Die Musterung seines Vetters bemerkte der in Gedanken versunkene Furianus nicht einmal. Sein Blick ruhte auf Gracchus, dem Verwandten, dessen Wesen nicht ergründbar schien - bis auf die Tatsache des abscheulichen Traditionsbewusstseins. Aber wer konnte ihnen, jenem Zweig der Familie, den Gracchus nur allzu gut repräsentierte, solch ein Verhalten verwundern.
Schließlich wussten sie nichts über seine Absichten, schienen sich auch nicht sonderlich damit befassen zu wollen, vielleicht auch zu können. Wer wusste dies schon.
Furianus ahnte schon vor seiner Abreise, dass ihn keiner vermissen, ihm geschweige denn jemand außer Vater schreiben würde, doch er hoffte. Dass es so eintreffen würde, ahnte er nicht, es schmerzte. Nun war er wieder da und gewillt seinen Platz, der ihm merklich nicht gegönnt wurde, mit allen Kräften zu verteiden. Und es würde ihm gelingen, er wäre sonst nicht hier.
Wieder den Gedanken entrissen, schaute er zu seinem alten Freund. Die Worte des Gastgebers waren vielversprechend und vielleicht könnte er den Vorteil seiner Anwesenheit und der Freundschaft nutzen, um an dieser Idee ein wenig zu verdienen. Geld spielte für ihn sowieso, da er in seiner Jugend nicht die Vorzüge einer patrizischen Erziehung und Lebensweise genießen konnte, eine wichtige Rolle. Wer immer Geld besessen hatte, der wusste es nie so sehr zu schätzen, wie jemand, der stets gewzungen war es zu mehren, um die existenzielle Grundlage nicht zu verlieren.