Ich wollte eben den Hinweis geben, da fand der Senator seine Erinnerung wieder. Bestätigend nickte ich noch einmal, neigte dann den Kopf ein wenig. "Soweit ich weiß, hat er einen Leitfaden für die nachfolgenden decemviri erstellt. Bereits zu meiner Zeit kostete es viele unnötige Stunden der Einarbeitung in die Materie der Erbschaften, selbst wenn man sich zuvor mit der lex Iulia et Papia vertraut gemacht hatte. Ich kenne seinen Entwurf nicht detailliert, bin aber davon überzeugt, dass er den folgenden decemviri zur Arbeitserleichterung dienen wird", erwiderte ich.
Dass der Senat neuen Magistraten für ihre - deutlich sichtbaren! - Bemühungen in ihrer Amtszeit keine Ehrungen mehr zuteil werden ließ, hieß ich nicht gut. Wie viele Männer des Reiches wurden nach der Anzahl ihrer Orden bemessen oder an der Summe ihrer Auszeichnungen? Jemanden, der deutliche Erfolge vorweisen konnte, genauso zu behandeln wie einen Magistraten, der sich auf den Lorbeeren seines nomen gentile ausruhte, empfand ich als dem Gemeinwesen wenig förderlich. Wer konnte es da den Nachwuchspolitikern verübeln, wenn sie sich wählen ließen und dann nicht einen Finger krümmten? "Gibt es einen bestimmten Grund, aus dem der Senat selbst bei deutlichen Erfolgen auf eine Auszeichnung verzichtet? Ich selbst hatte nach meiner Amtszeit gehofft, bedacht zu werden", gestand ich und blickte Hungaricus an. "Ich war der festen Überzeugung, meine Arbeit tadellos erledigt zu haben."