztlich noch nicht alles. Denn was erwartet dich im Valetudinarium? Dort erwartet jeden, der zu den Cohortes Urbanae möchte, zunächst eine gründliche Musterung. Danach erst wirst du bei ausreichenden Leistungen aufgenommen dein militärisches Tirocinium hier zu absolvieren, ohne ungenehmigten Ausgang, ohne irgendwelche Gelage, nur mit hartem Training!" Der Optio lehnte sich leicht nach vorn zu seinem Gegenüber. "Erst wenn du das alles überstanden und durchgestanden hast, kannst du dich mit Fug und Recht einen wahren Urbanicianus nennen; ein Mitglied in einer der Eliteeinheiten des Reichs." So sah es aus.



    Tauglichkeitsprüfung von Aulus Helvetius Agrippa.


    Alter:


    Vorerkrankungen:


    Körperlicher Zustand:


    Gehör:


    Augen:


    Sonstiges:


  • Mit einem mehr als mulmigen Gefühl folgte Frugi der Wegbeschreibung des Urbaners an der Porta. Er konnte sich nicht damit anfreunden in Zukunft mit solchen muffeligen Kerlen sein Leben zu verbringen. Wer konnte schon im voraus wissen welch sonderbaren Typen er hier begegnen würde. Trotzdem, es war wie ein innerer Zwang, er respektierte und befolgte den Wunsch seines Vaters.
    Ah endlich, da stand es doch in großen Buchstaben Officium Conducendi. Frugi war angekommen und öffnete recht zögerlich die Türe zum Officium. Er blieb erst einmal nach dem eintreten stehen und schaute sich um.

  • Sim-Off:

    Ich bediene mich mal eben des bereits etablierten NPCs, hoffe das passt so. ;)


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    Decimus Patrobius Proximus


    Der diensthabende Optio hörte wie sich die Tür öffnete, während er gerade mit seinen Schreibarbeiten beschäftigt war. Als er von der eingetretenen Person zunächst nichts zu hören bekam, sah er auf, um den Neuankömmling für einen Augenblick zu mustern.
    "Salve. Dein Name? Weshalb bist du hier?", fragte er ihn dann gerade heraus.

  • Natürlich hatte Frugi gesehen, dass da wer war und schrieb, trotzdem wäre fast zusammengezuckt als die etwas lautere Stimme ihn ansprach. „Salve, mein Name ist Titus Octavius Frugi, man sagte mir an der Porta hier könnte ich mich für die Cohortes Urbanae anmelden.“ Betont leise sprach er, damit wollte er klarstellen, sein Gehör wäre in Ordnung man brauche ihn nicht anzuschreien.

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    Decimus Patrobius Proximus


    "Da hast du richtig gehört", kommentierte der Optio leicht amüsiert. Der Junge würde sich wohl noch an den Umgangston in der Castra gewöhnen müssen, denn selbst wenn ihn nicht jeder anbrüllte, ins Ohr flüstern würden ihm hier genauso die wenigsten, erst reicht nicht der Ausbilder. "Als erstes werden wir aber sehen müssen, ob du überhaupt zu was taugst. Titus Octavius Frugi also..."
    Er trug den Namen des jungen Mannes in die Tabula ein, die er diesem im Anschluss reichte.
    "Melde dich damit im Valetudinarium und komm im Anschluss wieder her", erklärte er abschließend.


    Tauglichkeitsprüfung von Titus Octavius Frugi.



    Alter:


    Vorerkrankungen:


    Körperlicher Zustand:


    Gehör:


    Augen:


    Sonstiges:


  • „Wie taugen? Ich bin doch kein Taugenichts“. Spontan war
    Frugi dies rausgerutscht. Fast erschrocken schaute er den Soldaten an. Natürlich hatte er seine körperliche Verfassung gemeint und nicht seinen Charakter. „In Ordnung zum Valetudinarium und dann wieder hier melden“, antwortete er mit einem Blick auf die Tabula.

  • Im Rekrutierungsbüro angekommen meinte Frugi: “So da bin ich wieder und wie es aussieht, war die Untersuchung kein Hindernis für meine Aufnahme”. Er reichte die Tabula dem Optio.



    Tauglichkeitsprüfung von Titus Octavius Frugi.


    Alter: 19


    Vorerkrankungen: keine nennenswerten


    Körperlicher Zustand: gut


    Gehör: gut


    Augen: gut


    Sonstiges:


  • Fast schon ungläubig starrte der Octavier den Offizier an und murmelte ein etwas enttäuschtes: “Danke”. Dabei wirbelten seine Gedanken herum. Wie das ist es jetzt gewesen? Keiner da der nachfragt ob ich es wirklich will. Keiner der meint, willst du es dir nicht noch einmal genau überlegen? Bedenke du wirst für lange Zeit weg gesperrt. Du wirst deine Träume und Wünsche nicht ausleben können, du wirst an deinem Eid gebunden sein.
    Liebend gerne wäre er nun rausgerannt, nicht nur aus diesem Büro, aus der Castra sondern gleich aus Rom. Dabei stand ihm aber der letzte Wille, der Wunsch seines Vaters im Weg, jenem Mann den er gar nicht kennen gelernt hatte.
    Langsam drehte er sich um und ging zum Fahnenheiligtum.

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    Decimus Patrobius Proximus


    "Soso... ein angehender Rekrut also, was? Wenn man dich im Valetudinarium für tauglich hält jedenfalls", redete der Offizier vor sich hin, während er eine der Tabulae hervorholte, die bei der Prüfung der Tauglichkeit verwendet wurden, und den Namen des Germanicus eintrug. "Dann hoffen wir doch, dass das was wird mit dir. Die Cohortes Urbanae können immer neue Leute gebrauchen, die bereit sind, sich für das Wohl unserer Stadt einzusetzen ..." ... oder die einfach nichts besseres mit sich anzufangen wussten. Das Ergebnis war schlussendlich dasselbe.
    Mit einem Lächeln reichte er dem Germanicus die Tabula.
    "Nimm das hier mit und melde dich im Valetudinarium zur Untersuchung."



    Tauglichkeitsprüfung von Nero Germanicus Ferox.


    Alter:


    Vorerkrankungen:


    Körperlicher Zustand:


    Gehör:


    Augen:


    Sonstiges:


  • Ferox dankte mit einem Nicken und nahm die Tafel entgegen. Er schenkte den Buchstaben nur einen flüchtigen Blick, dann verabschiedete er sich und verschwand zum Krankenhaus.

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