Beiträge von Marcus Terentius Lupus

    Lupus winkte ab und trat auf seinen Patron zu, er reichte ihm die Hand und meinte, Ich würde sagen das war mein Lehrgeld,...aber genug von mir,...wie ist es dir ergangen in Roma und vor allem, wie lange bleibst du uns erhalten?
    Dabei hoffte er, daß sein Patron mit ihm das Contubernium verlassen würde,...um in Ruhe ein, zwei Dinge zu besprechen...er hatte soviele Fragen zu Roma, seinem Cursus Honorum,...seinen Plänen...
    Ja es tat ihm gut, daß er wieder da war.

    Lupus kam gerade von seiner Tour zurück und trat in das Contubernium als er einen Zivilisten dort mit seinen Kameraden sprechen sah. Einer seiner Kameraden wies auf ihn und er erkannte den Zivilisten als seinen Patron Germanicus Sedulus.
    Ein Gefühl der Freude aber auch der Verzweiflung tat sich in ihm auf,...denn durch seinen Zwischenfall bei der Ausbildung, in dessen Verlauf er übelst von den Primas zusammengeschlagen worden ist, hatte er sehr lange Zeit keine Möglichkeit gehabt, dem Wunsche seines Patrons nachzukommen,...doch sein letzter Besuch bei Paulina beruhigte ihn.

    Sim-Off:

    :(...läuft noch...


    Er sah immer noch aus als wäre er in einen Reiterangriff der Parther geraten, sein Gesicht war gezeichnet von Schmerz und verrheilten Narben.
    Germanicus Sedulus!,...Patron,...es freut mich dich zu sehen!...und seine Freude war echt,...seine Augen leuchteten nach langer Zeit noch einmal.

    Lupus sah den Diener an und entgegnete,
    Mein Name ist Terentius Lupus,....ich bin Klient des Germanicus Sedulus und möchte der Domina Paulina meine Aufwartung machen. Er hielt seine Geschenke so, daß der Diener sie sehen konnte,...besonders anhand der Rassel erkannte er wohl was sein Ansinnen war.

    Lupus sah seinen Kameraden an und sagte,...
    Danke Probus,...du bist ein feiner Kerl,...und denk´dir nichts weiter über meine Sätze von vorhin, mein Geist ist umwölkt,...ich bin voller Trauer und sehe kein Licht,...im Moment bin ich dir sicher sehr suspekt, ...aber glaube mir,...wenn du mich brauchst bin ich für dich da!
    Dann nahm er sein Sagum und verließ die Unterkunft,...draußen streckte der Winter seine letzten kalten Finger aus,...ein letztes Mal bäumte er sich auf gegen sein Ende,...ziellos ging Lupus davon,...er wollte, er mußte alleine sein.

    Lupus fuhr aus seinen düsteren Gedanken hoch und hörte zu was Probus ihm sagte,...
    Suum cuique....Probus,...Primus ist vor seiner Zeit in der Legion sehr viel herumgekommen,...seine Gesellschaft war Multikulti und er hat von allen etwas gelernt,...die Überheblichkeit unserer Kultur,...irgendwann wird sie uns den Untergang bringen...wer weiß denn was sich für gewaltige Reiche hinter unseren Grenzen befinden? Siollten die einmal den Drang nach Rom verspüren,...wer soll sie aufhalten? Du siehst doch wie fragil unser Imperium ist...gerade jetzt, wo unser Prinzeps zu den Göttern gegangen ist....
    Er schüttelte den Kopf und erhob sich,...
    Weißt du, ich hatte hohe Ideale als ich mich zur Legion meldete,...aber ich habe erkennen müssen, daß ich nur ein ganz kleines Licht bin ...ein Fünkchen in einem großen Feuer,...genau wie Severus,...man glüht auf und verlischt,...so schnell geht das...und was soll denn daran glücklich sein, wenn man Verwandte bei der Legion hat? Wird man befördert mutmaßen sofort alle Vetternwirtschaft oder Seilschaften,...zu Primus halte ich Kontakt,...auch weil er es will,...zu Alienus,...nun, ich kenne ihn kaum,...aber er ist ...auch anders als Primus,...eben ganz Tribun...ganz Tribun...
    Es schwang Traurigkeit mit in seinen Worten,...es lief wirklich alles anders als geplant,...was waren schon Pläne?
    Sag´, kannst du den Kessel reinigen?...ich muß mal vor die Türe...

    Lupus sah von seinem Essen auf und nickte,
    Ja, richtig,...Primus ist bei den Equites,...mein Cousain Alienus ist auch hier im Castellum,...irgendwie verschlägt es uns alle hierher...in diese gastliche Provinz.
    Ein wenig Bitterkeit schwang in seiner Stimme mit,...hier lief es beileibe nicht so wie von ihm geplant,...vielleicht lag es ja an der Terentier Prominenz hier im Castellum.
    ...achja,...Sinngemäß bedeutet der Satz, daß du nicht nach Dingen suchen sollst die du eh´nie findest, sondern das zu schätzen lernst was du hast.,,,und das Beste daraus machen.
    Das Beste daraus machen,...gar nicht so einfach.

    Warum wußte er nicht, ...aber Lupus war die Spitze des Keils,...ohne groß nachzudenken rammte er sein Scutum in den Bodenlehnte sich mit der linken Schulter stützend dagegen und gab seinem Körper mit dem rechten ein genug Stütze und diese Position einigermaßen halten zu können. Zum Abschluß rammte er sein Pilum in den Boden,...jeder der über ihn herfiel würde sich zwangsläufig aufspießen.
    Lupus dachte nur darüber nach wie es wohl wäre, wenn hier keine Formationsübung, sondern der Ernstfall stattfände,...vor seinem geistigen Auge sah er einen Barbarenhaufen schreiend auf ihn zurennen,...zuerst berittene, anschließend Infanterie,...sein Herz klopfte,...

    Lupus strich sich die Tunika noch mal glatt und zog das Cingullum gerade. Er hatte fast doppelt so lange gebraucht wie üblich um hierher zu kommen.
    Er warf noch einmal einen Blick auf seine Gaben,...eine selbstgefertigte Rassel und einem Tiegel feiner Minzsalbe...
    Dann nahm er sich ein herz und klopfte an,...

    Sim-Off:

    Klopf#*# Klopf#*#

    Lupus hatte noch zwei Tage Dienstbefreiung und gedachte diese zu nutzen um ein paar Dinge aufzuholen, die er während seines erzwungenen Aufenthaltes im Valetudinarium hatte aufschieben müssen.
    Er trat vor die Wache und zeigte seine Ausgangsgenehmigung vor...


    Probatus Terentius Lupus,...ich muss in einer privaten Angelegenheit in die Civitas...

    Ausgangsgenehmigung


    Hiermit gestatte ich Probatus Terentius Lupus im Rahmen eines besonderen Falles Ausgangsgenehmigung. Der Probatus soll noch vor drei Stunden wieder anwesend sein, vollkommen nüchtern sein und keine negative Veränderung der Verhaltensweise aufweisen. Widrigkeiten sind umgehend zu melden und werden bestraft.




    Servius Artorius Reatinus

    Lupus aß seinen Eintopf und hörte was Probus erzählte. In Gedankern nickte er und meinte schließlich,
    Auch uns ging es nicht immer gut,...aber mein Cousain Primus hat mir beigebracht,...man solle nicht stets nach etwas suchen was man nicht hat,sondern schätzen was man findet...Er hat mir gesagt, daß manche Völker Dinge essen die uns den Magen umstülpen würden und umgekehrt unser Essen als beleidugend abtuen würden.
    Er kratzte seinen Napf aus und legte sich noch etwas nach.
    ...und ich finde, dieses Rezept hier ist allemal besser als die Pulspampe von nebenan,...man kann es mit Huhn aber auch mit Fisch machen,...ein Spitzer Garum hinzu,...perfekt,...und...es macht lange satt!...noch einen Nachschlag?

    Es klappte immer besser mit der Testudo,...Lupus bemerkte, daß die anfängliche Unsicherheit einer Beflissenheit wich und sich jeden bei seinem Nachbarn orientierte.
    Endlich war auch der Centurio zufrieden...
    Die neue Formation sollte Reiter abhalten? Lupus hatte von Primus gehört, daß die Reitervölker ihre Pferde trainiertenHindernisse zu überspringen und auf am Boden liegende Menschen zu stampfen...
    Sie bildeten die Formation, die im Vergleich zur Testudo ein Kinderspiel darstellte. Die größeren Probati bildeten das zweite Glied und somit den oberen Schildwall...das wäre geschafft,...daran konnte der Centurio nichts auszusetzen haben,...Lupus sah von Links nach Rechts,...ja,...die Formation war sogar fast gerade.


    [Blockierte Grafik: http://img176.imageshack.us/img176/1752/schildwallwl2.jpg]

    Lupus hing seinen Gedanken nach,...besser als an die Schmerzen zu denken,...
    Sein Körper schien nicht mehr als Ganzes zu existieren.
    Manchmal dröhnte sie Schritte seiner Kameraden und das Geknirsche und Geschepper seiner Ausrüstung, manchmal nahm er sie kaum wahr.
    Der Kamerad neben ihm nahm einen Schluck aus seiner Feldflasche,...hielt sie ihm hin, doch er winkte dankend ab,...er hatte keinen Durst,...eigentlich wollte er nur schlafen...

    Lupus rührte weiter im Eintopf,...er lächelte leicht über Probus´offensichtliche Abneigung gegen die Gerste. Dann griff er in seinen Beutel und holte eine von den Würsten heraus,...schnitt sie in feine Scheiben und gab sie zur Suppe. Die gerste quoll auf und vereinte den Geschmack des Gemüses und der Kräuter mit dem feinen Aroma der Wurst.
    Weißt du Probus,...es gibt Kulturen die ihre Tiere besser pflegen als sich selbst...die gerste ist ein sehr gesundes Korn,...mein Cousain Primus hat mir einmal solch einen Eintopf gemacht,...vielmehr seine Frau,...Julia,...auch wir haben damals nicht verstanden, wie man derlei für uns herrichten konnte,...doch siehe da,...es schmeckte vorzüglich...
    Ob es tatsächlich das Gericht war, oder die Tatsache, daß Julia es damals gekocht hatte,...vermochte er heute nicht mehr zu sagen,...er nahm einen Teller und füllte ihn mit dem Eintopf,...er hielt ihn Probus hin und meinte,...
    Die römische Kultur ist stets geneigt Gutes von anderen Völkern zu übernehmen und zu verbessern,...probier´s einfach mal.
    Der Teller duftete nach Gemüse udn Kräutern, die Wurst ließ von der Hitrze das Fett fließen,...ein verführerischer Duft ging von ihm aus,...zumindest für Lupus´Geschmack.

    Lupus saß auf seiner Pritsche und polierte sein Gladius,...es war das letzte Teil seiner Ausrüstung welches er noch pflegen musste.
    Probus kam zurück von seinem termin und machte sich wortlos über seine Arbeiten her. Lupus konnte nicht so recht etwas mit ihm anfangen,...er kam rüber wie einer dieser kleinen Streber in der Schola in Roma,...aber da sie ja nun zu einem Contubernium gehörten, ließen sich gewisse Dinge nicht vermeiden,...Er ging zur Feuerstelle und entfachte an der Glut ein kleines Kochfeuer. Dann hob er den Kessel über die Flammen, gab einen Streifen grünen fetten Speck hinein und ließ ihn zergehen,...in der Zwischenzeit schnitt er ein paar Zwiebeln und Rüben klein und gab sie in das zischende Fett.Unter ständigem Rühren gab er nun die Kräuter hinzzu und füllte ein wenig Gerste hinzu. Goldbraun röstete er die Gerste dann gab er Wasser hinzu bis die Zutaten abgedeckt waren,...nochmal umrühren udn dann köcheln lassen...gut riechen tat es ja schon.

    Lupus richtete sich auf und sah Primus mit käsigem Gesicht an,...
    Verdammt! Primus,...ich muss zur Domina,...ich habe Germanicus Sedulus mein Wort gegeben.
    Er schien fast zu verzweifeln...was sollte sein Patron nur von ihm halten?
    Verzweifelt sah er an sich herab...sein Körper war noch zu geschunden um jetzt etwas zu unternehmen...wie lange würde es hier wohl noch dauern?

    Diesmal schioen es besser zu klappen, auch wenn einige der Probati noch etwas atemlos von der Lauferei waren, so schein es doch, daß gerade diese Lähzmung ihrer Kräfte dazu führte, daß sie die Scuti langsamer und vor allem geordneter in Position brachten.
    Lupus sicherte zur Rechten Seite und sah sich unter dem Dach der testudo ein wenig um,...an der einen oder anderen Stelle drang noch etwas Licht durch die Lücken, welche aber bald geschlossen wurden.
    Sie stand die Testudo, zu gerne hätte er sie von Außen gesehen...er versuchte einen Blick auf die Ausbilder zu erhaschen, die in diesem Mioment sicher prüfenden Blickes um das Konstrukt schritten,...mit Argusaugen auf Fehler achtend...Lupus erwartete jeden Moment den Anschiss von einem der beiden Ausbilder.

    Lupus nickte,...es war Übel.
    Kann ich mir vorstellen,...war doch sein eigen Fleisch und Blut...Hast du was Neues,...du wolltest doch mal nach Post für mich fragen... Langsam fiel ihm hier die Decke auf den Kopf,...er verfluchte seine langsame Rekonvaleszenz...
    Sein Blick fiel auf Primus, der in seinen Tasche herumwühlte,...

    Lupus kostete von dem Puls, den Probus gekocht hatte,...im Grunde war er nicht übel, allerdings fehlte das eine oder andere. Er griff zwischen seine Sachen und holte ein paar Streifen Trockenfleisch und getrocknete Kräuter heraus, faserte das Fleisch hinein und streute die Kräuter darüber,...Thymian, Oregano...dann hob er alles unter und warete einen Augenblick, bis sich das Trockenfleisch mit der Flüssigkeit des Puls anreicherte.
    War gleich ganz anders...
    Er reichte Probus wortlos ein paar Streifen Trockenfleisch und eine Portion Trockenkräuter,...sein Puls schmeckte ihm jedenfalls viel besser.

    Natürlich einfacher gesagt als getan... Die Probati formierten sich und jeder brachte seinen Schild wie befohlen in Position...allerdings nicht in logischem Einklang, sonder so wie man gerade meinte.
    Generell erinnerte die Schildkröte eher an einen zerfledderten Kriegselefanten, total durcheinander und ineinander verheddert....
    Lupus war ziemlich sauer über soviel Dummheit, vor allem, weil ihm einer der Probati sein Scutum unsanft als Dach auf den Helm gezimmert hatte.
    Das konnte nicht gutgehen,...der Centurio würde sich seinen Unmut mit einigen Trainingseinheiten kühlen.
    Lupus hielt sein Scutum an der Seite,...war also nach Rechts geschützt und hatte ein dach über dem Kopf...das war doch schon mal was.

    So ging es also zurück,...die Probati schlotterten mit den Zähnen im Doppeltakt der Schritte...bald würde sie der Marsch aufwärmen. Lupus dachte daran ob es nicht sinnvoller wäre einen leichten Lauf zurück zu machen...Hinter ihm begannen die ersten schon zu nießen.