Im Zuge dessen könnte man auch den Advocatus als freie Berufsgruppe mit Sig. einführen. ![]()
Aber davon wird mindestens ein SL´er nicht begeistert sein, nämlich der, der diese Sigs. dann machen muss. ![]()
Beiträge von Lucius Flavius Furianus
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Interessiert verfolgte er die Ausführungen und kam, was keinen wundern würde, nicht so recht mit. Der Mann wollte scheinbar nichts herausrücken, sprach in Rätseln und stammelte vor sich hin.

"Nun gut, es ist auch nicht wichtig. Hauptsache ist, dass du das nun weißt. Das erhaltene Brot darf selbstverständlich nicht veräußert oder getauscht werden, denn es ist ein Privileg und sollte nicht in Unehre gehalten werden."
Lenkte er ein und wollte Iustus weitere Nachfragen ersparen.
Dann notierte er noch einige Minuten die wenigen Daten und blickte dann lächelnd hoch."Meinen Glückwunsch, die Herren. Ich werde euch auf die Frumentationsliste setzen lassen. Wenn ihr euch einen Moment gedulden könnt, so werden eure Getreidemarken bald fertig sein."
Er wies auf eine Sitzreihe, auf der schon unzählige Bewerber davor Platz nehmen mussten.
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Original von Medicus Germanicus Avarus
Ahja! Avarus verdrehte die Augen, wartete allerdings, bis Hungaricus, der hinzu getreten war, geendet hatte, um noch eine Passage hinzu zu fügen:"Oh weh mir, oh weh wenn deine Spione genau so ihre Quellen voller Details und 'Wahrheiten' versorgen, als das sich ein Furianus daher stellen kann, um anzuklagen, um darüber zu ziehen, um zu lügen und Tatsachen zu verdrehen. Jetzt erscheint es mir auch logisch, weil ich die Wahrheit kenne, warum deine gesprochenen, wie gedachten Worte soweit von dem abweichen, was ich als Tatsachen in Erinnerung habe. Wahrscheinlich hast du die Wüstenspinnen befragt, was der Avarus in Mauretanien und Africa Proconsul gemacht hat. Hast mit den Beduinen einen kühlen Wein geschlürft, um dich anmaßen zu können, wie ich meine Arbeit als Legatus erfülle. Sicher hast du in jeder Mansio des Westens und Nordens einen Spion sitzen, der am Tage einer geregelten und umsichtigen Arbeit nach geht, um in der Nacht mit Öllampe und Griffel bewaffnet nach Schandtaten des Avarus zu suchen.
Weißt du wie ich das sehe Flavier? Du machst ich lächerlich. Du lügst das sich die Balken der Rosta biegen und das Volk von Rom ist gut beraten zu erkennen was Wahrheiten und Lügen sind und danach zu entscheiden. Ich für meinen Teil habe entschieden und es wäre geschmeichelt ausgedrückt, wenn ich es als Unwahrheiten titulieren würde."
Er winkte ab. Der Mann hatte ein tiefliegendes Problem. Ein Arzt konnte wahrscheinlich schon zu spät sein, jetzt in dieser Phase des Tumors.
Dieser Furianus hatte doch wirklich auf der Rosta erklärt Spionen nach dem Avarus zu senden. Wieviel hatte jener an der Hand um alle potenziellen Senatoren, Feinde, Bürger und arbeitende Menschen des Reiches zu überwachen?

Da es sicherlich nicht der rechte Zeitpunkt war zu erläutern inwieweit sich die Informationen mit denen des Senators Hungaricus deckten, nickte er ihm zustimmend zu, wandte sich jedoch wieder an Avarus, der es nicht lassen konnte.
"Natürlich Avarus, denn deiner Ansicht nach sind wir doch sowieso alle Abkömmlinge einer Räuberbande, deren Begründer die größten Räuber sind, zudem lügen hier Magistrate und Senatoren, um dir nur irgendwie zu schaden, wie auch ich meine Spione überall aussende, um dich zu beschatten - vielleicht auch bald Meuchelmörder, stell es dir nur vor, Senator.
In was für einer Welt lebst du denn, dass du dies nur ansatzweise denken kannst, geschweige denn so unverfroren äußern?!
Ich bin es mir nun wirklich leid hier deine Verfehlungen aufzuzählen, auf die du ja auch nicht groß reagierst, statt dessen Lügengeschichten und Fantasien zur Realität werden lässt.
Als Magister Architecturae solltest du wissen, dass die Rostra keine Balken hat, Avarus.
Ich bin nicht hier, um mich mit dir zu streiten, ich bin hier, da nicht nur ich, sondern auch viele ehrenhafte Bürger Roms keine Zukunft für ein Konsulat unter Avarus sehen, denn es ist unser aller Pflicht Rom zu verteidigen. Römer gaben ihr Leben für diese Stadt, für unser Volk, und das geringste, was ich nur tun kann, tue ich hier und jetzt."
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"Es ist schon auffällig, dass ein Senator die Castra Praetoria besucht und dann mit dem Praefectus zum Kaiser vorgelassen wird, meinst du nicht, dass es dem ein oder anderem Mann aufgefallen sein könnte und man Senatoren ja sowieso immer nachsieht, schließlich sind das potenzielle Statthalter von Morgen? Und wenige Tage später wird dann das Gehalt erhöht. Ist das nicht ein logischer Rückschluss oder muss ich, bevor ich diesen ausführe, Beamte befragen?"
Die Bemerkung des Hungaricus, eine eindeutige Beobachtung sei nicht relevant war doch verwunderlich. Ein Praetor tat nichts anderes, als zu beobachten und seine Entscheidung aufgrund von Indizien, solange keine Beweise vorlagen, und der logischen Rekonstruktion des Falles zu fällen. Schließlich sprach man Recht und war kein Seher oder Spion.
"Aber dies, wie auch diese Anfeindungen, waren nicht der Zweck, warum ich hierher gekommen bin."
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Nun war auch halb Rom auf die Rostra geeilt, unter ihnen auch Senator Hungaricus, den Furianus kannte und auch immer schätzte. Dass sich dieser, als Konsular, auf die Seite eines Frevlers stellte, war nicht ganz klar, denn sein Ausruf war nicht für oder gegen den Kandidaten.
So wandte er sich an den Senator und beantwortete ihm dessen Frage, auch wenn er sich wunderte, dass jener nun genaue Personen verlangte.
"Entschuldige, dass dich Avarus soeben als schwätziges Weib titulierte, denn das bist du nicht - du bist ein ehrenhafter Mann.
Meine Quelle sind meine Klienten, die den eben hier genannten Avarus zu dir kommen sahen und danach euch beide auf den Weg zum Kaiser. Kurze Zeit später die Gehaltserhöhung.
Es war ein Rückschluss, der auch nicht angefochten werden kann.Avarus, du siehst, Hungaricus ist kein geschwätziges Weib und deine Beleidigung nicht angebracht."
Somit war die Ehre des Hungaricus verteidigt worden und Furianus wandte sich wieder der Menge zu.
"Euer Volkstribun steht hier und ist der gleichen Ansicht, ein Aedil steht hier ebenso an meiner Seite, wie auch der Praefectus Praetorio die Ansichten des Avarus, ich und damit alle anderen seien Lügner, nicht zu teilen scheint.
Haben wir uns etwa alle gegen den Senator Avarus verschworen oder nehmen wir Stellung zu der angestrebten Kandidatur?!
Senator Avarus soll, wie unliebsam er mir und den anderen auch ist, seine Beleidigungen unterlassen, denn ich habe mich an das Volk gewandt um diese Kandidatur anzufechten, nicht um ihn hier zu verurteilen." -
Furianus tat es ihm gleich. Es war ein lockeres Gespräch zu welchem nun auch die Speise angerichtet wurde. Es war gebratenes Lamm, Fisch mit Garum und anderen Köstlichkeiten, die der Vorratschschrank des flavischen Domizils zu bieten hatte.
"Du wirst wohl Heiratspolitik betreiben?"
Fragte er, nachdem er einen Schluck des guten Weines zu sich genommen hatte.
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Furianus konnte nur ein Lächeln auf diese Aufzählung erwidern. Es war schon beinahe belustigend, wie sich Avarus an einen dünnen Ast der Argumentation klammerte, indem er Furianus einfach so fehlende Kompetenzen zuschrieb, auch wenn er selbst niemals so viele, damals wie heute, aufbringen konnte, wie Furianus.
Aber es war Avarus und von ihm war nichts anderes zu erwarten. Doch warum hatte er nicht zuvor, bei den Kandidaturen zum Quaestor oder Aedil diese fehlenden Kompetenzen angebracht? Ja, da war er noch nicht von Hass durchtrieben, wie heute.
Furianus musste also Legatus Legionis, Proconsul und auch mal Kaiser gewesen sein, damit Avarus sich dazu erwärmen konnte diese Anklagepunkte zurück zu ziehen. Selbst fragte er sich, ob Avarus so selbstkritisch verfuhr, wenn er kandidierte. Was er selber niemals aufweisen konnte, das musste nun Furianus haben.
Aber zum Glück würde keiner der Senatoren diese von Hass getriebene Meinung teilen.So blickte er in die Runde, um sich wirklich ernst gemeinten Fragen stellen zu können, die nicht alle Sterne vom Himmel holten, um ihn von der Kandidatur abzubringen und sich Genugtuung zu verschaffen, wie es einer so gerne tat.
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"Wer mir glaubt oder nicht, das überlasse jedem selbst, Avarus.
Woher ich meine Informationen habe, das wurde doch soeben erwähnt oder hörst du mir nicht zu?"
Wenn ich lüge, Avarus, warum gibt es Akten, warum gibt es Männer und Frauen, die mir dies alles bezeugen können? Ist das eine Verschwörung gegen dich? Glaubst du das wirklich?
Was Schande ist, hast du nicht zu bewerten, der du die Schande über uns bringst. Mit deinen damaligen Worten und deiner jetzigen Kandidatur.Kannst du selbst reiten, Avarus? Als Postbote hast du selbst noch nie gearbeitet, lüge uns also nicht vor du würdest auf dem Rücken enes Pferdes die Alpen überqueren, denn du würdest es mit einer Legion und einem Domizil auf Rädern nicht wagen, es wäre dir zu beschwerlich.
Furianus seufzte. Es war schwierig mit einem Mann, der sich in die Ecke gedrängt sah und um sein Gesicht rang, dass er selbst beschmutzt hatte, noch vernünftig zu sprechen.
"Ich bin nicht hier, um dich irgendwie zu beleidigen oder ein Rededuell mit dir zu führen, ich bin hier, weil ich der Meinung bin, dass es genug ist, dass du uns alle damals beleidigt hast und es mit deiner Kandidatur nicht noch einmal tun musst.
Ich bat das Volk um ihre Meinung, nicht um deine Anschuldigungen, mit denen du mich nun versuchst aus der Fassung zu bringen, da wir beide wissen, dass nicht ich es bin, der lügt, sondern du." -
"Nenne mir einen, der fähiger ist dies Amt zu bekleiden, als ich es bin.
Und du hast recht, da wo dein Name in großen Buchstaben prangt, das nennt man Forum und die Überschrift über deinem Namen heißt Nota Censoria, Avarus. Dort wird mein Name, besonders unter dieser Überschrift, niemals stehen.
Meine Zunge ist also schändlich für das Amt des Praetors und deine hat gereicht?"
Furianus lachte auf, es war einfach zu köstlich, dass der Senator nun seine mit der verglich, die noch vor einem Jahr den Sturm auf den Palast des Kaisers intiierte.
"Du siehst mich zu recht lachen, Senator Avarus. Meine Zunge formt keinen Frevel, den deine doch so gut kennt. Zwei Mal sprach sie ihn. Das erste Mal im Senat, das zweite Mal auf der Rostra. Ja, vergleichen könnte ich mich mit dir auch nicht.
Du nennst meine bisherigen Verfehlungen, kannst mir jedoch keine einzige aufzeigen. Meine fehlenden Referenzen nennst du auch, doch ich hätte gerne deine gewusst, bevor du zur Praetur kandidiert hast. Du hast sie mir noch nicht verraten und so schließe ich daraus, dass eben du, der mich deswegen anklagt, selbst keine aufzuweisen hattest.
So beende den kleinen Privatkrieg, Avarus, und schweige, wenn es deine Absicht ist mich vor dem Senat als unfähig zu bezeichnen ohne jeglichen Beweis dazu zu liefern. Das nennt man nämlich nicht Fragen stellen, sondern Beleidigung.
Außerdem sagst du, kann sich Rom nicht erlauben unfähige Praetoren zu vereidigen, so wie es sich auch nicht erlauben kann unfähige Konsuln zu ernennen.Und ich bin nicht der, den du zu den Unfähigen klassifizieren kannst, denn ich diente meinem Land immer gewissenhaft und habe meine Aufgaben immer mit Zufriedenheit erledigt."
Er wandte sich von Avarus ab, denn er schien diese Angriffe nun beenden zu wollen, so wie auch Furianus sich nicht mehr für Anschuldigungen rechtfertigen wollte, die jedem Beweis entbehrten.
"Senatores, ich habe lange gewartet diesem Gremium endlich anzugehören und es erfüllt mich mit Stolz hier zu stehen.
Wie ich es zuvor immer dem Volk gedankt habe Rom im Cursus Honorum dienen zu dürfen, so würde ich auch in dieser Wahlperiode mein Bestes geben, was immer gereicht hat, um die Ämter, die mir anvertraut wurden, mit meinen Fähigkeiten und Ehrgeiz zu bekleiden und die mir gestellten Aufgaben alle zu bewältigen." -
"Nein, lediglich einen Bruder."
Von dem er schon eine ganze Weile nichts mehr gehört hatte, aber das brauchte hier nicht zu fallen.
"In Rom gibt es viele Frauen, die deinem Sohn Kinder schenken könnten, er muss sie nur finden."
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"Gut, dann schau in die Senatschronik, wo du deine Rede finden wirst. Blicke in das Scrinium Memoriae und du wirst deine Reise auf Kosten des Staates finden, die du ja so gutherzig verleumdest nie begangen zu haben.
Frage Senator Hungaricus, den du gebeten hast diese Gehaltserhöhung durchzusetzen.Und nun, Senator, sind die Patrizier nicht mehr die Bösen? Nun ist mein Stand der voller Unschuldiger, denen nur ich Schande bereite? Vor ein paar Sekunden hast du mich noch verurteilt ein arroganter Patrizier zu sein, der doch meinem Stande so gerecht geworden ist und nun bin ich der, der meinen Stand befleckt. Deine Worte sind lächerlich.
Du scheinst meinen Vater ebenso gut zu kennen wie ich und weißt scheinbar, dass es ihm Kopfzerbrechen bereitet, wenn ich meinem Vaterland diene und nicht untätig herumsitze. Ja, sogar jetzt diene ich, indem ich hier vor dir spreche.Die Arbeit muss von Rittern getan werden, sagst du, doch warum war das Amt des Praefectus Annonae so lange Zeit vakant? Warum ist die Getreideversorgung von mir effektiver gestaltet worden, warum kommen nun mehr Bewerber für Getreidespenden, wenn es doch jeder besser machen könnte? Warum hat es keiner besser gemacht, bevor ich kam?!
Du sagst meine Arbeit sei rein gar nichts, doch das Volk wird dir gerne das Gegenteil beweisen. Was machst aber du, was ist deine Arbeit? In deinem Officium bist du nicht häufiger als einmal im Monat, was machst du, wenn doch die Praefecti Vehiculorum die eigentlichen Träger deines Amtes sind, dein Amt neu eingeführt worden. Wozu, frage ich mich? Für deine Reisen?Natürlich finde ich die Spesen, Senator, das kleine Entgeld, was sich in deinen unzähligen Grundstücken ausdrückt. Es sind wohl keine Spesen, wenn man Informationen über die Anzahl deines Grundbesitzes besitzt. Du scheinst diesen Besitz, einem Crassus würdig, nicht geerbt zu haben, da du ja an einem holzernen Tische essen musstest. Was, als diese Spesen, soll sie dir finanziert haben? Deine Betriebe wohl kaum, das weiß ich aus der Zeit meines Aedilats.
Deinen Stand verleugnest du, Senator, und bist durchdringt von Eifersucht, dass sich wunderbar in deinem curulischen Aedilat ausdrückt. Einem Patrizier willst du ähnlen, doch nun bist du ein armer, unschuldiger Mann, der aus Unwissen alles verschmäht hat, woran das Volk glaubt?"
Das Publikum applaudierte sofort und einige verschmähten Avarus mit Fäkalworten. Das Kohl war wohl nur der Anfang.
Sim-Off: Wenn du die Massen mitspielst, dann darf ich es auch.

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Furianus musste nun verlegen lächeln. Welch eine Pein.
"Entschuldige, ich war wohl noch zu betroffen von deiner ersten Aussage, dass ich die zweite nicht recht hörte.
Hat dein Sohn nicht vor zu heiraten, denn wenn die Prudentia doch schon so klein ist, erwartet man dies nur zu Recht von ihm. Er muss, als Erbe, den Fortbestand sichern, so wie du es erfolgreich gemacht hast."
Er musste schnell ablenken, denn er war wohl schon rot aufgrund dieses Versprechers.
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"Dann warst du ein schlechter Praetor, der nicht weiß, wie man Nachforschungen betreibt.
Eine Bildung in Staatskunde fehlt mir? Hast du sie, Avarus? Und wie hast du sie, als Postbote, erlangt?
Dass du in in vierlei Hinsicht nicht gerade kundig bist, beweist deine Annahme ich würde nur Getreide verwalten.
Auf meine Fragen gehst du auch nicht ein. Das könnte ich auch machen, Avarus, doch ich antworte dir. Antworte du mir doch auch mal, denn grundlose Anschuldigungen werde ich nicht dulden und dir immer widersprechen können. Es ist jedoch ein aussichtsloser Kampf, wenn du dir neue Gründe immer wieder erdichtest ohne sie mit Beweisen zu festigen.Deinen Werdegang kannst du mit meinem nicht vergleichen, Avarus. Du kannst auch nicht sagen, dass du aufgrund deiner Provinzialämter nun kundiger bist als ich, denn was du aus Erfahrung wissen könntest, könnte ich ebenso aus den Büchern lernen. Ich kann auch von mir sagen, dass ich in Curien vertreten war, doch ein Vergleich, wer wo und wie viel gemacht hat, würde deine Meinung auch nicht festigen.
Wenn du glaubst, ich sei zu jung dieses Amt zu bekleiden, zu unerfahren, so sage ich dir: Vergleiche mich nicht mit dir. Wir sind zwei verschiedene Persönlichkeiten und du kannst mir nicht unterstellen, wenn du in meinem Alter und mit meinen Ämtern, den Erfahrungen, kein Gericht leiten konntest, dass ich es ebenfalls nicht könnte.
Es gibt Männer wie Alexander der Große, die in ihrer Jugend schon die ganze Welt erobern und es gibt Männer, die im Greisenalter noch als einfacher Scriba tätig sind. Menschen kann man nicht vergleichen, Avarus, Menschen kann man nur vertrauen.
Und darum stehe ich hier, denn ich würde das in mich gesetzte Vertrauen, euer Vertrauen, wie ich es schon mehrmals unter Beweis gestellt habe, nicht enttäuschen."
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"Natürlich nicht, Avarus. Der Senat wird, wie immer, in gesitteter Form entscheiden, doch er wird wissen, was das Volk denkt, was es ihm sagt.
Du legst mir wiederum Worte in den Mund, die ich nie aussprach.Was deine Bemerkungen aufgrund meines Standes angeht, so denke ich, dass du dies nicht ohne Grund erwähnst. Weißt du, was der wahre Grund deiner ständigen Anklage meines Standes ist, deiner ständigen Behauptung ich hätte meine Füße hochgelegt und die Arbeit, die ich verbracht habe, sei einfach so entstanden? Der wahre Grund ist Eifersucht, dass du nicht an meiner Stelle in jenem Haus geboren wurdest.
Liegt da dein Hass auf alles Römische begraben, besonders der gegen meinen Stand, der wir doch auch Römer sind, wie du und jeder andere? Bist du eifersüchtig auf das Geld, um welches sich unser Stand nicht sorgen muss, dass du es dir in übertriebenem Maße anhäufst und dein Amt bekleidest, dass das Gehalt meines Amtes, eines der wichtigsten in ganz Rom, aufgrund einer von dir geforderten Gehaltserhöhung nun übersteigt? Und sage mir nicht du dienst Rom - du dienst dem Sesterz.Wenn du so lapidar behauptest mir wäre die legion zu schmutzig gewesen, so gehe hin und frage meine Kameraden, meine Ausbilder! Warum scheust du dich davor zu erwahren, dass ich mit meinen Kameraden gelitten und geschwitzt habe, wie jeder von ihnen?
Warum dientest du niemals in der Legion? Bist du dir dafür zu schade oder machst du lieber Reisen durch das Mittelmeer, wie du es nach deinem gescheiterten Konsulat getan hast?Die Frechheit, mit der du damals deine Rede vor Senatoren und dem Volk gehalten hast, wird mir immer wieder durch diese haltlosen und unbegründeten Inhalte bewiesen.
Und nun gehst du sogar so weit, dass du die Getreidespenden des Kaisers in den Schmutz ziehst. Reicht es dir nicht nur das Volk, unsere Geschichte, Die Götter zu beleiden, warum vergreifst du dich nun an dem Kaiser?!
Der Einzige, der seine Hochnäsigkeit durch die Pralerei mit seinen "Schätzen" und einer unmöglichen Dreistigkeit immer wieder aufzeigt bist nämlich du, Avarus!
Weil ich hier stehe, auch wenn ich als Patrizier nicht verpflichtet bin mich hier deinen schmutzigen Worten zu stellen, bin ich also arrogant und du, der jetzt auf einmal von einem Holztische gegessen hat und hier seine Armut vorgaukelt, ein Plebejer?
Du bist doch der Erste gewesen, der sich sofort nach der Ernennung zum Senator vom Volke distanziert, es sogar beleidigt hat. Was hast du für das Volk getan, dass du mein Amt und meine Person erneut beschmutzt?"Er konnte nicht glauben, dass sich dieser Mensch so etwas noch vor dem Volke von sich gab. Er, der wie ein Adler nur auf der Suche nach Reichtum und Macht kreist, es anschließend wie ein Löwe gegen jeden Stand verteidigt, wie er es mit seinem Amt immer tat.
Sim-Off: Und was macht er? Er steht nur rum und schaut zu, darf er das nicht oder ist das Beeinflussung?
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"Es tut mir leid, Commodus, das wusste ich nicht."
Entgegnete er sichtlich betroffen und verstummte sogleich. Das Gespräch war so angenehm verlaufen und er hatte es nun ins Wanken gebracht.
"Also ist sie deine Schwester?"
Wie alt musste diese Frau sein, wenn er sich Commodus betrachtete?
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Furianus blickte, nachdem er sich die Daten notiert hatte, mit fragendem Gesichtsausdruck auf.
"Ich wüsste nun nicht, welches Amt außerhalb Roms kurz dauert. Was hast du denn vor?"
Ein Lächeln zeichnete sich ab, denn von einem Amt, dass jemand nur kurzfristig einnahm, hatte er auch noch nie gehört. Doch er musste die Frage ja noch irgendwie beantworten und so dachte er kurz nach, antwortete dann etwas nachdenklich.
"Auf deinen Bruder würde sie nicht übergehen. Er könnte zwar, mit einer Einverständniserklärung von dir deine Ration an der Porticus Minucia abholen. Aber, dass er das langfrisitg bezieht, ist ausgeschlossen.
Wenn du nur für einige Zeit verreist - damit meine ich weniger als ein Jahr - wirst du deine Rationen eben nicht abholen können, die Getreidemarke verfällt jedoch nicht. Du kannst also auch etwas länger Rom fern bleiben, die Getreidemarke bindet dich ja nicht an eine Leine."Obwohl das mal eingeführt werden müsste, um so gute Männer in Rom halten zu können.

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Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

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Original von Medicus Germanicus Avarus
Hinter dem Rücken hatte jemand etwas gekrächzt. Durch den Stimmbruch, der ihm auch schon im Senat aufgefallen war, wußte Germanicus Avarus, das es nur ein Bube sein konnte, der da seine Guschn aufriss. Er wandte sich um und ging die drei Schritte zurück.Nichtmal zwei Köpfe weiter fiel jemanden etwas runter. Doch der Kopf des Avarus war eher auf diesen Patrizierspross gerichtet, welcher wohl doch nur Dämlichkeiten in seinem Nischel hatte.
"Ah ich hätt es wissen müssen, wo dieser Flavier auftaucht, wird das Volk mit gelogenen Worten aufgewiegelt." Er sah zu Heron, der nur nickte.
"Du hast es bereits zu weit getrieben Flavier. Verbreite deine Lügen an in einer Schänke. Brülle sie daheim deiner Sippe ins Ohr, aber höre auf einen Senator von Rom in aller Öffentlichkeit zu verleumden. Denn noch ein zwei Worte und du wirst, noch vor den Wahlen das Gericht sehen und zwar von innen. Hab ich es dir nicht schon im Senat gesagt, mußt du in jedem Fall die Grenzen ausweiten, nein überschreiten. Muß ein Junge wie du immer austesten, wie weit sich jene Grenzen dehnen lassen?"
Es schien so. Jeder gerade volljährig gewordener Kerl dachte wohl so. Nichtmal Bartstoppeln, aber die Guschn bis zum Horizont aufreißen müssen. Na wenn er unbedingt wollte, so war er eben in Zukunft bester Kunde in der Basilica. Wenn auch nicht als Rechtsgelehrter [SIZE=7](-leerter)[/SIZE] sondern als Verklagter.
Sim-Off: Edit: Erst jetzt gesehen. Es ist nicht vorgesehen seine Meinung mit mehreren eigenen IDs zu unterstützen. Du solltest die Spielregeln kennen, Furianus.
Furianus schüttelte den Kopf.
"Zuerst hast du meine Anklage still angehört, hast dich wie eine Schlange versucht heraus zu winden, indem du versucht hast meine Fehler aufzuzeigen, mich wieder als Patrizier zu verklagen und nun sagst du ich lüge. Du bist nicht sehr glaubhaft, Senator, denkst du nicht?
Ist es nicht langsam ermüdend mich aufgrund meiner Abstammung gleich der Bestechung zu bezichtigen, die doch deiner Person nachgesagt werden könnte? Warst du es, der mir Eifersucht aufgrund deines Geldes vorgeworfen hat?
Du hast die Mittel zur Bestechung, ich scheinbar nicht, wenn ich doch in Eifersucht schwelge. Aber Eifersucht worauf? Eifersucht auf deinen Trieb der Sesterze zu folgen, Eifersucht auf deine Zunge, aufgrund der du dich nun mit einer Nota Censoria belegt hast oder deinen vielen Betrieben, die du als Senator aufzugeben hast?"Sim-Off: Ich frage mich, Avarus, mit welcher ID ich nun meine Meinung unterstütze? Oder spiele ich hier alle ID´s?

Dann wandte er sich zu dem Mann, den er noch nie gesehen hatte, welcher sich jedoch hier als das Volk ausgab. Vermutlich war es ein Klient des Avarus oder einer derer, die für Geld die Stimme erhoben.
"Wie heisst du denn, Mann des Volkes, der Avarus doch so gut zu kennen scheint und mich, den Praefectus Annonae, nicht?
Du fragst, was ich für das Volk getan hätte? Nun, anders als dein hochgeschätzter Avarus habe ich mitten unter Männern des Volkes in der Legion gedient. Seite an Seite mit Plebejern, wenn du es genau wissen willst - dazu war ich nicht verpflichtet.
Ich habe auch bei der Feuerwehr Roms gedient und habe zu dem Löscheimer gegriffen als Rom gebrannt hat. Hat es dein Avarus getan? Wo war er?
Desweiteren war ich Architectus Provinciis in Hispania und habe dort zwei Kastelle umgebaut, damit sie die Stadt Tarraco und letztlich die Bürger weiter verwenden können. In Carthago Nova habe ich eine Wasserleitung bauen lassen, die die Menschen nun mit Frischwasser versorgt.
Als Quaestor habe ich so manch einem Kandidaten aufgrund meiner Recherchen das Bürgerrecht oder den Ordo Equestor ermöglicht, habe im Zuge meiner Aufgabe auch die Chroniken unserer Stadt mit meinen Kollegen gefüllt, stand dem Kaiser als Sekretär zur Seite.
Als Aedil habe ich die Marktordnung kontrolliert, damit Bürger ihr Brot auch zu den erlaubten Preisen kaufen und nicht gegen geltende Gesetze verstoßen, die ich auch gewissenhaft geahndet habe.
Und nun, Bürger, stehe ich vor dir als Praefectus Annonae und sorge dafür, dass das Brot auch so viel kostet, damit du es dir leisten kann und ermögliche 200.000 Bürgern Roms den Erhalt von Getreidespenden.Du siehst, Bürger, ich hatte reichlich zu tun. Und du fragst mich nun allen Ernstes noch was ich für das Volk getan habe?!
Dieser Mann war weder ein normaler Bürger, noch ein angemessen informierter.
"Bedenke, was du da sagst, bevor du mir Unmündigkeit vorwirfst. Stehe ich denn nicht hier, um euch um eure Meinung zu fragen, auch wenn ich diesen Mann sowieso niemals wählen würde? Warum hast du es nicht getan oder ist es dir schlicht egal?
Und wenn ich nicht fähig wäre Entscheidungen zu treffen, so stünde ich nicht hier."Caecilius Metellus warf Furianus einen freundlichen Blick zu, denn er schien sich nicht von dem Gelde des Avarus zu kaufen.
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"Ich habe dich doch kurz erwähnt, Avarus, und nun ziehe ich dich zu etwas heran?"
Sagte er mit einem milden Lächeln auf dem Gesicht, denn mit Avarus konnte man rechnen, wie mit der allmorgendlichen Morgenröte.
"Ich war im Militär, Avarus, warst du es?"
Irgendwie schien der Senator nicht zu verstehen, dass er seine Dienstzeit in der Legion nur der Form halber erwähnt, wie er auch die Arbeit als Architectus Provincialis oder als Praefectus Annonae erwähnen könnte.
"Die Spiele waren schlecht, Avarus? Warum hat mir das bloß keiner gesagt? Oder ist deine Meinung nun die Meinung des Volkes und in deiner Fantasie ist ein unglückliches Volk gereift, das nur durch die Spiele meiner Vorgänger besänftigt worden ist.
Was hat dir an den Spielen, die ich mit meinem Kollegen, Senator Prugitius Macer, veranstaltet habe, gefehlt? Los, sag uns doch, warum sie deiner Meinung nach so schlecht waren, doch du wirst der einzige sein."Ein weiteres Mal wurde Avarus belächelt. Es war ein großes Kunststück einfach das wegzulassen, was nicht der Argumentation entsprach.
"Hattest du vor deiner Praetur Erfahrungen als Advocatus oder Iudex vorzuweisen?
Du vergisst scheinbar, dass ich mit der Rechtskunde vertraut bin, ansonsten hätte ich den Cursus Iuris nicht bestanden, den doch unser Kollege Senator Vinicius Hungaricus und Decimus Mattiacus, ein hoch angesehener Jurist, abnehmen. Willst du sagen, dass der Kurs so einfach ist, dass ich bis heute nicht kundig bin?"Auf die Antwort war Furianus gespannt, denn Avarus würde nicht nur ihn diskreditieren, sondern auch die beiden ehrenhaften Männer beleiden, falls er das von sich stieß, was er immer tat - Lügen.
"Ich glaube auch, dass ich im Amte des Praefectus Annonae sehr wohl mit der Verwaltung betraut bin.
Eine Gegenfrage: Hast du dich damals, vor deiner Praetur, in den Dienst einer kaiserlichen Verwaltung gegeben, die sich mit dem Recht befasst? Warst du in diesen Amtsstuben tätig und bist gereift?
Was hast du als Aedil geleistet, was als Praetor? Warst du Iudex oder hast dich gar in so jungen Jahren um die Getreideversorgung Roms gekümmert?Blicke in den Spiegel, Avarus, und erkenne, dass deine Anklage nicht unberechtigt sein darf. Das führt uns wieder zu meiner Kandidatur, denn ich bin mir sehr wohl über die Pflichten eines Praetors bewusst. Ich weiß, dass ich der Neutralität eines Richters folge leisten muss, ich weiß, dass ich keine Anklage geltend machen werde, bevor ich keine Zeugenaussagen oder gute Gründe habe. Hast du gute Gründe für deine jetzige Anklage?
Ich habe meine Pflichten stets erfüllt, ob in Hispania als Architectus Provincialis, in der Legio, im Curus Honorum oder auch jetzt in der Cura Annona als Praefectus Annonae."
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An den Volkstribun gewandt und doch in angemessener Lautstärke sprechend, damit auch das Volk es hören konnte, erwiderte Furianus.
"Ich will dem Volkstribun keineswegs die Rolle stehlen, denn er ist der Mann des Volkes, ihm gebührt die Ehre die Sorgen und Anliegen des Volkes bis in den Senat zu tragen.
Doch dies bedeutete nicht, dass ich, als Römer, es nicht wagen dürfe mich auf die Rostra zu stellen, um die Meinung des Volkes zu erbitten. Das Volk darf auch nicht denken, dass sie alleine sind und sich nicht nur der Vlkstribun für die Römer interessiert.
Ich bin kein Respräsentant des Senats, ich bin nur ein kleiner Teil dieses Gremiums, doch ich hoffe, dass ich nicht alleine hier stehe, nein, ich weiss es.Das Volk vergisst keine Beleidigungen, wie auch ich sie nicht vergesse. Darum stehe ich hier und rufe euch an."
Auch er wurde der Aktion mit dem Gemüse gewahr, wandte sich sogleich an das Volk.
"Mitbürger, Römer, wehren wir uns mit Worten und nicht mit Gewalt. Gewalt ist kontraproduktiv, wie man es aus der damaligen, der ersten, Reaktion des Volkes auf des Senators infamen Auftritt entnehmen kann. Erhebt euer Wort, so dass der Senat euch hört!"