Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    "Die Sehnsucht, Vater."


    Sagte er mit einem breiten Lächeln und umarmte seinen Vater.


    "Doch die Sehnsucht ist es nicht allein, ich habe einiges mit dir zu besprechen."


    Sim-Off:

    Man kann es als eine Begegnung nach einigen Wahlperioden (also etwa 2-3 Jahre) auffassen, oder aber auch als Übertreibung meinerrseits. ;)
    Ich vermute du nimmst das letztere... :D

    "Natürlich, ein ehrenvoller, ritterlicher, Posten."


    Fügte er bei und zeigte so noch deutlicher auf, wie unzufrieden er mit der jetzigen Position seines Standes war. Auf die religiösen Ämter wurde man förmlich gedrängt, stellte man sich bewusst dagegen, so war man von Standesgenossen beäugt worden. Ein sinnloses Vorgehen auf die Säulen vergangener Zeiten stützend. Aber er konnte es nicht, auch wenn der Wunsch danach größer wurde, anprangen.


    "Falls du Probleme mit der Brot- oder Ölversorgung hast, sprich keine Sesterze, so komme auf mich zu. Ich werde dir dann eine Getreidemarke ausstellen lassen, schließlich bist du frei geborener Römer, legitimer Anwärter auf die Vergabe."

    Furianus musste sich stark zurückhalten, um nicht zu lächeln. Gracchus war ein korpulenter Mann, ein Indiz für seine Leidenschaft.


    "Als Flaminca und Pontifex wird sie besonders auf den genauen ABlauf achten können, so dass uns die Götter nicht zürnen. Aber ich danke dir für die verfrühten Glückwünsche, du wirst doch dem Eriegniss hoffentlich beiwohnen können?"


    Es war beruhigend zu wissen, dass Claudia so kundig in den Ritualen und Opfern war, sie selbst einmal den Göttern so nah stand.

    "Die Wahrnehmung religiöser Pflichten und Ämter nebenbei zu verbieten war wahl auch ein Schritt in diese Richtung. Früher durfte man ja Flamen und zugleich Magistrat Roms sein. Zum Glück ist dies nun anders."


    Ja, es war anders und diese Ämter mit ihren Bürden und Pflichten nur unattraktiv, so dass der Kaiser häufiger Priester heranzog, als einsetzte.


    "Doch die Zukunft, mit ihren Launen, steht uns beiden noch offen."

    "Zu lange ist es her, als ich dies Menschenwerk hörte. Daher bin ich gerade nicht in dem Bilde bezüglich der Parallelen, wie du."


    Ein leicht entschuldigendes Lächeln zeichnete seine Züge, denn Vergesslichkeit war eines der Übel, die Furianus stets in den Griff bekommen wollte - vergebens.

    Missmutig klopfte Furianus langsam mit den Fingern auf dem Tisch, während er sich ein paar Trauben genehmigte.


    "Ich werde wohl die Aufgabe des Praefectus Annonae wahrnehmen. Ein verwahrlostes Amt von höchster Brisanz."


    Zwar war ihm das Amt des Curator Aquarum genehmer, doch dieses Amt war nur Konsularen vorbehalten, zu denen er sich nicht im geringsten zählen durfte.

    Diese Frage ergriff Furianus nicht schwerer, als erwartet, er lächelte sogar und nahm eine Karaffe in die Hand, um den beiden verdünnten Wein einzuschenken.


    "Rom ist nicht alles, ich würde dir Hispania als Provinz empfehlen können - es ist wunderschön."


    Nachdem die Becher voll waren und einer Durus greicht, fuhr er fort.


    "Ich stehe noch immer unter der patria potestas meines Vaters und solange dieser Zustand noch anhält, solange wird mir der Senat verwehrt bleiben. Doch wie du weißt gedenke ich bald Tiberia Claudia zu ehelichen und somit meine eigene Familie zu gründen und nicht mehr meinem Vater zu unterstehen.
    Bald werde ich also wohl aktiv in den Ordo Senatorius aufgenommen."

    Zitat

    Original von Lucius Aelius Quarto
    Von der Aula Regia und der Audienz beim Kaiser kommend, betraten Flavius Furianus und Aelius Quarto das Officium des Magister Domus Augusti.


    Quarto bot seinem Gast einen bequem aussehenden Stuhl an und setzte sich dann selbst.


    "Ich danke dir für deine Zeit, Senator, die ich auch nicht so lange in Anspruch nehmen will."


    Sagte er sich auf den bequemen Stuhl setzend und fuhr sogleich fort.


    "Ich hoffe du erinnerst dich an einen Brief von mir, den ich dir als Princeps Factionis der factio veneta geschrieben habe?"

    Furianus erwiederte das Kompliment mit einem dezenten Nicken.


    "Mir geht es gut, ich bin wieder in Rom und auch wenn ich nicht die Gelegenheit hatte zu kandidieren, so bin ich für das Jahr mit Aufgaben reichlich versorgt.
    Und ich nehme an, dass auch du dir viele Ziele gesteckt hast."


    Furianus wies mit der Handfläche auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch und setzte sich ebenfalls hinter diesen.

    Natürlich ward Cicero nicht unbemerkt, so dass Furianus ihm ebenfalls leicht zunickte und sich ein Lächeln auf dessen Miene abzeichnete.
    Auch er wollte den alten Freund zu einem Gespräch bitten, hatten sie sich doch sehr viel zu erzählen.


    Sein Blick wich nicht lange von dem neuen Magister, so dass er nun wieder seinen zukünftigen Schwager anschaute, damit jener wieder das Wort ergriff und man bald zum Ende kam.

    "Du bist ein fähiger Mann, ich glaube nicht, dass du das Kommando in einigen Jahren abgeben musst."


    Sagte er lächelnd und nahm einen Schluck.


    "Aber wenn es dir die Zeit nicht erlaubt, ist es wohl besser nicht anderes anzustreben, die Gefahr der Vernachlässigung besteht ja fortwährend und bei jedem von uns."


    Sich auf mehrere Ämter zu konzentrieren oder ganz andere Ziele zu verfolgen hielt Furianus für nicht sehr förderlich. Seiner Meinung nach lenkte dieses zweispurige Denken nur von den eigentlichen Aufgaben ab, so dass es häufig passierte, dass jene vernachlässigt oder nicht zur vollsten Zufriedenheit erledigt wurden.

    "Umso besser, Claudia. Welcher Mann kann schon behaupten in seiner gemahlin auch zugleich eine liebende Mutter sehen zu können? Glaube mir, dies schätze ich mehr als die stürmische Liebe und Trunkenheit jugendlichen Herzens."


    Erwiderte er ein wenig ernster und hoffte sie damit nicht zu sehr an den Altersunterschied zu erinnern. Frauen reagierten diesbezüglich äußerst eigenartig und auch ihre Reaktion war kaum vorherzusehen.

    "Du stiehlst nicht, Balbus, du bist immer willkommen in diesem Hause."


    Entgegnete er sogleich lächelnd, um den Keim einer Aufdrängung seitens Balbus sogleich zu ersticken. Schließlich war er bemüht um dessen Freundschaft, die ihm nicht nur politische, sondern auch angenehme Vorteile einbrachte - Balbus war ein ehrenvoller Mann Roms, derer es nicht mehr in großer Anzahl gab.

    Zitat

    Original von Gaius Octavius Victor
    Der Gedanke, dass Victor wahrscheinlich schon längst in die Factio eingetreten wäre, wenn er das gewollt hätte, schein scheinabr nicht sonderlich naheliegend zu sein. Andererseits konnte man es einem Princeps factionis auch nicht verdenken, wenn er Mitglieder warb. So schüttelte der Praefectus Urbi nur lächelnd den Kopf, bei Furianus Angebot.


    "Vielen Dank für dein Angebot, vielleicht komm ich in der Zukunft mal darauf zurück, aber zur zeit muss ich ablehnen."


    Es war wenigsten keine völlige Aubsage, was Furianus nicht trauriger stimmte. Im Gegenteil, er versprach sich viel davon.


    "Es ist schade, doch du bist jederzeit willkommen uns beizutreten."


    Entfuhr es ihm schmeichelnd, was er mit einem Schluck des frischen Getränkes abschloss.


    "Hättest du noch Fragen an mich? Nicht, dass ich dir deine wertvolle Zeit stehle."


    Die Aufregung der Scribas war ein Garant dafür, dass sich wahrscheinlich schon eine lange Schlange vor dem officium aufgebaut hatte. Die Männer waren wohl nicht zu beneiden, doch Organisationsgeschick war hier wohl nur die unbedeutendste Fähigkeit, die sie beherrschen mussten.