Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    Furianus nahm die Grüße mit einem Lächeln entgegen und beduetete einer Sklavin aufgrund dieser erfreulichen Information den Gesandten einzuschenken.


    "Ich hoffe, dass es nichts Ernstes ist?"


    Fragte er sogleich besorgt und ergriffen. Längere Reisen kamen ihm persönlich, besonders zu See, nicht als sehr strapaziös vor - hoffentlich verschwieg der Senator keine gravierende Krankheit.

    Zitat

    Original von Lucius Annaeus Florus
    Gut, dann sei es so. Wohin soll ich die Ergebnisse der Mission melden, wenn sie welche zu Tage fördert?


    Diese Information benötigte ich noch, danach erhob ich mich, um den Gast gebührend zu verabschieden, respektive die Wache anzuweisen, ihn wieder zum Tor zu begleiten.


    "Ich würde es sehr begrüßen, wenn mir die Früchte der Mission gesandt werden - in die Villa Flavia in Rom, falls dies möglich ist."


    Antwortete er dem Praefectus und erhob sich ebenfalls, um sich von diesem in angemessener Form zu verabschieden.

    Wie es der Opferablauf und die göttliche Ordnung verlangte, so war er nun an der Reihe sich in die Mitte zu begeben.


    Furianus, dieser Ehre und der angemessenen Würde bewusst, schritt langsam aber dennoch zielsicher der Mitte des Kreises entgegen. Er postierte sich vor dem kleinen Waschbecken und tauchte demonstrativ langsam seine Hände hinein, die auch sogleich von einem popa, der mit einem weißen Leinentuch bereit stand, abgetrocknet.
    So wusch er sich, wie es Brauch und Sitte war, rein, bevor er seine toga leicht löste und das Stück Stoff über sein Haupt legte. Natürlich war dort wiederum ein popa zur Hilfe abgestellt worden, der diese "Kapuze" zurecht zupfte.


    Das weisse Rind, welches heute von ihm der Iuno geschenkt werden sollte, stand schon angekettet, mit der Wolldecke und weißen und scharlachroten Wollbinden um die Stirn, den infulae mit vittae, bereit.
    Die Opferprüfung, hostiam probare, vollzog er sogleich, indem er das Tier langsam umrundet hatte und mal hier und da kurz inne hielt, um den Schein einer sorgfältigen Prüfung aufrecht zu erhalten - jeder wusste bereits, dass das Tier vorher sorgfältig erwählt und kleine Mängel auch mit ein wenig Farbe retuschiert wurden.


    Nun wurde ihm von einem weiteren Opferhelfer die Schüssel mit der von den Vestalinnen gefertigten mola salsa gereicht, wie auch ein Weinschlauch.


    "Dieses Tier weihe ich der großen Iuno!"


    Rief er in klarer und fester Stimme aus, um sogleich danach die mola salsa aus der Schüssel über das beruhigte Rind zu streichen und es mit dem Wein zu übergießen. Somit war es nun ein heiliges, ein sakrales Tier.


    Nun hatte Furianus etwas zeit sich zu ordnen und noch einmal Luft zu holen, denn das Tier wurde nun entschmückt. Dies taten, weshalb sie auch sehr zahlreich vertreten waren, Opferhelfer.


    Ein popa, der mit einem goldenen und mit wunderschönen Edelsteinen besetzten Opfermesser zu ihm schritt, überreichte ihm dieses, das culter. Das Opfermesser lag aufgrund seiner Verzierungen und dem prunkvollen Design sehr schwer in der Hand, was Furianus nicht besorgte, denn er würde das Tier nicht schlachten müssen.
    Den Richtlinien solch eines Opfers folgend strich er dem Tier mit dem culter von Kopf bis zu dem Schwanz, damit es vollkommen entkleidet geopfert werden sollte.
    Mit angemessen ernstem Gesichtsausdruck wandte er sich mit den Händen gen Himmel gestreckt zu der Menge.


    "Große Iuno, Hüterin der Ehe und Geburt, Herrin Roms!"


    Eine kleine Kunstpause folgte und er fing wieder an, als der Nachhall seiner Stimme verstummte.


    "Heute haben wir uns hier versammelt, um dir dies Geschenk zum Wohle der kaiserlichen Familie zu überbringen!


    Herrin Roms, große Iuno, behüte unseren Kaiser und seine Gemahlin, sowie auch das Blut jener, das Ulpische, auch dieses Jahr!


    Lasse die Ehe weiterhin blühen, lasse auch weiterhin Leben entspringen und gedeiehen!


    Dir zu Ehren opfern wir, dir zu Ehren unser Geschenk!"


    Mit der Ruhe, die sein Opferritual bisher beherrschte, übergab er das Messer einem victimarius, einem Schlächter. Während dieser und der Opferhelfer mit der Schale, in der das Blut hineinfliessen sollte, postierten, trat Furianus einige Schritte zurück. Schließlich sollte das Gewand rein bleiben, denn eine Blamage durch einerblutverschmierte Toga wollte er sicherlich nicht.


    "Agone?"


    Rief ihm der Schlächter zu, worauf Furianus lautstark antwortete.


    "Age!"


    Noch bevor seine Worte und der Nachhall verklungen waren, durchschnitt der geübte Mann dem Rind die Kehle und das Blut floss zuerst auf den Boden, wurde jedoch erfolgreich von der Blutschale aufgefangen.
    Nun war wieder eine kleine Zwangspause nötig, da das Blut abrinnen musste, bevor sich der victimarius an sein Werk machen konnte.
    So schnitt er nach ein paar Minuten das tote Tier auf und trennte die Eingeweide sorgfältig heraus, legte sie auf die patera.
    Nachdem alle Eingeweide herausgeschnitten und der Schlächter sich an die weitere Verarbeitung des Rindes machen konnte, wurde die patera zu Furianus getragen, der schon vor einem kleineren Sockel stand, der anschließend die patera trug.


    Natürlich eignete sich Furianus mit der Hilfe des Hausschlächters der Flavier zuvor die Anatomie des Rindes an, denn er wollte nicht unvorbereitet opfern und das Herz mit der Niere nicht verwechseln.
    So stand er eine Weile die Eingeweide des prächtigen Tieres prüfend vor der Schale gebäugt und achtete insbesondere darauf, dass sein Gewand nicht schmutzig wurde, die Hände waren es sowieso schon.


    Nach einer Weile befand er, dass die Untersuchung nun genug gedauert hatte und er die Menschen nicht länger auf die Folter spannen sollte. Und so drehte er sich glücklich und mit blutroten Händen zu den Brüdern und der rings um diese versammelten Zuschauer.


    "Litatio!"


    Erklang es über den Platz und er sah, wie alle ihr voller Ungewissheit verstelltes Gesicht nun mit einem Lächeln versahen. Danach begab er sich zu einer weiteren Schüssel mit Wasser, wusch sich die Hände und ließ sie sich abtrocknen, um sich sogleich wieder in die Reihen der Brüder zu stellen.
    Das letzte Opfer konnte beginnen.

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    Original von Spurius Purgitius Macer
    Pah, als wenn die Examina sowas schlimmes wären... :D
    Wie ich weiter oben schon sagte, wird die Academia langfristig wegfallen und die Offiziersausbildung komplett in die Einheiten verlegt. Bis dahin existiert sie erstmal weiter. Faktisch ändert sich nix, da man zum Legionskommando zwei Tribunate braucht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einmal bei der Legion und einmal bei den CU sind, so dass man je ein Examen braucht plus das vor dem Kommando, macht zusammen drei. Genau wie bisher, wo man das Examen Tertium zum Legionskommando brauchte.


    Das deckt sich nun aber nicht mit dem Codex Militaris.
    Denn nach dem Gesetz müsste auch ein Anwärter auf das Amt des Tribunus Laticlavius in der Legion das Examen Primum abgelegt haben.
    Ein Kandidat auf ein Tribunat bei der CU bräuchte sogar noch das Examen Secundum, da es ja "in der Regel" als Voraussetzung angesehen werden muss.


    Ist ein "politisches" Tribunat nun außerhalb dieser "Regel", so dass man dafür keine Examina braucht?

    Furianus begrüßte die ankommenden Mitglieder mit einem leichten Nicken und wandte sich an Mhorbaine.


    "Es freut mich, dass er dem Conventus auf diese Weise beiwohnen kann, als gänzlich abwesend zu sein. Setzt euch. Wie geht es Senator Prudentius, ist er wohl auf?"


    Schließlich bekam er noch kein Antwortschreiben und war durchaus um die Gesundheit des Freundes besorgt.

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    Original von Lucius Annaeus Florus
    Gut, ich verstehe dein Anliegen und die Dringlichkeit desselben. Wenn es dir Recht ist, werde ich mit dem Nauarchus eine entsprechende Mission planen, welche zuerst in Sicilia nach Informationen suchen wird, danach jedoch gleich weitersegelt, um in Aegyptus etwas herauszufinden.


    "Ich danke dir, Praefectus."


    Die Dringlichkeit der Informationen wurde durch den Grund, dass Furianus gedachte für das Amt des Praetors zu kandidieren, umso mehr verstärkt.


    "Das wäre dann alles, was ich mit dir besprechen wollte und würde deine Zeit nun nicht mehr in Anspruch nehmen wollen. Du bist schließlich ein vielbeschäftigter Mann, wie ich aufgrund der Wartenden erschließen konnte."


    Sagte er mit einem leichten Lächeln und war letztendlich froh, dass das Gespräch in solch zufrieden stellender Weise endete.

    Ja, es war ein risikoreiches Unterfangen auch im Winter zu fahren. Das Transportunternehmen war an sich jedoch auch nicht besonders lukrativ, daher waren Vergünstigungen nötig, um die Schiffseigentümer nicht zu verlieren.
    Nero oder Hadrian erweiterten diese Vergünstigungen sogar, indem sie die Schiffseigentümer von Gesetzen und Steuern befreiten, später sogar die Transportfahrt als munus angesehen werden konnte, so dass sie nicht zu anderen Tätigkeiten herangezogen werden konnten und auch keine finanziellen Verluste dadurch erlitten.


    Erst im Laufe der Zeit, also ab Hadrian, wurde das Transportwesen wirklich lukrativ, da sie teilweise unglaubliche Vergünstigungen erhielten und ihre Schiffe und deren Ladungen bei einem Verlust vollkommen entschädigt (!) wurden. Genau das bezeugt, dass ab Hadrian durchaus vermehrt im Winter gefahren werden konnte, da man die Schiffe bei Verlust sowieso vom Staat entschädigt bekommen hat.


    Sim-Off:

    Wie in dem Thread bei Historia erwähnt. =)


    "Getreideflotten fahren das ganze Jahr über. Im Winter wird zwar weniger Transportiert, um das Risiko nicht allzu hoch zu belassen, wie auch viel besser bezahlt.


    Nein, ich möchte die Classis nicht für private Informationsbeschaffung nützen, ich wollte damit sagen, dass ich bereit wäre Kosten zu tragen, die zusätzlich in Verbindung mit dieser Jahreszeit anfallen, sprich entsprechende Kleidung der Männer, Seile, oder zusätzliche Verpflegung, die die Classis erst besorgen müsste. Ich will die Classis nicht nutzen, doch wenn es Bedenken aufgrund der Materialien oder der Ausrüstung für solch eine Mission gibt, so bin ich bereit, mich da zu beteiligen.
    Ich würde meine eigenen Leute hinschicken, aber ob sie dort sicher ankommen, das ist fraglich."

    Da ich eine dieser Personen bin, die dies behaupten, sage ich einfach mal: JA
    Getreidetransporte aus Ägypten oder Nordafrika, sowie auch anderen Provinzen, wurden das ganze Jahr über getätigt, auch im Winter.


    Meine Quelle:
    Kaiser Claudius verlangte von den privaten Schiffseigentümern ( die allgemein florierende Meinung, dass die Classis diese Getreidetransporte tätigte ist falsch, es waren private Transportunternehmen, die sich im Laufe der Zeit zu Vereinen zusammenschlossen, alles in meinem Officium nachzulesen), dass sie auch in den Wintermonaten die Getreidelieferungen aus Ägypten nach Ostia oder Puteoli brachten und die Annona Urbis (Getreideversorgung der Stadt Rom) belieferten. Dazu versprach er Schiffseigentümern, die Schiffe mit einer Ladekapazität von 10.000 oder mehr Scheffeln bauten und dem Staat als Transportschiffe rund um das Jahr, dies 6 Jahre lang, dienten, nach Ablauf dieser Zeit rechtliche Vergünstigungen zu den obligatorischen Entlohnungen bei jeder Lieferung. (Suet. Claud. 18-19)


    Also war es tatsächlich so, dass die Transportunternehmen das ganze Jahr über liefern mussten, darauf wurde keine Rücksicht genommen.

    "Lucretius hätte sicherlich eine passivere Haltung in seinem Werke eingenommen, anstatt sich mit der Bezeichnung "wir" unter die einzureihen, die dem Wein erlegen sind und solch Erfahrungen machten.
    Cicero hätte seine Werke nicht verfasst, wenn er in der Materie nicht kundig genug gewesen wäre. Sowie auch ein Archimedes sicherlich nicht ein Schauspiel geschrieben hätte, wenn sein Leben doch der Wissenschaft gewidmet war."


    Trug er zu der Frage seines Vetters, der eigentlich sein Onkel war, bei.
    Schon wandte sich der kleine Serenus an ihn - eine Überraschung.
    Der Kleine war schon ein recht seltenes Exemplar, so voller Energie und der übermäßigen Naivität eines Kindes.


    "Nun, schriftlich habe ich es nicht festgehalten, doch du kannst mich in den nächsten Tagen ruhig in meinem Cubiculum besuchen, Serenus. Wir können dann darüber reden. Aber nun hätte ich etwas für dich."


    Sagte er mit einem milden Lächeln und bedeutete sogleich einem Freien, der heute gegen Entgelt die Sklavenrolle im Besitz des Furianus einnahm, durch ein Handzeichen, etwas herein zu tragen.
    Der Mann eilte hinaus und kam kurze Zeit später mit einem kleinen gladius aus Holz, einem kleinen, mit filigranen Arbeiten bestückten, Brustpanzer sowie auch einem Offiziershelm zurück.


    "Das Volk liebt starke Männer und ihre Siege."


    Kommentierte Furianus das Hereintragen der "Rüstung" und war richtig in Schenklaune. Sogleich zog er einen kleinen Siegeskranz aus Kupfer, den er in einem Beutel neben sich hatte, heraus und platzierte diesen auf Serenus kleinen Kopf.


    "Er passt dir. Dann wird der Helm auch passen und du kannst nun gut gewappnet gegen deine Freunde eintreten und über sie, wie ein Imperator triumphieren. Wenn du brav bist, bekommst du von mir später auch Beinschienen und ein für dich passendes scutum."


    Fast hätte sich Furianus nicht beherrschen können und hätte dem kleinen Serenus mit der Hand die Haare zerwühlt. Aber, da er sich selbst noch an dieses von ihm sehr gehasste Ritual der Liebkosung erinnerte, es schien ihm nicht angebracht.

    Zitat

    Original von Lucius Annaeus Florus
    Es war schön, dass ich gelernt hatte zuzuhören.


    Ich werde gerne eine Gesandtschaft schicken. Da wir jetzt aber Winter haben, wird das nicht gehen bis ins Frühjahr. Dann senden wir sowieso Teile der Flotte aus, um die Stützpunkte zu überprüfen. Dann kann man diese Dinge auch miteinander verbinden.


    Allerdings wurde ich bisher von meinem Nauarchus nur über eine problematische Lieferung aus Sizilien informiert. Probleme aus Aegyptus waren auch ihm nicht bekannt.


    Der Praefectus verkannte, dies war Furianus´Eindruck, die Situation und das Gewicht jener auf die Annona Urbis, den Praefectus Urbi, das Volk und letztlich den Kaiser selbst.


    "Die Getreidelieferungen brechen in den Wintermonaten nicht ab. Und wenn es Frachter schaffen, in den Wintermonaten das Meer zu überqueren, so wird es die Classis doch auch.
    Es ist dringend, denn es geht um die Getreideversorgung Roms, die durch die vielen Speicher zwar konstant ist, jedoch bei weiteren Ausfällen, womöglich durch dies erste Anzeichen der Probleme herbeigeführt, nicht gesichert sein kann.
    Ich wäre auch bereit, die Überfahrt persönlich zu finanzieren. Ich brauche Informationen."


    Hoffentlich verstand der Praefectus Classis den Nachdruck richtig zu deuten. Solche Probleme mussten so schnell wie nur möglich erfasst und beseitigt werden, besonders, wenn sie solch ein Politikum, dass der Nahrungsversorgung, betrafen.

    Ein Sklave überbrachte ein versiegeltes Papyrus.


    "Es ist secretus, das Schreiben. Ein Schreiben an den Praefectus Urbi und darf auch nur von ihm geöffnet werden."


    Dann übergab er es und ging davon.


    Ad Praefectus Urbi
    Roma


    Ich, Lucius Flavius Furianus, entsende dir hiermit Grüße aus Misenum, Senator Octavius.


    Wie du liest, bin ich wohlbehalten angekommen und habe mich sogleich auf den Weg zu dem Praefectus Classis Flotte Misenums gemacht.


    Bis jetzt habe ich, das musst du wissen, kein aufklärendes Schreiben, keine Information oder Meldung von meinem Angestelltenkreis in Aegyptus bekommen. Etwas ist passiert, dies ist nun nicht mehr von der Hand zu weisen.
    Das Wetter ist, bedingt durch die Wintermonate, wie immer rau und stürmisch, was mir auch der Praefectus der Flotte versichern konnte. Meldungen über versunkene Schiffe oder außergewöhnlich große Stürme bekam er ebenfalls nicht.
    Was die Getreidelieferung behindert hat, kann ich nicht in Erfahrung bringen und beabsichtige dabei den Praefectus Classis um eine Gesandtschaft zu bitten, die als neutraler Ermittler fungieren soll und die benötigten Informationen sammelt. Meine Intention für diese Bitte ist die immense Erfahrung der Flotte, die eine sichere Überfahrt auch in diesen Zeiten garantieren kann und außerdem weder dem Praefectus Aegypti, der für die Lieferungen verantwortlich ist, noch mir untersteht, was den Verdacht auf eine Überprüfung von Seiten Roms nicht erwecken sollte.


    Ich hoffe, dass mein Vorgehen dir nicht widerstrebt, denn ich brauche Informationen, um im Falle eines ernsteren Problems der Provinz Aegyptus den Export von Getreide zu verbieten - durch mein Amt, dessen Verantwortung und meine Rechte daraus wäre dieses vorgehen sinnvoll.


    In Hochachtung,
    Lucius Flavius Furianus



    Misenum, [ANTE DIEM VI ID IAN DCCCLVII A.U.C. (8.1.2007/104 n.Chr.)


    Durch seinen dezenten Gesang brillierte Furianus keineswegs und war auch jetzt zum ersten Male richtig froh nicht Magister der Bruderschaft sein zu müssen.
    Wenn er schon jetzt in der Aufregung unterging und all seiner Sinne beraubt war, er konnte sich nicht vorstellen zwischen diesen beiden Feuerschalen und dann noch in der Mitte zu stehen.
    Sein Blick auf die Brüder gegenüber verriet, dass diese sich wohl nicht anders fühlten, besonders die, die diesem Ritual zum ersten Male beiwohnten, wie auch er.


    Doch nun wartete er gespannt auf die weitere Druchführung und rief sich immer wieder den exakten Opferablauf ins Gedächtnis, den er - ihm bangte es schon davor - durchführen musste.

    Schon Tage davor wurden die vielen Sklaven der Factio auf Trab gehalten, denn es waren viele Vorbereitungen zu treffen. Klinen mussten verschoben, der Versammlungsraum entsprechend hergerrichtet werden.
    Man brachte es schließlich fertig, die Klinen so zu positionieren, dass auch jeder jeden einigermaßen hören könnte. Lästige Nachfragen wollte man hierbei ausschließen.
    Der Princeps war schon von früh auf damit beschäftigt eben jene Sklaven zu koordinieren und legte sich, nach vollendeter Arbeit, auf eine Kline auf die ersten Ankömmlinge wartend.
    Am Eingang stand eine Schwar von Sklaven, die die Mitglieder begrüßte, zu ihrer Kline führte und schließlich umsorgte.


    Sim-Off:

    Bin heute nicht gerade aktiv, habe noch viel zu tun. Bitte daher um Nachsicht und werde eher spät Abends posten.

    Auch Furianus erhob sich, um den Aelier zu verabschieden.


    "Ich bin erfreut, dass du dich so um die factio sorgst, Aelius. Wir werden uns dann spätestens beim Conventus der factio sehen und bis dahin wünsche ich dir den Segen der Götter. Vale."


    Das war das Stichwort für einen Sklaven, der sogleich voran aus dem Arbeitszimmer schritt, Callidus den Weg zu weisen.

    Zitat

    Original von Lucius Annaeus Florus
    Das sind wahrlich bedauerliche, wenn nicht sogar Besorgnis erregende Zustände. Ich muss ganz ehrlich sein, ich weiss davon noch nicht mehr als Gerüchte welche ich hörte. Gerüchte die besagten, die Lieferungen würden ausfallen. Ich nehme daher stark an, dass dies der Fall sein wird, denn um diese Zeit wird wohl auch die Getreideflotte nicht mehr eintreffen.


    Offiziell habe ich darüber aber keinen Bericht erhalten, so dass ich annehme, dass die Classis nicht angefordert wurde, was wiederum heisst, dass die Gründe eher nicht bei Piraten zu suchen sind, sondern unter Umständen gleich in Aegyptus selbst liegen?


    Furianus, der schon mit einem brief an den Praefectus Aegypti vorlieb nahm, wollte die Reaktion des Präfekten abwarten und nickte zustimmend.


    "Vermutlich, mit Piraten rechne ich auch nicht. Entweder es ist etwas in Aegyptus passiert oder auf dem Wege nach Rom, wobei da Stürme oder ähnliche Begebenheiten der Grund sein müssten.
    Wir können den Verzicht auf neues Getreide noch ausgleichen, doch auf Dauer sollten die Probleme getilgt werden und ich bin sehr daran interessiert dies auf dem schnellstmöglichsten Weg zu vollziehen.


    Wie schon erwähnt, so habe ich keine Nachricht von meinem Angestelltenkreis in Aegyptus. Da ich selbst nicht die Zeit und die Erlaubnis für einen Aufenthalt in Aegyptus habe, würde ich dich darum bitten vielleicht eine kleine Gesandtschaft dorthin zu entsenden. Es muss keine Decere sein, nur eine einfache Gesandtschaft zur Ermittlung dieser Misstände.
    Ich würde dies in allen Fällen bevorzugen, denn die Classis fungiert als neutraler Ermittler. Wenn ich meine Angestellten losschicke, würde man dies nach einem Gedankgenschluss erkennen und möglicherweise verschleiern - schließlich ist der Praefectus Aegypti dafür verantwortlich und wenn ich einen Grund dafür sehe, kann ich ihm den Export von Getreide in andere Provinzen ganz schnell untersagen. Er würde um Einkünfte fürchten müssen."

    Und nun war wiederum der Teil mit den Angestellten an der Reihe, die eigentlich keine Angestellten waren. Doch für die Cura Annona, sowie auch für die Annona Urbis, arbeiteten eine Vielzahl von Berufsgruppen, die es ebenfalls in dem Bericht zu erfassen galt.
    So machte sich Furianus die große Mühe diese zusammen zu stellen und brachte die Informationen, natürlich auf vielen Schriften verewigt, zu seinem altbewährten Scriba, damit dieser es zusammenstellt. So entstand auch ein weiteres Zeugnis seiner Mühen. Vermutlich das vorzeitig Letzte und Bedeutendste.



    Andere an der Cura Annona beteilligten Berufsgruppen
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