• Ein mit einem kleinen Schultersack beladener junger Mann näherte sich dem Hafen. Hier wimmelte es nur so von Menschen, die entweder von einem Schiff kamen oder auf eines hinauf wollten. Die Miene des Mannes war undeutbar, seine Blicke jedoch waren suchend. Sich zwischen den vielen Menschenhindernisse hindurchdrängend, wurde er schließlich fündig, änderte die Richtung ganz und gar und erreichte einen anderen Mann, offensichtlich Sklave.


    Mit immer noch schwer deutbarem Gesichtsausdruck lächelte Maximian, als er endlich bei Verus angekommen war.


    "Da bist du ja. Herrliches Wetter, nicht? Da wird die Überfahrt ja geradezu langweilig werden. "


    Mit dieser Feststellung überblickte Maximian wieder die vielen Menschen. Wie sollte er eine bestimmte Person erkennen, wenn es doch so viele waren?
    Er hatte nicht sehr gut geschlafen. Zuerst einmal war ihm das Einschlafen schwergefallen, nachdem er sich erfolgreich ins Haus geschlichen hatte. Immerzu musste er an Julia denken und an das, was sie gesagt hatte. Schließlich war er über den Kopfschmerzbereitenden Sorgen um sie doch noch eingeschlafen, doch hatte er dadurch keine Ruhe. Seine Träume waren wirr. Er sah Pferde, Julias Gesicht, ein Schiff, einen Sturm, Raubtiere, die aus Büschen hervosprungen, einen Krug voll Wein. Immer und immer wieder, bis er irgendwann in den frühen Morgenstunden aufgestanden war.


    Es war also noch recht zeitig und das Schiff würde mit seinem Auslauf noch ein wenig warten. Maximians Blicke kehrten zu Verus zurück. Sollte ausgerechnet der Sklave seines Vaters den Abschied von Julia miterleben? Würde er eventuell eher die Gelegenheit haben, mit Meridius über Julia zu sprechen? Und wenn ja, warum sollte er? Sogesehen konnte es Max also egal sein, ob Verus alles mitbekam oder nicht.


    "Ist das Gepäck schon an Bord unseres Schiffes?"

  • Ich hatte mich schon früh hierherbegeben. Kaum, dass ich wach war hatte ich mich gewaschen und angekleidet. Direkt auf den Weg hierher hatte ich mich gemacht, auch wenn ich wusste Maximian würde noch lange nicht da sein. Ich schlenderte nahe des Schiffes herum, doch ich bekam Hunger und machte mich auf in eine Garküche um ein wenig zu essen.


    Als ich wieder herauskam und in Richtung Schiff ging, da sah ich ihn. Mein Herz hämmerte gegen die Brust und all die Gefühle vom gestrigen Abend erwachten. Sie hatten mit meinem Körper geschlafen und waren nun aus dem Traume erwacht, um in den nächsten überzugehen.


    Doch Maximian war nicht allein und das stimmte mich ein wenig nervös. Ich hatte meine Haare offen und sie fielen mir lang über die Schultern. Ebenso hatte ich heute elegante Kleidung an und langsam. unsicheren Schrittes ging ich auf Maximian zu. Hoffte, er würde mich ins Auge fassen, denn ich hatte Angst.

  • Mit schweifenden, suchenden Blicken hatte Maximian die Menschenmenge beobachtet, die sich an ihm und Verus vorbeidrängte, als ihm eine Person auffiel. Sie ging langsam und kam irekt auf ihn zu. Sie bog nicht nach rechts oder links, sie näherte sich. Das musste Julia sein!


    Und sie war es auch. Sie sah nur ein wenig anders aus als am letzten Abend, weshalb Maximian sie nicht gleich ausgemacht hatte. Sie war wunderschön. Gibt es eine Steigerung von wunderschön?


    Seine Augen verhakten sich mit ihren und schließlich, als Julia schon beinahe bei ihm angekommen war, ging er ein paar Schritte ihr entgegen. Plötzlich war es wieder ganz egal, wer sie sehen könnte. Vor ihm stand Julia, das war das Wichtigste.


    Er umarmte Julia, drückte sie fest an sich, wie er es zuletzt zum Abschied getan hatte. Er wollte sie spüren, er wollte sie riechen. Es war gerade so, als hätten sie sich schon Jahre nicht mehr gesehen, dabei war gerade eine Nacht veragangen. Nicht mehr. Aber manchmal wurde seöbst eine einzige Nacht zur Ewigkeit.
    Mit einem glücklichen und erleichterten (offensichtlich war sie wohlbehalten nach Hause gelangt) Lächeln schob Maximian sanft die Frau in seinen Armen von sich, strich ihr mit der Hand über die Wange und gab ihr einen Kuss. In seiner Brust pochte das Herz, als würde es für zwei schlagen müssen. Bei genauerer Betrachtung tat es das vielleicht auch.


    "Endlich. Kein Auge habe ich zugetan, sehnte ich mir diesen Moment herbei, seitdem du gestern davongeritten bist."


    Dann verdunkelte sich sein Gesicht einen Moment lang.


    "Viel Zeit bleibt nun nicht mehr. Aber genug. Genug...


    Gleich noch einmal Schloss Maximian Julia in seine Arme. Das Schiff würde schon bald ablegen, es würde nicht warten.

  • Ich war froh als er mich in sein Blickfeld gefasst hatte und ging schneller auf ihn zu, als er mir entgegen kam. Ich lächelte, strahlte. Mein Blick war Tränenverhangen, doch völlig gleich war es mir. Ich war nur froh, ihn wieder zu sehen, ob ich die Trennung verkraften würde? Endlich....


    Endlich lag ich in seinen Armen, ich presste meinen Kopf gegen seine Brust, noch immer bemüht, dass keine einzige Träne meine Augen verlassen würde. Und es verließ keine Träne meine Augen, ich streichelte mit meiner Hand seinen Rücken, hielt ihn fest in meinen Armen.


    Ich habe dich auch so sehr vermisst, hab nur an dich gedcht, jeden wachen Moment und mein Herz hat nie geschlafen. Und...


    Ich schwieg. Ich wollte ihn nicht mit meinen Gedanken belasten. Gestern bin ich ihm weggelaufen und heute würde er mir davonsegeln. Ich hätte die Nacht bei ihm bleiben sollen, es wäre bestimmt schön geworden. Wir hätten bestimmt viel Spaß gehabt und wir wären beide mit einem glücklichen Lächeln eingeschlafen. Maximian schien sehr müde,


    Bald würde er mich hier allein stehen lassen, es würde ihm schwer fallen. Doch er würde ein Mann sein und stark der Zukunft entgegenblicken, wie ich hoffte. Er würde gegen Zweifel und Trauer ankämpfen, ebenso wie ich. Aucgh ich würde alle Zweifel in meinem Herzen schon im Keim ersticken und ich würde sein Gesicht stets in meinem Herzen haben, immer seinen Duft in der Nase.

    Ich... Wir werden uns ganz bestimmt schon bald wiedersehen und dann wird so schnell wie jetzt kein Abschied kommen. Stets werden uns Abschiede bevorstehen, doch wir müssen auch jedes Mal stark sein, ja Liebster? Ich...


    vermisse dich jetzt schon, doch das wollte ich nicht sagen. Für mich wie für ihn würde es schon schwer genug werden. Es würde sein, als wenn ich auf dem Schlachtfeld stünde und mir jemand das Schwert in die Brust hieb. Dies würde jedoch kein Tod sein, sondern ich würde weiter leben. Wie Prometheus, der mir da so prompt einfiel.

  • Maximian legte das Kinn an Julias Kopf, während sie sich an ihn lehnte. Es war ein schönes Gefühl, eines, dass er vermissen würde. Aber was nutzte es, wenn man sich jede der Einzelheiten jetzt schon in den Kopf rief, die man später ohnehin noch genug vermissen konnte. Jetzt war es ja noch nicht so weit.


    Er nickte leicht. Verhielt sich ein schweres Seufzen, aber den hilflosen Dackelblick konnte er nicht zurückhalten.


    "Sorg' dich nicht. Ich werde es schon überstehen und verlange von dir das Selbe. Geh' zurück zu deinen Brüdern - sie erwarten dich sicherlich."


    Im Hintergrund konnte Maximian schon Verus Drängeln wahrnehmen. Unfreiwillig löste er die Umarmung und folgte dem Sklaven, der auf das Schiff zusteuerte, um an Bord zu gehen. Julia hielt Max fest im Arm. Das ging alles so schnell.


    Da fiel ihm etwas ein. Max nahm sich den Sack von der Schulter und wühlte einen Moment. Schließlich zog er einen kleinen Stein hervor, betrachtete den einen Moment lang und reichte ihn dann Julia in die Hand.


    "Der stammt aus Valentia, dem Dorf, in dem ich aufgewachen bin. Er ist nicht kostbar, nichts besonderes, aber... ich trug ihn seither bei mir und möchte, dass du ihn nun hast. Siehst du seine besondere Form? Man könnte einen Vogel darin sehen."


    Ein undefinierbares Lächeln lag auf Max' Gesicht, während sie nun schon beim Schiff angekommen waren.

  • Beinahe betroffen sah ich nun auf den Stein und sah Maximians Gesicht. Ich umschloss den Stein in meiner Faust und musste lächeln. Hilflos sah ich Max an.


    Ich.... Ich habe leider nichts besonders was ich dir geben könnte, ich habe nichts bei mir. Ich kann dir nur das Versprechen geben, dass ich gut auf ihn achten werde und dir sobald es möglich ist Briefe schreibe.


    Ich sah zu ihm auf, er wirkte ebenso hilflos wie ich. Wir konnten beide nicht gut mit dieser Situation umgehen. Das beruhigte mich, denn immer gewisser wurde für mich wie ernst diese Liebe doch war. Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und küsste ihn, auch mein Schiff war in einigen Stunden auslaufbereit. Zum Glück, denn allein hier zu sein würde ich nicht aushalten.


    Ja, ich werde auch heute noch zu meinen Brüdern und nach Confluentes aufbrechen. Doch du solltest dich beeilen, sonst fährt dein Schiff noch ohne dich. Ich... maximian...


    Nun trat doch eine Träne in meine Augen und ihr hinunterlaufen konnte ich nicht zurückhalten. Und doch lächelte ich stark zu ihm auf und doch ließ ich der Welle von Gefühlen freien Lauf.


    Maximian, eines kann ich dir mit auf den Weg geben, nämlich meine uneingeschränkte Liebe. Ich werde immerzu an dich denken, dein Lächeln ist in mein Herz eingeschweisst. Ich freue mich auf unser Wiedersehen so sehr...


    Die letzten Worte hauchte ich mehr alsdass ich sie sprach, denn sie fielen mir schwer, unsaglich schwer. Wir würden uns wiedersehen - doch wann?

  • Max sah die Träne, sah ihr nach, wie sie ihren Weg über Julias Wange suchte. Und als sie die letzten Worte mehr gehaucht als gesagt hatte, beugte er sich zu ihr und küsste die Träne weg.


    Da hörte er auch schon Verus' eindringliches Bitten hinter sich.


    "Je bitterer der Abschied, desto freudiger das Wiedersehen. Ich kann es schon jetzt nicht mehr erwarten, Liebste. Pass gut auf dich auf."


    Max atmete einmal tief ein, während seine Augen zwischen denen Julias hin und hersprangen. Sie waren braun und er versuchte sich jede Einzelheit von ihnen zu merken. Die Nase, den Mund.
    Dann lehnte er sich vor und legte seine Lippen auf ihre. Es war ein zarter Kuss, ein zerbrechlicher, mit geschlossenen Augen und zittzigen Knien.


    "Wenn die Liebe so schmerzen kann, wie sehr muss sie dann auch gut tun? Auf dass wir es bald herausfinden."


    Mit den Worten musste Maximian sich schließlich der Zeit und dem Schiff und Verus geschlagen geben und sich von Julia lösen. Sie waren die letzten, die das Schiff bestiegen, doch ehe Max den zweiten Fuß auf das Schiff setzte, drehte er sich noch einmal zu Julia herum und seine Lippen formten die Worte: "Ich liebe dich".


    Dann verschwand er auf dem Schiff, das auch gleich ablegte. Einige augenblicke spoäter erschien sein Kopf an der Reling. Seine Blicke waren starr auf Julia gerichtet, als würden sie allein versuchen gegen die Bewegung des Schiffes anzukämpfen. Seine Hände ruhten ohnmächtig auf dem Holz, das ihn langsam aber sicher davontrug.


    Julia wurde am Ufer kleiner und kleiner, bis sie nicht mehr als ein Punkt war. Unbewegt hatte Max an der Rehling verharrt und starrte auch jetzt immer noch in die Richtung, in die sein Herz wollte und nicht konnte.

  • Meine Lippen bebten, ich kämpfte mit mir, dass ich nicht noch mehr weinen musste. Ich nickte nur bei seinen Worten, ich wollte nichts mehr sagen. Was hätte ich auch noch sagen sollen bei diesem Abschied der mein Herz in die Ferne riss? Nun würde ich im Geiste wieder allein sein, unverstanden und allein auf dieser Welt.


    Ich beobachtete seine Füße wie sie den Geliebten fort trugen, doch plötzlich blieben sie stehen und ich sah Maximian wie er zu mir sah. Mein Herz begann zu klopfen und unweigerlich musste ich lächeln, lächeln und an seine Worte denken. So bitte wie dieser Abschied war so süß musste das Wiedersehen sein. Es würde das süßeste werden was ich kannte. Leise flüsterte ich, als er sich umdehte:

    Leb wohl, mein Abendstern, mein Liebster.


    Und schon war er aus meinem Blick entschwunden, es stach wie tausend Messer. Am vorigen Abend war es mit der Voraussicht auf heute zu ertragen gewesen, doch jetzt wusste ich nicht, wann ich ihn wiedersehen würde. Mein Herz wurde klamm vor Kälte bei dem Gedanken, ob ich ihn überhaupt je wiedersehen würde.


    Ich hörte lautes Knarzen und alls wurde am Schiff startklar gemacht, Taue gelöst. Für Maximian würde es nun in die Heimat gehen. Der Glückliche. Er war immer daheim, entweder bei seiner Familie oder in meinem Herzen. Ich wollte mich umdrehen, wollte weglaufen weil ich diesen Abschied nicht ertrug. Doch mein Herz hielt mich hier, ließ mich nicht fliehen.


    Da schon begann das Schiff sich fortzubewegen und ich sah auf die leichte Spur die es hinter sich herzog. Als ich wieder aufblickte sah ich Maximians Gesicht. Es war auch voller Trauer, doch dieses Mal beruhigte es mich nicht. Vielmehr riss dieser Blick mein Herz entzwei und ich streckte meinen Arm unweigerlich aus, um nach ihm zu greifen. Mir war nicht bewusst, wieviel Aufsehen diese Geste der Verzweiflung erregte, doch selbst wenn ich es gewusst hätte, es wäre mir gleich gewesen.


    Ich sah nur wie sich mein Liebster von mir entfernte, ich konnte nicht mehr hinterher, konnte nichts unternehmen um ihn aufzuhalten, um ihm zu folgen. Sein Haar flatterte im Wind und seine Augen waren auf mich gerichtet. Eine leichte Bö erfasste mein Haar und ließ es leicht wehen, ich wünschte nun umsomehr neben ihm stehen zu können. So gerne wollte ich doch einmal Hispania sein. Ein warmer Fluss machte sich spürbar. Er wurde durch die frische Brise kalt.


    Kalt wie ich nun werden würde, kalt, unerfüllt und leer. Ich hob meinen ausgestreckten Arme zum Abschied und winkte, denn er war schon soweit weg, dass ich ihn nicht mehr klar erkennen konnte. Es tat so weh. Hoffentlich würden wir uns wiedersehen. Hoffentlich würden wir uns bald wiedersehen.


    Ich wartete bis das Schiff nicht mehr zu erkennen war und noch länger. Ich wartete solange bis mich jemand an der Schulter berührte und fragte, ob alles in Ordnung sein. Mit einem Nicken und neuen Tränen nickte ich und rannte nach Hause.

  • Am Hafen angekommen war ich erstaunt über die vielen Schiffe die hier eingelaufen waren. Wir machten uns somit auf die Suche nach einem Schiff welches nach Hispania segeln würde.


    Wir gingen an den Stegen entlang und hatten nach einiger Fragerei sogar Glück. Ein kleines Schiff mit dem Namen MarsII sollte uns mitnehmen.


    "Ja mein Schiff fährt nach Spanien. Ihr könnt gerne mitkommen. Allerdings kann ich nicht mit großem Komfort dienen. Immerhin transportiere ich nomralerweiße nur Waren. Aber Betten für 4 Personen kann ich gerade noch auftreiben. Was führt euch denn in dieses schöne Land?"


    "Das freut mich zu hören! Der Grund unserer Reise braucht euch nicht näher zu interessieren. Hier habt ihr 20 Sesterzen. Ich denke das müsste reichen!"


    Ich nahm das Geld aus meinem Beutel und reichte es dem Kapitän des kleinen Schiffes. Er nahm es mit funkelten Augen an.


    "Ich danke euch meine Herren. Euer Ziel und Grund ist mir vollkommen gleich. Ich laufe morgen bei Sonnenaufgang aus. Seit also pünktlich wenn ihr mitwollt!"


    "Unsere Pünktlichkeit steht außer Frage. Wenn du jedoch früher als ausgemacht mit unseren 20Sz verschwindest solltest du hoffen das ich dich nicht finde! Wir sehen uns morgen früh Kapitän!" ........

  • Am nächsten Morgen wanderte ich mit Callidus und Toxis wieder zum Hafen. Brav hatte der Kapitän auf uns gewartet.


    Hatte es mir auch nicht anders gedacht!


    Zum gleichen Zeitpunkt kam auch Pollux auf den Hafen.


    "Guten Morgen! Es freut mich das du hier bist!"


    Ich ging aufs Schiff und bezog mein Bett. Anschließend ging ich an Deck und betrachtete das Meer.


    Die Reise konnte los gehen.......

  • in bepackter Wagen erreicht den Hafen von Ostia.


    Callidus und Conctor packen eiligst etliche kleine und große Kisten, Körbe und Bündel vom Wagen runter und verladen diese auf das Schiff. Einem sehr aufmerksamen Beobachter fällt auf, daß beide Männer Rüstungen tragen und unter den Umhängen bewaffnet zu sein scheinen.


    Nachdem das Gepäck an Bord ist, fährt der Wagen mit dem Kutscher wieder zurück nach Rom. Callidus stellt sich an die Rehling und wartet auf Pollux.


    Aufgrund seiner Gestalt ist er leicht in der Menge auszumachen. Na ja, der beladene Karren mit den großen Kesseln und den vielen Vogelkäfigen tat ein Übriges.

  • Pollux kommt schwer atmend und verschwitzt am Schiff an. Er scheint am Ende seiner Kräfte zu sein.


    (Keuchend): “Ich bin am Ende. Ich sterbe! Zuerst die ganze Plackerei um heimlich den Karren zu beladen, ohne daß mein Weib etwas davon merken durfte. Und zuvor mußte ich noch einen Trinkkumpan mit meiner letzten Amphore bestechen, daß er mit seinem Wagen mitkommt. Leider war er dann so betrunken, daß er beim Beladen nicht mehr helfen konnte. War das eine Arbeit meine Kochausrüstung, die persönlichen Kleinigkeiten, meine Prachthähne und meine kleinen Kinderchen einzupacken und noch rechtzeitig hierher zu kommen.”


    Toxis, Conctor, Spartacus und Firmus Callidus, sowie der Kapitän starren auf den voll bepackten Wagen auf dem sich riesige Töpfe, Pfannen, Geschirr, Kochlöffel, Säcke mit Gewürzen, Kisten, Ballen, weitere Säcke, 20 Vogelkäfige mit mindestens ebensovielen Hähnen und ein großer Holzverschlag stapeln. Letzterer offensichtlich auch mit lebender Fracht.


    “Wir werden sinken, wenn wir das alles einladen. Und es war von 4 Passagieren die Rede. Ihr seid 4 und der Kerl da zählt noch mal für 2!” stammelt der Kapitän.


    “Ohne das Notwendigste werde ich nicht mitsegeln. Beim Teutates!” grummelt Pollux und stemmt die Arme in die Hüften.


    “Kleine Kinderchen? Verdammt von Kindern war nie die Rede?” Callidus schaut sich verwirrt um.


    “Meine Kinderchen kommen auf jeden Fall mit nach Hispania. Die sind ohnehin schon total verstört von der ewigen Schreierei meines Weibes.” Pollux geht zu Wagen und öffnet den Holzverschlag.
    “Nero! Crassus! Stupidus! Cassandra! Hera! Auf an Bord!” 5 ausgewachsene römische Kampfhunde springen aus der Kiste, laufen schnüffelnd um den Wagen und kommen dann an Bord.


    Conctor winkt einige Matrosen heran und beginnt mit dem Ausladen, damit die Reise endlich losgehen kann. Callidus zückt seine Geldbörse und beginnt mit dem Kapitän neu zu verhandeln.


    Pollux der Gallier kommt an Bord und ermahnt die Matrosen ja vorsichtig mit den Kampfhähnen zu sein.


    Callidus stöhnt auf und meint zu Spartacus. "Jetzt sind wir auf den Hund gekommen."

  • Hoffentlich werde ich nicht auch noch seekrank, bei meinem Glück..., dachte ich, als ich vor meinem Transportmittel in meine neue Heimat stand. Wer hätte gedacht, dass es so große Schiffe gab. Gut, ich hatte noch nie ein Schiff, dass die Meere befährt gesehen, aber ich war doch beeindruckt.


    Ich warf einen letzten Blick auf die Hafenstadt Roms, ehe ich mich an Bord begab und einige Zeit später immer näher ans Ziel meiner Reise gebracht wurde...

  • Das Schiff lief in den Hafen ein und machte an einem Pier fest. Ich hielt Ausschau nach einem Trupp Praetorianer, in der Hoffnung, dass sie von unserem Eintreffen erfahren hatten. Die "Fracht" befand sich bereits wieder in ihrem Fass und würde keinen Ärger machen können. Meine Männer waren in Position und bereit, die Übergabe durchzuziehen. Ich ging als erster von Bord. Noch hatte ich die Praetorianer nicht ausgemacht.



    Unruhig ging ich auf und ab.

  • Corvus schaute sich im Getümmel des Hafens um. Nicht weit entfernt erblickte er ein Schiff, dass wohl gerade eingelaufen war und dessen Ladung gelöscht wurde. Davor standen ein paar Männer untätig und scheinbar wartend auf der Pier. In ihrer Mitte entdeckte er ein Fass.


    Er machte den beiden Miles, die ihn begleiteten, ein Zeichen und sie marschierten zu der Gruppe.
    “Salve! Ich bin der Trecenarius Decius Germanicus Corvus. Ist das die Fracht die mir angekündigt wurde?”
    Er zeigte auf das Fass und konnte nur mit Mühe ein Schmunzeln unterdrücken.

  • Ich nickte dem Praetorianer zu.


    "So ist es, Trecenarius. ER befindet sich in dem Fass gefesselt und geknebelt. Wir dachten, es wäre besser, wenn wir kein Aufsehen erregen. Er hätte sicher jede Situation zu nutzen versucht um entweder die Bevölkerung unruhig zu machen, oder aber Gegegenwehr in welcher Form auch immer zu leisten. Ich selbst, wurde mehrmals von ihm angegangen.


    ER gehört jetzt Dir. Du kannst mit ihm machen, was Du willst!"

  • Man hat mich versucht zu kaufen um zu schweigen. Ich gab dem Prätorianer den Beutel mit dem Geld.
    Aus Gehorsam habe ich auf meinem Schiff geschehen lassen, daß man ihn in ein Faß steckt. Aber mit diesem Verbrechen haben ich oder meine Mannschaft ansonsten nichts zu tun. Das hat einzig dieser Regionarius zu verantworten.
    sagte ich auf das Faß zeigend und war froh aus dieser Geschichte wieder herauszukommen.

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