Beiträge von Marcus Aurelius Corvinus

    Vielleicht sollte man dazu auch mal eine Umfrage starten. Man gewinnt ja nichts, wenn die SL die vorgeschlagenen Änderungen in Erwägung zieht, 3/4 der Spielerschaft aber eine solche Veränderung nicht begrüßen würde. Oder? ;)

    Zitat

    Original von Ioshua Hraluch
    @Corvinus: wenn jemand gar kein Interesse am politischen Spielgeschehen hat, warum sollte er dann wählen ?


    Hast recht, war missverständlich ausgedrückt. Was ich meinte:
    Man beschneidet diejenigen, die für ihre ID(s) kein politisches Ziel verfolgen.


    Zitat

    Also für mich hat der CH seit der Reform eindeutig an Attraktivität verloren. Er ist abgeschlossener, sozusagen von einer res publica hin zu einer res privata gewandelt. ;)


    Was den letzten Teil betrifft, stimme ich dir zu. Das ist eindeutig ein Verlust, auch in meinen Augen. Aber noch größer wäre der Verlust, wenn man die Wahl an sich nun auch SimOff in eine reine Senatsangelegenheit wandelt.

    Mir erschien der Octavier nicht gerade interessiert an der Sache, und sich im Vorfeld wegen etwas zu entschuldigen, war auch nicht üblich, sofern man nicht ohnehin bereits wusste, dass eine Entschuldigung früher oder später angebracht sein würde. Ich stellte den kaum angerührten Becher ab, denn in Verlegenheitsgesten zu trinken entsprach nicht meiner Art.


    "Nun, Octavius, mein Angebot habe ich dargelegt. Ich werde dich dann verlassen, in der Hoffnung, nicht umsonst hierher gekommen zu sein. Ich erwarte die baldige Antwort deines pater", sagte ich und erhob mich. Sofort lösten sich Trautwini und Brix aus dem Schatten einer Säule. "Hab Dank für das Wasser. vale, Octavius."


    Nur wenig später befand ich mich erneut im Getümmel Roms.

    Zitat

    Original von Decius Germanicus Corvus
    Die jetzige Regelung ist ein Kompromiss aus historischer Nähe und dem Willen, viele Spieler an diesen Wahlen teilhaben zu lassen. Wenn daran in dieser Form aber kaum noch Interesse besteht, und die jüngsten Wahlbeteiligungen waren in der tat sehr bescheiden, dann könnte man das Wahlrecht tatsächlich nur noch auf Senatoren-IDs beschränken.


    Das fänd ich wiederum sehr schade, nicht nur wegen der weiblichen IDs (da könnte man ja seiner männlichen ID, sofern vorhanden, die M-ID-Rechte zuteilen lassen). Auch die Spieler, die ihre Charaktere auf die Ritterlaufbahn führen wollen, nur Unfreie spielen oder gar kein Intreresse am politischen Spielgeschehen haben, werden damit ausgegrenzt.


    Zitat

    Die Senatoren würde es aufwerten, dass sehe ich auch so. Vielleicht könnte es auch dazu führen, dass der CH wieder interessanter wird.


    Interessant wird er doch auch dadurch, dass man seine Kampagne irgendwie ausspielt, sofern es diese Möglichkeit SimOn gibt. Avitus mit seinem Fest hat gezeigt, wie es geht. Man kann Senatoren aufsuchen und auch das Wohlwollen des Volkes ist mit dem jetzigen Stand der Dinge zu beinflussen. Möglichkeiten gibt es zu Hauf.


    Darüberhinaus sollte man beim Betrachten der Wahlbeteiligung nicht vergessen, dass in vielen Bundesländern gerade noch Sommerferien und damit viele Leute absent sind.

    Zitat

    Original von Aulus Octavius Avitus
    Also bei der letzten Wahl wurde Herius Claudius Menecrates mit 46.15% gewählt und hat sein Amt angetreten.


    Es gab 2 Kandidaten, ergo waren nur 33,33% nötig, und mit 46,15% hatte er die. ;)

    Sim-Off:

    Kein Problem, hab es ja nicht so eilig. :)
    Wäre gut, mir die Unterlagen nach dem Wochenende zuzusenden, wenn das ginge.



    [Blockierte Grafik: http://img70.imageshack.us/img70/2005/sklave9vv4.jpg]


    "Oh, natürlich. Ich bitte um Entschuldigung", gab Brix kleinlaut zurück. "Sieben Tage..hm... wäre es möglich, die Unterlagen in ein paar Tagen zur villa Aurelia geschickt zu bekommen? Damit er sich vorbereiten kann, meine ich. Äh, wenn das nicht möglich ist, komme ich auch noch mal vorbei und hole sie ab", beeilte er sich zu sagen. Seine germanisch akzentuierte Stimme klang wie ein rostiges Reibeisen.

    Ich denke, hier wird getrennt:
    SimOff hatte sich nur Avitus zur Wahl gestellt, SimOn ist es unrealistisch, dass der Ch derart verwaist ist. Dieses Gesetz im CodUn hätte durch NPC-Kandidaten aber einen Vorteil für Avitus bei der Wahl ergeben. Da dies aber sicher nicht Sinn der Sache ist, hätte er also 50% haben müssen.
    So verstehe ich das zumindest.

    Zusammen mit einigen Mitgliedern meiner Familie war ich am heutigen Morgen zum forum romanum gekommen. Einige Klienten der Familie hatten sich ebenfalls bereits hier eingefunden, denn nach einem für mich überraschend guten Wahlergebnis sollten heute die Ämter verkündet werden, über welche der Senat intern abgestimmt und sie den Kandidaten zugeteilt hatte. Nach der Ernennung der tresviri capitales wurden meinn Amtskollegen ernannt, darunter Sentius Caldus, nicht unbedingt ein guter Bekannter, und Lucretius Menas, ein Freund der Familie. Danach las der verbliebene consul meinen Namen, und ich trat nach vorn, hob eine Hand und legte den Amtseid ab.


    Ich danke dem Senat für das Vertrauen, das er mir mit diesem Wahlergebnis entgegen bringt.*


    ego, Marcus Aurelius Corvinus, hac re ipsa decus Imperii Romani me defensurum, et semper pro populo senatuque imperatoreque Imperii Romani actum esse sollemniter iuro.


    ego, Marcus Aurelius Corvinus, officio decemvir litibus iucandis Imperio Romani accepto, deos deasque imperatoremque Romae in omnibus meae vitae publicae temporibus me culturum, et virtutes Romanas publica privataque vita me persecuturum esse iuro.


    ego, Marcus Aurelius Corvinus, religioni Romanae me fauturum et eam defensurum, et numquam contra eius statum publicum me acturum esse, ne quid deterimenti capiat iuro.


    ego, Marcus Aurelius Corvinus, officiis muneris decemvir litibus iuacandis me quam optime functurum esse praeterea iuro.


    meo civis Imperii Romani honore, coram deis deabusque populi Romani, et voluntate favoreque eorum, ego munus decemvir litibus iucandis uns cum iuribus, privilegiis, muneribus et officiis comitantibus accipio.


    Nachdem ich dies gesagt hatte, nickte ich dem consul dankend zu und gesellte mich wieder zu den anderen, denn die Ernennungen waren noch lange nicht durch. Es folgten sieben weitere decemviri, und danach kamen die quaestores an die Reihe.


    Sim-Off:

    *natürlich auch den anderen Usern :)

    "Appius, eine fabelhafte Idee, wirklich", lobte ich meinen Vetter für seinen Vorschlag, die Thermen gleich am Tag nach der Wahl zu besuchen. Während die Senatoren sich wohl darüber beratschlagen würden, welches Amt man mir zuteilen würde, konnte ich es mir vor dem Amtsantritt noch einmal im warmen Wasser gut gehen lassen. Ich legte die tunica auf einen Schemel und streckte mich. Die Zeit in Germanien hatte mich zumindest etwas gestählt, doch die Reise nach Hause war auch nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Verstohlen musterte ich den Körper meines Vetters und verglich ihn mit meinem eigenen, während er sich auszog.


    "Und du bist dir wirklich sicher, dass du gegen mich ringen willst?" fragte ich absichtlich in leicht spöttischem Tonfall. "Ich meine - noch hast du die Möglichkeit, dich unverletzt aus der Affäre zu ziehen..." Ich grinste schadenfroh und ließ die Knöchel knacken. Dabei war es bei weitem nicht so, dass der Sieger des Ringkampfes von vorn herein durch Kraft oder Körpermasse entschieden werden würde - ich befand, dass Cotta und ich von der Statur etwa gleich bevor- oder benachteilt waren. Der Sklave, der uns am Eingang zugeteilt worden war, trug unsere Handtücher und hielt dauerhaft demütig den Blick gesenkt, während er auf den Startschuss wartete.



    Sim-Off:

    reserviert 8)

    Ich nahm den Becher entgegen, den der Octavier mir reichte, und nippte daran. Von dem Sturkopf des Detritus hatte ich bereits gehört, doch war Sturheit bisweilen auch keine schlechte Eigentschaft. Dennoch hoffte ich, dass der quaestor in dieser Angelegenheit weitsichtig entscheiden würde. "Ciceros Tod war nicht tragisch. Ich wage zu behaupten, dass Kaiserverrätern nichts anderes gebührt als der Tod.... Aber: ein iudex sollte so lange an die Unschuld eines Menschen glauben, bis die Schuld erwiesen ist", erwiderte ich schmunzelnd. Dennoch hieß ich nicht gut, was er da für einen Mist fabriziert hatte.


    "Das Verfahren an sich ist gewiss auch nicht unnütz, doch wenn man die potentielle Strafe - die lediglich eine Geldstrafe sein wird - betrachtet, so kann man mit einer außengerichtlichen Einigung die Nerven aller Beteiligten schonen und eine Menge Zeit sparen, und dies ist der Grund, aus dem ich hergekommen bin. Die eigentlichen Machenschaften meines Onkels waren seine und nicht die meinen. Eigentlich könnte mir sogar gleich sein, was er zu Lebzeiten versäumt hat, doch da man in negativen Belangen so gut wie niemals von Einzelpersonen, sondern vielmehr von der ganzen Sippschaft spricht, ist es mir ein Anliegen, diesen letzten 'Nachlass' des Cicero auf legalem Wege und schnell zu bereinigen."


    Ich trank einen Schluck. "Wird dein Vater also recht bald an mich herantreten? Das wäre sehr zu begrüßen."

    Deandras Trübsal war mir nicht entgangen, dennoch war diese Ablieferung zu Hause unvermeidbar. Sicherlich hätte ich sie gern in meiner Nähe gewusst, doch gerade bei der Vorbereitung zur Wahl und zumindest in der ersten Zeit einer potentiellen Amtsausübung würde es gar nicht so schlecht sein, wenn ich etwas Ruhe und Zeit für mich selbst hatte und nicht die personifizierte Ablenkung im Haus herumschwirrte. Nicht zuletzt würde der Abstand ihr selbst sicherlich auch gut tun, so dachte ich zumindest, nach dieser letzten großen Hürde.


    So kam es, dass ich der räumlichen Trennung gar nicht so negativ gegenüberstand wie Deandra. Für mich war das keine unmöglich zu überstehende Zeit und auch nicht der Anfang vom Ende, sondern lediglich eine andere Situation - eine, die jener ähnelte, die nach Deandras Umzug in die villa Claudia gegeben gewesen war. Wenn Deandra nicht mehr bei mir wohnte, würde ich außerdem auch nicht Gefahr laufen, sie während der Wahlvorbereitung und der ersten Zeit im neuen Amt zu vernachlässigen. Wie sich alles entwickeln würde, müsste man dann sehen. Immerhin gab es nun viel mehr Personen, um die ich mich zu kümmern hatte oder mit denen ich mich beschäftigen wollte. Nicht mehr nur sie, Prisca und Helena, sondern zusätzlich noch Cotta, Lupus und natürlich die kleine Sisenna. Ob ich zum Vaterdasein geboren war, wusste ich allerdings noch nicht.


    "Milch mit Honig, hm. Nein, darauf habe ich nun keinen Appetit. Heute Abend vielleicht", entgegnete ich und zuckte mit den Schultern. Am Arm führte ich Deandra ins Peristyl, in den Säulengang des Hauses. Blumenduft und eine angenehme Brise wehte uns entgegen. Deandras Worte ließen mich aufhorchen. Ich geleitete sie zu einer entfernteren Säule und bleib stehen, um mich umzuwenden und ihr die Hand an die Wange zu legen. "Nicht doch, Aglaia mea. Wir haben doch ein Ziel vor Augen", sagte ich und küsste sie auf die Wange. "Nicht vergessen. Und die Villen stehen ja auch keine Tagesreisen auseinander, wir können uns doch besuchen."


    Als ich Schritte hörte, wandte ich den Kopf. Hatte endlich mal ein Sklave den Hausherren benachrichtigt?

    Irgendwie schaffte es Lupus, mich und die anderen ins triclinium zu geleiten, ohne dass ich es richtig registrierte. Mürrisch hörte ich Cottas älterem Bruder zu und sah mich dabei im triclinium um. Die alten Vorhänge waren durch neue ersetzt wurden, hier und dort war eine andere Anordnung der Dekorationsgegenstände vorzufinden und an der Südseite prangte inzwischen nicht mehr die auf die Wand gemalte triereme, sondern ein recht detailliertes Bildnis mit Zypressen und dem Abbild der Ceres. Allmählich fühlte ich mich doch am Ende der Reise angelangt, ich seufzte tief.


    Lupus' Erzählungen schwangen recht zügig an mir vorbei und während ein Sklave den Frauen Sessel heranschleppte, ließ ich mich bereits auf eine Liege sinken und stützte die Ellbogen auf die Oberschenkel und das Kinn auf die Hände auf. Lupus' Hang zur Kynetik ging mir bereits jetzt auf den Geist, und dass ich ihn nicht beim Sprechen unterbrach, war nur Deandras Blick zu verdanken, den ich eben aufgefangen hatte. Stumm musterte ich sie, während Lupus weitersprach, und mir kamen Gedanken in den Sinn, die ganz gewiss nichts mit Kynetik zu schaffen hatten, doch da forderte uns Lupus auf, bei irgendeinem Blödsinn mitzumachen. Ich richtete mich auf und sah zu Cotta. Wie lang mochte Lupus schon hier wohnen, wie lange hatte mein armer Vetter es nun schon mit diesem Unsinn aushalten müssen? Ich machte eine wegwerfende wie resignierend wirkende Geste zu Lupus hin. "Lucius, tu mir einen Gefallen und verschone uns mit diesem Quatsch. Bestell dir lieber einen ordentlichen Barbier oder schicke nach Naavi und Saba, damit sie dich von dem ganzen Haar befreien", grummelte ich, nun schon wieder etwas versöhnlicher.

    Ich schmunzelte. "Nun, ich muss zugeben, dass es mir lieber wäre, du seist sein Mund. Ich bin hierher gekommen, um eine außergerichtliche Einigung vorzuschlagen, und zwar die Gerichtssache meinen Onkel betreffend, Aurelius Cicero. Er verstarb kürzlich. Beim Fortführen der Verhandlung vor Gericht würde ohnehin lediglich nur eine Geldstrafe fällig werden. Ich biete Detritus die Begleichung seiner notwendigen Auslagen für die Anzeige an, diese kann aus dem Nachlass des Cicerogezahlt werden. Auf diese Weise würde sich den Vater unnötig verplemperte Zeit vor Gericht sparen, ich tu ihm mit diesem Vorschllag also einen Gefallen." Was die reine Wahrheit war.


    "Im Zuge dieses Einigungsangebots rate ich auch, das frische Bündnis zwischen meiner und eurer Familie zu berücksichtigen." Ich betrachtete den Mann, den ich nur als "Sohn des Detritus" kannte, da er mir seinen Namen nicht genannt hatte. Mir fiel wieder dieser unfreundliche ianitor ein. "Diese ganze Sache ist bedauerlich. Cicero hat sich scheinbar nicht viel um Gesetze geschert, denn sonst hätte er sich den Schuster, um den es geht, gar nicht erst überschreiben lassen. Ungeheuerlich, als comes, aber nun ja. Es ist nicht mehr zu ändern, er ist tot." Was angesichts der Umstände seines Todes sogar zu begrüßen war.

    Nur wenige Minuten, nachdem ich mich gesetzt hatte, kam jemand. Allerdings nicht derjenige, den ich eigentlich hatte sprechen wollen. Ein etwas missmutiger Ausdruck zeichnete sich kurz auf meinem Gesicht ab und wurde dann durch neutral gehaltene Aufgeschlossenheit ersetzt - wer immer das war, er hatte mit Sicherheit keine Entscheidungsbefignis, was den Cicero-Fall anbelangte. Ich hob die Hand zum Gruße. "Salve. Ja, Aurelius Corvinus", stellte ich mich nochmals vor und nickte dem Mann mir gegenüber zu. "Detritus ist den Vater? Nun, dann nehme ich an, dass du ahnst, warum ich hier bin?" fragte ich. Der Dicke hatte ja vielleicht meine Worte auch schon entrichtet.

    Dem Dicken Sklaven war ich ins atrium gefolgt, dabei hatte ich mich leicht desinteressiert umgeschaut, immerhin kannte ich die Statuen und Büsten hier bereits vom Fest, dem ich vor wenigen Tagen beigewohnt hatte. Auf einer Sitzbank nahe des Wasserbeckens setzte ich mich nieder, während meine beiden Sklaven sich dezent im Hintergrund hielten und warteten.

    Kopfschüttelnd folgte ich dem Dicken, flankiert von meinen beiden Sklaven. Den fallenden und gefallenen Schweißtropfen wich ich nach Möglichkeit aus. Auf das folgende Gespräch war ich nun sehr gespannt...

    Ich war stehen geblieben, als der Sinneswandel über die Lippen des Dicken kam. Skeptisch blickte ich zur Tür zurück und entschloss mich dann, nicht voreilig zu gehen und vorerst die sich mir bietende Szenerie zu betrachten. Wie konnte man einen so fülligen Mann als Türhüter einsetzen? Das fragte ich mich gerade, als Brix, die gute Seele, zugreifen wollte, da der Mann gestürzt war. Ich ließ ihn gewähren. Zusammen mit den octavischen Sklaven halfen Trautwini und Brix dem Dicken auf die Beine. Kaum stand er, da sprach ich: "Dann bring mich zu ihm."

    Brix musterte den dicken ianitor in der gleichen Manier wie ich. Als der Dicke sich dann anschickte, die Tür zu schließen, deutete ich Brix, dies noch kurz zu verhindern, und dem Germanen war es ein leichtes, die Tür offen zu halten. "Ich wünsche, dass du deinem, nun, kranken Herren folgende Worte ausrichtest", sagte ich laut und deutlich. "Sein Verwandter, Octavius Avitus, schloss ein Bündnis mit mir, welches sich auf alle Aurelier wie Octavier gleichermaßen erstreckt. Dein Herr möge sich bei mir melden oder mich empfangen, es geht um ein Gerichtsverfahren, dessen Grund ihm nur zu bekannt sein wird. Ich erwarte im Zuge dieses Bündnisses entweder sofort eine Antwort oder eine Rückmeldung in dieser Sache bis zur Dunkelheit am heutigen Tag."


    Dass ich dieses Verhalten unmöglich fand und dass das ohnehin schon wacklige Bündnis hinfällig wäre, wenn man mich nicht empfing und mir stichhaltige Gründe darlegte, welche eine Wiederaufnahme des Verfahrens gegen den toten Aurelier sinnvoll begründeten - das erwähnte ich nicht, denn beide Dinge sollten klar sein. Ich wandte mich ab, Brix und Trautwini kamen mit mir. Einem Patrizier, und nach dazu einem, mit dem man sich zwei Tage zuvor verbündet hatte, die Tür praktisch vor der Nase zu schließen, war eine Unverschämtheit sondergleichen.

    Nach meinem Besuch bei Albinus stattete ich auch dem domus der Octavier einen besuch ab. Weit war es nicht von der curia hierher, und so war ich zu Fuß gegangen. Flankiert von Brix und Trautwini stand ich nun vor der porta und ließ Brix klopfen.


    "Salve", sagte er, als geöffnet wurde. "Mein dominus, Aurelius Corvinus, wünscht den quaestor Octavius Detritus zu sprechen."