Beiträge von Marcus Iulius Licinus

    "Salve Bürger," antwortete die Wache, es war eine andere als bei Aretas letztem Besuch.
    "Dazu immer gerade aus in die principia. Das ist das große Gebäude am Ende der Straße. Das Rekrutierungsbüro ist die zweite Tür zu deiner rechten.
    Zuvor jedoch, muss ich dich durchsuchen. Alle Waffen gibst du bitte ab."


    Mit schnellen Bewegungen tastete der Wachsoldat ab, dann hieß es laut:
    "Kann passieren!"


    "Der nächste!"

    Es war wieder einmal ein militärischer Kurierreiter, der sich einige Sesterzen hinzuverdienen wollte und zu einem kleinen Abstecher bereit war, der vor der Villa des Aurelius Ursus hielt um einen Brief abzugeben. Allerdings keinen für den Hausherren, diesen hätte er ja im Lager angetroffen. Nein, der Adressat war ein kleines Mädchen, dass sich sicher umso mehr freuen würde, Nachrichten aus dem hohen Norden zu erhalten.


    Licinus hatte einige Male schmunzeln müssen, als er den Brief gelesen und auch, als er seine Antwort verfasst hatte.


    Sim-Off:

    Den Brief bitte so lesen, dass die grauen kleinen Sätze Licinus Gedanken beim Schreiben sind. Sie sollen nicht im Brief stehen, sondern sind eher ein Rollenspieltechnsiches Element. Ich habe leider keine bessere Idee für die Darstellung.


    Ad Marei
    casa Aurelii Ursi
    Roma


    Hallo Marei,
    es geht mir gut, ich danke dir. Du hast vielleicht ja gehört, dass in Mantua ganz viele Leute sehr krank geworden sind, aber ich bin gesund geblieben. Und natürlich hoffe ich, dass es dir auch gut geht. Es freut mich, dass du eine Spielfreundin gefunden hast, auch wenn sie wenig Zeit. Gute Freunde sind etwas ganz wichtiges.
    insbesondere für ein kleines Sklavenmädchen


    Deine Spitznamen für die Kinder zu lesen, hat mir große Freude gemacht, und ich bin stolz, dass ich der erste bin, der davon erfährt. Vielleicht ist es aber besser so, wenn du sie nicht allzu weit herumerzählst. Es gibt leider Leute, die nicht so viel Spaß verstehen. Aber ich bin neugierig, fast so neugierig wie du: Hast du denn auch einen Spitznamen für mich?


    Ich sehe, dass dein Papa es ernst gemeint hat, dass du kämpfen lernen sollst. Das ist eine seltene Sache, vielleicht kannst du es mir ja irgendwann einmal zeigen.
    Dabei musste Licinus an die kleine Victoria Esquilina denken, die so gerne in ihrem kleinen Kettenhemdchen herumlief und in ähnlichem Alter sein musste, wie das Sklavenmädchen.


    Ja, Schule ist etwas anstrengendes, aber je mehr man weiß, desto besser ist es, weil man dann auch wichtige Aufgaben bekommt und nicht nur die langweiligen. Also bleib fleißig beim Lernen, es wird sich auszahlen.
    Vielleicht erst spät, aber wenn deien Herrschaft dich zum lernen schickt, dann bestimmt nicht zum Zeitvertreib. Außerdem würde er ihr vielleicht auch eine kleine Belohnung geben, wenn sie sich einmal wieder sahen
    Außerdem lernst du da immer besser zu schreiben und dann kann ich mehr Briefe von dir bekommen. Aber ich muss sagen, dass du wirklich schon sehr gut bist.


    Sicher sind wir große und tapfere Männer. Aber Aurelius Ursus ist unser Chef und es gibt immer Sachen, die kann nur der Chef entscheiden. Das ist bei euch im Haus doch bestimmt nicht anders. Und du weißt selbst, wie groß unser Lager ist, da müssen es dann ja noch viel mehr sein, nicht wahr?


    Ich möchte dir aber auch noch etwas erzählen.
    Ich glaube, ich habe dir noch nicht erzählt, dass auf meinem Landgut ein Mädchen wohnt, dass nur ein paar Jahre älter ist als du. Sie heißt Esquilina und verkleidet sich als gerne als Soldat, kann aber nicht kämpfen. Sie wohnt bei mir, weil ihre Mama und ihr Papa tot sind und ich jetzt auf sie aufpasse. Jedenfalls habe ich ihr von dir erzählt und musste ihr versprechen, dass ich sie einmal ins Lager hole, wenn du wieder in Mantua bist, weil sie dich kennenlernen will. Willst du sie denn auch kennenlernen?


    Grüße den Cimon zurück und danke ihm auch von mir für seine Hilfe. Ich freue mich schon auf deinen nächsten Brief.


    Dies schreibt dir Licinus
    primus pilus centurio und Freund einer gewissen Marei
    im Lager zu Mantua
    am siebzehnten Tage vor den Kalenden des Oktobers
    Achthunderteinundsechzig Jahre nach der Gründung Roms

    Zitat

    Original von Marcus Artorius Celer
    ...


    "Nun, das einfachste wäre wohl, du gibst uns eine genaue Einteilung. Wo werden wie viele Männer gebraucht, zumindest so ungefähr. Ich kann mich natürlich mit allen Bauleitern einzeln zusammensetzen, aber das braucht Zeit." Bürokraten, Licinus seufzte innerlich, verlangten nach Hilfe, wussten aber nicht wirklich wofür.



    Zitat

    Original von Titus Decimus Cursor
    "Wenn die equites nicht mehr vonnöten sind, bitte ich abrücken zu dürfen, centurio."


    Mit diesen Worten machte der decurio auf sich aufmerksam. Licinus brauchte eine Sekunde und antwortete zuerstmal ganz unvorteilhaft:
    "Wie?"


    "Ähm, ja. Ihr dürft wegtreten. Danke für eure Hilfe!"
    Damit waren die Herren Reiter dann auch entlassen.

    Das Programm war sicherlich bemerkenswert aber:
    "mal von den Kosten abgesehen, denn das klingt alles ziemlich teuer: Wo soll das Rennen denn stattfinden, wir haben hier schließlich keine Rennbahn, sondern nur ein Theater."


    ~~~


    "Das übliche eben," antwortete der Comminier mit einer wegwerfenden Handbewegung.
    "
    Nach den üblichen Grußfloskeln:
    Erstens die Tatsache, dass wir nur noch zu sechst sind.
    Zweitens, dass es Dank der lex Aelia mindestens fünf Jahre dauert, bis wir eine annehmbare Stärke erreicht haben.
    Drittens die Bitte, die lex abzuändern, dass die Städte verdiente Personen zu decuriones ernennen können.
    Oder viertens, zumindest eine Ausnahmegenehmigung wegen unserer speziellen Situation.


    Ich bin kein großer Briefeschreiber, dass wisst ihr alle, aber ich denke, sowas sollte machbar sein."
    Dann holte er tief Luft, nach solch vielen Worten und schloss:
    "Ich stelle daher den Antrag unsere duumviri und ihre Magistrate mit der Aufgabe zu betrauen einen solchen Brief auf den Weg zu bringen*."


    ~~~


    "Ah, ist er? Das wusste ich nicht." War ihm ein Artikel in der acta entgangen, oder war der gleichen nie veröffentlicht worden, das war jetzt die Frage.
    "In dem Falle sollte man doch darüber nachdenken. Dennoch bin ich dafür, dass wir auch einen patronus brauchen, der mit der Stadt verbunden ist. Ich rechne mir dort die leichtere Bewilligung von Unterstützungen aus.
    Wenn wir uns aber dafür entscheiden beide anzufragen, dann unbedingt den Kaiser zuerst."
    Die Gründe hierfür sollten klar auf der Hand liegen, war doch alles andere eine Brüskierung des Augustus.


    Sim-Off:

    *geändert, da formulieren nicht weit genug graufen würde, wie mri gerade erst aufgefallen ist

    Nun, er konnte ja nicht jeden kennen, dachte der Comminier bei sich.
    "Nun, eine weitere Einladung pro forma schadet sicherlich nicht." Denn obwohl er dafür war, die genannten Herren einzuladen erwartete er weder das der Kaiser kam, noch sein Stellvertreter , noch die Consuln. Aber so viel verstand er von Politik, dass eine Einladung sicher nicht schaden und zumindest die Stadt ins Gedächtnis rufen würde. Gleiches sah er bei dem Tiberier.
    "Ansonsten habe ich keine Anmerkungen mehr."
    Mit diesem letzten Kommentar nahm er seinen Platz wieder ein und überließ anderen das Reden.


    ~~~


    Da war sie wieder, diese merkwürdige Lex Aelia, die ihn zu der Amtszeit als magistratus gezwungen hatte. Aber vielleicht war dies die Gelegenheit.
    "Verehrte Kollegen, die Sache is doch eine ganz andere," begann er und fuhr mit ironischem Unterton fort, "Du sprachst von Verlsuten. Wir sind in unserem Kollegium hier noch ziemlich genau eine Hand voll Männer. Im nächsten Jahr können, dank der Lex Aelia et Octavia, maximal drei neue Mitglieder hinzukommen." mit ausgestreckter Hand wies er auf die amtierden magistrati, die der Sitzung beiwohnten.
    "Das heißt, dass wir in frühestens 5 Jahren wieder über ungefähr 20 decuriones verfügen. Und natürlich darf uns keiner in irgendeiner Art und Weise verlassen.
    Wenn ich mir vorstelle, dass eine legio so lange bräuchte um ihr Offizierskorps aufzufüllen, dann kann ich nur sagen: Gute Nacht!"
    Er machte eine kleine Kunstpause, wie er es sich so oft bei den Rednern hier abgeguckt hatte. Früher hatte er immer strack grade ausgeredet, aber allmählich begann er sich zu assimilieren.
    "Sicherlich könnten wir einfach die Anzahl der magistrati erhöhen, das ginge sicherlich recht schnell. Ich bin dennoch für eine andere Lösung. Wir brauchen die Möglichkeit verdiente Mitglieder der civitas auch ohne Amtszeit als magistratus in unsere Kollegium zu berufen. Ich beantrage daher, den Senat zu ersuchen, einen entsprechenden passus in die Lex Octavia et Aelia einzubauen. Oder uns zumindest einmalige Ausnahmegenehmigung zu erteilen.
    Davon abgesehen finde ich, dass die Aufgabengebiete der magistrati genauer umrissen werden sollten."

    Wie genau, dass sagte er nicht. Der letzte Satz war ihm spontan eingefallen, in Erinnerung an seine Amtszeit, die erstmal ein Kompetenzgerangel sondergleichen gewesen war. Keinen Sinn Disziplin hatten seine Amtskollegen gehabt.



    ~~~



    "Ich stimme für den legatus." sagte wieder der einäugige, während er sich erhob. Er hatte von seinen Ex-Kollegen zuvor schon gehört, dass dieser recht kompetent war und spätestens in der Seuchenzeit hatte sich jeder davon überzeugen können "und auch der Tuccier ist sicherlich keine schlechte Wahl. Ich kann mri jedoch nicht vorstellen, dass der Augustus auf solche Weise eine Stadt über die anderen erheben wird."


    Sim-Off:

    *Ich nehme einfach an, dass wir so viele magistrati haben, wie die Stadt ostia

    "Den Männern geht es gut," stellte Licinus militärisch nüchtern fest und verzeichtete auf Floskeln wie "danke der Nachfrage oder ähnliches". Dies geschah jedoch mehr unbewusst denn bewusst. Er war diese direkte Art gewöhnt
    "Wir gehören nicht zu ihr, wir sind die Abordnung. Drei centuriae, abkommandiert zu Aufbauarbeiten in Mantua. Plus die Reiterabteilung unter decurio Decimus, die wir zufällig hier getroffen haben.
    Achja, ich bin Iulius Licinus der primus pilus."

    Erst im letzten Moment war ihm aufgegangen, dass er sich nicht vorgestellt hatte. Und hier, im Gegensatz zum Lager, ihn dann doch nicht jeder einzelne Mann kannte.

    So simpel wie die Frage, so simpel war auch die Antwort:
    "Is nicht drin."
    Von der Möglichkeit ein coniubium verliehen zu bekommen, wusste der Soldat seblst nichts, zu ungängig war die Praxis noch, sodass das verschweigen keinesfalls böse Absicht war.
    "Wenn du dich in Sicherheit vor einer bringen willst biste hier richtig!", versuchte er es noch mit einem platten Scherz, merkte allerdings selbst, dass er wohl zumindest nicht ganz passte, also schloss er etwas kurz angebunden.
    "Also wie? rein oder raus?"
    hinter ihnen fingen die Leute bereits an zu murren.


    Manius Iulius Potitus


    Der ältere Iulier nahm die Sklavin, so hübsch sie auch sein mochte, nur am Rande zur Kenntnis. Früher einmal, ja da war das anders gewesen und er wäre durchaus auch der Meinung gewesen, dass es eine Verschwedung von "Talenten" gewesen wäre, die Sklavin bedienen zu lassen, aber das brauchte heute ja wohl keiner mehr zu wissen.


    Das Schweigen schien darauf hinzuweisen, dass Sabinus sich noch keine Gedanken darüber gemacht hatte, wen er sich als patronus wählen sollte. Sah er das richtig?


    Solange er auf Antwort wartete signalisierte er der Sklavin, dass sie ihm noch etwas Wein nachschenken solle.


    [Blockierte Grafik: http://i662.photobucket.com/albums/uu347/Kaysepunkt/iulia2.jpg]

    "Salve Bürger."
    Antworte der Wachsoldat. Nicht oft bekam man auf Wache derlei Fragen gestellt.
    "Kurz gesagt:
    Als Soldat verdienst du 30 Sesterzen die Woche, als probatus im ersten Jahr nur 10, von dem Rest wird deien Aurüstung abgestottert.
    Du bekommst Ausrüstung, die Grundverpflegung und ein Entlassungsgeld gestellt, letzteres aber erst nach 20 Jahren. So lange musst du dienen, wenn du nicht zuvor entlassen wirst, wenn du dienstunfähig bist. Keine Hoffnung, dass du das vortäuschen kannst, die Quacksalber lassen keinen gehen, der noch alle Hände und Füße hat.
    Wenn du mehr wissen willst, musst du dich an jemand anderen wenden. Im prinzip kann dir jeder Soldat helfen, die Offiziere erst recht. Und natürlich die Schreiberlinge im Rekrutierungsbüro.
    Ich muss aber hier weiter machen, wenn du also mehr wissen willst, dann musst du deine Waffen abgeben und dich durchsuchen lassen."

    erklärte er bereitwillig und deutete auf die Leute hinter ihm. Es war klarer Befehl ergangen eventuelle Bewerber nicht abzuschrecken. Sie hatten ihr Personal noch nicht wieder voll aufgestockt. Die Worte des primus pilus, denn dessen centuria hatte gerade Wachdienst, waren da sehr eindeutig gewesen.

    Als Soldat war der natürlich noch mehr für eine EInladung des Kaisers, als die meisten Bürger, aber zwei Namen auf der Liste befremdeten ihn in der Tat:
    "Ich denke, dass man in dem Fall die amtieren Consuln ebenfalls einladen sollte, die übrigen Verantwortlichen der Provinzialverwaltung genauso. Ich verstehe allerdings nicht, wie man auf die Namen Tiberius Durus und Octavius Victor..."
    fast wäre ihm ein "verfallen ist" heruasgerutscht, aber er konnte es gerade noch abmildern.


    "... gekommen ist?"



    Sim-Off:

    Vorschlag zwecks Zeitbeschleuningung:
    Was du noch ansprechen willst könnten wir doch parallel bereden, zB durch zweigeteilte Postings die wir mit ~~~ trennen. Das hat mir schon einige Male sehr geholfen.

    Zitat

    Original von Marcus Artorius Celer
    Dann verabschiedete er sich und wandte sich dem Centurio zu. "Salve, ich bin der Magistratur Marcus Artorius Celer und von Seiten der Curia her zuständig für die Bauarbeiten. Ich schulde Dir und Deinen Männern wohl Dank für die geleistete Hilfe hier." Er nickte respektvoll und wartete zunächst auf eine Erwiederung.


    "Salve Magistrat!" entgegnete Licinus
    "Keine Ursache, wir helfen wo wir können."
    Das war Licinus ehrliche Meinung. Die Aufgabe der legio war es den Staat zu schützen. Das waren zum einen die äußeren Feinde, ganz klar ihre Hauptaufgabe, aber das, was man später innere Sicherheit nennen würde.
    "Um es kurz zu machen, es gab einen Unfall, der arme Kerl hier unten baumelte kopfüber an einem Seil und wir haben ihn runter geholt. Etwas unsanfter als beabsichtigt, wie ich hinzufügen muss." schob er nicht wirklich zerknirscht hinterher. Sowas passierte und dem jungen Mann ging es gut.
    Er sah den Mann an, in Erwartung einer Rückfrage oder etwas ähnlichem.


    Sim-Off:

    Auch an dieser Stelle nochmal die Bitte um Entschudligung für die lange Wartezeit

    Ich bitte meine Inaktivität in den letzten Tagen zu entschuldigen, aber zusätzlich zu dem erwarteten Stress kam noch ein Trauerfall mit voriger Krankheit.
    Ab jetzt bin ich aber wieder häufiger da, bzw. habe die Kreativität Antworten zu verfassen.

    Derm Einäugigen war das alles zu schwammig, aber er hatte im Laufe der Jahre gelernt, dass ein campus-Tonfall hier nicht gerne gesehen war. Daher antwortet er:
    "Meine Herren duumviri, ich würde es begrüßen, wenn ihr euch nicht alles aus der Nase ziehen lassen würdet. Also, an welche "Persönlichkeiten" hattet ihr gedacht. Ich nehme an, den Curator rei publicae und die sonstige Verwaltung? Wen noch, gibt es dazu schon Überlegungen"


    "Was den Markt angeht, so würde ich vorschlagen, wir erklären die gesamte Zeit der drei Tage zu Markttagen, ausgenommen die Operzeiten, versteht sich von selbst."

    "Na immerhin etwas," knurrte der centurio ungnädig.


    Aber die Übung schien ja funktionieren. Sie war aber auch nicht wirklich kompliziert und es hätte wohl eine Welle Ermahnungen und Beschimpfungen nach sich gezogen.
    Also ließ er eine um eine Stufe anziehen:
    "Gut, das war der einfach Teil! Beim erreichend es Schlachtfeldes müsst ihr die Angriffsformation einnehmen. Das geht, je nach Lage auf drei Arten."
    Wiederum erklärte der Offizier das vorgehen und erläuterte zusätzlich, dass die dritte Variante nur bei besonderem Platzmangel angewandt wurde.


    "Ad aciem!" hieß es dann zum Schluss und der Trebellier wartete darauf, dass die Soldaten die Formation wechselten.

    Ich weiß mal wieder nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich hatte mal eine Idee, die mal vielleicht überdenken sollte:


    Ein Zusatz in der Sklavensig mit dem Eintrag fugitivus, fände ich ganz stimmig.


    Ich weiß, dass die Sklavenfunktionen nur selten bis gar nicht genutzt werden, aber ich wollte es dennoch anregen.

    Ein älterer Mann, der nur noch ein Auge trug erhob sich und aus seiner sehr gerade Haltung konnte man absehen, dass er ein ehemaliger Militär war. Genauer gesagt war Paullus Cominius Archias ein ehemaliger pilus prior der ersten Legio und das Auge lag irgendwo in Parthia. Sein Entlassungsgeld und Beuteanteil hatte er in verschiedenen Unternehmen investiert und lebte von den Renditen nicht schlecht. Er hatte auch eine Amtszeit als magistratus hinter sich, allerdings nur um zur auserlesenen Schar der decuriones gehören zu können. Denn für ein festes Amt fehlte ihm seiner Meinung nach die Muße, aber er wollte ein Auge auf diese Stadt haben. Schließlich waren nicht wenige seiner Sesterzen hier angelegt.
    "Ein Fest, das ist eine gute Idee, soweit sind wir uns sicher alle einig.
    Aber worin sind wir denn gefragt, werte Duumviri? Falls ihr die Planung meint, denke ich, ein Opfer am Beginn des ersten Tages mit einem anschließend Gastmal, das soltle ein guter Einstieg sein.
    Ich denke daran, ein paar Tiere an auf den verschiedenen Plätzen der Stadt aufzuspießen und über ein Feuer zu legen."

    "Ist das eine Frage oder eine Antwort?!"
    der Trebellier schien am heutigen Tage sogar für seine Verhältnisse schlechte Laune zu haben.
    "Aber es stimmt, agmen ist die Marschformation vier Mann breit, 20 tief. acies die Angriffsformation 20 Mann breit, vier Mann tief."
    Danach erklärte er, wie die Formation eines agmen eingenommen wurde. (siehe Bild)
    "Und jetzt ratet mal, wie breit die normale römische Straße ist, hä?! Genau vier Mann.


    Aber egal: Aaaaad agmen!"

    Zitat

    Original von Aretas
    [...] " Entschuldige Centurio, dann bin ich bei dir falsch, wenn du hier nicht für den Bau verantwortlich bist." [...]


    "Nein, das bin in der Tat nicht ich, sondern dieser Mann dort." Licinus zeigte nun seinerseits auf den auf dem Haus wieder aufgetauchten Linus. Zumindest hatte er es so verstanden, dass dieser
    "Du siehst aber selbst, was hier los ist, ich muss dich also bitten später wieder zu kommen." Die Bitte war so betont, dass klar war, dass es keine war. Dann aber musterte er den Mann nochmal:
    "Oder du meldest dich bei der legio, wir können auch immer gute Männer brauchen." Einen Versuch war es Wert, auch wenn er nicht glaubte, dass der Mann sich melden würde. Die wenigsten Männer die neu kamen hatten eine Geliebte, eine Frau sowieso nicht.
    "Und jetzt bitte zurück, wir brauchen den Platz hier. Überleg's dir!"

    "Geordnet marschieren muss man!" brüllte der Ausbilder zurück.
    "Oder glaubst du allen Ernstes, dass der Feind euch noch die Zeit gibt, auch geordnet aufzustellen, bevor er losschlägt?!"
    Geradezu verächtlich war der Blick, der die Worte begleitete.
    "Wie heißen die normalen Marsch und Angriffsformationen?!", herrschte auch sofort die nächste Frage über den campus.

    Zitat

    Original von Titus Iunius Priscus
    "Nein, posca geht nicht, der arme Junge ist ja noch ganz grün um die Nase, da kotzt er mir nur, wenn er posca bekommt,"


    Zitat

    Original von Marcus Artorius Celer
    Linus nickte nur wissend und entschuldigte sich mit dem Hinweis er gehe welches holen. [...] Einige Minuten später reichte er dem Medicus den Beutel und war noch nicht mal ausser Atem.


    Zivilisten, dachte Licinus, noch schlimmer: Ärzte! Er hatte nicht im geringsten damit gerechnet, dass posca nicht gehen könnte, wenn der Patient tatsächlich trinken sollte. Er hatte es noch nie erlebt, dass jemand im valetudinarium was anderes bekam. Außer Kräutersud und sonstige Medizin. Aber gut, er wollte als totaler Laie auch keinen Streit darüber losbrechen, vor allem, da der zweite Bauarbeiter schon unterwegs war, etwas zu holen, bevor er einen seiner Männer zum nächsten Brunnen schicken konnte. Die Sorge schien dem Mann wirklich Flügel zu verleihen.


    Allerdings war das nicht das schlechteste, denn zwischenzeitlich wurde Licinus von einem anderen Mann angesprochen, auch wenn es einen Moment brauchte, bis er begriff, dass er gemeint sein könnte.


    Zitat

    Original von Aretas
    ” Ich suche Arbeit, Centurio.”


    "Meinst du mich?" fragte er entsprechend zweifelnd, nachdem er sich umgedreht hatte. War das nicht der Mann, der gerade erst angekommen war?
    Und wieso kam er zu ihm?