Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    Furianus lächelte.


    "Ich meinte den politischen Kurs, die derzeitige Lage. Des Senats Räder schreiten nur sehr langsam voran und Dacia ist immer noch nicht vollkommen unter des Imperators Gewalt, Germania trotzt unseren Legionen immer noch.
    Eine nicht wirklich angenehme Lage, die man schnell beseitigen könnte, wenn man sich nur dransetzt und bemüht."

    Zitat

    Original von Lucius Artorius Avitus
    @ Furianus:
    danke
    wow. diese titel hab ich ja noch nie gehört.
    ich mach ja alles mit paint und picture it. beides bescheiden, aber ergänzt sich relativ gut. dummerweise nur, dass wenn man etwas unsichtbar bzw. durchsichtig machen will, erkennt das stuoide IE es nicht und zeigt den Hintergrund hellblau an.


    Hmmm, merkwürdig.
    Kannst es mir auch einfach per E-mail oder ins Imageshak stellen und ich mach dir nen unsichtbaren Hintergrund. Ist kein Problem, nur fragen. ;)

    Zitat

    Original von Artoria Medeia
    @Furianus: Jo, Dein erstes Avatar mit dem Schauspieler hab ich aber auch schon bei einem Praetorianer gesehen. Also auch nicht der Erste damit ;) Nur mit der Toga halt :) Hab Dich am Anfang deswegen auch verwechselt ;)


    Ja, das war Crassus II :D
    Aber das ist ja nun ein völlig anderes Gesicht. ;)


    Wenn Bedarf besteht, so könnte ich noch einige Avas, wenn auch zusammengeschnippelt, zur Verfügung stellen. ;)
    Auf Meridius´Körper lassen sich nämlich viele Köpfe draufsetzen. :D

    Zitat

    Original von Lucius Artorius Avitus


    Genau :dafuer:


    ps: was sind denn so gute programme, die du empfehlen könntest/würdest?


    Also ich benutze die Corel-Reihe, jetzt den Paint Shop Pro X, auch Photo Paint und dann natürlich ältere, wie PhotoImpression, die dann noch ganz nette Features haben. :)
    Mögen nicht die Besten sein, aber gut zu handhaben. ;)

    "Haben wir uns schon politischen Ansichtsweisen oder dem derzeitigen Kurs gewidmet?"


    Er kam erst später, so dass er sich nicht sicher war hier etwas verpasst zu haben. Und Geschichte war für ihn ein Mühsal, mit dem der Paedagogus immer zu quälen pflegte, denn es waren vergangene, wenn auch glanzvolle, Zeiten. Der Blick sollte sich in die Zukunft richten, die Vergangenheit würde bremsen.

    Ad
    Marcus Helvetius Cato,
    Casa Helvetia,
    Rom,
    Provincia Italia


    Lucius Flavius Furianus Marco Helvetio Cato s.p.d.


    Deinen Brief habe ich erhalten, getreuer Klient und Freund, und las ihn mit einem milden Lächeln auf den Lippen.
    Hispania ist anders, doch wunderschön und gar zu friedlich. Hier gelten zwar andere Sitten und Gebräuche, doch für einen offenen Römer, wie dein Brunder und ich es sind, keine allzu große Hürde auf dem Wege der Anpassung.
    Mit Freude nahm ich den Sieg des Vetters, Manius Flavius Gracchus, wahr. Ich hoffe, dass du meinen Anweisungen Folge leisten konntest und die von mir genannten Personen wähltest, den Übrigen deine Stimme verwehrt hast.


    Unter der Sonne dieser staatlichen Provinz gedeihen die Ideen und der Geist recht gut, so dass die mir gestellte Aufgabe, durch des Kaisers Gnaden, nun endlich konkretere Formen annimmt, ich sie hoffentlich bald verwirklichen kann.
    Deinem Bruder ergeht es ähnlich und er überrascht mich immer wieder mit seinem Ideenreichtum und guten Vorschlägen - sein rationaler Verstand verdrängt doch bisweilen nicht den freien Geist und er philosophiert wie zuvor, seiner Redegewandheit schien auch unter dieser Sonne kein Abbruch getan.


    Deinen Wechsel begrüße ich ebenfalls, denn ich habe einen weiteren Klienten bei den Cohortes Urbanae, so dass mich dein Fortgang aus dieser nicht schmerzt, es freut mich eher, denn die Vigiles fördern römische Männer schneller, als je eine andere Einheit vermag.
    So hoffe ich dich bald nicht mehr unter den Mannschaften aufzufinden, sondern im Stabe jener Einheit - ich werde mich kundig machen inwiefern ich dir unter die Arme greifen kann.
    Unter Caecilius Crassus diente ich nicht, es war Didius Falco, welchem ich bei dieser Einheit unterstand. Ihn wirst du nicht kennen, er scheint Rom den Rücken gekehrt zu haben und verweilt wohl außerhalb Italias in irgend einer Provinz, die mir selbst fremd sein müsste.
    Wie dem auch sei, ich wünsche mir, dass du weiterhin mein Ohr in der urbs aeterna sein wirst und mir besonders von meiner Familie berichten kannst.


    So strecke ich meine Hand dir zu reichen, treuer Klient, zum warmen Abschied, der hiermit gesandt soll.
    Lebe wohl, gib auf dich Acht und erhalte dir stets den festen Glauben an die Götter - auch wenn sie dir in des Feuers Flammen nicht präsent erscheinen mögen.



    Sim-Off:

    Habe das Geld fälschlicherweise mit einer anderen ID geschickt, da ich mit dieser noch angemeldet war. Ich bitte das zu entschuldigen und es als von Furianus bezahlt hinzunehmen. =)

    Zitat

    Original von Marcus Postumius Vortex
    "Da muß ich dich enttäuschen. Nein sie gilt nur von Italia aus in jede Region. Doch von Hispanien benötigst du eine Andere."


    Falls jener das wünschte. Doch war es eigentlich für einen Verwaltungsbeamten auch nicht schwer zu verstehen, das das schier unmöglich schien mehrere Regiones zu mischen.


    Furianus nickte.


    "Nein, einer neuen bedarf ich nicht, danke."


    Und schon nickte er ein weiteres Mal, um sich zu verabschieden.


    "Vale. Einen schönen Tag noch."


    Wehe die Briefe kamen nicht an, Furianus war klagewütig um diese Zeit. :D

    Entwarnung.


    Irgendwie, auf mysteriöse Art und Weise, hat das Ding heute doch mehr als 4% geschafft und ist fertig geworden.
    Hab ein wenig "aufgeräumt" und fehlerhafte Dateien beseitigt. Nun geht es wieder einwandfrei, doch das grundlegende Problem, warum es damals stehen blieb, habe ich noch nicht erkannt.


    Germanicus:
    Der Druck auf ne beliebige Taste ging ja auch nicht, habe versucht es abzubrechen, aber es ist stehen geblieben. Abgesicherter Modus war auch keine wirklich gute Lösung, denn da trat das Problem wieder auf, bzw. es ist gar nichts hoch gefahren.


    @Hraluch:
    Konsistenz verwendet man auch in einem anderen Zusammenhang. Frag mich nicht, ist Computersprache. :P

    Ich habe da auch ein Problem.


    Und zwar ist mir heute der PC stehen geblieben und ich habe einen Neustart gemacht, eigentlich nichts besonderes, aber nun habe ich ein riesiges Problem.


    Nach dem Neustart ist er ganz normal hochgefahren, dann kam, wie erwartet, diese Konsistenzüberprüfung der einzelnen Dateisysteme, nach 10 Sekunden hat es automatisch begonnen.
    Nach 1-3 Sekunden hat es die 4% erreicht und danach, nach wiederum 1-3 Sekunden verschwindet die Prozentangabe, weicht einem schlichten Punkt.
    Danach geht nichts mehr. Habe schon etwa 1 Stunde gewartet, doch es geht nicht weiter.
    Wenn ich diese Überprüfung abbreche, dann kommt der Punkt ebenfalls und es geht wie erwartet nicht weiter. -.^
    Zahllose Neustarts haben auch nicht geholfen... :(


    Ich brauche Hilfe.
    Woran könnte das liegen und kann ich diese Konsistenzüberprüfung irgendwie übergehen?

    Furianus hatte wieder einmal alle Hände voll zu tun und dennoch, eine Aufgabe hatte immer die höchste Priorität genossen - seine Ideen in Wirklichkeit umzusetzen, zumindest dieses zu versuchen.
    So machte er sich an die Skizzierung des möglichen Factio-Areals.
    Zwar waren noch keine Briefe von den Factiones angekommen, aber so war er nunmal, stürmisch und verschwenderisch.
    Nach einigen Stunden war die Zeichnung auch fertig.



    Doch er war noch immer nicht zufrieden und korrigierte mal hier und mal da...

    Zitat

    Original von Marcus Postumius Vortex
    "Gut, dann werden jene Briefe noch heute auf Reisen gehen. Kann ich sonst noch etwas für euch tun Herr?"


    Jener kam doch öffters herein, vielleicht war er an einer Wertkarte intressiert... hm.


    "Falls du die Möglichkeit in Betracht ziehen willst, eine Wertkarte zu erstehen, so will ich dir gerne jene Abstufungen aufzählen." 8)


    Furianus musste lächeln. Hispania war nicht Italia und doch schien man hier die gleichen Absichten zu hegen, wie dort.


    "Nun, ich habe schon eine Wertkarte für Italia, gilt sie auch hier?"


    Er war sich nicht sicher und dennoch, das Nachfragen tat niemals weh.

    Da die Mitglieder noch scheinbar unschlüssig über dies Projekt schienen, so musste er ein wenig Nachdruck verleihen. Wie so oft hatte er - das sollte er sich wohl besser abgewöhnen - seine Idee bereits im Vorfeld weitestgehend ausgearbeitet und zeichnerisch erfasst. Das Risiko, es könnte den Honoratoren nicht gefallen, ging er daher bewusst ein.


    "Vielleicht hilft euch eine von mir erstellte Zeichnung dies besser beurteilen zu können. Es ist nur ein Entwurf, schaut ihn euch bitte an."


    Und er reichte die Zeichnung durch.



    "Auf der zeichnung ist die Mehrzahl der ehemaligen Gebäude des Kastells gewichen und statt dieser eine spina und Trennmauer erbaut. Aus eiem oder mehreren großen Kasernen ist ein Stall entstanden, andere wurden unverändert übernommen, da eine Factio sicherlich viel Personal besitzt. die Handwerksgebäude sind relativ quadratisch, im Gegensatz zu dem Stall und den Kasernen. Wassertröge sind auf beiden Seiten vorhanden, zur Zeit steht an dieser Stelle der Laufbrunnen des Kastells und müsste nur ausgbaut und für Pferde angepasst werden. Außerdem sind noch zwei große eingezäumte Plätze auf beiden Seiten zur anderweitigen Verwendung, doch dies kann ja beliebig nach den Wünschen der Factiones errichtet werden, nichts ist fix."

    So gingen die Bautätigkeiten noch ein paar Wochen, bis das Kastell fast vollständig abgebaut und die Erde planiert war.
    Auch Ballisten kamen zum Einsatz, wenn Gebäude zu massiv gebaut worden waren und durch Menschenhand nicht viel bewirkt werden konnte. Ein herrliches Exempel des menschlichen Geistes, welcher mit dem Verstand dies zum Einsturz brachte, was die Hände nicht bewältigen konnten - und er hatte es verpasst.


    Ein letzter Inspektionsgang sollte ihm Gewissheit verschaffen, dass auch alles der Richtigkeit entsprach, mit der nötigen Sorgfalt gearbeitet wurde. Den Sklaven gönnte er nun drei Tage Freizeit, wobei man dies durchaus anders verstehen konnte, diese Freizeit, denn er plante sie lediglich nicht für die Baumaßnahmen ein, was die Kurie oder Proconsul in dieser Zeit für Aufgaben hatten, das war ihm recht egal. Die Sklaven sollten zumindest moralisch und physisch nicht am Ende sein, wobei hier wieder ein Gegensatz aufgestellt worden war - Sklaven waren nun mal moralisch am Ende, sie waren Sklaven, reine Dinge.
    Dieses Gedankengut verbannte er dennoch allzu schnell, es lenkte ab.


    Mit Zufriedenheit stellte er fest, dass das Wassersystem vollständig ausgehoben war und sich seine Vermutungen bestätigten, es führte in südliche Richtung, zu den Thermen und der Siedlung.
    Die Rohre waren nochmals überprüft und verdichtet worden, damit man auch ja nichts übersah. Man hätte das System auch ableiten können, doch es war nicht auf dem Platz gelegen, welchen die breite Straße zieren sollte, es war ein nahezu grandioser architektonische Schicksalsschlag, die Befreiung von weiteren, besonders zeitraubenden, Arbeiten.


    Er war hier nun weitestgehend fertig und müsste die Baufirma informieren, in drei Tagen sollten sie dann auch die Hälfte der Staatssklaven zur Verfügung gestellt bekommen, bis dahin war Eigeninitiative erforderlich.

    Zitat

    Original von Quintus Matinius Valens
    "Und Furianus, es stimmt schon, dass du eigentlich nicht dafür zuständig bist, aber ich meine, wozu bist du dann Provinzarchitekt, wenn nicht für Bauten?"


    Furianus lächelte milde.


    "Und dies ist auch mein Einwand, ich bin Architekt und kein besonders guter Ingenieur. Falls Bautätigkeiten anfallen, so zögert nicht mich anzusprechen - dafür bin ich hier in Hispania. Doch Lastkräne zu reparieren liegt nicht in meinem Aufgabenbereich und um ehrlich zu sein, in diesem Gebiet bin ich nicht gerade bewandert und man müsste doch eher auf Fachkräfte zurückgreifen."

    Auch Furianus blieb mal ausnahmsweise ruhig sitzen und meldete sich nicht zu Wort.
    Schließlich müsste er dann dies leidvolle Spiel wie viele Male zuvor zelebrieren und den Princeps Curia um Rederecht bitten. Und nur, um sich anzuschließen, das war es ihm nicht wert.
    So blieb er ruhig sitzen und hörte zu.

    Nun begab sich Furianus außerhalb des Kastells, um sich die Mauer und besonders die Planierung der Graben anzuschauen. Zu seinem Schreck tat sich dort überhaupt gar nichts.
    Sogleich wandte er sich gereizt nach hinten.


    "Lucullus, nimm dir etwa 50 Sklaven, egal woher, es sollen 50 sein. Danach besorgst du dir die Lastkarren und gehst dort drüben, an den Wald dort und lässt dort Erde auf die Karren schütten. Wir müssen hier den Graben füllen und ich will hier auch keine Löchen in der unmittelbaren Umgebung, geht zum Wald oder der grünen Fläche hinter diesem."


    Lucullus nickte und ging schnell ab.
    Erst jetzt merkte Furianus, dass seine Gefolgschaft sich langsam lichtete, kleiner wurde, je mehr er sah, je mehr er bemängelte und seine Leute dafür schickte.
    Doch die Schnelligkeit hatte oberste Priorität, dazu noch diese elende Sorgfalt der Wiederverwertung.
    Hätte er letztere nicht berückstichtigen müssen, so stünden hier wohl ein paar Ballista und würden alles bombardieren, bis nicht mehr stehen würde. Danach könnte man alles schnell abtragen und die erste Stufe wäre geschafft - doch hier musste er an die Verwertung der Blöcke und Materialien denken, Fahrlässigkeit war nicht erwünscht.


    Sim-Off:

    Falls jemand Sklaven spielen möchte, so kann er es gerne tun. Hier ein paar Werkzeuge, die man benutzen könnte:
    Hammer/Schlägel/Fäustel - malleus, (marcus)
    Hauen und Hacken - dolabra, ascia
    Keile - cuneus
    Meißel, Zahneisen usw. - scalprum
    Steinbohrer - terebra

    Zitat

    Original von Quintus Matinius Valens
    "Tja, die Hafenanlage. Ihr wisst, dass Tarraco eine Hafenstadt ist, die zu einem absolut großen Teil vom Handel lebt. Doch um den Rang als eine der führenden Hafen- und Handelsstädte des Imperiums zu rechtfertigen, muss unsere Hafenanlage immer auf dem neuesten Stand sein. Wir können es uns nicht leisten, dass wir unseren Hafen verfallen lassen. Es hat bereits schon einmal ein Unglück gegeben, wegen eines Krans, der neben dem schlechten Baumaterial schon zu alt war, um dauerhaft eine große Last tragen zu können. Vielleicht passiert das einmal mit einem zweiten... und einem dritten... soweit dürfen wir es nicht kommen lassen. Unser Hafen ist das Herzeigestück der Stadt, und viele, die unsere Stadt zum ersten mal sehen, erblicken zuerst den Hafen! Der Hafen hat neben seinem eigenen Zweck auch etwas Repräsentatives, und wenn man sieht, wie der Hafen an manchen Stellen schon trostlos und heruntergekommen ausschaut, ist es offensichtlich, dass er besser früher als später wieder in Schuss gebracht werden muss."


    "Fällt dies nicht unter den Aufgabenbereich der dortigen Hafen- oder Stadtverwaltung, des Praefectus Portuensis oder wenigstens der Numerus Hispana?
    Du sprichst von Ladekränen, doch diese fallen unter den Aufgabenbereich eines Ingenieurs. Eine Baufirma wäre hier eine einfache und effektive Lösung, wenn das Geld für stetige Sanierungs- und Wartungsarbeiten der Stadtverwaltung fehlt, dann dürfte auch keines für einen Rundum-Umbau vorhanden sein."


    Man merkte, dass Furianus die Arbeit von sich fern halten wollte, doch im Grunde lag er im Recht. Er war Architectus Provincialis, kein Praefectus Portuensis und saß auch nicht in der Stadt- oder Hafenverwaltung.
    Wäre da eine Mole aufgrund schweren Unwetters beschädigt oder zerstört worden, so hätte er sich darum gekümmert, denn Molenbau war eine einfache und simple Sache - ohne ohne Puzzolane.

    Nach einem kleinen Rundgang um das Areal herum schritt er nun zu einem der schwierigsten Teile des Bauvorhabens: Die Wasserrohre.


    Wäre dies eine Stadt oder ein Dorf gewesen, so wäre es leicht das Wassersystem exakt zu kennzeichnen und zu bestimmen. Doch bei einem Kastell lagen die Wasserrohre unter der Erde, zum Schutze vor Zerstörung durch den Feind.
    Das Rohrsystem konnte auch verzweigt sein, ein unter der Erde eingebautes Wasserschloss - ein sehr kleines - konnte das Wasser zum Kastell leiten. So war es auch schwierig den Gang der Rohre und ihre Breite durch das Auffinden der Quelle zu bestimmen. Es war eine Quellfassung, das hatte man ihm schon mitgeteilt, als er Suchtrupps hinfort schickte, daher konnten riesige Mengen angestaut werden, der Fluss war breit genug, fasste demensprechend viel.
    Den Laufbrunnen hatte man schon vorher außer Kraft gesetzt, indem man die Leitungen einfach kappte und verschloss.


    Man würde graben müssen und Furianus wusste auch schon wo, denn außer einem Laufbrunnen gab es anscheinend keine Wasserstellen - das wäre auch wunderlich, denn so viel Komfort mutete man einem Kastell auch nicht zu, Privatleitungen gab es hier sowieso nicht. Zum Glück war der Laufbrunnen schon abgetragen und das Rohr, welches doch etwa 10 Quinaria an Volumen besaß, freigelegt. Da hier einige Kilometer südwärts eine Thermenanlage für die Soldaten lag, wusste er auch schon, dass es Abzweigungen geben würde, wo sie sind müsste man sich "ergraben".


    "Man soll das Rohr vorsichtig freilegen, nicht ganz, sondern nur die Oberfläche, damit man den Verlauf und die Quinaria-Breite erkennt. Die Rohre sind aus Kupfer, seid vorsichtig, sie sind hochwertig und sollten weiterhin genutzt werden."


    Teilte er einem Agrimensor mit, der sich auch sogleich etwa 20 Sklaven schnappte und diese zum Graben aufwies.
    Natürlich wäre es eine Frage von Tagen, wenn er einen der Ingenieure der Legio IX Hispana angeschrieben und eine Karte oder Plan bekommen hätte, doch wie allzu oft durch den Stolz und seine Schaffenskraft geblendet kam ihm dies nicht in den Sinn. Der Stolze würde fallen, das war eine Weißheit, doch er vernachlässigte sie allzu oft - vielleicht müsste er dafür bezahlen, aber nicht heute und alles andere war ihm egal.


    Das Rohrsystem führte, seiner Schätzung nach, sowieso südöstlich entlang, denn die Thermen waren ein sicherer Grant dafür.


    Das andere Problem war die Wasserabführung, das Kanalsystem. Es war hier nicht sonderlich groß ausgebaut und führte auch hundertprozentig zu den vorhandenen Latrinen und dann in irgend einen Fluss oder Bach außerhalb des Kastells - natürlich auch unter der Erde.


    "Ahja, den Verlauf des Abwassersystems auch freigelegen, aber ganz und baut ihn ab, füllt es mit Erde auf, es wird nicht mehr benötigt. Ebnet die Fläche."


    Merkte er noch an, bevor der Agrimensor sich allzu weit entfernte.
    Furianus setzte seine kleine Inspektion fort und beobachtete die Arbeiten am ersten Stück der Wasserleitung akribisch genau - es durfte nichts kaputt gehen, Wasser war hier ein teures Gut.