Beiträge von Cleonymus

    Tlu'up war gerade auf dem Rückweg zum Kapeleion Archaon, nachdem er den Kapitän über seine neue Reiseroute für Morgen unterrichtet hatte, als er den jungen Iulier erblickte der ihm entgegen kam, nur in Begleitung eines einzelnen Sklaven ... in dieser Gegend konnte man sowas ja fast schon als Aufforderung zum Überfall verstehen.
    Tlu'up war zwar selbst allein doch brauchte er sich keine Sorgen machen, das Halsband das ihn als Sklaven des Kapeleion auswies wirkte auf Banditen und anderes Gesindel wie Katzen auf die Untoten ...


    "Salve Herr, was führt euch so spät in diese von den Göttern verfluchte Gegend? Des Nachts sind hier schräge Gestalten unterwegs, Herr, wenn du willst begleite ich dich zurück zur Basileia!"

    Cleonymus der gerade wieder mit seinem Weinbecher zu tun hatte, legte kurz die Stirn in Falten, als er angestrengt überlegte was dahinterstecken konnte, er selbst zahlte nach wie vor die gleichen Preise aber das war auch nicht ungewöhnlich ...


    "Nun wie du sicher weißt wurden in letzter Zeit viele Karawanen im Süden überfallen ... vielleicht versuchen die Händler nun ihre so erlittenen Verluste wieder auszugleichen ... Piraten? Ich weiß nicht recht, also der Nil müsste spätestens jetzt sauber sein, denn wie du weißt wurde die gesammte XXII. Legion erst vor kurzem nach Süden geschickt, um dort den Kopflosen Herr zu werden und die hätten sicher keine Piraten übrig gelassen wenn sie welche getroffen haben! Was das Meer angeht hab ich keine Ahnung dafür sollte die Classis zuständig sein, soweit ich weiß werden die Getreideschiffe doch eskortiert ... die müssten doch wissen ob die angegriffen worden sind!"


    Alles in allem war das eine heikle Sache, denn wenn Rom erstmal überzeugt war das man ihm Geld stahl, dann konnte das unter Umständen noch schlimmer sein als wenn man ihre Soldaten mit Steinen bewarf und Parolen an Steinwände kritzelte ... Cleonymus war nicht daran gelegen das die Prätorianer hier noch mehr rumschnüffelten, denn im Moment waren sie zu wenige um sich auch um Nicht-Römer zu kümmern ... und das war auch verdammt gut so ...

    Sim-Off:

    ?( na wer hat denn da auf "Vorspulen" gedrückt? :D


    Der Kapitän war schnell gefunden und das Geständnis kam dem Mann quasi zur Kehle rausgesprungen als sich Cleonymus "Freunde" von der Stadtwache kurz um ihn gekümmert hatten, Morgen würde Cleonymus den Mann dann im Carcer besuchen und ihm Strafminderung im Tausch für einen Gefallen,oder auch zwei anbieten ... der Tag hatte sich jetzt schon gelohnt ...


    "Mach dir mal keine Sorgen, der Quaestor kann gerne eines meiner Schiffe nach Theben nehmen ... der Kapitän erwartet euch dann am Portus Mareotis, von dort fahren die Flussschiffe ins Landesinnere!"


    Nun musste sich Cleonymus nur beeilen damit eines der Schiffe nach Theben fuhr und den Quastor mitnehmen konnte den für gewöhnlich fuhren seine Schiffe nicht ganz so weit ...

    Cleonymus stutzte, eine Reise nach Theben hier? welcher Kapitän fuhr denn von hier nach ... achso natürlich, nnja dem Jungen konnte man keinen Vorwurf machen er konnte ja nicht ahnen das hierzulande jeder Dritte sein Gehalt mit Betrug und Diebstahl aufbesserte ...


    "Aber doch nicht hier oder? Von hier fahren keine Schiffe nach Theben ... zeig mir den Kapitän!"


    Dem Mann war natürlich nicht klar gewesen was für einen Fehler er gemacht hatte als er dem Jungen das Geld abgeschwatzt hatte, wahrscheinlich hatte er auch noch eine Entführung geplant gehabt, so lief das hier eben ... aber manchmal hatten halt auch Halunken Pech und konnten von Glück reden wenn sie mit einem blauen Auge davon kamen ...

    Cleonymus begutachtete gerade die Bauarbeiten an dem von ihm geplanten Palastschiff und musste wie in den letzten Wochen immer häufiger wiedereinmal feststellen das es nicht gut voranging, seit der kreative Geist des Projekts urplötzlich verschwunden war. Entsprechend ungehalten stapfte er durch den großen Seehafen, als er plötzlich den Jüngling vom Vorabend zwischen den umhereilenden Händlern und Hafenarbeitern erblickte ...


    "Iullius!? Welch Zufall dich hier zu treffen, was treibt dich in diese recht unansehnliche Ecke der Polis?"


    Fragte der wie so oft außerordentlich neugierige Ägypter als er sich dem jungen Römer näherte ...

    Der Ägypter nickte und bedeutete dem Neuankömmling neben dem Quaestor Platz zu nehmen, woraufhin er selbst auch wieder Platz nahm und sich Wein nachschenken ließ, letztendlich war ohnehin zuviel Essen da also schadete ein weiterer Gast nicht sondern sorgte eher dafür das es nicht zuviele Reste gab ...


    "Nun dann sei auch du mein Gast Junge! Wo waren wir stehen geblieben? ... Ach ja, der gute Consul Aemilius sandte euch nach Alexandria wegen der Getreidepreise ... nun wenn mir das Komentar als betagter Politiker hier in Alexandria erlaubt ist ... es sind wahrlich nicht alles Schaafe was hier auf der Schaafsweide namens Getreidemarkt verkehrt!"


    Selbstverständlich wusste Cleonymus bestens bescheid, schließlich gehörten ihm auch ein paar Anteile an diesem besonders lukrativen Markt, der ja mitunter Hauptgrund für die so ausergewöhnliche Situation Alexandrias war ...


    "Vielleicht kann ich euch in dieser Situation auch mit dem ein oder anderen Gefallen behilflich sen!?"

    Für einen so jungen Kerl hatte dieser hier ein ganz schön loses Mundwerk, immerhin sprach er hier nicht mit irgendeinem Vagabunden sondern mit Alexandrias höchstem politischen Vertreter und hätte der Knabe auch nur irgendeinen anderen Namen ausser Iulius genannt hätte er ihn sofort einsperren lassen, denn nach alexandrinischem Recht hatte er ganz klar Hausfriedensbruch begangen. Da er nun aber scheinbar ein Verwandter seines Ehrengastes war, konnte er ihn ja schlecht davon schleifen lassen ohne das der gute Queastor ihm böse war, also wies er die Wächter an ihn loszulassen und seine Geschichte an der Porta zu überprüfen ...


    "Also gut, lasst ihn los und seht nach was an der Porta passiert ist! Wenn diese Fau..."


    Weiter kam Cleonymus aber nicht denn in diesem Moment kamen auch schon wieder die nächsten "Eindringlinge" nur das diese bewaffnet und in Begleitung der vier Wächter waren, die eigentlich hätten am Tor stehen sollen. Ob der Worte des Centurios nickte Cleonymus und warf seinen Männern einen vernichtenden Blick zu, eine dermaßen klaffende Sicherheitslücke war bei einer Person mit so vielen Feinden wie ihm schlichtweg ein Todesurteil ...


    "Ja die Männer gehören zu meinen Gefolgsleuten Centurio, danke für deine Mühen ich bin sicher das sich bei Gelegenheit ein Gefallen finden wird den ich dir schuldig bleiben kann!"


    Damit und mit einem Wink seiner rechten Hand entließ der Gymniasarchos schließlich die römischen Soldaten und gedachte seinen Männern einen weiteren giftigen Blick zu, woraufhin diese sich auch sogleich wieder zur Porta aufmachten ...


    "Bitte verzeiht die Unannehmlickeiten Queastor Iulius, wenn du möchtest kan sich dein Verwandter gern zu uns gesellen, der Strategos wollte ohnehin gerade gehen!"


    Sofort erhob sich einer der Klienten des Ägypters und verneigte sich mit entschuldigender Miene, immerhin hatte er die Männer für die Sicherheit ausgewählt und das würde später noch Ärger bedeuten, aber nun bedeutete es vorerst nur sein vorzeitiges Verschwinden ...

    Cleonymus betrachtete den Knaben und musste zugeben das er auf den zweiten Blick überhauptnicht wie ein Profi-Attentäter oder der gleichen wirkte eher wie ein Tourist ... und in dieser Aufmachung über die Mauer zu klettern wäre wohl auch nicht möglich dachte sich der Rex Nimbacti ...


    "Also gut Knabe, wer bist du und vorallem wie bist du hier reingekommen?"


    Mit einem entschuldigenden Blick zu Centho meinte der Ägypter dann ...


    "Bitte lass dich nicht stören Iulius, das dauert nur ein paar Sekunden!"


    Und länger würde es ohnehin nicht dauern wenn Cleonymus keine zufriedenstellende Antwort bekam ...

    Cleonymus hatte gerade zu einer Antwort für seinen Gast ansetzen wollen, als er bemerkte wie sein Leibwächter, der neben ihm lag, seine Wurfmesser zückte und aufsprang ...


    "Was bei Seth ..."


    Ein junger Mann kam über den Rasen spaziert, aber wie hatte er es nur herein geschafft? Das ganze Gelände war von einer 2 Meter hohen Mauer umgeben und am Tor standen zwei Veteranen der Stadtwache, also musste es sich so oder so um einen Profi handeln. Augenblicklich stürzten sich die Wächter des Kapeleions auf den neuankömmling und versuchten ihn niederzuringen ...


    "Lasst ihn am Leben ich will wissen wer ihn geschickt hat!"




    Sim-Off:

    kleiner Tipp ;) Das simmen fremder Charaktere ist nicht gern gesehen also beschränk dich auf deinen eigenen und von dir erschaffene NPC's

    Außerordentlich zufrieden mit der Antwort seines Ehrengastes bedeutete Cleonymus nun auch den anderen das sie zugreifen durften, die Köche hatten sich wahrlich selbst übertroffen und Cleonymus beschloß ihnen dafür einen Bonus zu zahlen. Nachdem er sich also nun auch selbst am Buffet gütlich tat, stimmten einige Musiker eine leichte fröhlich Melodie an die Leise mit dem Hitergrund und dem Geräusch des Baches verschwom ...


    "Ich hoffe dein jetziger Besuch wird mindestens so erfreulich wie der letzte! Weshalb bist du denn diesesmal überhaupt hier, wenn diese Frage einem neugierigen Ägypter erlaubt sei."


    Natürlich hatte Cleonymus schon eine etwaige Ahnung, aber mann konnte ja schließlich keine bessere Quelle bekommen als den Questor selbst ...

    Gleich nachdem der Römer Platz genommen hatte ließ auch Cleonymus sich nieder, woraufhin schließlich auch seine Klienten gemächlich Platz nahmen ...


    "Oh ich bin sicher das ein Mann der über deine Sprachfertigkeiten und deinen kulinarischen Sachverstand verfügt, seiner Familie bereits alle Ehre macht ... von deinem überaus bedeutendem Amt mal abgesehen!
    Aber genug des Geredes sicher bist du hungrig schließlich habe ich dich ja auch zum Essen geladen und nicht zu einer Debatte!"


    Wie aufs Stichwort erschienen auch sofort die Küchensklaven und brachten auf unzähligen Tabletts die verschiedensten Köstlichkeiten, von frischem Gebäck und saftigem Obst bis hin zu den bestellten Köstlichkeiten, nur hatte man sich nicht auf Antilope beschränkt sondern eine Platte angerichtet auf der man frei zwischen Hund, Antilope und Elefant wählen konnte. Umringt wurde das ganze von köstlichem gedünstetem Gemüse und einigen, entweder scharf oder süß, eingelegten Früchten ...


    "Ich hoffe alles wird zu deinem Geschmack sein! Sofern du noch einen Wunsch hast scheue dich nicht ihn auszusprechen!"


    Sim-Off:

    Wi-Sim

    Ein kurzes staunendes Raunen ging durch die Gruppe von "Zuhörern" die dem Römer so ihre Anerkennung zollten, natürlich nur weil die meisten von ihnen es gewohnt waren höher gestellten in den Allerwertesten zu kriechen und weil sie ernsthafte Probleme bekämen, sollten sie einen schlechten Eindruck auf einen Gast ihres Patrons machen ...


    "Du bist für wahr ein Mann voller Überraschungen Iulius, ganz wie deine edlen Vorfahren die diese Stadt vor vielen Jahren besuchten! Bitte nimm doch Platz ich bin sicher das Essen dürfte in wenigen Momenten hier sein!"


    Vorallem wäre es gesünder für die Köche wenn sie den Hausherren und seine Gäste nicht warten lassen würden. Aber dieses Problem tat sich nicht auf da gerade schon die ersten Kellnerinnen mit einigen Karafen edlen Weins kamen, Honigwein den man hier im Kapeleion höchst selbt herstellte und ein Wein der unter großen Strapazen auf dem Landweg aus Italien kam, jede Amphore war ein kleines Vermögen wert, doch wenn man gleichzeitig der reichste Händler und der oberste Politiker in einer so großen Stadt wie Alexandria war, dann wurde es schwierig bescheiden zu bleiben ...


    "Du warst also schon einmal in Alexandria? Ich hoffe es gab nur gutes zu entdecken!?"


    hackte der Ägypter nach, der natürlich wusste das ein Juwel nur dann wirklich glänzte wenn man die Kanten wegschliff und in Alexandria war Rhakotis eine wirklich große Kante ...

    Der Junge näherte sich einem älteren Mann und lüsterte ihm ein paar Worte zu dann verschwand er im Hinteren Teil des Gasthauses, während der Alte sich dem Römer näherte und sich vor diesem verbeugte ...


    "Seid mir gegrüßt, Herr! Ich bin Tagarius, wenn ich dich zu deinem Platz geleiten darf!?"


    Der in die Jahre gekommene Hellene trug ebenfalls feinste Kleidung war jedoch auch deutlich als Angestellter des Hauses zu erkennen. Tagarius führte den Römer durch den Garten zu einigen Klinen die im römischen Stil arrangiert worden waren und nun jediglich noch auf den Ehrengast warteten. Ausser Cleonymus hatte noch niemand Platz genommen war es doch üblich das hier zu Lande zuerst die "wichtigen" Leute Platz nahmen und dann die "Zuhörer". Als Cleonymus jedoch den Quaestor kommen sah erhob auch er sich und deutete mit einer freundschaftlichen Geste auf den Platz direkt neben ihm ...


    "Seid mir gegrüßt Lukius Iulius Kentho! Mein Name ist Cleonymus und ich bin der stolze Gastgeber, der sich ob deines Besuches geehrt fühlt, zumal du erstaunliche kulinarische Finesse mit deinem Wunsch bewiesen hast, welche, wenn ich das so sagen darf, leider recht selten ist bei Besuchern aus Rom!"

    Cleonymus war überrascht gewesen das sein heutiger Gast tatsächlich bewanderd schien in der kulinarischen Welt Ägyptens, was natürlich auch bedeutete das er seinen Köchen das doppelte an üblicher Qualität und Sorgfalt abverlangte, vorallem da das Parthische Silphium ihn ein kleines Vermögen gekostet hatte ...


    Der Garten war wie üblich mit zierlichen Laternen beleuchtet und die restliche Tageswärme machte den Garten des Kapeleions zu einem außerordentlich angenehmen Ort für ein Abendmahl. Der Bach plätscherte beruhigend vor sich hin und Cleonymus hatte nur die schönsten seiner Dienerinnen für heut Abend aufgestellt, die Sicherheit übernahmen ein paar ehemalige Stadtwächter die dem Ägypter treu ergeben waren. Nun fehlte nur noch der Gast, doch so wie Cleonymus seine Dienerschaft kannte würde dieser sicher auch in Kürze hier eintreffen ...

    Sofort erkannten die beiden Diener die Sänfte und folgten ihren Anweisungen die Tlu'up ihnen gegeben hatte, bevor er selbst zum Kapeleion zurückgekehrt war. Während der erste bereits zum Kapeleion unterwegs war, verbeugte sich der zweite tief und fragte mit seiner noch recht kindlichen Stimme bei seinem neuen zeitweiligen Herren nach dessen Ziel ...


    "Wohin darf ich dich bringen, Herr? Sofort zum Kapeleion oder möchtest du zuvor noch einen anderen Ort aufsuchen?"


    Oft kamen die Römer ohne ortskundige Sklaven, da war es selbstverständlich das Gastgeber ihren Gästen solcherlei zur Verfügung stellten ...

    [Blockierte Grafik: http://img153.imageshack.us/img153/6074/popmaerz20100001.jpg]
    Sethon


    250 Sesterzen waren ihr zu wenig? Die Frau musste ja wirklich eine begabte Diebin sein wenn sie eine solche Summe noch mit dem Wort "wenig" in einem Satz unterbringen konnte ...


    "250 Sesterzen sind dir zu wenig? Soviel verdient ein römischer Centurio in einem Monat ... wenn überhaupt! Und du sagst es sei zu wenig für einen einzelnen Abend Arbeit?"


    Natürlich gab es noch Spielraum und wenn sie einfach mehr verlangt hätte, dann hätte Sethon auch sicher einfach mehr rausgerückt, aber 250 Sesterzen als wenig zu bezeichnen war für jemanden der in diesem Gewerbe tätig war doch etwas merkwürdig. Sethon überlegte ob er einfach mit dem Preis raufgehen sollte oder ob er erst hinterfragen sollte wie jemand wie diese Wilde zu so viel Geld kommen konnte das 250 Sesterzen schon wenig waren ...


    "Außerdem bekommt ihr schließlich beide jeweils soviel!"

    Tlu'up war kein Koch, doch selbst er wusste um die Seltenheit und den enormen Preis von Silphiumblättern, war ja klar gewesen das der Römer es gleich wieder hatte übertreiben müssen, wahrscheinlich wollte der Römer seinen Herren damit herausfordern, mit Sicherheit hätte er auch jeden anderen alexandrinischen Politiker damit kalt erwischt, doch nicht den Gymniasarchos ... im Kapeleion Archaon standen Hund, Antilope und sogar Elefant im Silphium-Teigmantel auf der gewöhnlichen Speisekarte. Alle paar Wochen traf eine Karawane ein, die unter großen Anstrengungen das Parthische Silphium nach Alexandria schmugelte, vorallem da die Römer mit Parthien im Krieg lagen waren die Preise so imens hoch. Außerdem erzählten sich einige der Küchensklaven das der Gymniasarchos über einen privaten Vorat an echtem Kyrenäischem Silphium verfügte. Aber daran glaubte Tlu'up nicht, wie hätte Cleonymus es aufbewahren sollen ohne das die Blätter vertrockneten wahrscheilich war das nur eines dieser Gerüchte um die großen Schätze seines Herren ...


    "Selbstverständlich Herr, ich werde den Köchen deinen Wunsch ausrichten und sie werden es für dich herrichten! Mein Herr wird von deinem außergewöhnlichen kulinarischem Wissen sicher begeistert sein!"


    Vorallem würde sich der Ägypter sicher darüber freuen das es endlich mal etwas anderes als Huhn a la Fronto zu einem Treffen mit einem Römer gab ...

    Tlu'up glaubte kaum was er hörte und um ein Haar hätte er neugierig aufgesehen um sich zu vergewissern das der Römer nicht hämisch grinste, er hatte doch gesagt das sein Herr Cleonymus, der Gymniasarchos von Alexandria, war oder? Natürlich hatte er! Was in aller Welt mochte es wohl geben das dieser Mann nicht bewerkstelligen konnte, zumal das Kapeleion doch weithin bekannt war für seine außergewöhnliche Küche ...


    "Sei versichert Herr, dass das Kapeleion Archaon seinem impeiumweiten Ruf alle Ehre macht und sei darüber hinaus versichert das mein Herr keine Kosten scheuen wird für einen so besonderen Gast wie dich!"


    Sicher kannte man das Kapeleion nichteinmal in der Hälfte der Provinzen, aber wer öfter nach Alexandria kam und auf Wohlstand und Luxus nicht verzichten wollte, oder konnte, kannte es definitiv ...

    Tlu'up konnte sich nicht erklären warum die Römer immer Hilfe brauchten um sich in Alexandria zurecht zu finden, immerhin war es ja so simpel gebaut worden, alles war eckig und nichts dem Zufall überlassen ... aber da sein Herr ohnehin Anweisungen für eben diesen fall gegeben hatte musste er nun nicht lange nachdenken ...


    "Zwei der Diener des Kapeleions werden die ganze Zeit über hier warten, damit du aufbrechen kannst wann immer es dir beliebt! Der eine wird dich dann ankündigen, während der andere dich führen wird! Solltest du einen besonderen Wunsch bezüglich der Speisen haben, wird mein Herr selbstverständlich versuchen ihn zu erfüllen!"


    Tlu'up deutet auf zwei junge Ägypter die sich tief vor dem römischen Politiker verneigten und wartete dann ab ob man ihm noch einen Wunsch nennen würde ...