Beiträge von Marcus Aurelius Corvinus

    Hanno, der Tätowierer, wartete bereits. Am frühen Morgen hatte er noch eines der letzten Fläschchen Tinte ergattert, zu einem horrenden Preis, da das Zeug langsam knapp wurde. Hatte die acta ja auch geschrieben. Gerade legte er sich seine Utensilien zurecht, als die Sklavin heran kam. "Bist du die, die ich zeichnen soll?" fragte er das Mädchen. Die war bestimmt nicht älter als achtzehn, wenn überhaupt, dachte er. Ab und an pustete er in das kleine Becken mit den glühenden Kohlen. Das Eisen, in der er die Nadeln zu den richtigen Buchstaben zusammenstecken wurde, musste erhitzt werden. Auf diese Weise minimierten sich Geschwüre und Ausschläge, die später von der Tatowirung ausgehen würden. Hanno drehte das Eisen herum. "Wo sollst du es hin haben, Nacken, Schulter, Ohr?" fragte er in geschäftsmäßigem Tonfall.

    Gleichwohl ich ihr Vehalten nicht deuten konnte, so löste es doch Besorgnis in mir aus. Ich hatte keinen Schimmer, was sie behelligte, nicht einmal einen blassen. Mit überrascht hochgezogenen Brauen betrachtete ich Helena, die in einem Moment geqüält, im nächsten erschrocken und dann noch eine Spur käsiger wirkte als vor wenigen Sekunden noch. Verwundert folgte mein Blick ihrer zarten Gestalt, als sie regelrecht floh. Dabei entging mir auch nicht der Griff an den Bauch, der die Übelkeit beschwichtigen und zurückdrängen sollte. Mir aber suggerierte er etwas ganz anderes. Jene Furcht, die ich bereits Prisca gegenüber verspürt hatte, keimte nun wieder frisch. Sagte man Schwangeren nicht auch Übelkeit nach? Waren sie nicht auch oftmals käsig und im Geiste verwirrt? Fassungslos starrte ich Helena an. Ich malte mir aus, wie sie sich der Sinneslust hingegeben hatte, einem Jüngling von der Straße. Zum einen konnte ich das Verlangen danach nachvollziehen, zu gut sogar, denn es packte mich selbst in letzter Zeit ebenfalls immer häufiger, doch Helena war eine achtbare junge Frau....gewesen. Allein die Vorstellung zermürbte mich ebenso wie jene Vermutung, die ich gegenüber Prisca gehabt hatte. Bezeugte ein solcher Zwischenfall nicht mein Unvermögen, die Familie zusammenzuhalten und den Ruf zu sichern?


    Ihre Versicherung klang dabei alles andere als überzeugend. Enttäuscht starrte ich ihren Rücken an, fuhr mir übers Gesicht und erhob mich dann. Meine Kleidung raschelte leise, als ich auf sie zu ging. Kaum die Hälfte des Weges hatte ich zurückgelegt, da widerrief sie ihre eigenen Worte. Ich war kurz erleichtert, weil sie wenigstens nicht weiterhin mit mir zu spielen gedachte. Bei ihr angekommen, legte ich ihr meine Rechte auf die rechte Schulter, strich die Haare zur Seite und seufzte leise. "Helena... Sollen wir nicht doch besser nach einem medicus schicken lassen?" fragte ich sie nochmals, um ihr den Ausweg zu bieten, den sie vermutlich brauchte. "Er kann dir helfen", versicherte ich. Schließlich waren Schwangerschaftsabbrüche in Rom keine Seltenheit. Jede lupa stand mindestens einmal in ihrem Leben vor dieser unmittelbaren Entscheidung. ich würde ganz gewiss den verschwiegendsten Arzt herholen lassen, der in Rom aufzutreiben war. Sanft suchte ich ihr Mut zu machen, indem ich die Schulter drückte.

    Es wäre müßig gewesen, Sofia eine Strafe aufzubrummen, das wusste ich. Immerhin geschah ihr ein Missgeschick wie dieses nicht zum ersten Mal, und womöglich wäre auch bei der Ausführung der Strafe irgendetwas passiert, das in direktem Zusammenhang mit der Tollpatschigkeit der Sklavin gestanden hätte. So verzichtete ich also auf eine Drohung, zumal ich sogar guter Laune war. Und es war Camillas Glück, dass ich ihre kleine Racheaktion nicht bemerkte, denn ich schätzte gar zu grausames Verhalten Sklaven gegenüber nicht sonderlich, denn es färbte früher oder später auf das Verhalten des Sklaven gegenüber seines Herrn wieder ab. Dass Sofia sich die hand hielt, wimmerte und angsterfüllt in blankem Horror zu Camilla aufsah, schob ich zu einem Teil auf den Schock des eben stattgefundenen Geschehens, zum anderen Teil auf Soffchens Ungeschicktheit beim Aufsammeln der Scherben. Wein und Blut vermischten sich in schillernden Schlieren auf dem mosaikenen Boden. Ich bemerkte es nicht, zumal die besudelte Statur der Camilla meine Aufmerksamkeit gänzlich fesselte.


    Sogleich überkam mich ein schlechtes Gewissen, nicht öfter geschrieben zu haben. Und der Wunsch der Verteidigung wurde übermächtig. Camilla hatte ganz die Art meiner eigenen Mutter, die stets die Dinge aussprach, wie sie waren, auch wenn sie sie nicht direkt so aussprach, sondern einem nur das Gefühl gab, etwas anderes zu hören, als eigentlich gesagt wurde. Zerknirscht hörte ich also heraus, dass sie mehr von mir erwartet hätte. "Nun ja, das Tribunat.." begann ich, verstummte aber, als mir selbst auffiel, dass es wie die billige Ausrede klang, die es auch war. "Ich hätte öfter schreiben können und auch sollen, Camilla, es tut mir leid", entschloss ich mich daher zur Bloßstellung meinerselbst und hoffte, dass sie damit zufrieden sein würde. Die Erklärung, dass zu wenig Zeit für einen Boten gewesen war, erstaunte mich schon nicht mehr. Es war einfach Camillas Art. "Ich verstehe. Und ich freue mich natürlich außerordentlich, dass du die weite Reise auf dich genommen hast." Und das in deinem Alter und ohne Ankündigung. Ich unterdrückte einen Seufzer und zauberte stattdessen ein Lächeln auf mein Gesicht. Natürlich freute ich mich, dass Camilla uns besuchen kam, aber mit einem vorwarnenden Brief wäre sie eindeutig auf der sichereren Seite gewesen. "Ich hoffe doch, dass man dir bereits ein cubiculum hergerichtet hat und alles zu deiner Zufriedenheit ist?" fragte ich sie.


    "Ich werde im adedis auf dich warten", versprach ich ihr, ehe sie das atrium verließ, um sich wieder gesellschaftsfähig machen zu lassen. Kaum war sie fort, wies ich Sofia nochmals an, sich helfen zu lassen und dann jemand anderen mit dem Herbeiholen einiger Naschereien zu betrauen. Ein neuerliches Fiasko wollte ich vermeiden.


    Die angefangene Schriftrolle hatte ich bereits fertig gelesen, ihr folgte die Tagespost, da Camilla auf sich warten ließ. Einem Sklaven diktierte ich gerade ein Antwortschreiben auf die Unschuldsbekundungen meines Landverwalters Galvinius in Sardinien, als Camilla endlich eintrat. Ich verstummte, musterte die gealterte Schönheit einen Moment in ehrlicher Bewunderung und schickte Caecus dann mit einem Wink der Hand fort - wir würden später weitermachen. Der Anstand gebot es, dass man sich erhob, wenn eine - noch dazu ältere - Dame eintrat, also stand ich auf. "Camilla", begrüßte ich sie zurück. "Wäre ich ein wenig älter, so müsstest du dir wahrhaftig Gedanken machen, wie du mein Werben zurückweisen könntest", komplimentierte ich und wies ihr einen Sessel oder eine Kline, je nach dem, was sie bevorzugen würde. Anschließend legte ich mich selbst wieder auf die Liege und deutete auf das parat stehende Tablett. "Bitte bediene dich", bot ich an.

    Gracchus et Corvinus


    Während in anderen Ecken dieses Raumes über Dinge gesprochen wurde, welche - wie es Gerüchte so an sich hatten - nur zu einem Drittel der Wahrheit entsprachen, erfreute ich mich des Gesprächs mit Flavius Gracchus. Ganz wie Aquilius stets von ihm schwärmte, so erschien er mir auch zu sein. Was er über die alten Fälle enthüllte, verblüffte mich zugegebenermaßen, doch meinte ich mich zu erinnern, einen Artikel in der acta diurna gelesen zu haben, welcher sich mit der spektakulären Entdeckung uralter Todesfälle - und vor allem des nicht verteilten Erbes der Verstorbenen - befasst hatte. "Es stand, soweit ich mich erinnere, sogar in der acta. Waren nicht auch berühmte Persönlichkeiten unter diesen unbehandelten Fällen? Namen wie Claudius Macrinius und dergleichen."


    "Ah, ja, Männer, die ein Amt im cursus honorum als lästiges Muss ansehen, gibt es bedauerlicherweise tatsächlich immer wieder. Aber glücklicherweise sind auch solche vertreten, die ihr Leben und ihr Können ganz dem Amt widmen, welches sie bekleiden. Mir fällt spontan Ennius Oppus ein. Einen erhabeneren decemvir habe ich bisher nicht kennen gelernt. Ich nehme an, er wird eines Tages ebenso zu den Großen des imperium zählen wie die meisten der Anwesenden hier." Flavius Gracchus schloss ich hier nicht aus, doch ich erwähnte ihn auch nicht gesondert. Immerhin wusste ich, wie es mir selbst erging, wenn mich jemand über den Klee lobte - rechtens oder zu Unrecht; und gewiss würde er auch so erahnen, dass ich ihn in meine Äußerung einschloss. In jenem Moment kam Tilla heran, die Wein organisiert hatte. Ich deutete dem Flavier, sich zu bedienen, und nahm mir nach ihm einen Becher des verdünnten Weines vom Tablett. Tilla schenkte ich ein kurzes Lächeln - ich war zufrieden mit ihrem verhalten bis hierhin. Allmählich aber begann ich, hungrig zu werden. Wann der Gatgeber wohl zu Tisch bitten würde?


    Ich bemerkte ebenfalls die stetig steigende Gästezahl. Allmählich füllte sich der Saal, und hier und dort gewahrte man ein bekanntes Gesicht. "Ich tippe eher auf die Trägheit vieler junger Männer", erwiderte ich. "Und ein weiterer, wichtiger Punkt ist der Bekanntheitsgrad, den es idealerweise zu erlangen gilt, ehe man sich zur Wahl aufstellen lässt. Gerade wir Patrizier haben es da nicht gerade leichter als noch vor ein paar Jahren, hat doch die Umstrukturierung uns zahlreiche Betätigungsfelder geraubt, um den niederen Ständen einen breiteren Fächer bieten zu können. Im Endeffekt bleibt nur mehr der Dienst an den Göttern, wecher sicherlich nicht einer der schlechtesten ist. Doch Erfahrung mit Wort und Zahl erlangt man dabei in den meisten Fällen nicht, von der Bekanntheit einmal abgesehen." Das Wort "Popularität" war auch mit Vorsicht zu genießen. Schließlich sollte man als Patrizier nicht unbedingt so ins Auge stechen, wie es ein patrizischer probatus oder etwas dergleichen tat, doch mit solchen Äußerungen war ich vorsichtig, zumal der Familie des Gastgebers selbst einige Fußsoldaten angehörten. Und, nicht zuletzt, die Profession sagte über den Charakter eines Menschen zudem herzlich wenig aus.


    "Mein Vetter, Aurelius Cotta, gedenkt zu kandidieren. Allerdings wohl weniger als decemvir. Und mein Neffe liebäugelt ebenfalls mit einem politischem Amt. Ich kann mich also, zumindest was meine Familie angeht, nicht über Politikverdrossenheit beklagen. Die größte Hürde wird bei beiden jedoch wohl der Bekanntschaftsgrad sein", vermutete ich.

    Na bitte, da bestätigte er doch meine zuerst gesagten Worte. Zufrieden nickte ich, auch wenn das Thema an sich mich alles andere als zufrieden stimmte. Denn das Ende der Amtszeit rückte näher, und was sollte ich in der Pause unternehmen, welches Amt bekleiden? Darüber machte ich mir jetzt schon hin und wieder Gedanken.


    "Sechshundert Laibe Brot für funfhundertfünfzig Sesterzen?" fragte ich nochmals nach und rechnete kurz im Kopf etwas durch, dann nickte ich und hielt dem Senator meine Hand hin, damit er einschlagen konnte und das Geschäft somit besiegelt wäre. "Einverstanden. Ich werde dir in Kürze noch ein Schriftstück überbringen lassen, damit auch alles seine Ordnung hat", versprach ich. "Im Übrigen wird zu den Meditrinalia ein Fest in meinem Hause stattfinden, und es wäre mir eine Freude, wenn du erscheinen würdest. Selbstverständlich wird dir eine förmliche Einladung noch zugestellt werden, Senator."

    Naavi äußerte sich nicht zu der Frage, welche die Dame stellte, als sei er gar nicht vorhanden. Das musste er auch gar nicht, denn die dunkelhäutige Sklavin mit den hübschen Augen nahm sich der Sache bereits an. Ihm hätte es ohnehin nicht zugestanden, sich da einzumischen, um sich selbst zu erklären. Seine Aufgabe bestand nur darin, die Dame zu seinem Herren zu geleiten, und das konnte er auch bald in Angriff nehmen, wie es aussah. Die Dame mit den grausamen Zügen lächelte nun nämlich, wenn auch nur kurz. Etwas irritierte ihn allerdings, dass die hohe Dame ihre Sklavin anwies, ihre Worte nochmals zu wiederholen. Ganz so, als ob er mitschreiben müsse oder ihre Worte nicht gut genug waren für den Ägypter. Naaviy gab sich alle Mühe, keine Grimasse zu ziehen ob dieses Verhalten, und das konnte er wahrlich gut. Ganz unbeteiligt stand er da, ließ ihre Benohè aussprechen und verbeugte sich dann. "Eff ift mir eine Ehre..." Sollte er seine Worte über den Umweg der Sklavin an die Dame richten oder direkt an sie? Ersteres. "...deine domina tfu meinem Herren tfu geleiten. Eff ift auch gar nicht weit", versicherte er und lächelte noch einmal. Vielleicht half dieses Lächeln ja der Dame, an etwas Netteres zu denken, denn gerade sah es eher gegenteilig aus. Kurz darauf wandte sich Naavi, der Ägypter, um und bahnte sich und dem kurz darauf folgenden Tross der Claudia einen Weg zu seinem Herren. Auf dem Weg fiel ihm siedendheiß ein, dass er nicht einmal nach dem Namen der Schönheit gefragt hatte und sie somit nicht vorstellen konnte. Aber dafür würde sie ja gewiss ihre Benohè haben. Überhaupt, was war denn das für ein komisches Gehabe? Naavi beschloss, nicht weiter darüber nachzudenken. Andere Familien, andere Sitten.


    "dominuff, ich bringe dir eine hohe Dame edlen Geblutf", kündigte Naavi mir also in Ermangelung eines Namens die hübsche Dame an, die er soeben samt ihres Trosses zu mir geführt hatte. "Hohe Herrin, der decemvir litibuff iucandiff Aureliuff Corvinuff." Der flamen dialis opferte gerade Falerner bester Güte, und ob der Ankündigung meines Sklaven gestattete ich es mir, meinen Blick anzuwenden vom Geschehen und ihn auf die herannahende Schönheit zu richten, die mich kurz darauf auch bereits begrüßte. Ihr vielfältiger Schmuck klirrte und strahlte in der Sonne, die Beschaffenheit des Gewands allein bezeugte bereits, dass dies keine einfache Plebejerin war. Ich neigte den Kopf und grüßte leise, da das Opfer in vollem Gange war und ich es nicht stören wollte. "Salve, edle Euphrosyne, und salve auch dir, Fabius Damian. Ich hoffe, ich kann euch von hier eine bessere und weniger einengende Sicht auf das Geschehen bieten" güßte ich. "Welchem achtbaren Hause entstammt eine so bezaubernde Dame?" fragte ich sie nach ihrem Namen.

    Spät am Tage brachte ein cursor eine Schriftrolle der besonderen Art vorbei. Sie war zwar gerollt, wie es üblich war, doch nicht nur durch ein Siegel geschlossen worden. Vielmehr räkelte sich eine Ranke leicht rötlichen Weinlaubes um den hochwertigen Papyrus. Der Bote gab die Schriftrolle persönlich beim ianitor ab und wies darauf hin, dass der Hausherr diese Einladung mit unversehrtem Blattblaub bekommen sollte. Alsbald verließ er das Haus und trug auch die weiteren Einladungen aus.



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    Vinicius Hungaricus et Tiberia Livia
    casa Vinicia in Roma
    Italia



    In wenigen Tagen ist es soweit,
    für Meditrina* ist wieder Zeit!
    Für Speis und Trank und amüsante Sachen
    und natürlich zum ausgiebig Lachen.


    Doch was wär' schon ein Lachen ganz allein?
    Deswegen wollen wir gesellig sein!
    Gen Abend seid ihr eingeladen
    im Hause Aurelia Spaß zu haben.


    So strömt denn freudig und gut gelaunt her
    - was will ein Gastgeber denn noch mehr?
    Die gens Aurelia läd also ein
    zur zwölften Stunde hier Gast zu sein!



    Sim-Off:

    *Donnerstag, den 11.10.2007


    Spät am Tage brachte ein cursor zwei Schriftrollen vorbei, eine war von besonderer Art: Sie war zwar gerollt, wie es üblich war, doch nicht nur durch ein Siegel geschlossen worden. Vielmehr räkelte sich eine Ranke leicht rötlichen Weinlaubes um den hochwertigen Papyrus. Der Bote gab die Schriftrolle persönlich beim ianitor ab und wies darauf hin, dass der Hausherr diese Einladung mit unversehrtem Blattblaub bekommen sollte. Die zwite Schriftrolle beinhaltete nurmehr einen schriftlichen Auftrag, damit auch die mündlich festgelegten Dinge ihre Richtigkeit hatten.Alsbald verließ er das Haus und trug auch die weiteren Einladungen aus.



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    Germanicus Avarus et Decima Lucilla
    casa Germanica in Roma
    Italia



    In wenigen Tagen ist es soweit,
    für Meditrina* ist wieder Zeit!
    Für Speis und Trank und amüsante Sachen
    und natürlich zum ausgiebig Lachen.


    Doch was wär' schon ein Lachen ganz allein?
    Deswegen wollen wir gesellig sein!
    Gen Abend seid ihr eingeladen
    im Hause Aurelia Spaß zu haben.


    So strömt denn freudig und gut gelaunt her
    - was will ein Gastgeber denn noch mehr?
    Die gens Aurelia läd also ein
    zur zwölften Stunde hier Gast zu sein!



    Sim-Off:

    *Donnerstag, den 11.10.2007







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    Senator Germanicus Avarus
    casa Germanica in Roma
    Italia



    Aurelius Corvinus senatoris Germanico Avaro s.d.


    Senator, wie bereits mündlich ausgemacht, bestelle ich hiermit sechshundert Laibe Brot erlesenster Güte zum Festpreis von 550 Sesterzen. Es wäre formidabel, wenn es dir möglich wäre, das Brot frisch am Morgen der Meditrinalia in die villa Aurelia zu liefern. Lasse mich wissen, falls dieser Termin nicht einzuhalten sein sollte.


    Vale.


    [Blockierte Grafik: http://img100.imageshack.us/img100/2062/siegelmacdliwx8.gif]



    ROMA, NON OCT DCCCLVII A.U.C. (7.10.2007/104 n.Chr.)


    Sim-Off:

    Ich warte auf ein WiSim-Angebot, kann auch schon jetzt gleich sein, falls dir das möglich ist bzw. wenn du es nicht ausspielen möchtest. :)


    Spät am Tage brachte ein cursor eine Schriftrolle der besonderen Art vorbei. Sie war zwar gerollt, wie es üblich war, doch nicht nur durch ein Siegel geschlossen worden. Vielmehr räkelte sich eine Ranke leicht rötlichen Weinlaubes um den hochwertigen Papyrus. Der Bote gab die Schriftrolle persönlich beim ianitor ab und wies darauf hin, dass der Hausherr diese Einladung mit unversehrtem Blattblaub bekommen sollte. Alsbald verließ er das Haus und trug auch die weiteren Einladungen aus.



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    Octavius Avitus
    Octavius Detritus
    Octavius Marsus
    casa Octavia in Roma
    Italia



    In wenigen Tagen ist es soweit,
    für Meditrina* ist wieder Zeit!
    Für Speis und Trank und amüsante Sachen
    und natürlich zum ausgiebig Lachen.


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    Deswegen wollen wir gesellig sein!
    Gen Abend seid ihr eingeladen
    im Hause Aurelia Spaß zu haben.


    So strömt denn freudig und gut gelaunt her
    - was will ein Gastgeber denn noch mehr?
    Die gens Aurelia läd also ein
    zur zwölften Stunde hier Gast zu sein!



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    *Donnerstag, den 11.10.2007


    Spät am Tage brachte ein cursor eine Schriftrolle der besonderen Art vorbei. Sie war zwar gerollt, wie es üblich war, doch nicht nur durch ein Siegel geschlossen worden. Vielmehr räkelte sich eine Ranke leicht rötlichen Weinlaubes um den hochwertigen Papyrus. Der Bote gab die Schriftrolle persönlich beim ianitor ab und wies darauf hin, dass der Hausherr diese Einladung mit unversehrtem Blattblaub bekommen sollte. Alsbald verließ er das Haus und trug auch die weiteren Einladungen aus. Es mochte der Adressatin zwar seltsam erscheinen, doch der Hausherr der villa Aurelia hatte sich entschlossen, sie auf Geheiß seiner Nichte hin einzuladen, die nahezu schwärmte von der jungen Sergierin.



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    Segia Plotina
    casa Sergia in Roma
    Italia



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    für Meditrina* ist wieder Zeit!
    Für Speis und Trank und amüsante Sachen
    und natürlich zum ausgiebig Lachen.


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    Deswegen wollen wir gesellig sein!
    Gen Abend seid ihr eingeladen
    im Hause Aurelia Spaß zu haben.


    So strömt denn freudig und gut gelaunt her
    - was will ein Gastgeber denn noch mehr?
    Die gens Aurelia läd also ein
    zur zwölften Stunde hier Gast zu sein!



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    *Donnerstag, den 11.10.2007


    Spät am Tage brachte ein cursor eine Schriftrolle der besonderen Art vorbei. Sie war zwar gerollt, wie es üblich war, doch nicht nur durch ein Siegel geschlossen worden. Vielmehr räkelte sich eine Ranke leicht rötlichen Weinlaubes um den hochwertigen Papyrus. Der Bote gab die Schriftrolle persönlich beim ianitor ab und wies darauf hin, dass der Hausherr diese Einladung mit unversehrtem Blattblaub bekommen sollte. Alsbald verließ er das Haus und trug auch die weiteren Einladungen aus.



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    Annaeus Florus et Iulia Andreia
    Annaeus Modestus
    casa Annaea in Roma
    Italia



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    *Donnerstag, den 11.10.2007


    Spät am Tage brachte ein cursor eine Schriftrolle der besonderen Art vorbei. Sie war zwar gerollt, wie es üblich war, doch nicht nur durch ein Siegel geschlossen worden. Vielmehr räkelte sich eine Ranke leicht rötlichen Weinlaubes um den hochwertigen Papyrus. Der Bote gab die Schriftrolle persönlich beim ianitor ab und wies darauf hin, dass der Hausherr diese Einladung mit unversehrtem Blattblaub bekommen sollte. Alsbald verließ er das Haus und trug auch die weiteren Einladungen aus.



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    Purgitius Macer
    casa Purgitia in Roma
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    *Donnerstag, den 11.10.2007


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    Tiberius Durus
    villa Tiberia in Roma
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    *Donnerstag, den 11.10.2007


    Spät am Tage brachte ein cursor eine Schriftrolle der besonderen Art vorbei. Sie war zwar gerollt, wie es üblich war, doch nicht nur durch ein Siegel geschlossen worden. Vielmehr räkelte sich eine Ranke leicht rötlichen Weinlaubes um den hochwertigen Papyrus. Der Bote gab die Schriftrolle persönlich beim ianitor ab und wies darauf hin, dass der Hausherr diese Einladung mit unversehrtem Blattblaub bekommen sollte. Alsbald verließ er das Haus und trug auch die weiteren Einladungen aus.



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    Decimus Meridius et Iulia Severa
    Decimua Maior
    Decimus Mattiacus
    Decima Lucilla et Germanicus Avarus
    casa Decima in Roma
    Italia



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    im Hause Aurelia Spaß zu haben.


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    - was will ein Gastgeber denn noch mehr?
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    *Donnerstag, den 11.10.2007


    Spät am Tage brachte ein cursor eine Schriftrolle der besonderen Art vorbei. Sie war zwar gerollt, wie es üblich war, doch nicht nur durch ein Siegel geschlossen worden. Vielmehr räkelte sich eine Ranke leicht rötlichen Weinlaubes um den hochwertigen Papyrus. Der Bote gab die Schriftrolle persönlich beim ianitor ab und wies darauf hin, dass der Hausherr diese Einladung mit unversehrtem Blattblaub bekommen sollte. Alsbald verließ er das Haus und trug auch die weiteren Einladungen aus.



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    Flavius Gracchus et Claudia Antonia
    Flavius Aquilius
    villa Flavia in Roma
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    So strömt denn freudig und gut gelaunt her
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    *Donnerstag, den 11.10.2007


    Spät am Tage brachte ein cursor eine Schriftrolle der besonderen Art vorbei. Sie war zwar gerollt, wie es üblich war, doch nicht nur durch ein Siegel geschlossen worden. Vielmehr räkelte sich eine Ranke leicht rötlichen Weinlaubes um den hochwertigen Papyrus. Der Bote gab die Schriftrolle persönlich beim ianitor ab und wies darauf hin, dass der Hausherr diese Einladung mit unversehrtem Blattblaub bekommen sollte. Alsbald verließ er das Haus und trug auch die weiteren Einladungen aus.



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    familia Claudia
    villa Claudia in Roma
    Italia



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    für Meditrina* ist wieder Zeit!
    Für Speis und Trank und amüsante Sachen
    und natürlich zum ausgiebig Lachen.


    Doch was wär' schon ein Lachen ganz allein?
    Deswegen wollen wir gesellig sein!
    Gen Abend seid ihr eingeladen
    im Hause Aurelia Spaß zu haben.


    So strömt denn freudig und gut gelaunt her
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    Sim-Off:

    *Donnerstag, den 11.10.2007


    "Da magst du recht haben, Senator, aber Untätigkeit ob seiner Herkunft ist nicht einmal etwas, das ich selbst billige. Wenn ein Mann etwas erreichen will, muss er schon zeigen, was er kann und warum gerade er würdig ist, einen bestimmten ordo zu erlangen oder ein politisches Amt zu bekleiden", erwiderte ich. Früher...ja, früher war das alles noch viel einfacher gewesen. :D


    "Wenn ich jetzt verneine, so nur deswegen, weil Fisch nicht unbedingt zu meiner Lieblingsspeise zählt", gestand ich schmunzelnd. "Doch wo wir gerade beim Essen und Betrieben sind, Senator, hätte ich eine Frage bezüglich deiner Großbäckerei an dich. Könntest du mir ein gutes Angebot unterbreiten für, sagen wir, fünfhundert...oder besser noch sechshundert Brotlaibe, lieferbar in drei Tagen?" fragte ich unvermittelt. Germanicus Avarus stand ohnehin auf unserer Liste der möglichen Einkaufsbetriebe, und ihm hätte ihn gleichwohl ein Schreiben zukommen lassen. Doch da ich ihn hier betroffen hatte...


    "Das ist gut", entgegnete ich auf seine Bemerkung zum Gericht hin. "Es ist mir ohnehin unverständlich, warum es diesen Zusazu gibt und welchen Sinn er eigentlich hat. Im Endeffekt bringt sich das Reich so um viele Betriebe, in denen qualifizierte Arbeiter anständige Arbeit verrichten. Und bei vielen bereits existenten Betrieben steht, wie bei dir, ein bekannter Name und ein guter Ruf hinter dem Handwerk. Est ist beklagenswert, dass ehrenwerte Männer wegen dieses unsinnigen lexzusatzes angeklagt werden. Ich wünsche dir viel Erfolg bei Gericht."

    Sim-Off:

    Ups...da ging es ja weiter!



    "Leider wird es gerade Patriziern aber stetig weiter erschwert, einen gewissen Bekanntheitsgrad in Rom zu erlangen. Unsereins wird belächelt, wenn man in der heutigen Zeit ein Amt bekleidet, in das eigentlich ein eques gehört - sofern nicht lediglich das römische Bürgerrecht die Voraussetzung ist. Ich denke an die Zeit zurück, in der ein Patrizier durchaus in der Stadtverwaltung oder in der Verwaltung generell tätig sein konnte, ohne dass man gleich das brisanteste Thema im Stadtgespräch war", gab ich zu bedenken. Natürlich konnte man immer noch Verwaltungsposten besetzen oder dem Militär auf althergebrachte Weise beitreten, doch insgeheim war ein solches Verhalten - leider! - ein Grund der Geringschätzung für viele. Das beste Beispiel hatte das Volk bei Flavius Furianus aufgezeigt, während jener praefectus annonae gewesen war. Die Zeiten waren nun einal schwierig, wenn nicht genügend 'standesgemäße' Ämter zur Verfügung standen.


    Dass Flavius Gracchus derzeit ein heißer Kandidat für ein Pontifikat war, wussten wir wohl beide. Dennoch bemerkte ich: "Soweit ich weiß, stünde bei ihm nun das Aedilat an. Warten wir einfach, was die Zeit zeigen wird. Religiosität hat noch niemandem geschadet. Und ich persönlich gehe davon aus, dass er bald in den Senat berufen wird."


    "Es wäre mir vermutlich nicht einmal aufgefallen, Senator, denn ich habe noch nie einen Schellfisch starren sehen", erwiderte ich und lachte ebenfalls und fügte hinzu: "Zumindest keinen lebenden..." Schmunzelnd fiel mir ein, dass Germanicus Avarus derzeit selbst zur Schlagzeilen sorgte. "Senator, wenn du mir die Frage gestattest... Wirst du wegen deines Architekturbetriebes in Berufung gehen?" Immerhin reichte dessen Ruf weit über die Grenzen Italiens hinaus.