Beiträge von Decimus Annaeus Varus

    Der Kollege hakte nach, ob mir die Abläufe der Cura Annonae bekannt waren. "Nun ich muss zugeben, bis ins Detail habe ich mich noch nicht damit befasst." Meinte ich nur kurz und knapp und lauschte weiter den Worten des Kollegen.
    Die Sache mit den Angeboten ließ mich aber aufhorchen. "Werden die Angebote auf dem Postweg eingeholt oder wird da extra ein Bote in die betreffenden Gebiete entsandt und wie ist die Angelegenheit mit dem Neubau von Lagern? Gibt es im Hafen genügend Möglichkeiten oder solle man sich mit dem Duumvir von Ostia über eventuelle Neubauten außerhalb des Hafens abstimmen?" Im Moment versuchte ich aus allem mir geschilderten einen kleinen Plan zu basteln.
    "Und wann sind die ersten Transporte zu erwarten?"

    Die Gens Annaea sucht für aktives Teamplay in und um Rom Mitglieder. Stand ist egal, ob aktives Familienmitglied oder Sklave. Jede ID ist bei uns gern gesehen. Geboten wir aktives Rollenspiel. Unser neues Zuhause in Rom ist eben erst errichtet worden und es wäre doch schade, dies nicht zu nutzen. Also...., wer sich angesprochen fühlt, kann sich gerne melden.
    Ihr werdet mit offenen Armen empfangen.

    "Gut, gut.......!" Meinte ich. Da ich auch noch eine Kleinigkeit zu erledigen hatte, kam es mir ganz gelegen, diese Sache so schnell wie möglich abgewickelt zu haben.
    Callicrates war gerade damit beschäftigt, den Fussboden im Atrium zu scheuern, mit einem gekonnten Zeichen gab ich ihm jedoch zu verstehen, das er den netten Mann vom Kundendienst doch zum Ausgang geleiten solle. Wofür er auch umgehen bereit stand. "Dann wünsche ich noch einen angenehmen Tag, Vale......!" Und so verabschiedete ich mich.

    Der begriff "warten" war eigentlich nur eine Floskel und nur so daher gesagt, das der Kollege darauf derart anspringt, hätte ich nicht vermutet. Damit beließ ich es und erkundigte mich über anstehende Aufgaben. "Kannst du mir einen groben Überblick verschaffen, was als nächstes ansteht, was vielleicht am dringendsten zu erledigen ist?" Schließlich war der Kollege nicht wie ich den ersten Tag hier und hatte einen gewissen Überblick.
    Neugierig auf die anstehenden Aufgaben blickte ich in Richtung des Schreibtisches.

    Der nette Mann vom Kundendienst schien mit der Aussage recht zufrieden zu sein und schien all seine Punkte abgearbeitet zu haben. "Das war es dann?" Fragte ich vorsichtshalber nochmal nach.

    Zitat

    Original von Spurius Purgitius Macer
    Der nette Mann vom Kundendienst hatte inzwischen eine Wachstafel gezückt und notierte die Aussage. Auch wenn er es bevorzugt hätte, von seinen Kollegen kurzfristig vorab darüber informiert zu werden, konnte er es so jetzt wenigstens nachträglich nachprüfen. "Ist dabei auch direkt die Wassergebühr entrichtet worden?", erkudigte er sich, denn dann wäre sein Auftrag hier schnell erledigt.


    So war das also. Habia hatte momentan gesamten Hausstand im Griff, da konnte ich mich getrost um andere Dinge kümmern. "Nein, nein..., ich brauche dich im Moment nicht mehr." Meinte ich abschließend noch zu Habia. Er wirkte heute irgendwie hektischer als sonst.


    Ich wandte mich wieder dem netten Mann vom Kundendienst zu, der nun auf seine Frage doch etwas auf die Antwort warten musste. "Also...., wie ich schon vermutet hatte. Der Anschluss wurde gestern installiert und auch schon bezahlt."

    Habia schien alles stehen und liegen zu lassen, als ich nach ihm rief und eilte sofort herbei. "Wie war das..., der Hauswasseranschluss ist doch schon eingerichtet? Wann war das und wurde die dafür nötige Gebühr schon entrichtet?" Wenn dies nicht Habia wusste, wer dann?

    Diese Frage brachte mich genauso ins wanken wie die vorherige. Da ich am gestrigen Tag nicht zugegen war, fiel mir es schwer, diese Frage sicher zu beantworten. Ich blickte in Richtung des Ausganges, wo Habia gerade vorbeihuschte.
    Mit einem lauten..... "Habia..." gab ich meinem Sklaven zu verstehen, das seine Dienste erforderlich waren.


    Danach wandte ich mich wieder dem netten Mann vom Kundendienst zu. "Das werden wir gleich herausfinden......" Meinte ich zu ihm und lächelte.

    Der Kollege schien ganz und gar nicht abgeneigt gewesen von meinem erscheinen. Etwaige Gedanken von mir im voraus lösten sich nun in Wohlgefallen auf und so sprang der Kollege auch gleich auf um mich zu begrüßen.
    Ich nahm auf der mir angebotenen Sitzgelegenheit Platz und lauschte den doch den eher überfallartigen Ausführungen meines Gegenübers. "Ja....., nun...." Mehr brachte ich angesichts der ausführlichen Schilderung des Kollegen über den Verwaltungsapparat und der dazu gehörigen Bürokratie nicht heraus, jedoch musste ich leicht schmunzeln.


    Auch als der Kollege über die angebliche Streichung einer Gesetzespassage philosophierte nickte ich nur kurz um gleich darauf wieder mit dem Kopf zu schütteln. Zwar hatte ich in der letzten Zeit einige Gesetzesänderungen, die durch meine Hände marschierten doch momentan fühlte ich mich ein wenig überfahren.
    Vielleicht war der Gegenüber aber auch nur froh, endlich eine Person zu Gesicht zu bekommen, die ihm ein wenig unterstützte oder vielleicht war er einfach nur froh, einfach mit jemanden zu reden.
    "Ich höre aus deinen Worten, das eine Unmenge Arbeit auf mich wartet?" Fragte ich vorsichtshalber nochmals nach.

    Man findet eigentlich überall fast identische Ausführungen.


    Männer und Frauen waren normalerweise voneinander getrennt. Es war oft ein Baukomplex, aber dann gab es verschiedene Eingänge. Bei Raummangel wurden unterschiedliche Badezeiten festgelegt. Oft gab es dann Frauenbadetage und Männerbadetage. In Rom waren für die Frauen kleinere Badeanstalten (balnae) vorgesehen. Als Trajan herrschte, durften sie vermutlich auch in die großen Thermen gehen, doch das gemeinsame Baden wurde als unsittlich angesehen, vor allem weil üblicherweise keine Badekleidung getragen wurde, und führte zum Skandal. Zur Zeit Hadrians wurde ein gemeinsames Badeverbot aufgestellt, wodurch sich das Prinzip der verschiedenen Badezeiten immer mehr durchsetzte. Die anderen Räume und Plätze (Sportplätze, Parkanlagen, Museen usw.) durften aber von beiden Geschlechtern gleichzeitig genutzt werden.

    Zitat

    Original von Furia Stella
    "Decimus, ich möchte gerne etwas trinken ... es ist so heiß hier ..."


    dann widmete sie sich wieder mit einem charmanten Lächeln ihren Gästen zu.


    Ich blickte mich kurz um, in der Tat, alle Gäste wurden vorzüglich bewirtet. Die Sklaven kümmerten sich sorgsam um alle. Außer Stella und ich. Unaufmerksam wie ich war, meinte Stella, das sie auch von etwas zu trinken nicht abgeneigt sei, worauf mein Blick kreiste. Der nächst beste Sklave mit einem vollen Tablett wurde herangewunken. "Was hättest du gern mea dulcissima? Ich habe extra für dich Zitronenwasser zubereiten lassen." Doch ob Stella gerade am Tag ihrer Hochzeit Zitronenwasser mochte, wusste ich nicht. Ich blickte fragend zu Stella.



    Zitat

    Original von Lucius Annaeus Florus
    Ich freute mich sehr, dass meine Geschenke bei den beiden Frischvermählten gut ankamen. Ich wusste selbst, dass ich meine Familie in der letzten Zeit zusehr in den Hintergrund gestellt hatte. Auch dies ein Grund, warum ich endlich meine militärische Laufbahn beenden wollte.


    Es freut mich sehr, dass euch meine Geschenke gefallen. Lasst uns doch nun zusammen den geselligen Abend geniessen.


    Bestimmt, aber freundlich wandte auch ich mich dem Buffet zu.


    "Vielen Dank nochmals Florus. Du hast uns beiden eine große Freude bereitet." Antwortete ich und lächelte Stella an. Doch bevor Florus außer Sichtweite war, rief ich ihm noch etwas hinterher. "Wenn du magst Florus, ich habe Neuigkeiten, die dich vielleicht auch interessieren würden. Wenn die Beglückwünschungen vorbei sind, vielleicht haben wir dann mal kurz Zeit." Und schon war Florus in Richtung des Buffets unterwegs.


    Ich stellte mich einen Moment, in dem wir scheinbar allein standen vor Stella, ergriff ihre Hände, lächelte sie an und drückte ihr einen Kuss auf den Mund. "Eine wunderschöne Hochzeit, nicht wahr Stella....?!" Und schon standen die nächsten Gratulanten an. Ich wandte mich um, so das ich wieder neben Stella stand und Ursus stand nun vor uns.



    Zitat

    Original von Titus Aurelius Ursus
    Das Brautpaar schien ihr Gespräch mit Florus beendet zu haben und nun steuerte Ursus entschlossen auf die beiden zu, bevor sich jemand vordrängeln konnte. Lachend faßte er eine Hand von Stella und eine von Varus. "Was für eine wunderschöne Hochzeit! Ich hoffe, daß euch das Leben viel Glück bringt und eure Wünsche sich erfüllen. Mir ist natürlich klar, daß Langeweile bei euch sehr lange nicht aufkommen wird. Aber für die Zeit, wenn es einmal so ist, habe ich euch eine Kleinigkeit mitgebracht, womit ihr euch die Zeit vertreiben könnt. Es ist ein Spiel aus Elfenbein, das sowohl taktisches Geschick, als auch Glück erfordert. Ich hoffe, es wird euch ein wenig Freude bereiten. Mein Sklave hat es bereits an eure Sklaven übergeben, damit sie es zu den anderen Geschenken legen."



    Sim-Off:

    Wi-Sim für Stella


    Ursus ergriff je eine Hand von Stella und mir. Ich lächelte ihn an, während er sprach. er wusste sicher, wie ich mich am heutigen Tage fühlte. Seine Worte waren wie eine Melodie, die hätte schöner nicht sein können. Wir bekamen von ihm ein Spiel geschenkt, was mich neugierig machte. Doch sicher würde sich dazu auch bald Zeit finden. Mit Spielen hatten es wir beiden irgendwie. Kurz kam mir die Sache mit dem Ball in den Sinn, welche ich Ursus damals vor seiner Abreise nach Germanien vorgeführt hatte. "Vielen Dank Ursus......, wir wissen deine Worte zu schätzen." Und mein Lächeln wollte heute nicht minder werden.

    Das war eine gute Frage. Ich blickte mich um, doch just in dem Moment war keiner der Sklaven zu sehen. Doch wenn ich mich recht erinnere, liegt schon Wasser an. "Ich denke, dies ist schon geschehen. Gestern glaube ich...."
    So richtig wusste ich das aber nicht.
    Wäre Habia oder ein andere Sklave des Hauses in Reichweite, hätte ich nochmal nachgefragt, doch ich meine Habia gesehen zu haben, wie er mit einem Krug Wasser in der Küche hantierte.

    "Ja,.....das ist richtig...." Antwortete ich auf die Frage, ob dieses Haus erst errichtet worden ist. Ehrlich gesagt hatte ich mich noch nicht darum gekümmert, ob schon Wasser schon anlag oder ob dies auch noch, wie einige Zimmer erst fertig zu stellen war. Wenn dies aber nicht der Fall gewesen wäre, hätte sich schon Habia oder einer der anderen Sklaven zu Wort gemeldet.


    Das Wort Gebühren ließ mich dennoch aufhorchen.

    Kurz nachdem mich Habia von dem Besucher informiert hatte betrat ich dieses auch schon und ging auf den gesandten des Curator Aquarum zu.
    "Salve...., Annaeus Varus mein Name. Man sagte mir, du kommst im Auftrag des Curator Aquarum?" So hatte es Habia mir berichtet.


    Der Besucher blickte sich unauffällig um und schien sich zu wundern, das gerade er ins Tablinium geführt wurde. Der Grund war einzig und allein die noch anstehenden Restarbeiten an und im Domus, wo bis jetzt nur das Tablinium und die Privaträume fertiggestellt waren. In den anderen Räumen hatten die Maler oder Mosaikenleger noch kleine Restarbeiten zu verrichten.

    Der Kollege schien heute mit dem falschen Bein zuerst aufgestanden zu sein oder war einfach von Natur aus so. Ich schmunzelte, ging bis an den Schreibtisch heran und reichte meine Hand zur Begrüßung. "Ja fast.......!" Meinte ich und grinste immer noch. "Mein Name ist Annaeus Varus........, Procurator Annonae und ich komme direkt aus Rom im Auftrag des Praefectus Annonae."
    Ich will ja nicht sagen, das der Kollege unfreundlich war doch manch anderer Fremder zuckte erst einmal zusammen.
    "Viele Grüße soll ich dir von ihm ausrichten, mit deinen letzten Berichten war er hochzufrieden und alles was für dich sonst noch wichtig sein sollte, ist alles noch in Arbeit." Ich ließ meine Worte erst einmal wirken und blickte Popertius Annalis an.

    Nach meiner Unterredung mit dem Praefectus hatte ich mich tags darauf auf den Weg nach Ostia gemacht. Um diese Jahreszeit war es noch recht frisch, doch die Sonnenstrahlen zeigte schon ganz früh, das dies ein schöner Tag werden würde.
    Erstaunlich wie viele Menschen um diese Zeit schon auf den Beinen waren, nicht nur ich wollte diesen Tag in der Frühe beginnen.


    In Ostia angekommen, war meine erste Station natürlich die Hafentaberna. Gut gespeist ist halb gewonnen dachte ich mir. Nach dem ausgiebigen Frühstück machte ich mich gleich daran das Officium des Procurator von Ostia aufzusuchen.


    Ich durchschritt den Hafen und eine leichte Brise wehte mir von der Meerseite ins Gesicht. Am Officium des Kollegen klopfte ich an und betrat dieses umgehend.
    "Salve Kollege...." Mit diesen Worten bewegte ich mich auf den großen Schreibtisch zu, hinter dem ich den Procurator vermutete.