Domus Aeliana - Porta

  • "Sie ist zu Hause. Bitte folge mir!"
    Während er mit dem Gast durch die Casa ging, überlegte er, ob das 'Schwesterherz' eventuell sarkastisch gemeint war. Aber das war eigentlich nicht seine Angelegenheit.

  • Sicanus bemerkte, dass die Praetorianer ihn zu einem privaten Anwesen brachten. Er war sich nicht ganz sicher aber wenn er nicht irrte, dann geleitete man ihn geradewegs zur Domus Aeliana.


    Als einer der Praetorianer an der Porta klopfte, war Sicanus sehr gespannt, welche Fügung des Schicksals würde Zeus wohl dieses Mal für Sicanus bereithalten…

  • Salve, dies ist Cadmus Sicanus, ein Peregrinus. Dein Herr, Aelius Callidus gab die Anweisung ihn hierher zu bringen. Bitte informiere diesen. sagte der Praetorianer zu der Sklavin und lächelte sie dabei ein klein wenig an.

  • Üblicherweise wird Besuch ja ins Haus geführt, doch wenn der Prätorianer schon meinte sie solle ihn holen, macht sie es auch.
    Sie nickte, "Ich hole ihn gleich"
    Ließ die Türe offen und verschwand ins Haus zu Callidus.

  • Sicanus hatte den Wortwechsel zwischen dem Miles und der Sklavin aufmerksam verfolgt.


    Aelius Callidus? Sicanus kam der Name bekannt vor. Aber woher…


    Aber natürlich! – dachte sich Sicanus – Die imperiale Verwaltung!


    Vor einigen Tagen hatte sich Sicanus mit der Verwaltung am Hofe des Imperators in groben Zügen vertraut gemacht. Marcus Aelius Callidus – er war der Procurator a libellis. Sicanus war von dem Miles überrascht. Er war davon ausgegangen, dass der Praetorianer seine Anfrage an den zuständigen Primicerius weitergeleitet hat. Aber an den Procurator a libellis persönlich? Das machte den Miles in den Augen von Sicanus gleich wesentlich sympathischer.


    Äußerlich ließ sich Sicanus jedoch nichts von alledem anmerken. Aufmerksam und ruhig wartete er die weiteren Entwicklungen ab.

  • Von der Sklavin über den Besuch informiert hatte sich der Aelier ins Atrium begeben, wo man üblicherweise Besuch empfing. Alcaeus hingegen war zur porta geschickt worden.


    Folge mir bitte ins Atrium, Cadmus Sicanus, mein Herr, Aelius Callidus, erwartet dich dort bereits.


    So übernahm der Sklave der Aelier den Mann in die Obhut.

    Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

  • Wie immer, wenn Nakthi oder Fhina beschäftigt waren, öffnete Alcaeus die Tür. Er grüßte den Mann, den er ebenfalls bereits kannte, freundlich und verneigte sich knapp.


    Sei gegrüßt, Cadmus Sicanus! Mein Herr Aelius Callidus erwartet dich bereits in seinen Räumen.

  • Als Alcaeus die Tür öffnete, erkannte Sicanus ihn wieder. Sicanus freute sich über die Begrüßung. Nur selten wurde er – als einfacher peregrinus – in Roma so freundlich empfangen. Dennoch übte sich Sicanus, seinem Naturell entsprechend, in Zurückhaltung und versuchte, sich seine aufrichtige Freude nicht anmerken zu lassen. Er lächelte zurückhaltend und antwortete:


    „Salvete! Hab Dank für den freundlichen Empfang.“


    Dann folgte Sicanus Alcaeus, welcher ihm den Weg zum cubiculum des dominus wies.

  • Ganz alleine – weil seine Sklaven noch damit beschäftigt waren das Gepäck von dem Reisewagen zu laden, der ihn hierher gebracht hatte – war Aelius Quarto zu Fuß den Weg vom Haupttor des Palastgeländes zur Domus Aeliana gegangen. Aufmerksam schaute er mal hier und mal dort hin, auf der Suche nach irgendwelchen Veränderungen. Aber keines der Gebäude, kein Hof und keine Fassade war verändert, seit er im letzten Sommer von Rom aus, dass kaiserliche Heer begleitend, nach Parthia aufgebrochen war.
    Er erreichte die Porta des Hauses und dort klopfte er an, ganz so, als sei er ein Besucher und nicht der Herr dieses Hauses.

  • Fhina hatte sich soeben um das Cubiculum ihren Herrn gekümmert so wie es ihr immer aufgetragen worden war. Jeden Morgen richtete sie Obst und all das was er mochte an damit er zufrieden war. Sie gab sich immer große Mühe damit sie auch alles richtig machte, denn sie Angst saß tief ihn zu enttäuschen und etwas falsch zu machen. Etwas was immer in ihr verankert bleiben würde.
    Als sie das Klopfen hörte durchquerte sie gerade das Atrium und da sie in der Nähe war eilte sie sogleich auch an die Ports und öffnete sie so weit, dass sie nach draussen sehen konnte. Den Mann den sie dann zu sehen bekam kannte sie natürlich nicht lächelte ihn aber freundlich an da sie glaubte er sie vielleicht ein Klient oder wollte einfach nur so zu ihrem Herrn.


    "Salve," begrüßte sie ihn "Können ich wie helfen dir?" fragte sie ihn in ihrem nicht wirklich korrekten Latein und lächelte aber freundlich was ihren Sprachfehler das Latein betreffend doch wieder wett machte.

  • Quarto kannte das Mädchen nicht, das ihm die Eingangstür öffnete. Allerdings war der Haushalt der Domus Aeliana groß und er kannte beileibe nicht alle Sklaven von Angesicht her, teils weil sie zu zahlreich waren, teils weil er ihnen nur wenig Beachtung schenkte.
    Dieses Mädchen schien aber andererseits auch ihn nicht zu erkennen. Vielleicht war sie neu?
    Ihr sehr holpriges Latein kam ihm allerdings sehr vertraut vor und sagte ihm: Er war zu hause.


    “Ja“, antwortete er, “du kannst mir helfen und zwar, in dem du mich hinein lässt. Mein Name ist Lucius Aelius Quarto. Das hier ist mein Haus.“

  • Mit einem Schlag wurden ihre Augen ein ganzes Stück größer und sie schaute dem fremden Mann erschrocken an. Wenn sie das nur gewusst hätte. Auf der Stelle senkte die junge Sklavin ihren Kopf und öffnete natürlich die Porta weiter damit er eintreten konnte. Ihr Kopf nahm die Farbe eines überreifen Apfels an und sie befürchtete schon, dass man sie dafür strafen würde, dass sie so unwissend gewesen war.
    „Verzeihen mir Herr, ich nicht haben gewusst, dass du sein Herr dem gehören dies Haus,“ versuchte sie ihre Unwissenheit zu erklären und war dann lieber auf der Stelle still. Sie hatte Angst, dass sie vielleicht noch etwas falsches sagen würde und schaute weiter demütig auf den Boden anstatt den Herrn anzublicken.

  • “Ich war wohl lange fort, ja.“, sagte Quarto, mehr zu sich selbst, als zu der Sklavin.
    “Ist meine Gattin Aelia Adria im zu hause?“
    Die Frage richtete er nun wieder eindeutig an das Mädchen.

  • Immer wieder blickte sie ihn nur leicht an und wollte den direkten Augenkontakt mit dem Herrn vermeiden. Bei den Göttern warum hatte sie die Tür öffnen müssen? Sie wollte nichts falsch machen und dann erinnerte sie sich an die Worte non Nakhti, ja das hier musste sein Herr sein der die ganze Zeit so weit weg gewesen war. Ihr Herz klopfte etwas schneller bei seiner Frage denn sie hatte keine Ahnung ob die Herrin im Hause war oder nicht aber nahm es einfach an. Kurz blitzten Bilder mit dem Zusammenstoß von Marcellus und ihr im Kopf auf und sie wollte so etwas hier vermeiden, wollte nicht schon wieder einen Fehler begehen.
    „Herr ich glauben sie sein da und in ihre Cubiculum. Soll ich suchen sie Herr, und nehmen du im Triclinium Platz um zu erholen dich ein wenig? Ich die anderen Sklaven schicken damit sie für dein leibliches Wohl sorgen,“ bot die Sklavin ihm an und hoffte es richtig zu machen.

  • Mit einem kleinen Lächeln, wenn nicht gar vor Freude strahlend, marschierte Balbus auf die Porta der Aelier zu. Die Information, die er am Tor erhalten hatte, liessen ihn fast freudig hüpfen und der eine oder andere Praetorianer, an dem er vorbeikam, würde sicherlich am Abend in der Castra davon erzählen, dass er einen glücklichen Princeps Praetorii gesehen hatte, was viele der Männer für eine Unmöglichkeit hielten.


    Balbus stand nun also vor der Porta und zupfte noch einmal an seiner Rüstung, bevor er dann bestimmt, aber dennoch behutsam, anklopfte.

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