Beiträge von Titus Decimus Verus

    Verus winkte abwesend zu den davonschwebenden Damen. Er realisierte momentan noch nicht, dass diese Damen für eine längere Zeit aus seinem Leben getreten waren. Sein verliebter Blick bieb noch einige Momente im Gesicht, bevor er wieder normal wurde.


    "War das gerade Wirklichkeit oder doch nur ein Traum," fragte sich Verus laut. "Diese Musen waren tatsächlich bei uns. Ich danke den Göttern für diesen netten optischen Reiz."


    Er schaute ihnen, auf den Arm gestützt, hinterher.

    Ups, da hatte Verus wohl etwas Wichtiges vergessen. Er grinste breit.


    "Natürlich muss der Wein gut schmecken. Ich bezahle ihn ja schließlich!" :D


    Verus griff sich ein paar Trauben und kaute diese genüsslich. Sie waren süß und saftig, so wie er sie liebte. Die Kerne spuckte er in ein Abfallschälchen.

    Verus schüttelte leicht seinen Kopf. Er musste wieder zu Sinnen kommen und diese Schönheit aus seinem Schädel werfen, sie verdrehte ihm ja förmlich seinen rationalen Geist.


    Er trank hastig einen großen Schluck. Den Scherz über die Sirene, ließ er mit einem Grinsen im Raume stehen, ohne ihn weiter zu belangen.


    "Es wäre eine angenehme Überraschung für die Truppen, sofern sie es denn möchte." - Antwortete er auf Labeos Aussage, während er seinen Tonbecher abstellte. Er hatte genug Wein getrunken, zumindest für Heute.


    "Ja, wir sind Soldaten. Labeo ist Optio und ich bin sein Centurio," stellte Verus fest. Natürlich bekräftigte Verus die Hierachie nur im Scherz, da beide nicht im Dienst waren und er keinesfalls daran Interesse hegte, Labeo außerhalb des Dienstes Befehle zu geben. :]

    Verus füllte seinen Becher. Jedoch konnte er seinen Blick nicht von ihr abwenden. Sein Blick war, wie festgeklebt. Seine Augen funkelten verliebt. Er fragte sich wirklich, was sie mit ihm gemacht hatte? Von ihr ging ein Zauber aus, den Verus nur schwer begreifen konnte.


    "Welche Länder habt ihr bereits bereist?" - Fragte Verus spontan, bevor er seinen Becher erneut zum Trinken ansetzte.

    Verus besorgte den beiden eine Sitzmöglichkeit und bestellte zwei weitere Tonbecher. Er füllte diese hektisch auf, um diese den Damen zu reichen.


    "Darf ich euch die Herren vorstellen," fragte Verus rhetorisch als er sich mit den Damen niederließ.


    Er deutete auf Sedi. "Das Senator Germanicus Sedulus!" Wenige Sekunden später deutete er auf Labeo. "Das ist Iulius Labeo!"


    Er lächelte breit zu Aoide. Dieses verliebte Grinsen wollte einfach nicht verschwinden.
    "Möchtet ihr etwas von euch erzählen? Sicherlich habt ihr viel gesehen auf euren Reisen?"


    Verus nahm seinen Becher auf und trank erwartungsvoll einen Schluck.

    Verus musste tief Luft holen, um überhaupt ein Wort hervorbringen zu können.


    "Ich bin Decimus Verus," antwortete er knapp. Seinen militärischen Rang ließ er lieber erstmal weg. Einige Frauen reagierten merkwürdig auf Soldaten.


    Er rieb sich nervös seine Hände.


    "Darf ich die Damen zu uns an den Tresen begleiten," fragte er einladend. Seine Augen blieben jedoch verliebt auf Aoide haften, ebenso wummerte sein Herz immer noch hefitg. Seine Fingerspitzen zitterten leicht.

    Verus lächelte verliebt. Verdammt, so etwas hatte er noch nie gefühlt. Sein Herz pocherte wild und sein Atem war schwer, wie Blei. Seine Hände wurden schwitzig und sein Blick wurde immer sanfter. Was hatte sie nur mit ihm gemacht?


    "Ehm," stotterte er leicht zurück. "Möchtest du etwas trinken...?"


    Er schaute ihr tief in die Augen. Verus verlor sich in ihrem Blick. Sie gab ihm Halt in dieser düsteren Welt. Ebenso ließ sie sein Trauma im Nichts verpuffen. Was hatte sie bloß mit einem gestandenen Soldaten angestellt? - Er war nun mehr weich, wie Wolle.


    Verus holte tief Luft. Was sollte er sagen? Sollte er ihr sagen, dass er sie "nett" findet?

    Verus schubste den Mann noch einige Meter weiter und ging dann wieder zu den beiden zurück. Er errötete leicht. Eine Frau bedankte sich bei ihm, sein Herz fiel aus der Tunika und zerschellte auf dem Boden.


    "Ehm...," versuchte er die Worte zu finden. Er wollte bei so einer Schönheit nichts Falsches sagen. "Nichts zu danken. Es gebietet mir das Gesetz der Ehre, wenn eine Frau belästigt wird, ihr beizustehen."


    Verus holte schüchtern Luft. Er rieb sich nervös die Hände. Seine Augen konnten einfach nicht von ihrem wunderschönen Gesicht ablassen. Nein, er dürfte sich nicht verlieben.


    "Geht es dir soweit gut?" - Fragte er verlegen.

    Verus beobachtete die hübsche Sängerin, wie sie die Bühne verließ. Er war geneigt lauthals zu applaudieren aber unterließ es jedoch.


    Er trank einen kräftigen Schluck. Er lächelte zu seinen beiden Gesprächspartnern. Das Gespräch wurde immer lustiger, desto mehr Wein floss.


    Doch plötzlich bemerkten seine Augen, wie die hübsche Sänger an einem Stand gegenüber von einem Mann belästigt wurde. Er packte all seinen Mut zusammen und stellte seinen Weinbecher ab. "Entschuldigt mich kurz..."


    Er stapfte im militärischen Eilschritt los und auf den Kerl zu, der die Sängerin belästigte. "Lass' sie zufrieden. Zieh' deines Wegs!"


    Verus packte den Mann mit seinen kräftigen Soldatenhänden und schob ihn leicht zur Seite. Ebenso drängte er sich zwischen Aoide und deren Angreifer.

    Zitat

    Original von Aulus Flavius Piso


    Als Piso das Schiff erwähnte, wurde Verus ein wenig bange. Die schlechten Erinnerungen überkamen ihn. Seine Finger begannen leicht zu zittern. Er sah wieder all das Blut, hörte die Schreie der Kameraden und spürte die Hitze des Feuers. Er durchlebte erneut den Alptraum seines Traumas. Seine Augen blitzten kurz vor Angst auf. Verus wollte sich nicht erinnern und schob die Phantasien ganz weit in seinen Kopf. Er unterdrückte jede Regung.


    Es dauerte einige Atemzüge bis Verus wieder in der Realität war. Es waren diese Momente, die er so sehr fürchtete. Die Momente in denen sein Trauma offengelegt werden könnte.


    Er räusperte sich kurz und lockerte seine Hand. Das leichte Zittern war wieder verschwunden, mit ihm die Erinnerungen an das Gemetzel.


    "Ja, das ist wirklich etwas Originelles. Ich fahre... oder besser gesagt bin zur See gefahren. Ich bin Centurio der römischen Flotte, momentan schiebe ich jedoch Innendienst. Ich kann also behaupten, dass ich mich ein wenig mit der Schifffahrt auskenne," sprach er erleichtert.


    Verus richtete seine Toga ein wenig.


    "Du bist ebenso zur See gefahren? - Sehr interessant. Wo warst du überall?"

    Zitat

    Original von Aulus Flavius Piso


    Verus schaute den Flavier an. Woher kannte er ihn nur? Verus grübelte angestrengt. Diese Gedächtnislücke war recht groß, bedingt durch sein Trauma vergaß er gerne mal einige Dinge.


    Er durchforstete seinen Kopf und fand schließlich die Lösung für die Frage.


    "Wir trafen uns auf dem Markt, mehr beiläufig... - Von einem größeren Treffen kann nicht die Rede sein," sprach Verus feststellend. Den schrägen Gesang hatte er bereits völlig verdrängt und erinnerte sich nur an das Gesicht des jungen Flavier. "Es ist aber schön, ein bekanntes Gesicht wieder zu sehen. Jedoch ist mir dein Name entfallen, verzeih' ich vergesse seit meiner letzten Schlacht einige Dinge. Das Kriegstrauma überlagert des Öfteren die alltäglichen Eindrücke. Ich arbeite daran, das dies nicht mehr passiert."


    Er lächelte entschuldigend.


    "Sofern dir mein Name entfallen ist, ich bin Decimus Verus." - Verus lachte leicht auf.


    "Darf ich dir meine Tochter vorstellen?"


    Er deutete dezent auf sie und legte anschließend seine starke Hand auf ihre Schulter. "Ich denke, dass sie dich kennenlernen möchte. Nicht wahr, Serrana?"


    Verus' Gesicht verzog sich zu einem väterlichen Zufriedenheitsgrinsen als er diese Worte sprach.

    Zitat

    Original von Decima Serrana


    Er nickte langsam und überzogen auf Serranas letzte Frage. Verus Blick wanderte zum jungen Flavier. Wenn es klappen würde, wäre es sicherlich eine gute Partie für seine Tochter. Innerlich rieb er sich bereits die Hände.


    Wenige Momente später lächelte Verus freundlich zu seiner Tochter. Er legte seine väterliche Hand auf ihre Schulter. "Geh' schon hin. Du bist eine hübsche Frau aus gutem Hause. Er wird dir schon nicht den Kopf abreißen."


    Er schubste sie vorsichtig in seine Richtung, mehr fürsorglich als aggressiv.


    "Du schaffst das schon!"


    Auch er hatte ihren verlegenen und eröteten Blick bemerkt als sie zum Flavier blickte. Manchmal musste ein Vater eben Armor spielen und der Liebe ein wenig auf die Sprünge helfen.

    Sie wollte den Göttern dienen? Für Verus brach gerade eine Welt zusammen. Alle Verheiratungspläne für seine Tochter zerbrachen und lagen, wie Scherben, vor seinen Füßen. Er räusperte sich und schwieg einige Sekunden, die Zeremonie still betrachtend.


    "Serrana, ich weiß nicht, ob der Dienst an den Göttern für dich das Richtige ist."


    Verus schaute seine Tochter ernst an. "Ich habe eigentlich andere Planungen für dich. Du bist im heiratsfähigen Alter. Eine Frau, wie du, sollte eine gute Partie erhalten. Zumal du im Götterdienst zu sehr eingeschränkt wirst. Es ist quasi Gefängnis und ich weiß, wovon ich spreche. Ich bin eine Verpflichtung als Soldat eingangen und diese Verpflichtung ist einem Dienst an den Götter garnicht so unähnlich. Es ist nichts für dich. Du wirst verheiratet, natürlich werde ich dir niemanden aufzwingen aber du solltest selbst nach der richtigen Partie schauen. Vielleicht findest du ja hier den Richtigen."


    Er nickte ernst und deutete auf einen jungen Flavier[Flavius Piso].


    "Wäre der nichts für dich?" - Nun mehr lächelte Verus wieder als auf den Mann zeigte, der der Zukünftige seiner Tochter sein könnte.


    "Oder was hälst du von dem Senator dort drüben?"


    Er deutete auf Tiberius Durus.


    Sim-Off:

    EDIT - morgendliche Rechtschreiblfehler ausgebessert. Heute ist echt der Wurm drin. :D

    Meinen geerbten Betrieb "Geflügelhof Decimus Barrus" bitte löschen, danke.


    Ich benötige ihn nicht und als Soldat ist es mir sowieso nicht gestattet einen zu führen. ;)

    Zitat

    Original von Decima Serrana


    Verus schloss sich mit seiner Tochter zur Hauptgruppe der Festivität auf. Er stand nicht gerne im Mittelpunkt und auf Grund seiner plebeischen Herkunft, wollte er sich nicht unbedingt Patraziern aufzwängen. Die Standesunterschiede waren zu gravierend. Er war nur hier, weil es eine römische Tugend war, Einladungen zu folgen.


    Er lächelte verlegen zu seiner Tochter, während er seine braune Bürgertoga ein wenig weiter über seine breite Schulter zog.


    "Ich habe die Braut mit meinen Männern aus den Fängen eines Piraten gerettet," antwortete er knapp ohne auf die weiteren Begebenheiten einzugehen. Die Erinnerung gefiel ihm einfach nicht und er wollte sie vergessen.


    Er schaute zur Zeremonie, die bereits begonnen hatte. "Es geht los, Serrana!"


    Er schob einen Gast zur Seite, damit seine Tochter einen besseren Blick auf die Zeremonie haben konnte.

    Verus lauschte den sanften Klängen und die Muse schaffte es tatsächlich ihm ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern. Er trank einen Schluck und klopfte Labeo auf die Schulter.


    "Wir sprachen über dich, mein Freund."


    Verus grinste.


    "Aber, wenn dir dieses Thema zu heikel ist: Ist das Wetter nicht schön, ebenso schön, wie die Stimme dieser wunderbaren Sängerin!" :P

    Verus traf mit seiner Tochter ein wenig verspätet ein, da die Beine der Leihsänften-Träger öfters schlapp gemacht hatten. Man konnte in dieser Zeit nun wirklich nicht mehr viel für sein Geld erwarten. So trafen die beiden also verspätet ein und Verus sprang nervös aus seiner Sänfte. Er richtete seine Toga, die braune eines Bürgers und machte sich munteren Schrittes auf zum Kai. Langsam näherte er sich dem Steg.


    Er ging die Planke langsam herauf. Leicht verlegen blickte er sich um als er auf seine Tochter wartete. Er würde das Schiff nicht ohne sie betreten, einer musste ja schließlich auf die Venus Acht geben.


    Sim-Off:

    Ja, da muss ich Durus zustimmen. :D