Präferenzen? Als gäbe es eine Urkunde wenn man einen Menschen tötete ... wobei letztendlich waren die Auszeichnungen der Legion ja nichts anderes ...
"Nein natürlich nicht, ja immer wenn es der Wunsch des Kunden war ... das kommt daher das ich erst seit ein zwei Tagen in der Stadt bin!"
Pryphios wurde misstrauisch, er war gerade auf ein eingespieltes Team gestoßen, entweder das waren wirklich Leute die einen Attentäter von außerhalb brauchten, oder aber es war besagte Konkurenz die sich eines Nebenbuhlers entledigen wollte. Welche Partei es auch immer sein mochte es war sicher ratsam vorsichtig zu sein ...
In der Sekunde als Pryphios die Tür passierte wusste er das er in Schwierigkeiten steckte, zwei Hünen und ein schmaler Vermummter bedeuteten immer ängstliches Publikum. Es dauerte auch nicht lange bis sich Pryphios Vorahnung bestätigte und sich eine Klinge auf dem Weg in seine Eingeweide befand, doch mit reichlich Glück gelang es ihm dem Stich auszuweichen ohne verletzt zu werden. Im Bruchteil einer Sekunde versuchte der seit seiner Kindheit trainierte Mörder, die Situation einzuschätzen. Dieser Stich hätte ihn definitiv getötet, bei der Kraft seines Gegners wäre das Messer mit Sicherheit bis zur Faust in ihn eingedrungen. Mit einer weiteren geschikten Bewegung weicht Pryphios dem nächsten Stich seines Gegners aus und begintt sich langsam Rückwärts zu bewegen und somit einen Ausfallschritt Mannis zu provozieren. Und Pryphios hat Glück Manni scheint eher der Typ für Knüppel und Fäuste denn für Messer zu sein und folgt seinem Gegner mit einem langen Schritt ...
Da bereits erwartet weicht der recht junge Attentäter seinem Gegner erneut aus und versetzt ihm nun einen starken Tritt gegen das Knie des durchgestrekten Beins, das Knacken ist laut und sicherlich einige Meter weit hörbar, doch Pryphios achtet nichtmehr darauf, er denkt nichtmehr er funktioniert, jahrelanges hartes und entbehrungsreiches Training lassen ihn absolut emotionslos seine "Arbeit" tun. Während Manni mit einem vom Schmerz verzerrten Schrei kundtut das er gemerkt hat was ihm gerade wiederfahren ist, nuzt Pryphios die Gelegenheit um sein eigenes Messer aus dem Stiefel zu ziehen. Mit einem Ruck zieht er den auf allen vieren kriechenden Manni wieder auf die Knie, doch Manni scheint nicht am Ende zu sein, vielmehr scheint ihn der Schmerz wütend zu machen. Die kräftige Rechte des Mannes packt Pryphios Hals wie einen Ast und drückt zu, ein Griff dem sicherlich Niemand entrinnen könnte, zumindest niemand mit Pryphios Statur. Doch der Attentäter scheint sich daran nicht zu stören, er brauch keine Luft, jetzt nicht! Mann hatte ihm beigebracht wie man länger als 5 Minuten die Luft unter Wasser anhielt, man hatte ihm gezeigt wie man meterhohe Mauern ohne Hilfsmittel überquerte und man hatte ihm gezeigt wie man Menschen quälte und tötete ... aber von Gnade hatte Pryphios sein Leben lang noch nicht gehört.
Präzise und in einer fließenden Bewegung dringt die Klinge zweimal in die Lunge des am Boden knieenden Mannes ein, es dauert nicht lange und der Hüne sackt vorn über, während alles was er von sich gibt ein leises Röcheln, gefolgt von einem leisen Gluckern ist ...
Zornig streift Pryphios die Hand des "vor sich hin Sterbenden" ab und wendet sich zu Cassella um, während kurze Atemstösse das Gesagte hin und wieder unterbrechen ...
"Ich bin ... Ich bin kein Mörder ... du schuldest mir 250 Sesterzen!"