Beiträge von Marcus Aurelius Corvinus

    Zitat

    Wenn Corvinus sich nun entscheidet, einige Zeit beim Militär zu verbringen, ehe er irgendwann in den cursus honorum einsteigt, und nicht gerade unstandesgemäß als probatus anfangen möchte, dann muss er sich an den Kaiser persönlich wenden, ist das korrekt?


    Welche standesgemäßen Möglichkeiten gäbe es denn noch für einen Patrizier im ordo senatorius? Ich bin da bedauerlicherweise nicht so im Bilde.

    Mein Sklave Cymry taucht nicht in meinem Control Panel auf und wird auch nicht unter den Sklaven der gens Aurelia aufgelistet. Ich würde ihn ohnehin gern an Matinius Fuscus überschreiben, da er aber nicht auftaucht... Ist das mein Fehler oder liegt es an der Software?

    "Du kannst ihn gleich mitnehmen. Ich vertraue darauf, dass du mich als Mann, der das Amt eines quaestors inne hat, nicht vergessen wirst. Wäre es dir recht, wenn ich die Papiere später deinem Boten mitgebe, wenn er das Geld bringt? Ich denke, dass ich das bis dahin erledigt haben werde."


    Sim-Off:

    Ist angekommen, vielen Dank. Du müsstest Cymry jetzt glaube zu deinen Untergebenen zufügen können, wenn ich das richtig sehe. :)

    "Zu dem geplanten Essen?" wiederholte ich und sah Deandras Sklaven fragend an. Ich wusste nichts von irgendeinem Essen, daher war mir das sonderbatr.
    "Also gehe ich recht in der Annahme, dass Deandra mich zu einer cena einläd. In die villa Claudia. Und ich habe eine Stunde Zeit, um mich dort einzufinden. Ist das korrekt?" fragte ich in brüsk. Sehr sonderbar, das Ganze.

    "Hast du ihnen die Auskunft erteilt? Ich denke, es geht hierbei um einen Bericht für die Akten. Tja, Straßenfest... Ich habe da noch keine konkreten Vorstellungen gehabt muss ich zugeben. Aber was den Tempel betrifft, so kann ich dir schon einige Fakten nennen. Er soll dem iuppiter geweiht und von der legio gebaut werden. Ich habe diesbezüglich morgen einen Termin mit dem praefectus castrorum der prima. Die Finanzierung werde ich selbst übernehmen, als privater Spender. Ich habe auch bereits vier Architekten angeschrieben, damit sie mir ein Angebot machen können."

    Unzählige Ecken und Flure später kam der scriba mit dem legatus der prima im Schlepptau schließlich vor dem officium des duumvir an. Er bedeutete dem Decimus, sich noch einen Moment zu gedulden, klopfte an und schlüpfte in das Büro. Kaum später kam er zurück und ließ die Tür einladend offen stehen.
    "Der duumvir wird dich jetzt empfangen", sagte er und verschwand.


    ---


    Ich war zugegebenermaßen erstaunt, dass mich der Kommandeur der prima aufsuchte, aber zugleich freute ich mich über sein Kommen, denn es galt in gewisser Weise als Angebot der Zusammenarbeit. Dessen war ich mir schon bewusst, ehe der legatus sprach. Ich hatte mich erhoben und kam nun um den Schreibtisch herum, um ihn zu begrüßen.


    "Sei gegrüßt, Senator. Darf ich dir etwas anbieten, Falerner oder guten iberischen Wein vielleicht?"

    Vielleicht weiß auch jemand etwas zu meiner Frage, die irgendwie in den Hintergrund gerückt ist. ;)


    Zitat

    Original von Marcus Aurelius Corvinus
    Salve,


    ich hätte dazu nun auch noch mal eine Frage.
    Wenn Corvinus sich nun entscheidet, einige Zeit beim Militär zu verbringen, ehe er irgendwann in den cursus honorum einsteigt, und nicht gerade unstandesgemäß als probatus anfangen möchte, dann muss er sich an den Kaiser persönlich wenden, ist das korrekt? Immerhin gibt es nicht viele senatorische Posten, und meines Wissens kann nur der Kaiser tribuni ernennen, stimmt das?

    Besonders. Was war schon besonders? Besonders waren Kleinigkeiten, wie ein ernst gemeintes Lächeln einer lieben Person, ein Charakterzug, der bei einem Menschen stärker ausgeprägt war als andere. Waren Menschen besonders? Konnte ein Mensch mit seinem ganzen Sein etwas Besonderes sein? Ich sah Deandra zweifelnd an, sie sah auf eine Art und Weise zurück die ich nicht zu deuten vermochte. Auch als sie bereits wegsah, blickte ich noch in ihr Gesicht. Meine Schwester, sagte ich mir. Das war sie gewesen und auf eine profane Art und Weise war sie es noch immer. Ich musste mich erst daran gewöhnen, dass sie es rechtlich gesehen eben nicht mehr war. Aber es war trotzdem nicht akzeptabel, was ich hier in diesem Moment empfand. Das war nicht die Liebe zu einer verlorenen Schwester, nur was es war, das konnte ich beim besten Willen nicht sagen. Es war seltsam. Das war aber auch schon alles, was ich wusste.


    Die Hand bereits beim Öffnen der Tür, sah sie mich noch einmal an.
    "Ja", antwortete ich zerstreut auf ihre Verabschiedung. Ziemlich einfallslos, aber mein Kopf war in jenem Moment einfach zu voll, zu viele Gedanken wirbelten darin durcheinander, ohne dass ich einen fassen konnte. Ich räusperte mich, einerseits, um mich zu fassen, andererseits, um zumindest irgendetwas zu tun als nur herumzustehen und Deandra nachzublicken. Bald fiel die Tür ins Schloss. Ich starrte sie noch einen Moment an, bis sich ihre Schritte und die des Sklaven entfernten, dann wandte ich mich um und setzte mich an den Schreibtisch, auf dem noch die erotischen Bilder von vorhin lagen. Ich griff nach der Feder und drehte sie gedankenverloren auf dem Kiel hin und her, den Blick dabei auf den Allerwertesten einer der Damen auf den Bildern gerichtet und zugleich nichts erblickend. Ich dachte an Deandra und Aquilius und fragte mich, ob ich vielleicht wirklich nicht ganz bei Sinnen war.

    Wenn deine ID den ordo senatorius inne hat, dann darf sie trotzdem nicht im Senat sitzen und mitreden. Sie ist dann lediglich in eben diesem ordo, mit dem dir meines Wissens nach die Tribunenplätze im Militär und alle anderen offen stehen, bei denen als erforderlicher ordo derordo senatorius angegeben ist. Man kann als Senator oder "Mitglied" im ordo senatorius sicherlich auch in niedrigeren Posten eingesetzt werden. Nur höher geht eben nicht, wenn du beispielsweise eques bist.

    Zitat

    Original von Camillus Matinius Plautius
    ...


    Sim-Off:

    Was ne Schlamperei bei der Legion. :D Schon okay, ich saß tatsächlich verwirrt davor. ;)


    "Ein Angebot eines Architekten Germanicus? Hm. Davon ist mir nichts bekannt. Vielleicht hat ein scriba vergessen, diesen Brief bei mir abzugeben. Oder mein Kollege hat ihn, das kann auch sein. Nichtsdestotrotz habe ich aber schon jemanden, der die Begrünung und das Leben von Mosaiken vornimmt. Bei 4 Millionen Sesterzen hätte es mich allerdings auch gewundert, wenn keine goldenen Pflastersteine und kostenlose Massagen für die halbe Legion im Preis inbegriffen wären. Meine Güte, manche Leute bekommen nie genug. Wer ist denn so verrückt und gibt vier Millionen Sesterzen für ein paar Blumen und Grünzeug aus?"


    Ich schüttelte den Kopf, das war schier unmöglich für mich. Abgesehen davon, dass die Stadt Mantua kaum über so viel Geld verfügte und man mich vermutöich lynchen würde, wenn ich auch nur ein Achtel der genannten Summe für die Begrünung eines theatrums ausgab.


    "Hm. Ja, es ist demnächst eine Aufführung geplant. Derzeit beraten wir noch über einen Termin, da wir beabsichtigen, die Theatergruppe aus Mogontiacum ein Spiel aufführen zu lassen, sozusagen als Einweihungsveranstaltung, mit Verköstigung und so weiter. Was den Bau des Tempels angeht: Es wird ein Tempel sein, der iuppiter geweiht werden wird. Eine Anfrage bezüglich der Kosten, Grundriss und Dauer der Baustelle ging vor ein paar Tagen per Post an einen Architekten aus Rom. Du kannst davon ausgehen, dass der Tempel nicht viel größer werden wird als das capitolinium, was sich bereits in Mantua befindet. Ich wollte vorab nur erst einmal anfragen, ob die Legion in diesem Jahr vielleicht schon anderweitige Bauaufträge bekommen hat, damit auch wir planen können. Sobald ich weitere Informationen habe, würde ich dir einen erneuten Besuch abstatten."

    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI


    ENTBINDE ICH


    MIT WIRKUNG VOM
    ANTE DIEM XVI KAL FEB DCCCLVII A.U.C. (17.1.2007/104 n.Chr.)


    TIBERIUS LUPUS


    VON SEINEN PFLICHTEN ALS
    OPTIO VIGILUM
    DER STADT
    MANTUA.


    Marcus Aurelius Corvinus

    Salve,


    ich hätte dazu nun auch noch mal eine Frage.
    Wenn Corvinus sich nun entscheidet, einige Zeit beim Militär zu verbringen, ehe er irgendwann in den cursus honorum einsteigt, und nicht gerade unstandesgemäß als probatus anfangen möchte, dann muss er sich an den Kaiser persönlich wenden, ist das korrekt? Immerhin gibt es nicht viele senatorische Posten, und meines Wissens kann nur der Kaiser tribuni ernennen, stimmt das?

    Zitat

    Original von Manius Matinius Fuscus
    "Mhm," machte er. "Ich war mir sicher Cymry sei ein keltischer Name, wie auch die Gegend, von der der Händler sprach keltischen Ursprunges entspricht. Aber wie auch immer, Barbar bleibt Barbar." Er zuckte leicht die Schultern udn nickte dann bestätigend. "Ja, als Leibwächter ist er sicher gut vorstellbar. Ich verstehe auch nicht so ganz die Faszination meiner Nichte für diese Art des "Exotischen", aber wenn sie damit glücklich wird und er auch noch seinen Zweck erfüllen kann, soll es mir schon recht sein."


    Ich lachte. Barbar bleibt Barbar, das war eine treffende Aussage.
    "Also möchtest du ihn für deine Nichte erwerben? Hm, wie könnte ich eine Bitte im Auftrag einer Frau abschlagen", witzelte ich und trank etwas von meinem Wein.
    "Sagen wir also, eintausendfünfhundert Sesterzen und der Sklave ist dein?" fragte ich den quaestor.


    Sim-Off:

    Ich hatte 1501 bezahlt. ;)

    Der scriba nickte eifrig.
    "Ja, die haben sicher Zeit. Ich war gerade auf dem Weg zu Aurelius Corvinus, also kannst du mich gern begleiten, dann frage ich dich, ob er etwas Zeit erübrigen kann. Aber unter uns gesagt, die duumviri haben sowieso fast immer Zeit", schnuddelte der hagere, schmächtige Mann, während er in gewohnt gesprächiger Manier durch den Korridor auf Aurelius' officium zu ging.


    "Welchs Anliegen soll ich dem duumvir vortragen? und: wünschst du beide zu sprechen oder reicht dir einer der Stadtvertreter?"

    Ich fühlte mich schlecht. Das zumindest war es, was ich wenigstens eindeutig sagen konnte. Der Rest war zu vermischt, zu verschwommen und undurchsichtig, als dass ich es hätte klar einer bestimmten Empfindung zuordnen können. Ich stand zwar direkt vor Deandra und hatte meine Hände an ihre Wangen gelegt, aber zugleich war ich auch gar nicht anwesend. Da war etwas, das ich ergründen musste. Etwas, das sich mir nicht freiwillig offenbaren wollte, aber schon immer in mir geschlummert hatte, auch wenn ich es nur erahnen, aber niemals wahrhaben konnte. Ich ließ von Deandras Wangen ab und schloss sie stattdessen einfach in die Arme. Das tat ich aus zweierlei Gründen. Zum einen wollte ich ihr einfach nur eine Art solider Geborgenheit schenken, zum anderen wollte ich stumm hier stehen bleiben und nichts sagen müssen, obwohl ich ihre Frage sehr wohl vernommen hatte. Sie hallte tief in mir wider, als sei ich ein aus Marmor erbauter Tempel. Deandras Hinterkopf mit einer Hand haltend, sie mit der anderen über Schulter und Rücken hinweg umarmend und beruhigend streichelnd, stand ich vor der Tür zu meinem cubiculum und starrte die Tür an. Warum fragte sie mich das? Wieso stellte sie mir eine Frage, auf die ich keine Antwort wusste?


    Der Duft ihres Haares stieg in meine Nase, wie ich so dastand und nichts antworten konnte. Wir hatten doch als Kinder den Sklaven in der Küche Streiche gespielt. Wie oft hatten wir im Garten unter der alten Zeder gelegen und alberne Spiele gespielt, uns vorgestellt, wir wären das Kaiserpaar und hätten das imperium zu verwalten? Wir waren aufgewachsen wie Geschwister und hatten niemals anders empfunden, warum sollte sich das nun ändern, nur weil Deandra den Weg gewählt hatte, der sie näher an Sophus brachte? Nein, das durfte nicht sein, es war schlichtweg unmöglich. Mit mir stimmte etwas nicht. Ich brauchte Ruhe. Vielleicht sollte ich nach Ostia reisen und ein paar Tage am Strand verbingen, damit die salzige Brise meinen Kopf wieder klar machte und ich Abstand gewinnen konnte. Ich war verletzt und enttäuscht. Womöglich konnte ich meine Empfindungen nicht richtig deuten und mein Unterbewusstsein redete mir Dinge ein, die einfach nicht stimmen konnten.


    Ich seufzte tief. Jeder Atemzug trug mir erneut den Duft ihres Haares und den des wohlriechenden Körperöls zu, das sie verwendet hatte und das nun ihre samtene Haut auf eine geschmeidige Art benetzte. Herrje, es war Deandra, keines der Mädchen, die ich ab und an für eine Nacht hier zu Gast hatte! Ich starrte die Tür an, die Maßerungen, die im Holz der Zeder zu erkennen waren. Und es stand immer noch die Frage im Raum, zu der ich keine Antwort gewusst hatte.


    "Es gibt ihn aber. Und daran solltest du jetzt denken, Deandra", sagte ich zur Tür, hinter der Assindius verborgen stand. Ich schloss die Augen und atmete ein letztes Mal ihren Duft ein, dann ließ ich sie los und trat einen Schritt zurück, unsicher dreinblickend. Wenn sie doch nur ging... Dieser Tag war kein guter Tag. Es hatte mit dem vergeudeten Brief angefangen und würde darin enden, dass ich mir eine zweite Karaffe Wein bringen ließ, um die unsittlichen Gedanken darin zu ertränken.