Beiträge von Marcus Aelius Callidus

    > Ehrenwerter Senator, ich beharre bei den Sitten unserer Vorfahren! Doch was hätten wir, würden wir nun unser eigenes Dekret einfach zurücknehmen? Würde sich eine solche Kurie nicht allzu schnell der Lächerlichkeit preisgeben, wie es so voreilig auch gerade noch von einem Vorsitzenden gefordert wurde? Wäre das nicht unglaubwürdig in den Augen des Volkes, das bisher nicht gegen Gesetz und Umsetzung protestierte? Mir scheint, dass ein Römer vielmehr um seine Stellung weiß, als man es ihm hier allgemein zutraut. Wäre nicht eine Abänderung mit der klaren Ausnahme von Wagen- und Pferderennen ein besserer Weg und Kompromiss? <

    > Aber nein, auch dein Vater lieferte bereits Berichte über die Diskussionen an die acta. Was Sabbatius Sebastianus betrifft, so übernahm er diese Aufgabe nach deinem Vater. Und auch jetzt noch werden Berichte an die acta gesandt. Die Sitzungen der Kurie unterlagen nie einer besonderen Geheimhaltung, außer die Kurie beschloss dies ausdrücklich zu einem speziellen Thema. <

    Sim-Off:

    Ist das so schwer? Natürlich haben nicht 3 Mitglieder dafür gestimmt, denn dann bestünde die Kurie aus 5 Leuten!!! So was lese ich ständig...kann man denn nicht die Vorstellungskraft aufbringen, dass führende Personen der Kurie Wahlvieh und Anhang haben, dass andere Städte auch Stimmen abgegeben haben und dass meinetwegen 300 dafür waren, während 200 dagegen stimmten? Der Senat besteht auch net aus den paar gesimmten Senatoren...da sind wohl ein paar hundert mehr!


    Callidus traute seinen Ohren nicht, als ausgerechnet Senator Hungaricus, ein ehrenwertes Mitglied der Nobilität Forderungen zum Sittenverfall vorbrachte. War die Republik auch vergessen, so konnte doch nicht die Elite, der Senat tatsächlich in seinen Ansichten verkommener als das einfache Volk sein...


    > Senator, ich befürwortete das Dekret der Kurie und stehe auch weiterhin dazu. Die Verantwortung gegenüber den Bürgern, die zu Senatoren und Magistraten aufschauen, sollte ernst genommen werden, und so ist es seit Anbeginn der Stadt unsere höchste Pflicht, dem Volk als Vorbild zu dienen, und unser Bestreben, als die Besten dem Volk die Grenzen zu ziehen. <


    oh, wie sallustianisch. Es lohnte sich doch, die Stunden der Muße in der Bibliothek zu verbringen.

    Callidus hatte sich die Wortgefechte angeschaut. Fragen hatte er keine, die Ladung ging ja auch auf Betreiben Mantuas aus. Dass diese nicht einmal rechtmäßig zustande gekommen war, interessierte ihn nun nicht mehr, und auf ein Eingreifen so wie auf das Misstrauensvotum gegen den vicarius hatte er verzichtet, nicht zuletzt, da Aurelius Cicero so etwas wie ein politischer Freund war und eine Absetzung des vicarius auf diese Art wohl immer den politischen Tod bedeutet hätte.


    > Meine Worte drückten meinen festen Willen aus, Italia weiter zu führen und die begonnenen Arbeiten abzuschließen, so wie die Reformen der Kurie im Sinne des princeps voranzutreiben.
    Ich stehe, wie auch in der Vergangenheit, im Dienst der Munizipien und Kolonien Roms! <

    Zitat

    Original von Decimus Artorius Corvinus
    "Du hast doch wohl hoffentlich nicht angenommen, dass ich dich übergangen hätte.", grinste Corvinus und nickte leicht, dem Aelier weiter zuhörend. Er war sich sicher, dass sich das auf die Mietkosten schlagen würde, aber das musste man ja nicht offen sagen.
    "Keine Sorge, Aelius Callidus - die Stadt hat keinerlei finanzielle Schwierigkeiten."


    > Natürlich nicht, Artorius Corvinus! Ich würde Misenum doch stets nur den Männern überlassen, die ich als fähig erachte. Und so hast du meinen Vetrauensbeweis. Du bist so ein fähiger Mann und als sodalis der Kurie und Duumvir der Stadt wirst du sicher Großes bewegen. Zu hören, dass die Kassen gefüllt sind, ist gut. Die Stadt wird sicher weiterwachsen. Ich freue mich auf unsere fruchtbare Zusammenarbeit in allen Bereichen. <


    Sicherlich war die Anspielung des Callidus nicht misszuverstehen.

    Sim-Off:

    Wenn man es so genau nimmt, war die Kurie dementsprechend also nicht einmal beschlussfähig! Das ist fein. Im Übrigen sind die Fristen nicht ordnungsgemäß eingehalten worden und Stimmen wurden nie abgegeben, weshalb eine Abstimmung gar nicht stattfand.


    Empört erhob sich der Comes.


    > Seine Amtszeit verbrachte er nicht einmal in seiner Stadt, Mantua schwieg monatelang, ich selbst übernahm Aufgaben, die dem vicarius zugedacht waren und nun soll ich mich von jenem Jungspund mit falschen Argumenten belehren lassen? Weder wurden die Fristen entsprechend der Geschäftsordnung der Kurie eingehalten, noch bekam ich Nachricht zur Abgabe einer Stimme, noch sehe ich ein Dekret, dass mir sagt, welche Stimmen vergeben wurden. Ferner fand das Urteil des Aurelius statt, als die Sitzung eine Beschlussfähigkeit anzweifeln ließ.
    Dies alles wird so nicht durchgehen! <


    Mit viel Tamtam und Gesten verlieh der Comes seinen Worten Ausdruck

    Süß wie die Stimme der Echo hallte es schon wieder von den Wänden der Kurie, was damals besprochen worden war.
    Und bevor sein Patron, der praefectus praetorio, einen neuerlichen Wutausbruch bekam, meldete sich Callidus hierzu zu Wort.


    > Aurelius Corvinus, ich weiß nicht, was du an der Arbeit deines Vaters auszusetzen gehabt hättest? Er war es, der lange Zeit die Berichte über die Kurie verfasste und an die Acta lieferte. Danach übernahm Sabbatius Sebastianus diese Aufgabe und auch jetzt wird der Acta über die Arbeit dieser Hallen berichtet! <


    Mit Verwunderung wartete Callidus ab.

    Callidus hörte den Worten eine Zeit zu, bevor er sich dazu äußerte.


    > Der Ausbau der Tempelanlagen steht schon lange auf der Agenda der Stadt und ich würde auch dies begrüßen. Man sollte abwägen, welche Gelder man hierfür aufbringen will, und welche Gelder man für Dinge aufheben möchte, die dem Wohl der neuen Einwohner der Villen dienen. <

    Während der Sitzung abwesend betrat Callidus nun den Saal und ging zu seinem Platz, wo er sich aufstellte.


    > Diese Ladung hat keine rechtliche Grundlage und fußt nicht auf der Ordnung dieser Hallen. Ich widerspreche. Desweiteren verkünde ich meinen Entschluss, hiermit als Comes anzutreten und Italia zu führen!
    Die Dinge, die begonnen wurden, sollen zu Ende geführt werden und ich sehe mich hierzu am besten in der Lage. Doch will ich vielmehr als bisher für das eintreten, was endlich ein Ende finden soll! Ich werde ebenso die durch den princeps Octavius Dio vorgeschlagenen Reformen der Kurie vorantreiben, so dass Verzögerungen der Vergangenheit angehören werden, so dass das Amt des Comes ein verantwortungsvolles wird. Mit diesen Zielen bitte ich um das Vertrauen der Vertreter der italischen Städte! <

    > Sobald dafür alles bereit ist, erwarte ich deine Nachricht. <


    Callidus lächelte. Natürlich wollte er die Einweihungen der Häuser nicht verpassen, hatte er sie doch in Auftrag gegeben. Zudem war es aber auch schwierig, eine Einladung zu verpassen, denn sie müsste ja auch die domus Aeliana erreichen.


    > Aus meiner Zeit als Magistrat und Duumvir kannte ich einige Objekte am Rande der Stadt. Ja, ich kaufte sie auf. Es ist mein Wille auch in Zukunft der Staft finanziell zu helfen und die Sanierung der Bauten wird den einigen Bewohnern ein sicheres Dach über dem Kopf geben. <


    Dass man nach Sanierung des Baus auch die Mietkosten steigen lassen konnte, was sicher in keiner Relation zur Sanierung stehen würde, musste Callidus ja nicht erwähnen, das war schließlich nebensächlich.

    > Sollte die Stadt noch Gelder benötigen, kann sich die Verwaltung jederzeit an mich wenden, doch ich denke, die Kassen sind gut gefüllt und finanzielle Probleme vorerst ausgeschlossen. <

    > In der Tat gibt es Ausnahmen, in denen der princeps entgegen den Gesetzen einem Mitglied des cursus honorum ein Amt per Dekret zugestehen kann. Doch halte ich diese Ausnahme derzeit nicht für gerechtfertigt. Es ist nicht so, dass es der Kurie an Bewerbern mangelt und die Ladung und Befragung des Aurelius Cicero würde geradezu die Bewerbung der Iulia Helena übergehen.
    Es lohnt weder einen Mann zu fragen, ob er dieses Amt übernimmt, wenn der Kaiser nicht zustimmte, noch lohnt es den Kaiser zu fragen, wenn nicht einmal Mehrheiten für die Wahl des Mannes erkennbar sind. <


    Ohne vorhandene Not wollte Callidus auf den Argumenten des Aureliers nicht zustimmen. Eher war er gewillt, die Nachfolge nun schnell zu regeln, um selbst gemäß den Gesetzen aus dem Amt zu treten.

    > Ich denke, dass sich dieses hohe Haus eine Kandidaten- und Bewerberschau ersparen kann und sollte. Es ist nicht zu vergessen, dass wir hier bereits eine Kandidatin aus eigenen Reihen haben, was ich auch stets bevorzuge.
    Zu einer Bewerbung des magister scriniorum habe ich auch bereits meine Meinung kundgetan. Ich bin sicher, dass er sich in seinem Amt beweisen kann und wird. <


    Callidus dachte nach, doch fielen ihm selbst momentan keine Kandidaten mehr ein, die er vorschlagen hätte können, ohne sich lächerlich zu machen.