Beiträge von Manius Aurelius Philonicus

    Nur in einer Tunika bekleidet - in einer weißen, sauberen, neuen Tunika - betrat ich das adedis. Meine Toga war noch in einer aufwändigen Reinigungstortour verstrickt und das Anlegen hätte wieder mehrere Minuten gedauert. Prinzipiell stolperte ich immer über meine eigene Toga. Deswegen war es wohl auch der Grund, weshalb ich mich in der Öffentlichkeit - wenn mit Toga, dann nur sehr langsam gehend - lieber in Tunika zeigte. Die Öffentlichkeit war für mich mein Haus. Wie mein Bild in der Stadt sein sollte, musste ich noch ausfeilen. Ein wenig verwirrt und verirrt blickte ich mich um. Das war aus mehreren Gründen. Erstens wusste ich nicht, dass mich hier meine Mutter erwartete, meine all so gute, ach so gern gehabt Mutter, die aber einen nach mehreren Jahren des Zusammenlebens auch einfach mal auf den Wecker gehen konnte. Zweitens, das Haus war groß. Sehr groß. Da passierte es nunmal, gerade als Neuankömmling, dass man in einen Raum stolpert, von dem man nicht mal wusste, dass ein Haus so etwas haben kann. Erst vorhin kam ich ganz zufällig ins Weinlager. Und, tja... wenn man schonmal da war... Formulieren wir es so: Ich stockte meine Ration an den Genüssen des Weines an diesem Tag ein wenig auf. [mhden agan], wie der Grieche so schön sagte. Höchstens am Geruch merkbar und vielleicht auf ein wenig am etwas verwirrten Blick, den ich aber geschickte mit den ersten zwei Punkten ausspielen konnte, merkbar versuchte ich in der Sklavenmenge, die mir eh vollkommen unbekannt war, einige bekannte Gesichter heraus zu lesen. Ich blieb an zwei Gesichtern der Marke "die-müssen-mit-mir-verwandt-sein" hängen und meine Gehirn filterte langsam die Informationen heraus. Allerdings tat es es nach dem Ausschließungsverfahren und nicht nach der Erinnrung. Vielleicht dauerte es deshalb ein wenig, bis meine Gehirn mir sagte, dass dort Cotta, ein Bruder von dir, und seine Mutter stand. Folglich war es auch meine Mutter. Verzweifelt fragte mein Körper mein Gehirn, wie ich denn jetzt reagieren sollte, nach einem nicht gerade freundlichen Abschied aus meinem Elternheim war die automatische Wiedersehensfreude nicht besonders rießig. Schließlich gab mein Gehrin meinen Körper den Befehl freudig zu lächelnd und - wenn möglich - gerade aus zu meiner Mutter zu laufen und sie zu um armen. Sollte ich nicht auf diesem Weg zusammenbrechen sollte ich noch "Mutter" sagen.
    Auch wenn es nicht ganz so schlimm war, so konnte ich doch wetten, dass das strenge der Auge der Mutter sozusagen, den Braten sofort roch. :D Mein Gang zu ihr und die hoffentlich nicht zu feste Umarmung war noch ganz gut. Bei dem Ausspruch "Mutter", weigerte ich mich jedoch ein wenig, da ich fürchtete doch ein wenig zu viel Geruch auszubreiten und ich mir nur eine Ohrfeige einfangen würde.

    Ich deutete stumm auf einen kunstvoll verzierten Hölzernen Stuhl, der scheinbar neu bezogen wurde, aber ich ihn ehrenhalber doch meinem großen Bruder anbot und selbst setzte ich mich auf das Fußende meine Bettes, das auch nicht wirklich zu verachten war. "Nunja...", begann ich meine Erzählung und legte mich ein wenig zur Seite und stützte meinen Kopf auf meine Hand. Dadurch wurde zwar meine Sprache ein wenig undeutlicher, aber mein eigener Bruder müsste wohl noch verstehen, was ich sagen wollte. "Ich war auch bei meiner Mutter. Zu lange meinem Geschmack nach. Ich wollte ja auch kein Muttersöhnchen sein, also beschloss ich eine alte villa rustica in der Nähe von Mantua, unserem alten Wohnort, zu beziehen. Ich hielt es aber auch nicht wirklich lange dort und ich weiß nicht, vielleicht war ich noch zu nah an Mutter. Zumindest - jetzt bin ich hier. Jetzt werde ich mich richtig bilden und jetzt werde ich anfangen mal die Großstadt zu erkunden."
    Über Lupus war ich inzwischen schon informiert worden, und spätestens jetzt freute ich mich auch schon wieder auf ein Wiedersehen mit ihm. Er war ja schon immer etwas eigen. Ein Kyniker war er also. Mein Griechisch ließ mich glücklicherweise nicht vollkommen im Stich und ich übersetzte es mit "Hündigkeit". Etwas beschämend fand ich es ja schon, dass ein Bruder als Bettler in Griechenland gelebt hatte, aber ich sollte es ihm lieber nicht sagen, da doch gerade Scham für solche Menschen unbekannt war. Ich wollte mir aber auch kein Vorurteilbilden und so nahm ich diese Bemerkung nur nickend hin - was etwas schwierig war, auf dem Arm gestützt, aber vom Bett runtergefallen war ich dabei nicht.

    Ich lächelte wieder ehrlich. Vielleicht war es auch meine Schuld gewesen, dass ich so überspitzt reagiert hatte, aber ich wollte weder länger auf dieser etwas peinlichen Begegnung herumreiten. noch das Spielchen "meine Schuld - nein, meine Schuld" spielen. Ich meinte nur "Egal jetzt. Es ist schön dich hier wieder zu sehen, was macht Lupus, was macht überhaupt die ganze Familie? Mensch, lange ist es her." Ich wusste nicht mal, wie sehr sie noch Kontakt zu meiner Mutter haben. Überhaupt, wenn dann sollte ich wissen, was sie wohl machte, aber ich wusste es auch nicht. Vor meiner Abreise war die Post leider ein wenig untergegangen, aber ich sollte sie wohl mal irgendwann wieder aufsuchen.

    Das ich meinen eigenen Bruder noch erkannte verwunderte mich nicht. Auch wenn es schon länger her war, dass ich ihn verabschiedete und ich auch noch jünger war. Und er hatte seit dem längere Haare, aber das war eigentlich nur nebensächlich. Ich war stolz auf meine kleinen schwarzen Locken, auch wenn sie mir nicht umbedingt besonders standen. Ich erwiderte kurz den Druck meines Bruder und stammelte nur so etwas wie "Cotta." Die etwas negative Bemerkung – oder zumindest meinte ich einen negativen Unterton heraushören zu können – erwiderte ich mit einem Blick an mich herunter. "Die Reise, der Dreck, das etwas ländlichere Leben ist nicht mamorweiß.", erwiederte ich trotzig. Ich mochte es nicht, wenn man gleich bei einem Wiedersehen mit einer Kritik begrüßt wurde. Leider war mir nicht die Gabe gegeben übermäßig viel Kritik ertragen zu können, auch wenn sie konstruktiv war. Trotz der etwas krampfigen Antwort bemühte ich mich um ein freundliches Lächeln. Immerhin war es mein Bruder.

    Ich hatte gerade ein fröhliches Lied auf den Lippen und packte meine Sachen aus. Ein kleines Bildnis auf eine Tonscherbe von meinen Eltern, dass die Kinder einmal gemalt hatten war das Herzstück der Kleidersammlung. Eingewickelt in der edlen Toga, die aber doch nicht ganz so weiß war, wie das um mir herum. Mein ländliches Leben hatte in meinem Auge einen Gelbstich hinterlassen. Rom war entweder weiß oder schwarz. Glücklicherweise wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, als jemand anklopfte. Ich sollte nicht gleich am ersten Tag Heimweh bekommen. "Ja, herein.", rief ich den Gast an der Tür zu, während ich mir ein Glas von den gebrachten Wein einschenkte. Sicherheitshalber griff ich noch zu einem Zweiten Glas sollte wider meiner Erwartung doch nicht ein Sklave eintreten.

    "Was ich exakt mache werde ich wohl noch überleben. Ich glaube ich suche mir erstmal reguläre Arbeit, aber sicher, wie jeder guter Patrizier ist doch letzten Endes ein politisches Amt mein Ziel.", eklärte ich ohne weiter auf Cicero einzugehen. Ich kannte ihn ja nicht, aber ein wenig geistig daneben musste er wohl doch gewesen sein. "Ich würde mich dann glaube ich erstmal ein wenig ausruhen.", meinte ich schließlich. "Tut mir Leid, aber nach einer Reise bin ich nie so gesprächig. Vor allem wenn ich die gleiche Tunika noch an hatte, aber gewaschen wurde sich bei mir, wenn dann in der Therme. Ich konnte nicht von mir behaupten der reinlichste Patrizier zu sein, aber ein tägliches Bad war mir eben einfach ein bischen zu viel. Und ein bischen zu viel Wasser.

    Meine Verwandten erklärten mir, dass es eine Pflicht sei sich fortzubilden. Dazu allerdings brauchte ich eben ein Examen, dass mir die anderen Cursi, sowie den Zugang zur Politik möglichmachte. Folglich meldete ich mich bei diesem Standartkursus an. Würde wohl auch nicht wohl alzu schwer werden. Das hieß ich ließ mich anmelden. Nichtdestotrotz beschloss ich mich wenigstens darauf vorzubereiten. Aber dieses Wissen wurde mir ja wurde schon glücklicherweise von meinen Eltern und Lehrern eingeflößt.

    Ich biss mir auf die Innenseite meiner Backen und meinte ein wenig gedrückt. "Ja, das mit Cicero habe ich mitgekriegt. Meinst du es hat unserem Ruf als Patrizier geschadet?" Es war ein schwieriges Thema, und ich war froh, dass Aurelius sich darum kümmerte. Und ich war ja so unbekannt, dass mich wohl auch niemand öffentlich verspotten würde. Es lag jetzt aber auch schon eine ganze Zeit zurück. Es würde wohl bald in Vergessenheit geraten, wie ich schätzte.
    Ich ging neugierig in mein Zimmer, das inzwischen schon schön hergerichtet war. Wenn mich nciht alles täuschte hatten die Sklaven und Sklavinnen auch einen ganz angenehmen Duft hinterlassen. "Schön...", sagte ich und fügte an: "...groß." Anders als mein ehemaliges Kinderzimmer, das doch ein wenig weniger geräumig war. Ein Fenster nach Westen hin spendete mir noch ein wenig Licht der Abendsonne und ein kleines Loch in der Wand spendete mir Licht am Morgen. Scheinbar viel dieses Morgenlicht ziemlich direkt auf das Kopfende meines Bettes. Es muss wohl wirklich ein genialer Architekt gewesen sein. "Ist dein Zimmer auch so?", fragte ich neugierig.

    "Naja, es ging. Aber irgendwie bin ich Abends immer so... müde.", erklärte ich. Auch wenn das nicht immer stimmte. Aber ich war irgendwie nicht so ganz in der Stimmung mir das ganze Haus anzuschauen. Das würde ja auch länger dauern und ich war eher in einer Stimmung wo man bei einem guten Glas Wein den Sonnenuntergang beobachten konnte. Da war nicht immer nur der Himmel rot. Ich musste ja zu geben, dass mein Geschmack für Wein schon früh sehr ausgebildet wurde. Ich war ein Genießer und kein Säufer. Meines Erachtens zumindest nach. Nur dieses Germanische Bitter Zeug konnte ich überhaupt nicht ertragen. Ich folgte Ursus durch die Gänge. Dabei lernte ich ja die Villa schon kennen. Einigermaßen gut wenigstens. Oder zumindest den Weg von meinem Zimmer zu dem Officium von Marcus. Immer gerade aus und dann nochmal fragen.

    Ich grinste bei Corvinius Aufzählungen. "Versprochen, Corvinus. Wir machen bestimmt nichts böses und sind ganz brav zu allen, die wir treffen." Ich hatte ihn mir eigentlich ernster vorgestellt, aber umso besser, je mehr Humor, desto schöner war es hier zu wohnen. "Ich würde vorschlagen, du zeigst mir erstmal mein Zimmer und morgen erkunden wir dann das Haus." Es müsste ja bestimmt groß sein. Ich verabschiedete mich erfreut von Corvinus und ließ in in seiner Arbeit alleine. Ich ging aus dem Zimmer und wartete vor der Tür auf Ursus. Dort fragte ich ihn: "Was arbeitet Corvinus eigentlich alles und so viel?" Ich war bisher noch nicht auf den Sprung der Arbeit gekommen, aber ich sah ein, dass, wo ich nun von zu Hause weg war wohl auch mal auf die Karierreleiter steigen sollte, um mir wenigstens ein kleines Nebeneinkommen zu verdienen. Das schöne war ja, dass meine Berufschancen gegenüber dem gewöhnlichen Pöbel ein wenig höher waren.

    Zufrieden und auch grinsend nahm ich die Antwort zur Kenntnis. Wie schön, dass auch noch die Sklavinnen ganz... angenehm waren. Dann kamen wir in das Officium. Und dort war auch Corvinus. So wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Ich grinste breit und drückte ihn kurz zurück. "Corvinus, gut dich zu sehen.", behauptete ich und es war auch so. "Danke, die Reise war angenehm - und danke, nein. Im Moment nichts für mich." Meinte ich und fügte ein wenig zögernd hinzu. "... höchstens, ein wenig... äh... Wein." Ich musste grinsen. Mal schaun, wie der Wein in Rom war. Bisher war ich ja mit Wein aus Germanien verwöhnt wurden. Nicht, dass ich ein Säufer war, aber ein Gläschen in Ehren...

    Das war es also, das Reich der Reichen, der Luxus der Luxuriösen. Ich genoss es ein Teil von ihnen zu sein und wartet mit Ursus vor der Tür. Leise fragte ich ihn: "Ist das hier immer so sauber?" In dem Landheim von mir war es immer ein wenig staubiger, ein wenig gelber und grüner, nicht so weiß und marmorhaft. Nicht, dass es mir nicht gefiel, im Gegenteil. Ich fand es sogar schöner. Sie mussten echt einen guten Architekten gehabt haben. Gleichmorgen würde ich die Villa erkunden, nahm ich mir vor. Dann die Straße und dann Rom. Alles hat seine Zeit. Vor allem war die Villa ja schon groß genug um sich darin zu verirren, um genug leute zutreffen, Sklaven zu verscheuchen. Das würde wohl ein wenig Übung vorraussetzen. Oh... und nach Sklaven sollte ich mich auch umschauen. Die Drecksarbeit will ja nicht von meinen jugendlichen Händen verrichtet werden.

    "Danke.", murmelte ich und folgte Ursus ins Innere. Einen solchen Großstadtluxus, wie hier herrschte war ich von zuhause nicht gewohnt. Die Säulen waren gerade und blank geputzt. Im Atrium stand eine kleine Figur. Monströse Türen ragten in die Decke. Ein leichter Luftzug bließ mir erfrischenden Wind ins Gesicht. Ich war schwer beeindruckt. Jetzt verstand ich auch, wieso Rom immer als das Licht und die Mitte bezeichnet wurde. Stillschweigend und stillstaunend sah ich mich irgendwann vor der Tür des Officiums stehen.

    "Ah... dann musst du... na... du musst... Ursus sein.", sagte ich erleichtert. Kaum ein anderer würde mich wohl freiwillig in die Vorratskammer eingesperrt haben. Achja, das waren noch Zeiten. Fröhlich, aber doch vorsichtig, es könnte ja auch nochmal falsch sein. Ich hasste solche peinlichen Szenen, aber zum Glück würden sie wohl kaum an die Öffentlichkeit geraten. Na gut, die Sklaven hörten zu, aber die Sklaven waren nicht wirklich öffentlich. Bestimmt lästerten sie nachts immer in ihren Kämmerchen über ihre Herren. Das musste uns ja aber nicht interessieren. Im Augenwinkel glaubte ich sogar einen Sklaven grinsen sehen zu können.

    Ich lachte ein wenig mit, bevor mir einfiel, woher ich diesen Aurelier kannte. Er hatte uns mal auf dem Landsitz besucht. Da waren wir allerdingswohl noch beide ziemlich klein. Ich wusste nur, dass er eigentlich so gut wie gar nicht mit mir verwandt war. Irgendwie hatten wir den gleichen Ururopa, oder so etwas in die Richtung. Und ich wusste, dass er immer den Bären spielen wollte - jetzt viel mir auch der Name wieder ein. "Du bist Tutor, nicht wahr?", fragte ich ihn ein wenig zögernd. Sicher war ich nicht. Immerhin war meine Verwandschaft breit gefächert. Auch einige Senatoren, und darauf war ich stolz, in dieser Familie zu sein.

    Ich stand etwas verdattert da. Ich hatte mich schon so gefreut den Sklaven einzuweisen, dass ich sein neuer Herr sein werde. Umso mehr erstaunt war ich, dass ich wohl offensichtlich einem Aurelier gegenüberstand. Noch dazu einen, der mich bei Namen kannte, und ich ihn nicht. Etwas peinlich berührt und die Vorfreude in ein errötendes jugendliches Gesicht umgewandelt, sagte ich: "Ja, ich bin es, Manius Aurelius Philonicus." Ich tat einen Schritt vorwärts in das Haus und blickte mich neugierig um. Anscheindend war der Aurelier über meine Ankuft schon informiert. Folglich war es scheinbar immernoch eine funktionierende Familie. "Ich bin eigentlich im Begriff hier neu einzuziehen.", erklärte ich noch. Jetzt viel es mir auch ein. Irgendwoher kannte ich ihn. Irgendwann hatte ich ihn wohl mal gesehen. Der Name war mir entfallen, aber plötzlich verschwand die Röte und verwandelte sich in ein freudiges Lächeln. Ich fühlte mich wie zu Hause. Logischerweise.

    Vor nicht alzu langer Zeit gingen meine Brüder weg. Mich hielt auch nichts mehr, warum sollte ich also noch die Zeit tot schlagen? Ich beschloss es ihnen gleich zu tun und nach Rom zu reisen. Meine Kindheit hatte ich in Mantua verbracht. Als der jüngere der Brüder litt ich ein wenig unter den Fähigkeiten der anderen, was mir allerdings eine ordentliche Grundausbildung nicht verbat. Neben den Fähigkeiten, die die Patrizier nunmal besitzen, oder besitzen sollten, wie Lesen, Schreiben und Rechnen, erlernte ich auch ein wenig Ringen. Ich betrieb es als Sport und Fithaltung, sowie zur Unterhaltung. Meinen Namen, Philonicus, dass aus dem Griechischen kommt und so viel heißt wie "Freund des Sieges", gaben mir meine Eltern nachdem ich des öfteren auch gegen die Haussklaven gewann. Ich war mit der Zeit sesshaft und ein Nesthäckchen geworden. Mein Beschluss von meinem alten Zuhause wegzugehen tat ich zwar mit schwerem Herzen, aber dort hatte ich wirklich nichts mehr verloren. Ich entdeckte den Sinn für Abendteuer und den Drang etwas Neues zu entdecken. Meinen Brüdern, die meine heimlichen Vorbilder waren folgte ich also nach Rom. Dort würde ich sehen, ob in der Villa Aurelia noch ein Plätzchen frei wäre. Brieflich angekündigt ritt ich mit ein paar Sklaven Rom entgegen. Jugendlich, wie ich war, sah ich immernoch Rom als die große prunkvolle Stadt an. Dieser Eindruck wurde auch verstärkt als ich die großen Mauern sah. Die Sklaven hatten auch eine schönere Route, die nicht direkt durch die Armenviertel gewählt, aber davon wusste ich nichts. Hellauf begeistert saß ich auf meinem Pferd.


    In dem kleineren Gepäckstücken, dass jeweils die Pferde schmückte, war mein verbliebenes Hab und Gut, einige Handschriften von Büchern und einige familiäre Wertvolligkeiten. Erst nach einer längeren Wartezeit, da die Stadtwachen jeden überprüften konnten wir ungehindert und trotz schweren Gepäck hindurch. Zwar mussten wir absteigen und den Rest zu der Villa laufen, aber das war uns diese längere Reise wert. Angekommen in den Reicheren Vierteln Roms staunte ich nicht schlecht und bewunderte einmal mehr die Römische Bauweise und noch mehr bewunderte ich unsere Villen. Am Eingang unserer angekommen hielt der ganze Tross an. Ich überließ den Sklaven mein Pferd, ein ganz frisches Starkes, und ließ es mir nicht nehmen selbst anzuklopfen. Die Sonne stand schon tief am Horizont, aber es reicht gerade noch aus, dass ich die Straße in der vollen Pracht und in einem leicht rötlichen Licht ansehen konnte. Voller Vorfreude auf das was mich hier erwarten würde klopfte ich (überflüssigerweise) noch einmal an.

    [SIZE=7]Aus Spielerfahrung heraus fasse ich mich mal hier kurz kurz:[/SIZE]


    Name: Manius Aurelius Philonicus.
    Gens: Aurelia, wie der Name schon sagt.
    Wohnort: Rom.


    Verwandtschaftsbeziehung:
    Vater: Decimus Aurelius Galerianus
    Mutter: Aquilia Sabina
    Und somit Bruder von Lucius Aurelius Lupus und Appius Aurelius Cotta.


    Ich hoffe, das geht so klar. :)