Beiträge von Marcus Aurelius Corvinus

    Nur mäßig überrascht - denn ich hatte erwartet, dass der Flavier eher von der vorgezeichneten Bahn abweichen würde - hob ich eine Braue, kaum dass Gracchus beteuerte, die meisten Ädile würden sich der breiten Masse zuwenden. Amüsierend fand ich, dass er scheinbar weder ein Anhänger eines Rennstalls war noch Spiele im circus zu mögen schien. "Bittet die Flavia nicht seit jeher Fortuna um Glück für die Purpurnen?" hakte ich daher nach. "Du klingst, als machst du dir nichts aus Rennen." Ein Griff zum Weinbecher und anschließendes Nippen verbargen mein Schmunzeln. Gewiss war ihm nicht unbekannt, dass ich selbst der Aurata angehörte, wie die gesamte Aurelia ohnehin - auch wenn ich allmählich zweifelte, dass das Begründen dieser Tradition meiner Ahnen eine weise Entscheidung gewesen waren. Doch verbot allein der Stolz, einen anderen Rennstall zu wählen. Schließlich wollte man nicht das Fähnchen nach dem Wind drehen, und die Goldene brauchte definitiv einen Aufwind. Doch dies war eine andere Sache.


    Bezüglich des jungen Claudiers und ob Gracchus' Worten runzelte ich ein wenig die Stirn, nickte jedoch bald, als er den Blick aus seinem Winkel beschrieb. "Gewiss bist du nicht der einzige infrage kommende Prüfer. Es erschien mir ob deiner familiären Beziehung zu den Claudiern allerdings angemessen, dich zuerst zu fragen. Ich verstehe deine Beweggründe, und es macht keine Umstände, jemand anderen um den Vorsitz zu bitten", versicherte ich Gracchus und lächelte flüchtig. "Der junge Claudius selbst erscheint mir noch ein wenig illusioniert zu sein. Ich gehe davon aus, dass er Rom der Unabhängigkeit wegen verlassen will. Wir werden noch erfahren, ob dem so ist, nehme ich an. Claudius Menecrates indes scheint den Wunsch seines Sohnes gutzuheißen. Über die Gründe könnte ich nur mutmaßen, da wirst du Antonias wegen allerdings besser informiert sein als ich." Eine Sklavin trat an uns heran und schenkte Wein nach, dann zog sie sich wieder zurück und rief dabei wieder einen Gedanken in mir wach. "Ah, ich wollte dich noch etwas fragen, oder eher, dich um etwas bitten. Mein vilicus berichtete mir, dass du den Zuschlag für einen gelehrten Sklaven aus Achaia erhalten hast. Bei den derzeitigen Zuständen ist das eher selten, der Markt wird von Parthern ja nahezu überschwemmt gegenwärtig. Ich selbst bin schon eine ganze Weile auf der Suche nach jemandem, der etwas gegen die desolaten Lateinkenntnisse meiner Sklaven tun kann. Ich weiß nicht, wie du das siehst, aber ich lege durchaus Wert auf eine Aussprache, bei der sich meine Nackenhaare nicht sträuben", sagte ich und grinste schief. "Wäre es möglich, diesen Gelehrten für ein paar Stunden in der Woche auszuborgen? Gegen entsprechende Entlohnung, versteht sich."

    Es war alles still. Dunkelheit lag wie ein dunkelgraues Tuch über allem. Einzig meine Öllampe erhellte einen kleinen Bereich vor mir, damit ich sehen konnte, wohin ich ging. Sternenlicht vermengte sich mit dem des Mondes, drang aber nur spärlich durch die Fenster ins Haus ein. Hier und dort meinte man Schatten huschen zu sehen. War es meine Einbildung? Das kleine Säckchen in der Rechten, strebte ich dem lararium zu. Bald war es Mitternacht.


    Der kleine Raum lag verlassen da. Lediglich die kleinen Ahnenfigürchen hießen mich willkommen. Ich verhielt den Schritt vor dem Altar, legte das Säckchen ab und entzündete die Kohlen in dem kleinen foculus zu meiner Rechten. Hernach streute ich eine Hand voll Weihrauchkörner in die Flämmchen, sowie ein wenig der anregenden Kräutermischung. Kurze Zeit später hatte sich der besänftigende Duft im ganzen Raum ausgebreitet, glitt schemenhaft durch die Tür und nach draußen. Ich blickte auf, es war soweit. Erneut griff ich nach dem kleinen Beutel, langte hinein und zog sie wieder hinaus. Schwarze Bohnen hielt ich. "lemures et larvae, hütet euch, dieses Haus heimzusuchen", sprach ich die rituellen Worte des Schutzes. Ich wandte den Blick ab und öffnete die Hand. Bohnen fielen zu Boden, ergossen sich auf braunem Mosaik. Meine Schritte führten mich ins atrium. "lemures et larvae, nehmt diese Gabe und zieht euch zurück." Auch hier wurden mit abgewandtem Blick Bohnen ausgestreut.


    Jeden Raum suchte ich auf diese Weise auf, nur die bewohnten cubiculi sparte ich auf. Als ich in Ursus' Zimmer angelangt war, sprach ich eine weitere Formel. Da fiel nahe des Bettes etwas um. Ich wandte erschrocken den Kopf, die Hand noch um die Bohnen geschlossen. Doch das einzige, was ich hörte, war das schnelle Schlagen meines eigenen Herzens. "Vater?" wisperte ich mit zum Zerreißen angespannten Nerven. Doch niemand antwortete. Natürlich nicht. Ich wiederholte die Formel und streute auch hier die Bohnen aus, dann stellte ich das Ziermesser zurück an seinen Platz. Warum es umgefallen war, wusste ich nicht zu sagen. Vielleicht eine Maus.


    Als alle Bohnen aufgebraucht und beinahe jedes Zimmer getragen worden waren, zog ich mich zurück in mein Arbeitszimmer. Geister gingen um. Es war eine angespannte Nacht.

    Was auch immer die Flavia dazu bewogen hatte, mir diese Frage zu stellen - mit der Gegenfrage schien sie nicht gerechnet zu haben, denn ihre Wangen überzogen sich mit einem Male mit einer frischfarbenen Röte und ließen sie wirken wie eine Apfelblüte im ersten Licht des Tages. Der Vergleich gefiel mir. "Verzeih mir meine Bemerkung. Sie war unangemessen", entschuldigte ich mich und legte die freie Hand kurz auf jene, die sie mir auf den Arm gelegt hatte. Versöhnlich lächelte ich sie an, schließlich hatte ich sie nicht in solche Verlegenheit bringen wollen.


    "Gemeinsamkeiten scheinen wir zumindest in diesem Punkt nicht zu besitzen. Aber das sollte dem Abend keinen Abbruch tun, findest du nicht auch?" fuhr ich fort und geleitete sie nun linker Hand durch das halbhohe Tor hinein in den im Abendlicht verwunschen anmutenden Park.
    "Ich habe mich ünrigens einmal schlau gemacht, was die ochidaceae anbelangt", sagte ich, während wir an halbhohen Lavendelsträuchern entlang flanierten. "Du hattest recht, die östlichen Völker scheinen eine besondere Passion entwickelt zu haben diesbezüglich. Ich lasse gegenwärtig nach einem Mittelsmann forschen, der mir einige der selteneren Exemplare besorgen kann." Womit wir wieder beim Thema waren. Als mir dies auffiel, stockte ich und musterte Celerina verwundert. Es war so außergewöhnlich, dass eine Frau sich für seltene Pflanzen interessierte, dass es mir beinahe wie ein Wink des Schicksals vorkam - oder aber wie Berechnung. Aber nein, sagte ich mir, das konnte es gewiss nicht sein. Ich räusperte mich. "Sag, Flavia, was macht eine Frau wie du den ganzen Tag in Rom? Ich kann mir dich nur schwerlich hinter einem Webstuhl vorstellen."

    Als mich die Kunde von der Ankunft der Germanenreisenden durch einen euphorisch gelaunten Brix erreichte, saß ich gerade im Arbeitszimmer. Ich schickte ihn wieder hinaus und legte die Tafel beiseite, der ich mich eben noch gewidmet hatte, dann zog ich Mathos Brief heran. Nun war es also soweit. Es sollte sich dieses Unterfangen als komplizierter herausstellen als ich bisherig vermutete. Ich hörte bereits Schritte im atrium hin und her gehen, saß aber immer noch hinter meinem Schreibtisch und drehte den Brief in den Händen. Allerdings konnte ich nicht ewig hier sitzen bleiben, um so der Konfrontation aus dem Weg zu gehen, auch wenn ich das am liebsten getan hätte. So stand ich schließlich auf, steuerte die Tür an und öffnete sie kurz darauf, um hinaus zu gehen.


    Ein kleiner Tumult empfing mich. So gut wie alle aurelischen Sklaven hatten sich versammelt, plapperten oder trugen irgendwelche Dinge herum, scherzten und lachten. Automatisch suchte mein Blick den hellblonden Haarschopf, fand ihn auch bald, doch ich zwang mich wegzusehen. Fhionn lief mir über den Weg, dicht gefolgt von Hektor, und ich nickte beiden mit flüchtigem Lächeln zu und murmelte „Schön, dass ihr wieder da seid.“. Nun suchte ich nach Matho, der im Gewimmel stand und ein paar Worte mit Brix wechselte. Ich ging zu ihm. “Matho. Ich möchte dich sprechen”, teilte ich ihm recht knapp mit und deutete auf die Tür zu meinem officium. Der maiordomus nickte bestätigend, entschuldigte sich bei Brix und ließ ihn dann stehen. Ich hatte mich bereits wieder umgewandt und ging zurück in den Arbeitsraum, mit versteinerter Miene und ohne noch jemanden näher anzusehen. Matho in meinem Rücken suchte indes Sivs Blick, grinste sie hämisch an und verschwand dann ebenfalls in meinem Raum. Hinter sich schloss er die Tür.

    Es war recht amüsant, wie Orestes mir von Ägypten erzählte. Viele Griechen machten diese Provinz also sehr griechisch. Nur mit Mühe unterdrückte ich ein äußerst breits Schmunzeln und blickte gemäßigt drein, auch wenn er weiterhin wie ein Lehrbuch klang. Ich hob die Hand und legte in lockerer, stützender Geste zwei Finger über meine Lippen - eine lässige Geste, die allerdings eher dazu diente, mein Grinsen zu übertünchen. Schließlich räusperte ich mich. "Nun, du klingst sehr begeistert. Dann wird es dich vielleicht freuen, dass ich den Bau einer exedra in Auftrag gegeben habe. Sie soll äygptisches Flair haben, wenn sie erst einmal fertiggestellt ist."


    Ich angelte mir ein gefülltes Wachtelei und machte mich genüsslich darüber her. "Ja, von der Ekklesia habe ich schon gehört. Die alexandrinische dürfte sich von der griechischen kaum unterschieden. Gibt es denn ein Ekklesiasterion in Alexandrien? Athen hat eines, sogar ein ziemlich beeindruckendes." Was die Besichtigung betraf, war ich mir beinahe sicher, dass ich nicht mehr genügend Zeit haben würde, und darüberhinaus konnte ich schlecht Amt und Würden hier in Rom zurücklassen und mich reulos anderweitig vergnügen. Das stand mir nicht zu Gesicht, und vereinbaren mit meinem Denken und Handeln ließ es sich auch nicht. So schwieg ich dazu und musterte Orestes milde lächelnd beim Essen.


    "Dein Vater wäre stolz auf dich", sagte ich und nickte. "Lass es mich einfach wissen, wenn du dich bereit fühlst für die Prüfung, dann leite ich alles weitere in die Wege."

    .......Die Welt ist eine schwarze Bühne, endlos weit. Dunkelheit liegt über allem wie ein erstickendes Tuch. Wie ist er hierher gekommen? Er sieht sich um und kann doch nichts entdecken. Als er sich in Bewegung setzt, verklingen seine Schritte ungehört in dumpfer Finsternis. Verwirrt bleibt er stehen, dreht sich im Kreis. Was tut er hier? Ein Geräusch lässt ihn herumfahren. Mattes Licht entsteht, wo eben noch keins war, und glimmt schwach. Und plötzlich steht sie in diesem kleinen Kreis aus lebendigem Grau, den Kopf in Scham gesenkt. Er geht auf sie zu, sucht sie zu erreichen, doch schafft es nicht. Von Vorwürfen geprägt ist die Stimme, als er sie erhebt. Leise dröhnt sie in seinen Ohren. “Warum, Siv. Warum. Wie konntest du nur.“ Er wendet den Blick ab, schüttelt in seiner Enttäuschung den Kopf. Schon will er sich umwenden, fortgehen, doch egal wie viele Schritte er tut, etwas zwingt ihn, an Ort und Stelle zu verharren. Zwingt ihn, hier zu bleiben. Mit starrer Maske auf dem Gesicht wendet er sich erneut ihr zu.


    Ihr Blick streift ihn, irrt unstet weiter umher und scheint ihn nicht erfassen zu können. Sieht sie ihn nicht? Oder will sie ihn nicht sehen? Seine Lippen bilden einen nahezu linearen Strich und lassen ihn unnahbar wirken, zumal er seine Arme nun vor der Brust verschränkt hat. Wie sie die Hände ausstreckt, Luft tastend, es kommt ihm wie Hohn vor. "Wo bist du?" wispert sie, und er runzelt die Stirn. Unverstehend. Missfallend. Mit unerschütterlich klarer Stimme fügt sie etwas an. "Lass mich nicht allein", bittet sie. Ihn? Wohl kaum. Denn sie war es doch, die ihn hatte allein lassen wollen. War dies nicht genug? Hat sie damit nicht bestens gezeigt, was sie von ihm hält? Wie sie ihn sieht? Ihn, den Römer? "Es tut mir leid. Es tut mir so leid…" Er schließt die Augen, wendet sich halb ab. Der vage Schmerz in der Brust irritiert dabei. Und doch kann er nicht hier verweilen. Will es nicht, und will es zugleich doch. Schweigsam steht er dort, die Miene eine starre Maske. Gefühlskalt, äußerlich. Ein Schnauben. Die kleine Kreatur in seinem Inneren hat ihre Fänge nun in sein wundes Fleisch geschlagen. Er kann nicht länger an sich halten. Dir tut es leid? DIR?“ donnert er anprangernd. ”Und das soll ich dir glauben? Nachdem du mich so hintergangen hast?“ Nein. Er wird sich gewiss nicht lächerlich machen. Es reicht schon, wenn sie es tut, sagt er sich.


    Wut lodert in seinen Augen. Sie lässt sich soviel leichter mit echtem Schmerz füttern. Nur ihre Tränen stören beim Schüren des inneren Feuers, deswegen wendet er sich erneut ab. "Es tut mir leid. Wirklich, es… tut mir so leid…" Er glaubt ihr nicht, sieht, wie sie zu Boden gleitet und hört, wie sie matt wimmert. Es zerreißt ihn, doch sie ist ja selbst Schuld! Er stellt seine Ohren auf Durchzug, will sie nicht hören. Die Kreatur lechzt nach mehr. Zähneknirschend blickt er sie aus den Augenwinkeln zu ihr, sieht, wie sie ihre Hände nach ihm ausstreckt. Gleichzeitig scheint sie zu schrumpfen, kleiner zu werden. Er entfernt sich von ihr, obwohl er sich nicht bewegt. "Bitte… bleib bei mir… es tut mir doch leid…" Immer leiser wird die Stimme, immer verschwommener seine Umgebung.


    "Marcus?" Ein Hauch. Ein Flüstern nur. "Marcus!" Blätterrascheln im Nachtwind, in der Ferne ein Haus. Wo ist er? Schritte, welche die Stille durchdringen. Er sieht nichts. Hört nur. "Oh bitte…" Ein Käuzchen, das ruft? Marcus….


    ~~~


    Marcus!
    Erschrocken fuhr ich aus dem Schlaf. Kalter Schweiß bedeckte meine Haut. Das Herz raste. Was für einen Schwachsinn hatte ich geträumt? Ich wischte mir über die Stirn und lehnte den Kopf an die kühle Bettkante. An Einschlafen war nun nicht zu denken. War ich wirklich wie der, den ich im Traum gesehen hatte? Der ich gewesen war? Würde ich so reagieren? Ich schloss die Augen. Ich wusste, wer ich war. Doch wie ich reagieren würde, wusste ich nicht, und das war eine Sache, die ich hasste - wenn ich nicht wusste, was zu tun war, oder wenn ich nichts tun konnte.

    praefectus castrorum. Sicher eine wichtige Tätigkeit, aber eines Patriziers nicht unbedingt angemessen. Noch unmöglicher aber erschien mir das endlose Dahingleiten während dem Nichtstun - eine Unmöglichkeit für mich selbst, eigentlich eine Unmöglichkeit für einen jeden Patrizier, gab man sich zu lange dem gemächlichen Treiben hin. "Du hast dich in der schola eingeschrieben? Na, dann wünsche ich dir viel Glück für kommende Prüfungen. Was den Bekanntheitsgrad angeht, kannst du dich ja vertrauensvoll an deine Verwandten kennen. Aquilius und Gracchus dürften die wichtigsten Männer Roms kennen und dir damit den Einstieg noch leichter machen."


    Was Callistus dann schließlich über die Religion sagte, ließ mich ihn betroffen anstarren. "Nun", sagte ich langgezogen und rang nach angemessenen Worten. Ob ihm entfallen war, dass ich... Aber nein, ich hatte es ihm nie erzählt. "Ich bin vor einigen Monaten zum septemvir berufen worden. Allein deswegen müsste ich dir nun eine Moralpredigt halten, Flavius Callistus", sagte ich gespielt streng und zuckte hernach mit den Schultern. "Die Götter sind so wichtig für Roms Gegenwart und Zukunft wie Wasser für einen Fisch, Appius. Eine der Stützen des imperium darf man nicht so einfach außer Acht lassen, gerade in der Politik nicht, sonst bricht das ganze Staatsgebäude zusammen", fuhr ich dann ernst fort und nippte an meinem Becher.


    "Und wie schaut es mit den Frauen aus?" fragte ich ihn dann und grinste verschmitzt. "Schon jemanden im Auge?" Ich hatte da natürlich jemanden an der Hand, sollte er ernste Absichten hegen, band ihm dies jedoch nicht auf die Nase. Immerhin war ich kein Unmensch, der eine aurelische Dame an den Nächstebesten verschacherte, wobei mich natürlich etwas mit Callistus verband und er allein deswegen schon in die nähere Wahl fallen würde. Doch alles zu seiner Zeit. Und außerdem hatte Ursus die tutela seiner Schwester inne.

    "Mir geht es, abgesehen von ein Paar abgekauten Ohren, recht gut, danke. Es tut mir leid, dass du so lange warten musstest", fügte ich noch schmunzelnd an und musterte die Decima im nächsten Augenblick interessiert. Ich hatte erwartet, dass sie eine Frage hatte, aber ein Anliegen? Welcher Natur mochte es wohl sein, oder betraf es am Ende doch die Acta? Und erneut verblüffte sie mich, indem sie mir mitteilte, mir etwas geben zu wollen. Wie auf ein geheimes Zeichen hin trat die Sklavin vor und platzierte einen blau eingeschlagenen, kleinen Gegenstand auf dem Tisch. Nach einem Blick darauf sah ich zurück zu Seiana und hob die Brauen. "Für mich?" wiederholte ich und musterte neugierig den eingepackten Gegenstand. Im nächsten Moment griff ich danach. Ich hatte etwas Leichtes erwartet, doch das Etwa war recht schwer, und als ich es auwickelte, sah ich auch, warum: Ich hielt eine kleine, äußerst filigran gearbeitete Statue der Minerva in Händen, die ich erst einmal in drehte und flüchtig beäugte. Dann wandte ich mich Seiana zu, die eben erklärte, dass sie beim Anblick der kleinen Dame an mich erinnert worden war, und sie deswegen mitgebracht hatte. Breit lächelnd unterzog ich der hübschen Minerva einer eingehenderen Musterung.


    Schließlich stellte ich sie auf den Tisch neben ihre Verhüllung und schmunzelte Seiana an. "Ist es nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen, wenn du dich beim Anblick einer Weisen in Damenkleidern an mich erinnert fühlst?" fragte ich sie und lachte leise. "Nein, vielen Dank. Sie ist wirklich sehr schön. Ich denke, sie wird sich hervorragend in Gesellschaft der Fortuna machen, die gegenwärtig über mein Arbeitszimmer wacht." Erfreut neigte ich den Kopf und nickte auch der Sklavin kurz zu - eine solch gehorsame Sklavin fand man selten, wie ich aus eigener Erfahrung wusste, und selbst bei jenen, denen man vertraute, hatte man bisweilen herbe Enttäuschungen zu erfahren. Das Geschenk hatte mich nun allerdings noch neugieriger werden lassen auf dieses ominöse Anliegen, mit welchem Seiana zu mir gekommen war. Erfrischend unkompliziert und direkt teilte sie mir jenes alsdann mit, und ließ abermals überrascht meine Brauen sich heben. "Dein Patron?" echote ich und neigte den Kopf ein wenig zur Seite, um sie prüfender zu mustern. "Du scheinst es heute darauf anzulegen, mich zu überraschen, Seiana", erwiderte ich vorerst und schmunzelte erneut. "Ich bin dem nicht abgeneigt, aber verrate mir doch erst, wie ich dir behilflich sein könnte, und was du dir als Gegenleistung vorstellst", fügte ich dann, wieder etwas ernster, an.

    Auf Unbestimmt also. Ich nickte – was sonst konnte ich dazu auch sagen? Unbehagen breitete sich in mir aus. Sonst war ich auch nicht gerade auf den Mund gefallen, warum nur ausgerechnet jetzt? Vielleicht mochte es an dem Umstand liegen, dass Celerina....sonderbar auf mich wirkte. Ohne, dass ich benennen konnte, woran es lag. Ihre forsche Art allein war es nicht, vielmehr umgab sie eine besondere Aura, etwas Düsteres – oder täuschte ich mich nur?


    Eine Weile gingen wir schweigend nebeneinander her, und ich nahm an, dass auch sie überlegte, worüber man sich wohl ausgelassen und gleichzeitig ungezwungen unterhalten konnte. Oder erwartete sie gar, dass ich sie unterhielt? Verstohlen musterte ich sie aus dem Augenwinkel, doch geheim blieb dieser Seitenblick nicht lange, denn mein Blick ging in ein erschrockenes Anstarren bei ihrer Frage über, auch wenn ich mich am Riemen riss und schnellstmöglich ein Ablenkungsmanöver startete: Ich hustete abrupt und räusperte mich anschließend dezent. Zugleich dachte ich über das nach, was Celerina soeben gesagt hatte. Verhört hatte ich mich zweifelsohne nicht. Einen Moment ließ ich noch verstreichen, ehe ich mich ihr wieder zuwandte und ein verunglücktes Lächeln zuwege brachte. „Nein“, sagte ich und überlegte, ob ich von meinen einschlägigen, bisher gesammelten Erfahrung berichten sollte. Ich entschied mich dafür, dies nur rudimentär zu erwähnen, für tiefgreifendere Erzählungen kannte ich Celerina nicht gut genug. “Ich war einmal verlobt, löste diese Verbindung jedoch.“ Ein mulmige machender Verdacht beschlich mich – warum fragte sie mich das? Allmählich klar sehend, blickte ich auf ihre zarte Hand hinunter, die auf meinem Arm lag, und schluckte verborgen den kühlen Kloß fort. Ob ich fragen sollte, warum sie fragte? Besser nicht. Am Ende vertiefte sie das Gespräch noch. Stattdessen entschied ich mich für die leicht gewagte, folgende Bemerkung, die von einem lockeren Schmunzeln begleitet wurde. “Suchst du etwa nach einem Ehemann?“ Viel zu spät fragte ich mich, was ich sagen sollte, wenn sie bejahte.

    Es gab wahrlich nichts Ermüdenderes, als sich die Leidensgeschichte in einer Nachbarschaft anzuhören, die man nicht einmal kannte - und die noch dazu nichts im Geringsten mit dieser salutatio zutun hatte! - doch das störte Mennenius Glabrio nicht einmal ansatzweise. Munter plapperte er drauflos, während ich mir Mühe gab, auf meinem Stuhl nicht einzuschlafen. Leones Unterbrechung stellte daher eine willkommene Abwechslung dar, und als ich seiner Geste nachblickte und Seiana entdeckte, lächelte ich ihr kurz flüchtig zu. Was wohl ihr Anliegen war? Gewiss hatte es etwas mit dem Schreiben für die Acta zutun, schließlich hatte ich ihr gesagt, dass sie mich jederzeit deswegen würde aufsuchen können.


    Beinahe eine halbe Stunde und drei Monologe verschiedener Klienten später - einer hatte sogar etwas Anständiges gewollt, nämlich eine Finanzspritze für die Mitgift seiner Tochter - erhob ich mich und verabschiedere die Klientel, die noch anwesend war. Dann begab ich mich zu Seiana hinüber, der inzwischen ein Platz gewiesen und etwas zu trinken angeboten worden war. "Decima Seiana, es ist eine Überraschung, dich so bald wieder zu sehen. Was führt dich zu mir?" fragte ich sie freundlich und setzte mich auf die Bank ihr gegenüber.

    Zitat

    Original von Sergia Severa
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    ... und Du fehlst uns, liebe Plotina ... :(


    Eben erst gesehen. Ich kann Severa da nur beipflichten.
    Die Gründe sind allerdings alles andere als unverständlich, zu entschuldigen gibt es darob nichts. Ich wünsche dir, dass es mit deiner Gesundheit auch weiterhin gut bestellt ist und nicht wieder zu einem Rückfall kommt. Mach es gut - das IR verliert mit dir eine klasse Rollenspielerin.
    Vielleicht - hoffentlich! - erwischt man sich mal im ICQ. :)

    "So heißt es", pflichtete ich bei und nickte behäbig, die zarte Rötung der flavischen Wangen verstohlen betrachtend und dennoch so gebarend, als bemerkte ich es nicht. Ein wenig unschlüssig über das weitere Gesprächsthema, spazierte ich also an Celerinas Seite an den Sänften vorüber, ungeachtet der bequemen Transportmöglichkeit, die sie boten, und bevorzugte die gemäßigte Bewegung hin zu den Gärten, die ich soeben als lohnendes Ziel vorgeschlagen hatte. Noch rang ich mit mir - sollte ich ihr einen Arm darbieten? Höflich wäre es, doch ging mir das Bild einer Spinne durch den Kopf, die reglos wartete, bis man in ihre Reichweite kam, um dann blitzschnell zuzuschlagen und sich anschließend ihre Beute einzuverleiben. In der Unentschlossenheit kämpfte der gute Ton mit einer Vorsicht, die doch eigentlich unbegründet war - oder nicht? Schließlich gewann meine Erziehung, und ich bot der Flavierin höflichst meinen Arm zur Parade dar, während wir sklavenverfolgt rechts einschwenkten und in der Ferne bereits die ersten Grünzipfel der horti zu sehen waren.


    "Hast du vor, länger in Rom zu bleiben, Flavia? Oder planst du deinen Aufenthalt hier als kurze Erholung vom Leben in Lutetia?" fragte ich sie und hoffte, dass mir ihre Herkunft richtig in Erinnerung geblieben war. Hinter uns wurden, obgleich man im lauen Licht des Abends noch gut sah, Fackeln entzündet. Die Sklaven wahrten einen diskreten Abstand, würden jedoch zur Stelle sein, falls es nötig war. Indes ich mir den Kopf zerbrach über ein Gesprächsthema abseits der Flora und der Literatur...

    "Sehr schön", kommentierte ich diese Entscheidung und nickte beifällig. "Es dauert natürlich schon eine Weile, aber so lang nun auch wieder nicht. Also hast du dir nun Iuppiter erwählt?" fragte ich, während ich bereits eine Tafel zückte und Orestes' Namen darauf vermerkte. Schließlich wollte alles seine Ordnung haben, auch wenn er eun Verwandter von mir war. Es freute mich daher natürlich umso mehr, dass er sich fürs erste für diesen Weg entschieden hatte.

    Als einer der Magistraten wäre es ein Unding gewesen, an diesem Tage nicht das forum romanum aufzusuchen, als Mensch hegte ich darüberhinaus ein persönliches Interesse an den Aktivitäten, denen das Volk Roms heute beiwohnen durfte. So stand ich, umringt von custodes und Sklaven, irgendwo an einem besseren Platz in der Menge und musterte den neuen Kaiser mit ausdruckslosem Gesicht. Insgeheim suchte ich nach Zeichen, die das Gerücht von seiner Krankheit erhärteten. Er wirkte vielleicht ein wenig erschöpft, doch ob das die Nachwehen der langen Reise waren oder aber die Vorboten einer Sieche, war schwer zu benennen.


    Nach einer eher förmlichen Begrüßung kam nun der entscheidende Part auf den Caesar zu; der consul rief ihn in nomine senati populique Romani zum Kaiser auf. Gebannten Blickes beobachtete ich Valerianus' Reaktion, und mit mir wohl tausende weitere Augen ebenfalls.

    „Und wie willst du erwirken, dass sich mehr Bürger für ein Priesteramt entscheiden?“ fragte Fulvius Frugi zweifelnd. „Na, das liegt doch recht nahe, oder nicht? Wie kann man wohl die Leute ködern? Richtig, indem man mehr zahlt.“ Vitellius Rufio lehnte sich selig lächelnd zurück und genoss die Sprachlosigkeit, die im Raum wiederhallte. Kurz darauf entbrannte eine lebhafte Diskussion. Bemerkungen wie die, dass die sacerdotes bereits genug Geld bekamen, prallten auf inbrünstige Zustimmung, ein anderer wies auf die Abgrenzung zu denen hin, die ehrenamtlich in den Collegien saßen, und ein weiterer pochte darauf, Priesterämter schlichtweg per captio zu besetzen. In das Getümmel hinein richtete ich meine eigene, bescheidene Frage: “An welche Summe hattest du gedacht, Vitellius Rufio?“ Wie auf ein Zeichen hin, wandten sich die Blick nun zuerst mir zu, dann Vitellius Rufio. Ruhe kehrte ein, und hielt sich auch noch, als Vitellius Rufio sich vorlehnte und seinen Vorschlag kundtat. „Ich dachte da an dreihundertdreißig Sesterzen. Das sollte finanziell machbar sein und hoffentlich das Pflichtgefühl der Bürger den Göttern gegenüber ein wenig mehr stärken.“


    „Dreihundertdreißig!“ Der magister septemvirorum klang empört. „Ja aber... Ist das nicht ein wenig viel?“ fragte er in die Runde, und seine Frage traf auf gemischte Reaktionen. ”Das sind grob gesehen dreißig Prozent mehr Entlohnung als bisher“, sagte ich. ”Angesichts der desolaten Zustände in den Tempeln und der dahinschmelzenden Priesterschaft würde ich behaupten, dass die Summe durchaus angemessen ist. Zumindest einen Versuch ist es wert, um mehr Leute zu verpflichten.“ „Das treibt aber keine Opferwilligen in die Tempel!“ bemerkte ein anderer, der dafür zustimmendes Gemurmel erntete. „Dies ist ein anderes Problem, dem wir uns zweifelsohne ebenfalls stellen müssen. Doch später“, bemerkte der magister. „Halten wir also fest, dass eine Erhöhung der wöchentlichen Zahlungen im Raum steht. Über den Prozentsatz kann man später immer noch debattieren. Gibt es noch weitere Vorschläge zur Problemstellung?“ Gemurmel setzte ein. Der Vorschlag der captio wurde nur kurz erneut diskutiert, dann fallengelassen. Stattdessen kam der Vorschlag, mehr Werbung für den cultus zu machen. Dem konnte ich nur zustimmen, und gern erklärte ich mich dazu bereit, dies in der nächsten Acta Diurna zu verwirklichen. ”Allerdings denke ich nicht, dass es genügt, nur in der Acta zu werben“, gab ich zu bedenken. „Ja, ich denke auch, dass wir besonders an öffentlichen Plätzen und auch an Schulen Werbung machen sollten!“ pflichtete Axius Serenus mir bei. Erneut wurde diskutiert. Womit sollte man werben, wie und wo. In welchem Umfang, in welchem Zeitrahmen, und wer sollte sich darum kümmern.


    Letztlich bekam „der Neue“ den Auftrag, sich mit dem collegium pontificium in Verbindung zu setzen und den pontifices die Vorschläge des collegium septemvirorum zu unterbreiten. Wenig Arbeit für die anderen, eine Herausforderung für mich.

    Dass Minervina mein Kompliment zurückgab, irritierte mich ein wenig, doch ich überspielte den Moment ganz einfach mit einem Lächeln, das auch noch einen Moment erhalten blieb. Zumindest, bis sie mich nach Lucanus und Celerina fragte, denn da wich es einem verblüfften Ausdruck. War es nun Zufall, dass sie mich ausgerechnet nach Celerina fragte, wo ich diese doch vor einigen Tagen nach Hause geleitet und zu den ludi scaenici eingeladen hatte? ”Ich kenne beide”, erwiderte ich langsam. ”Flavius Lucanus kam zu mir, um mich über die Abnahme seiner Opferprüfung zu bitten. Und Celerina habe ich vor drei Tagen nach Hause geleitet. Wir haben uns zufällig auf dem Sklavenmarkt getroffen und kamen ins Gespräch. Beides ausgesprochen nette Bekanntschaften.“ Da war ich vorsichtig. Schließlich wusste ich nicht, wie Minervina zu den beiden stand, und was sie von meinen Worten bedacht oder unbedacht weitergeben würde. Bei Lucanus waren meine Bedenken eher gering, doch was Celerina anging, war mir etwas mulmig zumute. Bei Frauen musste man ohnehin vorsichtiger sein als bei Männern. ”Ihr habt euch angefreundet? Das freut mich. Da wirst du in nächster Zeit sicher ein wenig Abwechslung haben. Ahja, was Titus’ Brief betrifft: Du kannst Briefe jederzeit über die Familienwertkarte versenden. Sie ist beim cursus publicus hinterlegt“, sagte ich.


    ”Wie es mir geht? Nun ja, recht gut, möchte ich meinen. Die Arbeit hält sich in Grenzen, zumal mir Gaius ein wenig abgenommen hat. Ich hoffe auch, dass ich in Zukunft ein wenig mehr Zeit für die Familie finde. Was hältst du davon, wenn wir gemeinsam zu den ludi scaenici gehen? Ich habe Prisca vorhin schon gefragt, und sie fand die Idee recht gut. Helena werde ich auch noch fragen. Hm, und Flavia Celerina wird uns auch begleiten.“ verkündete ich und betrachtete Minervinas Reaktion dazu.

    Natürlich waren diese traditionellen Tierhatzen mit Kleinvieh und Hunden nichts Großartiges, worüber man in Rom lange sprach, doch waren sie nun einmal eine Tradition, die man zu Ehren der Flora während der Floralia hochhielt. Unter uns sausten die langbeinigen Tiere schnell dahin, kreuz und quer durch die sandige Arena, die bereits in den ersten Sekunden frische Blutspritzer aufweisen konnte: Ein im Schockzustand gelähmter Hase hatte sein Ende gefunden. Seine Kollegen legten nun die Löffel an und rasten vor den gierigen Mäulern der hungrigen Bluthunde davon, wirbelten Sand und Staub auf und lieferten sich mit waghalsigen Haken und rasanten Wendemanövern ein belustigendes Wettrennen mit den Hunden, deren Meute sich inzwischen aufgeteilt hatte. Einige stellten bereits den Rehen nach, die – da sie größer waren – ihnen wohl ein lohnenderes Ziel erschienen. Anders als die Hasen und Karnickel, sprangen und hetzten die Ricken auf ihren stelzenartigen, langen Beinen weit ausgreifend durch den circus, doch die Hunde holten auf. In einer anderen Ecke stritten sich zwei der Hunde gerade bis aufs Blut um den toten Hasen, knurrten, zerrten und ruckten an dem Tier, bis es schließlich entzwei riss und den Boden besudelte.


    Anderenorts hatte ein großer, grauer Hund soeben eine Ziege gestellt, doch das kleine Huftier dachte nicht daran, kampflos aufzugeben, sondern zeigte dem Hund die kleinen Hörner und senkte den Kopf, um im nächsten Moment den überraschten Hund anzugreifen und zu rammen, woraufhin dieser gepeinigt wie erschrocken aufjaulte und sich hastig ein paar Schritte entfernte. Doch das Glück war nur von kurzer Dauer für die Ziege, denn nicht einmal eine Minute später hatten sich gleich fünf Hunde um sie geschart und brachten das kläglich meckernde Tierchen schnell zur Strecke.


    Waren die friedlichen Tiere eben noch zahlreicher gewesen als die Hundemeute, so wandelte sich dieser Umstand allmählich ins Gegenteil. Bald sprangen nur noch vereinzelt Hasen und Huftiere umher, entkräftet und verängstigt, und viele der Hunde hatten sich niedergelassen und kauten auf ihrer Beute herum. Eine solche Tierhatz war weniger etwas, um damit das Volk auf seine Seite zu ziehen, als vielmehr das Hochhalten einer schon lange währenden Tradition. Doch wer auf Traditionen keinen oder nur geringen Wert legte, der hatte sich nicht hier eingefunden, sondern lag lieber in den Armen einer der zahlreichen lupae, die Flora als ihre Patronin ansahen, oder wohnte den ausgelassenen, teilweise anstößigen Aktivitäten bei, die an fast jeder Straßenecke Roms stattfanden.