Ton Ton Ton ... 1000 Einheiten feuchte Erde reicht halt nicht um einen Ägypter satt zu machen!
Beiträge von Cleonymus
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Cleonymus versuchte Nikolaos so wenig wie möglich anzusehen ohne ihn zu kränken oder gar zu beleidigen, oft schon hatte er es in Rhakotis erlebt das kranke Menschen, selbst nach ihrer Genesung noch stark verändert wirkten schwach und zerbrechlich. Cleonymus wollte seinem Mentor ganz einfach nicht das Gefühl geben auf Hilfe angewisen zu sein obwohl das unweigerlich der Fall war ...
"Es tut mir Leid Nikolaos, ich wollte nichts verschweigen oder verheimlichen, aber manches scheint einfach so schrecklich das ich es selbst kaum zu glauben wage! Das Kind von Anthimos und Penelope kam gesund zur Welt und war wahrlich eine Augenweide, ein Geschenk der Götter wenn man so will. Doch so gütig sie sein können, so hart sind sie manchmal auch ... schon kurz nach der Geburt wurde Penelope eingeladen in Rom einen ihrer Kurse zu geben und sie nahm freudig an. Doch auf dem Heimweg erlitten sie und ihr Kind Schiffbruch und obwohl ich sofort Getreue die Küste entlang schickte und eine hohe Belohnung versprach, fehlt bis heute jede Spur von ihr und dem Kind!"
Cleonymus wollte aufblicken und sehen wie sehr diese Neuigkeit seinen Mentor traf doch er wagte es nicht, zusehr fürchtete er sich davor Missbiligung oder Enttäuschung in seinen Augen zu sehen, er hätte ihnen einige Wächter mitschicken sollen oder vielleicht eine bessere Überfahrt ermöglichen sollen ... vielleicht hätte das schlimmste noch verhindert werden können wenn er nur daran gedacht hätte ...
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Cleonymus Augen strahlten ...
"Ja natürlich! Ganz ausergewöhnlich, dein Ideenreichtum steht dir gut zu Gesicht mein junger griechischer Freund .... und weißt du was? Ich will das du es entwirfst ... ich will das du es planst! Bau mir ein beeindruckendes Flussschiff auf dem ich gelassene Feiern ausrichten kann wie diese hier! Und wenn sie mir gefällt, werde ich dich mit einem Schiff für den Kaiser beauftragen! hah du wirst ein reicher Mann sein Aristoxenus Leandros ein reicher Mann!"
In seiner Fantasie sah sich Ceonymus bereits in Rom, wo der göttliche Basileus ihm höchstpersöhnlich dankte ... doch bis dahin war noch viel zu tun und Cleonymus war begierig darauf anzufangen als wäre er Jahundertelang erstarrt gewesen und könnte nun endlich wieder einen Finger rühren ...
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Wieder ein erfolgloser Blick in die Runde und Cleonymus kam sich langsam vor wie der Hauptdarsteller in einem wirklich schlechten Theaterstück das ein dreijähriger Römer geschrieben hatte ... welcher wahrscheinlich noch mehr Fantasie besas als der gewöhnliche "erwachsene" Römer, welcher wiederum nur knapp den gewöhnlichen Stein an Fantasie überbot ...
"Nun ich für meinen Teil als Gymniasarchos habe mir vorgenommen die Epheben schon früh an das Museion heranzuführen, Bildung ist bekanntlich der Schlüssel zu einer erfüllten Zukunft und wenn die Epheben früh lernen die Vorzüge einer so beeindruckenden Bibliothek zu nutzen, dann halten sie vielleicht auch in Zukunft daran fest!"
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Cleonymus warf dem Strategen einen kurzen Blick zu doch dieser schien mit der Situation genauso überfordert wie üblich, allerdings war Cleonymus auch fest davon überzeugt das er selbst ohnehin mehr Einfluss auf die Stadtwache hatte als dieser griechische Spinner, dessen Vater ein überaus reicher Händler war ... was wiederum die Position des Sohnes erklärte ...
"Die Aufstockung der Stadtwache auf 500 Mann und die damit verbundene Ausbildung wurden in den letzten Wochen erfolgreich abgeschlossen! Was die Verwaltung angeht, denke ich werden wir diese "Chance" nutzen um unsere Treue und Kompetenz zu beweisen, Praefectus. Du siehst also die Polis ist so gut vorbereitet wie möglich."
Das es sicherlich noch Spielraum in Richtung "so gut wie möglich" gab war hier wohl allen klar Tatsache war allerdings das die Polis zur Zeit wirklich ausergewöhnlich glatt lief ... vorallem der Binnenhandel verbuchte zur Zeit Rekordzahlen ...
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Cleonymus verbarg das Unbehagen das die Fragen seines Mentors in ihm hervorriefen so gut er konnte, doch er war sichtlich im Zwiespalt, er konnte unmöglich all die schlimmen Nachrichten über ihm ausbreiten und dann noch hoffen das er wohl bald wieder zu voller Stärke fand ...
"Ach nun lass mich nicht wie ein altes Waschweib schwatzen alter Freund, sicherlich lässt sich bald mal ein Treffen im Kapeleion arangieren, obwohl ich glaube das einige der Bantotaken gerade auf Reisen sind, zumindest Thimotheos habe ich seit der letzten Wahl nicht mehr gesehen!"
Über Emilia und die anderen Frauen aus dem Bantotaken-Haushalt wusste Cleonymus nicht bescheid, immerhin hatte er nie ernsthaft mit ihnen zu tun gehabt und von der beinahe Verlobung wusste er auch nichts ...
"Wenn du wieder in die Stadt kommst dann machen wir mal einen Rundgang und ich zeig dir mal was so in letzter Zeit passiert ist!"
Versprach der Ägypter leichtfertig während er sich insgeheim fragte wie er seinem Freund nur all die schlimmen Dinge erklären sollte die in der letzten Zeit geschehen waren ...
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Cleonymus Augen weiteten sich wie die eines kleinen Jungen, Kunst war seine Achillesferse wenn man so wollte und diese Schönheit würde umgehend zu seinen übrigen Reichtümern kommen ... immerhin würde sie dort in erlauchter Gesellschaft verweilen ...
"Fürwahr ein beeindruckendes Talent mein junger Freund, du solltest öfter solche Arbeiten vollbringen ich würde dich fürstlich entlohnen! Vorallem auch die Polis hätte da noch ein paar großartige Aufträge zu vergeben!"
Cleonymus gab ein paar Angestellten einen Wink und diese brachten die Büste sofort in den Kunstsaal
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Zur Wahlfeier war eine weitere Kunst hinzugefügt worden, denn nun verfügte der Kunstsaal auch über einige beeindruckende Marmorbüsten, die in manchem Fall der echten Person glichen wie ein Ei dem anderen ...
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Cleonymus brauchte einen Moment um sich an den Namen zu errinnern, immerhin hatte er ihn bisher auch nur auf der Ernennung gelesen ...
"Tiberius Octavius Dragonum wenn ich mich nicht irre, was Urgulanias Mörder angeht suchen Legion und Stadtwache energisch nach ihm, doch über die aktuellen Fortschritte weiß ich nicht viel, die Legion hält sich da bedeckt!"
Dann wandte ich mich schon den Platten und Bechern zu, immerhin war die Reise anstrengend gewesen und ich war wirklich hungrig ...
"Axilla? Die ist schon seit längerem in Rom bei ihrer Familie soweit ich weiß! Anthimos hat noch Briefkontakt mit ihr wenn mich nicht alles täuscht!"
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Cleonymus erwiederte das Lächeln, es hätte ihn doch sehr gewundert wenn Nikolaos nicht zumindest noch versucht hätte die Geschicke Alexandrias zu beinflussen, immerhin war so etwas wie sein Mentor ...
"Nun von Urgulanias unseglichem Schicksal hast du ja scheinbar schon erfahren und auch von meinem neuen Amt ... da bleiben fast nur schlechte Nachrichten fürchte ich ... der Soldat ist nun unser neuer Statthalter und sein Amt in der Legion wurde von einem neuen übernommen ... Germanicus Corvus wurde soweit ich weiß zurück nach Roma gesandt ... ähm ach ja das Kapeleion erfreut sich stetiger Verbesserung und genießt nun hohes Ansehen in der Bevölkerung! Wenn es dich nach Entspannung und professioneller Umsorgung gelüstet wirst du dort selbstverständlich immer willkommen sein!"
Von Penelope wagte Cleonymus nicht zu erzählen, er wusste um die heimliche Zuneigung seines Mentors und wollte ihn nicht direkt in die nächste tiefe Unruhe stürzen schließlich war er gerade erst aus dem Krankenbett gestiegen ...
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Cleonymus sah kurz von einem zum anderen doch die Pyrtanen präsentierten sich eher als zahme Herde von Ziegen, denn als erfahrene und selbstbewusste Politiker ...
"Nun bisher gab es nur wenig außergewöhnliche Beschlüße, die Ehrung der Iunia Urgulania und der Pyrtanen der letzten Amtszeit, außerdem diskutieren wir zur Zeit noch ein stadtweites Fest zu Ehren des göttlichen Basileus ... allerdings steht da noch nichts fest!"
In dieser Pyrtanie schien Alexandria besonders ruhig zu sein wie Cleonymus gerade auffiel denn bisher hatte es sonst stets mehr zu tun gegeben ...
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Der Präfekt erschien und begann ohne Umschweife ein Gespräch, was Cleonymus um einiges unkomplizierter fand als er eigentlich erwartet hatte, doch als nun die Antwort auf die Frage des Statthalters anstand wollte er sich eigentlich zurückhalten immerhin hatten die beiden keine rosige Vergangenheit und Cleonymus wollte nicht das sich das auf das Verhältnis zwischen Rom und Alexandria auswirkte ... doch wie erwartet schien auch sonst niemand mutig genug zu sein mit dem Römer zu sprechen, wo war Anthimos wenn man ihn brauchte, doch wer konnte ihm schon Vorwürfe machen ...
"Nein Praefectus, der ehrenwerte Anthimos Bantotakis, unser Archipyrtan und somit auch eigentlicher Sprecher ist nicht unter uns, allerdings möchte ich dich bitten sein Fehlen zu entschuldigen, wie es scheint sind seine Frau und Tochter einem Schiffsunglück zum Opfer gefallen:"
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Nur wenige Stunden nach ihrem Aufbruch erreichte die kleine Gruppe um Cleonymus das Landgut des ehemaligen Gymniasarchos, Nikolaos Kerykes ...
Cleonymus stieg ab und ging zur Tür wo bereits ein Sklave wartete, sicherlich hatte Nikolaos bereits mit seiner Ankunft gerechnet, immerhin gab es niemanden in ganz Aegyptus der ihn so gut kannte wie Nikolaos ...
"Chaire, ich bin Cleonymus und komme auf Einladung des guten Nikolaos Kerykes!"
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Der Brief von Nikolaos hatte Cleonymus fast schon Schuldgefühle eingeimpft immerhin hatte er ganz vergessen den Mann der ihm den Weg in die Politik ermöglicht hatte, in letzter Zeit zu besuchen und das obwohl er scheinbar schwer gelitten hatte. Also wurden schon am nächsten Tag nach der Ankunft des Briefes einige Pferde gesattelt und Cleonymus machte sich mit einigen Getreuen auf zur Landvilla des Griechen ...
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"Ah welch wunderbare Überraschung, Aristoxenus Leandros und der junge Ausnahme-Künstler, ein wahres Glück das es euch hierher verschlagen hat, hatte ich doch angenommen das ihr beide nicht mehr in der Stadt wärt."
Cleonymus Freude war echt und das war einfach zu sehen, der Ägypter fühlte sich als hätte man ihm einen einst gestohlenen Schatz zurückgebracht ...
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Der Mann nickte demütig und wandte sich an die Festgesellschaft, woraufhin alle sogleich neugierig die Ohren spizten ...
"Der ehrenwerte Aristoxenus Leandros, begabter Schiffbauer und Weinkenner!
Und der junge Lycidas, kaum übertroffener Künstler im Umgang mit der Lyra der schon so manche unserer Ohren zu den Neujahrs-Festspielen beglückte. Seit willkommen meine Herren, der Gymniasarchos freut sich über eure Ankunft und möchte euch sicher gleich persöhnlich begrüßen! Wenn ihr mir bitte folgen wollt!"Die letzten zwei Sätze waren bereits wieder in gewöhnlicher Gesprächslautstärke gefallen da sie nur für die Ohren der beiden neuen Gäste bestimmt waren ... der Alte ging voran und brachte die beiden zu Cleonymus, der sich ein freudiges Lachen nicht verkneifen wollte noch konnte ...
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Als sie die Aula erreichten war der Praefectus Aegyptii noch nicht anwesend aber der Mann hatte eine Menge zu tun das musste selbst Cleonymus einsehen, also konnte man es ihm eigentlich nicht übel nehmen. Zumal sie nicht völlig unbeachtet abgestellt worden waren sondern nun von einigen Sklaven umsorgt wurden ...
Cleonymus war gespannt wie der Praefectus wohl auf sein Gesicht reagieren würde, obwohl er sich sicher war das der Terentier bereits wusste das er wiedereinmal im Rang aufgestiegen war ...
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Eigentlich hate Cleonymus gedacht Anthimos würde sich ihnen noch hier am Tor anschließen doch wie es schien hatte der, nun mittlerweile recht offensichtliche, Verlust seiner Frau und Tochter den Mann härter getroffen als selbst Cleonymus gedacht hatte ...
Also liesen sich die Pyrtanen diesmal ohne ihren eigentlichen Anführer in den Statthalterpalast führen ...
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Nachdem die erste Besprechung nun schon etwas zurücklag und sich tatsächlich einmal alle Pyrtanen versammelt hatten veranlasste Cleonymus den Weg zur Basileia denn es wurde Zeit das sie sich dem Präfekten vorstellten, ob er ihn nun leiden konnte oder nicht ... immerhin hatte er sich auch mit zunehmender Verantwortung gebessert ... vielleicht hatten sie Glück und beim Terentier wäre es das gleiche ...
"Salve, wir sind die Pyrtanen Alexandrias und sind auf dem Weg zum Praefectus Aegyptii!"
Stellte Cleonymus sich und seine Kollegen sporadisch den Legionären vor die das Tor bewachten ...
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Doch nicht Schwarzbart öffnete die Tür, wie käme er denn auch dazu immerhin war es ja sein Haus und seine Feier, es war der Wächter in helenistischer Rüste der öffnete ...
"Seid gegrüßt meine Herren, es tud mir Leid doch heute ist hier geschlossene Gesell..."
"Ach papperlapapp! Mein Herr wird sich sicher freuen dich zu sehen Aristoxenus Leandros, wir hatten dich nicht eingeladen da der Herr befürchtet hatte du wärst nach Hause zurückgekehrt! Deine "Begleiter" müssen allerdings draussen bleiben, mit Ausnahme des jungen Künstlers natürlich!"
Der ältere Mann der gerade hinzugekomen war, war eines der Talente die für Cleonymus arbeiteten, der Mann vergaß nie ein Gesicht und erkannte jede Stimme, so war er zu seinem Posten als Ankündiger gekommen und zugleich ein Teil der Sammlung des Ägypters geworden, was aus seiner Sicht ein wirklich gutes Los für einen Mann in seinem Alter war ...
"Der gute Gymniasarchos hatte bereits befürchtet dir wäre etwas zugestoßen, nachdem du so plötzlich abgereist warst junger Freund! Dürfte ich dich vielleicht nach deinem Namen fragen?"
Wandte der alte Mann sich nun an Lycidas, immerhin würde er sie ankündigen müssen, sonst würden wohl alle glauben es handle sich nicht um vollwertige Gäste und neugierige Blicke ernteten die beiden bereits genug ...