Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    Sim-Off:

    Wollen wir noch auf einige Spieler warten oder soll ich schonmal mit den ersten Bautätigkeiten beginnen, denn Sevycius ist ja abgemeldet, Helena in Rom und von den anderen hört man schon seit einiger Zeit nichts mehr?
    Damits nicht nach einem reinen SimOff-Post aussieht hebe ich halt nochmal den Daumen, was solls. :D


    :dafuer:

    Der Senator wollte es wohl seinem Namensvetter gleich machen mit dem Pantheon. Furianus würde nun liebend gerne lächeln, aber die Sachlage rief eine andere Stimmung hervor.
    Eine wirkliche Idee hatte er nicht und die Tatsache, dass die Kastelle außerhalb lagen erschwerte die Sache nochmal.


    "Dies wäre an sich kein Problem, aber das Kastell liegt vor den Toren Tarracos und ein Pantheon als religiöses Gebäude müsste immer wenigstens in der Stadt, wenn nicht im Stadtkern, liegen.
    Diese außergewöhnliche Sachlage erschwert uns eben den Bau von Thermen, Tempeln oder sonstigen öffentlichen Gebäuden, da diese immer in der Stadt und in der Nähe des Stadtkerns liegen. Ein solches Novum, ein Pantheon außerhalb der Stadtmauern, dazu bin ich nicht bereit, das wäre höchst fragwürdig."


    Und er könnte sich schon die Spottgesänge und Spottverse vor Augen führen, wenn diese Nachricht erst einmal verbreitet worden war und man über ihn lachte, nein, darauf würde er sich nicht einlassen. Solch ein Experiment wollte er nicht eingehen und Dogmen zu brechen schon gar nicht.

    Zitat

    Original von Iulia Helena
    Ich möchte darum bitten, meine Genszugehörigkeit zu ändern - derzeit steht Helena auf sui iuris, was nicht der Fall ist, da sie noch der Gewalt ihres Vaters M' Iulius Lepidus unterliegt - und der ist ganz sicher nicht tot ;)


    Es ist schon richtig, dass du nun "sui iuris" bist, Helena. ;)
    Denn:


    Zitat

    Die Familie
    Eine Familie besteht aus ihrem Oberhaupt, dem Pater Familias, sowie den ihm durch die Patria Potestas verbundenen Familienmitgliedern. Dies sind seine Frau, sofern es sich um eine "manus"-Ehe handelt, seine Kinder, deren Frauen (sofern "manus"-angetraut) und Kinder, und so weiter. Es können nur männliche Personen, die niemandes Patria Potestas unterstehen (also "sui iuris" sind) selbst die Patria Potestas über andere ausüben. Durch die Patria Potestas kann der Pater Familias frei über seine Familienmitglieder verfügen. Der Pater Familias kann durch Emanzipation Mitglieder seiner Familie aus seiner Patria Potestas entlassen. Dadurch werden sie selbst "sui iuris" und damit freie, unabhängige Mitglieder der Gens bzw. Pater Familias ihrer eigenen Familie. Bürger, die einen höheren Status haben als ihr Pater Familias (z.B. durch Erhebung in den Ritterstand) sind zu emanzipieren. Durch den Tod des Pater Familias werden seine "manus"-Ehefrau und seine Kinder automatisch emanzipiert. Alle Mitglieder einer Familie befinden sich im Ordo ihres Paters. Das heißt, dass alle Familienangehörigen auch dem Ordo Equester angehören, sobald ihr Pater zum Ritter erhoben wird. (Analog gilt das für den Ordo Senatorius und Decurionum.)

    Ich glaube auch ein keine jüdisch-amerikanische Verschwörung, aber der Film wirft einige Fragen auf, denn es ist doch ein wenig mekrwürdig, wenn das FBI Filme beschlagnahmt, das Pentagon ein Loch hat, das niemals ein größeres Flugzeug erschaffen könnte und das WTC einfach mal so einstürzt, wenn 3 Stockwerke brennen und dann laut Zeugenaussagen noch Explosionen zu hören sind...also einleuchtend ist das nicht.

    Ähm...ok:


    US-Regierung hat das alles arrangiert.
    Das Pentagon wurde von keinem Flugzeug getroffen, sondern von was anderem. Film- und Bildmaterial wurde vom FBI eingesammelt...
    Das World Trade Center hätte nicht einstürzen können ohne im Inneren angebrachte Sprengkörper. Es gab mehrere Explosionen und der Stahl wäre niemals bei nem Flugzeugeinsturz geschmolzen...usw.


    Also kurz und bündig: Alles war eine Inszenierung der US-Regierung.

    "Auf unser Wohl!"


    Sprach er gar feierlich und stemmte den Becher gen Horizont, von dem er auch den erfrischenden ersten Schluck nahm - doch stest bedacht nicht allzu viel zu kosten.
    Caesoninus schien diesen warmen Abend recht gut geplant zu haben, denn es fehlte hier wohl bald an nichts, die Speise musste nur noch kommen.


    Es war ruhig hier, die Luft frisch und befreiend, ganz anders als das stinkende Rom, das allzu oft die Kehle schnürrte. Furianus redete sich immer wieder ein, dass dies ihm als Vorgeschmack dienen würde, als Vorgeschmack auf seine villa maritima in Misenum, die dieser doch ähnelte. Stunden der Muse würde er sich nehmen können, fernab von Rom der negotia erlegen.


    "Wahrlich, der Sonnenwagen war eine allzu große Verlockung, doch sie war den Tod wert."


    Er stützte sich nun leicht mit dem Ellebogen, so dass er liegend noch immer über die Mauer des hartus blicken konnte, das goldne Wunder betrachten wie es sich zum blutroten wandelte.

    Der Patron ließ nicht lange auf sich warten und betrat den hortus in ungewohnter Aufmachung. Ganz der Toga entledigt und den Stoff einer Tunika auf der Haut spürend fiel ihm das gehen geradezu leichter.
    Ein Freiheitsgefühl, welches er wohl neu entdeckt hatte.


    "Salve, Caesoninus. Welch angenehmer Abend, welcht entzückende Röte."


    Ein Blick der Bewunderung fiel auf die Röte, die gerade durch die untergehende Sonne etnstand. Es war Zeit die Fackeln im Garten anzuzünden und die Grillen verstummen zu lassen. Doch die Grillen verstummen lassen war eine utopische Idee, zumindest für ihn.

    Furianus kam, mit einem Brief in der rechten Hand, in das ihm gewiesene Officium. Dies würde sein erster Brief aus dem sonnigen Hispania sein. Eigentlich dachte er, dass dieser die Anschrift des Palastes haben würde, doch ein guter Freund kam vor die Meldung an den Kaiser.


    "Salve. Lucius Flavius Furianus, mein Name. Ich würde gerne einen Eilbrief nach Rom schicken."


    Sagte er zum ersten Postbeamten, den er entblickte und legte den Brief auf den Tresen.


    Ad
    Manius Tiberius Durus, Advocatus Imperialis
    Villa Tiberia
    Rom, Italia




    Lucius Flavius Furianus Manio Tiberio Duro s.p.d.


    Ich danke dir für die Glückwünsche, mein Freund. Die einzige Quelle hier in Hispania ist unsere Acta Diurna, aus welcher ich auch über das mögliche Prodigium las. Dank unserer zuverlässigen Redakteure in Italia bin ich über den Wahlkampf bestens informiert. Zwar muss ich auf den Eindruck der Kandidaten und ihrer Reden verzichten, doch ich fand zahlreiche bekannte Namen und lediglich der Name des Publius Sergius Epulo ist mir gänzlich unbekannt.


    Dein Anliegen, Durus, ist eigentlich unnötig gewesen, denn du weißt doch selbst, ich würde solch einen Mann wie dich immer wählen, nicht nur deines Standes und deiner Familie wegen, nein, du bist ein Mann Roms.
    Seit ich mich erinnern kann versuchte man des Pöbels kollektives Geschrei für sich zu gewinnen. Ich muss gestehen, dass ich dies auch anstrebte, wenn auch nicht vordergründig, denn wer den Pöbel kontrolliert, der kontrolliert auch Rom. Und wer den Pöbel für sich gewinnt, der gewinnt auch die Wahl. So entziehe auch du dich nicht solchen Bestrebungen, besonders als Mann konservativer Haltung.
    Selbstverständlich werde ich meine Klientel in Rom anweisen dir zur Seite zu stehen und dich, sowie auch einige Freunde und Bekannte, zu wählen.
    Auf meine, sowie auch die Stimme meiner Klientel kannst du zählen, werter Tiberius Durus.


    Mögen dir die Götter gewogen, möge dir Fortuna hold sein.


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    Und schon kam der Nächste an die Reihe.
    Auch bei diesem Vertreter sollte Furianus´Lächeln nicht fehlen und so setzte er es auf, stand auf und begrüßte den Mann.


    "Salve."


    Dieser schien nun etwas schüchtern, geradezu verängstigt.


    "Salve, Architectus Provincialis. Mein Name ist Gnaeus Fulvius Falco, ich repräsentiere mein Unternehmen."


    Furianus nickte leicht und wies auf den Platz vor ihm.


    "Setz dich bitte und erzähl mir über dein Unternehmen."


    Der Mann tat wie gewiesen und setzte sich vorsichtig hin, zuckte jedoch kurz zusammen, bevor er anfing.


    "Nun, unser Unternehmen hat schon öfter wichtige Projekte übernommen, sowohl private Auftragssteller, als auch die Staatlichen waren mit uns sehr zufrieden. Wir haben hoch qualifizierte Angestellte und viele Sklaven, da wir uns eher der Hydrotechnik zugewandt haben. Wir sind sehr zuverlässig und schnell. Wir verlegen öfters Leitungen, haben schon einige Kanäle gebaut und die Abwassernetze in einigen Abschnitten Tarracos. Am großen Forum haben wir auch mitgearbeitet. Du wirst es sicherlich nicht bereuen, wenn du uns wählst."


    Falco wusste, dass es ein Risiko war zu erwähnen, dass sie sich eher der Hydrotechnik zugewandt haben, denn er wusste, dass ein Aquädukt gebaut werden würde, doch er wusste nicht inwiefern man schon dessen Bau geplant hatte. Schließlich waren die mancipes bestrebt Aufträge von guter Bezahlung zu ergattern und würden alles versprechen. Besonder das Aquädukt lohnte, da es groß war und man auch eine Zeit lang beschäftigt, anders als bei normalen Bauprojekten. Doch es war auch eine Herausforderung, besonders die Hydrotechnik.


    "Die Hydrotechnik sagst du?"


    "Ja, dies könnte man als Spezialisierung bezeichnen."


    "Ich verstehe. Eine schwierige Spezialität und ich nehme an, dass du auch über gut ausgebildete Fachkräfte versorgst?"


    Falco nickte hastig und lächelte nun zum ersten Mal, schließlich war das Gespräch nicht von Unfreundlichkeit bestimmt worden - zumindest bis jetzt.


    "Wir haben Sklaven, die das Nivelliergerät besser als ein Agrimensor benutzen können. Auch die Groma ist kein Problem, denn Präzision sollte im Bau einen hohen Stellenwert einnehmen, besonders im Bau von Wasserleitungen. Wie schon bereits erwähnt sind meine Leute im Verlegen von Leitungen kundig."


    "Das reicht mir nicht."


    Furianus versuchte so desinteressiert wie möglich zu wirken, denn schließlich musste er aus dem Mann mehr rausholen, als er wollte. Er musste jede noch so kleine Schwäche des Unternehmens beleuchten, einen Fehler durfte es sich niemals leisten, sonst würde man besonders bei den Wasserleitungen Probleme bekommen. Schadhafte Stellen war in diesem Gebiet der Architektur zerstörend, während sie beim normalen Bau nicht so viel Schaden anrichten mochten.


    "Natürlich, wir haben auch schon einige Abschnitten einer Wasserleitung Tarracos repariert und unweit von hier auch neue Abschnitte errichtet, zahlreiche Wasserschlösser, die bis heute keine Schäden aufzeigen, haben wir errichtet."


    Fügte Falco schnell an, denn es galt zu überzeugen und sich möglichst gut zu präsentieren, souverän zu wirken und doch trotzdem Ergebenheit zu zeigen.
    Doch die Strategie ging nicht auf, als sich Furianus erhob und eine Karte aus dem Regal herausnahm. Falco, von diesem Zug überrascht, spürte schon die Feuchte in den Achselhöhlen aufkommen. Was das hier zu bedeuten hatte konnte er sich nicht ausmalen, spekulieren war hier auch unnütz.
    Die Unsicherheit Falcos überraschte Furianus nicht, er lächelte sogar bekräftigend, damit dieser einen spöttischen Zug dahinter vermuten konnte.
    Sorgfältig breitete er die Karte auf dem Tisch aus.


    "Ein Bauunternehmen ist so gut, wie der Besitzer und Verwalter."


    Und sogleich zierte ein erneutes Lächeln seine Züge.


    "Du siehst hier einen Fluss, der uns als Beispiel dienen soll. Diesen gilt es zu überbrücken, wie würdest du vorgehen."


    Worte wie: "Das kann doch nicht dein Ernst sein!" schwirrten Falco im Kopf herum, doch entgegen seines Verstandes bückte er sich über die Karte und betrachtete diese. Nach qualvollen Minuten, in denen er sich gehetzt und überfordert sah, glitt sein Finger langsam, gar zaghaft, zu einer stelle der Karte.


    "Hier würde ich die Brücke bauen. Der Fluss ist breit das Bogenprinzip würde diesen jedoch überbrücken ohne viel Material zu verschwnden, als Holzpfeiler zu bauen. Ich würd es wie beim Bau einer Mole machen, am rechten Ufer anfangen zu bauen und mit Hilfe von hydraulischem Kalk einen festen Stand schaffen. Ein caementitium-Gemisch mit Ton würde ich dem des Kieses vorziehen. Die Bogenspannweite würde 4 Meter betragen, die Höhe 5, denn dies ist ein kleinerer Fluss, ich kenne ihn, im Herbst steigt er nicht allzu hoch an."


    Es war ein Wunder, es sprudelte aus Falcos Mund. Die Beherrschug darüber hatte er sich nicht einmal erhofft und so war es auch, als sein Mund ein Eigenleben führte und seine Gedanken nur wirre, nicht einmal zusammenhängende, Ideen aufgriffen.
    Es klang merkwürdig, automatisch, doch relativ logisch. Dies musste auch Furianus gestehen und packte die Karte ohne ein Wort der Erleichterung, Befreiung, Falcos in das Regal.
    In geheimnissvoller Stille verstrich die Zeit nur sehr langsam, was Falco bis jetzt nicht bewusst war, doch die Qual war ein guter Lehrer. Doch wie der Lehrer, so wurde auch die Qual einmal erlöst. In Falcos Fall war Furianus der Erlöser.


    "Du hast mich ehrlich gesagt überzeugt. Wie viele Männer stehen dir zur Verfügung?"


    Momente der Ungewissheit waren wie vom Erdboden verschwunden, verflogen wie die zuvor heraussprudelnde Kreativität und Ideen.


    "Etwa 300 Mann könnte ich zur Verfügung stellen, davon etwa 50 Unfreie."


    Kam es gezwungen und ohne große Gedanken aus ihm heraus.
    Die Reaktion des Architectus Provincialis war, wie auch anders zu erwarten, bescheiden und zeichnete sich mit einem leichten Nicken aus.


    "Gut, Staatssklaven werde ich dir auch zur Verfügung stellen können. Mit 100 kannst du rechnen."


    Er war nun endgültig erleichtert, denn die Formulierung des Satzes ließ keinen anderen Entschluss zu als den, dass er den Auftrag hatte. Die Anspannung war verflogen, hinterließ jedoch ein unangenehmes Andenken in Form von Nässe unter dem Arm. Diese Nässe galt es nun der Höflichkeit und dem Äußerein Schein wegen zu verbergen. So bestätigte er mit einem leichten Nicken die Tatsache nun 100 mehr Untergeben zu haben.


    "Dann wären wir uns einig. Ich werde dir eine Nachricht zukommen lasssen wann, wo und welchen Abschnitt ihr zu bearbeiten habt. Ich werde euch selbstverständlich kontrollieren und Fehler werden auch nicht mit Milde und Nachsicht behandelt. Ihr werdet sie schon am marsupium spüren."


    Diese Drohung war in dieser Branche ja schon fast Alltag und so ein alter Hase wie Falco wusste dies natürlich zu gut.


    "Natürlich, ich habe verstanden."


    Gab auch er souverän von sich und war nun eine Last leichter geworden.
    Furianus, der sich seiner Rolle als Retter oder Helfer bewusst war, zeigte nun wieder sein anfängliches Lächeln und versuchte so die Situation zu entspannen. Sogleich stand er auf.


    "Dann verbleiben wir so, ich danke dir für deinen Besuch. Vale."


    Und auch Falco verstand, dass sich die Qual dem Ende zuwandte und stand auf.


    "Nein, ich habe zu danken, Architectus Provincialis. Vale bene."


    Das Herz Falcos war schneller als die Beine und wähnte sich schon in beglückender Freiheit außerhalb des Officiums des Architectus. Ein kurzes Zucken der Mundwinkel nach oben brachte dies unverkennbar zum Ausdruck


    Furianus setzte sich wieder hin und atmete vorerst auf. Eine von vielen Hürden schien nun gemeistert und er um eine Sorge ärmer - zumindest in diesem Moment.

    Die Männer schienen nachzudenken, denn schließlich sollte so eine Entscheidung nicht innerhalb einiger Sekunden getroffen werden, es stand ja kein Brunnen zur Debatte, sondern ein ganzes Militärareal, welches verwertet werden musste.


    So ließ er ihnen Zeit, blieb aber dennoch aufrecht stehen.