Ja, immerhin wird das durch unsere GEZ-Gebühren finanziert!
Beiträge von Marcus Matinius Metellus
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Zögernd schaute Metellus zu Helena. Sie musste aufhören, sich selbst das Leben schwer zu machen. Dann raffte er sich seufzend auf und ging auf Helena zu. Zögerlich nahm er wieder ihre Hand und drängte sie in eine Seitengasse. Die Nubier reagierten sofort und schlossen diskret die Gasse.
Am liebsten würde er nun ihr Gesicht in seine Hände nehmen und ihr einen Kuss geben, doch irgendwie hatte er Hemmungen.“Hier sind wir ungestörter und erregen keine Aufmerksamkeit!“
Erst jetzt stellte er fest, dass er Helena sehr nahe stand - immerhin war nicht viel Platz in dieser Gasse. Zögerlich, aber auch mutig gab er ihr einen Kuss auf die Wange.
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"Da ich mir gut vorstellen kann, dass der Senat auf diese Lex schon lange genug wartet sollten wir hier mal in die Gänge kommen. Da ich inhaltlich so gut wie nichts verändert habe, bitte ich hier dringend um Handzeichen oder Kopfnicken, damit der Senat endlich Antwort auf seine Anmerkungen bekommt! Ich denke der Proconsul stimmt hier zu, oder?"
Zwinkernd schaute Metellus zu seinem Vater. Wenn er dies nochmal mit Nachdruck betonen würde, dann hätten sie dieses leidige Thema endlich vom Tisch und Hispania seinen Ordo Decurionum.
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Er sah ihr kurz nach und pfiff dann in Richtung der Nubier, die sofort stehen blieben. Dann wandte er sich Helena zu.
"Nun warte doch Helena! Mach nicht einen Fehler nach dem anderen! Dreh dich um und gehe mit mir weiter und wir können zusammen reden und gemeinsam diese Zeirt durchstehen. Trotz meiner Arbeit, die mich stark beansprucht bin ich für dich da und stehe dir bei deinen Pflichten in dieser Situation bei!"
Er musste schlucken.
"Wenn du das... Wenn du mich überhaupt noch willst!"
Dieser Verdacht war ihm schon gekommen, als er ihr vor etwas mehr als einer Woche die traurige Nachricht verkündete. Und sie ließ es ihn immer öfter spüren. Die Nähe war irgendwie verflogen und nun befürchtete er, dass er nicht mit Helena um ihren verstorbenen Gatten trauern müsste, sondern eher um sie.
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"Hallo Quintus!"
Metellus schaute ihn überraschend an.
"Hast du dich veriirrt und bist nur durch Zufall hier, oder möchtest du hier Mitglied werden?" -
Er schaute sie mit einem ernsten, aber auch traurigem Ausdruck an.
"Nun wo trage ich hier die Arbeit mit mir herum, liebste Helena? Ich erzähle nicht von meiner Arbeit und habe auch keinen Sklaven bei mir, dem ich irgendwelche Sachen diktiere. Auch nheme ich keine Bittsteller im Moment an. Nur weil man sich standesgemäß verhält, trägt man nicht ständig seine Arbeit mit sich herum. Sicher kann man im eigenen Peristyl oder außerhalb der Stadt privater sein, als in der Stadt! Vielleicht war es mein Fehler, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe. Vielleicht hätte uns die Ruhe vor der Stadt besser getan!"
Er war sehr traurig, wie sie über ihn dachte. Aber vielleicht brauchte sie jemanden, an dem sie sich auslassen konnte. Nur schade, dass es genau derjenige sein musste, der für sie da sein wollte.
"Wie kannst du von mir nur behaupten, dass ich nicht das tun würde, was meine Angestellten auch tun? Denn gerade ich würde niemanden das tun lassen, was ich nicht selbst erledigen könnte. Wieso sonst kommt es, dass ich soviel zu tun habe?"
Er engagierte sich für so viel und dann musste er sich so etwas anhören. Warum sonst kam er so schnell auf seinem Weg voran, wenn nicht wegen seiner Tatkraft. Die Verwandtschaft alleine war doch kaum der alleinige Grund.
"Ich verrate weder meinen Stand, noch meine Familie, noch mich selbst! Wie kommst du nur auf so etwas?"
Er schaute weg, auf die andere Strassenseite.
"Ich wollte lediglich nach schauen, wie es meiner Helena geht, die ich das halbe Jahr so vermisst habe und die das Schicksal so schwer getroffen hat. Ich habe mir Sorgen um dich gemacht und wollte für dich da sein. Vermutlich bin ich das auch denn nun hast du jemanden, an dem du dich auslassen kannst! Ich hatte nicht gedacht, dass für jemanden dazu sein so weh tun würde!"
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Sie kränkte ihn schon wieder. Metellsu fragte sich, was in ihrem Leben anders gelaufen ist immerhin war sie auch keine unbedeutende Persönlichkeit und ihr Ex-Mann auch nicht. Aber wahrscheinlich wurde sie in diese Aufgabe nich so hineingeboren wie er und wahrscheinlich war sie nicht so traditionsbezogen wie er. Sie beleidigte nicht nur ihn, sondern auch seine ganze Familie und all die anderen Römer der Republik.
"Du müsstest doch am Besten wissen, dass es einen Verhaltenscodex gibt nach dem sich schon unsere Vorfahren gerichtet haben. Aber Cicero hatte schon ganz recht mit seinem Ausruf 'O tempore, o mores' und auch Augustus tat gut daran, die Toga wieder einzuführen. Ich war schon immer der Sohn eines Senators, eines Konsuln und es war schon immer klar welcher Weg mit vorbestimmt war. Nur weil ich mich in der Öffentlichkeit anders verhalte, andere Kleidung trage, ändert sich noch lange nicht mein Charakter, meine Prinzipien!"
Metellus seufzte. Wieso machte sie es ihm so schwer. Er hatte Verständniss für ihre Trauer, aber er wurde das Gefühl nicht los, dass sie ihn für den Tod ihres Gatten verantwortlich machte oder zumindest ihre Trauer oder Wut an ihm ausließ. Vermutlich verglich sie ihm mit ihrem Maximus.
"Ich bin ich, nicht..."
'... dein Maximus!' Nein, dass konnte er ihr nicht sagen.
"... sonstwer!"
Er erinnerte sich noch gut an die Zeit vor circa drei Jahren, als er hier in Tarraco ankam. Frisch von der Academia aus Achaia. Sein Pflichtbewusstsein setzte erst dann richtig ein, als er bei seinem Vater anfing zu arbeiten und sich daran erinnerte, wie stolz er doch auf sein Vater war und wie er sich vor dem Tode seiner Mutter um ihn gekümmert hatte.
"Ja, ich erinnere mich an meine Ankunft hier in Tarraco. Und ja, ich weiß auch worauf du anspielst! Ja, ich kann auch noch frei und vergnügt sein wie auf unserem Landgut! Aber ich war auch schon immer pflichtbewusst und zielstrebig. Vor allem jetzt in der Zeit, die auch für mich nicht einfach ist!"
Sie machte ihm die Zeit nicht einfach, dabei wollte er doch einfach nur für sie da sein.
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"Nun, es ist egal wieviel Stoff man trägt wie breit der Balken auf der Tunika ist oder wieviel Sklaven man hat essen und trinken und andere Sachen müssen wir doch alle machen. Denn wenn man die eben aufgezählten Dinge abzieht dann bleibt doch nur der Mensch!"
Er versuchte wieder nach ihrer Hand zu greifen.
"Helena! Unter all diesem Stoff und Purpur steckt dein Metellus!"
Er schaute sie eindringlich an. Er ahnte irgendwie, was sie fühlte. Doch was sollte er tun? Wie ein Strassenjunge in der Tunika durch die Stadt rennen? Er musste sich nach außen hin seinem Status anpassen.
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"Liebe Kollegen! Heute möchte ich euch die lex municipium für Tarraco vorstellen. Tarraco ist längst keine Kleinstadt mehr und ich möchte nun das Leben in der Stadt ordnen"
Lex Tarraconis
Pars Prima – Allgemeines
§1 Geltungsbereich
(1) Diese Lex gilt für alle Einwohner der Stadt Tarraco und den Landgütern und Ansiedlungen im Zuständigkeitsgebiet der Stadt.
(2) Nach dieser Lex haben sich alle Beamten der Stadt Tarraco zu richten.
(3) Ausgenommen von den dienstlichen Reglungen sind die Bezirksbeamten, die zwar ihr Officium in der Curia Tarraconis haben, rechtlich dieser aber nicht angehören.Pars Secunda – Curia Tarraconis
§1 Zuständigkeiten
(1) Die Zuständigkeiten der Beamten ist in der Curia für alle Bürger sichtbar auszuhängen.
(2) Über die Verteilung der Zuständigkeiten entscheidet der Duumvir.
(3) Die Überwachung von Ressorts (Markt- und Bauaufsicht etc.) darf nur einem Beamten ab Rang eines Magistraten anvertraut werden.
(4) Die Scribae der Stadt Tarraco unterstützen die Magistrate und den Duumvir bei ihrer Arbeit. Bei nicht absehbaren personellen Engpässen kann der Duumvir einem oder mehreren Scribae kommissarisch ein Ressort anvertrauen.§2 Dienstweg
(1) Um Missverständnisse und den Verdacht der Bevorzugung zu vermeiden ist bei allen belangen die Stadt Tarraco betreffend unbedingt der Dienstweg einzuhalten. Hiefür ist der Aushang der Zuständigkeiten in der Curia zu beachten.
(2) Gegen die Entscheidung eines Beamten kann bei nächst höherer Instanz Einspruch eingelegt werden. Dieser muss spätestens eine Woche nach Bescheid schriftlich oder zu Protokoll der Curia erfolgen.
(3) Bei allen Entscheidungen der städtischen Beamten verfügt der Duumvir über ein Vetorecht.
(4) Die Beamten der Stadt haben den Duumvir regelmäßig über ihre Arbeit, Anfragen und Vorkommnisse zu berichten.Pars Tertia – Bau- und Geschäftswesen
§1 Bauantrag
(1) Vor jeder Bautätigkeit in und vor der Stadt Tarraco muss eine Erlaubnis des zuständigen Beamten eingeholt werden.
(2) Der Bauantrag hat folgende Informationen zu enthalten: Name des Bauherrn, Name des Architekten, Ort des Gebäudes, Zweck des Gebäudes, Fläche und Höhe des Gebäudes.
(3) Für die Bearbeitung des Antrages erhebt die Stadt Tarraco eine Gebühr von 25 Sesterzen, einzuzahlen auf das Konto der Stadt Tarraco.§2 Bauordnung
(1) Über die ordnungsgemäße Ausführung des Baus, gemäß den städtischen Bestimmungen wacht ein ausgewiesener Beamter, in der Regel im Rang eines Magistraten.
(2) Betriebe mit hoher Brandgefahr sind aus brandschutztechnischen Gründen vor der Stadt anzusiedeln.
(3) Betriebe mit hoher Geruchs- und Rauchbelästigung sind vor der Stadt in Richtung der Hauptwindrichtung anzusiedeln, so dass der Wind belästigende Gerüche und Rauch von der Stadt fort trägt.
(4) Die maximale Anzahl an Stockwerken in der Stadt beträgt 3 Stockwerke. Über Ausnahmen entscheidet der Duumvir.
(5) Gehwege und Eingänge sind von Unrat, Verkaufsgütern und anderen Gegenständen freizuhalten.§3 Gewerbeordnung
(1) Vor der Eröffnung eines Ladenlokals oder Betriebes ist der Stadt eine Meldung zukommen zu lassen. Sofern das Gewerbe nicht in einem der Gebiete aus Absatz (2) liegen soll und nicht gegen §2 Bauordnung verstößt, ist keine Bestätigung der Stadtverwaltung von Nöten.
(2) Läden und Betriebe in den Zonen um die Foren, den Tempeln und der Regia des Proconsuls benötigen die Erlaubnis des Duumvirs.
(3) Der Antrag hat folgende Informationen zu enthalten: Name des Besitzers, Name des Betriebes, Art des Betriebes, Größe des Betriebes, Arbeitszeiten im Betrieb.
(4) Für die Erlaubnis erhebt die Stadtverwaltung eine Gebühr von 50 Sesterzen zu zahlen an die Stadtkasse. Geht der Gewerbeantrag gleichzeitig mit einem Bauantrag ein, so entfällt die Gebühr für den Bauantrag.
(5) Marktstände auf dem Forum benötigen eine Anmeldung bei dem zuständigen Beamten der Stadtverwaltung. Für die gemeinsamen Märkte des Städtebundes Carthago Nova/Tarraco gelten besondere Bestimmungen.
(6) Für einen Marktstand erhebt die Stadt Tarraco eine Gebühr von 10 Sesterzen zu zahlen an die Stadtkasse. Ausgenommen hiervon sind Bürger der Stadt Tarraco. Für die gemeinsamen Märkte des Städtebundes Carthago Nova/Tarraco gelten besondere Bestimmungen.Pars Tertia – Von der Stadt vergebene Stellen
§1 Allgemeines
(1) Für bestimmte städtische Einrichtungen steht es der Stadt Tarraco frei, Arbeiter einzustellen.
(2) Über die Konditionen und die Vergabe der Stellen entscheidet der Duumvir.Pars Quarta – Vigiles
((folgt)
Sim-Off: Die Frage ist nun, ob man als Duumvir überhaupt die Bestätigung der Curia für ein städtisches Gesetz benötigt?!
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Er drehte sich zu Aristophanes um und sagte mit leichter Ironie in seiner Stimme zu ihm.
"Bitte sag unserer Eskorte, dass der Herr wünscht in einer gewöhnlichen Taberna zu speisen. Die Sklaven sollen einen entsprechenden Weg einschlagen!"
Aristophanes verstand und huschte an ihnen nach vorne vorbei. Dann wendete sich Metellus Helana zu, die ihm soeben eine Frage stellte.
"Nun, viel habe ich von ihm nicht gehört zumindest nicht persönlich. Ich habe ja gehofft dass er mir schreibt so dass ich handeln könnte. Doch so habe ich leider keinen triftigen Grund nach Roma zu reisen um meinem Bruder zu helfen. Die Anschuldigungen gegen ihn sind wirklich lachhaft!"
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Die Nubier gingen vor den Herrschaften her, aber in einem genügend großen Abstand, da es Helena anscheinend nicht behagte von ihnen begleitet zu werden. Aristophanes ging einige Schritte hinter den beiden. Immer in der Nähe seines Herrn der es momentan gar nicht leicht hatte.
Metellus selbst ging schweigend neben Helena her. Er schaute sie zwischenzeitlich neugierig und einschätzend an. Der Schmerz von vorhin saß einfach noch zu fest, als das er sich trauen würde, noch irgendein Wort zu sagen.
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Ihre Worte schmerzten ihn und trafen ihn genau dort, wo sich das Zentrum der Gefühle für sie befand: Sein Herz! Er ging nicht weiter auf ihre Worte ein und nickte nur. Auch Aristophanes blickte ein wenig verblüfft bei ihren Worten und schaute mitleidig zu seinem Herrn.
"Tja du siehst mein Freund: Mit den Frauen hat man es nicht leicht!"
sprach Metellus seufzend zu seinem Sklaven und Freund als Helena sich schon auf den Weg gemacht hatte.
"Und nun lass uns beeilen, nicht das sie uns davon läuft. Ach, und ich möchte keine große Aufmerksamkeit in der Stadt erregen. Also keine Ankündigungen!"
Dann folgte er Helena auf die Strasse. Seine Nubier beeilten sich, um sich noch vor ihm auf der Strasse zu postieren.
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Er betrachtete die heranschreitende Helena. Sie sah den Umständen entsprechend gut aus.
"Fein siehst du aus! Wenn du jetzt noch lächeln würdest wäre der Eindruck perfekt und mein Herz würde strahlen vor Glück. Aber vielleicht kann ich dir heute noch ein Lächeln entlocken. Wenn eine gute Komödie im Theater laufen würde, würde ich dich zum lachen dorthin schleppen. Aber das beste Theaterstück ist eh auf den Strassen der Stadt zu sehen!"
In diesem Augenblick kam Aristophanes mit vier korpulenten Männern, allesamt Nubier an.
"Hier die Männer, die du haben wolltest Mete..., Herr!"
Die Anspannung stand dem Griechen im Gesicht geschrieben.
"Ist schon gut! Helena ist eine enge Vertraute und weiß wie ich über die Beziehung und Behandlung von Sklaven denke, mein Freund!"
Das Gesicht des Griechen entspannte sich wieder. Metellus blickte zufrieden, als er die Sklaven ansah. Sein 'Freund' hatte einen guten Geschmack. Dann blickte er zu Helena und zögerte. Sie war irgendwie etwas abweisend zu ihm. Er schob es auf den Todesfall, aber das half ihm auch nicht weiter. Er wusste nicht, wie er sich nun verhalten sollte.
"Ob der liebe Metellus sich bei seiner Angebetenden einhaken darf?"
Er schaute sie verspielt flehend an.
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"Wunderbar, ich werde draußen auf dich warten. Und Aristophanes wird uns vier gutausehende Sklaven aus der Gruppe der Sänftenträger heraussuchen, die uns begleioten werden. Ich will nicht zu viel Aufsehen erregen!"
Aristophanes vernahm die Worte seines Herren und verließ kopfnickend das Cubiculum. Metellus ärgerte sich in diesem Augenblick dass er Thorwald nicht mitgenommen hatte. Er liebte den Eindruck, denn er bei der auseinanderströhemenden Menge bewirkte.
Metellus drückte verpsielt Helena einen Kuß auf die Wange.
"Mach nicht solang!"
Dann verließ auch er das Cubiculum.
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"Nun früher hatte ich auch weniger Freunde und Feinde, die von mir etwas wollen. Sei es Fürsprache oder das Leben. Aber du wirst die Sklaven kaum wahrnehmen, wenn du dich auf mich konzentrierst. Und darauf kommt es doch an, oder nicht?"
Er nahm seine Toga in die Hand und schaute sie prüfend an. Musste er unbedingt die ganz lange und schwere Toga überziehen? Aber er war heute auch geschäftlich unterwegs gewesen. Er schaute zu Helena, doch wollte er ihr in dieser Situation nicht zumuten, ihm zu helfen.
"Aristophanes!"
Einige Augenblicke später trat der Grieche ein und blickte die beiden an.
"Herr! Herrin!"
Metellus warf ihm die Toga zu.
"Aristophanes! Helf mir bitte beim Anlegen meiner Toga! Dieses verflixte Ding ist einfach zu lang!"
"Sofort, Herr!"
Der Grieche machte sich sofort an die Arbeit und nach einer kurzen Weile stand Metellus fertig angekleidet vor Helena!"
"Ich danke dir, Aristophanes!"
Dann blickte er zu Helena.
"Bist du auch so weit, oder musst du dich noch fertig machen?"
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Metellus musste seufzen. Natürlich wollte er mit ihr 'ausgehen'. Auch wenn er sich immer noch ein wenig über Helenas Abneigung gegenüber Sänften wunderte. Îmmerhin war sie Pontifex und müsste sich auch so verhalten.
"Nein, wir können ruhig 'ausgehen'! Die Sänfte kann hier bleiben und auf unsere Rückkehr warten. Einige Sklaven werden und dennoch begleiten. Es ist einiges los in der Stadt und ich will mir nicht meine Toga ruinieren, wenn das für dich in Ordnung ist!"
Hier lag dann eindeutig der Vorteil einer Sänfte, in bzw. mit der man sich nicht mit bzw. wie die Passanten herumärgern musste.
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Er blickte seinen Vater zufrieden an.
"Das ist gut zu hören, Vater! Denn du bist nicht alt, nur weise!"
Die Götter! Ja von ihnen hängt viel ab. Er sollte sich wirklich mehr der Gottheit der Gens widmen.
"Nun, ich gebe dir Recht! Ich sollte mich vielleicht wirklich mehr um die Gunst Fortunas bemühen, auch wenn ich mich bisher eigentlich nicht beklagen kann, was mein Glück anbelangt!"
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Er blickte sich ratlos um. Irgendwie kam er sich blöd vor, hier mitten im Raume zu stehen.
"Wollen wir uns setzen oder die Chance beim Zopfe ergreifen und ausgehen? Immerhin wird man dir dies in Anwesenheit des Duumvirs kaum verbieten können!"
Nun musste er grinsen. Bei ihrer Frage entfuhr ihm dann ein Seufzen.
"Ach du kennst das ja. Ich habe die Dörfer und kleinen Ortschaften der Civitas besucht und wenn der Duumvir dann einmal da ist dann fällt allen gleich irgendein Streitgrund mit ihren Nachbarn ein und ich durfte dann schlichten. Da ging es um einen falsch gesetzten Grenzstein, hier um eine nicht gezahlte Pacht... Aber lassen wir das! Nun bin ich nur für dich da! Also, was sagst du?"
Er schaute sie fragend an.
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Metellus öffnete vorsichtig die Türe und trat ein. Er hoffte, dass seine Hoffnung sich erfüllen würde. Ihm ging es nach der kurzen Reise schon viel besser.
"Hallo Helena!"
Er machte sich an seiner Toga zu schaffen da sie ihm in diesem Augenblick nur behinderte und legte sie ab. Immerhin war er nicht beruflich hier sondern wollte die Person besuchen, die er fest in sein Herz geschlossen hatte.
"Es tut mir leid, dass ich nicht früher vorbeischauen konnte, aber man hat mich dringend in der Civitas benötigt. Die Legislatur neigt sich ihrem Ende und ich möchte vorher noch einen Tatenbericht verfassen!"
Er ging auf sie zu und griff nach ihren Händen.
"Ich hoffe du bist die Woche mal raus gekommen!"
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Metellus trat in das Officium des Magister Scriniorum.
"Salve Crassus! Du wünscht mich zu sprechen!"