"Öhm," meinte er zunächst nur und war für einen Augenblick völlig aus dem Konzept gebracht. Dann jedoch riss er sich zusammen, atmete ein paar Mal tief durch, mit geschlossenen Augen und als er sie ansah wirkte er fast wieder entspannt und normal. "Nun, es würden sich zwei Leute anbieten," schmunzelte er. "Venusia oder ich. Entscheide Du selber," grinste er leicht und legte seine Hand auf ihre.
Beiträge von Valentin Duccius Germanicus
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Dieser schüchterne und so unschuldig wirkende Blick. Er seufzte innerlich und musste sich wahrlich zusammenreissen um sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren. Was war nur heute Abend mit ihm los. Naja, egal, komm schon, wird schon! "Nun," lächelte er leicht. "Ich dachte da an wen aus der Gens Duccia," sagte er in einem ganz besonderem Tonfall.
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Oha, warum nur musste sie immer so verführerisch aussehen? Er grinste leicht und bot ihr einen Platz an. "Ich wollte Dich etwas fragen." Mhm, wie begann er am Besten und wieso musste sie ihn gerade jetzt so ansehen? Da konnte man ja keinen klaren Gedanken fassen. Er räusperte sich ein wenig. "Nun, da Du ja scheinbar in Germanien bleibst," und wehe wenn nicht, fügte er in Gedanken an, dann vergeh ich. "Dachte ich mir, ob Du Interessa daran hättest ein Clientel einzugehen."
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Er hatte etwas mit Marcia zu besprechen, eine Idee, die er gerne mit ihr erläutern wollte und hoffte, sie davon zu überzeugen. Deshalb hatte er Marga gebeten sie in sein Arbeitszimmer zu schicken.
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Eher durch Zufall, als sein Blick in einem Augenblick der Unrast, weil es gerade nicht so spannend auf dem Feld des Rennens war, durch die Menge in der Nähe ging, entdeckte er Marcia. Ein kurzes Lächeln huschte über seine Lippen und ein leichtest Winken in ihre Richtung, welches ihr andeuten sollte, dass sie später rüberkommen sollte, war sie doch seine Scriba und somit berechtigt an seiner Seite zu sitzen. Zum Glück war es ihnen auch gelungen privat unterzukommen, bei Freunden seiner Eltern, die hier ein kleines Haus hatten. Der Mann war derzeit selten zu Hause, aber die Frau und deren beiden Töchter hatten sich sehr über die Abwechslung gefreut, besonders darüber eine solch weit gereiste Frau als Gast Willkommen heissen zu können. So konnte er auch sicher sein, dass sie versorgt war, wenn er mit den vielen Dingen beschäftigt war, die ihn in dieser Stadt forderten.
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"In Tarraco?" wiederholte er noch erstaunter, konnte er sich doch nicht erinnern je mit Tarrcoiden zu tun gehabt zu haben. Bei der Erwähnung von Medeia allerdings lächelte er auf eine sanfte Art. "Ah, Artoria, eine liebenswerte und äusserst kompetente Frau. Ich danke für die Grüße. Ich denke, ich sollte ihr einmal wieder schreiben und fragen, wie ihre Bemühungen um die Factio gedeihen." Er nahm noch einen Schluck. "Es war mein Vater, der nur recht kurze Zeit nach unserer Ankunft im Imperium durch eine nicht alltägliche Tat die Gunst eines einflußreichen Mannes gewann und über diesen das Bürgerrecht." Hätte er dem Mann damals nicht das Leben bei einem Überfall gerettet, wären sie dann immer noch Peregrini? Oder wäre es Flavius gelungen ihnen das Bürgerrecht zu geben, der schon als Jugendlicher, nach den Überfällen beschlossen hatte zum Militär zu gehen und damit nicht selten in Konflikt mit dem Vater gelangte.
"Goden sind so etwas wie Priester. Sie sind aber auch Auguren, wenn man sie mit den römischen Äquivalenten vergleichen will, und Richter," erklärte er lächelnd. "Eine Wachstafel sollte sich hier wohl finden, wenn Du wirklich eine haben möchtest," schmunzelte er einmal mehr. "Die Nornen sind die Schicksalsfrauen, oder auch Schicksalsgöttinnen. Sie heißen Urd - das Gewordene, Verdandi - das Werdende und Skuld - das Werdensollende, d. h. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie lenken die Geschicke der Menschen und Götter, indem sie die Fäden des Schicksals spinnen und weben.
Und ja, die Asen haben Namen, aber es sind derer viele. Denn es gibt nicht nur die 12 in Asgards Hallen sondern auch noch viele weitere. Der Höchste aller Asen aber ist Odin, wenn er sich auch erst mit Thor um diesen Platz streiten musste." Und in manchen Gebieten wird immer noch Thor als der höchste Gott angesehen, aber das verwirrte sie sicher zu sehr."
Er lehnte sich ein wenig zurück und meinte: "Dieser Krieg fand statt um die Vorherrschaft der Götter zu klären. Die Asen siegten, doch sind die Wanen immer noch genauso angesehen wie sie und werden genauso verehrt. Auch nahmen die Asen einige Wanen in ihren Reihen auf, wie auch einige Asen zu den Wanen gingen." Dann grinste er. "Wenn ich Dir aber jetzt schon alles erzähle, wirst Du Dich in dem kommenden Kurs ziemlich langweilen, weil Du dann schon alles kennst." -
Er deutete auf einen Stuhl ihm gegenüber. "Du suchst also eine Anstellung? In welcher Richtung dachtest Du denn? Etwas in der Verwaltung nehme ich an?" Die Frage sollte sich zwar erübrigen, angesichts der Tatsache, dass er bei ihm vorstellig wurde, aber vielleicht dachte er auch als Vilicus oder Scriba Personalis eine Stelle zu finden.
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"Öhm....," war zunächst das Einzige, was er herausbekam, so überrascht war er ob der Neuigkeit, dass er wohlbekannt war, besonders dort und ungefähr genauso dämlich wie überrascht musste er wohl für ein oder zwei Herzschläge auch aussehen. "Äh, ja, wie? Im Palast und bei den Bürgern? Ich bin nur ein einfacher Mann, der nichts weiter macht als sein Leben zu leben, ich kann mir nicht vorstellen, dass es so weite Bekanntheitskreise zieht," erwiederte er und musste sich doch ein wenig verlegen das Kinn kratzen. "Und was das Wissen betrifft, ich bin viele Jahre meines Lebens im freien Germanien gewesen und dort aufgewachsen, wie auch geboren und auch als wir hierher ins Imperium kamen, immer unter germanischen Sitten und Traditionen groß geworden, die ich auch heute noch, so weit es mir mangels Goden und ähnlichem möglich ist, einhalte. Also sollte das Wissen darüber schon bestehen," schmunzelte er, nachdem er sich etwas gefangen hatte. "Und ja, es stimmt, es sind die beiden Göttergeschlechter. Die größte Gruppe bilden die Asen, an deren Spitze Odin bzw. Wotan steht. Alle Götter weisen menschliche Eigenschaften auf, und keiner von ihnen ist unfehlbar. Diese Götter werden alle während der Götterdämmerung oder Ragnarök (Verhängnis der Götter) sterben. Die Götterdämmerung ist der letzte Kampf vor dem Weltuntergang. Später wird die Welt wie unberührt wieder neu entstehen. Und die Asen sammeln sich auf dem Idafeld.
Nach der Überlieferung wohnen zwölf Asen in Asgard. Sie herrschen über die Welt und die Menschen, allerdings beschränkt durch das Schicksal, das nur die Nornen im vollen Umfang kennen. Ihnen werden Eigenschaften wie Stärke, Macht, Kraft etc. zugeschrieben. Sie sind weitgehend vermenschlicht, haben also einen irdischen Alltag.
Den Wanen als Göttern des Herdfeuers, des Ackerbaus etc. werden Eigenschaften wie Fruchtbarkeit, Erdverbundenheit, Wohlstand zugeschrieben.
Nach einem mythologischen Kampf (dem Vanenkrieg) gegen die Asen mussten die Wanen den Asen den Meeresgott Njörd und dessen Kinder, die Zwillinge Freyja und Freyr, als Geisel stellen, um den Frieden zu bewahren. Im Austausch erhielten die Wanen den Asen Hoenir sowie den weisen Riesen Mimir."
Er merkte, dass er wieder in eine Belehrungsstunde verfiel und seufzte. "Verzeih, ich neige dazu zu viel Informationen auf einmal vermitteln zu wollen." -
Er schenkte ihr einen Becher voll ein und reichte ihn ihr, schüttelte aber bedauernd den Kopf. "Ich fürchte, da muss ich Dich korrigieren. Wir, meine Cousine und ich, haben "nur" einen Kurs über das allgemeine Leben, Gesellschaft und so weiter der Germanen abgehalten. Der Kurs über die Götter ist in Planung und wir warten noch auf eine Terminabsprache mit der Rectorin der Schola Aelia Adria. An diesem wirst Du selbstverständlich gerne dann teilnehmen können," schmunzelte er leicht und trank einen Schluck Saft, der ihm aber fast etwas zu süß war, weshalb er etwas Wasser bei mischte. "Du möchtest also mehr über die Kultur und das Leben hier erfahren? Nun, das sollte wohl einzurichten sein," meinte er mit leicht amüsiert erhobener Braue.
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Oha, eine neue Priesterin. Endlich mal frisches Blut bei den alten Säcken im Tempelbezirk. Na das würde die Anbeter der römischen Götter und somit 2/3 der Bevölkerung freuen. Und schwanger, wie es schien? Nun, dann hatte sie sicher auch den Vater mitgebracht. Zuwachs konnte nie schaden. Freundlich lächelte er sie an. "Nun, dann sei in der Stadt Mogontiacum willkommen. Die Bewohner wird es freuen einmal wieder einen jungen und dazu noch weiblichen Priester hier begrüßen zu dürfen." Er deutete auf die Getränke. "Darf ich Dir etwas anbieten? Wasser oder einen frischen Saft? Aus den letzten Winteräpfeln, sehr süß und fruchtig." Er nahm ihr gegenüber Platz. "Private Angelegenheit?"
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Marcia hatte ihn in der Abschlußbesprechung mit dem Magistraten, der Morgen nach Raetia reisen sollte erwischt und so musste er die Frau etwas warten lassen. Aber da dort bequeme Stühle wie auch Getränke standen, sollte es kein unangenehmes Warten sein. "Salve," begrüßte er sie freundlich. "Ich bin der Duumvir Valentin Duccius Germanicus. Was kann ich für Dich tun?"
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Er sah von einem Bericht auf und lächelte kurz. "Nur herein!" Ruhig und mit freundlichem Gesichtsausdruck sah er dem Fremden entgegen. "Marcia, sei so gut und bring uns etwas zu Trinken. Und nachher brauche ich noch die aktuellsten Listen bezüglich Raetia. Ach und sind die Einladungen an die Händler schon raus?"
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Zitat
Original von Decima Valeria
Valeria betrat die Regia und suchte das Officium des Sribas, der für den Duumvir arbeitete. Als sie es gefunden hatte, klopfte sie an und wartete geduldig.Ein junger Scriba, der einige Unterlagen für den Duumvir brachte, trat an die Tür und entdeckte die Frau. "Salve, willst Du zur Scriba? Da musst Du Dich noch einen Moment gedulden, die ist gerade mit dem Duumvir unterwegs bei einer Besprechung." Er nickte ihr noch zu, ging in das Officium, legte die Unterlagen auf Petronias Schreibtisch und schloß dann, als er auf dem Flur war, die Tür wieder sehr sorgfältig hinter sich. "Vale," meinte er freundlich zu der Frau und verschwand wieder in seinem Officium am anderen Ende des Ganges, welches er sich mit weiteren Scriba teilte.
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Die Menge war begeistert und nicht wenige jubelten dem Kaiser begeistert zu. Was ein Erlebnis! Nicht nur die Spiele, die eine Einmaligkeit darstellten, fanden sich doch auch die Germanen von der anderen Seite des Limes hier ein, nein, nach dem Besuch der Augusta noch vor wenigen Monaten, wenn auch nicht hier, so doch in der Provinz, war nun auch noch der Augustus da. Wenn das nicht ein gutes Omen für die Provinz, die in letzter Zeit so arg gebeutelt ward, war. Nun musste einfach alles besser und ruhiger werden und die Meisten in der Bevölkerung waren in diesen Tagen eben genau dieser Meinung, was sich in der Stimmung, besonders gerade in diesen Augenblicken dem Kaiser gegenüber niederschlug.
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Da man dem Imperator nicht zu viel Stress zumuten wollte, die Reise war garantiert anstrengend genug gewesen, hatte man sich für den ersten Abend ein nur kleines Bankett ausgedacht, in dem er mit ein paar ausgesuchten Leuten in Ruhe speisen konnte. Das eigentliche Große Bankett würde dann am Ende der Spiele stattfinden, wo sich auch die Sieger der Rennen mit einfinden würden, wie eine Vielzahl anderer Leute.
Am morgigen Tag dann würden die Pferderennen beginnen und später würde man dann auch sehen, was der Imperator vielleicht selber noch für Wünsche haben könnte. Die Bevölkerung jedenfalls war ob seiner Anwesenheit hellauf begeistert.Die Sklaven und Dienerschaft hatten den Raum bereits hergerichtet. Alles war ordentlich und den herkömmlichen Traditionen entsprechend hergerichtet worden. Es würde allerdings, wie zumeist in dieser Provinz, ein gemischtes Essen geben, in dem man sowohl römische als auch germanische Speisen und Getränke finden konnte. Als der dafür zuständige Protokollchef mit allem zufrieden war, war es auch schon fast an der Zeit für die Gäste.
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Er sah seine Cousine in einiger Entfernung sitzen und winkte ihr kurz zu, aber dann konzentrierte er sich wieder auf das Rennen. Noch war es erst das Ende der zweiten Runde, fünf Runden also noch vor ihnen und somit noch alles offen, dennoch machte sich gerade eine Tendenz breit, die ihm persönlich nicht so gefiel. Er beugte sich wieder ein Stückchen vor und sah gebannt auf die Bahn.
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Er reichte ihr den Met und sah sie dann fragend an. "Nun? Erzähl! Wo hast Du Dich rumgetrieben und was ist alles so passiert?"
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"Ich weiss nicht, ob es falsch sein kann," sagte er sanft. "Aber solange es uns richtig deucht, ist es nur entscheidend. Sei denn wir planen es in die welt hinauszuposaunen." Er lächelte und streichelte sie sanft. "Mach Dir heute Abend darüber keine Gedanken mehr. Wir sind hier, zusammen und nichts kann uns mehr trennen in diesem Moment. Geniessen wir es."
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Da werden die Auxilia zum Vergleich rangezogen, nicht, dass sie ein Teil der Legion sind.
Zum Vergleich -
Hilfe? fragte er sich innerlich grinsend, nickte aber nur schmunzelnd. "Na dann: Weggetreten," sagte er in einem halb befehlendem, halb amüsiertem Tonfall. "Bis zum nächsten Mal, Optio!" Mit diesen Worten öffnete er die Tür und verschwand gemählich dahinter.