"Herzlichen Dank für die Phalera. Auch diese wird einen würdigen Platz in der Casa Didia erhalten."
* Freudestrahlend entgegennehmend*
"Herzlichen Dank für die Phalera. Auch diese wird einen würdigen Platz in der Casa Didia erhalten."
* Freudestrahlend entgegennehmend*
Meinen herzlichen Glückwunsch an alle Beförderten, insbesondere natürlich an Didia Liliana und an Viviana Didia Traggaballina.
Mit einer umfänglichen Schriftrolle in der Hand erschien ich am Eingang zur Regia.
"Salve." begrüßte ich die dort befindliche Praetorianerwache.
"Mein Name ist Marcus Didius Falco, Kommandeur der Vigiles. Ich bin gekommen, um meinen Antrittsbesuch bei unserem Imperator abzustatten. Der Augustus ist über mein Kommen informiert. Bitte meldet ihm meine Anwesenheit."
Heute morgen war ich zeitig aufgewacht. Kein Wunder meine erste Audienz beim Imperator stand bevor. Eine gewisse Aufregung spürte ich schon. Aber der Gedanke daran, mich auf dieses Gespräch mit dem Imperator gut vorbereitet zu haben, ließ mich schnell ruhiger werden.
Nach einem kurzen Frühstück, kleidete ich mich in meine beste Toga und machte mich auf dem Weg zur Regia, begleitet von den besten Wünschen der Mitglieder meiner Familia.
Salvete!
Ein herzliches Willkommen in Rom im Namen der Gens Didia und viel Spaß hier.
Gern würde ich Dich im Kreise unserer Familia willkommen heißen.
Salvete!
Ein herzliches Willkommen im Namen der Gens Didia.
Ich würde mich freuen Dich im Kreis unserer Familia willkommen zu heißen. Die Gens Didia ist politisch in der Factio Niger beheimatet, welche für angehende Militärs eine vorzügliche Wahl darstellt.
Wie Du Dich auch entscheiden mögest, viel Spaß in Rom.
Ein herzliches Willkommen in Rom im Namen der Gens Didia.
Viel Spaß hier.
Ich möchte allen Familienmitgliedern zur Kenntnis geben, das
[*]Didia Liliana
[*]Viviana Didia Traggaballina
[*]Marcus Didius Falco
den Cursus GRAVIS SCIENTIA RELIGIONIS I erfolgreich bestanden haben.
Damit hat die Gens Ddida bei diesem Cursus eine hundertprozentige Erfolgsquote zu verzeichnen.
Herzlichen Glückwunsch, Liliana und Viviana! Ich bin stolz auf euch.
Nebenbei sprang auch noch eine weitere Phalera für die Familiensammlung heraus.
Bisher insgesamt 5 Phalera für die Leistungen unserer Gens-Mitglieder bei diversen Cursen an der Schola Atheniensis
Herzlichen Glückwunsch allen, die den Cursus erfolgreich bestanden haben!
Ganz besonders freue ich mich darüber, das alle Familienmitglieder der Gens Didia, die teilgenommen haben, erfolgreich waren.
Für eine militärische Laufbahn ist allerdings die Factio Niger die ideale politische Heimat.
Catus, Creticus, Falco. Bei den Festen der letzten Zeit waren wir fast unzertrennlich. Es sei denn unsere Herzensdamen namen uns gerade in Beschlag. Dies war jetzt anscheinend bei Catus der Fall.
So würde es wohl wieder ein fröhlicher Abend mit Creticus werden. Das Gespräch mit dem Imperator hatte meine Laune zusätzlich beflügelt.
"Nun, Creticus, mir wäre danach die Weinvorräte der Casa Octavia näher zu inspizieren. Anton soll einige auserlesene Tropfen auf Lager haben. Was könnte ihm lieber sein, als wenn sich seine fleißigen Redakteure an diesen verköstigen? Außerdem scheint mir Anton ohnehin stark beschäftigt zu sein heute Abend. Mit der schönen Lucia Aurelia."
Ich schaute auf die Weinkanne, die Creticus in der Hand hielt. "Beginnen wir einfach mit diesem" Flugs organisierte ich 3 Becher, die wir rasch füllten. Catus leerte diesen mit uns, bevor er verschwand.
"Salute!"
Wahrscheinlich brauchen wir wieder mal einen ordentlichen Kriegszug, damit es dann wieder Sklaven im Überfluß gibt.
Tip: Stelle bis dahin doch einen Arbeitslosen ein.
ZitatLUCIUS ULPIUS IULIANUS dixit:
"Aber gerne doch, ich werde dahingehend Anweisung erteilen, dass Du schnell zu mir gelangst!"
"Danke. Ich werde in Kürze bei euch vorsprechen, mein Imperator."
Ein herzliches Willkommen in Rom entbiete ich Dir im Namen der Gens Didia.
Viel Spaß hier.
Trotz der fröhlichen Stimmung des Festes, konnte ich auch in diesen Stunden die vor mir liegenden Aufgaben nicht vergessen und so fragte ich den Imperator:
"Verzeiht mir, das ich euch auf dieser Feier danach frage, aber dürfte ich euch in den nächsten Tagen einen Besuch in der Regia abstatten? Ich möchte gern mit euch über den Aufbau der Vigiles sprechen und euch dazu einige Vorschläge unterbreiten."
ZitatLUCIUS ULPIUS IULIANUS dixit:
Marcus Didius Falco dixit:
"Danke, mein Augustus, für eure Gnade. Meine Beförderung und Ernenung zum Kommandeur der Vigiles durch euch war mir eine große Ehre und Freude. Ich werde euer Vertrauen nicht enttäuschen."
"Da bin ich mir völlig sicher!"
Die Worte des Imperators erfüllten mich mit großer Freude.
"Ich diene euch, mein Augustus, und dem Imperium." antwortete ich darauf.
http://www.imperiumromanum.com/militaer/spezialtruppen/vigiles_01.htm
http://www.berufsfeuerwehr.ch/museum/museum2.htm
http://www.ub.uni-duisburg.de/diss/diss9910/kapps8.pdf
<http://www.uni-regensburg.de/F…rz/Dokumente/militaer.doc>
<http://www.frontinus.org/poster/Poster14a.pdf>
1. Allgemeine Löschverpflichtung
Zu den größten Ängsten der Bürger Roms gehörte neben der Furcht vor Hauseinstürzen die Furcht vor Bränden, nach Plutarch, ?die angeborenen und ständigen Übel Roms.?
Kleinere Brände gab es in Rom fast täglich, nur allzu leicht wurden die Fackeln und Öllampen umgestoßen und so ein Brand entfacht. Auch die Öfen trugen maßgeblich zu einer erhöhten Brandgefahr bei. Größere Brände suchten die Stadt in geradezu periodischen Abständen heim.
Vor der Einrichtung einer organisierten Feuerwehr gab es in Rom eine allgemeine Löschverpflichtung, die jeden Römer dazu aufrief, im Falle eines Brandausbruches zu löschen. Obwohl man für die Verweigerung dieser Hilfeleistung bestraft werden konnte, war dieses System auf Dauer nicht tragbar. Es gab viele arme Bürger in Rom, die verständlicherweise nicht einsahen, warum sie ihr Leben für die Villa eines reichen Römers lassen sollten.
Trotzdem mußte jeder Römer, einer Verordnung nach, einen mit Wasser gefüllten Eimer in seinem Hofe haben, um im Falle eines Brandausbruches als Löschkraft auftreten zu können. Dies wurde auch von Zeit zu Zeit überprüft. Da jedoch ein Wassereimer alleine in den seltensten Fällen einen ganzen Brand löscht, hielten sich viele reiche Römer eine Sklavenfeuerwehr, die einen gewissen Schutz gewährleisten sollte und die diese Hilfeleistung ihrem Besitzer gegenüber auch nicht verweigern konnte.
Obwohl in vielen Teilen des Imperiums diese Löschverpflichtung ausreichte, schien es in Rom nur der sogenannte Tropfen auf den heißen Stein zu sein. Auf Grund der häufigen und verheerenden Brände in der Hauptstadt und des, trotz der Löschverpflichtung, unzulänglichen Feuerschutzes wurde bald der Ruf nach besseren Vorkehrungen laut.
Zudem war die Kriminalitätsrate in Rom selbst sehr hoch. Nach Juvenil gab es sogar professionelle Brandstifter. Jene konnten und wurden von Vermietern angeheuert, wenn ein Mieter seine Miete nicht zahlen konnte oder aus seiner Wohnung nicht auszog, um seine Wohnung niederzubrennen und ihn so zu einem Auszug zu bewegen.
Diese Faktoren führten zu den Überlegungen, die eine organisierte Feuerwehr entstehen ließen.
2. Politische Bedeutung
War die Feuerwehr in Rom eine nach kurzer Zeit geachtete und von der Bevölkerung geschätzte Organisation, so gab es dennoch nicht im ganzen römischen Imperium einen derartig perfekt organisierten Feuerschutz wie in der Mutterstadt selbst.
Während es in den westlichen Provinzen organisierte Feuerwachen sehr wohl in Form von Zünften gab, sind derartige Einrichtungen im östlichen Teil nicht nachweisbar. Mit großer Wahrscheinlichkeit waren sie auf Grund einer unruhigen politischen Lage verboten.
Als ein Beispiel wäre hier sicherlich der Wahlkampf des Augustus gegen Rufus Egnatius zu erwähnen. Während in Rom immer mehr Brände ausbrachen, was daran lag, dass die Stadt ständig wuchs und sich ausdehnte. Als Folge davon stieg auch die Anzahl der Einwohner an, was zu eine größeren Nachfrage nach Wohnungen führte. Mietshäuser, die wie unsere heutigen Wohnungen zu sehen sind, wurden errichtet. Mit diesem Plus an Wohnungen erhöhte sich auch die Zahl potentiellen Brandherde, wie Fackeln, Öllampen und vor allem die Öfen. Auf Grund dieser Entwicklung verlangte das Volk nach einem ausreichenden Schutz, den eben nur eine fest ? angestellte Feuerwehrtruppe gewähren konnte. Im Wahlkampf griff diese Idee Rufus Egnatius auf und wollte somit das Volk auf seine Seite ziehen. Augustus, der um diese Problematik wusste, verstand es aber geschickt, diese Erneuerung als seine Errungenschaft darzustellen und versprach die Errichtung gewisser Schutzmaßnahmen, wie es die Bevölkerung gefordert hatte.
Wie leicht ein Feuer ausbrechen konnte weist Plinius der Ältere sehr gut auf, als er während des Vesuvausbruches die panischen Bewohner zu beruhigen versucht, indem er ihnen erklärt, dass jenes Licht, dass sie auf den Bergen sähen, nur brennende Hütten von Hirten seien. Jene hätten vergessen ihre Öfen auszumachen und somit ihr Haus angezündet.
2.1 Der Feuerschutz und das Christenproblem
Am Besten zeigt hier das Beispiel Plinius der Jüngere und dessen Briefe an Kaiser Trajan, wie sehr die Feuerwehr damals mit der Politik verbunden war.
Nachdem Plinius in diese Provinz geschickt worden war, um dort hauptsächlich das Christenproblem zu lösen, sah er sich auch den Bränden gegenüber. Um diese Gefahr so weit wie eben möglich zu bannen, entschied er sich zur Einrichtung einer freiwilligen Feuerwehr. Hierfür jedoch benötigte Plinius die Erlaubnis des Kaisers, der alle Briefe, die ihm Plinius schickte, rasch und, was am Erstaunlichsten ist, selbst beantwortete. Liest man nun die Antwortbriefe, so wird schnell klar, dass der Kaiser gegen die Einrichtung einer derartigen Organisation war. Zwar scheinen seine Einwände engstirnig und übertrieben, bedenkt man aber die unsichere Situation, die dort durch die Christen entstanden war, so waren seine Zweifel wohl begründet. Die Römer sahen die freiwillige Feuerwehr als Verein an, der schnell auch zu einer mächtigen politischen Organisation heranwachsen konnte. Um dies zu vermeiden wurde die Feuerwehr, die in Form von Zünften existierte, in politischen Unruhegebieten verboten. So war es auch Plinius nicht erlaubt, eine Feuerwehr dort einzuführen.
Doch nicht nur in diesem Beispiel überkreuzt sich die Problematik des Feuerschutzes mit den Christen. Auch zur Zeit des Galerius, als er in Nicomedia weilte, brachen in seinem Palast kurz hintereinander zwei Brände aus. Galerius verließ daraufhin, aus Angst um sein Leben, die Provinz und schrieb die Schuld an diesen Feuersbrünsten den Christen zu.
2.2 Die Sage um den Heiligen Florian
Florianus war ein Legionärführer, der in der Römerfeste Cetium seinen Dienst versah. Als Veteran schied er aus dem aktiven Dienst aus und wurde schließlich Vorstand in der Kanzlei des römischen Statthalters Aquilinus. Als Kaiser Diokletian eines Tages die letzte große Christenverfolgung anordnete erging auch an Florianus dieser Sonderbefehl. Er, der heimlich mit dem Christentum sympathisierte, sollte sofort vierzig Legionäre verhaften und gegen sie mit aller Schärfe vorgehen. Er widersetzte sich stattdessen diesem Befehl und warnte seine Glaubensbrüder vor, wohlwissend, dass ihn hierfür die Todesstrafe erwartete. Im Jahre 304 ließ der Statthalter Aquilinus seinem einstigen Adjutanten und Legionsführer um den Hals binden und von der Enns ? Brücke bei Lauriacum ins Wasser stoßen.
3. Arten der Feuerwehr
3.1 cohortes vigilum
Die cohortes vigilum sind wohl am ehesten mit einer heutigen Berufsfeuerwehr zu vergleichen.
3.1.1 Organisation
Die Vigiles waren, obwohl sie keine Legion waren, straff militärisch organisiert. Die Feuerwehrleute hatten den untersten Rang und so war auch freigelassenen Sklaven der Beitritt erlaubt.
Anfangs waren die Vigiles in privaten Häusern untergebracht, später stellte man ihnen jedoch Mietskasernen zur Verfügung, die ausschließlich für die Feuerwehr bestimmt waren.
Für die Stadt Rom standen 7 Kohorten zur Verfügung, die auf 14 Regionen, in die Rom unterteilt war, aufgefächert waren. Daher mußte sich also eine Kohorte um 2 Bezirke der Stadt kümmern, was bei einer Stadt dieses Ausmaßes sicherlich keine leichte Aufgabe war. Die Kohorten selbst waren dezentral auf Rom aufgeteilt, außerdem erhielten sie unterschiedliche Namen, die auf ihren Standort hinwiesen.
Folgende Kohortennamen sind bekannt:
I. Kohorte Circo Flaminio
II. Kohorte Esquilino
III. Kohorte Templus Pacis
IV. Kohorte Aventinus
V. Kohorte Coelimontana
VI. Kohorte Palatinum
VII. Kohorte Circo Maximus
Die Kohorte selbst bestand aus 1000 Mann, welche Tag und Nacht einsatzbereit sein mußten. Insgesamt gab es 7000 Feuerwehrleute, die zwar mit für die damalige Zeit modernsten Mitteln ausgestattet waren, den alltäglichen Feuern und den großen Feuersbrünsten, die die Stadt in geradezu periodischer Folge heimsuchten, hilflos gegenüber standen.
Der Gehalt eines damaligen Feuerwehrmannes war nicht gerade hoch, auch gab es keine Gefahrenzulage, wie sie heute besteht. Ein Vigiles der römischen Feuerwehr verdiente 360 Denare, was ungefähr 1440 Sesterzen ausmachte.
3.1.2 Ränge
Den römischen Vigiles waren folgende Ränge bekannt:
- Praefectus vigilium
- Legatus vigilium
- Tribunus laticlavius
- Praefectus Castrorum
- Tribunus Angusticlavius
- Centurio
- Optio
- Vigilus
- Probatus
3.1.3 Aufgaben
Die Vigiles übernahmen sowohl den Feuerschutz und die Überwachung der vorgeschriebenen feuerpolizeilichen Schutzmaßnahmen als auch die Aufgaben der Polizei. So zählte das Löschen der Brände genau so zu ihren Pflichten wie die nächtliche Wachgänge durch die engen und gewundenen Gassen der Stadt.
3.2 collegium veteranorum centonariorum
Die collegium veteranorum centonariorum entsprechen der freiwilligen Feuerwehr. Zwar konnte dieser Vereinigung jeder männliche römische Bürger beitreten, dennoch waren es die Filzmachen, die sich hier einen Namen machten. Wie schon der Name centonariorum erahnen lässt, bestand dieses collegium hauptsächlich aus Filzmachern, die es in jedem römischen Ort gab. Waren in einem Ort zu wenig Angehörige dieses Berufsstandes so waren es die Schmiede, die das collegium ergänzten und so einen ausreichenden Feuerschutz garantieren sollten.
3.3 familia privata
Die Sklavenfeuerwehr war besonders bei jenen Römern gern errichtet, die es sich leisten konnten. Wie schon der Name sagt, bestand dieses Kollegium vorwiegend aus Sklaven. Daher war auch diese Art des Feuerschutzes den reichen Römern vorbehalten.
4. Verwendete Utensilien
4.1 Spritzen (siphones)
4.2 Eimer (homae)
4.3 Äxte (dolabrae)
4.4 Leitern, meist alaungetränkt (scalae)
4.5 Patschen, Decken, in der Regel wassergetränkte Filzdecken (centones)
4.6 Hakenstangen (perticae)
4.7 Wasserschlauch (uter)
4.8 Wassersack (gerba)
4.9 Feuerwehrspritze von Ktesibios
1795 fand man Ausgrabungen in Italien eine bronzene Kolbenpumpe in einem ehemaligen Römerlager. Der Erfinder dieser zweizylindrigen Druckpumpe ist, nach Vitruv, der Physiker Ktesibios, der um 250 vor Christus in Alexandria lebte. Das Prinzip dieser Pumpe ist einfach.
Die Feuerwehrspritze bestand aus zwei Stiefelpumpen, einem Windkessel, sowie einem Steigrohr. Der herabgehende Kolben schließt das Bodenventil und drückt dadurch Luft durch ein Kesselventil in den Windkessel.
Gleichzeitig saugt ein aufsteigender Kolben Wasser durch das offene Bodenventil an.
5. Der Bau der Stadt und dessen Auswirkungen auf den Feuerschutz
Rom selbst war eine Stadt mit vielen engen Gassen, in denen das Feuer leicht auf andere Gebäude übergreifen konnte. Zudem waren vor allem die Mietshäuser der Innenstadt sehr hoch. Augustus hielt es deshalb auch für nötig, die maximale Haushöhe auf 70 Fuß (ca. 20m) zu beschränken, Trajan reduzierte diese später sogar auf 60 Fuß (ca. 18m).
5.1 Hausbau
Den Römern war die Brandschutzmauer sehr wohl bekannt, wie das Forum des Augustus beweist, dass mit einer 30m hohen Mauer aus Peperin umgeben war. Wegen seiner Resistenz gegen Feuer war Peperin, auch als ?pietra Albana? bekannt, ein besonders gern verwendetes Material für solche Zwecke. Peperin selbst ist das grünlich ? aschgraue Vulkangestein von den Albanerbergen, das neben den verschiedensten Sorten von Tuff das gebräuchlichste Baumaterial für tragende Gebäudeteile in später Republik und früher Kaiserzeit darstellt. Allerdings ist dieses Gestein sehr anfällig für Witterungsschäden.
Im Allgemeinen ging man sehr sparsam mit teurerem Baumaterial um, was zu einer erhöhten Gefährdung für die Bewohner eines Hauses führte.
5.2 Kanalnetz
Rom hatte ein beeindruckend organisiertes und verzweigtes Wasserversorgunsnetz. Diese Aquädukte beruhten nur auf Gravitation, also auf einem stetigen Gefälle. Erstaunlicherweise wurde auch zwischen den Wasserqualitäten unterschieden, je nach geplantem Verwendungszweck, selbst die Feuerwehr war eingeplant.
Ein Großteil des so in die Stadt transportierten Wassers wurde für die zahlreichen Brunnen verwendet, von denen es zur augusteischen Zeit bereits über 700 Schöpf ? und 500 Laufbrunnen gegeben hat.
Literatur
O. Robinson Fire Prevention At Rome
P.R. Baillie-Reynolds The Vigiles Of Imperial Rome
J.S. Rainbird The Fire Stations Of Imperial Rome
H. Sonnabend Wie Augustus Die Feuerwehr Erfand
K.-W. Weeber Alltag Im Alten Rom: Das Leben In Der Stadt
J. Irmscher Lexikon Der Antike
Florian 14: Achteralarm
Wobei am ehesten Fire Prevention At Rome und The Vigiles Of Imperial Rome zu empfehlen sind. Es ist nur verdammt schwer, da ran zu kommen, da man sie (soviel ich weiß) nur auf Englisch bekommt und das ist in Österreich / Deutschland relativ blöd zu organisieren.
In Florian 14 sowie dem Lexikon der Antike und dem Alltag im Alten Rom steht im Prinzip nicht mehr, als Du wahrscheinlich schon weißt, bzw in dem Mail stand.
Und Wie Augustus die Feuerwehr erfand ist nicht schlecht, dennoch steht hier auch nicht mehr drin, da das Buch nur technische Erfindungen / Einführungen enthält, und nur ein Teil über die Feuerwehr handelt.
http://www.imperiumromanum.com/militaer/spezialtruppen/vigiles_01.htm
http://www.berufsfeuerwehr.ch/museum/museum2.htm
http://www.ub.uni-duisburg.de/diss/diss9910/kapps8.pdf
<http://www.uni-regensburg.de/F…rz/Dokumente/militaer.doc>
<http://www.frontinus.org/poster/Poster14a.pdf>
1. Allgemeine Löschverpflichtung
Zu den größten Ängsten der Bürger Roms gehörte neben der Furcht vor Hauseinstürzen die Furcht vor Bränden, nach Plutarch, ?die angeborenen und ständigen Übel Roms.?
Kleinere Brände gab es in Rom fast täglich, nur allzu leicht wurden die Fackeln und Öllampen umgestoßen und so ein Brand entfacht. Auch die Öfen trugen maßgeblich zu einer erhöhten Brandgefahr bei. Größere Brände suchten die Stadt in geradezu periodischen Abständen heim.
Vor der Einrichtung einer organisierten Feuerwehr gab es in Rom eine allgemeine Löschverpflichtung, die jeden Römer dazu aufrief, im Falle eines Brandausbruches zu löschen. Obwohl man für die Verweigerung dieser Hilfeleistung bestraft werden konnte, war dieses System auf Dauer nicht tragbar. Es gab viele arme Bürger in Rom, die verständlicherweise nicht einsahen, warum sie ihr Leben für die Villa eines reichen Römers lassen sollten.
Trotzdem mußte jeder Römer, einer Verordnung nach, einen mit Wasser gefüllten Eimer in seinem Hofe haben, um im Falle eines Brandausbruches als Löschkraft auftreten zu können. Dies wurde auch von Zeit zu Zeit überprüft. Da jedoch ein Wassereimer alleine in den seltensten Fällen einen ganzen Brand löscht, hielten sich viele reiche Römer eine Sklavenfeuerwehr, die einen gewissen Schutz gewährleisten sollte und die diese Hilfeleistung ihrem Besitzer gegenüber auch nicht verweigern konnte.
Obwohl in vielen Teilen des Imperiums diese Löschverpflichtung ausreichte, schien es in Rom nur der sogenannte Tropfen auf den heißen Stein zu sein. Auf Grund der häufigen und verheerenden Brände in der Hauptstadt und des, trotz der Löschverpflichtung, unzulänglichen Feuerschutzes wurde bald der Ruf nach besseren Vorkehrungen laut.
Zudem war die Kriminalitätsrate in Rom selbst sehr hoch. Nach Juvenil gab es sogar professionelle Brandstifter. Jene konnten und wurden von Vermietern angeheuert, wenn ein Mieter seine Miete nicht zahlen konnte oder aus seiner Wohnung nicht auszog, um seine Wohnung niederzubrennen und ihn so zu einem Auszug zu bewegen.
Diese Faktoren führten zu den Überlegungen, die eine organisierte Feuerwehr entstehen ließen.
2. Politische Bedeutung
War die Feuerwehr in Rom eine nach kurzer Zeit geachtete und von der Bevölkerung geschätzte Organisation, so gab es dennoch nicht im ganzen römischen Imperium einen derartig perfekt organisierten Feuerschutz wie in der Mutterstadt selbst.
Während es in den westlichen Provinzen organisierte Feuerwachen sehr wohl in Form von Zünften gab, sind derartige Einrichtungen im östlichen Teil nicht nachweisbar. Mit großer Wahrscheinlichkeit waren sie auf Grund einer unruhigen politischen Lage verboten.
Als ein Beispiel wäre hier sicherlich der Wahlkampf des Augustus gegen Rufus Egnatius zu erwähnen. Während in Rom immer mehr Brände ausbrachen, was daran lag, dass die Stadt ständig wuchs und sich ausdehnte. Als Folge davon stieg auch die Anzahl der Einwohner an, was zu eine größeren Nachfrage nach Wohnungen führte. Mietshäuser, die wie unsere heutigen Wohnungen zu sehen sind, wurden errichtet. Mit diesem Plus an Wohnungen erhöhte sich auch die Zahl potentiellen Brandherde, wie Fackeln, Öllampen und vor allem die Öfen. Auf Grund dieser Entwicklung verlangte das Volk nach einem ausreichenden Schutz, den eben nur eine fest ? angestellte Feuerwehrtruppe gewähren konnte. Im Wahlkampf griff diese Idee Rufus Egnatius auf und wollte somit das Volk auf seine Seite ziehen. Augustus, der um diese Problematik wusste, verstand es aber geschickt, diese Erneuerung als seine Errungenschaft darzustellen und versprach die Errichtung gewisser Schutzmaßnahmen, wie es die Bevölkerung gefordert hatte.
Wie leicht ein Feuer ausbrechen konnte weist Plinius der Ältere sehr gut auf, als er während des Vesuvausbruches die panischen Bewohner zu beruhigen versucht, indem er ihnen erklärt, dass jenes Licht, dass sie auf den Bergen sähen, nur brennende Hütten von Hirten seien. Jene hätten vergessen ihre Öfen auszumachen und somit ihr Haus angezündet.
2.1 Der Feuerschutz und das Christenproblem
Am Besten zeigt hier das Beispiel Plinius der Jüngere und dessen Briefe an Kaiser Trajan, wie sehr die Feuerwehr damals mit der Politik verbunden war.
Nachdem Plinius in diese Provinz geschickt worden war, um dort hauptsächlich das Christenproblem zu lösen, sah er sich auch den Bränden gegenüber. Um diese Gefahr so weit wie eben möglich zu bannen, entschied er sich zur Einrichtung einer freiwilligen Feuerwehr. Hierfür jedoch benötigte Plinius die Erlaubnis des Kaisers, der alle Briefe, die ihm Plinius schickte, rasch und, was am Erstaunlichsten ist, selbst beantwortete. Liest man nun die Antwortbriefe, so wird schnell klar, dass der Kaiser gegen die Einrichtung einer derartigen Organisation war. Zwar scheinen seine Einwände engstirnig und übertrieben, bedenkt man aber die unsichere Situation, die dort durch die Christen entstanden war, so waren seine Zweifel wohl begründet. Die Römer sahen die freiwillige Feuerwehr als Verein an, der schnell auch zu einer mächtigen politischen Organisation heranwachsen konnte. Um dies zu vermeiden wurde die Feuerwehr, die in Form von Zünften existierte, in politischen Unruhegebieten verboten. So war es auch Plinius nicht erlaubt, eine Feuerwehr dort einzuführen.
Doch nicht nur in diesem Beispiel überkreuzt sich die Problematik des Feuerschutzes mit den Christen. Auch zur Zeit des Galerius, als er in Nicomedia weilte, brachen in seinem Palast kurz hintereinander zwei Brände aus. Galerius verließ daraufhin, aus Angst um sein Leben, die Provinz und schrieb die Schuld an diesen Feuersbrünsten den Christen zu.
2.2 Die Sage um den Heiligen Florian
Florianus war ein Legionärführer, der in der Römerfeste Cetium seinen Dienst versah. Als Veteran schied er aus dem aktiven Dienst aus und wurde schließlich Vorstand in der Kanzlei des römischen Statthalters Aquilinus. Als Kaiser Diokletian eines Tages die letzte große Christenverfolgung anordnete erging auch an Florianus dieser Sonderbefehl. Er, der heimlich mit dem Christentum sympathisierte, sollte sofort vierzig Legionäre verhaften und gegen sie mit aller Schärfe vorgehen. Er widersetzte sich stattdessen diesem Befehl und warnte seine Glaubensbrüder vor, wohlwissend, dass ihn hierfür die Todesstrafe erwartete. Im Jahre 304 ließ der Statthalter Aquilinus seinem einstigen Adjutanten und Legionsführer um den Hals binden und von der Enns ? Brücke bei Lauriacum ins Wasser stoßen.
3. Arten der Feuerwehr
3.1 cohortes vigilum
Die cohortes vigilum sind wohl am ehesten mit einer heutigen Berufsfeuerwehr zu vergleichen.
3.1.1 Organisation
Die Vigiles waren, obwohl sie keine Legion waren, straff militärisch organisiert. Die Feuerwehrleute hatten den untersten Rang und so war auch freigelassenen Sklaven der Beitritt erlaubt.
Anfangs waren die Vigiles in privaten Häusern untergebracht, später stellte man ihnen jedoch Mietskasernen zur Verfügung, die ausschließlich für die Feuerwehr bestimmt waren.
Für die Stadt Rom standen 7 Kohorten zur Verfügung, die auf 14 Regionen, in die Rom unterteilt war, aufgefächert waren. Daher mußte sich also eine Kohorte um 2 Bezirke der Stadt kümmern, was bei einer Stadt dieses Ausmaßes sicherlich keine leichte Aufgabe war. Die Kohorten selbst waren dezentral auf Rom aufgeteilt, außerdem erhielten sie unterschiedliche Namen, die auf ihren Standort hinwiesen.
Folgende Kohortennamen sind bekannt:
I. Kohorte Circo Flaminio
II. Kohorte Esquilino
III. Kohorte Templus Pacis
IV. Kohorte Aventinus
V. Kohorte Coelimontana
VI. Kohorte Palatinum
VII. Kohorte Circo Maximus
Die Kohorte selbst bestand aus 1000 Mann, welche Tag und Nacht einsatzbereit sein mußten. Insgesamt gab es 7000 Feuerwehrleute, die zwar mit für die damalige Zeit modernsten Mitteln ausgestattet waren, den alltäglichen Feuern und den großen Feuersbrünsten, die die Stadt in geradezu periodischer Folge heimsuchten, hilflos gegenüber standen.
Der Gehalt eines damaligen Feuerwehrmannes war nicht gerade hoch, auch gab es keine Gefahrenzulage, wie sie heute besteht. Ein Vigiles der römischen Feuerwehr verdiente 360 Denare, was ungefähr 1440 Sesterzen ausmachte.
3.1.2 Ränge
Den römischen Vigiles waren folgende Ränge bekannt:
- Praefectus vigilium
- Legatus vigilium
- Tribunus laticlavius
- Praefectus Castrorum
- Tribunus Angusticlavius
- Centurio
- Optio
- Vigilus
- Probatus
3.1.3 Aufgaben
Die Vigiles übernahmen sowohl den Feuerschutz und die Überwachung der vorgeschriebenen feuerpolizeilichen Schutzmaßnahmen als auch die Aufgaben der Polizei. So zählte das Löschen der Brände genau so zu ihren Pflichten wie die nächtliche Wachgänge durch die engen und gewundenen Gassen der Stadt.
3.2 collegium veteranorum centonariorum
Die collegium veteranorum centonariorum entsprechen der freiwilligen Feuerwehr. Zwar konnte dieser Vereinigung jeder männliche römische Bürger beitreten, dennoch waren es die Filzmachen, die sich hier einen Namen machten. Wie schon der Name centonariorum erahnen lässt, bestand dieses collegium hauptsächlich aus Filzmachern, die es in jedem römischen Ort gab. Waren in einem Ort zu wenig Angehörige dieses Berufsstandes so waren es die Schmiede, die das collegium ergänzten und so einen ausreichenden Feuerschutz garantieren sollten.
3.3 familia privata
Die Sklavenfeuerwehr war besonders bei jenen Römern gern errichtet, die es sich leisten konnten. Wie schon der Name sagt, bestand dieses Kollegium vorwiegend aus Sklaven. Daher war auch diese Art des Feuerschutzes den reichen Römern vorbehalten.
4. Verwendete Utensilien
4.1 Spritzen (siphones)
4.2 Eimer (homae)
4.3 Äxte (dolabrae)
4.4 Leitern, meist alaungetränkt (scalae)
4.5 Patschen, Decken, in der Regel wassergetränkte Filzdecken (centones)
4.6 Hakenstangen (perticae)
4.7 Wasserschlauch (uter)
4.8 Wassersack (gerba)
4.9 Feuerwehrspritze von Ktesibios
1795 fand man Ausgrabungen in Italien eine bronzene Kolbenpumpe in einem ehemaligen Römerlager. Der Erfinder dieser zweizylindrigen Druckpumpe ist, nach Vitruv, der Physiker Ktesibios, der um 250 vor Christus in Alexandria lebte. Das Prinzip dieser Pumpe ist einfach.
Die Feuerwehrspritze bestand aus zwei Stiefelpumpen, einem Windkessel, sowie einem Steigrohr. Der herabgehende Kolben schließt das Bodenventil und drückt dadurch Luft durch ein Kesselventil in den Windkessel.
Gleichzeitig saugt ein aufsteigender Kolben Wasser durch das offene Bodenventil an.
5. Der Bau der Stadt und dessen Auswirkungen auf den Feuerschutz
Rom selbst war eine Stadt mit vielen engen Gassen, in denen das Feuer leicht auf andere Gebäude übergreifen konnte. Zudem waren vor allem die Mietshäuser der Innenstadt sehr hoch. Augustus hielt es deshalb auch für nötig, die maximale Haushöhe auf 70 Fuß (ca. 20m) zu beschränken, Trajan reduzierte diese später sogar auf 60 Fuß (ca. 18m).
5.1 Hausbau
Den Römern war die Brandschutzmauer sehr wohl bekannt, wie das Forum des Augustus beweist, dass mit einer 30m hohen Mauer aus Peperin umgeben war. Wegen seiner Resistenz gegen Feuer war Peperin, auch als ?pietra Albana? bekannt, ein besonders gern verwendetes Material für solche Zwecke. Peperin selbst ist das grünlich ? aschgraue Vulkangestein von den Albanerbergen, das neben den verschiedensten Sorten von Tuff das gebräuchlichste Baumaterial für tragende Gebäudeteile in später Republik und früher Kaiserzeit darstellt. Allerdings ist dieses Gestein sehr anfällig für Witterungsschäden.
Im Allgemeinen ging man sehr sparsam mit teurerem Baumaterial um, was zu einer erhöhten Gefährdung für die Bewohner eines Hauses führte.
5.2 Kanalnetz
Rom hatte ein beeindruckend organisiertes und verzweigtes Wasserversorgunsnetz. Diese Aquädukte beruhten nur auf Gravitation, also auf einem stetigen Gefälle. Erstaunlicherweise wurde auch zwischen den Wasserqualitäten unterschieden, je nach geplantem Verwendungszweck, selbst die Feuerwehr war eingeplant.
Ein Großteil des so in die Stadt transportierten Wassers wurde für die zahlreichen Brunnen verwendet, von denen es zur augusteischen Zeit bereits über 700 Schöpf ? und 500 Laufbrunnen gegeben hat.
Literatur
O. Robinson Fire Prevention At Rome
P.R. Baillie-Reynolds The Vigiles Of Imperial Rome
J.S. Rainbird The Fire Stations Of Imperial Rome
H. Sonnabend Wie Augustus Die Feuerwehr Erfand
K.-W. Weeber Alltag Im Alten Rom: Das Leben In Der Stadt
J. Irmscher Lexikon Der Antike
Florian 14: Achteralarm
Wobei am ehesten Fire Prevention At Rome und The Vigiles Of Imperial Rome zu empfehlen sind. Es ist nur verdammt schwer, da ran zu kommen, da man sie (soviel ich weiß) nur auf Englisch bekommt und das ist in Österreich / Deutschland relativ blöd zu organisieren.
In Florian 14 sowie dem Lexikon der Antike und dem Alltag im Alten Rom steht im Prinzip nicht mehr, als Du wahrscheinlich schon weißt, bzw in dem Mail stand.
Und Wie Augustus die Feuerwehr erfand ist nicht schlecht, dennoch steht hier auch nicht mehr drin, da das Buch nur technische Erfindungen / Einführungen enthält, und nur ein Teil über die Feuerwehr handelt.
http://www.imperiumromanum.com/militaer/spezialtruppen/vigiles_01.htm
http://www.berufsfeuerwehr.ch/museum/museum2.htm
http://www.ub.uni-duisburg.de/diss/diss9910/kapps8.pdf
<http://www.uni-regensburg.de/F…rz/Dokumente/militaer.doc>
<http://www.frontinus.org/poster/Poster14a.pdf>
1. Allgemeine Löschverpflichtung
Zu den größten Ängsten der Bürger Roms gehörte neben der Furcht vor Hauseinstürzen die Furcht vor Bränden, nach Plutarch, ?die angeborenen und ständigen Übel Roms.?
Kleinere Brände gab es in Rom fast täglich, nur allzu leicht wurden die Fackeln und Öllampen umgestoßen und so ein Brand entfacht. Auch die Öfen trugen maßgeblich zu einer erhöhten Brandgefahr bei. Größere Brände suchten die Stadt in geradezu periodischen Abständen heim.
Vor der Einrichtung einer organisierten Feuerwehr gab es in Rom eine allgemeine Löschverpflichtung, die jeden Römer dazu aufrief, im Falle eines Brandausbruches zu löschen. Obwohl man für die Verweigerung dieser Hilfeleistung bestraft werden konnte, war dieses System auf Dauer nicht tragbar. Es gab viele arme Bürger in Rom, die verständlicherweise nicht einsahen, warum sie ihr Leben für die Villa eines reichen Römers lassen sollten.
Trotzdem mußte jeder Römer, einer Verordnung nach, einen mit Wasser gefüllten Eimer in seinem Hofe haben, um im Falle eines Brandausbruches als Löschkraft auftreten zu können. Dies wurde auch von Zeit zu Zeit überprüft. Da jedoch ein Wassereimer alleine in den seltensten Fällen einen ganzen Brand löscht, hielten sich viele reiche Römer eine Sklavenfeuerwehr, die einen gewissen Schutz gewährleisten sollte und die diese Hilfeleistung ihrem Besitzer gegenüber auch nicht verweigern konnte.
Obwohl in vielen Teilen des Imperiums diese Löschverpflichtung ausreichte, schien es in Rom nur der sogenannte Tropfen auf den heißen Stein zu sein. Auf Grund der häufigen und verheerenden Brände in der Hauptstadt und des, trotz der Löschverpflichtung, unzulänglichen Feuerschutzes wurde bald der Ruf nach besseren Vorkehrungen laut.
Zudem war die Kriminalitätsrate in Rom selbst sehr hoch. Nach Juvenil gab es sogar professionelle Brandstifter. Jene konnten und wurden von Vermietern angeheuert, wenn ein Mieter seine Miete nicht zahlen konnte oder aus seiner Wohnung nicht auszog, um seine Wohnung niederzubrennen und ihn so zu einem Auszug zu bewegen.
Diese Faktoren führten zu den Überlegungen, die eine organisierte Feuerwehr entstehen ließen.
2. Politische Bedeutung
War die Feuerwehr in Rom eine nach kurzer Zeit geachtete und von der Bevölkerung geschätzte Organisation, so gab es dennoch nicht im ganzen römischen Imperium einen derartig perfekt organisierten Feuerschutz wie in der Mutterstadt selbst.
Während es in den westlichen Provinzen organisierte Feuerwachen sehr wohl in Form von Zünften gab, sind derartige Einrichtungen im östlichen Teil nicht nachweisbar. Mit großer Wahrscheinlichkeit waren sie auf Grund einer unruhigen politischen Lage verboten.
Als ein Beispiel wäre hier sicherlich der Wahlkampf des Augustus gegen Rufus Egnatius zu erwähnen. Während in Rom immer mehr Brände ausbrachen, was daran lag, dass die Stadt ständig wuchs und sich ausdehnte. Als Folge davon stieg auch die Anzahl der Einwohner an, was zu eine größeren Nachfrage nach Wohnungen führte. Mietshäuser, die wie unsere heutigen Wohnungen zu sehen sind, wurden errichtet. Mit diesem Plus an Wohnungen erhöhte sich auch die Zahl potentiellen Brandherde, wie Fackeln, Öllampen und vor allem die Öfen. Auf Grund dieser Entwicklung verlangte das Volk nach einem ausreichenden Schutz, den eben nur eine fest ? angestellte Feuerwehrtruppe gewähren konnte. Im Wahlkampf griff diese Idee Rufus Egnatius auf und wollte somit das Volk auf seine Seite ziehen. Augustus, der um diese Problematik wusste, verstand es aber geschickt, diese Erneuerung als seine Errungenschaft darzustellen und versprach die Errichtung gewisser Schutzmaßnahmen, wie es die Bevölkerung gefordert hatte.
Wie leicht ein Feuer ausbrechen konnte weist Plinius der Ältere sehr gut auf, als er während des Vesuvausbruches die panischen Bewohner zu beruhigen versucht, indem er ihnen erklärt, dass jenes Licht, dass sie auf den Bergen sähen, nur brennende Hütten von Hirten seien. Jene hätten vergessen ihre Öfen auszumachen und somit ihr Haus angezündet.
2.1 Der Feuerschutz und das Christenproblem
Am Besten zeigt hier das Beispiel Plinius der Jüngere und dessen Briefe an Kaiser Trajan, wie sehr die Feuerwehr damals mit der Politik verbunden war.
Nachdem Plinius in diese Provinz geschickt worden war, um dort hauptsächlich das Christenproblem zu lösen, sah er sich auch den Bränden gegenüber. Um diese Gefahr so weit wie eben möglich zu bannen, entschied er sich zur Einrichtung einer freiwilligen Feuerwehr. Hierfür jedoch benötigte Plinius die Erlaubnis des Kaisers, der alle Briefe, die ihm Plinius schickte, rasch und, was am Erstaunlichsten ist, selbst beantwortete. Liest man nun die Antwortbriefe, so wird schnell klar, dass der Kaiser gegen die Einrichtung einer derartigen Organisation war. Zwar scheinen seine Einwände engstirnig und übertrieben, bedenkt man aber die unsichere Situation, die dort durch die Christen entstanden war, so waren seine Zweifel wohl begründet. Die Römer sahen die freiwillige Feuerwehr als Verein an, der schnell auch zu einer mächtigen politischen Organisation heranwachsen konnte. Um dies zu vermeiden wurde die Feuerwehr, die in Form von Zünften existierte, in politischen Unruhegebieten verboten. So war es auch Plinius nicht erlaubt, eine Feuerwehr dort einzuführen.
Doch nicht nur in diesem Beispiel überkreuzt sich die Problematik des Feuerschutzes mit den Christen. Auch zur Zeit des Galerius, als er in Nicomedia weilte, brachen in seinem Palast kurz hintereinander zwei Brände aus. Galerius verließ daraufhin, aus Angst um sein Leben, die Provinz und schrieb die Schuld an diesen Feuersbrünsten den Christen zu.
2.2 Die Sage um den Heiligen Florian
Florianus war ein Legionärführer, der in der Römerfeste Cetium seinen Dienst versah. Als Veteran schied er aus dem aktiven Dienst aus und wurde schließlich Vorstand in der Kanzlei des römischen Statthalters Aquilinus. Als Kaiser Diokletian eines Tages die letzte große Christenverfolgung anordnete erging auch an Florianus dieser Sonderbefehl. Er, der heimlich mit dem Christentum sympathisierte, sollte sofort vierzig Legionäre verhaften und gegen sie mit aller Schärfe vorgehen. Er widersetzte sich stattdessen diesem Befehl und warnte seine Glaubensbrüder vor, wohlwissend, dass ihn hierfür die Todesstrafe erwartete. Im Jahre 304 ließ der Statthalter Aquilinus seinem einstigen Adjutanten und Legionsführer um den Hals binden und von der Enns ? Brücke bei Lauriacum ins Wasser stoßen.
3. Arten der Feuerwehr
3.1 cohortes vigilum
Die cohortes vigilum sind wohl am ehesten mit einer heutigen Berufsfeuerwehr zu vergleichen.
3.1.1 Organisation
Die Vigiles waren, obwohl sie keine Legion waren, straff militärisch organisiert. Die Feuerwehrleute hatten den untersten Rang und so war auch freigelassenen Sklaven der Beitritt erlaubt.
Anfangs waren die Vigiles in privaten Häusern untergebracht, später stellte man ihnen jedoch Mietskasernen zur Verfügung, die ausschließlich für die Feuerwehr bestimmt waren.
Für die Stadt Rom standen 7 Kohorten zur Verfügung, die auf 14 Regionen, in die Rom unterteilt war, aufgefächert waren. Daher mußte sich also eine Kohorte um 2 Bezirke der Stadt kümmern, was bei einer Stadt dieses Ausmaßes sicherlich keine leichte Aufgabe war. Die Kohorten selbst waren dezentral auf Rom aufgeteilt, außerdem erhielten sie unterschiedliche Namen, die auf ihren Standort hinwiesen.
Folgende Kohortennamen sind bekannt:
I. Kohorte Circo Flaminio
II. Kohorte Esquilino
III. Kohorte Templus Pacis
IV. Kohorte Aventinus
V. Kohorte Coelimontana
VI. Kohorte Palatinum
VII. Kohorte Circo Maximus
Die Kohorte selbst bestand aus 1000 Mann, welche Tag und Nacht einsatzbereit sein mußten. Insgesamt gab es 7000 Feuerwehrleute, die zwar mit für die damalige Zeit modernsten Mitteln ausgestattet waren, den alltäglichen Feuern und den großen Feuersbrünsten, die die Stadt in geradezu periodischer Folge heimsuchten, hilflos gegenüber standen.
Der Gehalt eines damaligen Feuerwehrmannes war nicht gerade hoch, auch gab es keine Gefahrenzulage, wie sie heute besteht. Ein Vigiles der römischen Feuerwehr verdiente 360 Denare, was ungefähr 1440 Sesterzen ausmachte.
3.1.2 Ränge
Den römischen Vigiles waren folgende Ränge bekannt:
- Praefectus vigilium
- Legatus vigilium
- Tribunus laticlavius
- Praefectus Castrorum
- Tribunus Angusticlavius
- Centurio
- Optio
- Vigilus
- Probatus
3.1.3 Aufgaben
Die Vigiles übernahmen sowohl den Feuerschutz und die Überwachung der vorgeschriebenen feuerpolizeilichen Schutzmaßnahmen als auch die Aufgaben der Polizei. So zählte das Löschen der Brände genau so zu ihren Pflichten wie die nächtliche Wachgänge durch die engen und gewundenen Gassen der Stadt.
3.2 collegium veteranorum centonariorum
Die collegium veteranorum centonariorum entsprechen der freiwilligen Feuerwehr. Zwar konnte dieser Vereinigung jeder männliche römische Bürger beitreten, dennoch waren es die Filzmachen, die sich hier einen Namen machten. Wie schon der Name centonariorum erahnen lässt, bestand dieses collegium hauptsächlich aus Filzmachern, die es in jedem römischen Ort gab. Waren in einem Ort zu wenig Angehörige dieses Berufsstandes so waren es die Schmiede, die das collegium ergänzten und so einen ausreichenden Feuerschutz garantieren sollten.
3.3 familia privata
Die Sklavenfeuerwehr war besonders bei jenen Römern gern errichtet, die es sich leisten konnten. Wie schon der Name sagt, bestand dieses Kollegium vorwiegend aus Sklaven. Daher war auch diese Art des Feuerschutzes den reichen Römern vorbehalten.
4. Verwendete Utensilien
4.1 Spritzen (siphones)
4.2 Eimer (homae)
4.3 Äxte (dolabrae)
4.4 Leitern, meist alaungetränkt (scalae)
4.5 Patschen, Decken, in der Regel wassergetränkte Filzdecken (centones)
4.6 Hakenstangen (perticae)
4.7 Wasserschlauch (uter)
4.8 Wassersack (gerba)
4.9 Feuerwehrspritze von Ktesibios
1795 fand man Ausgrabungen in Italien eine bronzene Kolbenpumpe in einem ehemaligen Römerlager. Der Erfinder dieser zweizylindrigen Druckpumpe ist, nach Vitruv, der Physiker Ktesibios, der um 250 vor Christus in Alexandria lebte. Das Prinzip dieser Pumpe ist einfach.
Die Feuerwehrspritze bestand aus zwei Stiefelpumpen, einem Windkessel, sowie einem Steigrohr. Der herabgehende Kolben schließt das Bodenventil und drückt dadurch Luft durch ein Kesselventil in den Windkessel.
Gleichzeitig saugt ein aufsteigender Kolben Wasser durch das offene Bodenventil an.
5. Der Bau der Stadt und dessen Auswirkungen auf den Feuerschutz
Rom selbst war eine Stadt mit vielen engen Gassen, in denen das Feuer leicht auf andere Gebäude übergreifen konnte. Zudem waren vor allem die Mietshäuser der Innenstadt sehr hoch. Augustus hielt es deshalb auch für nötig, die maximale Haushöhe auf 70 Fuß (ca. 20m) zu beschränken, Trajan reduzierte diese später sogar auf 60 Fuß (ca. 18m).
5.1 Hausbau
Den Römern war die Brandschutzmauer sehr wohl bekannt, wie das Forum des Augustus beweist, dass mit einer 30m hohen Mauer aus Peperin umgeben war. Wegen seiner Resistenz gegen Feuer war Peperin, auch als ?pietra Albana? bekannt, ein besonders gern verwendetes Material für solche Zwecke. Peperin selbst ist das grünlich ? aschgraue Vulkangestein von den Albanerbergen, das neben den verschiedensten Sorten von Tuff das gebräuchlichste Baumaterial für tragende Gebäudeteile in später Republik und früher Kaiserzeit darstellt. Allerdings ist dieses Gestein sehr anfällig für Witterungsschäden.
Im Allgemeinen ging man sehr sparsam mit teurerem Baumaterial um, was zu einer erhöhten Gefährdung für die Bewohner eines Hauses führte.
5.2 Kanalnetz
Rom hatte ein beeindruckend organisiertes und verzweigtes Wasserversorgunsnetz. Diese Aquädukte beruhten nur auf Gravitation, also auf einem stetigen Gefälle. Erstaunlicherweise wurde auch zwischen den Wasserqualitäten unterschieden, je nach geplantem Verwendungszweck, selbst die Feuerwehr war eingeplant.
Ein Großteil des so in die Stadt transportierten Wassers wurde für die zahlreichen Brunnen verwendet, von denen es zur augusteischen Zeit bereits über 700 Schöpf ? und 500 Laufbrunnen gegeben hat.
Literatur
O. Robinson Fire Prevention At Rome
P.R. Baillie-Reynolds The Vigiles Of Imperial Rome
J.S. Rainbird The Fire Stations Of Imperial Rome
H. Sonnabend Wie Augustus Die Feuerwehr Erfand
K.-W. Weeber Alltag Im Alten Rom: Das Leben In Der Stadt
J. Irmscher Lexikon Der Antike
Florian 14: Achteralarm
Wobei am ehesten Fire Prevention At Rome und The Vigiles Of Imperial Rome zu empfehlen sind. Es ist nur verdammt schwer, da ran zu kommen, da man sie (soviel ich weiß) nur auf Englisch bekommt und das ist in Österreich / Deutschland relativ blöd zu organisieren.
In Florian 14 sowie dem Lexikon der Antike und dem Alltag im Alten Rom steht im Prinzip nicht mehr, als Du wahrscheinlich schon weißt, bzw in dem Mail stand.
Und Wie Augustus die Feuerwehr erfand ist nicht schlecht, dennoch steht hier auch nicht mehr drin, da das Buch nur technische Erfindungen / Einführungen enthält, und nur ein Teil über die Feuerwehr handelt.
http://www.imperiumromanum.com/militaer/spezialtruppen/vigiles_01.htm
http://www.berufsfeuerwehr.ch/museum/museum2.htm
http://www.ub.uni-duisburg.de/diss/diss9910/kapps8.pdf
<http://www.uni-regensburg.de/F…rz/Dokumente/militaer.doc>
<http://www.frontinus.org/poster/Poster14a.pdf>
1. Allgemeine Löschverpflichtung
Zu den größten Ängsten der Bürger Roms gehörte neben der Furcht vor Hauseinstürzen die Furcht vor Bränden, nach Plutarch, ?die angeborenen und ständigen Übel Roms.?
Kleinere Brände gab es in Rom fast täglich, nur allzu leicht wurden die Fackeln und Öllampen umgestoßen und so ein Brand entfacht. Auch die Öfen trugen maßgeblich zu einer erhöhten Brandgefahr bei. Größere Brände suchten die Stadt in geradezu periodischen Abständen heim.
Vor der Einrichtung einer organisierten Feuerwehr gab es in Rom eine allgemeine Löschverpflichtung, die jeden Römer dazu aufrief, im Falle eines Brandausbruches zu löschen. Obwohl man für die Verweigerung dieser Hilfeleistung bestraft werden konnte, war dieses System auf Dauer nicht tragbar. Es gab viele arme Bürger in Rom, die verständlicherweise nicht einsahen, warum sie ihr Leben für die Villa eines reichen Römers lassen sollten.
Trotzdem mußte jeder Römer, einer Verordnung nach, einen mit Wasser gefüllten Eimer in seinem Hofe haben, um im Falle eines Brandausbruches als Löschkraft auftreten zu können. Dies wurde auch von Zeit zu Zeit überprüft. Da jedoch ein Wassereimer alleine in den seltensten Fällen einen ganzen Brand löscht, hielten sich viele reiche Römer eine Sklavenfeuerwehr, die einen gewissen Schutz gewährleisten sollte und die diese Hilfeleistung ihrem Besitzer gegenüber auch nicht verweigern konnte.
Obwohl in vielen Teilen des Imperiums diese Löschverpflichtung ausreichte, schien es in Rom nur der sogenannte Tropfen auf den heißen Stein zu sein. Auf Grund der häufigen und verheerenden Brände in der Hauptstadt und des, trotz der Löschverpflichtung, unzulänglichen Feuerschutzes wurde bald der Ruf nach besseren Vorkehrungen laut.
Zudem war die Kriminalitätsrate in Rom selbst sehr hoch. Nach Juvenil gab es sogar professionelle Brandstifter. Jene konnten und wurden von Vermietern angeheuert, wenn ein Mieter seine Miete nicht zahlen konnte oder aus seiner Wohnung nicht auszog, um seine Wohnung niederzubrennen und ihn so zu einem Auszug zu bewegen.
Diese Faktoren führten zu den Überlegungen, die eine organisierte Feuerwehr entstehen ließen.
2. Politische Bedeutung
War die Feuerwehr in Rom eine nach kurzer Zeit geachtete und von der Bevölkerung geschätzte Organisation, so gab es dennoch nicht im ganzen römischen Imperium einen derartig perfekt organisierten Feuerschutz wie in der Mutterstadt selbst.
Während es in den westlichen Provinzen organisierte Feuerwachen sehr wohl in Form von Zünften gab, sind derartige Einrichtungen im östlichen Teil nicht nachweisbar. Mit großer Wahrscheinlichkeit waren sie auf Grund einer unruhigen politischen Lage verboten.
Als ein Beispiel wäre hier sicherlich der Wahlkampf des Augustus gegen Rufus Egnatius zu erwähnen. Während in Rom immer mehr Brände ausbrachen, was daran lag, dass die Stadt ständig wuchs und sich ausdehnte. Als Folge davon stieg auch die Anzahl der Einwohner an, was zu eine größeren Nachfrage nach Wohnungen führte. Mietshäuser, die wie unsere heutigen Wohnungen zu sehen sind, wurden errichtet. Mit diesem Plus an Wohnungen erhöhte sich auch die Zahl potentiellen Brandherde, wie Fackeln, Öllampen und vor allem die Öfen. Auf Grund dieser Entwicklung verlangte das Volk nach einem ausreichenden Schutz, den eben nur eine fest ? angestellte Feuerwehrtruppe gewähren konnte. Im Wahlkampf griff diese Idee Rufus Egnatius auf und wollte somit das Volk auf seine Seite ziehen. Augustus, der um diese Problematik wusste, verstand es aber geschickt, diese Erneuerung als seine Errungenschaft darzustellen und versprach die Errichtung gewisser Schutzmaßnahmen, wie es die Bevölkerung gefordert hatte.
Wie leicht ein Feuer ausbrechen konnte weist Plinius der Ältere sehr gut auf, als er während des Vesuvausbruches die panischen Bewohner zu beruhigen versucht, indem er ihnen erklärt, dass jenes Licht, dass sie auf den Bergen sähen, nur brennende Hütten von Hirten seien. Jene hätten vergessen ihre Öfen auszumachen und somit ihr Haus angezündet.
2.1 Der Feuerschutz und das Christenproblem
Am Besten zeigt hier das Beispiel Plinius der Jüngere und dessen Briefe an Kaiser Trajan, wie sehr die Feuerwehr damals mit der Politik verbunden war.
Nachdem Plinius in diese Provinz geschickt worden war, um dort hauptsächlich das Christenproblem zu lösen, sah er sich auch den Bränden gegenüber. Um diese Gefahr so weit wie eben möglich zu bannen, entschied er sich zur Einrichtung einer freiwilligen Feuerwehr. Hierfür jedoch benötigte Plinius die Erlaubnis des Kaisers, der alle Briefe, die ihm Plinius schickte, rasch und, was am Erstaunlichsten ist, selbst beantwortete. Liest man nun die Antwortbriefe, so wird schnell klar, dass der Kaiser gegen die Einrichtung einer derartigen Organisation war. Zwar scheinen seine Einwände engstirnig und übertrieben, bedenkt man aber die unsichere Situation, die dort durch die Christen entstanden war, so waren seine Zweifel wohl begründet. Die Römer sahen die freiwillige Feuerwehr als Verein an, der schnell auch zu einer mächtigen politischen Organisation heranwachsen konnte. Um dies zu vermeiden wurde die Feuerwehr, die in Form von Zünften existierte, in politischen Unruhegebieten verboten. So war es auch Plinius nicht erlaubt, eine Feuerwehr dort einzuführen.
Doch nicht nur in diesem Beispiel überkreuzt sich die Problematik des Feuerschutzes mit den Christen. Auch zur Zeit des Galerius, als er in Nicomedia weilte, brachen in seinem Palast kurz hintereinander zwei Brände aus. Galerius verließ daraufhin, aus Angst um sein Leben, die Provinz und schrieb die Schuld an diesen Feuersbrünsten den Christen zu.
2.2 Die Sage um den Heiligen Florian
Florianus war ein Legionärführer, der in der Römerfeste Cetium seinen Dienst versah. Als Veteran schied er aus dem aktiven Dienst aus und wurde schließlich Vorstand in der Kanzlei des römischen Statthalters Aquilinus. Als Kaiser Diokletian eines Tages die letzte große Christenverfolgung anordnete erging auch an Florianus dieser Sonderbefehl. Er, der heimlich mit dem Christentum sympathisierte, sollte sofort vierzig Legionäre verhaften und gegen sie mit aller Schärfe vorgehen. Er widersetzte sich stattdessen diesem Befehl und warnte seine Glaubensbrüder vor, wohlwissend, dass ihn hierfür die Todesstrafe erwartete. Im Jahre 304 ließ der Statthalter Aquilinus seinem einstigen Adjutanten und Legionsführer um den Hals binden und von der Enns ? Brücke bei Lauriacum ins Wasser stoßen.
3. Arten der Feuerwehr
3.1 cohortes vigilum
Die cohortes vigilum sind wohl am ehesten mit einer heutigen Berufsfeuerwehr zu vergleichen.
3.1.1 Organisation
Die Vigiles waren, obwohl sie keine Legion waren, straff militärisch organisiert. Die Feuerwehrleute hatten den untersten Rang und so war auch freigelassenen Sklaven der Beitritt erlaubt.
Anfangs waren die Vigiles in privaten Häusern untergebracht, später stellte man ihnen jedoch Mietskasernen zur Verfügung, die ausschließlich für die Feuerwehr bestimmt waren.
Für die Stadt Rom standen 7 Kohorten zur Verfügung, die auf 14 Regionen, in die Rom unterteilt war, aufgefächert waren. Daher mußte sich also eine Kohorte um 2 Bezirke der Stadt kümmern, was bei einer Stadt dieses Ausmaßes sicherlich keine leichte Aufgabe war. Die Kohorten selbst waren dezentral auf Rom aufgeteilt, außerdem erhielten sie unterschiedliche Namen, die auf ihren Standort hinwiesen.
Folgende Kohortennamen sind bekannt:
I. Kohorte Circo Flaminio
II. Kohorte Esquilino
III. Kohorte Templus Pacis
IV. Kohorte Aventinus
V. Kohorte Coelimontana
VI. Kohorte Palatinum
VII. Kohorte Circo Maximus
Die Kohorte selbst bestand aus 1000 Mann, welche Tag und Nacht einsatzbereit sein mußten. Insgesamt gab es 7000 Feuerwehrleute, die zwar mit für die damalige Zeit modernsten Mitteln ausgestattet waren, den alltäglichen Feuern und den großen Feuersbrünsten, die die Stadt in geradezu periodischer Folge heimsuchten, hilflos gegenüber standen.
Der Gehalt eines damaligen Feuerwehrmannes war nicht gerade hoch, auch gab es keine Gefahrenzulage, wie sie heute besteht. Ein Vigiles der römischen Feuerwehr verdiente 360 Denare, was ungefähr 1440 Sesterzen ausmachte.
3.1.2 Ränge
Den römischen Vigiles waren folgende Ränge bekannt:
- Praefectus vigilium
- Legatus vigilium
- Tribunus laticlavius
- Praefectus Castrorum
- Tribunus Angusticlavius
- Centurio
- Optio
- Vigilus
- Probatus
3.1.3 Aufgaben
Die Vigiles übernahmen sowohl den Feuerschutz und die Überwachung der vorgeschriebenen feuerpolizeilichen Schutzmaßnahmen als auch die Aufgaben der Polizei. So zählte das Löschen der Brände genau so zu ihren Pflichten wie die nächtliche Wachgänge durch die engen und gewundenen Gassen der Stadt.
3.2 collegium veteranorum centonariorum
Die collegium veteranorum centonariorum entsprechen der freiwilligen Feuerwehr. Zwar konnte dieser Vereinigung jeder männliche römische Bürger beitreten, dennoch waren es die Filzmachen, die sich hier einen Namen machten. Wie schon der Name centonariorum erahnen lässt, bestand dieses collegium hauptsächlich aus Filzmachern, die es in jedem römischen Ort gab. Waren in einem Ort zu wenig Angehörige dieses Berufsstandes so waren es die Schmiede, die das collegium ergänzten und so einen ausreichenden Feuerschutz garantieren sollten.
3.3 familia privata
Die Sklavenfeuerwehr war besonders bei jenen Römern gern errichtet, die es sich leisten konnten. Wie schon der Name sagt, bestand dieses Kollegium vorwiegend aus Sklaven. Daher war auch diese Art des Feuerschutzes den reichen Römern vorbehalten.
4. Verwendete Utensilien
4.1 Spritzen (siphones)
4.2 Eimer (homae)
4.3 Äxte (dolabrae)
4.4 Leitern, meist alaungetränkt (scalae)
4.5 Patschen, Decken, in der Regel wassergetränkte Filzdecken (centones)
4.6 Hakenstangen (perticae)
4.7 Wasserschlauch (uter)
4.8 Wassersack (gerba)
4.9 Feuerwehrspritze von Ktesibios
1795 fand man Ausgrabungen in Italien eine bronzene Kolbenpumpe in einem ehemaligen Römerlager. Der Erfinder dieser zweizylindrigen Druckpumpe ist, nach Vitruv, der Physiker Ktesibios, der um 250 vor Christus in Alexandria lebte. Das Prinzip dieser Pumpe ist einfach.
Die Feuerwehrspritze bestand aus zwei Stiefelpumpen, einem Windkessel, sowie einem Steigrohr. Der herabgehende Kolben schließt das Bodenventil und drückt dadurch Luft durch ein Kesselventil in den Windkessel.
Gleichzeitig saugt ein aufsteigender Kolben Wasser durch das offene Bodenventil an.
5. Der Bau der Stadt und dessen Auswirkungen auf den Feuerschutz
Rom selbst war eine Stadt mit vielen engen Gassen, in denen das Feuer leicht auf andere Gebäude übergreifen konnte. Zudem waren vor allem die Mietshäuser der Innenstadt sehr hoch. Augustus hielt es deshalb auch für nötig, die maximale Haushöhe auf 70 Fuß (ca. 20m) zu beschränken, Trajan reduzierte diese später sogar auf 60 Fuß (ca. 18m).
5.1 Hausbau
Den Römern war die Brandschutzmauer sehr wohl bekannt, wie das Forum des Augustus beweist, dass mit einer 30m hohen Mauer aus Peperin umgeben war. Wegen seiner Resistenz gegen Feuer war Peperin, auch als ?pietra Albana? bekannt, ein besonders gern verwendetes Material für solche Zwecke. Peperin selbst ist das grünlich ? aschgraue Vulkangestein von den Albanerbergen, das neben den verschiedensten Sorten von Tuff das gebräuchlichste Baumaterial für tragende Gebäudeteile in später Republik und früher Kaiserzeit darstellt. Allerdings ist dieses Gestein sehr anfällig für Witterungsschäden.
Im Allgemeinen ging man sehr sparsam mit teurerem Baumaterial um, was zu einer erhöhten Gefährdung für die Bewohner eines Hauses führte.
5.2 Kanalnetz
Rom hatte ein beeindruckend organisiertes und verzweigtes Wasserversorgunsnetz. Diese Aquädukte beruhten nur auf Gravitation, also auf einem stetigen Gefälle. Erstaunlicherweise wurde auch zwischen den Wasserqualitäten unterschieden, je nach geplantem Verwendungszweck, selbst die Feuerwehr war eingeplant.
Ein Großteil des so in die Stadt transportierten Wassers wurde für die zahlreichen Brunnen verwendet, von denen es zur augusteischen Zeit bereits über 700 Schöpf ? und 500 Laufbrunnen gegeben hat.
Literatur
O. Robinson Fire Prevention At Rome
P.R. Baillie-Reynolds The Vigiles Of Imperial Rome
J.S. Rainbird The Fire Stations Of Imperial Rome
H. Sonnabend Wie Augustus Die Feuerwehr Erfand
K.-W. Weeber Alltag Im Alten Rom: Das Leben In Der Stadt
J. Irmscher Lexikon Der Antike
Florian 14: Achteralarm
Wobei am ehesten Fire Prevention At Rome und The Vigiles Of Imperial Rome zu empfehlen sind. Es ist nur verdammt schwer, da ran zu kommen, da man sie (soviel ich weiß) nur auf Englisch bekommt und das ist in Österreich / Deutschland relativ blöd zu organisieren.
In Florian 14 sowie dem Lexikon der Antike und dem Alltag im Alten Rom steht im Prinzip nicht mehr, als Du wahrscheinlich schon weißt, bzw in dem Mail stand.
Und Wie Augustus die Feuerwehr erfand ist nicht schlecht, dennoch steht hier auch nicht mehr drin, da das Buch nur technische Erfindungen / Einführungen enthält, und nur ein Teil über die Feuerwehr handelt.