Beiträge von Cleonymus

    Ein an Pryphios gerichteter Blick seitens des Ägypters bescherte dem Iunier schnell einen Becher stark verdünnten Wein und eine kleine Schale mit Obst. Cleonymus war zwar stets beschäftigt aber in der Regel war es ihm stets lieber seine Arbeit zu unterbrechen als seinen Gästen erklären zu müssen womit genau er sich beschäftigt hatte bevor er sie eingelassen hatte. Vorallem da nicht selten Rechtschaffenheit und Cleonymus Aufgabengebiet recht weit von einander entfernt waren ...


    "Ich danke dir für die Grüße, deine Cousine habe ich wahrscheinlich schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gesehen, ich hoffe es geht ihr und ihrem werten Gatten gut! Ich errinnere mich noch das sie sich sehr über die Hochzeitsgeschenke gefreut hab die ich ihr geschickt hatte!
    Mir geht es natürlich gut, ich bin wohlhabend und einflussreich was kann sich ein Mann mehr wünschen! ... Oh das freut mich zu höhren, der Stadt hat er nur Kosten bereitet, da ist es gut das er unter deiner Führung wenigstens auch mal ein paar Einnahmen bringt! Aber genug der Höflichkeiten, ich weiß das ich es las junger Mann auch stets eiliger hatte als Heute! Was kann ich für dich und deine liebe Cousine tun?"

    Kaum das Celeste das Ohr an die Tür gelegt hatte, höhrte sie auch schon Schritte näherkommen, kurz darauf wurde die Tür unachtsam von innen aufgestoßen und ein dicker Grieche in speckigen Klamotten kam zur Tür heraus ... einen großen gußeisernen Topf in den Händen beugte er sich leicht über den der Tür recht nahen Bach und schüttete etwas heißes Wasser hinein. Als er sich umdrehte sah er die beiden Frauen und erschrak sich sosehr das er beinahe den Topf fallen gelassen hätte ...


    "Beim Herrn Jesus Chri... äh .. was steht ihr hier denn so rum, habt mich beinahe zu Tode erschreckt! Junge Junge junge, warum schickt euch Nefrete überhaupt zum Hintereingang, und wie seht ihr denn aus? .. ganz in Schwarz, hoffentlich lässt euer Herr euch so nich auch Tagsüber rumlaufen da bekommt man doch gleich eins uffn Deckel vonner Sonne! Jaja kann ja nich jeder für den Gymniasarchen arbeiten sag ich immer was!? HeHe Obwohls mir manchmal trotzdem so vorkommen tut! Hört ma ick bin grad ganz allein in'ner Küche also wenn ihr wat zu Essen hochbringen sollt müsst 'er mir kurz zur Hand jehn! Ihr arbeitet doch bestimmt für dem Perser oda? Ick mein is ja sonst kaum einer hier der jede Nacht wat zu essen will wa!? HeHe ... Ick bin übrigens Monimus ... Aber zwe so hübsche wie ihr dürft mir och Michael nennen! So nennen mich meine Freunde och!"


    Damit verschwand der Koch wieder in der Küche und setzte den Topf wieder auf ein Dreibein das über einem Feuerloch stand. Mit Ausnahme der Tatsache das der Koch hier scheinbar allein war schien die Küche aber noch in vollem Betrieb ...

    Die Tür war nichteinmal verschlossen, warum sollte sie auch, sie führte ähnlich wie die Vordertür in den Hofgarten, der vom Kapeleion und der Außenmauer abgegrenzt wurde. Für gewöhnlich nuzten nur Bedienstete und Lieferanten diese Tür, weshalb der kleine gepflasterte Weg der hinter ihr lag auch nicht durch den Garten verlief sondern direkt zum Seiteneingang der Küche führte. Da der Besitzer scheinbar auch des Nachts auf einen beeindruckenden Anblick Wert legte, brannten überall im Garten kleine Lichter die selbigen in ein schumriges Licht tauchten, allerdings sorgte das auch dafür das die Mauer und der kleine Nebenweg nur noch dunkler erschienen. Womit es für den verschlafenen Wächter, der auch mehr zur Dekoration gehörte als zum Sicherheitspersonal, nur umso schwerer wurde überhaupt etwas zu sehen ...

    Der junge Pryphios sprang beinahe aus dem Stuhl auf als er den Iunier hereinkommen sah, die Liste von Cleonymus Freunden mochte in letzter Zeit kürzer geworden sein aber dafür war sie auch umso erlesener geworden ...


    "Aber selbstverständlich Praefectus, der Gymniasarchos empfängt dich jederzeit!"


    Daraufhin wank der junge Helene den Römer gleich weiter in das Amtszimmer des Ägypters, welcher zuerst skeptisch, ob der Unterbrechung, aufsah, doch dann erfreut lächelnd aus seinem Sessel aufstand ...


    "Iunius, was verschafft mir die Freude deines Besuchs ... Nimm doch bitte Platz. Möchtest du vielleicht etwas trinken, oder etwas essen?"

    Obwohl Cleonymus sehr erfreut war zu höhren das der Quästor ihn scheinbar nicht vergessen hatte, war er schon etwas gekränkt das ausgerechnet der Junge zu Anstoßen aufforderte, galt diese Geste doch hier zu Lande eher als Zeichen für gegenseitiges Misstrauen. Aber womöglich hatte das ganze in Rom eine völlig andere Bedeutung, zumal der Junge sicherlich nicht vor Gift Angst zu haben brauchte ... wollte Cleonymus seine zwei Gäste tot sehen hätte er sicher keine Unsummen für ein solches Mal und Gift ausgegeben, sondern hätte die beiden Römer einfach über Bord werfen lassen der Nil hätte mit Sicherheit den Rest erledigt ...


    "Oh in diesem Fall muss ich mich natürlich bei dir bedanken Quästor, als bescheidener Beamter der Polis, bedeutet mir der Zuspruch eines so bedeutenden Römers, wie du es bist, natürlich sehr viel!"


    Cleonymus mochte einflussreich und vermögend sein, doch solange er nicht römischer Bürger war, gab es ganz einfach gewisse Dinge die man nicht tun konnte ... mal ganz davon abgesehen das Cleonymus als Bürger auch in Richtung Senat wandern konnte ...

    Es dauerte nicht lange bis Celonymus und Herodorus sich zu den beiden Römern gesellten und schon kurz darauf kamen ein paar Diener und tischten einiges an Obst und Gemüse auf, beim zweiten Durchgang folgte dann noch eine große Platte mit Geflügel wo Cleonymus auf den ersten Blick nicht zu sagen vermochte welchem Geflügel das zuzusprechen war ... aber es schmekte vorzüglich soviel musste man den Köchen lassen ... und das auf einem Schiff ...


    "Lasst es euch schmecken, es ist mir eine wahre Freude euch wieder als meine Gäste zu wissen!"

    Als schließlich alle an Bord waren, begann die Schiffsbesatzung sofort mit den letzten Vorbereitungen. Taue wurden gelöst der Landungssteg wurde an Deck gezogen und der Kapitän lud die Gäste ein ihm unter Deck zu folgen während Cleonymus Herodorus signalisierte das er ihn kurz allein sprechen wollte ...


    "Bitte entschuldigt Quaestor Iulius, aber ich kenne das Schiff ja schon! Wir treffen uns dann bestimmt zu einer kleinen Mahlzeit in der Kapitänskajüte wenn du deine Führung beendet hast!"


    Dann wandte sich Cleonymus ab und ging mit Herodorus zum Bug des Schiffes ...


    "Es gibt Schwierigkeiten in Theben um die ich mich persöhnlich kümmern muss ... und ich will das du mich begleitest! Nur für ... den Fall das jemand mit meinem Besuch nicht ganz glücklich ist!"


    Die Geschäfte des Nebels waren immer komplizierter geworden und scheinbar glaubten einige Magister das sie nun ihr eigenes Süppchen kochen konnten wo Cleonymus die Führung übernommen hatte ...

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    Sethon


    Sethon tat wie ihm gehießen und öffnete die Porta nachdem er die "Sicherheitssysteme" entschärft hatte, dann sah er Celeste etwas verdutzt an. Wozu sich wieder hier treffen? die beiden würden doch eh ... ah achso das wussten sie ja natürlich nicht ...


    "Achso ja klar, obwohl eigentlich köntte ich euch die Adresse auch glei.. nein, lieber treffen wir uns wieder hier du hast Recht!"


    Nachdem die beiden Damen an ihm vorbei nach draussen gegangen waren und er Amneris Hintern einer genaueren Betrachtung unterzogen hatte fügte er noch an ...


    "Aber wo das Kapeleion Archaon ist wisst ihr oder?"

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    Sethon


    Sethon legte kurz die Stirn in Falten und offenbarte so das er angestrengt überlegte ...


    "Nun ihr sollt eigentlich nur die Bilder stehlen die von diesem Bantotaken geschaffen worden waren, also wenn ihr erkennen könnt welche Bilder welche sind dann nehmt meinetwegen nur die des Bantotaken, soweit ich weiß sollten es weniger als zehn sein! Aber ich weiß nicht ob ihr auch für die anderen vieleicht Geld bekommt ... die 500 bekommt ihr für die bantotakischen Bilder und den Rest bekommt ihr ja vielleicht auch noch los, der Käufer ist ein fanatischer Kunstsammler!"


    Sethon überlegte kurz ob er in dieser Hinsicht auch noch spezielle Anweisungen erhalten hatte oder ob es sich hier nur um eine Lapalie handelte die seinen Auftraggeber letztendlich überhaupt nicht interessierte ...


    "Mein Tip: Nehmt soviel mit wie ihr tragen könnt, umso mehr könnt ihr verscherbeln!"

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    Theocles


    Der Kapitän war verwundert wie der Junge mit Cleonymus sprach für einen gewöhnlichen Peregrinus konnte das durchaus sehr schwere Folgen haben so respektlos zu sein, aber in diesem Fall würde Cleonymus sicher eine Ausnahme machen ... darin sah der Kapitän seine Chance und antwortete für seinen Arbeitgeber ...


    "Wenn du erlaubst Gymniasarchos?! ... Der wehrte Cleonymus pflegt einen regen Kontakt zu den anderen Polis dieser Provinz, da viele Händler und Reisende zuvor hier in Alexandria halt machen und am Ende ihrer Reise auch meist wieder hier ankommen! Außerdem besitzt der Gymniasarchos auch einen kleinen Kontor in Theben!"


    Cleonymus warf dem Mann einen kurzen kalten Blick zu und dieser fuhr augenblicklich mit einer Beschreibung des Schiffes fort während er die Gäste an Bord geleitete. Zwar schätzte es der Ägypter das der Kapitän ihm die lästige Antwort erspart hatte, aber dafür musste er ja nicht gleich sämtliche Besitztümer des Gymniasarchen offenlegen, zumal der Kontor in Theben offiziel garkeine Verbindung mit ihm hatte, den dort wurde lediglich Hehlerware gelagert um sie später wieder zu verkaufen ...


    "Wenn man ihn nicht unterbricht hört er nicht auf zu reden also scheu dich nicht Iulius!"


    fügte er dann an und lachte heiter ...

    "Aber natürlich! Du sollst dich auch nicht gedrängt fühlen wir haben schließlich alle Zeit der Welt!"


    fügte Cleonymus nun besonders verständnisvoll an, wäre ja schließlich auch kein Problem allein zu fahren ... das Schiff würde die Reise so oder so machen ...

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    Sethon


    Fast hätte Sethon breit gelächelt, wohl wissend was die beiden erwartete, aber das wäre weder Klug gewesen noch hätt er sich das in Gegenwart der scheinbar recht zornigen Amneris überhaupt getraut, die Frau verstand mit Sicherheit nicht nur vom klauen etwas, so wie ihre Augen funkelten wusste sie auch wie man Schmerzen bereitete. Unbewusst zog Stehon die Beine etwas zusammen, bevor wieder ein gewinnendes "fastlächeln" ... er war halt nicht so mutig ... aufsetzte und einfach weiter mit Celeste sprach, um die vermeindliche Nubierin so wenig wie möglich anzusehen und sie damit womöglich noch zu provozieren ... aber was wenn sie sein Abwenden als Provokation verstand?? Schnell warf er ihr ein etwas zu freundliches Lächeln zu und sah dann gleich wieder zu Celeste ...


    "Keine Sorge der Käufer ist gleichzeitig euer neuer Auftraggeber, er wird euch dann mit weiteren Aufträgen versorgen und euren Lohn auszahlen selbstverständlich!"


    Die beiden machten Sethon immer nervöser und das nicht nur weil beide nicht hässlich waren, sondern auch weil er sich mit jeder weiteren Minute klarer darüber wurde das in diesem speziellen Fall das stärkere Geschlecht sicherlich nicht ausreichen würde um ihn vor Amneris Zorn zu retten oder auch nur vor Celestes wobei er aus irgendeinem Grund glaubte das er lieber von der Blondine umgebracht werden würde ... was dachte er da schon wieder? er wollte garnicht sterben und schon garnicht in dieser verkeimten Hütte ... hoffentlich waren die beiden nun zufrieden undließen ihn endlich wieder allein ...

    Cleonymus und Herodorus erwarteten die Sänften der beiden Römer bereits persöhnlich, es hatte Cleonymus einige Gefallen gekostet gestern Abend noch ein so ansprechendes Flussschiff für die Reise nach Theben zu arrangieren, vorallem da zugunsten der neuen Reisegäste alle übrigen und die Fracht entfernt worden waren. Ausser der Schiffsbesatzung gab es nur noch zwei Leibwächter die Cleonymus persöhnlich ausgesucht hatte um die Überfahrt so sicher wie irgend möglich zu gestalten. Der Hafen Kai vor dem Boot war heute Morgen extra gefegt worden und setzte sich deutlich zum Rest des Hafens ab, hier waren nun sogar das Pflaster zu erkennen und die Tatsache das es tatsächlich aus Steinen bestand, ein Umstand den einige der Seeleutebis heute Morgen noch bestritten hätten ...


    Als die Sänften vor dem Schiff halt machten kam auch der Kapitän die Planke hinab und gesellte sich zu Cleonymus, der Mann war überglücklich denn die Gefallen die er mit dieser simplen Sache bei Cleonymus gut gemacht hatte waren ihr Gewicht in Gold wert und vor allem konnte es ja auch nie verkehrt sein einen bedeutenden Römer an Bord zu haben ...


    Cleonymus war der erste der die aussteigenden Römer begrüßte ...


    "Salve, ich freue mich bereits auf eine interessante Bootsreise meine Herren! Wenn ich vorstellen darf, der Kapitän des Schiffes das uns nach Theben bringen wird, Theocles!"


    Der Kapitän machte einen Schritt nach vorn und verneigte sich, seine Herkunft war schwer einzuschätzen er wirkte wie die Mischung aus einem Araber und einer Griechin ... oder umgekehrt dennoch sprach er alle beiden Sprachen fließend, genauso wie das Lateinische wie er auch so gleich bewies ...


    [Blockierte Grafik: http://img233.imageshack.us/img233/900/kapitntheocles.jpg]
    Theocles


    "Es ist mir eine außerordentliche Freude, so bedeutende Personen auf meinem Schiff willkommen heißen zu dürfen! Ich bin sicher vor uns liegt eine kurze aber schöne Flussreise. Das Wetter ist wirklich ideal und der Wind auf unserer Seite! Euer Gepäck ist selbstverständlich bereits verstaut Herr!"



    Sim-Off:

    Edit: Gepäck an Bord gebracht! ;)

    Scheinbar herrschte hier gerade ein großes Maß an Unaufmerksamkeit und freiem Interpretationswillen, denn Centho hatte scheinbar überhöhrt das Cleonymus sehrwohl einen Patron gehabt hatte nur nun nicht mehr hatte, außerdem schienen Herodorus und Centho zu glauben das Cleonymus seinen auch erst kürzlich aquirierten Bediensteten einfach verschachern wollte ...


    "Entschuldigt die Unterbrechung aber ich hatte keineswegs vor den guten Herodorus dauerhaft herzugeben! Viel eher hatte ich daran gedacht ihn euch für eure Reise zur Seite zu stellen ... aber da ihr ohnehin gerade von eurer Heimreise nach Rom erzählt, wie Herodorus schon sagte beabsichtigen wir auch demnächst nach Rom zu fahren! Vielleicht möchtet ihr gemeinsam mit uns reisen Quästor, ich verfüge selbstverständlich über ein eigenes Schiff und würde dich und deinen jungen Verwandten nur allzugern darauf willkommen heißen, außerdem ließe sich so unsere neuerliche und mir bereits sehr wertvolle Bekanntschaft vertiefen."


    Eine wirklich einmalige Gelegenheit wie Cleonymus fand so ließen sich mehrere Fliegen mit nur einer Sandale erschlagen ...

    Ich folgte den Ausführungen meines Gastes und versuchte mir vorzustellen was der Quästor tatsächlich für mein Bürgerrecht tun könnte ...


    "Nun einen Patron habe ich nicht mehr, mein bisheriger Mentor zog sich vor einiger Zeit aus der Politik zurück und überlies so mir die Führung unserer politischen Interessengemeinschaft und für einen neuen bin ich mittlerweile zu alt und wohl auch zu stolz, doch das mag einem Mann meines Amtes wohl vergeben werden."


    Ohnehin hatte Cleonymus nie ein römisches Klientenverhältnis zu Nikolaos gehabt, hier zu Lande war es eher ein weniger öffentlicher Bund der die "Meister" mit den Gefolgsleuten verband ...

    Plötzlich wurde Cleonymus wieder von seinem Leibwächter angestupst und dieser deutete auf Herodorus der etwas weiter ab durch den Garten spazierte. Cleonymus hatte den Mann fast vergessen schließlich hatte er eigentlich schon auf dem Weg nach Rom sein wollen, aber der Quästor war eben recht unerwartet erschienen und da hatte die Neugier, zum Glück, gesiegt ...


    "Herodorus!? Möchtest du dich zu uns setzen, ich würde dir gern ein paar bedeutende Gäste vorstellen!"


    Sagte Cleonymus nun und deutete auf Centho und Lucanus, zu Centho gewandt fügte er noch hinzu ...


    "Herodorus ist einer meiner besten Männer, sehr verlässlig und absolut pflichtbewusst, wenn du also noch einen "überqualifizierten" Leibwächter brauchst?!"


    Natürlich war Herodorus kein Leibwächter aber dem Quästor war sicherlich klar das es sich hierbei um diese spezielle Art von Bediensteten handelte die man immer dann beauftragte wenn man sich einen Fehlschlag nicht erlauben konnte ...

    Cleonymus Augen leuchteten geradezu auf als ihm das Bürgerrecht unter die Nase gehalten wurde, der einmalige Freifahrtsschein für ihn und seine "Unternehmungen" ... hatten Quästoren die Befugniss Leute in den Bürgerstand zu erheben, nein sicher nicht, aber mit sicherheit kannte der Quästor die entsprechende Person und was konnte es schon schaden ...


    "Nun das wäre natürlich außerordentlich wünschenswert, wenngleich ich leider bereits zu alt bin um noch den Militärdienst zu absolvieren, aber wenn du vielleicht ein gutes Wort für mich einlegen könntest ... wäre ich dir wohl einen imensen Gefallen schuldig der kaum zu begleichen wäre!"


    Natürlich gab es immer eine Gelegenheit einen Gefallen zurückzuerweisen und Cleonymus war Spezialist in Sachen Gefallen immerhin basierte halb Alexandria auf diesem Prinzip ...

    Tlu'up konnte sich ein Lächeln bzw. Lachen nur schwer verkneifen, diese Römer hatten ihre Nasen stets so weit in den Himmel gereckt das sie nicht sahen was um sie rum so passierte ...


    "Entschuldige bitte Herr, ich bin Tlu'up wir haben uns im kapeleion Archaon zuletzt gesehen als du der .. "unerwartete" Gast meines Herren Cleonymus warst. Ich habe gerade den Kapitän der dich und den wehrten Quästor morgen nach Theben bringen soll instruiert, er wird euch Morgen erwarten!"

    Cleonymus machte ein überraschtes Gesicht, das der Quaestor erahnen mochte das Gefallen immer auch auf Gegenseitigkeit beruhten hatte er sich schon gedacht, doch das er gleich mehr über ihn erfahren wollen würde hätte er nun nicht erwartet ...


    "Über mich? Hach Iulius so viel gibt es da garnicht zu erzählen ... nun ich bin seit einigen Jahren festes Mitglied des Pyrtaneions und somit einer der obersten Politiker Alexandrias, zur Zeit fülle ich das Amt des Gymniasarchos aus und überwache die Schulung unserer Epheben die sich so ihr Bürgerrecht erwerben. Außerdem besitze ich ein paar Betriebe hier in der Umgebung und versuche so mir meinen Lebensabend so genüßlich wie irgend möglich zu gestalten!"


    Natürlich war das nicht alles, aber der Iulier wäre auch ein Narr wenn er geich alles erwartet hatte und für einen Narr hielt Cleonymus den Mann nun wirklich nicht ...

    Cleonymus nickte an den richtigen Stellen um zu zeigen das er seinem Gast genaustens lauschte, die Informationen waren größtenteils neu und für so genaue Informationen hätte er andernorts sicher ein kleines Vermögen bezahlt ...


    "Nun wenn das so ist wird dir vielleicht der Eutentinarchos weiterhelfen können, sicher weißt du ja das er mit der aufsicht des Getreides beauftragt ist ... also zumindest was die Stadtverwaltung angeht. Ein guter fleißiger Mann der weiß sicher mehr zu erzählen was denn auf dem Getreidemarkt so passiert! Wenn du allerdings auf Probleme bei deinen Nachforschungen stoßen solltest ... zögere nicht dich meines Namens zu bemächtigen, ich möchte das du weißt das ich voll hinter dir stehe Getreide ist unsere wichtigste Recource und wir können es uns nicht leisten das irgendwer damit Schindluder treibt! Wenn du also Hilfe jedweder Art gebrauchen kannst zögere nicht mich danach zu fragen, schließlich bin ich an guten Handelsbeziehungen genauso sehr interessiert wie Rom es ist!"


    Und das war auch die volle Wahrheit, denn wer auch immer sich hier die Taschen vollstopfte, tat dies ohne Cleonymus zu beteiligen oder auch nur um Erlaubnis zu bitten ... und das war ja nun wirklich nicht in Ordnung ...