Treffen der Oberhäupter

  • Endlich waren sie alle da.
    Alle nach denen er geschickt hatte, fast alle.
    Und alle waren sie bereit für Gespräche.
    Der Thing konnte beginnen!

  • Zunächst ging es recht locker los. Man unterhielt sich, man aß und trank, man feierte ein wenig. Dann irgendwann, als es an der Zeit war, erhob sich Modorok und sprach zu der Menge.


    Männer der freien Lande, Freunde, Mitstreiter, schon lange müssen wir uns mit dem Übel an unseren Grenzen herumschlagen. Ein Übel, dass danach giert auch uns zu unterjochen und das Land, was in unserer Obhut ist zu besitzen. Das danach giert, immer fetter zu werden und immer mehr sich auszubreiten.
    Sein Einfluß ist groß! Ich sage, er ist zu groß!!!
    Selbst in den freien Gebieten dringen sie ein und versuchen Macht über das Denken und Handeln von uns Germanen zu übernehmen. Selbst die einfachsten Hinweise, dass wir das nicht wollen, verstehen sie nicht.
    Männer! Ich bin der Meinung, dass wir ihnen damit Einhalt gebieten müssen!!!


    Er war nicht der beste Redner, aber er wusste dennoch seine Worte gut in Szene zu setzen und er hatte ein Anliegen, dass er unbedingt an die Männer bringen wollte. Und das gelang ihm.


    Nach seinen wenigen Sätzen erntete er nur Zustimmung und die Diskussionen gingen los. Ja, die Römer müssten endlich in ihre Schranken gewiesen werden. Ein neuer Teuteburger Wald müsse her und einiges mehr. Kaum das sie wieder zu beruhigen waren. Aber das hatte Modorok auch nicht vor.
    Er hörte schweigend zu und plante dabei schon weiter.

  • Der erste Abend war vorbei. Die Stimmung angeheizt und trunken. Genau die richtige Grundlage für ein paar Gespräche unter vier Augen.
    Modorok ging durch die Reihen, trank mit den Männern und wechselte Worte. Hier und da entstanden einige hitzige Diskussionen, aber meist verlief es, dem Alkoholgehalt entsprechend, ruhig.
    Die Nacht auf den Abend folgte nur langsam für die Männer und die ersten Vögel sangen schon, als die letzten endlich den Träumen den Platz räumten. Doch wehrte der Schlaf nicht lange. Schon am nächsten Morgen stand eine Jagd an und danach würden die Verhandlungen weiter gehen.
    Bisher war Modorok zufrieden.

  • Der nächste Tag war gefüllt mit einer großen Jagd, Diskussionen und Trinkgelage.
    Modorok hatte dafür gesorgt, dass noch niemand die Römer in seiner Gewalt gesehen hatte. Während des Aufenthaltes der Stammesfürsten und ihrer Gefolgschaft, sollte niemand ihrer ersichtig werden. Noch nicht.
    Nun am dritten Tag beschloss er, dass es reif sei, den Griechen kommen zu lassen.
    Er wandte sich an seinen Bruder.
    Hol den Achaien. Die anderen lass eingesperrt.
    Der Bruder nickte und machte sich auf den Weg. In der Behausung der Gefangenen angekommen wandte er sich an Miros.
    Folge mir! Modorok erwartet Dich. Ihr anderen bleibt hier!
    Er holte Miros raus und brachte ihn zur Versammlung, wo Modorok gerade für Aufmerksamkeit und Ruhe gesorgt hatte.
    ....und so habe ich jemanden, der uns vielleicht helfen kann.
    In dem Moment betraten die beiden den Raum, der geschwängert von Met-, Bier- und Essensduft war. Alle Augen wandten sich zu denen und man erkannte mit jeder verstreichenden Sekunde mehr ein unwilliges Reaktionsmuster.

  • [SIZE=7]Zeus steh mir bei[/SIZE] murmelte ich. Nun stand ich da, in einer Art Ratskammer der Barbaren. Es stank nach Schweiß, Alkohol und Essen. Die Luft war stickig und das atmen fiel schwer, wenn man gerade frisch herein kommt. Aus der Masse heraus erblickte ich Modorok und versuchte ihn unbeeindruckt anzusehen. Das waren bestimmt nicht meine Freunde... was hatten die nur vor?

  • Was willst Du mit dem? Das ist ein Römer! Tötet ihn!
    So und weiter ging das Geschrei, aber manch einer war weniger hitzig, weniger heißblütig. Modorok liess sie erst einmal brüllen. Liess sie sich austoben. Griff nur ein wenn nötig und stand in der Nähe des Gefangenen, sichernd, dass keiner ihm zu Leibe rückte.

  • Ein paar der Fürsten jedoch waren ruhiger, gelassener, vorsichtiger vielleicht und eventuell sogar weitsichtiger. Es dauerte eine ganze Weile, aber dann trat etwas mehr Ruhe ein. Und einer der Fürsten, der bedachteren, stand auf und auf Miros zu. Er musterte ihn und ging um ihn rum. Schweigend, mit neutralem Blick.
    "Sag Deinen Namen, Römer," sagte er in fast perfektem Latein.

  • Ein Teil des Chattenheeres erreichte die Lichtung, auf der sich die Oberhäupter der anderen Stämme trafen.
    Während die einfachen Krieger in dem kniehohen Gras campierten, eilte ich mit zwei meiner besten Leute zur Versammlung.
    Einem nach dem anderen begrüßte ich die Fürsten, dann trat ich zu Modorok.


    Modorok ! Ich biß die Zähne zusammen. So sehen wir uns wieder.

  • Man hatte ihn über weitere Neuankömmlinge informiert und er hatte Miros in der Obhut seines Bruders gelassen, während dieser befragt wurde von den Fürsten.
    Er kam mit dem Begrüßungshorn wieder und blieb wie angewurzelt stehen.
    Du? Wenn ich mit allen gerechnet hätte, aber mit Dir definitiv nicht!

  • Dasgleiche könnte ich auch behaupten, Modorok ! Dabei betonte ich seinen Namen bewusst. Ich starrte ihn mit kaltem Blick an.
    Was hast Du vor ? Bist du aus deinem Versteck hervorgekrochen ?

  • Zitat

    Original von Modorok
    "Sag Deinen Namen, Römer,"


    Miros.......... sagte ich zögernd. Unauffällig drang ich mich immer mehr etwas in Richtung Modorok um nicht vom Mob gelyncht zu werden.
    An dieser Arznei hatte ich bitter zu schlucken. Ich faste meinen Mut zusammen und trat ein paar schritte vor.


    Modorok, bitte übersetzte ihn was ich ihn sagen will.


    Germanen! Ihr edelsten aller Völker! Ich bin kein Römer! Gewiss nicht! Ich bin Grieche! Mein Volk wurde selbst von den Römern besiegt und unterjocht! Man hat uns unsere Frauen geraubt wie unsere Sprache und Kultur! Einfach alles! Ich stelle mich euch als Soldat zu Verfügung im Kampf gegen ein Ungeheuer im Namen Rom! Bis zum letzten Atemzug werde ich für euch Kämpfen! Bis der Letzte Römer Germanischen Boden verlassen hat! Wenn es sein muss ziehe ich sogar bis nach ROM MIT EUCH!


    Ich holte tief Luft und trat zurück. Hatte ich nun alles verspielt? Würde sie auf meine Lügen eingehen und mir trauen? Liesen sie sich täuschen wie die Dummen Römer?

  • Er hob seine Braue und trat einen Schritt vor. Der Blick war ähnlich kalt wie der von Baldur, aber das Gebot der Gastfreundschaft stand in diesem Moment über ihrer Antipathie zueinander und so reichte er ihm das edle Trinkhorn mit dem Met darin.
    Auch wenn ich Dich nicht leiden kann, sei Willkommen in meiner Burg und in den Reihen der Fürstenversammlung.
    Er nahm das Horn wieder entgegen und trank ebenfalls.
    Nenne es, wie Du es willst, doch bin ich zu dem Entschluß gekommen, dass es Zeit wird die Römer zu vertreiben. Und das endgültig. Und wie Du siehst, scheine ich nicht der einzige Fürst zu sein.


  • Er übersetzte Wort für Wort, ohne den Blick von den Fürsten zu nehmen.
    Ein kurzer, fast anerkennender Blick fiel auf Miros, ehe er die Fürsten musterte.
    Entscheidet Ihr! Aber bedenkt: Er ist meine Geisel! Und er unterliegt den Gesetzen!

  • Zitat

    Original von Modorok
    Er hob seine Braue und trat einen Schritt vor. Der Blick war ähnlich kalt wie der von Baldur, aber das Gebot der Gastfreundschaft stand in diesem Moment über ihrer Antipathie zueinander und so reichte er ihm das edle Trinkhorn mit dem Met darin.
    Auch wenn ich Dich nicht leiden kann, sei Willkommen in meiner Burg und in den Reihen der Fürstenversammlung.
    Er nahm das Horn wieder entgegen und trank ebenfalls.
    Nenne es, wie Du es willst, doch bin ich zu dem Entschluß gekommen, dass es Zeit wird die Römer zu vertreiben. Und das endgültig. Und wie Du siehst, scheine ich nicht der einzige Fürst zu sein.


    Ich hasse Dich, Modorok. Doch die Römer hasse ich noch mehr und sie sind es nicht wert, daß wir uns zu ihren Gunsten bekriegen.


    Ich trank aus dem Trinkhorn und gab es Modorok zurück.

  • Er nickte Baldur zu und gab das Trinkhorn an eine der Frauen weiter, die für Speis und Trank sorgten.
    Weise gesprochen, Baldur. So nimm Deinen Platz unter den Fürsten ein und entscheide mit. Als erstes über den Griechen. Danach werden wir weiter sehen.

  • Als Modorok mir den Griechen zeigte, musterte ich ihn argwöhnisch. Ich griff nach seinem Unterkiefer, packte dann seine Oberarme.


    Der ist ja noch ein Jüngling, viel zu schwach. Der bringt es noch nicht einmal für die Feldarbeit. Tötet ihn ! Wir verschwenden doch nur unsere Zeit mit dem da !

  • Zitat

    Original von Baldur
    Der ist ja noch ein Jüngling, viel zu schwach. Der bringt es noch nicht einmal für die Feldarbeit. Tötet ihn ! Wir verschwenden doch nur unsere Zeit mit dem da !


    Ich weiß zwar nicht was er sagte, aber sein Blick verriet mir so einiges. Ja, mein Schmächtiger Körper hat schon so manchen an mir zweifeln lassen. Mit meinen Unterarmen setzte ich meine Flachen Hände gegen seinen Oberkörper und schupste ihn weg.


    MODOROK! ÜBERSETZT! Was nahm ich mir nur heraus, hoffentlich würde der Germane verstehen in welcher Not ich mich befand und würde einfach das tun worum ich ihn ersucht hatte.


    Was ist dein Problem! Glaubst du das man nur Kraft zum Kämpfen brauch! Nein! Man brauch auch verstand! Und da ich für dich mit denken muss, solltest du mich besser nie wieder anrühren!


    Ich blickte aufgeregt zu Modorok und hoffte das er etwas unternahm.

  • Eher amüsiert betrachtete er sich das Geschehen und grinste fast, als Miros Baldur wegschubste. So so, nun denn, warum nicht.
    Ich kann mir gut vorstellen, das Baldur Deine Sprache versteht, Grieche, aber da ich das nicht für alle sagen kann.....
    Er übersetzte also entspannt und fügte für die Germanen noch einen amüsierten Kommentar hintenan.

  • Aufmüpfiger Kerl ! Dem mußte man mal die Leviten lesen.
    Ich griff den Arm dieses Jünglings, drehte ihn und drückte den Körper zu Boden, bis dieser wie ein Mädchen zu schreien anfingen. Die umstehenden Germanen lachten.

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