Arria hob ihren Blick und lächelte ihn an.
"Ich wurde kurz vor meiner Abreise zur Sacerdos ernannt, mein Liebster... Dennoch muss ich zurück, gerade jetzt braucht Helena meine Hilfe", erwiderte sie.
Arria hob ihren Blick und lächelte ihn an.
"Ich wurde kurz vor meiner Abreise zur Sacerdos ernannt, mein Liebster... Dennoch muss ich zurück, gerade jetzt braucht Helena meine Hilfe", erwiderte sie.
Arria biss nervös auf ihrer Lippe herum.
"Imperiosus... Iulianus, er schrieb mich an, dass ich bei den Floralia helfen soll...", brachte sie schließlich zögernd hervor. Immerhin war die Frau, die dort vor ihr saß, die Flaminca und konnte ihr vielleicht weiterhelfen.
Auch Arria lächelte schmunzelnd. Er schaffte es doch tatsächlich, mit einem so einfachen Satz die düsteren Gedanken zu vertreiben.
"Da denkst du ganz richtig, mein Lieber. Wie könnte ich ein kaltes Gästezimmer deiner wärmenden Nähe vorziehen, wo ich so bald diese doch wieder verlassen muss?", fragte sie nun ihrerseits.
Arria sah sie fast schon mitleidig an. Sie hatte den Brief zwar nicht gelesen, konnte sich aber vorstellen, was darin stand, denn Helena hatte ja auch sie aufgesucht, um ihr vom Tod ihres Mannes zu erzählen.
"Das ist doch selbstverständlich. Ich bin wegen der Floralia ohnehin nach Rom gereist und einer Freundin dann einen Gefallen zu tun ist für mich völlig normal", erwiderte sie mit einem ruhigen und hoffentlich aufbauenden Lächeln, denn die Flaminca sah mit jeder Minute zunehmend trauriger aus, obwohl sie sich darum bemühte, dies zu verbergen.
"Ein wenig Schlaf wäre nicht schlecht, aber im Anschluss geht es mir bestimmt wieder besser", antwortete sie, Hunger hatte sie überhaupt keinen. Sie war einfach nur froh, dass sie endlich angekommen war.
Arria lehnte sich dankbar an ihn, als er sie umarmte, holte tief Luft und lächelte ihn zögerlich an.
"Ich mich doch ebenso nach dir, Imperiosus.... Iulianus", erwiderte sie. Und gleichzeitig trübte etwas das Wiedersehen. Dennoch blieb sie tapfer, lächelte zu ihm auf.
Arria lächelte leicht.
"Imperiosus... Iulianus wird mich einweisen. Helena hatte genug mit den anderen Schülern und Valerias und meinem Unterricht zur Sacerdos-Prüfung zu tun", erklärte sie lächelnd. Sie hatte sich noch immer nicht daran gewöhnt, ihren künftigen Mann bei seinem neuen Namen zu nennen.
Arria ließ sich ihr gegenüber nieder und blickte sie musternd an. Sie schien nicht gerade glücklich zu sein, aber kurz darauf sah die junge Frau beflissentlich auf ihre Hände, um nicht unhöflich zu wirken.
"Ja, von Rediviva Helena", antwortete Arria und griff in ihre Tasche, zog eine Pergamentrolle und hielt sie Claudia entgegen. "Hier", meinte sie mit einem zaghaften Lächeln.
Tiberia Claudia
Villa Tiberia
Roma in der Provincia et Regio Italia
Salve, meine liebe Freundin.
Es hat keinen erfreulichen Anlass, da du diese Zeilen erhalten sollst. Ich erschien aus einem traurigen Grunde nicht auf der Hochzeit Livia's. Maximus' Leichnam wurde geborgen und nun wartet er auf seine Reise über den Styx. Ich werde nun die Bestattung vorbereiten und würde mich sehr freuen, wenn du mir beistehen könntest. Er war ein ruhmreiches Mitglied der gens und er war Senator, so erhoffe ich auch weitere Verwandte. Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du dich vielleicht um welche kümmern würdest.
Verzeih, doch mehr vermag ich nicht zu schreiben. Ich fühle mich so schrecklich leergefegt. Ich erhoffe eine positive Rückmeldung von dir.
In tiefer Verbundenheit,
[Blockierte Grafik: http://www.rollenspiel-germanien.de/sammlung/Helena-Rediviva.jpg]
"Hab vielen Dank", erwiderte Arria, als der alte Mann sie herein bat und sie folgte ihm, über die Ausstattung des Landsitzes staunend, ins Atrium.
Arria folgte ihm lächelnd. "Nein, nicht über dich. Ich war nur etwas erstaunt, dass der Hausherr persönlich zur Tür kommt", antwortete sie und ließ sich schließlich auf dem Sessel nieder.
"Nein, nein, ich bin nicht nur eines Briefes wegen hier, sondern wegen den Floralia. Ich bin Sacerdos Cerealis und stehe der Erdgöttin Flora daher näher als manch andere Sacerdotes", erklärte sie ihm freundlich.
Arria hob erstaunt eine Augenbraue, als von drinnen jemand rief, aber die Tür nicht öffnete.
"Ich bin Petronia Arria, ich habe einen Brief von Rediviva Helena an Tiberia Claudia", stand sie aber Rede und Antwort.
"Oh", entfuhr es Arria überrascht. Für einen Sklaven hatte sie ihn keineswegs gehalten, aber sie hatte sich den Empfänger des Briefes... nunja... älter vorgestellt.
Mit einem Rotschimmer auf den Wangen nahm sie seine Einladung nun an und trat in die Casa.
Arria seufzte leicht.
"Ich weiß es nicht genau, Imperiosus.... Iulianus... Es ist nicht zu beschreiben. Aber ich bin froh, wieder bei dir zu sein", antwortete sie und hob schließlich den Blick wieder zu seinen Augen, lächelte ihn an.
Arria lächelte ihn an.
"Ich bin Petronia Arria. Und ich darf den Brief nur persönlich übergeben, verzeih", antwortete sie, denn der junge Mann hatte sich nach wie vor nicht vorgestellt.
Arria hörte ihm schweigend zu. Konnte sie ihn verstehen? Ja, eigentlich schon, ohne ihre Familie war sie nichts. Aber...
"Hättest du es mir nicht schreiben können? Ich... ich hatte keine Ahnung und... ich mag das Gefühl nicht", antwortete sie schließlich mit Blick auf ihre Hände, die in ihrem Schoß gefaltet waren. Ja, das war es wohl, was sie so sehr störte.
Ich schließ mich den Glückwünschen selbstverständlich an Auch von mir alles Liebe und auf dass sich deine Wünsche erfüllen.
Arria lächelte ihn an, obwohl sie immer noch nicht so recht wusste, was los war. Wieder bei ihm zu sein, ihn zu sehen, anfassen zu können, zu liebkosen, das war Lohn genug und wog alle Fragen wieder auf.
"Willst du nicht ein wenig Licht ins Dunkle bringen? Ich verstehe überhaupt nichts mehr. Und diese Villa... Sie ist so riesig... Was machst du hier?", wollte sie alles auf einmal wissen. Das Fest, das bald war und bei dem sie helfen sollte, rückte völlig in den Hintergrund.
Arria hörte ihm zu, dann nickte sie seufzend. "Also gut. Ich vertraue ihr zwar, aber wenn dir nicht wohl dabei ist", antwortete sie und wandte sich Andraste zu. "Bitte warte hier, Andraste. Sobald mir Imperiosus diese überaus wichtigen Dinge erzählt haben, werde ich nach dir sehen", wies sie ihre Sklavin an, ehe sie sich wieder Imperiosus zuwandte. "Also dann... lass uns uns verlaufen."
Arria blickte ihn kurz forschend an, dann erhob sie sich.
"Hast du etwas dagegen, wenn Andraste mitkommt?", fragte sie und deutete auf die völlig unscheinbare Sklavin, die sich im Hintergrund gehalten hatte.
Arria lächelte ihn an und erwiderte zärtlich und doch ebenso innig seinen Kuss, ehe sie ihm in die Augen blickte.
"Erklärst du mir nun auch noch in aller Ruhe, was eigentlich los ist? Ich verstehe momentan überhaupt nichts!", beschwerte sie sich.