"Ja, du darfst das Schwert behalten, Optatus. Es gehört dir!"
Verus lächelte und überließ dem freudigen Jungen das neue Schwert. Mit diesem neuen Machtinstrument würde er sicherlich noch mehr Unheil stiften. Verus war gespannt. Die Männer der Decima waren ja bekannt für ihre wilden Kindheiten. Verus hatte damals mit Hunden gespielt und sein Bruder hat das teuere Glas aus dem Fenster geworfen. "Das teure Glas...," den Ausruf seiner Mutter hatte Verus bis Heute im Ohr. All' diese schönen Erinnerungen verband Verus mit Optatus, er erinnerte ihn daran, was es hieß ein Decimus zu sein.
"Ich kenne deinen Vater, Optatus. Ich bin dein Onkel Verus." - erklärte Verus möglichst einfach für den schlauen Burschen.
Plötzlich kam eine Sklavin herein und sprach zu den Beiden. Verus wandte sich um.
"Schade, wir waren gerade dabei die Germanen zu schlagen," scherzte Verus.
Verus lächelte immer noch kindlich breit.
"Dann verwandeln wir die Landschlacht in eine Seeschlacht, Optatus. Damit kenne ich mich nämlich aus. Optatus, dein Onkel ist Centurio der Flotte und ich habe noch etwas aus der Flotte für dich mitgebracht. Ich werde dir mein Kriegsschiff überlassen, damit kannst du dann die Seeungeheuer vertreiben."
Verus griff hinter seinen Rücken und zauberte aus einem Lederbeutel zusätzlich ein sehr kleines geschnitztes Schiff hervor.
"Das ist eine Liburne." - Er reichte sie Optatus.