"Ja, genau, so meinte ich es, Senator."
Sagte er ihm leicht zunickend.
"Ja, genau, so meinte ich es, Senator."
Sagte er ihm leicht zunickend.
Furianus kam zum Postofficium und trat ein.
Lächelnd trat er an den Postbeamten und grüßte.
"Salve. Ich bin Lucius Flavius Furianus und würde gerne weitere Briefe abgeben."
Furianus blickte kurz auf, als Iovianus vom Verlegen der Rohrleitungen sprach, denn er hatte doch schon in einem seiner letzten Sätze erwähnt, dass er nichts zu verlegen gedachte, geschweige denn nun wieder die Straßen Tarracos zu umgraben, um dort einige Leitungen zu verlegen. Nein, die Vigiles konnten auch Wasser holen gehen, das wäre zudem ein Konditions- und Krafttraining für jeden Mann.
Als dann das Wort "Vorsitzender" fiel, so verstand er sofort, dass der Mann früher in der Zivilverwaltung gearbeitet haben musste, um an solch ein Wort zu kommen. ![]()
"200-300 Vigiles? Nun, ihr seid noch ziemlich klein, habt aber sicherlich bald neue Rekruten."
Er bemerkte gar nicht, dass er sich verhört hatte. Denn 200 oder 300 Vigilen für ganz Tarraco waren schon wenig, 20-30, das hätte Furianus nie geglaubt.
In Gedanken formte sich schon eine Idee...
500 wären für Tarraco doch eher zutreffender, als 20-30. Ich habe auch gesimmt, dass Furianus dich falsch verstanden hat. ![]()
Furianus zügelte sich ein wenig, war bedacht jedwede Gefühlsausbrüche zu verbergen, denn merkwürdig war es wirklich. Tarraco musste es irgend wie geschafft haben ohne Feuerwache in der Stadt überlebt zu haben.
"Ich verstehe."
Sagte er nachdenklich und stand sogleich langsam auf, um für einige Minuten in den Wirren seiner Regale zu forschen. So fand er auch das Gewünschte und legte die Karte Tarracos in voller Breite auf seinen Schreibtisch.
"So, nun wollen wir mal sehen welche Stelle dazu geeignet wäre."
Dabei blickte er kurz lächelnd zu Iovianus auf und senkte wieder die Augenglider, um auf der Karte besser suchen zu können. Dabei glitt sein Finger langsam über einige Stellen der Karte.
"Ein öffentlicher Brunnen oder wenigstens ein Nymphäum sollten in der Nähe sein, denn dann brauchen wir uns über die Wasserversorgung der Feuerwache keine Sorgen zu machen: Man müsste dies durch das Schleppen von Wasser bewerkstelligen können und müssen, wieder Rohrleitungen zu verlegen wäre eine Arbeit, die wohl noch das ganze Jahr andauern würde. Wie hoch ist denn die derzeitige Mannstärke der Stadtvigilen, damit ich einen gewissen Einblick bekomme und mir die Dimension der Station vorstellen kann?"
"Kein Problem."
Sagte er milde lächelnd und nickte ihm zu.
"Ich bin Lucius Flavius Furianus."
Zwar war er sich ziemlich sicher, dass der Mann ihn kennen müsste - er hat sich ja eindeutig an ihn und an keinen anderen gewandt - und er auch relativ bekannt war, doch den Namen nochmals zu erwähnen gab ihm Sicherheit.
Es war ein recht seltenes Anliegen, was Iovianus ihm offenbarte, doch auch keine unlösbare Aufgabe.
"Natürlich braucht man in der Stadtmitte eine Station der Vigiles, da hast du recht. Doch wo liegt denn die zur Stadtmitte nächst gelegene Station?"
"Nun, Senator, ich befürchte, dass wenn wir den Preis anheben sogleich als Antwort ein "Nein" kommen würde. Und eine ständige Korrespondenz über einen geeigneten Preis haben wir ja auch nicht vor zu führen. Eine Factio besteht ja nicht aus einem Mann, welcher Entscheidungen schnell treffen kann, nein, es ist eine Anzahl von Männern, die diese Vorschläge erst einmal besprechen müsste.
Dieses Hin und Her würde, so scheint es mir, zu lange dauern."
Schließlich gab es noch, laut seiner Rechnung, zwei weitere Projekte, die er zu führen hatte. Und bis zu den nächsten Wahlen wollte er auch wieder in Rom sein, denn sonst würde man ihn wohl gar noch vergessen - ein ireparabler Schaden für seine politische Laufbahn.
"Salve."
Sagte Furianus ruhig und wies auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch. Ein wenig beäugte er den Mann und fuhr dann fort, nachdem jener geendet hatte.
"Interessant. Verrätst du mir auch wer du bist?"
Furianus musste ein wenig darüber nachdenken, besonders über die Höhe des Kaufpreises.
"Nun, ich würde den Preis bei 100.000 Sesterzen
Im IR vielleicht 3000-5000 Sz.
anlegen wollen, schließlich ist dies ein großes Areal.
So viel zu investieren gäbe es seitens der Stadt nicht, dies wird wohl den Factios überlassen sein.
Jedoch würde ich es begrüßen, wenn man Staatssklaven zum Abriss der Gebäude abstellen könnte, falls die Factios dies vor haben, um den Platz zu erweitern oder Sonstiges. Die Baumaßnahmen sollten diese schon selbst planen, organisieren und finanzieren."
Er machte eine kurze Pause und nickte Senator Matinius zu.
"Ich werde die Factios anschreiben."
"Ein Opus, welches schon vor uns zahlreiche Männer zu stande brachten, Caesoninus. Doch nenne mir einen, der den Sonnenwagen lenkte."
Versuchte Furianus zu kontern, schließlich war die Vorstellung für diese Arbeit hier einmal sterben zu müssen eher amüsant.
Doch er folgte Caesoninus zu der Clinengruppe, legte sich auf den Ellebogen stützend hin, kostete sogleich von den Speisen.
Zu schade, dass Meeresfrüchte nicht dabei waren, doch Abwechslung musste sein, das verstand auch er.
"Herein."
War es von drinnen zu hören.
"Wird ein Anschreiben der Factios erwünscht? Wenn ja, dann könnte ich das übernehmen und später dann mitteilen wie es aussieht. Doch man sollte schon jetzt festlegen wie viel man für das Areal verlangt."
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HAPPY BIRTHDAY! http://www.my-smileys.de/smileys2/23_29_122%5B1%5D.gif
Lass dich feiern und genieße den heutigen Tag. ![]()
Ich wünsche dir alles, alles, alles,...*1000*...alles, alles Gute! ![]()
Bleib uns noch lange erhalten. ![]()
"Vale."
Huschte es von seinen Lippen und er trat den Heimweg an.
Mochten die Götter die Reise nicht verwünschen, es war wichtig.
Furianus schmunzelte.
"Nicht geeigneten, sondern den Besten. Aber nun wird es Zeit, ich wünsche dir den Segen der Götter, Cassander. Komme nicht mit leeren Händen zurück."
Furianus unterdrückte einen Seufzer, denn woher konnte Cassander es auch wissen. Zwar schien dieser ein Sklave zu sein, den man überall einsetzen konnte, doch ein Architekt war dieser nicht.
"Nun gut, es gibt zwei Methoden der Untersuchung von geeignetem Sand, der zur Mischung des Mörtels geeignet ist. Er darf auf keinen Fall Mutterbodenanteile enthalten.
Das heißt, dass die besten Bausande immer knirschen, wenn man sie in der Hand reibt. Denn erdhaltiger Sand besitzt keine Schärfe, knirscht nicht.
Dies ist die erste Methode, die zweite ist Folgende:
Ein weißes Laken wird ausgebreitet und Sand darauf verstreut, aber nicht zu wenig, sonst hat es keinen Sinn. Danach wird er wieder herausgeschüttelt und das Laken begutachtet. Wenn der Bausand gut ist, dann muss das Laken sauber sein und Erde darf sich nicht darauf absetzen. Wenn der Sand diese zwei Kriterien erfüllt, so kaufe ihn, wenn auch der Preis stimmt."
Furianus nickte.
"Ja, genau. Du wirst aber zuerst nach collegia navicularii Ausschau halten, der Sand ist dort im Überfluss vorhanden, die Schiffe jedoch nicht.
Erarbeite ja einen guten Vertrag, mein Budget ist sehr eng, sonst muss ich das aus eigenem marsupium bezahlen. An die 30 Schiffe groß müsste der Verein sein, nimm am besten die Vereine, die auch schon Geschäfte, aber mehrmalige, mit dem Prefectus Annonae abschlossen. Er sorgt für die Getreidelieferungen und sollte wissen welchem Verein zu vertrauen ist."
Vorerst sollte die Arbeitsanweisung grob reichen, der Sklave war nicht langsam im Denken und würde sich schon zurecht finden.
Aber bei dem Thema Material hatte er einige Bedenken.
"Du weißt nicht zufällig, wie man schlechten vom guten Sand unterscheidet?"
"Der Ansicht bin ich auch, Senator Matinius."
Pflichtete er ihm grinsend bei und verzog die Miene wieder zu einem neutralen Gebilde voller Muskeln, Sehnen und der Haut darüber. ![]()
"Für alle Factios sicherlich nicht, das wäre wirklich beengend. Für ein oder zwei Factios sollte dies jedoch möglich sein. Man könnte dies ja auch als Pferdezucht betreiben, die keiner Factio angehören müsste. Unter der Sonne Hispanias gibt es sicherlich genügend Pferdezüchte, die solch ein großes Areal nur in ihren kühnsten Träumen wähnen, doch es kann Realität werden.
Aber wenn wir an der Idee mit den Factios festhalten, so dürfte man zwei unterbringen können."
Furianus war an einem lauen Abend sogar selbst bis zum Portus gereist, um seinem Sklaven nochmal letzte Anweisungen und Tips zu geben.
Zusammen stiegen sie aus und gingen zu dem Frachtschiff, welches bereit stand, um nach Aegyptus aufzubrechen.
"Cassander, ich verlasse mich auf dich. Du weißt sicherlich noch was zu tun ist?"
Furianus hatte da schonmal eine Idee gehabt, doch schien sie ihm eher Utopie zu sein, als lukrativer Einfall.
"Nun, wie vielleicht einige von euch wissen - oder auch nicht - bin ich Mitglied in der Factio Purpurea und befasste mich noch in Rom mit einigen Belangen bezüglich der Factioarbeit.
Ich könnte mir vorstellen, dass die dortigen Umstände oder Probleme auch bei den anderen Factios vorhanden sind.
Lange Rede, kurzer Sinn: Mir schwebte ein Factiogelände vor, durch die Kastellmauer begrenzt. Die Unterkünfte wären im übergroßen Maße vorhanden. Über Pferdeställe verfügt jedes Kastell, das dürfte wohl bekannt sein. Das heißt, dass man nur mit wenigen Veränderungen einen Übungs-, sowie auch Zuchtplatz für Factios schaffen könnte. Das Gelände ist groß und durch die hohe Mauer begrenzt, gut gelege, es gäbe Unterkünfte für die auriga, Bedienstete, Sklaven, die Pferde, sowie auch Werksgebäude für einen Schmied oder einen beliebigen anderen Handwerker.
Falls das eingezäumte Areal jedoch zu klein sein sollte, zum Beispiel für das längere Ausreiten oder sonstige Unabdingbarkeiten, so wäre hinter dem Kastell noch genügend Platz für eben solche Aktivitäten.
Natürlich würde ich das Areal und die Gebäude nicht kostenlos zur Verfügung stellen, doch jede Factio hat wohlhabende Gönner und Anhänger, die finanziellen Belange dürften nicht ins Gewicht fallen."
Er machte eine kurze Pause und blickte sich um, bis er den Senator und Proconsul mit dem Blicke traf.
"Oder auch an die Gladiatorenschule verkaufen, falls jene einen neuen Standort sucht. Doch scheint mir, wie Senator Matinius bereits erwähnte, dass das Areal für eine Gladiatorenschule zu groß ist und man wieder Unkosten durch die Abrissarbeiten hätte."
"Einen Hortus einzurichten ist keine schlechte Idee, doch bezweifel ich, dass die Bürger aus Tarraco hinaus fahren werden, nur um die Gärten zu sehen und dort zu spazieren.
Eine Veteranensiedlung ist auch nicht schlecht, jedoch werden die Veteranen wohl eine villa rustica eher bevorzugen, da sie dort arbeiten und ihren Lebensunterhalt damit verdienen. Dafür ist jedoch kein Platz, wenn dann für Insulae, ein Forum oder sonstige Siedlungsmerkmale. Ob sich da jemand in der Nähe ansiedelt ist die Frage."
Er wirkte nachdenklich, geradezu in Gedanken getrieben. Diese Ideen waren gut und wenn Tarraco dies bräuchte und begrüßte, dann könnte dies errichtet werden. Doch ob das Idea von gut besuchten Gärten oder einer neuen Siedlung wirklich in Erfüllung gehen würde, das bezweifelte er.