Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    Die Praetoren waren unweigerlich dazu angehalten erst einmal abzuwarten bis der Kaiser den Raum verlassen hatte - der Kaiser hatte ja durchaus das Recht und der Anstand verlangte es sogar, dass sie, als Bittsteller, den Raum zuletzt verlassen mussten.
    Doch nach den ersten Schritten gen Ausgang wandte sich Furianus sogleich an seinen Kollegen.


    "Wir müssen uns noch über unser Vorhaben, Spiele abzuhalten, austauschen, Commodus. Wo wäre es dir genehm diesen Austausch abzuhalten?"


    Commodus war der ältere und hatte einige Vorrechte, denen sich Furianus zu beugen hatte, auch wenn er in ihm mehr den Freund, als Politiker und Kollegen sah.

    Was ich mich im Zusammenhang mit dem Ordo in letzer Zeit gefragt habe, ist ob die Frau eines Dekurios, Ritters oder Senators automatisch in den Ordo ihres Gemahls aufrückt, auch wenn sie nicht unter seiner Patria Potestas steht.


    In den Spielregeln ist ja defeniert, dass die Familie des im Ordo stehenden Mannes auch gleichzeitig seinem Ordo angehört. Aber auch "freie" verheiratete Frauen gehören ja der Familie ihres Mannes an, bzw. bilden erst mit ihm ihre eigene Familie.


    Also die Frage: Wird auch eine Frau, die nicht unter der Patria Potestas ihres Mannes steht, in den Ordo erhoben? Das gibt es zwar schon im IR, aber ich würde dennoch gerne um eine Bestätigung bitten. ;)

    Zitat

    Original von Marcus Aelius Callidus
    Und kurz darauf wurde der Anklopfende hereingebeten, in diesem Fall bezog es sich aber wohl eher auf den Herren, der hatte anklopfen lassen.


    Furianus betrat den raum und war doch sehr überrascht staat einer Frau nun ein männliches und ihm wohl bekanntes Gesicht zu erblicken.


    "Salve, Aelius Callidus."


    Brachte er noch auf die Schnelle hervor und versuchte nicht mitten in der Begrüßung zu stocken und mit der Frage aufzuwarten, warum er sich nun hier befand und nicht, wie erwartet, im Palast des Kaisers.
    Doch er lächelte trotz der Überraschung und trat auf den Tisch zu.


    "Welch Bewandnis, Callidus, dich hier anzutreffen. Ich ahne, dass ich dir wohl gratulieren muss."

    Zitat

    Original von Manius Matinius Fuscus
    Die er mit leichter VErzögerung zu hören bekam: "Herein!"


    Sogleich wurde die Tür geöffnet und der Senator trat anmutig hindurch. Nachdem diese nach ihm in den Riegel fiel, beachtete er sie nicht mehr, ging statt dessen direkt auf den Schreibtisch zu und grüßte den Quaestor.


    "Salve, Matinius Fuscus."


    Und da er selbst niemals eine Äußerung elizitierte, sprach er lieber sogleich von dem Grund seines Besuches, auch wenn man es für gewöhnlich anders hielt.


    "Ich habe gehört, dass es neuerdings in der Kompetenz des Quaestor Principis liegt sich um die Verteilung der besitzlosen oder zum Verkauf stehenden Grundstücke zu kümmern.
    Aufgrund des neu erlassenen Gesetzes, das die gewerblichen Tätigkeiten der im Ordo Senatorius stehenden Personen einschränkt, muss ich mich neu orientieren. Ich habe zwar schon einige Besitztümer, doch eine bescheidene Zahl im Vergleich zu anderen Honoratioren und würde daher neue, fruchtbare Grundstücke erwerben wollen.
    Kapital, das nicht genutzt wird, ist totes Kapital und nur eine Last. Außerdem schwebt die Pflicht, Rom im Falle der Fälle durch unsere eigenen Güter ernähren zu können, stets über unseren Köpfen."


    Die Reaktion des Gegenüber abwartend, betrachtete er den Mann eindringlich.

    "Es liegt wohl im Interesse des Senates den fiscus Caesaris zu entlasten, daher wollte ich meinen Vorschlag diesem Gremium unterbreiten. Da es dich direkt betrifft, bräuchte ich dein Einverständnis."


    Obwohl er sich nicht vorstellen konnte, dass der Senat wirklich die Schatulle des Kaisers praller machen wollte, lag ihm doch sehr an der Beurteilung der intelektuellen Männer - einige saßen ja im Senat. Mehrere Meinungen haben noch nie geschadet und vielleicht hatte gar manch einer einen guten Vorschlag oder sinnvolle Änderung beizutragen.

    [Blockierte Grafik: http://img460.imageshack.us/img460/4551/cassint5.jpg] Potroklos
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    Im Auftrage seines Herrn war Potroklos nun an dem Palast angelangt und wandte sich an die Wache.


    "Salvete Miles. Mein Name ist Potroklos und bin Sklave des Praetors Lucius Flavius Furianus. Ich bin der Vilicus meines Herrn und soll auf seine Weisung hin den Quaestor Principis aufsuchen."

    Als Freund des Durus hatte Furianus gewisse freundschaftliche Verpflichtungen, doch diese Verbalinjurie des Aspiranten ging darüber hinaus. Und da Furianus seinen Stolz und seine Ehre höher schätzte als die Verpflichtung einem Verwandten seines Freundes die Zustimmung zu erteilen, war seine Reaktion verständlich. Durus würde ihn verstehen.


    "Dagegen. :dagegen:"


    Sprach er betont und blickte zum Tiberier, der noch vor einigen Herzschlägen davon ausging sie alle hier seien nur dumme Patrizier.

    Da der Praetor Urbanus auch bestrebt war Recht walten zu lassen, nickte Furianus seinem Kollegen mit einem Lächeln zu - nicht, dass dieser noch Furianus vergaß und ohne ihn bei den Urbanern erschien.


    "Mein Kaiser, dies gehört zwar nicht unmittelbar zu den Aufgaben des Praetors, doch ich strebe eine Änderung der Lex Matinia Frumentaria an. Rom hat immer Getreidespenden geleistet, doch die Zahl der Bezüge stieg ins Unermessliche, so dass schon vor Cäsar Einschränkungen gemacht wurden, unter dem ersten Princeps wurde die Zahl der Getreidemarken auf 200.000 reduziert.


    Da die Cura Urbis unter deine Zuständigkeiten fällt, müsste ich für eine Beschränkung, wie sie damals Bestand hatte, auf 200.000 Spendenbezieher um deine Erlaubnis fragen."


    Schließlich ging es vordergründig um die stets wachsenden Kosten, die der Kaiser aus seinem fiscus zu entrichten hatte. Und ganz Rom konnte er nicht versorgen, das erkannte schon der erste Augustus.

    Die Frage des Claudiers verwunderte ihn, kam es doch nicht allzu häufig vor, dass man ihn diese Frage stellte. Eigentlich konnte er sich an gar keinen Moment entsinnen.


    "Nein, verheiratet bin ich nicht."


    Antwortete er wahrheitsgemäß und ein Lächeln folgte.


    "Doch ich bin verlobt."


    Und das schon allzu lange, wie er wieder feststellen musste. Der Gedanke an Hochzeitsvorbereitungen war stets präsent gewesen, doch dieser wurde in Ermangelung der Zeit und aufgrund anderweitiger, in gewisser Weise wichtiger Dinge, verdrängt und für das Später, welches recht selten auftrat, vermerkt. Keineswegs ein periphärer Gedanke, doch einer, dem Furianus keine Aufmerksamkeit schenkte. Hoffentlich würde dies ihm nicht teuer zu stehen kommen, hoffentlich war Claudia nicht verstimmt.

    Auf die Komplimente des Claudiers ging er mit einem milden Lächeln ein, erwiderte jedoch nichts. Schließlich musste man sich in Bescheidenheit üben und zu viele Komplimente wurden auch mit der Zeit etwas unangenehm - doch bei ihm musste diese Zeit noch bestimmt werden, denn er hörte dies nur allzu gerne. Als Patrizier hatte man ja immer diese Verpflichtungen und ein Lob bei jedem erreichten Ziel war nur allzu selten, denn man sah das Streben und das Erreichen schon als Pflicht an, nur die Schnelligkeit mochte ein Lob verdienen.


    "Natürlich würde ich dir niemals eine persönlich überbrachte Nachricht abverlangen, dafür gibt es ja Sklaven, Claudius Myrtilus. Und ich bin kein Mann, der lange zögert, ich werde mich schon in Eile üben, keine Sorge."


    Vielleicht hatte der Claudier ja Angst er würde seine Ernennung zum Augur nicht miterleben können und war daher so fordernd, wenn auch in höflicher Art und Weise. ;)

    Auch Furianus erwiderte mit einem obligatorischen Nicken auf des Kaisers Vorschlag und erwiderte wiederum auf den Kommentar seines Kollegen die selben Worte.


    "Das vermute ich auch nicht."


    Schließlich musste er sich davor hüten die CU zu beleidigen, denn das gäbe wieder Diskussionspotenzial mit dem Kaiser und der hatte, er war schließlich Kaiser, immer die Oberhand und Furianus musste wie jeder schweigen.


    Sim-Off:

    Naja, der Kommentar zur Lex Merc. wurde schon von jemand anderem in Erwägung gezogen...LINK

    "Natürlich, ich habe verstanden."


    Antwortete der Mann nun doch ein wenig erregt. Schließlich entlud sich hier gerade der Frust der hohen Herren und er war mitten drin.
    Auch Furianus sah dies und bedeutete dem Mann mit einem Wink den Raum zu verlassen.


    "Für die nächsten Rennen werden wir bereit sein."


    Ließ er sogleich verlauten, um die Stille zu durchbrechen.


    "An finanziellen Mitteln fehlt es uns nicht, an Fahrern ebenfalls. Bei den Pferden bin ich mir nicht sicher. Ich hörte von zähen Pferden aus Germania, weiß jemand mehr über diese bescheid?"