Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    Zitat

    Original von Gaius Octavius Victor
    Na, das war ja mal eine herrlich, schwammige Antwort, wo der Praefectus Urbi doch mehr der Anhänger harter Zahlen und nicht weicher Worte war. Mit gerunzelter Stirn tat er diesen Punkt aber ab, solange keine Miesen gemacht wurden, gab Victor sich auch mit dieser Aussage zufrieden. In Kürze würde er ja wahrscheinlich eh aus erster Hand erfahren, wenn sich ein möglciher Nachfolger von Furianus bitterlich über unklare finanzielle Lagen oder gar veruntreute Gelder beklagte.


    "Und wie sieht es mit Sklaven in deinem Zuständigkeitsbereich aus? Ich denke mal, da sind zru zeit nicht alle ausgelastet, oder?"


    "Dies würde ich nicht sagen."


    Widersprach ihm Furianus sogleich und fuhr fort.


    "In den Wintermonaten wird nicht so viel Getreide geliefert wie Ende Mai, wenn die Schifffahrt wieder sicherer ist. Daher hat das Hafenpersonal nicht solche Unmengen zu verladen und nach Rom zu bringen, der Aufwand ist geringer.
    Doch dieses Personal setzt sich nicht aus Sklaven zusammen. Die meisten Sklaven arbeiten sowieso als Gehilfen oder Scribae und haben daher auch stets etwas zu tun."

    Avarus konnte also nicht zu seinen Taten stehen, wie er selbst unzählige Male, wie die jüngsten Worte bewiesen. Volksverhetzung und Frevel hatte er begangen und lief nun feige davon, versuchte sich in die gesponnen Lügen, es wäre alles frei erfunden, zu retten.
    Sich darüber zu echauffieren war zwecklos, dieser Mann besaß keinen Anstand.
    Und so ging auch Furianus, Durus folgend, von der Rostra und stellte sich zu seiner Klientel.


    Nach einiger Zeit, in der Roms Schweigen er schmerzlich zur Kenntnis nehmen musste, verließ er die Rednerbühne, von der aus er warnen und zu Anteilnahme anregen wollte. Das Volk schien entweder sehr zu leiden, denn es fand wohl kaum Zeit sich ein wenig der Politik zu widmen oder war wirklich ein anderes, nicht das, welchem in den Büchern und Reden großer Römer gehuldigt wurde.

    Auch wenn die Flavier nicht gerade arm waren, konnte sich Furianus solche Ausschweifungen auch nicht erlauben, wenngleich er es liebend gerne gemacht hätte.


    "Natürlich, es wäre eine zu große Belastung nun den Durst nach Blut und Wagenrennen zu stillen.
    Was würdest du wählen?"


    Commodus war älter und so war es auch nur logisch, dass er entscheiden musste. Schließlich hatte man sich als junger Mensch unter zu ordnen, besonders vor einem Mann und Freund wie Commodus.

    Den Kassenstand hatte Furianus, da es genug war, nicht weiter beachtet, konnte dennoch eine qualitativ hochwertige Antwort geben.


    "Natürlich.
    Nach meinen Berechnungen für die Bestellmengen und der Umschlagshäufigkeit habe ich dies sogleich bei der Buchführung von der Kasse abziehen lassen. Dennoch war nach diesem Schritt noch reichlich drin, die Lager soweit gefüllt, so dass man mit diesem üppigen Kassenstand getrost zwei oder drei Jahre arbeiten kann. Durch die von mir erreichte Kostensenkung, falls die Berechnungen auch im kommenden Jahr durchgeführt werden, dürfte es noch länger ausreichen."


    Der genaue Kassenstand interessierte den Praefectus wohl auch gar nicht, die Hauptsache war die Versicherung für ausreichende Mittel. Und diese gab Furianus gerne ab.


    Sim-Off:

    Dürfte bei gleichbleibender Klientel von 5 Mann und ohne Beachtung der erheblichen Getreidereserven der Annona Urbis für etwa 7 RL-Monate reichen.

    Zitat

    Original von Manius Tiberius Durus
    Durus lächelte müde.


    "Wir werden sehen. Letztendlich haben wir es nicht in der Hand. Die Götter werden uns beistehen!"


    Furianus stand lächelnd auf.


    "Dies hoffe ich auch, Durus, ich hoffe es."


    Sogleich reichte er ihm die Hand zum Abschied.


    "Es tat gut mit dir zu reden, Freund. Ich hoffe, dass die Augenblicke schnell verfliegen, bis wir uns wiedersehen."

    "Sofern man uns wählt."


    Korrigierte ihn Furianus. Auch wenn er, wie immer, nicht das Schlechte herbeischwören wollte, so war es doch diese Wahl, die unter keinem günstigen Stern stand. Zuerst Avarus und dann sein Beherzstes Eingreifen, was viele Bürger durchaus als privaten Feldzug ansehen konnten. Es war zwar im entferntesten Sinne eine persönliche Sache, schließlich sorgte er sich um Rom, doch man wusste nie was Avarus noch hintergründig plante. Er musste kritisch sein.


    "Ja, wenn das Theater schon meinen Gentilnamen trägt, so sollte ich von dieser Tradition nicht abweichen. Würdest du mit mir solch eine Veranstaltung organisieren wollen oder überlässt du mir das Theater und nimmst den Circus?"


    Der letzte Vorschlag war wohl, wie er im Nachhinein anerkennen musste, ein nicht allzu leichter. Beide Arten der Unterhaltung verschlangen viel Geld und noch viel mehr Zeit, als das Aufteilen nur einer Attraktion.

    Furianus, der es durchaus im Sinn hatte einen Kollegen, wenn er gewählt werden würde, über eine Zusammenarbeit zu befragen, war nun sichtlich erleichtert, dass Commodus diesen Schritt ging.


    "Natürlich, es wäre mir eine Ehre an deiner Seite die Spiele zu entwerfen und zu zelebrieren, Commodus.
    Du hast von Wagenrennen gesprochen, was spricht denn gegen eine Aufführung im Theatrum Flavium oder ist dir das relativ gleich?"


    Furianus hatte den Eindruck, dass Commodus viel lieber Wagenrennen organisieren würde, als die üblichen Kämpfe im Theater. Doch es war möglich, dass er sich täuschte.

    Furianus nickte und sprach seine letzten Worte.


    "Senatoren,


    ich habe mich stets dem römischen Volke und unserem herrlichen Staate verpflichtet gefühlt und zahlreiche Aufgaben erfüllt. Diese Erfüllung hatte stets Priorität und der Eifer, die Hingabe und das Glück meinem Vaterland in solch einer Position dienen zu dürfen werde ich auch, so denn man mich wählt, an den Tag legen, meine Pflichten gewissenhaft und strebsam erfüllen.


    Ich habe Rom gedient und will es auch mit Hingabe weiterhin tun, denn ich bin bereit. Schenkt mir euer Vertrauen und ihr werdet nicht enttäuscht.


    Ich danke euch für eure Geduld, Senatores."


    Und damit setzte sich Furianus wieder auf seinen Platz. Ein Gefühl der Zufriedenheit verspürte er nicht, denn das Gefühl der Sorge war in den letzten Tagen das dominierende gewesen, doch er war wohl nicht der einzige Kandidat, der dies verspürte.

    War, wie einige es sicherlich bemerkt haben, die letzten 2 Tage gar nicht online. Mein PC streikt irgendwie und das Modem hat sich wohl auch gegen mich verschworen. Jetzt geht es scheinbar, hoffentlich auch lange genug.


    Ich entschuldige mich, dass einige warten mussten und hoffe, dass es wieder geht.

    Furianus schüttelte müde den Kopf.


    "Feige, Avarus, um deine Worte, deine in den Senatsarchiven belegte Rede anzuerkennen und dich für sie zu verantworten?


    Ausgesprochenes Glück hast du, dass heute nicht die Männer anwesend scheinen, die damals deinen Kopf forderten - sie würden es heute ein zweites Mal tun."


    Er blickte zu Durus und dann wiederum zu Avarus.


    "Ich weiß nicht, ob deine Dreistigkeit nur alle moralischen Grenzen sprengt oder du heute irgendwie...krank bist. Merkst du denn nicht, dass du dies gerade vor Männern, Magistraten, Senatoren und Rittern, dem Volke Roms gesprochen hast?! Du leugnest hier, vor dem Praefectus Praetorio, der damals einer der vielen war, die deinen Kopf retteten, du sprichst dies vor Senator Hungaricus, der als damaliger Praefectus der Garde den Palast und deine Haut schützte?!
    Du sprichst von unzähligen von Menschen, die über deine Rede und ihre Folgen einen Artikel in der Acta Diurna lesen mussten?! Und zu guter letzt sprichst du vor Senatoren und Magistraten, die dies mit eigenen Augen sahen, deinen Frevel hier hörten?!


    Schande über dich und deine Lügen."


    Alle Anwesenden wussten noch was sich damals zutrug, sie waren schließlich nicht taub und blind gewesen. Die Männer, welche wegen diesem Frevel des Avarus im Carcer saßen, da sie Genugtuung für des Senators Rede forderten, vergaßen dies wohl nie.


    Sim-Off:

    Bitte spiel nicht falsch, Avarus. Du hast damals alles editiert, was du auf der Rostra von dir gegeben hast, um nicht bestraft zu werden, als es eskalierte. Du kannst nicht einfach sagen, nur weil du editiert hast und damals ein Schreibverbot für einige Wochen als Strafe auferlegt bekommen hast, dass dies niemals geschah, du es niemals gesprochen hast. Das ist falsches Spiel, denn so könnte man es immer machen, immer editieren und die anderen ID´s wie Geistesgestörte stehen lassen. ;)

    Und nach einigen Minuten kam auch ein Scriba mit zwei Dokumenten, die er zuerst Furianus reichte, dann durch das eindeutige Nicken des Praefectus an die beiden Männer weiterreichte.


    "Dies sind eure Urkunden und Getreidemarken. Damit seid ihr berechtigt an der Porticus Minucia Getreide zu erhalten."


    Sagte Furianus lächelnd, als sich die Männer die beiden Schriftstücke besahen.


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    Wurde verliehen am


    KAL FEB DCCCLVII A.U.C. (1.2.2007/104 n.Chr.) n.Chr.)


    an den Bürger


    Lucius Hadrianus Iustus


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    Gemäß des 1§ der Lex Matinia Frumentaria zum Codex Universalis, ist es ihm hiermit erlaubt wöchentlich 10 staatliche Einheiten Brot zu beziehen. Diese dürfen nicht an Dritte verkauft oder gegen Leistungen angeboten werden.
    Nur durch das Vorzeigen der Getreidemarke oder einem Vermerk in der Frumentationsliste der Annona Urbis, ist es ihm erlaubt das Brot an staatlichen Ausgabestellen, wie der Porticus Minucia, zu erhalten.
    Das Anrecht währt sein Leben lang, darf jedoch vom Praefectus Annonae, den Aedilen und dem Kaiser entzogen werden. Das Anrecht auf Brotspenden darf weder veräußert noch vererbt werden.



    Ausgestellt von:
    Lucius Flavius Furianus


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    Wurde verliehen am


    KAL FEB DCCCLVII A.U.C. (1.2.2007/104 n.Chr.) n.Chr.)


    an den Bürger


    Marcus Hadrianus Pictor


    [Blockierte Grafik: http://img235.imageshack.us/img235/4481/hadrpfe1.png]


    Gemäß des 1§ der Lex Matinia Frumentaria zum Codex Universalis, ist es ihm hiermit erlaubt wöchentlich 10 staatliche Einheiten Brot zu beziehen. Diese dürfen nicht an Dritte verkauft oder gegen Leistungen angeboten werden.
    Nur durch das Vorzeigen der Getreidemarke oder einem Vermerk in der Frumentationsliste der Annona Urbis, ist es ihm erlaubt das Brot an staatlichen Ausgabestellen, wie der Porticus Minucia, zu erhalten.
    Das Anrecht währt sein Leben lang, darf jedoch vom Praefectus Annonae, den Aedilen und dem Kaiser entzogen werden. Das Anrecht auf Brotspenden darf weder veräußert noch vererbt werden.



    Ausgestellt von:
    Lucius Flavius Furianus

    "Eigentlich nicht."


    Gab er ehrlich von sich und zuckte mit den Schultern.


    "Ob Wagenrennen oder Spiele im Theatrum Flavium ist mir gleich. Die Heuptsache ist doch, dass wir unseren Pflichten nachkommen und die Bürger Roms von den alltäglichen Sorgen und Nöten ein wenig befreien."

    Zitat

    Original von Manius Tiberius Durus
    "Eben das ist die Frage. Es wäre für mich aber auch ein großer Schock, wenn der Senat Avarus zum Consul machen würde. Es würde bei mir die grundsätzliche Mitarbeit an einem solchen Staat in Frage stellen."


    Er überlegte einen Moment.


    "Trotzdem muss man weitermachen. Es ist unsere Bestimmung, gegen diese Dinge anzukämpfen. Das unterscheidet uns vom Pöbel - und von Avarus, der einfach nur reicher Pöbel ist."


    "Wenn das Volk ihm die aus Spott und Verfall geformte Krone aufsetzt, indem es ihn wählt, ist jeder Zweifel berechtigt.
    Die Boni sind zu schwach, Durus, das merkt man."


    Sagte er melancholisch und sank ergriffen zurück.

    "Da es uns wohl in dieser Wahlperiode an Aedilen mangeln wird, habe ich mit dem Gedanken gespielt vielleicht Spiele für das Volk zu veranstalten."


    Er ergriff nun ein zweites Stück des wunderbaren Käses und ließ es sich munden.


    "Als magistrate wären wir sowieso alle dafür verantwortlich."

    "Auf der einen Seite ist es der Schein eines perfekten Mannes, auf der anderen Seite das Unheimliche und die Verschwiegenheit jedes Prätorianers, die eine Frau zugleich abschrecken könnten. Außerdem ziemt es sich nicht für eine Dame Ausschau nach einem Mann zu halten, denn nur ihm obliegt die Suche."


    Natürlich würde sich keine einzige Frau der Pein geben und selbst vorsprechen oder den Liebsten gar zu verfolgen. Es wäre auch recht merkwürdig, wenn sie ihren Vater bitten würde seine Tochter zu verheiraten, denn der potenzielle Bräutigam würde folgerichtig schließen, dass sie ehe keiner haben will - sie unbegehrt sei.


    "Als Princeps hat er wohl nicht die Zeit, um zu suchen."


    Anders konnte er es sich nicht erklären.


    Die Gründe für ein Amt, auch wenn es ehrlos sein würde, waren nicht von der Hand zu weisen, besonders die Gefahr, die von einem unbesetzten Amt ausging. Es meldeten sich nicht gerade viele Kandidaten und es wäre daher umso gefährlicher.


    "Das sind gute Gründe und dennoch, es stünde unter einem schwarzen Schatten. Ich muss noch darüber nachdenken, Durus, denn ich zolle meiner Familie ebenfalls Respekt und eine Erklärung, falls ich ablehnen würde.
    Doch zur Zeit überwiegt der Wunsch Avarus nicht schalten und walten zu lassen, wenigstens etwas, falls er gewählt werden sollte."

    "Nun ja, deinem Sohn wäre solch eine Entscheidung auch nich zuzutrauen, ist er doch wohl erzogen und weiß sicherlich um seine Aufgaben den Erhalt und das Ansehen der Familie betreffend."


    Eine Lupa in die Familie zu bringen würde wohl nicht dem ärmsten Römer einfallen, beleidigte er damit ja nicht nur die Familie, sondern auch die Ahnen. Genüsslich nahm Furianus ein Stück Käse und ließ den Happen auch schnell verschwinden.


    "Als Prätorianer, als Princeps, dürfte es keine allzu große Aufgabe sein bereitwillige Kandidatinnen zu finden. Die schwarzen Uniformen und die Tatsache eine Auslese zu sein, ziehen viele Frauen wie durch Zauberei an."