Beiträge von Marcus Petronius Crispus

    Wie jeden Morgen ließ der Centurio wecken (natürlich durch seinen Optio, der bereits sehnsüchtig darauf wartete). Er sorgte dafür, dass seine Männer ihre Paradeuniform trugen - das bedeutete schlicht, dass sie alles auf Vordermann gebracht und den Ansteckfederbusch auf dem Helm platziert hatten.


    Dann begannen ergänzende Übungen zur Formation und es wurde Mittag.


    Bereits einige Zeit vor dem Appell marschierte Centurio Petronius mit seiner Centuria auf den Exerzierplatz. Crispus selbst trug seine altbewährten Beinschienen, den Feiertagsfederbusch und einen roten Umhang, der fast einem Paludamentium Konkurrenz machen konnte - aber nur beinahe!


    Auf dem Exerzierplatz angekommen gab Crispus seinem Optio letzte Anweisungen, bevor der Legat und sein Nachfolger erschienen.


    "Optio, kontrolliere noch einmal die Männer."

    Auch wenn die Probati es hassten - das sollten sie auch, denn dies war die Armee und kein Vergnügungspark - trieb der Centurio seine Männer um den Exerzierplatz. Zwischendrin begann er plötzlich


    "Vielleicht ein kleines Lied? Mitsingen!"


    "Ein weiter Weg, ein weiter Weg,
    und zwanzig Jahr sind um,
    da stand es in dem Scheunentor,
    mein Kind in Clusium.


    Die spanischen Mädchen sind honigsüß
    und die in Gallien wie Gold
    ihr sanften Vögel Thrakiens
    von Herzen war ich euch hold.
    Jedoch mein Kind in Clusium,
    das ich küsst und verließ in Clusium
    ich nie vergessen sollt.


    Ein weiter Weg, ein weiter Weg,
    und zwanzig Jahr sind um,
    doch immer steht nach dir mein Sinn,
    mein Kind in Clusium."


    sang Crispus das alte Legionärslied, das bereits Generationen vor ihm (nunja, allzuviele waren es auch nicht) gesungen hatten, vor. Einige der Probati kannten es bereits von ihren Vätern, da es ja Gang und Gäbe war, als Legionär seinen Sohn ebenfalls dorthin zu bringen. So klang es für den ersten Versuch garnicht mal so schlecht und da das Lied einen guten Marschrhythmus vorgab, fiel es so den Soldaten leichter, bei diesem flotten Tempo den Takt zu halten.


    Kaum war das Lied verstummt, als der Centurio sich wieder umdrehte.


    "So, Männer. Nach dieser kleinen Aufwärmübung fahren wir jetzt mit der Arbeit mit dem Scutum, der Lebensversicherung des Legionärs fort.


    Das Scutum schützt euch von der Schulter bis zu den Knieen. Man nennt es eine Schutzwaffe. Warum, werde ich euch gleich zeigen, wenn ihr die Übungs-Scuta aus der Horrea geholt habt!"


    erklärte er und gab dann ein lautes


    "Abite!"


    von sich. Da die Horrea inmitten des Lagers lag, würde es einige Zeit dauern, bis die Probati zurück waren. Also konnte Crispus getrost damit weitermachen, anderen Formationen beim Trainieren zu beobachten.

    ~ ~ ~


    Seit dem ersten Treffen zwischen Heila und Crispus war bereits mehr als ein Jahr vergangen. Viele Treffen hatten seit jenem Date in der Basilica stattgefunden und die Liebe war entflammt. Heila hatte den Optio ihren Eltern vorgestellt und obwohl der Sigubald den Römern gegenüber eher misstrauisch war, hatte Crispus Anschluss an die germanische Familie gefunden. Besonders die Mutter hatte ihm dies erleichtert.
    Schließlich war Crispus zum Centurio gemacht worden und als der frischgebackene Offizier die ersten Anteile an seinem Sold für seine Freundin abgeliefert hatte, hatte deren Vater seine Abneigung gegen römische Soldaten langsam abbauen können und den Petronier in seiner Familie geduldet, wenn auch nicht vollständig akzeptiert.

    ~ ~ ~


    Wie so oft führten die Schritte des Centurio nach der Schreierei auf dem Exerzierplatz direkt ins die Außenbezirke Mogontiacums in die Töpfergasse. Diese lag nahe dem Rhein, weshalb Crispus die gesamte Stadt durchqueren musste, um dorthin zu gelangen. Mit einer freundlichen Begrüßung der Mutter im Vorbeigehen trat er ohne zu fragen - darüber war er hinaus - durch die Verbindungstür in den Wohnbereich des Hauses.
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    | Heila

    Heila war gerade dabei, mit einem Reisigbesen den Tonstaub, der sich ständig in den Gang zwischen Hinterhof und Laden legte, zusammenzukehren. Den ganzen Tag hatte sie gekocht, eingekauft, geputzt und Mutter im Laden geholfen. Dementsprechend sah sie ein wenig schmutzig aus.
    "Heile, Marcus!"
    grüßte sie ihren Quasi-Ehemann freundlich und fragte sich, ob das Geburtstagsgeschenk des Kaisers bereits bei diesem angekommen war. Dem Haus fehlte der eine oder andere Ziegel und da würde das Geld ganz recht kommen.
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    "Heile, Heila!"


    grüßte Crispus zurück und drückte der Germanin einen Kuss auf die Lippen.


    "Wie war'n die letzten Tage? Ich hatt' keine Zeit - die neuen Probati!"


    Genaugenommen hatte Crispus nicht wirklich so unglaublich viel zu tun, aber zum einen hatte er sein Donativum etwas ausgeben müssen - sonst würde Heila es noch schneller los sein, als er 'Exerzierplatz' sagen konnte - zum anderen war seine erste Verliebtheitsphase vorbei und er musste das Treffen mit der Geliebten immer mit den Versuchen des Vaters, den Centurio zu einem Töpfer zu machen, abwägen. Und außerdem hatte er eigentlich wirklich vie zu tun gehabt...


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    | Heila

    Sie stellte den Besen beiseite und stemmte die Fäuste in die Hüften. Mit anklagendem Blick sagte sie
    "Marcus, es ist höchste Zeit! Unser Dach ist undicht und Papa ist krank."
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    Nachdenklich kratzte sich Crispus am Kinn.


    "Aber es hat doch eh' nicht geregnet."


    Manchmal waren Frauen und ihr Anhang wirklich unangenehm - Laelius hatte es ja immer gesagt: "Frauen sind nur sinnlos investiertes Geld!"


    "Aber hier..."


    Er warf den Sack, mit dem er vor wenigen Tagen sein Donativum abgeholt hatte, auf den Esstisch und setzte sich auf die Eckbank. Selbstverständlich war der Sack beiweitem leerer als an dem Abend, an dem er mit dem Tribun getrunken hatte, aber es war noch ein anständiges Zusatzhaushaltsgeld.


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    | Heila

    Ihre Augen leuchteten geradezu auf, als sie den Sack verbunden mit dem Klimpern in dessen innern erblickte. Nicht, dass sie Marcus nur des Geldes wegen geheiratet hätte - aber was wollte der schon damit in seinem Castellum, wo ohnehin alles umsonst war? Vater jammerte oft genug, dass er sie nun nicht mehr verheiraten konnte und sie überhaupt ständig durchfütterte - dabei brachte Marcus weitaus mehr Geld ins Haus als es ihr Vater wohl jemals können würde!
    Sie nahm neben ihrem Geliebten Platz und seufzte zufrieden.
    "Weißt du eigentlich schon 's neuste? Iska hat tatsächlich Knuz den Spinner geheiratet! Und dabei hat Nandrad nicht'mal 'ne ordentliche Munt zu bieten!"


    erzählte sie munter von einer Hochzeit in der Nachbarschaft.
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    Crispus kannte Iska tatsächlich, aber Knuz sagte ihm überhaupt nichts. Allerdings interessierte ihn all das kaum, denn er war heute erstaunlich müde. Vielleicht würde er sogar vor seiner Rückkehr ins Castellum ein kleines Schläfchen halten - vielleicht sogar mit Heila zusammen? So erzählte Heila noch eine ganze Weile Neuigkeiten aus der Stadt und Crispus hörte mehr oder weniger zu...

    Das Haus des Sigubald



    Sigubald bewohnt gemeinsam mit seiner Frau Gisil und seiner Tochter Heilruna ein Streifenhaus, wie es in Mogontiacum häufig anzutreffen ist. Während der Vater sich als Töpfer verdingt und im Hinterhof seine Produkte herstellt, verkauft die Frau diese in einem Geschäftsraum zur Straße hin. Der Wohnteil dazwischen wird von Heila, der Tochter, saubergehalten und bewirtschaftet.

    Auch der nächste Morgen begann mit dem gnadenlosen Sonnenaufgang, der mit zunehmender Wärme immer früher war. Die Cornicen riefen zum Aufstehen und wenig später stand der Centurio auf dem Exerzierplatz.


    "Probati venite!"


    "State!"


    brüllte er wie gewohnt und kaum waren die Probati erschienen, ging es ans Exerzier-Aufwärmtraining.


    "Wir marschieren eine Runde um den Platz! Und zwar etwas plötzlich!"


    Der Centurio trat vor seine Truppe, der er mit einem


    "In agmine venite!"


    gleich in die richtige Marschordnung brachte, um sie auch schon loszuhetzen.


    "Pergite cursim! Aequatis passibus!"

    Am Abend betrat Crispus in seiner Zivilkleidung - also nur mit dem Cingulum Militare gegürtet - die Taberna, um mit dem Tribun den Kaisergeburtstag zu feiern. Ein Blick durch den Raum zeigte ihm, dass dieser noch nicht anwesend war, weswegen er sich an den nächstbesten leeren Tisch setzte. Sicherheitshalber bestellte er sich gleich einen mittelmäßigen Wein - ein sehr teurer wäre zu unverschämt gewesen, ein billiger unangemessen.

    Nach einer schier unendlichen Dauer beschloss Crispus, dass eine Fortführung der Übung die Gesundheit seiner Probati gefährden würde, deshalb brüllte er ein.


    "In Aciem Venite!"


    "State!"


    Es dauerte eine ganze Weile, bis der prügelnde Haufen zur Ruhe kam und jetzt erkannte der Centurio, dass manche das Kopfschlageverbot offensichtlich überhört hatten.


    "Ich hatte gesagt, dass wir den Kopf heute außenvor lassen, das solltet ihr euch für die Germanen aufsparen, ihr Dummköpfe!
    Und jetzt aus meinen Augen!"


    Damit war das Training für heute beendet. Manche würden sicherlich den Medicus Ordinarius konsultieren müssen, die allermeisten allerdings zumindest ihre Tunika wechseln - diesen Schweißgestank hielt ja kein Schwein aus!


    So verließ Crispus den Exerzierplatz und bereitete sich geistig auf einen Abend in der Stadt vor...

    Nach all diesen begeisterten Rufen und nachdem der Legatus sich wieder verabschiedet hatte, blickte sich Crispus um. Wenn sie die ersten wären, würden sie als erste ihr Donativum erhalten. Doch viele Idioten, ein Gedanke: Schon begann es von überall her.


    "Milites abite!"


    was sofort von überall aufgenommen wurde. Auch Crispus stimmte ein, nachdem er sich umgedreht hatte.
    Dann verließ er eiligen Fußes den Exerzierplatz...um auch sein Donativum abzuholen.

    Ein Legionär hatte dies im Scriptorium abgegeben, woraufhin irgendein Scherzbold noch etwas hinzugefügt hatte.



    AN DER


    SCHOLA ATHENIENSIS




    FINDET FOLGENDER KURS STATT:


    RES VULGARES XXX
    Jubilaeumsausgabe!
    BEGINN DES KURSES:


    ANTE DIEM VI KAL MAI DCCCLVII A.U.C. (26.4.2007/104 n.Chr.)



    ABGABEFRIST FÜR PRÜFUNG:


    ANTE DIEM V NON MAI DCCCLVII A.U.C. (3.5.2007/104 n.Chr.)



    Anmeldungen werden hier angenommen!


    Einen Moment überlegte Crispus, ob er schwindeln sollte und Achtfinger-Gaius später fragen oder...eigentlich war es nicht schlecht, bei einem Tribunen zu Gast zu sein. Dann konnte er sein Donativum für später aufsparen, denn Einstand-Feiern war immer mit Freitrinken verbunden.


    "Hmmm...klar! Die Taberna Mogontiaci. Die Silva Nigra ist letztes Jahr leider abgebrannt und wird erst aufgebaut."


    Trotzdem komisch - die meisten Stabsoffiziere feierten doch am liebsten in ihren Häusern, wo es ein kleines Triclinium gab...nunja, vielleicht war der Bursche doch nicht so abgehoben, wie er dachte...

    Auch Crispus und seine Truppe setzten sich rasch in Bewegung. Hinter dem anderen Centurio, den Crispus nur vom Sehen kannte, marschierte die Wache hinter den Honoratoren, die selbstverständlich beritten waren. Noch immer überlegte der Petronier, ob der neue Legatus eine Bereicherung oder eine Verarmung war und ob das bedeutete, dass die Legio II die nächsten Jahre nicht ausrücken würde, sondern im Castellum versauern sollte. Crispus war nicht zur Armee gegangen, um Straßen zu Bauen und Kanäle zu sanieren!

    Crispus nahm ein bisschen Abstand von den Verletzten, als endlich der Medicus Ordinarius erschien und sich sofort ans Werk machte. Viel Vertrauen hatte er ja nicht in die rohen Hände des Centurio, aber was blieb einem Soldaten auch anderes übrig, als ihm zu vertrauen?
    So reckte er den Hals und biss sich auf die Unterlippe, als das Essigtuch die Wunden berührte - so etwas brannte, das wusste er aus eigener Erfahrung!


    Plötzlich gab der Medicus Anweisungen - Wachs? Das gab es bei ihm in der Unterkunft! Der Otto-Normal-Legionär würde kaum Wachs sein Eigen nennen, also rannte er los, stürmte in seine Unterkunft, sodass der Bursche, der dort gerade mit der Sortierung der centurionalen Wäsche beschäftigt war, vor Schreck zusammenzuckte. Mit ein paar schnellen Griffen hatte er das Wachs zu Versieglung von Briefen und ähnlichem gefunden und rannte wieder heraus zum Unfallstelle.


    Dort hielt er dem arbeitenden Medicus schweigend den Wachsstab hin.

    Zitat

    Original von Marcus Aurelius Corvinus
    Der centurio Petronius und ich gaben uns quasi die Klinke in die Hand. Ich hatte ohnehin nichts besseres zu tun, also konnte ich genauso gut Schlange stehen. Eine Erfahrung, die ich bisher nur beim großen Andrang während der ludi in Rom gemacht hatte. "Salve, centuriones", grüßte ich mit einem Nicken in beider Richtung. "tribunus laticlavius Aurelius Corvinus", erklärte ich dem Kassenwart beiläufig und legte ein ledernes Säckchen auf den Schreibtisch. Noch ehe Petronius Crispus gehen konnte, wandte ich mich erneut an ihn. "centurio, hast du heute Abend schon etwas vor?" fragte ich und musterte den Mann, der mir bei der Ankunft mit den probati geholfen hatte.


    Crispus warf beim Hinausgehen den Sack immer wieder ein paar Fingerbreit in die Luft, um das Gewicht von sie viel Geld zu genießen. Plötzlich wurde er unvermittelt angesprochen und entdeckte den jungen Tribun. Das war es dann wohl mit seinem einhelligen Besäufnis gemeinsam mit dem Achtfinger-Gaius...


    "Ähm, nein...warum?"


    Er räusperte sich und fügte rasch ein.


    "..., Tribun!"


    hinzu, um die Formalitäten zu wahren.

    Zitat

    Original von Centurio Legio II
    "Achtung!"


    brüllte just in diesem Moment einer der Centuriones, um der begleitenden Wachmannschaft zu verstehen zu geben, dass sie nun Haltung annehmen sollte. Selbstverständlich tat er dies auf Lateinisch und nicht auf Deutsch.


    Die Männer ließen sich nicht zweimal bitten und taten was sie hunderte male auf dem Exerzierplatz geübt hatten.


    Als der ranghöhere Centurio den Befehl zum Stillstehen gab, hielt es Crispus als weiterer Centurio vor Ort nicht für nötig, den Befehl zu wiederholen. In seiner besten Paradeuniform mit schimmernden Beinschienen, dem nigelnagelneuen Kettenhemd und dem aufgeschnallten Orden, sowie dem wehenden Helmbusch nahm er Haltung an und verfolgte mit den Augen die Zeremonie um den neuen Statthalter. Er war ähnlich groß wie der alte, allerdings nicht so muskulös - eben ein Verwaltungshengst und kein Krieger, wie er es erwartet hatte. Trotzdem sollte man ihm eine Chance geben, glaubte der Petronier und schickte seine Augen endlich auf die Reise durch die Menge, um Heilas Blicke zu suchen.

    Ad
    Primus Pilus L Artorius Avitus
    Legio I Traiana Pia Fidelis
    Mantua, Italia



    Crispus Avito s.p.d.


    Tiberius Vitamalacus ist wieder bei der Armee? Richte ihm meine besten Grüße aus. Habe lange nicht mehr von ihm gehört, obwohl er angeblich mein Patron ist. So wie ich ihn kenne, wird er dir die meiste Arbeit auf dem Exerzierplatz abnehmen - er liebt den Campus!


    Bei uns im hohen Norden geht es geruhsamer zu als bei euch. Scheinbar hat sich herumgesprochen, dass es hier tatsächlich Arbeit bedeutet und einem nicht wie im schönen Mantua die gebratenen Hühner in den Mund fliegen und die Legion den ganzen Tag auf dem Campus liegt und die Sonne genießt. Aber Spaß bei Seite. Nicht nur innerhalb der Legion, auch außerhalb ist es völlig ruhig, auch wenn es wohl bald einen neuen Kommandeur gibt. Ich kenne ihn nicht, aber er soll nicht gerade der größte Krieger aller Zeiten sein, so wie Decimus Meridius. Der alte Haudegen wird jetzt sicher von seiner Beute leben und sich ein kleines oder großes Gut in Misenum kaufen. Naja, eines Tages schaff ich sowas vielleicht auch...etwas abgespeckt als Bauernhof in Obergermanien eben.


    Habe ich dir eigentlich schon von meiner bald angetrauten erzählt? Sie heißt Heilaruna (ich nenne sie nur Heila, ich weiß schon, wie sie heißt!) und ist die Tochter eines germanischen Handwerkers. Wird auch höchste Zeit, sonst können meine petronischen Söhne niemals Ruhm und Ehre verdienen!


    Da ein Brief an "Iulius" (in meiner Centurie gibt es allein drei davon) wohl kaum ankommen würde, wäre es schön, wenn du ihn für mich fragen könntest.


    Aber nun zur Hispana. Ich schreibe tatsächlich hin und wieder an meinen alten Laelius. Vielleicht erinnerst du dich, der Kerl, mit dem sich Flavius Aristides einmal geprügelt hat. Ist der übrigens noch bei euch oder hat es ihn inzwischen zu seinen patrizischen Verwandten ins friedliche Rom gezogen?
    Der Hispana geht es ähnlich wie uns, nur dass das Vicus ein bisschen römischer ist als hier - also wie zu unserer Zeit. Sie hatten einmal einen Mord im Lager, weil ein besoffener Legionär sich mit der Wache angelegt hat, aber sonst ist dort alles so friedlich wie hier - die Cohors VI Austurum nimmt ja alle interessante Arbeit weg. Aber die Treidelpfade sind dort wohl auch wieder fällig.


    Wie du siehst, ist bei uns alles beim Alten - leider. Mögen die Götter dich schützen und die mantuischen Frauen dir gnädig sein!


    Crispus
    ANTE DIEM XVII KAL MAI DCCCLVII A.U.C. (15.4.2007/104 n.Chr.)


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