Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    "Ich erinnere euch gerne an die Cornelier, Furier, die Fabier. Und so sagt mir, dass diese nicht einst zu den Familien gehörten, die Rom mitbegründet haben. Wenn ich mich recht erinnere, so stellte die Gens Matinia keine Kaiser, nur euch, Senator. Jedoch bin ich selbst überrascht, dass Gentes Minores ebenfalls keine Steuern zahlen müssen, aber diese Überlegung ist es nicht wert, um sich an einem so schönen Tag den Kopf darüber zu zerbersten."


    Recht eigenartige Argumente brachte der Senator hervor, wusste Furianus doch selbst genau um die Abstammung des jetzigen Kaisers, welcher ohne Zweifel eher den Plebs zuzuordnen war, als einer ehrbaren Familie Roms. Der Götter Hände trugen ihn bis in den Palast und dadran konnte man wahrlich nichts mehr ändern, außer man begang Taten, von denen ein ehrbarer Römer nicht spricht.


    "Nun, wenn das Geld so beschafft werden sollte, wie früher, so ist es vorbei mit dem Frieden. Römische Familien werden ihre Söhne zu betrauern haben, Leid wird vorherrschen, doch dafür - und ich gebe euch darin recht - würden die finanziellen Sorgen verschoben werden können, Sklaven würden herbeigeschafft werden und die Kriegsbeute zu glorreichen Bauten reichen. Aber ob und mit wem, die Frage ist nicht uns gestellt worden, sowie auch die Entscheidung nicht auf den unsrigen Schultern ruht."

    "Senator Matinius, wir Patrizier sind die, die schon seit vielen Menschenleben die Geschicke Roms geleitet haben und leiten werden. Wir saßen schon im Senat, als Rom noch nicht über die sieben Hügel hinausreichte. Wir stellen und stellten die Kaiser Roms, warum sollten wir, die, die Rom zu seiner Größe führten noch Steuern zahlen. Ein wenig Anerkennung sollte für so viel Aufopferung schon gegeben werden, denn sonst unterscheiden sich Patrizier ja nicht von den plebejischen Familien. Vorbilder für den einfachen Pöbel sind wir wahrlich nicht, Vorbilder sied ihr, Senator. Der Pöbel wird nicht adlig, doch die Männer sehen zu euch herauf und hoffen das zu erreichen, was ihr schon erreicht habt."


    Schließlich war der Senator ja auch einmal ein Angehöriger des Pöbels gewesen, hatte seinen Traum jedoch verwirklichen können. So blickten auch noch heute einfache Männer auf ihn, jedoch nicht auf den Adel, in den man sowieso hineingeboren wurde und der Zugang somit auch nicht gegeben war.


    "Die Kurie sollte, denn sicherlich wollen die Größen Tarracos nicht wie einfache Bürger zur letzten Ruhe geleitet werden, sondern ihr Andenken durch prachtvolle Grabanlagen gewahrt werden. Und das auf eine der wichtigen Straßenverbindungen, so dass diese Bauten auch bewundert werden können."

    Der Sklave eilte zu Furianus, welcher sogleich hineinschritt.


    "Salve. Berufliche Wege führen mich hierher."


    Dies sollte am Anfang schon alles klar stellen und den Mann darauf vorbereiten, dass es hier nicht um persönliche Angelegenheiten gerungen werden würde, sondern um Berufliches.
    Ohne Aufforderung nahm er auf dem Stuhl vor dem Officium des Crassus Platz.


    "Ich bin hier, um mit dir über die Wasserleitung nach Karthago Nova zu sprechen."

    Ähem... ;)


    Ich habe gerade mal im Suum Cuique auf mein Vermögen geklickt und festgestellt, dass ich zu viel Lohn bekomme.
    Mir wurde anscheinend anstatt den 400 Sz. eine Summe von 430 Sz. überwiesen.
    Das kommt wahrscheinlich noch von meinem Aedilat, da ich damals 30 Sz. pro Woche bekam.
    Habe das bisher noch nicht gemerkt, ehrlich.
    Mir wurde nun schon 3 Mal der unkorrekte Betrag überwiesen, demnach Schulde ich dem Staat 90 Sz. Bitte ändern, sonst geht der Staat noch unter. ;)
    Wohin soll ich die 90 Sz. überweisen?

    Obwohl er diesen Schritt nur ungerne tat, so musste es doch sein. Er wurde gebeten sich darum zu kümmern und private Streitigkeiten wären wohl das Letzte, was ihn davon abgehalten hätte.
    Es war leider nicht zu vermeiden und er musste den ersten Schritt tun, schließlich waren es berufliche Tätigkeiten, denen auch er nachgehen musste.


    Ein Sklave klopfte für ihn.

    Schon früh am Morgen machten sich der Agrimensor, Helvetius Caesoninus, und Architectus Provincialis, Flavius Furianus, auf den Weg zum Kastell der Legio IX.
    Wie es üblich war, lag dieses außerhalb der Stadtmauern und so war der Weg ein wenig länger, als üblich. Vor dem Kastell waren kleine Thermen, Fabrikgebäude und ein Kaufhaus errichtet worden. Dies war nicht verwunderlich, war das Kastell doch immer belebt gewesen und so manch ein Händler machte seine Geschäfte mit den Soldaten, dem Stab der Legion. So waren auch einige Bauernhöfe in der Nähe gelegen, welche nun wie ausgestorben schienen.
    So erreicht der Wagen das Tor, welches nur noch von zwei Soldaten bewacht wurde. Schließlich sollte das Kastell kein Steinbruch werden.
    Nach dem Überreichen eines Schriftstücks wurden sie hinein gelassen.


    "Auf den ersten Blick scheint das Kastell noch gut erhalten zu sein."


    Sagte Furianus nach vorne starrend zu seinem Agrimensor.

    "Ich werde das noch in der Kurie ansprechen, schließlich soll dies Hispania zugute kommen und da wären erfahrene Meinungen eine große Hilfe. Aber das Kastell der Legio würde ich zu einer Nekropole ausbauen wollen, sprich Bauplätze in lukrativer Lage, die sich auch sicherlich sehr gut verkaufen würden."


    Ein Lächeln war nicht zu sehen, denn Claudia beschäftigte ihn immer noch sehr. Nun erwähnte sie ihre Tochter, vielleicht war dies ja das Zeichen ihr mitzuteilen, dass es Minervina gut geht, obwohl er die Kleine noch nicht gesehen hatte. Aber irgendwann würde sie sowieso fragen.


    "Minervina geht es gut, Claudia teilte mir auch mit einem Lächeln auf dem Gesicht mit, dass deine Tochter bei ihr leben würde. Vielleicht hilft sie Claudia über ihre Trauer hinweg, hoffe ich doch stark. Ich kenne Claudia nicht so gut, wie du sie wohl kennst, doch für mich ist sie noch immer ein großes Geheimnis. So verschlossene und starke Frauen findet man selten."


    Ein unergründliches Wesen war seine Verlobte in gewisser Weise schon. Irgendwann würde er ihr Wesen erkennen können, sie sich ihm gegenüber vielleicht öffnen. Zumindest sollte sie immer lächeln, dafür musste er sorgen.

    "Nun, das Geld kommt ja nicht dem Imperator zugute, sondern dem römischen Reich. Daraus werden öffentliche Gebäude, unsere Legionen und auch dein Gehalt bezahlt. Doch der Etat des Kaisers dürfte dabei wohl nicht anwachsen, ist er sowieso doch schon hoch genug.
    Aber Senator, wenn ihre eure Steuern nicht zahlen müsstet, so würdet ihr gegenüber dem Volke an Sympathie einbüßen, was wohl nicht das Ziel sein sollte. Jedes Kind weiß doch, dass Roms höchste Männer eine gewisses Vermögen aufzuweisen haben müssten, um erstmal dorthin zu kommen, wo sie nun stehen. Würdet ihr euer Geld nicht mit dem Pöbel teilen, so wäre es ganz von den Oligarchen abgeschnitten und wohl auch erbost."


    Als Oligarchen sah er sich nicht, dazu war er noch ein zu kleines Rad in Roms Uhrwerk.


    "Ja, die Kurie müsste davon in Kenntnis gesetzt werden, obwohl ich das Mandat habe für die kaiserliche Administration zu sprechen und die Weisungen auch umzusetzen, wohl auch gegen die Kurie."

    "Ich danke dir für deine Unterstützung, Didius Sevycius."


    Die Leute mekrwürdig? Meinte er das nun im negativen Sinn oder wie sollte er es verstehen? Furianus war verwirrt und doch recht gespannt, wie die Leute denn so sein würden. Hoffentlich waren es doch recht zivilisierte Artgenossen, denn man hörte ja vieles von den Menschen außerhalb Italiens, zumindest hatte er noch gute Erinnerungen an die Britannier.


    "Wir sehen uns bestimmt wieder, Comes. Mögen dich die Götter bis dahin begleiten. Vale."


    Und so schritt er hinaus in sein neues Officium.

    So betrat Furianus auch gleich nach dem Gespräch mit dem Comes der Regio sein Officium.
    Es war groß und geräumig, bot viel Stauraum, musste nur noch ein wenig kunstvoll eingerichtet weden. Doch das war nicht die primäre Angelegenheit, die erledigt werden musste.
    So setzte er sich sogleich an seinen Schreibtisch und verfasste das Ernennungsschreiben seines Klienten.


    Sim-Off:

    Bitte die Threadüberschrift ändern: Architectus Provincialis

    Hispania musste wahrlich klein sein, wenn man sich schon für einen der zahlreichen Agrimensores interessierte, von denen es in jeder Stadt zig welche gab.


    "Gut, ich verstehe."


    Sagte er nickend und stand sogleich schonmal auf.


    "Dann danke ich dir für diese Unterredung und meine Einbringung in die Kurie Hispanias."


    Und so wartete er erstmal ab, ob nicht der Comes noch irgendwelche Fragen hatte, die ihm Einhalt bieten würden und er nicht gehen.

    "Des Kaisers Wort."


    Sagte er kurz und knapp, wieder voller Geheimnisse. Er musste das wohl lassen, sonst hielt man ihn für unverschämt.


    "Er entstandte mich als Architectus Provincialis. Die ehemaligen Militärareale soll ich wieder verwerten."


    Ob verwerten das richtige Wort war? Nun, es passte zwar, doch konnte man keine Gebäude verwerten, nicht so wie Werkzeuge aus Eisen, die man einfach einschmolz. Nein, wahrlich, es war nicht das richtige Wort und doch passend.
    Er bemühte sich diesen lächerlichen Gedanken loszulassen und die rechten Worte für das Wohlbefinden Claudias zu finden. Eine war ein einziges Geheimniss, besonders Claudia. Mal machte sie ihm Mut, ließ die Zärtlichkeit zu, ein ander Mal war sie abweisend und verschlossen. Und in letzter Zeit, da wusste er gar nicht was mit ihr los war.


    "Claudia? Es ist schwer die richtigen Worte zu finden, denn ich weiß es nicht. Als ich sie besuchte, da sah ich sie zum ersten Mal weinen."


    Das war natürlich ein Schock, denn so eine starke Frau wie sie konnte gar nicht weinen. Zumindest hatte er davor immer diesen Eindruck von ihr, vermutete niemals sie in solch schwachem Moment zu sehen, nicht seine Verlobte.


    "Sie trauert noch immer um Tiberius Maximus, ich denke, es geht ihr nahe. Zu nahe. Doch mit der Zeit erfreute sie mich mit ihrem Lächeln, ich weiß nicht, ob es ehrlich war oder sie nur ihre Fassade wahrte und mir das Leid, sie so zu sehen, ersparen wollte."

    "Nun, dann seid ihr ja nun davon benachrichtigt oder meintest du mit "wir" die Kurie?"


    Er fragte sich, wozu dieser bürokratische und zeitraubende Aufwand. Es war doch nur ein Agrimensor, ein Vermesser, der sowieso nur ihm zugeteilt war, denn einen zweiten Architectus Provincialis gab es derzeit ja nicht.

    Er war der Ansicht, dass man auch andere Freuden im Leben erfahren konnte, außer der Liebe. Damit war auch der Schmerz zu vermeiden, welcher mit der Liebe den selben Pfad beschritt. Frei von Schmerz würde man wohl nie sein, doch es gab die Chance diesen zu dezimieren, was Furianus auch sicherlich versuchte, doch es war schwer.


    "Wir sollten wahrlich gehen."


    Sagte er leise und wandte sich dem Ausgang zu. Zeit hatte er an diesem Tag reichlich, doch womöglich riefen sie ihre Pflichten, da konnte er nicht im Wege stehen. Außerdem war das kleine Stückchen Besonderheit noch nicht gefunden und er der Suche noch nicht leid.

    In diesem Augenblick wurde Furianus hineingeführt. Ihm fiel fast die Kinnlade herunter, als er diesen Anblick ertragen musste. Leichtbekleidete Frauen, vermutlich Sklavinnen oder gar Lupae, der Prokonsul seiner Kleider entedigt und die Gäste mit lüsternen Blicken.


    Er musste sich zusammenreißen, bloß nicht schreien oder gar andere unüberlegte Sachen machen. Fiesta, dies war also der hispanische Ausdruck für eine Orgie. Es erfüllte ihn mit Hass nun Opfer dieser Unkenntnis zu sein. Einen ruhigen Abend voller Konversationen über Kunst, Philosophie, Politik, das hatte er erwartet. Doch was er hier vorfand, das war eines Patriziers nicht würdig, sein Stand würde ihm sowas verbieten, seine Erziehung ihn handeln lassen.
    So wollte er auch handeln und zum Prokonsul gehen, doch vor dem entblößten Mann zu stehen und diesem zu sagen, dass er nun gehen wolle, das würde eine peinliche Situation werden, für beide.


    Ihm niveauloses Verhalten vorzuwerfen konnte er auch nicht, schließlich veranstalteten auch viele ihr kleinen Orgien, ob Senator oder einfache Plebejer, sie alle fanden Spass daran.
    Doch nein, wenn das jemand in Rom erfahren würde...Auch sein Gewissen würde ihm sowas nie verzeihen, besonders nicht, wenn er in Claudias Gesicht blicken müsste.
    Nein, es war einfacher nun zu gehen, unbemerkt und still. Ja, so tat er dies, machte kehrt und verließ die Casa. Dem Ianitor drückte er ein Goldstück in die Hand.


    "Keiner erfährt, dass ich hier war. Sage dem Gastgeber, dass ich einen Sklaven schickte, welcher mich durch Unwohlbefinden entschuldigen ließ, mein Kommen daher nicht stattfand."


    Und schon war er weg.


    Sim-Off:

    Ist nichts Persönliches, nur es entspricht nicht Furianus`Charakter Orgien zu feiern. :)

    Furianus nickte.


    "So denn ich in der Kurie sprechen darf, ist es mir recht, Comes."


    Bevor der Bau anfangen konnte, da musste erst einmal alles mit dem Imperator und der Kurie abgesegnet werden, schließlich hatte er hier keine Handlungsvollmacht, kein Imperium als Magistrat.


    "Ich wünsche einen Agrimensor zu ernennen, ich hoffe, dass ich dies selbst darf?"