Valetudinarium - Lazarett

  • Der Medicus legte sein Ohr auf den Rücken des Sergieres und meinte nur knapp:
    "Einmal tief einatmen! ... Und wieder ausatmen"


    während des Atmungsvorgangs horchte er angspannt und unterließ soagr das für ihn typische Gequassel.

  • Ja, das war Pius ziemlich lieb, dass der Medicus sich nun erst einmal seinem Rücken zuwandte und ihn dort abhorchte. Wie gefordert, atmete Pius langsam und tief ein und aus. Ein bisschen verwirrte es ihn aber, dass der Medicus jetzt auf einmal so stumm blieb. Er hatte doch nicht etwa irgendwas Ungewöhnliches an der Atmung des Sergiers entdeckt? Aber das konnte eigentlich auch nicht sein, schließlich war Pius doch durchtrainiert und ein wahrer Modell-Athlet, wie geschaffen für die Legion. :D

  • "Sehr schön, sehr schön! Kannst dich wieder ankleiden." meinte der medicus.


    "Atmung und Fitness in Ordnung, Größe messen wir gar nicht erst, bist eindeutig groß genug."
    während er redete kritzelte er die tabula voll, dann meinte er:


    "Dann müssen wir nur noch deine Sehfähigkeit testen, ließ bitte die Tafel dort hinten vor."
    und er weiß auf eine Tafel, die and er Wand hing



    L E GE R E


    P O T E [SIZE=6] S[/SIZE]


    P RO [SIZE=7]B[/SIZE] [SIZE=6]A[/SIZE] [SIZE=5]T[/SIZE] [SIZE=5]E[/SIZE]


    [SIZE=4]G R A T U L A T I O[/SIZE]

  • Als der Medicus sich nach der eingehenden Untersuchung ziemlich lobend über die Fitness seines Probanden äußerte und hoffentlich auch Entsprechendes auf der Tabula notierte, sah sich Pius schon am Ziel. Der für ihn schwierigste Teil des Checks kam allerdings erst, als er anschließend zum Test seiner Sehfähigkeit Wörter von einer Wandtafel vorlesen sollte.


    "Legere." Das war noch einfach. Aber jetzt - eigentlich war Pius sich sicher, dass er das richtig gesehen hatte, ein bisschen Raten war aber auch dabei, als er sagte: "Potes. - Probate." Es stellte sich nun heraus, dass es doch clever gewesen war, mit der Meldung zur Legion nicht noch einige Monate oder sogar Jahre zu warten; ob er das dann noch so gut hätte lesen können? "Gratu...", also, das musste einfach "Gratulatio" heißen. Fragend blickte Pius den Medicus an.

  • "Na, dann Gratulatio! Hier bist du fertig.
    Voll tauglich. Du weißt, wo du jetzt hinmusst?"

    fragte der medicus, während er dem Sergier die tabula wiedergab.
    "Dann vale, und hoffentlich sehen wir uns hier so bald nicht wieder" verabschiedete er sich grinsend

  • Freudestrahlend nahm Pius Lob und Tabula vom Medicus entgegen. Zwar legte auch er keinen besonderen Wert darauf, so schnell schon wieder im Valetudinarium zu landen; wenn es aber doch mal soweit käme, dann könnte es ruhig bei diesem Medicus hier sein, der war nämlich in Ordnung und nicht so oberlehrerhaft wie manche andere seiner Zunft. "Ich danke dir und sage dir auch: Vale! Ich werd' mich dann mal aufmachen zur Rüstkammer."


    So ganz genau wusste Pius zwar nicht, wo die lag, aber er würde schon jemanden finden, der ihm den Weg zeigen würde. So verließ er guten Mutes das Valetudinarium.

  • Auf dem Weg zum valetudinarium verfiel der Decimer ein wenig ins Grübeln. Da man ihn nun bis zu diesem Punkt geschickt hatte, bestanden gute Hoffnungen darauf, frohen Mutes zu sein, allerdings hatte der Optio einige Male diesen kritischen Blick aufgelegt, den Vestinus nie so richtig zu deuten wusste.
    Da er sich der bevorstehenden medizinischen Prüfung allerdings nicht im Zustand permanenten Nachdenkens stellen wollte, schob er diese Gedanken erst einmal beiseite. Er würde schon noch zeitig genug herausfinden, welchen Eindruck er bei wem hinterließ. Spätestens auf dem Exzerzierplatz, da war er sich sicher, würde er merken, wie man mit ihm umsprang.


    Der Weg zum Lazarett gestaltete sich unproblematisch. Der Optio hatte die Richtung so gut beschrieben, dass er es auf Anhieb fand.
    An der Tür angekommen, klopfte er zweimal kurz dagegen und wartete auf die Stimme, die ihm signalisieren würde, wann es ihm einzutreten gestattet war.

  • Heute schob wieder einmal Scissus Dienst im Büro für die Erstaufnahme, der Medicus mit dem breiten Grinsen und dem Schnitt im Ohr, das ihm seinen Rufnamen bescherte. "Reinkommen!" tönte es daher von anderen Seite der Tür und der Medicus war gespannt, ob es sich um einen verletzten Soldaten, einen neuen Rekruten, eine neugierigen Vorgesetzten oder einen überraschenden Besucher handeln würde.

  • Als Vestinus die Aufforderung zum Eintreten vernahm, öffnete er die Tür und schritt ins Innere.
    Das erste, was er erblickte, war ein breit grinsender Mann. Er fragte sich, ob dies wohl der zuständige Medicus war. Eigentlich hatte er einen ältlichen Mann mit ernsten Gesichtszügen erwartet. Dass sich ihm nun ein ganz anderer Anblick bot, nahm er mit Gelassenheit. Ein wenig freute er sich sogar, denn ein Mund, dessen Winkel zu einem Grinsen verzogen waren, erfreute ihn mehr, als der Ausdruck, den Ärzte in der Regel aufwiesen, wenn sie schon vieles und vor allem viel schlimmes erlebt hatten.


    "Salve." grüßte der junge Decimer freundlich. "Ich bin Titus Decimus Vestinus. Man schickte mich vom Rekrutierungsbüro aus hierher, um mich einer Tauglichkeitsprüfung zum Eintritt in die Legion zu unterziehen."

  • "Ah, eine Tauglichkeitsprüfung. Sehr schön", stellte Scissus fest, ohne zu erklären, was er daran so besonders schön fand. "Dann macht du erstmal ein paar Liegestützen, ich schaue dir dabei zu und du erzählst mir dabei, ob du schonmal Krankheiten oder Knochenbrüche hattest." Liegestützen konnte schließlich jeder mehr oder weniger gut, aber dabei zu reden testete die Kondition gleich viel besser.

  • "Sehr schön hat er gesagt." dachte Vestinus. Anscheinend schien sich der Medicus über die Tauglichkeitsprüfung zu freuen. Vielleicht hatte er gern Gesellschaft, vielleicht war er aber auch nur erleichtert, dass kein Schwerverletzter hereingebracht worden war.


    Er begab sich zu Boden und begann mit den ihm befohlenen Liegestützen. Wieviel der Medicus wollte, hatte er nicht gesagt, aber er würde ihn schon stoppen, wenn es genug waren.
    Während er seine ersten 25 Liegestütze vollführte, antwortete er auf die Frage.
    "Knochenbrüche hatte ich noch gar nicht und was ich an Krankheiten hatte, ist wohl eher nicht zu den schlimmen zu zählen - ein paar Mal Schnupfen, vor allem als Kind, ein paar Erkältungen mit nicht allzu hohem Fieber, auch als Kind."
    Nach weiteren 15 Liegestützen fügte er hinzu. "Ansonsten kann ich mich an keine Krankheiten erinnern."


    Da die Frage seiner Ansicht nach beantwortet schien, machte er einfach weiter. Er hatte sogar Freude daran, denn für ihn gab es fast nichts schöneres, als sich so richtig austoben zu können. So ein paar Liegestütze brachten ihn noch lange nicht an die Grenze dessen, was er leisten konnte.

  • "Nicht übel, kannst aufhören", sagte der Medicus und griff zu einer Wachstafel, um eine Notiz zu machen. Dann wandte er sich wieder dem jungen Mann zu. "Zieh' mal deine Tunika aus!" forderte er ihn dann auf und legte danach je eine flache Hand auf Brust und Rücken des Mannes. "Kräftig einatmen und ausatmen, bitte."

  • Von einem Funken Scham begleitet, entkleidete er sich und ließ den Medicus gewähren.
    Während der seine Hände fest auf Rücken und Brust des jungen Mannes gelegt hatte, atmete dieser kräftig und tief ein und aus.


    Jetzt, wo alles still war, bemerkte Vestinus den Geruch, der den Raum durchströmte und der ihm vorher gar nicht richtig aufgefallen war. Es roch ein wenig eigentümlich, ein wenig nach einem Kranken. Er erinnerte sich, dass es so ungefähr in dem Raum roch, in dem sein Vater damals verstorben war.
    Nach einigen Sekunden, kam er zu der Entscheidung, dass das wohl der typische Geruch eines Ortes sein musste, der eng mit Krankheit und Genesung verbunden war.

  • Nach ein paar Atemzügen nahm der Medicus seine Hände wieder weg, wischte sie an einem Leinentuch ab und widmete sich erneut der Wachstafel. "Kräftige Atemzüge, keine Auffälligkeiten. Ich hatte hier im Sommer schon Leute stehen mit so viel Schleim an der falschen Stelle, dass die nicht mal mehr was gerochen haben. Hat man ja eigentlich nur im Winter. Kannst dich wieder anziehen."


    Während sich der junge Mann wieder ankleidete, begab sich Scissus zum anderen Ende des Raumes, wo eine größere Tafel an der Wand angelehnt war. Diese hob er hoch. "Was kannst du hiervon lesen? Falls du überhaupt lesen kannst."



    L E G E R E


    P O T E S


    P RO B [SIZE=7]A[/SIZE] [SIZE=6]T[/SIZE] [SIZE=5]E[/SIZE]


    [SIZE=4]G R A T U L A T I O[/SIZE]

  • Da Vestinus nicht wusste, was er auf diesen Satz antworten sollte, nickte er nur und zog sich wieder an. Er war froh darüber, dass es mit seinem Geruchssinn noch nie Probleme gegeben hatte.


    Bevor er sich daran machte, die Worte auf der Tafel zu identifizieren, reichte er dem medicus die tabula, die er vom Optio ausgehändig bekommen hatte.
    "Das hätte ich fast vergessen. Man sagte mir, ich soll euch dies übergeben. Der Optio hat darauf einige Angaben über mich notiert."


    Dann las er die Worte, die auf der großen Tafel standen. "Legere, Potes, Probate." Beim letzten Wort musste er schon genau hinschauen, doch konnte es schließlich ebenfalls entziffern. "Gratulatio."


    Edit

    Sim-Off:

    Ich werd von jetzt bis zum 14.08. im Urlaub sein. Bitte nicht wundern also, wenn nichts von mir kommt. Das hat dann nicht zu bedeuten, dass das Lesen so anstrengend war, dass ich umgekippt bin. ;)

  • Die Tafel, die ihm gereicht wurde, legte der Medicus erst einmal auf den Tisch, denn auf ihr hatte er nur den abschließenden Befund zu notieren. Aber der neue Rekrut schien wirklich mit keiner Prüfung Probleme zu haben und meisterte auch den Lesetest. "Sehr schön, einwandfrei. Weißt du, viele fragen sich was das soll. Aber ein Legionär muss nunmal gute Augen haben. Stell dir vor, du stehst auf dem Schlachtfeld und siehst dein Feldzeichen plötzlich nicht mehr. Oder du machst Wache und siehst nicht, wie jemand durchs Vorfeld schleicht. Kann alles passieren. Ob du lesen kannst, darauf kommt's gar nicht so sehr an. Scharfe Augen sind viel wichtiger."


    Nach dem einen oder anderen weiteren Test beendete er die Untersuchung und Ggriff zur offiziellen Meldetafel. "Tauglich", stellte er fest während er notierte und reichte sie dem Rekruten zurück. "Du weißt, wo du jetzt hin musst?"

  • Lupercus hatte den Weg zum valetudinarium schnell gefunden. Er trat vor die Tür und schaute sich im Lager kurz um. Dann wischte er sich den Schweiß von der Stirn und erhob dann die Faust um gegen die Tür zu klopfen. Er klopfte ein paar Mal und wartete dann darauf, was passieren würde. In der Zeit machte er sich Gedanken, über das, was er in der Legion alls erleben würde. Außerdem fragte sich Lupercus was ihm bei de Medicus wohl erwarten würde.

  • Heute war wieder sehr viel soll im Lazarett, als ob sich alle Bürger gegen die Medici verschworen haben. Viele Soldaten kamen, um kleiner Verletzungen verarzten zu lassen aber auch neue Rekruten. Der Medicus wolte gerade in ein Leib Brot beißen, als es wieder an der Türe klopfte.


    " Ja doch.... komm herein. "

  • Als Lupercus hereingebeten wurde, öffnete er die Tür und betrat das Gebäude. Als er einen Mann vor sich sah, begrüßte er ihnund trug ihm direkt sein Anliegen vor:"Salve. Mein Name ist Titus Quintilius Lupercus und ich wurde vom Rekrutierungsbüro hier hin verwiesen um mich einer Tauglichkeitsprüfung zu unterziehen." Mit den Worten streckte er dem Medicus direkt die Tabula entgegen und wartete darauf, was er zu sagen hatte. Währenddessen lies er seinen Blick immer wieder kurz durch den Raum gleiten.

  • " Schön schön... "
    sagte der Medicus und biss in sein Brot. Dan nahm er die Tabula entgegen und schaute den Mann an.


    " Na, dann mach mal ein paar Liegestützen.... während du dies machst erzählst du mir mal, ob du irgendwelche Knochenbrüche hattest oder irgendwelche schwerwiegenden Krankheiten mal hattest oder hast. "


    Der Medicus wusste, dass so manch ein Soldat auch mal gerne Epileptische Anfälle verleugnen, damit sie dem Kaiser dienen konnten. Doch natürlich kommt sowas früher oder später sowieso raus.

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