Weiterbildung und Übungen der Legionäre in der geschlossenen Einheit

  • Na, also. Einer war erledigt, wenigstens etwas. Er hörte den Schrei und unwillkürlich hielt er einen Moment inne. Immerhin waren sie hier nicht in einem echten Gefecht, sondern es waren Kameraden, gegen die sie hier kämpften. Doch der andere zog sich zurück und schien zumindest nicht ernsthaft verletzt zu sein. Die Sorge um den Getroffenen allerdings kostete Valerian kostbare Sekunden.


    Schon war der nächste Gegner heran. Und der schien es wirklich wissen zu wollen. Wie ein Rammbock walzte er auf Valerian zu und schon stieß er mit dem Schwert nach ihm, während er mit seinem Scutum das Scutum von Valerian zur Seite drängen wollte. Und welche Kraft dahinter steckte!


    Nun kam Valerian seine Bildung zugute. Der Stich hätte beinahe getroffen, denn er hatte diesen Angriff kaum bemerkt. Doch er hatte sich leicht gedreht, um die Kraft, die gegen ihn gewirkt wurde, seitlich abzulenken und so ging auch der Stich so gerade noch daneben. Glück gehabt! Knirschend schrammten die Schilde aneinander vorbei und nun war es an Valerian, zuzustechen, in der Hoffnung, den Gegner zu erwischen.

  • Es war ein Volltreffer! Mit einem hämischen Grinsen wollte Reatinus schon wieder in Stellung gehen, um einen Angriff des Optios zu verhindern, als dieser mit einem verschwörerischen Grinsen ging. Der überzeugend echte Aufschrei von Firmius Magnus ließ Reatinus trotz alledem vorsichtiger sein. Naja, zumindest bis er sich verkümelte. Reatinus, ohne Feind und besorgt über die Formation richtete somit seinen Blick auf die Männer, in der Hoffnung, dass sie sich fassen würden. Vielleicht würde sich Reatinus dem ersten Speer entgegen stellen...

  • Lupus bemerkte schon bald, daß er sich vor der Formation befand, die Lücke war zu,...eisiges Entsetzen tat sich in ihm auf...Die Veteranen von der I. COH drangen mit lautem Kriegsgeschrei weiter auf sie ein,...die Tatsache, daß es sich hierbei um eine Übung handelte verwischte immer mehr. Die Kampfeslust in den Augen der Angreifer war real,...er hatte dem nur seinen tollkühnen Mut, weniger eine disziplinierte Ausbildung entgegen zu setzen.
    Blitzschnell überlegte er was er tun konnte,...hier als kurzlebiger Wellenbrecher agieren oder sich kämpfend hinter die eigenen Truppen zurück zu ziehen um eine neue Lücke dann zu schließen.
    Seine Aktion war von allen wichtigen Offizieren gesehen worden,...ein Anschiss war ihm sicher wie nur was.
    Da durchzuckte ihn eine Idee,...er wollte hier kämpfend untergehen,...honor ruborque...Ehre und Stärke.
    In die Formation konnte er nicht mehr zurück, dachte er und just in diesem Moment schlug ihm ein albtraumhäßlicher Kerl das Scutum weg...
    Nur ein Reflex verhinderte, daß dieser ihm sein Gladius in den Körper rammte.
    Lupus schlug zu, mit dem Gladius in der Faust krachte seine Faust auf die Wangenklappen des Cassis,...der Griff des Gladius hatte seine Faust eisenhart werden lassen und der Legionär ging mit glasiigen Augen zu Boden. Lupus wollte nach seinem Scutum greifen, kam jedoch nicht dazu, weil der zweite Angreifer sein Erstaunen überwunden hatte und jetzt schreiend auf ihn eindrang. Lupus gelang es gerade noch das Gladius des Niedergeschlagenen
    an sich zu reissen und blockte der Hieb mit gekreuzten Klingen ab...
    Der Kerl hatte Bärenkräfte,...die Lupus in die Knie zwangen.
    Verzweifelt suchte er nach einem Ausweg,...der Geifer des Gegners troff auf ihn herab,...das hier war kein Spiel mehr.
    Er stieß verzweifelt die Klingen hoch und ließ sich mit einem Satz nach hinten fallen,...das Gladius des Gegners schrammte über seine Rüstung und er verlor den Stand. Lupus rollte sich seitwärts ab und stand wieder,...bereit für den nächsten Angriff,...sein Scutum lag weit weg,...so winkte er dem Kerl, der wütend auf sein Scutum schlug mit seinen beiden Klingen zu...und wartete. Sein Vorteil war, ...er war relativ ruhig, sein Gegner fast rasend vor Zorn.

  • Der Kreuzblock, den Lupus versuchte, funktionierte zwar, wäre in der Realität jedoch zum Scheitern verurteilt gewesen - römische Schmiedekunst war zwar hochentwickelt, aber die Waffen der Legionäre waren eindeutig zum Stecken, nicht zum Parieren konzipiert. Diese in den Augen des Gegners "unfaire" Methode erzürnte ihn nur noch mehr! Zusätzlich noch der weitere "Gefallene" - das sorgte zu einem richtiggehenden Zornesausbruch. Daher war er auch so unachtsam, dass er seine ganze Kraft in den Schlag legte und strauchelte. Doch rasch hatte er sich wieder aufgerappelt. Sein Einsatz war jedoch nicht nötig, denn sie befanden sich immerhin mitten im Schlachtgetümmel und da Lupus vor seiner eigenen Formation stand, war er von Legionären der Prima umgeben. In raschen Sätzen schlugen etwa vier Soldaten (drei davon aus der zweiten Reihe) auf Lupus ein, sodass er selbst mit zwei Schwertern nicht alle parieren konnte. Im Ernstfall wäre dies wohl das Ende für den voreiligen Probatus gewesen...


    Unterdessen strauchelte auch Valerians Gegner, der ebenfalls die Intelligenz seines Gegners unterschätzt hatte. Der Stich des Quintiliers schrammte also über die Rüstung, doch dank der weiteren Bewegung wurde es für Valerian schwer, einen platzierten Treffer zu setzen - die Rüstungen der Legionäre waren immerhin nicht umsonst dick!


    Crispus kam inzwischen ins Schwitzen, denn die passive Haltung von Drusus verhinderte eine Anstrengungspause des ehrgeizigen Primus Pilus. Schließlich beschloss dieser, dass der Kampf so doch nicht günstig für ihn war und nahm sich etwas zurück. Reagieren war manchmal besser als Agieren!

  • Einen Versuch war es immerhin wert gewesen, auch wenn Valerians Holzschwert wirkungslos an der Rüstung des Gegners entlangschrammte. Schnell zog er den Arm zurück in den Schutz des Scutums und für einen Augenblick war zwischen ihnen beiden die gewohnte Ausgangsstellung hergestellt. Doch dies währte nur wenige Augenblicke, wie Valerian von einem erfahrenen Kämpfer wie diesem auch erwartet hatte. Er selbst versuchte, gleichzeitig anzugreifen und den Moment zu nutzen, in dem der andere die Deckung etwas öffnete, damit er zustechen konnte. Valerian hingegen versuchte nun, den Waffenarm des Gegners mit dem Scutum den Waffenarm des Gegners so abzulenken, daß er selbst nicht getroffen wurde und zugleich unter dem gerade angehobenen Schild des Gegners hindurchzustechen. Ein Manöver, das Drusus erst vorhin gegen ihn versucht hatte und das fast zum Erfolg geführt hätte.

  • War es Lupus auch gelungen seinen zornigen Gegner mehrmals zu parieren, so hatte er gegen 4 von diesen Kerlen nicht den Hauch einer Chance er griff zum einzig probaten Mittel da eine Flucht offensichtlich sinnlos war,...er schlug mit beiden Gladii einen Kreis und brüllte dabei seine Wut und seine Angst heraus. Die 4 Gegner wichen vor soviel Wut zurück, aus der Reichweite der zischenden Holzklingen. Lupus warf einem das Gladius gegen den Schild und griff sich sein Scutum, welches immer noch auf dem Boden lag. Er atmete tief ein, Blut von den Schlägen der vier Gegner lief ihm über das Gesicht. Noch einmal allen Mut zusammen nehmend ging er in Grundstellung,...die vier lauerten über ihre Schildränder und passten auf, was dieser kleine Probatus als nächstes machte,...
    Lupus aber schrie,
    Vier Mann aus der Prima sind also nötig! Ha...! Er machte einen Ausfallschritt und stieß gegen das Scutum seines rechten Gegners,...er wußte, im Ernstfall wäre er längst tot,...er bereitete sich auf eine furchbare Trachtprügel vor...
    Na los ihr Helden! ...oder soll ich mich einfach ergeben? ...und wieder zuckte sein Gladius vor...er wußte daß sie ihn jetzt umzingelt hatten...Nie wieder würde er die Formation verlassen nie wieder! Dann ging er unter in den brutalen Stichen und Schlägen der Männer der Prima, die Treffer explodierten in seibnem Gesicht, seinen Armen...bald legte sich eine gnädige Bewußtlosigkeit über ihn.

  • Ein Sieg konnte es ohnehin nicht werden, in diesem Übungsgefecht gegen die absoluten Veteranen der Legion. Doch die Centuria IV. schlug sich tapfer und hartnäckig und schaffte es tatsächlich, der ersten Centuria von Crispus etwas abzuverlangen. Mehr wollte Reatinus nicht. Es war ein außergewöhnlich gutes Training. Nur einige Probati mussten noch lernen, nicht aus der Reihe zu tänzeln, da dies der Untergang jeder geordneten Formation war. Reatinus musste wohl demnächst einige Wiederholungen in Sachen Formationen etc. machen. Der Kampf schien sich so langsam dem Ende zuzuneigen, da die Mannstärke der Centurie stetig kleiner wurde. Das hier ein Übungsgefecht statt fand, vergaßen Viele. Ja, sogar einige Veteranen. Obwohl die etwas jüngeren Legionäre aus Reatinus´ Truppe auch ein wenig anfälliger dafür waren, weil die Veteranen ja viel mehr im Leben erlebt haben mussten...


    Reatinus hatte derweil wieder einen neuen Gegner für sich gefunden, den er mit kämpferischen Blick anstarrte. Ein hühnenhafter und stark wirkender Mann, aber im Vergleich zu seinen Kameraden aus der ersten Centurie wohl eher Durchschnittlich bis schwächer. Zur Täuschung startete Reatinus einige schnelle Täuschungsmanöver, in der Hoffnung, seinen Gegenüber zu einer falschen Aktion zu provozieren. Den zumindest wollte er noch aus dem Gefecht nehmen.

  • Es schien Drusus fast so zu seien, als ob er den ersten Speer tatsächlich gehörig ins Schwitzen gebracht hatte, oder tat der Petronier etwa nur so um den Iulier aus der Reserve zu locken? Letzteres hielt der Iulier jedoch nicht wirklich für möglich und so machte er sich daran seinen nächsten Angriff vorzubereiten. Zu vor hatte Drusus Zeit gehabt, Crispus' Verteidigung genau zu beobachten und nun, da er meinte eine Lücke in selbiger entdeckt zu haben, griff der Iulier an. Aus nahezu heiterem Himmel schnellte die hölzerne Klinge des Iuliers ungefähr auf Brusthöhe und zog sie augenblicklich, er hatte aus seinem Fehler von vorhin gelernt wiede rzurück. Ob er wohl getroffen hatte?

  • Reatinus sah sehr deutlich, dass Lupus die Reihe verließ, umzingelt wurde und von mehreren Legionären bewusstlos geprügelt wurde. Ein Hauch aus Ungläubigkeit und Zorn vermischte sich in Reatinus´ Gefühlen. Der Mann hatte sich seinem Kampfrausch hingegeben, was nicht von Disziplin zeugte und sogar eine weitere Bresche in der Reihe öffnete. Es war ja nicht schade um die Bresche, der Kampf war nämlich eh so gut wie verloren. Die Bewusstlosigkeit hatte sich Lupus demnach selbst zuzuschreiben. Trotzdem musste er nachher ins Valetidunarium gebracht werden. Er schien seine Lektion ja schon gelernt zu haben.


    Reatinus war immernoch mit dem Legionär beschäftigt, als er merkte, dass seine Reihen fast vollständig aus dem Gefecht genommen wurden. Mit lauter Stimme schrie Reatinus: "Stop! Das Gefecht ist vorbei!". Der Legionär ließ die Waffe grinsend senken, der sich anfangs so verbissen an Reatinus versucht hatte. Die anderen stellten sofort jedliche Handlungen ein. Der Centurio hingegen eilte zu Lupus und sah ihn sich an. Er war zweifelsohne bewusstlos. Schnell zeigte er zu zwei Soldaten, die zufällig in unmittelbarer Nähe befanden. "Probatus Artorius, Legionarius Quintilius! Bringt den Mann ins Valetidunarium!".

  • Und plötzlich war das Gefecht vorbei. Valerian senkte die Waffe, wie auch alle anderen. "Man, Du hättest mich jeden Moment gehabt", sagte er zu seinem Gegner und reichte ihm die Hand. Doch dann hörte er seinen Namen in gebrüllter Form. "Oh, das bin ich... später würde ich gerne nochmal mit Dir reden..." Doch nun mußte er sich erstmal beeilen, dem Befehl des Centurios nachzukommen.


    Er drehte sich, um da er ja in direkter Nähe stand und kniete sich neben Lupus. "Vielleicht sollten wir erst versuchen, ihn zu Bewußtsein zu bringen?" Er klopfte leicht auf die Wangen des Terentiers. "Hey, Lupus, komm schon... - Severus, wenn wir ihn nicht wachkriegen, dann brauchen wir eine Trage. Nicht, daß wir seine Verletzungen noch verschlimmern, wenn wir ihn einfach so tragen. - Wir könnten zur Not ein Scutum als Trage benutzen..." Besser wäre es, wenn er aufwachte und sie ihn einfach stützen konnten.

  • Erleichtert und erschöpft zugleich ließ Drusus seine Waffe sinken. Der Primipilus hatte dem Iulier ganz schön was abverlangt, das war allerdings auch nicht allzu verwunderlich, jedenfalls war das Übungsgefecht jetzt zu Ende. "Gut gekämpft, Primipilus!" Verschmitzt grinste Drusus den ersten Speer, welcher ja auch sein ehemaliger Aubilder war an. Durfte er sich sowas überhaupt erlauben? Nunja, jetzt war es ihm jedenfalls rausgerutscht. Der Iulier ließ seinen Blick über das "Schlachtfeld" schweifen, plötzlich blieb selbiger an einem Soldaten hängen, welcher am Boden lag, offenbar aus seiner Centuria! Drusus warf beunruhigte Blicke in die Richtung des "Gefallenen". Er schien bewusstlos zu sein...

  • Das Holzpilum von Drusus traf klingend auf die Rüstung des Petroniers (was diesen furchtbar schockierte, aber er hatte wohl irgendwie nicht aufgepasst). Noch ehe er entscheiden konnte, ob dieser Treffer real gefährlich gewesen wäre, brach Reatinus den Kampf ab. Es musste etwas passiert sein!


    Er bekam das verschmitzte Grinsen des Optios gar nicht mit, denn schon drängte er sich durch die erstarrten Schlachtreihen zu dem Bewusstlosen hindurch. Um diesen hatte sich bereits ein Kreis von Männern gebildet.


    Mit zornsprühenden Augen fixierte Crispus seine Männer, die den Burschen verprügelt hatten.


    "Ihr Verrückten! Das ist eine Übung!"


    Die Soldaten würden eine ordentliche Tracht Prügel bekommen. Crispus war kein Freund von Anfassen mit Samthandschuhen - auch nicht bei derartigen Trainingsgefechten - aber einen kleinen Probatus bewusstlos zu prügeln, das war schon etwas zu viel des Guten!


    "Centuria I in agmen venite!"


    befahl er dann und wandte sich zu Reatinus um. Diesem jungen Centurio blieb aber auch kaum etwas erspart...


    "Kommst du klar?"

  • Lupus bekam von alledem nichts mit, nachdem er mehrmals an Hals und Gesicht getroffen worden war, explodierte der letzte, mit flacher Klinge ausgeführte Schlag auf seinem Jochbein und seiner Schläfe.
    Seine Welt versank in tausend gleißenden Sternen und etwas zog ihn in einen schwarzen Strudel. Langsam sank er auf die Knie,...ließ sein Gladius aber nicht los. Er spürte schon nicht mehr, daß er auf dem Boden aufschlug,...sein Cassis rollte ein Stück weit weg und er lag entblößten Hauptes auf der Erde.
    Sein Gesicht war ein einziger Schmerz, unzählige Schläge haben Nase und Jochbein gebrochen. aufgeplatzte Schlagwunden ließen seine Augen zuquellen.
    Seine Arme wiesen Striehmen in allen Blau- und Rottönen auf,...die Mittelhand seiner linken Hand war gebrochen, ebenso sein rechter Daumen.
    Der geschundene Körper zog sich in Krämpfen zusammen, so daß er da lag wie ein schlafendes Kind.

  • Nein, es war wohl doch zu schlimm. Valerian wunderte sich allerdings darüber. Wie stark hatten die denn zugeschlagen? Das war ja wirklich nicht mehr normal! Von den Männern der I. hätte er wirklich mehr Verantwortungsgefühl erwartet.


    "Komm, Severus. Wir legen ihn auf ein scutum." Valerian legte seinen eigenen Schild auf den Boden, zog seinen Mantel aus zur Auspolsterung, damit der Griff nicht drückte. Dann legte er mit der Hilfe von Severus den Verletzten auf den Schild. Die Beine hingen natürlich einfach herunter, doch die waren ja auch nicht verletzt, da machte es nichts.


    "Also los." Er nickte dem Kameraden zu, sie hoben gleichzeitig an und hatten nun eine improvisierte Trage, mit der sie Lupus zum valetudinarium bringen konnten.

  • Drusus meinte ein Orkan sei losgebrochen als Crispus aus nahezu heiterem Himmel so herumbrüllten. Sofort lief auch Drusus zu dem Verletzten Terentier und musste ihn nur wenige Sekunden begutachten um zu erkennen, dass die Lautstärke des ersten Speeres durchaus angemessen war. Zorn kam in Drusus auf, was hatten sich diese verfluchten Typen aus der Centurie des Petroniers dabei nur gedacht... Der Iulier spielte schon mit dem Gedanken den Leuten, die Lupus so zugerichtet hatten gehörig den Marsch zu blasen, doch dann erinnerte er sich an Crispus und war sich sicher, dass jener das sowieso machen würde.


    Anchließend eilte Drusus wieder zu seinem Centurio zurück, um möglicherweise neue Befehle entgegen zu nehmen...

  • Es war ein Fall für einen guten Medicus. Hoffentlich konnten die Ärtzte dort etwas gegen die unzähligen Verletzungen übernehmen. Mit zornigen Augen sah Reatinus zu, wie Crispus seine Männer anschiss, die sich über Lupus hermachten. Sie richteten ihn zu wie... Barbaren... der erste Speer hatte recht, sie waren in der Tat verrückt! Allein schon der Blick auf Lupus ließ jemanden schockiert wieder wegblicken. Und wenn man bedenkt, dass sie das einem römischen Soldaten angetan haben... einem Waffenbruder, jemandem, der den gleichen Eid geschworen hat. Keine gute Sache.
    "Ich komm´ klar!", antwortete Reatinus dem Petronier, während er sich wieder seinen Männern zuwandte. Wo zum Geier steckte Severus jetzt bloß? Dann musste jemand anders eben Valerian helfen. "Iulius, du hilfst Valerian, aber zackig! Kümmert euch darum, dass er zum Valetidunarium gebracht wird! Abite!", meinte Reatinus schroff und nervös. Die Legionäre der I. mussten für diese Verletzung gerade stehen.


    Danach folgte weitere Befehle. "Centuria IV, venite!".

  • Man merkte Reatinus an, dass er isch in dieser Situation nicht unebdingt wohl fühlte, aber das war ja auch mehr als verständlich. Drusus nickte nur, gab ein "In Ordnung, Centurio" von sich und eilte dann zu Valerian um ihm behilflich zu seien und half dann dabei Lupus ins Valetudinarium zu bringen.

  • Crispus nickte als Bestätigung knapp und befahl dann


    "Centuria I, pergite!"


    Dann marschierte er mit seinen Männern ab. Die Spaßvögel, die Lupus verprügelt hatten, würden sich eine ordentliche Tracht Prügel einfangen (und zwar vom Optio). Ansonsten war der Kampf aber eigentlich gut gelaufen - Reatinus würde sich da schon mehr Sorgen machen müssen als er...

  • Der Offizier der Praetorianer begab sich vom Officium des Leagten auf direktem Weg zum Exerzierplatz, denn dort konnte man am besten einen ersten Blick auf mögliche Kandidaten erhaschen.


    Auf dem Exerzierplatz war wohl gerade eine der üblichen Übungen im Gange, und der Praetorianer stellte sich ein wenig abseits hin um das Treiben zu beobachten. Ein paar Männer stachen bereits aus der Masse hervor, soviel konte er schon einmal sehen. Der Ansatz eines Grinsens huschte über das ansonsten unbewegte Gesicht des Mannes als er den etwas aus dem Ruder gelaufenen Kampf sah; Hier in Germanien waren sie also wohl nicht so zimperlich wie manch anderswo. Das verhieß Gutes.


    Schließlich wandte er sich ab und wandte sein Augenmerk auf eine andere der dort übenden Centurien, wo er ebenfalls einige Männer erkannte die für die Garde in Frage kamen. So stand er dort, beobahctete und sortierte schon einmal innerlich aus. Später würde er zu den Centurionen de rbetreffenden Einheiten gehen und sich dort nach den betreffenden Männern erkundigen.

  • Zitat

    Original von Servius Artorius Reatinus
    Es war ein Fall für einen guten Medicus. Hoffentlich konnten die Ärtzte dort etwas gegen die unzähligen Verletzungen übernehmen. Mit zornigen Augen sah Reatinus zu, wie Crispus seine Männer anschiss, die sich über Lupus hermachten. Sie richteten ihn zu wie... Barbaren... der erste Speer hatte recht, sie waren in der Tat verrückt! Allein schon der Blick auf Lupus ließ jemanden schockiert wieder wegblicken. Und wenn man bedenkt, dass sie das einem römischen Soldaten angetan haben... einem Waffenbruder, jemandem, der den gleichen Eid geschworen hat. Keine gute Sache.
    "Ich komm´ klar!", antwortete Reatinus dem Petronier, während er sich wieder seinen Männern zuwandte. Wo zum Geier steckte Severus jetzt bloß? Dann musste jemand anders eben Valerian helfen. "Iulius, du hilfst Valerian, aber zackig! Kümmert euch darum, dass er zum Valetidunarium gebracht wird! Abite!", meinte Reatinus schroff und nervös. Die Legionäre der I. mussten für diese Verletzung gerade stehen.


    Danach folgte weitere Befehle. "Centuria IV, venite!".


    Sim-Off:

    Ich schließ´ mal hier ab. :)


    Schnell merkte Reatinus, dass er vor seinen Männern keine Besorgnis zeigen durfte. Er musste jetzt abschließende letzte Worte an die Soldaten richten, die sich die Übungen von heute gut einprägen sollten, waren sie doch trotz allem hart. Von den Legionären und Probati waren alle weitestgehend unversehrt, doch die Wenigsten waren vollkommen unverletzt.
    Lupus wurde schon hinfort getragen, als Reatinus vor seine versammelte Mannschaft trat. Was wollte der Centurio jetzt überhaupt sagen?


    "Probati!", erlangte Reatinus Aufmerksamkeit und legte eine kurze Pause ein, "Das Training heute war hart! Wie ihr sehen könnt, hat es auch einige erwischt, wie euren Kameraden Terentius! Der Mann wird nun die Unterstützung seiner Freunde brauchen! Wenn ihr heute etwas gelernt habt, prägt es euch ein! Denkt an die Kampferfahrung, die ihr heute gesammelt habt! Die Veteranen hier haben noch euer Leben verschont, das würde der Barbar nicht tun! Vergesst das nicht! Und jetzt, abite, ihr seid für den Rest des Tages frei!".

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