...die Würfel rollten langsam auf dem Tisch aus.
Ein Venuswurf. Der Dritte mit diesen Würfeln.
"Schau, Liebste..."
...die Würfel rollten langsam auf dem Tisch aus.
Ein Venuswurf. Der Dritte mit diesen Würfeln.
"Schau, Liebste..."
Der Würfel gefiel auch Aventurinus. Er nahm ihn in die Hand, würfelte. Auf dem Tisch lagen noch weitere von den kleinen goldenen Würfeln. Er nahm zwei weitere davon, so das er jetzt ingsesamt 3 davon in der Hand heilt. Würfelte mit allen.
3 Sechsen. Ein Venuswurf.
Wie passend, dachte Aventurinus und lächelte Sinona an.
Er wiederholte den Wurf. Erneut ein Venuswurf.
Mißtrauisch beäugte der Comes die Würfel, ob sie etwa gezinkt seien. Wog sie in der Hand. Würfelte einzeln mit ihnen. Unterschiedliche Zahlen kamen dabei heraus.
Nahm erneut alle 3 Würfel gleichzeitig in die Hand. Überlegte kurz, legte die 3 Würfel in die Hand der Liebsten...
Von ihrer Ausgelassenheit sich ansteckend lassen und lächelnd voll zärtlicher Erinnerung an das gemeinsam vollbrachte Opfer im Tempel der Venus denkend hatte Aventurinus in wenigen Schritten Sinona eingeholt und gemeinsam standen sie nun vor den bunten, reich mit Waren beladenen Auslagen der Straßenhändler, die ihr Angebot natürlich auf Opfergaben für den Tempel der Fortuna spezialisiert hatten, wo sich der Stand befand.
Die Hand seiner Liebsten haltend glitt sein prüfender Blick über die vor ihnen ausgebreiteten Waren, auf der Suche...
"Ja, Sinona und ich - wir kennen uns." antwortete Aventurinus dem Pater Familias der Didier ruhig. "Und wir lieben uns. Deshalb bin ich hier."
Sinona hielt er für den Begrüßungskuß seine Wange hin, um Falco nicht unnötig zu provozieren, schenkte ihr jedoch einen kurzen Blick voller Wärme der mehr ausdrückte als tausend Worte und ergriff wie selbstverständlich ihre Hand, so das sie jetzt beide nebeneinander vor Falco standen.
Er vermutete, das Sinona ihren Pater Familias bereits grundsätzlich informiert hatte und sah es als das Vernünftigste an nicht lange um den heißen Brei herumzureden.
"Falco, ich möchte dir versichern, das ich für Sinona die allertiefsten Gefühle empfinde und nur ehrliche Absichten verfolge. Du kennst mich aus der gemeinsamen Arbeit in der Curie von Italia und konntest dir so bereits ein Bild über mich machen."
Aventurinus betrat das Zimmer des Pater Familias der Gens Didia.
Im Zimmer erblickte er den Pater, etwas mürrisch guckend und seine Liebste, deren strahlendes Gesicht sein Herz erwärmte.
"Salve Falco." begrüßte er den Pater. Man kannte sich aus der Provinzcurie und Aventurinus schätzte ihn.
Dann ein Blick zur Liebsten, ein Lächeln. "Salve Sinona." Augenzwinkernd. Beide hatten sich erst vor wenigen Minuten voneinander verabschiedet, vor dem Hause.
"Nein, das werden wir nicht können, Liebste." sagte Aventurinus lächelnd und schaute Sinona liebevoll an.
"Niemals werden wir das Glück welches Fortuna uns beiden geschenkt hat, mit unseren Gaben an sie aufwiegen können. Komm, laß uns bei diesem Händler dort schauen, welches Opfer wir der Fortuna darbringen können..."
Ein Sklave des Hauses hatte Aventurinus bis zur Tür des Arbeitszimmers des Pater Familias geführt, wo sich dieser aufhalten sollte. Aventurinus holte tief Luft, zupfte seine Toga mit den Ritterstreifen zurecht und klopfte an die Tür.
Sein Herz pochte vor Aufregung wild. Ging es doch darum bei dem Pater Familias seiner Liebsten einen guten Eindruck zu machen. Wie würde das Gespräch verlaufen?
Voll Anspannung wartete er auf eine Antwort auf sein Klopfen...
"Liebste, wir sollten der Fortuna danken..."
Aventurinus schaute sich schon um, ob einer der Straßenhändler vor dem Tempel eine geeignete Opfergabe im Angebot hatte...
ZitatOriginal von Lucius Aelius Quarto
“Um ein reibungsloses Arbeiten zu ermöglichen, wird es, denke ich, nötig sein, entweder eine Stimmübertragung zu genehmigen, oder aber bei Abstimmungen nur die wirklich abgegebenen Stimmen zu berücksichtigen. Mehrheiten hingen dann nicht mehr von der Gesamtzahl der Mitglieder ab. Ansonsten sehe ich schwierige Handlungsbedingungen für die Curia voraus.“
Als zusätzliche Maßnahme schlage ich vor, das der Princeps Curiae bei Beginn von Abstimmungen die stimmberechtigten Mitglieder per PN informiert und dieses zumindestens solange beibehält bis sich die Arbeit der Curie stabilisiert hat. Bis zur Wahl der neuen Curie werde ich dies jedenfalls so handhaben.
"Fein. Wenn es Neues gibt, Post an mich in die Casa Caecilia oder in mein Büro in der Regia des Statthalters. Vale."
Die Gerichtshalle verlassend.
Sinona auffangend, in seinen Armen geborgen haltend, den Kuß empfangend, erwidernd. Verstehend. Lächelnd.
"Zusammen sind wir stärker, Liebste, sicherer - durch die Kraft unserer Liebe. Ich werde immer für dich da sein."
Gemeinsam mit ihr durch die Straßen schreitend...
Noch stehend unter dem Banne des im Tempel unter dem Angesicht der Venus zusammen mit ihr Erlebten, Gefühlten, Erfahrenen, Gespürten.
"Die Welt, oh ja, sie ist schöner denn je - durch Dich, mit Dir."
Plötzlich stehend bleibend, sie durch leichten, zärtlichend Druck seiner Hand stoppend, mit der anderen Hand in eine Richtung zeigend.
"Schau, Sini, dort..."
Der Scriba des Comes legte diesem die soeben erhaltene Schruftrolle vor.
Der überflog sie und gab dann seine Anweisung an den Scriba.
"Bereite die Auszahlungsbescheide für die Zuzugsprämie an die dort genannten Bürger vor. Ich unterschreibe dann."
Kurze Zeit später brachte ihm der Scriba die Auszahlungsbescheide zum Unterschreiben und legte ihm zusätzlich eine kleine Liste vor.
"Herr, an 4 Bürger können wir momentan kein Geld auszahlen, da sie noch über kein Konto verfügen. Das sind:
Lucius Aurelius Batiatus
Lucius Aurelius Maximus
Remus Caecilius Lapsus
Sextus Licinius Latinus"
Aventurinus verfügte die Auszahlung der Zuzugsprämien an folgende Bürger:
Ostia:
Antonia Annaea Minervina
Aurelia Deandra
Marius Aurelius Iustus Zuzugsprämie Ostia
Mantua:
Publius Sabbatius Marcellus
Tiberius Corvius Cadior
Vesuvia Crispina
Misenum:
Marcus Sergius Stephanus Zuzugsprämie Misenu
Markus Germanicus Disputator
"Die Bürger, an welche noch keine Auszahlung erfolgen kann, behalte im Auge." sagte der Comes zu seinem Scriba. "Sobald die Voraussetzungen bei ihnen vorliegen, wird die Zuzugsprämie an diese Bürger ebenfalls ausgezahlt.
"Jawohl, Herr."
...gerade noch lächelte Sinona ihn an. Im nächsten Moment fiel sie vornüber.
Reichlich erschrocken, aber doch geistesgegenwärtig machte Aventurinus zwei schnelle Schritte nach vorn. Fing die Liebste in seinen Armen auf...
Gaius Octavius Victor
Casa Octavia, Roma
Salve Victor!
Meine herzlichsten Glückwünsche möchte ich dir dazu aussprechen, das unserem Ädilen zwar meine Preise für Datteln auffällig geworden sind, aber nicht die deinen.
Hattest Du eine göttliche Eingebung, das Dein Angebot kurz vor der gegen mich verhängten Strafe plötzlich verschwunden war? Oder hattest du einfach Glück, das die Kunden deine Lager rechtzeitig leerkauften?
Ob dieser Angelegenheit etwas verwundert
verbleibt mit freundlichen Grüßen
Quintus Caecilius Aventurinus
ZitatOriginal von Marcus Vinicius Hungaricus
Und das Gericht wartet immer noch.:)
Spielst du nun den Scriba oder einen Zwischenrufer?
Ich dachte wir machen hier RPG.
"So nimm zu Protokoll, Scriba."
ZitatAlles anzeigenOriginal von Publius Tiberius Maximus
Quintus Caecilius Aventurinus
wird hiermit gemäß § 4, Absatz (3) zu einer Geldstrafe gemäß § 7, Lex Mercati verurteilt.
Er hat Datteln (15,99) unter den Herstellungskosten angeboten und hat somit einen Betrag von 265,19 Sesterzen zu zahlen.
Gaius Octavius Victor, Senator und Hüter der Gerechtigkeit in unserer Stadt, hatte bereits lange vor mir und bis kurz vor dem Ausspruch der Strafe gegen mich Datteln für 16 Sesterzen im Angebot, was genauso unter dem Herstellungspreis ist, wie der zuletzt von mir verlangte Preis.
Nachdem ich für 20 Sesterzen durch den Preis des Victor keine Datteln verkaufen konnte, senkte ich meinen Preis auf 17 Sesterzen. Die Kunden bevorzugten mehrheitlich weiterhin die Datteln des Victor für 16 Sesterzen. Erst daraufhin senkte ich meinen Preis für Datteln auf 15,99 Sesterzen.
Da der Aedilis Curules über Wochen nichts gegen die Preise des Victor unternommen hat und ich deshalb natürlich davon ausgehen durfte und mußte, das ein Mann wie Victor - seines Zeichens Kommandeur der Cohortes Urbanae - nach Recht und Gesetz handelt, habe ich meine Preise abgesenkt um mit ihm auf dem Markt überhaupt konkurrieren zu können.
Da an den Preisen des Victor offensichtlich nichts auszusetzen war, mit welchem Recht werden dann meine angeblichen Preisverstöße bestraft? Wo ist da Gerechtigkeit? Wo ist da die Gleichbehandlung der Bürger vor dem Gesetz?
ZitatOriginal von Publius Tiberius Maximus
Es wurde das mittlere Strafmaß gewählt
Warum mittleres Strafmaß? Ich bin noch nie auffällig geworden und habe nur wenige Datteln verkauft.
ZitatOriginal von Publius Tiberius Maximus
da er anderen den Einstieg am Markt erschwärt
Den Eintritt in den Markt hat Gaius Octavius Victor erschwert.
Ich habe meine Preise erst nach ihm und infolge seiner niedrigen Preise abgesenkt.
ZitatOriginal von Publius Tiberius Maximus
dies schon länger bekannt ist!
Was soll das heißen? Schaut der Ädil tatenlos zu, wenn ihm etwas auffällt? Warum ist ihm nur bei mir etwas aufgefallen und nicht bei Victor?
Ich verlange aus den vor mir genannten Gründen die Aufhebung des vom Aedilis Curules gegen mich verhängten Erlasses.
edit:// Falsches Wort ersetzt. Datteln statt Sesterzen ist richtig.
"Ich bin hier um meine Begründung für einen Einspruch gegen einen Erlaß des Aedilis Curules zu Protokoll zu geben." sagte Aventurinus in der Eingangshalle des Gerichtes zu einem Scriba, der dort Besucher in Empfang nahm.
"Der Einspruch selbst wurde schon in schriftlicher Form von mir hier eingelegt."
"Vale, Aelia."
Nachdem die Tür hinter der Magistra ins Schloß gefallen war nahm Aventurinus hinter seinen Schreibtisch Platz und griff sich eine Schriftrolle mit der Überschrift ´Entwurf der Geschäftsordnung für die Curia Provincialis Italia´. Mit einem leichten Seufzer machte er sich an die Arbeit.
"Ich verlasse mich ganz auf dich, Aelia." antwortete der Comes.
"Gibt es von deiner Seite noch etwas?"
Einspruch gegen ein Edikt des Aedilis Curules
Hiermit lege ich gemäß § 7 (4) Lex Mercati
Zitat
§ 7 (4)
Gegen verhängte Strafzahlungen kann vor Gericht Einspruch eingelegt werden. Die Zahlung wird dann bis zur Gerichtsentscheidung ausgesetzt.
Einspruch gegen die vom Aedilis Curulis auferlegte Geldstrafe ein.
Meinem Schreiben liegt eine Abschrift des durch den Aedilis Curules erlassenen Edictes bei.
Zur Begründung meines Einspruchs werde ich innerhalb von 2 Tagen das Gericht persönlich aufsuchen.
Vale
Quintus Caecilius Aventurinus
ZitatAlles anzeigenOriginal von Publius Tiberius Maximus
Quintus Caecilius Aventurinus
wird hiermit gemäß § 4, Absatz (3) zu einer Geldstrafe gemäß § 7, Lex Mercati verurteilt.
Er hat Datteln (15,99) unter den Herstellungskosten angeboten und hat somit einen Betrag von 265,19 Sesterzen zu zahlen. Des weiteren wird dieser Vorfall in den Akten vermerkt. Es wurde das mittlere Strafmaß gewählt, da er anderen den Einstieg am Markt erschwärt und dies schon länger bekannt ist!
Publius Tiberius Maximus