Der Raum war ausgelegt für soche Typen wie Sica. Die schmalen Fenster waren viel zu eng für einen erwachsenen Mann, um in die Freiheit klettern zu können. Die Tür, aus massivem Eichenholz, robust und durch einen dicken Balken gesichert. Und selbst wer aus diesem Raum entkam würde sich schwer tun, die glatten Mauern um die Villa Flavia ungesehen zu überwinden...
Längst schon hatten die Wachen Sica allein und hungern lassen, als sich die Tür endlich wieder öffnete. Zornig betrat die Zelle.
"Sica, steh auf."
Nachdenklich betrachtete ich den daumendicken Stock in meiner Rechten, blickte dann zum Sklaven, und wieder zurück. Ich konnte mich nicht entscheiden.
"Was hast du dreckiger, nichtsnutziger Sklave angestellt? Rede!"
Ach, er lief mir nicht davon. Es würden sich noch genug Gelegenheiten ergeben, jeden einzelnen seiner Knochen und Knöchelhen zu zerbröseln...