Leone führte einen weiteren Mann herein, und mein nomenclator flüsterte mir ein, dass es sich hierbei um jenen handelte, der mich in Sachen Acta sprechen wollte. Ich musterte den Fremden interessiert und wimmelte meinen letzten Klienten freundlich und mit einem letzten guten Rat in seiner Sache ab. Dann, als er sein sportula erhalten hatte und gegangen war, erhob ich mich aus dem Stuhl und ging auf den Fremden zu. "Salve. Ich habe gehört, du wolltest mich in Bezug auf die Staatszeitung sprechen?" grüßte ich den Mann. Ich verzichtete darauf, mich vorzustellen, denn ich ging davon aus, dass ihm mein Name bekannt war.
Beiträge von Marcus Aurelius Corvinus
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Passend dazu: Kitty Surprise....
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So gesehen war auch die subura ein Kerngebiet der Stadt, wenn auch keines, das man einem jungen und engagierten mann zur politischen Kontaktaufnahme empfehlen konnte. Ich nickte also nur und betrachtete dann kurz die Sklavin, die soeben Vala einen gefüllten Teller reichte und sich dann daran machte, meinen eigenen zu füllen.
"Das erklärt einiges", kommentierte ich seine Bemerkung zur Inspektionsreise. "Dann werde ich wohl noch eine Weile warten müssen." Ich nahm meinen Teller entgegen und begann mit einem in Soße getauchten Stück Brot. "Lass es dir schmecken." Ich jedenfalls ließ es mir schmecken. "Du hast in deinem Brief von einem Anliegen geschrieben?" fragte ich dann recht direkt und sehr interessiert, während ein Sklave beiden Wein nachschenkte. Irgendwo im Haus waren Schritte zu hören, die zunächst lauter wurden und dann wieder verklangen. Vermutlich war soeben jemand nach Hause gekommen.
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Guten Morgen,
das klingt doch interessant!
Einen kleinen Haken gibt es allerdings: In Germanien gibt es zwar ein Landhaus, das aber während der letzten SimOn-Jahre nicht bewohnt war. Einen "germanischen Familienzweig" gibt es daher nicht, weshalb du die Hintergrundgeschichte anpassen müsstest. Da sehe ich aber keine großen Probleme.Ich sage erstmal: Willkommen in der Familie. Sobald du freigeschaltet bist, sollten wir alles weitere (Stammbaum, Hintergrund etc.) per PN besprechen.
Grüße
Corvi -
Zitat
Original von Aurelia Laevina
Doch als ich mein Siegel daneben setzen wollte, fiel mir siedend heiß auf, dass ich den Ring nicht bei mir trug. Hatte Hektor den noch? Oder hatte ich ihn nur heute vergessen? Ich blickte entsetzt zu Corvinus, nur der konnte mir jetzt helfen. "Könntest Du das für mich siegeln?" , fragte ich leise. Mir war nur allzu bewusst, dass alle Augen auf mich gerichtet waren und dass auch meine leise Bitte nicht allen entgangen sein dürfte... aber doch hoffentlich den meisten???Nun ging es an den Ehevertrag. Ich betrachtete zuerst Durus, dann Laevina dabei, wie sie den Vertrag unterschrieben. Doch plötzlich stockte Laevina und wandte sich mit geweiteten Augen mir zu. Hatte sie womöglich einen fehlerhaften Passus im Text gefunden? Fragen hob ich eine Braue und sah sie an, als sie auch schon leise ihr Malheur kund tat. Ein kurzes Schmunzeln breitete sich auf meinen Zügen aus, dann jedoch warf ich einen Blick auf ihre Hände und stellte fest, dass sie ihren Ring tatsächlich nicht trug. Gern half ich ihr aus und siegelte das Dokument für sie. Dann griff ich als tutor nach dem Federkiel, las ein zweites Mal sorgfältig das Dokument und setzte meine eigene Unterschrift ebenfalls unter den Vertrag. Was nun folgte, war die Aufgabe der pronuba.
~ PACTUM NUPTIALIUM ~
Wir, Manius Tiberius Sohn des Manius Durus, Consul der Stadt Rom, Senator und Pontifex pro Magistro, und Aurelia Laevina, Tochter des Marcus Aurelius Lyso, schließen hiermit öffentlich und entsprechend den Mores Maiorum unsere Ehe nach dem Gesetze.
Wir legen hiermit fest, dass diese Ehe sine manu sein soll, sodass Aurelia Laevina in der Gens Aurelia verbleibt und ihre Dos im Falle einer Scheidung zurückerhalten soll. Diese Dos beläuft sich auf eineinviertel Salti Ackerland mitsamt dem darauf stehenden Gehöft und allen darauf befindlichen Gebäuden, südlich von Mantua, zwischen dem Grund des Marcus Aurelius Corvinus und dem Anwesen des Validius Tusca.
Wir legen hiermit fest, dass Aurelia Laevina im Falle des Todes ihres Gatten von diesem ihre Dos zurückerhalten soll, dazu ein Geschenk von MM Sesterzen.
Wir legen hiermit fest, dass im Falle einer Scheidung wegen Untreue der Ehefrau diese ihrem Gatten zur Auslösung der Dos M Sesterzen zu geben hat.
[Blockierte Grafik: http://img522.imageshack.us/img522/7630/siegelmtdalleindv5.png] [Blockierte Grafik: http://img504.imageshack.us/img504/8783/unterschriftmtdrk3.png]
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[Blockierte Grafik: http://img13.imageshack.us/img13/9350/laevina.gif]cum approbatini tutoris
[Blockierte Grafik: http://img382.imageshack.us/img382/2755/macunterschriftmn6.png]ANTE DIEM XV KAL DEC DCCCLIX A.U.C. (17.11.2009/106 n.Chr.)
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Oink-bedingt werd ich vermutlich in der nächsten Woche weniger posten. Ich bemüh mich, keinen zu lange warten zu lassen. PNs schau ich mir täglich an.
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Salve Narcissa,
ehe ich mich zu deinem Aufnahmegesuch äußere, möchte ich etwas über deine Vorstellungen bezüglich des Spiels erfahren.
Wer soll deine ID sein, wie soll sie sein? Welche Erwartungen hast du vom Spiel und welche Anforderungen stellst du, welchen Werdegang strebst du an? Als Patriziergens versuchen wir, uns recht genau an historisch belegte Normen und überlieferte Gegebenheiten zu halten, was das (dem Stand angemessene) Tätigkeitsfeld doch recht einschränkt. Der Spielspaß zählt meiner Meinung nach allerdings mindestens genausoviel - die aktiven Aurelier schreiben gern und viel.Hast du einfach "irgeneine" Familie ausgewählt oder bewusst eine patrizische?
Grüße
MAC -
Zitat
Original von Tiberia Septima
Du bist ein Schatzi.
Lass das nicht den Ursus und meine Frau sehen, die drehen mich gemeinschaftlich durch die Mangel...
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Wieder Platz.
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"Dann kennst du diesen Flavius also nicht näher?" hakte ich nach. Irgendwie musste ich mir Informationen über ihn beschaffen, denn wie sollte ich sonst beurteilen, ob er etwas für meine Prisca war oder eben nicht?
Aus diesen Gedanken gezerrt wurde ich durch dieses neue Thema, das Ursus anschnitt. Während er sprach, verfinsterte sich mein Gesicht. Nur marginal zwar, aber Ursus würde es auffallen. Ich stellte meinen Becher vor mir auf den Tisch. Ursus sollte mich doch eigentlich besser kennen, ging es mir durch den Kopf. Warum nur provozierte er immer wieder solche Situationen, die unserer Beziehung nicht gut taten? Wenn er doch eher gefragt hätte, statt schlichtweg anzunehmen, dass ich es gut hieß, einen Gasthausbetrieb aus der villa zu machen! Es war doch jedem klar, dass Dinge, die alle betrafen, nicht von einem allein bestimmt werden konnten. Jeder hielt sich daran. Deswegen schlussfolgerte ich daraus, dass Ursus die unbekannte Frau bei sich aufnehmen würde. "Ich nehme an, die Fremde wird dann in deinen Gemächern wohnen?" fragte ich. "Immerhin kommt sie mit einem Kind. Ich möchte eigentlich ungern über einen so langen Zeitraum eine fremde Person mit einem kleinen Kind in den Gemeinschaftsräumen herumspringen sehen. Das weißt du."
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Mein Vorschlag, Kriterien aufzustellen, hatte damals aus der Einsicht resultiert, dass es allgemein wohl nicht erwünscht war, das Museion auf dieselbe Qualitätsstufe zu heben, wie sich die schola befand. Warum also nicht die Kurse auf diese Stufe stellen? Damit ging man der Rangelei um "die bessere" Institution weitgehend aus dem Weg und schuf ein institutionsübergreifendes Qualitätsgefälle, doch dazu brauchte man Punkte, welche die Qualität - und damit auch die Möglichkeit, sich den Kurs anrechnen zu lassen - bestimmten.
Das, was Macer vorschlug, war natürlich eleganter, da er sozusagen Durus' Antrag und den damaligen schlichtweg umformulierte, ohne Grundvoraussetzungen für Kurse oder Qualitäten schaffen zu wollen. Im Grunde war mir sein Vorschlag daher nur mehr als recht. Aber ich konnte mir schon fast denken, was Avarus dazu zu sagen hatte. Ich wandte den Kopf und sah ihn an, darauf eingestellt, ein Veto zu hören.
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Seine Erwiderung klang fast so, als wollte er ein lupanar aus dem Haus machen, oder es zumindest untervermieten. Ich hoffte, dass, was immer er auch plante, er keinen Ärger mit Lando deswegen bekommen würde. Ein Schmunzeln entstand auf meinen Zügen. "Ich weiß, was du meinst. Aber daraus schließe ich, dass du bisher nicht in der subura gewesen bist. Ich kannmir schwerlich vorstellen, dass du da Leute triffst, die gute Beziehungen haben."
Jetzt kam die Küchensklavin wieder hinein, eine Platte balancierend. Neben kleinen Schüsselchen mit Oliven, Sauce, Brot und Nüssen gab es mit Mohn und Honig übergossene, gegrillte Siebenschläfer. Die Sklavin begann, jedem von uns einen Teller zu füllen. "Hast du in der Zwischenzeit etwas von unserem Patron gehört? Ich hatte ihm vor einer ganzen Weile geschrieben, habe jedoch keine Antwort erhalten bisher." Was mich schon etwas beunruhigte.
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Bezüglich der Acta erwiderte ich nichts. Wir machten schließlich immer wieder deutlich, dass wir jede brauchbare Hilfe gern annahmen und entlohnten. Und wenn sich tatsächlich jemand nicht sicher war, ob seine Qualitäten reichten, so brachte ein Versuch seiner- oder ihrerseits Klarheit darüber, sowohl gegenüber sich selbst als auch uns. Man verlor schließlich nicht das Gesicht, nur weil man vielleicht einen weniger guten Schreibstil hatte als andere. Aus eben diesem Grund ließen wir schließlich potentielle subauctores einige Ausgaben lang Artikel verfassen, auch um zu prüfen, ob sie kontinuierlich arbeiteten. Und wenn das so war, nahmen wir sie gern auf in die Redaktion. Derzeit gab es zwei dieser Kandidaten. Sie hatten einen erfrischenden Schreibstil und für die letzten Ausgaben Artikel eingereicht. Doch dazu später mehr.
"Ich bin mir sicher, dass ich seinen Namen aus diesem Artikel kenne", gab ich zurück. "Das ist allerdings schon eine Weile her. Ein halbes Jahr vielleicht? Schau einfach mal in den Archiven nach." Ich überlegte. Wäre ein solcher Mann vielleicht etwas für Prisca? Wobei es allen Anschein hatte, dass er ein Tollpatsch war, der sich Künstler nannte. Hm. "Vielleicht ziehe ich ihn in Erwägung. Aber Gracchus' Sohn scheint mir momentan die bessere Wahl. Sicherlich, er ist zu jung für eine Heirat. Aber wenn er die bulla abgelegt hat... Und es ist nicht verkehrt, früh gute Entscheidungen zu treffen." Schließlich wurden wohl die meisten Ehen schon im Kindesalter von den Vätern arrangiert, auch wenn es die neue Mode in Rom schien, länger zu warten oder sogar die Kinder selbst entscheiden zu lassen. Dass ich es langsam angehen ließ, einen Mann für Prisca zu finden, durfte auch Ursus klar sein, wenn vielleicht nicht mein Hintergedanke, dass sie, je länger ich brauchte, desto später ausziehen würde.
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Ich musste lachen und winkte ab, als Imbrex so höflich auf meine knappe Zeit verwies. Es fehlte nur noch, dass er betonte, sich kurz fassen zu wollen. Dann wäre er der perfekte Klient gewesen. "Ich bitte dich. Für die Familie nehme ich mir gern Zeit", erwiderte ich. Zumal Imbrex seine Ankunft angekündigt und mir damit genug Zeit gegeben hatte, mir gegebenenfalls einen Freiraum zu schaffen.
Als ich den Kopf wandte, war Siv fort. Ich sah einen Moment an die Stelle, wo sie eben noch gestanden hatte, und dachte nach. So konnte es nicht weitergehen. Mir fielen auch die Fußtapsen auf, die ich hinterlassen hatte. Mit einem unterdrückten Seufzen wandte ich mich wieder Imbrex zu. "Ja, das sehe ich, und es ist auch gut so, dass du heil geblieben bist. Vermutlich hätte mir Appius sonst den Hals herumgedreht", kommentierte ich schmunzelnd. Vielleicht hatte er die Information, dass Cotta inzwischen hier war, ebenso wenig erhalten wie Cotta andersherum, bis er hier angekommen war.
Imbrex lag inzwischen, ich saß. Scheinbar hatte ich mir in der Nacht den Rücken verlegen, weshalb ich nur schwer aus dem Liegen wieder hoch kam, also ließ ich es ersteinmal gänzlich bleiben. "Mir geht es gut, den anderen ebenso. Ich hatte dir ja geschrieben, dass ich inzwischen verheiratet bin, ebenso wie Laevina und bald auch Manius Orest. Ich hätte dir gern Celerina vorgestellt, meine Frau, aber sie hält sich zur Zeit in Ostia auf." Ich lächelte flüchtig und ließ nicht erkennen, was ich davon hielt. "Es gibt leider aber auch schlechte Nachrichten. Erinnerst du dich noch an Titus' Schwester Minervina? Sie ist vor ein paar Wochen gestorben." Ich machte ein trauriges Gesicht. Dass der Transfer der Leiche so lange dauerte, besorgte mich inzwischen ein wenig. Minervina hätte längst aufgebahrt werden müssen. Jedermann wusste, dass jemand, der so lange auf die Riten verzichten musste, böse Geister aussandte. Doch dies war kein Thema für eine freudige Ankunft. "Nun ja. Prisca geht es gut, ich bin derzeit immer noch auf der Suche nach einem guten Ehemann für sie. Ahja... Publius ist übrigens auch hier." Eine Nachricht, die ihn sicher freute.
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Original von Phaeneas
Die nächsten 2 bis 3 Wochen werd ich nur selten zum Schreiben kommen, dementsprechend kann eine Antwort meinerseits öfter lange auf sich warten lassen. Ich entschuldige mich bei denen, die warten müssen.Das gilt auch für diese ID. Ich kann noch nicht abschätzen, wie oft ich Posten kann. Kann auch sein, dass ich jeden Tag was schaffe.
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"Nein", sagte ich nach kurzer Überlegung. "Es ist durchaus bekannt, dass wir ständig und händeringend nach Verstärkung suchen. Wir werden nicht dazu übergehen, für die Staatszeitung hausieren zu gehen, überspitzt ausgedrückt." Und es brachte wohl auch nichts, wenn man nichts mehr von denen hörte, die zuvor so begeistert Mithilfe angeboten hatten. Das hatte es alles schon gegeben.
"Ah", erwiderte ich hingegen nur auf die Bemerkung zu Vescularius und nickte ein paarmal nachdenklich. Ganz sicherlich hatte ich mir bereits eine Meinung gebildet, doch offensichtlich wollte Ursus den Präfekten lieber selbst kennenlernen, um sich seine Meinung zu bilden. Ich wollte sie ihm nicht verfälschen, indem ich ihm sagte, was ich von den Machenschaften des Vesculariers hielt, also schwieg ich. Was auch besser war, ohne dass ich es ahnte.
"Tja, ich weß nicht so recht. Sie schien mir ganz neutral, als sie das sagte. Aber in diesen Zeiten dürfen wir nicht allzu wählerisch sein. Es gibt schließlich auch nicht mehr allzu viele von höherem Stand, die einflussreicher sind als Vertreter des Plebs", gab ich zu Bedenken. Leider war Macer bereits ausgeschieden, und auch mein Patron war verheiratet. Umso interessierter hörte ich Ursus bei seinem Bericht über diesen Flavius zu. "Er hat einen Ritterposten angestrebt? Nun, da hat Vescularius ihm mit seiner Ablehnung wohl noch einen Gefallen getan. Seltsam, dass ich bisher noch nichts von ihm ge... Moment - war das der Flavier, der auf dem forum gesungen hat? Dazu hatte mal jemand einen Artikel eingereicht." Angestrengt grübelte ich nach. "Hm, ich hätte sonst Gracchus fragen wollen, ob er nicht einen Vorschlag zu mache hat. Für seinen Sohn wird auch irgendwann die Zeit kommen..." Und das Prestige, das eine solche Heirat brachte, war nun einmal nicht zu verachten.
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Zitat
Original von Tiberius Octavius Dragonum
Ich denke mal ich werde mich demnächst mal bei dir meldenFalls jemand noch Artikel hat oder auch einen Anreiz, worüber jemand schreiben könnte: Bitte melden.
Es wird vermutlich dieses Jahr nur noch eine, maximal zwei Ausgaben erscheinen. Ansonsten sind freie wie feste Schreiber nach wie vor gern gesehen. -
"Mehr als immer wieder dafür zu werben, können wir kaum tun", erwiderte ich auf seine Bemerkung der Schreiberlinge wegen. Und das taten wir, mittels Aushängen, Anschlägen, Werbung in der Acta selbst und Mundpropaganda. Trotzdem mit bisher geringem Erfolg.
Was Vescularius betraf, hatte Ursus' Frage bei mir keinen Argwohn hervorgerufen. Doch wenn ich gewusst hätte, dass er mich mit voller Absicht außen vor ließ, wo es doch um eine Verschwörung ging, wäre ich vermutlich aufgestanden und hätte den Raum verlassen. Patronatstreue war eine Angelegenheit, Familientreue eine wichtigere. "Nun, er ist derzeit der Mächtigste in Rom. Der Kaiser hält sich gegenwärtig in Misenum auf", sagte ich. "War Vescularius nicht auf dieser Feier bei den Germanicern?" fiel mir plötzlich ein, da mir ein Artikel darüber vorlag. Mit gerunzelter Stirn dachte ich einen Moment darüber nach, zuckte dann mit den Schultern. Ich war nach wie vor nicht böse darüber, dass mir diese Feier erspart geblieben war.
Dann war es an mir, die Brauen zu heben. "Oh, hat sie das? Interessant. Mir hat sie bei einem Spaziergang neulich das Gegenteil erzählt", wunderte ich mich. Ich hatte sie ganz bestimmt nicht falsch verstanden! "Aber wer ist Flavius Piso?" Von dem hatte ich bisher noch nicht gehört, obwohl mir der Name doch irgendwie bekannt vorkam.
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"Wir haben schlichtweg zu wenig Schreiber, das ist das größte Problem. Denn hätten wir mehr, würden die wenigen, die wir haben, nicht in so arge Bedrängnis kommen, sich unzählige Artikel aus den Fingern saugen zu müssen. Einer ist schnell geschrieben, aber ich kann auch verstehen, dass die Schreiblust schnell vergeht, wenn man weiß, dass es mit einem nicht getan ist", erwiderte ich und zuckte mit den Schultern.
"Den ab epistulis? Warum? Wenn du mich fragst, wäre es unklug, das zu tun, bevor du dich auf die Liste der Anwärter setzen lassen kannst", gab ich zurück. Sicherlich war es nicht optimal für die Erste, wenn sie so lange kopflos blieb, aber es war schließlich ein neuer senatorischer Tribun dorthin entsandt worden, also würde es die paar Wochen auch noch so funktionieren. "Tiberia Septima. Ah. Na dann drücke ich dir die Daumen. Ich habe übrigens vor, demnächst wegen Prisca noch einmal bei den Flaviern nachzufragen. Wir sollten uns nicht so stark auf die Tiberier versteifen. Und bei den Claudiern möchte ich Prisca eigentlich nicht wissen. Hm. Ist dein Patron eigentlich verheiratet?" wollte ich dann wissen."Meine Meinung über Vescularius?" echote ich, als Ursus mich danach fragte. "Warum? Ich meine, ich kann dir sagen, wie er sich im Senat verhält, und natürlich höre ich das ein oder andere, schon allein durch meine Position bei der Acta..."