Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    Der Nächste folgte sogleich und leistete seinen Schwur.


    "EGO, LUCIUS FLAVIUS FURIANUD HAC RE IPSA DECUS IMPERII ROMANI
    ME DEFENSURUM, ET SEMPER PRO POPULO SENATUQUE
    IMPERATOREQUE IMPERII ROMANI ACTURUM ESSE
    SOLLEMNITER IURO.


    EGO, LUCIUS FLAVIUS FURIANUS OFFICIO PRAETOR URBANUS IMPERII ROMANI ACCEPTO,
    DEOS DEASQUE IMPERATOREMQUE ROMAE IN OMNIBUS MEAE VITAE
    PUBLICAE TEMPORIBUS ME CULTURUM, ET VIRTUTES ROMANAS
    PUBLICA PRIVATAQUE VITA ME PERSECUTURUM ESSE IURO.


    EGO, LUCIUS FLAVIUS FURIANUS RELIGIONI ROMANAE ME FAUTURUM ET EAM
    DEFENSURUM, ET NUMQUAM CONTRA EIUS STATUM PUBLICUM ME
    ACTURUM ESSE, NE QUID DETRIMENTI CAPIAT IURO.


    EGO, LUCIUS FLAVIUS FURIANUS OFFICIIS MUNERIS PRAETOR URBANUS
    ME QUAM OPTIME FUNCTURUM ESSE PRAETEREA IURO.


    MEO CIVIS IMPERII ROMANI HONORE, CORAM DEIS DEABUSQUE
    POPULI ROMANI, ET VOLUNTATE FAVOREQUE EORUM, EGO
    MUNUS PRAETOR URBANUS UNA CUM IURIBUS, PRIVILEGIIS, MUNERIBUS
    ET OFFICIIS COMITANTIBUS ACCIPIO."

    Damals wurde die gleiche Arbeit im CH - das vermute ich mal aufgrund meiner bescheidenen Zeit im IR - verrichtet. Damals hat man eben als Quaestor 2, als Aedil 3, usw. Diploma bekommen, die Arbeit und das Amt blieb ja das gleiche.
    Es wurde angepasst und ich finde das in Ordnung.


    Warum sollte man, nur weil man das gleiche Amt ein Jahr zuvor verrichtet hat, nun auf einmal 5 anstatt einer Diploma bekommen? Ist doch kein Wettrennen und wenn man wirklich mitgeholfen hat, es mitunter auch aufgebaut hat (das interpretiere ich aus Avarus´Aussage), wurde man doch dafür honoriert, indem man kein Bettler ist, sondern Senator ( die Kekse gibt es ja auch, bei Meridius den Triumph, bei Anderen eben Ähnliches...).


    edit: Medeia war schneller. :P

    Ein dezentes Dankesnicken vollzog er in ebenso geschmeidiger Abfolge wie auch das Greifen nach der letzten Traube auf der silbernen Platte.


    "Wir werden uns wohl, so denn uns die Götter gewogen und wir durch die Stimmen der Wähler in die höchsten Würden eines Römers empor gehoben sind, noch einmal treffen müssen, um konkretere Gedanken über die Spiele und Veranstaltungen zu spinnen. Ich schlage vor, dass mal zur Abwechslung ich vor deiner porta stehe.
    Nach den Wahlen, mein Freund?"


    Langsam beschlich ihn das Gefühl höchster Besorgnis, wenn er wieder einmal an die Wahlen dachte und hoffte die Schicksalsgötter mögen ihm keinen Schlag verpassen. Sein Besuch bei Commodus hin von den Wahlen ab und Furianus´Gefühlsstand glich sowieso mehr einer stürmischen Überfahrt des Mittelmeeres, als einem See.
    Wer wusste schon, nicht einmal er selbst, was er im Taumel der Freude oder der Unglücksseeligkeit des Zorns anstellen mochte.

    Zitat

    Original von Gaius Octavius Victor
    Da er keine weiteren Fragen hatte, stand Victor nun auf und verabschiedete den Praefectus Annonae.


    "Vale, Senator!"


    Nach Furianus´Fortgang kam der besagte Scriba mit dem erwähnten Bericht, der aus 3 Schriftrollen bestand. Mit Demut legte er sie sorgfältig auf den Tisch und entfernte sich.



    Tabellarische Ermittlung der optimalen Bestellmenge


    Jahresverbrauch: 40.000.000 Scheffel (modii) Getreide
    Mindestbestand: 5.000.000 Scheffel (modii) Getreide
    Einstandspreis: 0.50 Sesterzen pro Scheffel (modi)
    Kosten pro Bestellung: 2.000.000 Sesterzen




    Ergebnis:
    Die tabellarisch ermittelte optimale Bestellmenge liegt bei 20.000.000 Scheffel (modii) Getreide pro Bestellung.


    Analytische Ermittlung der optimalen Bestellmenge


    Lagerkostensatz (Verderblichkeit): 1 %


    Formel:
    Wurzel aus [(2 x Bestellfixe Kosten x Jahresbedarf) : (Einstandspreis x Lagerkostensatz in Prozent)] = optimale Bestellmenge


    Ergebnis:
    Die analytisch ermittelte optimale Bestellmenge liegt bei 17.888.543,82 Scheffel (modii) Getreide pro Bestellung




    Allgemeine Angaben zur Annona Urbis


    Jahresbedarf an Getreide: 40.000.000 Scheffel (modii)
    Das Getreide kommt vorwiegend aus den umfangreichen Landgütern des Kaisers; 1/3 des Getreides wird vom Praefectus Aegypti bereit gestellt


    Transport nach Italien: 1300 Schiffe
    Überwiegender Teil des Getreides wird von Mitte März bis Mitte November, aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse in den Wintermonaten, von Privatunternehmern transportiert


    Transport nach Rom: jährlich etwa 700 Transportschiffe von Ostia nach Rom
    Neben Ostia wird Puteoli angelaufen, von da an wird die Ladung auf dem Landweg nach Rom gebracht; für die Strecke Ostia-Rom beträgt die Fahrtdauer und das Be- und Entladen jeweils drei Tage, die Rückfahrt einen Tag


    Empfangsberechtigte: etwa 200.000 Bürger


    Speicher (Horrea:( etwa 400 Stück


    Staatliche Großbäckereien: etwa 300 Stück


    Produktion: 216.800 bis 221.600 Portionen Brot pro Tag


    Staatliche Angestellte der Annona Urbis



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    Andere an der Cura Annona beteilligten Berufsgruppen
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    Furianus wusste nicht was er darauf erwidern sollte. Denn anders als Commodus dachte er über die Risiken eines Princeps Praetorio nicht gerade viel nach, da es für ihn fast gar keine gab. Vermutlich lebte er selbst gefährlicher als Balbus, der als durchaus respektierter Mann, als Soldat, innerhalb der friedlichen Mauern Roms die Elitekämpfer des Reiches in ihrer Castra befehligte. Und in dieses Gebäude trauten sich wohl auch keine Meuchelmörder.


    "Das Demoklesschwert wird wohl nicht über ihm hängen, denn er ist Praetorianer."


    Wäre er an der Grenze, hätte Furianus einen anderen, in Ermangelung nötiger Neutralität, Kommentar von sich gegeben.


    "Ich würde gerne, falls ich gewählt werde, eine Privataudienz bei unserem Kaiser erbitten. Ich würde mich glücklich schätzen, wenn du mich begleiten könntest, da ich um meine Aufgaben fragen will. Falls er uns, wie so üblich, zuvor schon zu sich bestellt, würde sich eine Privataudienz erübrigen."

    Zitat

    Original von Gaius Octavius Victor
    Der Praefectus Urbi runzelte nur die Stirn, da hatte er aber gänzlich andere Informationen, aber mit einer Handbewegung tat er die Sache ab. er hatte sich eh nur informeiren wollen.


    "Nun gut, möchtest du mir noch etwas mitteilen? Ansonsten wäre es das wohl, oder?"


    Furianus nickte zustimmend.


    "Das wäre schon alles, was ich vorzubringen hätte. Falls du keine weiteren Fragen oder Anliegen hast so möchte ich mich doch gerne zurückziehen und den wichtigen Dingen Roms deine AUfmerksamkeit zuteil werden lassen, die ich ja nun gänzlich für mich beanspruche."

    "Das Schicksal trägt einen Schleier und du siehst kein erzürntes und auch kein lächelndes Gesicht - es ist völlig überraschend."


    Fügte Furianus den schönen Satz ein, den er irgendwo schonmal gehört hatte und seit dem Tage stets anwandte wo es nur passte.


    "Dein Sohn lebt noch und wenn es sich weiterhin so verhält wird er dich überleben."


    Auf der einen Seite machte Furianus dem alten Freund Mut doch auf der anderen rief er die Angst davor bald in das Elysium hinüber zu gleiten. Doch Commodus konnte es auslegen wie er nur wollte, Furianus war zuversichtlich, dass es aufgrund des jetzigen Themas, die erste Variante sein würde.

    Sein Gesicht war von Mitgefühl gezeichnet und auch die heruntergesenkten Schultern mochten Commodus verraten, dass sein Freund den nötigen Respekt auch nach der allzu forschen Frage wahrte und seinen Kummer und Schmerz verstand.


    "Ich beging sogleich nach meiner Geburt Mord, Commodus. Meine Mutter starb im Kindsbett. Doch eine junge Frau, welche doch diesem Schicksale noch fern war, keine Gefahr oder Ahnung verspürte, einfach so zu verlieren ist wohl schmerzlicher."

    Furianus hatte schon in seinem ersten Redebeitrag sich zu seinem Vetter Gracchus geäußert und nickte auch jetzt mit erneuter Zustimmung.


    Er hatte seine Gründe dargelegt und wollte nichts mehr hinzufügen, da wie bereits von dem Consul richtig eingeschätzt, sowieso die Frage um die Entsendung zwei Lösungsmöglichkeiten enthielt.


    Fragend blickte er sich um, falls es noch weitere Vorschläge geben würde. Von der Möglichkeit den Quaestor zuerst als den der Classis zugehörig zu titulieren und ihn dann wieder zurück zu beordern und im Amte des Urbanus einzusetzen hielt er wenig.

    Rom akzeptierte zwar den fremden Glauben anderer Kulturen, doch es war Furianus immer ein kleiner Dornen im Auge, dass sogar romanisierte Familien, die sich doch ganz klar auf die Seite der Zivilisation und des Siegers schlugen noch an ihren Wurzeln festhielten. Doch er war noch nie in einer ähnlichen Situation und hoffte dies auch niemals am eigenen Leibe zu erfahren - Rom würde bestehen solange er noch lebte und wohl auch hinaus, die Furcht war also unbegründet.


    "Man kann ihnen den barbarischen Glauben nicht verbieten, das wäre ein zu großer Eingriff."


    Auch wenn er davon nicht überzeugt war und lieber einen Eingriff als die Übernahme fremder Gottheiten zulassen würde.


    "Es tut mir leid, Commodus. Sie schreitet sicherlich mit einem Lächeln auf den Lippen über die Gefilde des Elysium, da bin ich mir sicher. Doch wie starb deine Tochter?"


    Ob diese Frage unangemessen war wollte er nicht feststellen, denn sie war es eindeutig. Doch seine Neugier war größer und sein Alter ließ noch einige forsche Fragen zu ohne jemanden ernsthaft zu beleidigen. Mit 50 Jahren wäre dies wohl anders.

    Dass viele Familien nun doch romanisiert worden waren, das lag auf der Hand, doch dass es sogar bei Commodus, einem Senator, nicht so schnell ging war es wert ein wenig darüber zu sprechen. Vielleicht hatten die Griechen ihren Göttern mehr Zuwendung entgegen gebracht oder lockten irgendwie anders sich nicht so schnell diesen Gottheiten abzuwenden.


    "Bei der Prudentia? Du bist doch Senator, Commodus, da sollte dein Hasu wohl mittlerweile ganz stark zu unserer Richtung tendieren. Wie ist es eigentlich in Germania, gibt es dort Familien, die ihre barbarischen Gottheiten und Sitten noch pflegen?"


    Mit der näheren Erläuterung, dem Barbarischen, schloss er hier ganz klar die Griechen aus, um Commodus nicht zu beleidigen.


    "Du solltest stolz auf deine Tochter sein, wie ich eine Tante als die höchste aller Jungfrauen zu haben."

    "Ja, dies meinte ich. Und warum nicht, Commodus?"


    Fragte er interessiert nach auch wenn er wusste, dass diese Frage nicht leicht zu beantworten war. Vermutlich verfluchte ihn Commodus in diesem Moment, doch seine Neugier war stärker als die Rücksicht einem Mann gegenüber, den er sehr schätzte und dem er vertraute.


    "Ich hege nämlich viele Gedanken, musst du wissen."


    Entspannte er die Situation noch schnell, bevor Commodus zur Antwort ansetzte.

    "Wenn das so ist, dann ersetze ich das senatorische durch ritterlicher. Das stimmt, Senator Macer, ich legte zwei Examina ab, kann mich jedoch nicht erinnern neben der Entwicklung des römischen Heeres auch die heutigen Rangesstrukturen durchgenommen zu haben.
    Ich muss mich dahingehend wohl noch informieren und man möge es mir, einem Civis, nachsehen."


    Sagte er leicht lächelnd an Macer gewandt. Nicht nur, dass es für den Claudius beschämend sein würde nicht in Rom seinen Dienst zu tun, es würde ihn sicherlich kränken so abgeschoben zu werden. Zudem wurde er hier gebraucht.


    Andere Ziele gab es, das belegten die Redebeiträge zuvor und Furianus wollte die Spionage nicht erwähnen. Er hatte bereits die Gründe seiner Entscheidung dargelegt.


    Langsam schwenkte er seinen Kopf hin und her, erhob sich schließlich.


    "Ich habe nicht behauptet die Classis hätte einen senatorischen Tribun. Ich sagte, dass man eben jenen dorthin schicken könnte, einen Tribun der Legion oder den Cohortes Urbanae. Diese Männer sollten der Classis aufgrund ihrer militärischen Erfahrung und den Kenntnissen, die mit diesem Amt verbunden sind, dienlicher sein als ein auf diesem Gebiet der römischen Kultur nicht erfahrener Quaestor. Die Informationsbeschaffung ist einem Tribun ebenfalls zuzutrauen und die Männer werden ihm gegenüber sicherlich unbefangener sprechen als in Anwesenheit eines Quaestors, der doch die Vermutungen und Sorgen des Senats offen zur Schau stellt indem er und keine andere adäquate Hilfe gesandt wird. Außerdem sagst du ja selbst, dass er dem Kommandanten zur Seite stehen wird und rein gar nichts lenkt - wo ist dann die Hilfe?"


    Er befand dies für sinnlos, denn genau so gut hätte man einen Tribun dorthin schicken können, der auch noch die Kompetenz gehabt hätte etwas zu befehligen, auch wenn es einige Männer wären. Würde man einen Magistraten und eine ganze Amtsperiode dessen - das Wort wollte er nicht sagen, da es zu scharf war - somit mit einem Aufenthalt in einer der entferntesten Provinzen mit einer fast demütigenden Aufgabe verkommen lassen?


    "Einen Quaestor dorthin zu entsenden, der mit der Informationsbeschaffung betraut wird, nur mit diesem Auftrag für ein ganzes Jahr fernab Roms verweilt, kann ich nicht unterstützen. Es ist ein Quaestor und kein Speculator der Prätorianer."


    Mit diesen Worten setzte er sich.

    Furianus stand ein weiteres Mal auf, um Senator Macer seine Gedanken zu erläutern.


    "Der Quaestor soll keineswegs alle Aufgaben eines Aedils oder Vigintivirs einnehmen. Damit meinte ich einen Rückgriff bei etwaigen Problemen oder Beschwerden, denen sich der Quaestor in einem angemessenen Rahmen durchaus annehmen könnte. Natürlich gibt es Aedile, Quaestoren und Vigintiviri, doch diese Wahlperiode scheint ihre Anzahl nicht der Norm zu entsprechen - sie ist einfach zu niedrig. Daher befürchte ich aufgrund dieses Zustandes eine das Maß überschreitende Verpflichtung dieser wenigen Aedile, Quaestoren und Vigintivirn. Und eine so große Masse an zusätzlichen Verpflichtungen lässt berechtigte Zweifel an der Qualität der Erfüllung zu.
    Ich bin der Meinung, dass wir aufgrund dieser nicht übermäßig starken Besetzung dieser Ämter nicht noch einen weiteren außerhalb Roms schicken sollten.
    Natürlich werden andere Magistrate, wie auch ich selbst, versuchen diese erhöhte Masse an Aufgaben und verpflichtungenebenfalls durch unsere Hilfe mit abzutragen. Der Quaestor soll nicht alle Aufgaben übernehmen, er sollte helfen sie zu tragen, wie wir alle.
    Für Rom wäre es sicherlich besser ihn hier in der Verrichtung notwendiger Arbeiten zu wissen anstatt in einer anderen Provinz einer Flotte zur Seite zu stehen, die doch der Statthalter besser zu lenken weiß, als ein in diesem Gebiet unerfahrener Mann mitten aus Rom im kalten Germanien.
    Und ihn mit dem Ziele von Informationsbeschaffung und der Unterstützung im Kampf gegen die Piraterie dahin zu schicken halte ich für weniger sinnvoll. Ein Mann gewinnt keinen Krieg und die Informationen über die allgemeine Stimmungslage könnte auch ebenso einer der senatorischen Tribunen einholen."

    "Ein Quaestor Urbanus hat die Aufgabe, du hast es ja bereits genannt, den Reiseverkehr zu kontrollieren. Doch die Arbeit eines Quaestors wird keinen festen Rahmen haben und auch er sicherlich nicht eingeschränkt sein.
    Es mangelt uns an Aedilen und es liegt nur nahe, dass der Quaestor in diesem Falle auch mit einigen, seinen Rahmen überspannenden, Aufgaben versehen werden kann wie sein Augenmerk auf die Marktordnung zu werfen."


    Warum sollte man Männer aufgrund von Vermutungen wegschicken, wenn man doch genau so gut den Statthalter über Informationen oder Erkundungen bitten konnte.

    Furanus war froh, dass die Zeit des Wahlkampfes, die Zeit der Spannung und Sorge, nun endlich vorüber war.


    "Auch ich stimme für die Besetzung des Quaestor Principis mit Matinius Fuscus.


    Rom hat jedoch keinen Aedil und auch nur sehr wenige Vigintiviri wie auch Quaestoren. Darum wüde ich mich dem Vorschlage des Senators Quarto anschließen und Claudius Marcellus die Aufgaben eines Quaestor Urbanus anvertrauen.
    Wenn ich recht informiert bin, so diente er nicht im Exercitus, geschweige denn der Classis und dürfte mit der Provinz nicht vertraut sein.
    Er wäre hier sicherlich nützlicher."


    Außerdem konnte er sich schon denken, wie die Offiziere, die dem Senato sowieso nicht allzu wenig zu vertrauen schienen, einen neuen Vorgesetzten mit keinerlei Erfahrung auf diesem Gebiet ansehen würden. Vermutlich würden sie solch einen Mann als Vormund oder gar Beleidigung ansehen, welche doch hintergründig die Botschaft der Inkompetenz der Classis Germaniens mit sich tragen konnte. Das es nicht so war wussten alle, doch wenn die Classis dem Senat sowieso misstrauisch gegenüberstand, so konnte es schnell eskalieren und als Beleidigung aufgefasst werden.
    Als Patrizier konnte Furianus einen Claudier sowieso nicht in das kalte Germanien schicken.


    "Ferner würde ich Manius Flavius Gracchus für das von ihm angestrebte Amt des Decemvir litibus iudicandis vorschlagen."